DE3136737C2 - Verfahren zur Herstellung kunststoffhaltiger Spritzbetone - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kunststoffhaltiger Spritzbetone

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DE3136737C2 DE19813136737 DE3136737A DE3136737C2 DE 3136737 C2 DE3136737 C2 DE 3136737C2 DE 19813136737 DE19813136737 DE 19813136737 DE 3136737 A DE3136737 A DE 3136737A DE 3136737 C2 DE3136737 C2 DE 3136737C2
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung kunststoffhaltiger Trocken-Spritzbetone mit Zement als Bindemittel, Wasser, einem Kunststoff und einem Zuschlag. Diese Bestandteile werden einem Düsenmischkörper zugeführt und gegen eine Auftragsfläche gespritzt. Zwecks Verbesserung der praktischen Anwendbarkeit und zur Erzielung einer zweifachen Bindung, einerseits der bekannten Zementbindung und andererseits einer Kunststoffbindung, wird vorgeschlagen, als Kunststoff einen Reaktionsharz, insbesondere einen Epoxidharz und ein auf dieses Reaktionsharz abgestimmtes Reaktionsmittel, insbesondere ein modifiziertes Polyamin, zu verwenden.

Description

Überraschend wurde somit eine echte doppelte Bindung (Doppel-Matrix) erreicht, wie sie bislang zwar angestrebt, nicht aber erzielt werden konnte. Die Bruchdehnung erweist sich bei gleicher oder erhöhter Festigkeit im Zylinderdruckversuch etwa doppelt so hoch, wie bei lediglich zementgebundenem Spritzbeton. Weiterhin tritt eine Rißbildung erst bei größerer Verformung auf. Die Werte des E-Modul sind bedeutend geringer als bei konventionellem Spritzbeton, so daß geringere Spannungen bei gleichen aufgebrachten Verformungen der Auftragsfläche, also des Altbetons besser auf. Die Biegezugfestigkeit weist im Vergleich zu konventionellem Spritzbeton extrem hohe Werte auf, was besonders günstig für eine Verhinderung der Rißbildung ist. Schließlich wird eine frühe Rißbüdung an frisch aufgetragenem Material, das sich an einem schwingenden Baukörper (Brücken) befindet, weitgehend verhindert. Entscheidend ist dabei, daß diese Eigenschaften alterungsbeständig sind.
Aus der DE-OS 28 40 874 ist ein Bindemittelgemisch für Mörtel oder Beton bekannt, das ebenfalls einen Epoxidharz und ein zugehöriges Reakiior.smitte! enthält. Man hat jedoch bis zum Prioritätstag dieser A :-meldung nicht gewagt, derartige Mörtel im Spritzverfahren aufzutragen. Führende Fachleute haben eine derartige Verarbeitung sogar abgelehnt. Es wurde ein zu geringer Mischeffekt erwartet, wobei insbesondere die Zähigkeit des Reaktionsharzes als nachteilig eingestuft wurde. Man hatte erwartet, daß der üblicherweise sehr rasch aushärtende Rekationsharz bereits in den Zuleitungen zum Düsenmischkörper, spätestens aber im Düsenmischkörper selbst Klumpen und Verstopfungen hervorrufen könnte, die nur sehr schwer zu beheben sind. Unter diesen Voraussetzungen überrascht es, daß sich Spritzbetone mit Reaktionsharzen im Trockenverfahren aufbringen lassen, wobei eine ausreichende Durchmischung und eine homogene Verteilung der einzelnen Bestandteile (Zement, Zuschlag, Wasser, Reaktionsharz und Reaktionsmittel) zu erreichen ist.
