DE3119503C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft eine Blindnietverbindung zum Ver
binden von zwei nebeneinander angeordneten Werkstücken mit
fluchtenden Löchern eines bestimmten Durchmessers zur Auf
nahme eines Blindnietes, mit einer rohrförmigen Hülse, die
einen solchen Außendurchmesser aufweist, daß sie durch die
Löcher paßt und einen ersten Kopf an einem Ende der Anlage
an einem der Werkstücke und einen gegenüberliegenden End
abschnitt aufweist, der sich über die andere Seite des
Werkstücks hinaus erstreckt und dort gegen die Werkstücke
zu einem zweiten Kopf aufweitbar ist, mit einem Setzstift,
welcher sich durch die Hülse erstreckt und den gegenüber
liegenden Endabschnitt aufweitet, um die Werkstücke zusam
menzuspannen und den zweiten Kopf auszubilden, wobei der
Setzstift einen Mittelabschnitt, dessen Durchmesser klei
ner als der des Hülseninneren ist, einen sich über den
ersten Kopf hinaus erstreckenden Zugabschnitt an einem En
de des Mittelabschnittes, und einen in die Hülse zu ziehen
den Spreizkopf am anderen Ende des Mittelabschnittes jen
seits des anderen Hülsenendes umfaßt, wobei der Spreiz
kopf einen mit dem Mittelabschnitt verbundenen zylindri
schen Expansionsabschnitt aufweist, dessen Durchmesser
größer als der des Mittelabschnittes und des Innendurch
messers der Hülse ist und mit einem geneigten Führungsende
neben dem gegenüberliegenden Endabschnitt, wobei der Ex
pansionsabschnitt einen Außendurchmesser aufweist, der um
einen Betrag kleiner als der Durchmesser der Löcher ist,
welcher gleich der doppelten Wanddicke der Hülse ist, so
daß letztere darin aufweitbar und in festem Eingriff mit
den Werkstücken gehalten ist, und mit einem konischen
Abschnitt hinter dem Expansionsabschnitt, welcher die
Größe des sich aufweitenden Kopfes von dem Expansionsab
schnitt zum anderen Ende progressiv erhöht, um den zwei
ten Kopf an der Hülse auszubilden.
Eine Blindnietbefestigung dieser Art ist in der US-PS
32 85 121 beschrieben. Dort ist eine Hülse mit einem
Kopf auf einen langgestreckten und speziell geformten
Setzstift aufgesetzt, der einen von dem Kopf der Hülse
abragenden Zugabschnitt und einen Spreizkopf aufweist.
Der Spreizkopf hat einen Expansionsabschnitt mit einer
umlaufenden Schulter, die so bemessen ist, daß sie in die
Hülse eindringen kann.
Weitere Beispiele sind in der US-PS 30 73 205, 33 77 908
und 40 12 984 gezeigt.
Die Festigkeit und die Dauerstandfestigkeit dieser Blind
nietverbindungen hängen von der Zug- und Scherfestigkeit
des Setzstiftes und von dem Anpreßdruck der Teile sowie
der Größe der Auflagefläche zwischen dem blindseitigen
Hülsenkopf und dem Werkstück beim Setzen ab. Um eine ver
hältnismäßig große Auflagefläche zu erreichen, aber Dicken
unterschiede der Werkstücke innerhalb der erforderlichen
Toleranzen zuzulassen und ein Trennen der Werkstücke zu
vermeiden, führt man die Spreizköpfe so fließfähig aus,
daß sie sich beim Einziehen in die Hülsen und in die
Löcher der Werkstücke strecken, oder man schwächt sie vom
blindseitigen Ende aus, so daß sich die größeren Endab
schnitte der Köpfe so verformen, wie dies in der US-PS
41 37 817 beschrieben ist.
Die aus dieser Druckschrift bekannte Anordnung weist in
dessen keine am Führungsrand des Spreizkopfes angeordne
te Klemmleiste auf, welche anfänglich die Hülse der Blind
nietverbindung aufweitet und anschließend eine Ausnehmung
füllt.
Die DE-AS 12 93 716 erläutert ein Verfahren zum Setzen
von Blindnieten, wobei indessen eine ringförmige verform
bare Klemmleiste mit einem sich daran anschließenden Ent
lastungsbereich am Setzstift nicht vorgesehen ist.
Aus der CH-PS 4 60 456 ist eine Blindhohlnietverbindung
mit einer auf dem vorlaufenden Endteil eines Spreizkopfes
angeordneten ringförmig umlaufenden Leiste bekannt, welche
die anfängliche Expansion der Hülse bewirkt und dann als
Ziehdüse wirkt, durch welche der Spreizkopf gezogen wird.