Insbesondere aber bestand ein Vorurteil gegen die Verwendung von Reaktionsharzen im Trockenspritzverfahren, weil die bekanntermaßen kurze Erhärtungszeit derartiger Harze zu der Befürchtung \nlaß gab, daß die Schläuche und die Düse der Spritzvorrichtung verstopfen könnten. Die GB-PS 11 92 864, in der ebenfalls ein mit einem Reaktionsharz versetzter Mörtel, insbesondere Estrich, gelehrt wird, ste.k in allen Ausführungsbeispielen auf die sehr kurze Zeitspanne zwischen Auftrag des Estrichs und dem Erhärten ab. Dem rrit den Problemen des Trockenspritzens von Beton vertrauten Fachmann war damit klai, daß die Gefahr des Verklumpens und Zustopfens der Zuleitungen oder des Düsenmischkörpcrs für derartige Stoffgeinische zu hoch ist und daß praktisch keine Unterbrechung des Spritzens stattfinden durfte, ohne die Zuleitungen und Düsen sorgfältigst zu reinigen. Das ist jedoch im praktischen Betrieb störend und allgemein nicht immer durchführbar.
In bevorzugter Ausführung der Erfindung wird deshalb vorgeschlagen, den Aushärtungsvorgang des Reaktionsharzes zu verlangsamen bzw. zeitlich verzögert zum Beginn des Abbindevorgangs des Zements auszulösen. Dies wird insbesondere nach dem Verfahren gemäß den Ansprüchen 4 bis 6 erreicht. Der Abbindevorgang von Zement benötigt bekanntlich etwa drei Stunden. Erst kurz vcr erfolgter Abbindung, gegebenenfalls erst nach erfolgtem Abbinden wird der Härtevorgang ausgelöst, wobei durchaus ein relativ schnell härtendes Harz eingesetzt werden kann, beispielsweise ein Reaktionsharz nach der genannten GB-PS 11 92 864. Verwendet man dagegen eine in etwa gleicher Zeitspanne aushärtende Reaktionsharzmasse wie sie der Zement für den Abbindevorgang benötigt, so kann der Härtevorgang zeitgleich mit dem Abbindevorgang eingeleitet werden. Besondere Vorkehrungen während des Spritzens, insbesondere während Unterbrechungen und Pausen sind dann in den beiden genannten Fällen nicht erforderlich.
Besonders hohe Festigkeitswerte werden mit etwa fünf bis zwanzig Gewichts-Prozenten Reaktionsharz (bezogen auf den Zementanteil) erreicht Vorzugsweise wird das Reaktionsharz in emulgierter Form dem Düsenmischkörper zugeführt, weil dadurch eine besonders innige und homogene Vermischung erreicht wird. Das Emulsionswasser dient nämlich zugleich als das für den Abbindevorgang des Zements erforderliche Wasser, so daß eine enge Nachbarschaft von Zement — und Reaktionsharzbindung erzielt wird. Zugleich ist ein Ausdursten des Betons nicht zu befürchten -veil die Emulsion relativ stabil is*
Gemäß einem weiteren Kennzeichen der Erfindung weist das Reaktionsmittel einen wasserunempfindlichen Härterauf.
Dieser wird entweder zusammen, d. h. gemischt, mit dem Reaktionsharz dem Düsenmischkörper zugeführt, insbesondere ist ein im Reaktionsharz enthaltener Härter, oder er wird getrennt vom Reaktionsharz dem Düsenmischkörper zugeführt. Im ersten Fall wird die Härtung vorteilhafterweise erst durch ein zusätzliches Mittel ausgelöst, so daß sie zeitlich gesteuert werden kann. Im zweiten Fall ist ebenfalls eine Härtung durch dritte Mittel entsprechend den Ansprüchen 4 bis 6 möglich, aber nicht erforderlich. Die gewünschte innige Vermischung von . Härter und Reaktionsharz ist jedoch schwieriger einzustellen. Bevorzugt wird eine Auslösung der Härtung durch den Abbindevorgang des Zements oder durch nachträgliche, nicht mit dem Düsenmischkörper aufgebrachte Mittel physikalischer oder chemischer Art.
Fcsonders gut verarbeitbar ist ein nach dem Merkmal des Anspruchs 9 hergestellter Spritzbeton, da auf diese Weise eine sehr innige Durchmischung erreicht wird.
Bei ausreichenden Strömungsgeschwindigkeiten ist die Gefahr des Klumpens oder Verstopfens vernachlässigbar.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn der dem Düsenmischkörper zugeführte Strom an Reaktionsharz während des Spritzvorgangs verändert werden kann. Reaktionsharze sind teilweise sehr teuer, so daß man sie sehr gezielt einsetzen möchte. Dabei ist es besonders vorteilhaft, wenn bei Verringerung der Zugabe von Reaktionjharz der Strom an Zement vergrößert wird und vice versa. Auf diese Weise wird die Gesamtbindung etwa konstant gehalten.
Sehr vorteilhaft ist das erfindungsgemäße Verfahren entsprechend dem Merkmal des Anspruchs 12, weil die Basisschicht eine hervorragende Haftung auf Altbeton zeigt, daneben pi aktisch wasserundurchlässig ist und der Übergang zur preiswerteren Auflageschicht gleitend ist. Die Schichten können in praktisch kontinuierlichem Arbeitsablauf aufgetragen werden.
Das erfindungsgemäße Spritzbetonverfahren zeigt praktisch alle Vorteile der bekannten Trockenspritzverfahren gemäß DIN ,? 551. Darüber hinaus hat das erfindungsgemäße Verfahren jedoch den Vorteil eines geringeren Rückpralls, weil das aufgespritzte Material klebri-
ger ist. Der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte Spritzbeton bindet ebenfalls unter Wasser ab. Er eignet sich zudem für Schutzschichten gegen aggressive Medien, beispielsweise in Abwasserbecken oder -rohren und allgemein zur Sanierung von Entwässerungs- und Abwasserkanälen. Er ermöglicht ein Abdichten auch bei feuchten Untergründen und somit eine Vorarbeit für feuchtigkeitsempfindliche Auflageschichten, zum Beispiel Isolieranlagen. Auf Grund der stark polaren Eigenschaften des Epoxidharzes wird eine Übertragung besonders hoher Haftzugspannungen zwischen einer Auftragsfläche und dem erfindungsgemäßen Spritzbeton erzielt.
Der Spritzbeton zeigt schließlich eine gegenüber konventionellen Spritzbeton verbesserte Frühfestigkeit, wenn das Reaktionsharzsystem als Emulsion vorliegt. Durch die Emulsion wird gezielt ein für das Abbinden des Zements benötigter Wasseranteil zugeführt. Dagegen wird bei herkömmlichem Spritzbeton mit Überschuß an Wasser gearbeitet, so daß anfänglich zuviei Wasser im Beton enthalten ist. Ein emulgierbares Reaktionsharz ist somit für das erfindungsgemäße Verfahren sehr vorteilhaft, dagegen muß der Härter nicht notwendigerweise emulgierbar sein. Insgesamt ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren somit die Herstellung eines Betons, der gegenüber rein zementgebundenen Spritzbetonen praktisch keinen Nachteil hat. Dies läßt Anwendungen zu, bei denen ausschließlich zementgebundener Spritzbeton nicht mehr ausreicht, reine Polymerbetone aber zu teuer sind.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens strömt ein in einem Tragluftstrom mittels Flugförderung transportierter Strom an Zuschlagstoffen in den Düsenmischkörper. Dort wird dieseer Trockenstrom mit einem vorteilhafterweise als Emulsion vorliegendes Reaktionsharz und gegebenenfalls mit zusätzlichem Wasser vermischt. Der Zement wird entweder
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teilhafterweise mit diesem Zuschlag vermischt oder durch die Zuführung für den Reaktionsharz dem Düsenmischkörper zugeführt. Im letzteren Falle ist er mit der Harzemulsion innig vermischt. Dasselbe, jedoch unabhängig von der Einführung des Zements, gilt für den erforderlichen Härter. Die entsprechenden Mengen an Zuschlag, Emulsion (Reaktionsharzsystem + Wasser), Zement, Härter werden entsprechend eingestellt, beispielsweise durch fernbedienbare Ventile.
In vorteilhafter Ausbildung hat die für die Durchführung des Verfahrens geeignete Vorrichtung jedoch zusätzlich zur Zuführung für die erste Flüssigkeit eine zweite Zuführung für eine zweite Flüssigkeit, wodurch eine ausgezeichnete Durchmischung und Steuerung der Ströme der fünf Bestandteile des erfindungsgemäßen Spritzbetons erreicht wird. Diese zweite Zuführung befindet sich vorteilhafterweise stromabwärts der ersten, für das Reaktionsharz dienende Zuführung. Damit ergeben sich weitere Möglichkeiten für die Zuführung des Zements, des Härters, für die Zuführung von gegebenenfalls zusätzlichem Wasser oder weiterer Mittel, wie beispielsweise Beschleuniger, Auslöser des Härters oder dergleichen. Insbesondere ist es möglich, den Mengenstrom der beiden Bindemittel, also des Zements und des Reaktionsharzes, unmittelbar am Düsenmischkörper einzuregeln, gegebenenfalls mit Hilfe eines einzigen Mischventils, das bei Verringerung des Reaktionsharzzugabe die Menge des Zcrnentsirorns erhöht und umgekehrt Die Ströme an Zement und Reaktionsharz sind dabei so voneinander abhängig, daß stets eine ausreichende Bindung erzielt wird.
Bei diesem Düsenmischkörper dient die zentrale Zuführung wie bislang für den Zuschlag, die erste Zuführung für das Reaktionsharz. Durch welche der drei Zuführungen der Zement und unabhängig hiervon der Härter sowie wiederum unabhängig hiervon mindestens ein zusätzliches, nicht notwendigerweise erforderliches Mittel eingebracht werden, ist frei. Beispielsweise kann über die zweite Zuführung Zementleim zugeführt werden, der Härter kann dem Reaktionsharz zugegeben werden, oder über die beiden anderen Zuführungen eingeleitet werden. Andererseits kann über die zweite Zuführung flüssiger Härter zugeleitet werden, der Zement kann dann über eine der drei Zuführungen eingegeben werden. Andere Variationen lassen sich im Rahmen der obigen Voraussetzungen bilden. Dabei ist es auch möglich, daß über zwei Zuführungen ein Grundgemisch der fünf wesentlichen Bestandteile des Spritzbetons zugeführt wird und über die dritte Zuführung flüssig eine Zement/Reaktionsharzmischung zugiciiei wird, ucicii Mischungsverhältnis regelbar ist. Hierdurch läßt sich das Mischungsverhältnis der obigen Angaben gezielt erreichen.
Ein Ausführungsbeispiel für die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Herstellung kunststoffhaltiger Trokkenspritzbetone wird im folgenden näher erläutert und unter Bezugnahme auf die Zeichnung beschrieben. Diese hat lediglich eine Figur, die einen Längsschnitt durch einen DiLenmischkörper mit insgesamt drei Zuführungen zeigt.
Der in der Figur dargestellte Düsenmischkörper 1 befindet sich am Ende einer (nicht dargestellten) Förderleitung, durch die ein Zuschlag im Sinne des Pfeils Z zentrisch in den Düsenmischkörper eingeleitet wird. Die Befestigung dieser Förderleitung erfolgt an einer Hülse 2 am rückwärtigen Ende des Düsenmischköi pers 1. Der Düsenmischkörper 1 wird im wesentlichen durch ein Rohr 3 gebildet, das an seinem vorderen Ende eine Austrittsöffnung 4 hat Zwischen der Hülse 2 und der Austrittsöffnung 4 sind zwei als Ringdüsen 5,6 ausgebildete Zuführungen A, B für jeweils eine Flüssigkeit vorgesehen. Beide Ringdüsen 5, 6 weisen zum Rohr 3 koaxiale Hülsen 7, 8 auf, die in gleichmäßigen Teilungswinkeln angeordnete, radiale und in Richtung Zweisende Zufüh-
« rungsöffnungen 9 haben. Die Hülse 7 wird von der Hülse 2 umgriffen, die Hülse 8 ist durch eine äußere Hülse 2a umgeben. Dabei werden Ringkammern 10 gebildet von der aus die Bohrungen 9 ausgehen. In diese Ringkammern 10 münden jeweils Leitungen 11 bzw. 12, an
die jeweils ein Ventil 13, 14 angeschlossen ist Über Anschlußstücke 15,16 sind an diese Ventile 13,14 flexible Schläuche anschließbar, durch die Flüssigkeiten zugeführt werden können.
Das Rohr 3 setzt sich aus zwei Rohrabschnitten 3a und 3b zusammen. Der erste Rohrabschnitt 3a ist sowohl in die äußere Hülse 2 als auch in die äußere Hülse la eingeschraubt Der zweite, die Austrittsöffnung 4 aufweisende Rohrabschnitt 3b ist in die äußere Hülse 2a eingeschraubt Auf diese Weise kann der Düsenmischkörper zu Reinigungszwecken zerlegt werden.
Beim praktischen Gebrauch wird der Düsenmischkörper 1 rechtwinklig auf eine (nicht dargestellte) Auftragsfläche gerichtet Durch die zentrale Durchführung (bei Z) wird Trockengut in Flugförderung zugeführt, durch die Leitungen 11 und 12 strömen Flüssigkeiten ein. Die Menge dieser Flüssigkeiten kann durch die Ventile 13 und 14 kontinuierlich verändert werden. Vorzugsweise sind die Steuerorgane dieser Ventile 13, 14
gekoppelt, so daß sie gemeinsam betätigbar sind.
Als Beispiel für die Benutzung der Zuführungen A, B und Z sowie für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens werden anschließend zwei konkrete Rezepturen angegeDen:
Beispiel I
Z: 1650 kg Zuschlag mit 0—8 mm Korngröße,
400 kg Portlandzement 35 F,
A: 102 kg emulgiertes Epoxidharz
(Epoxidäquivalent 190), (gegebenenfalls
zusätzlich mit einem Entschäumungs-
mittel, insbesondere auf Silikonbasis)
50 kg modifiziertes Polyamin als Härter,
120 kg Wasser, bis zur Verarbeitungskonsi
stenz variabel, und
B: 0-250 kg Wasser
Beispiel i!
Z: 1650 kg Zuschlag mit 0—8 mm Korngröße,
400 kg Portlandzement 35 F,
A: 40 kg emulgiertes Epoxidharz
kg
kg
B: 0-200 kg
ίο
20
25
(Epoxidäquivalent 190),
modifiziertes, aliphatisches Polyamin (Aminäquivalent 180),
Wasser, bis zur Verarbeitungskonsistenz variabel und Wasser.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
35
40
45
50
55
60
65

Claims (20)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung eines Spritzbetons auf der 8asis von Zement, einem Reaktionsharz, insbesondere Epoxidharz, einem Härter, Wasser und einem Zuschlag, dadurch gekennzeichnet, daß die Bestandteile eines Trockenspritzbetons einem Düsenmischkörper zugeführt werden, daß als Härter insbesondere ein modifiziertes Polyamin verwendet wird und daß das Reaktionsharz relativ langsam aushärtet, insbesondere nicht in einer kürzeren Zeitspanne, als der Zement für den Abbindevorgang benötigt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsharz in Form von vorzugsweise einer Emulsion, einer Suspension oder einer Lösung dem Düsenmischkörper zugeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Reaktionsmittel einen wasserverträglicher; Härter aufweist und getrennt vom Reaktionsharz dem Düscnrnischkcrpcr zugeführt wird.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung durch Zugabe von Zement ausgelöst wird.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung durch den Abbindevorgang des Zements ausgelöst wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Härtung durch eine Strahlung, vorzugsweise eine UV-Strahlung, eine Chemikalie o*.'?! ein anderes Reaktionsmittel ausgelöst wird, das erst nach dem Spritzen auf den aufgetragenen Beton einwirkt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter eh; modifiziertes Polyamin mit einem Aminäquivalent von 30 bis 250, vorzugsweise etwa 180 ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Härter pulverförmig und/oder flüssig dem Düsenmischkörper zugeführt wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, üadurch gekennzeichnet, daß ein in emulgierter Form vorliegendes Reaktionsharz als eine erste Flüssigkeit und getrennt hiervon sowie getrennt vom Zuschlag als eine zweite Flüssigkeit Wasser, Zementleim und/oder ein flüssiger Härter dem Düsenmischkörper zugeführt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der dem Düsenmischkörper zugeführte Strom an Reaktionsharz während des Spritzvorgangs kontinuierlich veränderbar ist.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschlag fasrige Armierungsmaterialien, insbesondere Glas- oder Stahlfasern aufweist.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß zur Sanierung beschädigter Auftragsflächen, insbesondere Betone, zunächst eine dünne, einen höheren Anteil an Reaktionsharz enthaltende Basisschicht aus Spritzbeton und anschließend und vorzugsweise frisch in frisch auf diese Basisschicht eine reaktionsharzarme und vorzugsweise dickere Auflageschicht aus Spritzbeton aufgebracht werden.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung kunststoffhaltiger Spritzbetone nach dem Oberbegriff des Anspruchs I.
Bei diesem aus der DE-AS 23 01 617 bekannten Verfahren zur Herstellung einer Schicht bestehend aus drei bis fünfzig Gewichts-Prozent Epoxidharz, einem Epoxidharzhärter, fünf bis siebzig Gewichts-Prozenten Zement, fünf bis siebzig Gewichts-Prozenten pulverförmigen Zuschlagstoffen und fünf bis dreißig Gewichts-Prozenten Wasser wird eine Mörtelmasse ausreichender Viskosität hergestellt und durch eine Düse auf ein Substrat im Naßspritzverfahren aufgespritzt. Epoxidharze und die für sie benötigten Härter sind grundsätzlich bekannt beispielsweise aus dem »Kunststoff-Handbuch«. Band XI, Carl Hanser Verlag München 1971, Seiten 112 bis 115.
Spritzbetone sind in der deutschen Norm DIN 18 551 (Dezember 1974) genormt, auf diese Norm wird hier voll inhaltlich Bezug genommen. Sie betrifft jedoch nicht kunststoffhaltige Spritzbetone. Die Bezeichnung »Beton« wird weiterhin für ausschließlich kunststoffgebundene Baumaterialien verwendet, siehe zum Beispiel »Kunststoff-Taschenbuch«, 20. Ausgabe, Seite 379 oder den Aufsatz von Schwabe im 4. Heft 1980 der Zeitschrift »kib — Kunststoffe im Bau«. Derartige Kunststoff-Betone werden als Kunstharz-Reaktionsbeton oder (international) als Polymer-Beton bezeichnet. Auch derartige Betone können im Spritzverfahren aufgebracht werden, wie beispielsweise aus der US-PS 36 74 600 oder der DE-OS 27 06 433 bekannt ist.
Das bekannte Verfahren der eingangs genannten Art hat sich für den praktischen Einsatz als nachteilig erwiesen, weil einerseits zunächst eine gewisse Mörtelmenge hergestellt wird, die nach und nach verspritzt wird, so daß die anfänglichen Spritzergebnisse sich von den späteren Spritzergebnissen unterscheiden und andererseits nicht auszuschließen ist, daß Mörtel in den Leitungen, der Düse und den Pumpen hängenbleibt und dort abbindet. Bei einem Naßspritzen gemäß den vorbekannten Verfahren müssen daher praktisch nch jedem Arbeitstag die Schläuche, die Pumpe und die Düsen ausgewechselt werden, weil auch ein gründliches Nachspülen die Rückstände nicht beseitigt.
Besonders nachteilig bei dem bekannten Verfahren aber ist, daß durch die Zugabe von Epoxidharzen praktisch keine größere Härte als bei üblichen Zementmörteln erzielt wird, wie die in der DE-AS 23 01 617 angegebene Testtabelle nachweist. Bei der gewählten Verarbeitung und den benutzten Bestandteilen machen sich die Epoxidharze somit nicht in Form eines zusätzlichen Beitrags zur Härte bemerkbar.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen kunststoffhaltige::, im Spritzverfahren auftragbaren Beton der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem der Kunststoff eine irreversible, und dauerhafte, zusätzliche Bindung bewirkt, die sich deutlich in den mechanischen Eigenschaften bemerkbar macht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1.
Damit wird erstmals die Verwendung von Duroplasten zur Erzielung einer sehr festen, dauerhaften Kunststoffbindung zusätzlich zur Zementbindung für Trokken-Spritzbetone erreicht, Reaktionsharze (sieh Kunststoff-Taschenbuch,
20. Auflage) sind eine Untergruppe der Duroplaste, die nach irreversiblem Aushärten starr und auch bei hohen Temperaturen nicht plastisch formbar sind. Epoxidharz sind laugenbeständig und somit zement verträglich.
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