Durch diese Ziehdüse erfolgt eine geringe Reduzierung des
Spreizkopfdurchmessers, so daß sich eine lockere Blind
nietverbindung ergeben kann.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin,
eine Blindnietverbindung der eingangs umrissenen Art an
zugeben, mit welcher die Werkstücke fester aufeinanderge
spannt und deren Löcher wirkungsvoll ohne Zuhilfenahme
technisch aufwendiger Mittel ausgefüllt werden können, wo
bei die Herstellungskosten der Blindnietverbindung gesenkt
und der Blindniet mit herkömmlichen Werkzeugen gesetzt
werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
eine verformbare ringförmige Klemmleiste den führenden
Endabschnitt des Expansionsabschnittes umgibt, die eine
konische Führungsfläche, welche mit der Längsachse des
Setzstiftes auf jeder Seite einen Winkel von annähernd
15° einschließt, und einen Kamm mit einem Durchmesser auf
weist, der etwas größer als der Durchmesser des Expansions
abschnittes ist, um einen Entlastungsbereich des Expan
sionsabschnittes zwischen der Klemmleiste und dem konischen
Abschnitt mit einem Durchmesser zu schaffen, der etwas klei
ner als der Außendurchmesser des Kammes ist, um so dem Ein
tritt des Expansionsabschnittes in die Hülse entgegenwirken,
und die aus einem Material besteht, das einerseits ausrei
chend fest ist, um die Hülse außerhalb der Werkstücke ohne
wesentliche Verformung der Leiste aufzuweiten, und das
andererseits ausreichend weich ist, um, wenn die Werkstücke
zusammengedrückt sind, in den Raum zwischen dem Entlastungs
bereich und der Hülse hinein verformt zu werden, so daß der
Expansionsabschnitt in den Abschnitt der Hülse, welcher in
nerhalb der Werkstücke liegt, eintreten und ihn ausfüllen
kann.
Die Klemmleiste erzeugt eine signifikante Zunahme der auf
die Werkstücke aufgebrachten Klemmkraft und verbessert eben
falls das Aufweiten der Hülse und ihr Festlegen an den Werk
stücken. Zusätzlich trägt die Klemmleiste zu einer großen
blindseitigen Auflagefläche bei, indem sie das Ausbeulen
des freien Endes der Hülse mit einem größeren wirksamen
Durchmesser einleitet.
Zweckmäßige Weiterbildungen der erfindungsgemäßen Blindniet
verbindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Die Klemm
leiste besteht aus einem verformbaren Material, das hart
genug ist, um in das freie Ende der Hülse ein- und hindurch
zutreten, ohne die Klemmleiste wesentlich zu verformen, aber
auch weich genug, um nachgeben zu können, wenn die Werkstücke
fest aufeinandergespannt worden sind, und die Neigung des
Kopfes auszugleichen, infolge der Streckung beim Einziehen
in die Werkstücke einzuschnüren. Diese Klemmleiste liefert
im Effekt einen Materialüberschuß, der den wirksamen Durch
messer des in die Werkstücke eintretenden Kopfteils auf
rechterhält, so daß es gewährleistet ist, daß bei fertiger
Blindnietverbindung die Löcher dicht ausgefüllt sind.
Wenn die Klemmleiste die Form eines Kragens aufweist, läßt
sich die Blindnietverbindung ohne aus dem Kopf der Hülse
auswärts abragende Sperrkrone herstellen, so daß die Her
stellungskosten insgesamt gesenkt werden. Weiterhin kann
man diese alternative Anordnung mit herkömmlichen Setz
köpfen setzen, die in der Lage sind, am Schaft zu ziehen
und einen Reaktionsdruck auf den Nietkopf auszuüben, so
daß ein spezielles Setzwerkzeug entfällt.
Durch die verformbare Klemmleiste am vorderen Ende des Spreiz
kopfes läßt sich die Hülse außerhalb der Löcher auf eine
Größe aufweiten, die größer als der Expansionsabschnitt
ist und so dem Eintritt des Expansionsabschnitts in den
innerhalb der Werkstücke befindlichen Teil der Hülse kurz
zeitig entgegenwirkt, so daß die Werkstücke fest aufeinan
dergespannt werden, während der Spreizkopf in die Hülse
eingezogen und dann verformt und in den Raum zwischen dem
Spreizkopf und der Hülse gezogen wird, während der Expan
sionsabschnitt sich in den in den Löchern befindlichen
Hülsenteil bewegt.
Weitere Vorteile ergeben sich aus der folgenden Erläute
rung der Erfindung an Ausführungsbeispielen anhand der
Zeichnung. In der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer
Blindnietverbindung vor dem Setzen,
Fig. 2 eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht mit einem teilwei
se geschnittenen Setzwerkzeug, wobei der Spreiz
kopf teilweise in die Hülse eingezogen ist,
Fig. 3 eine der Fig. 2 ähnliche Ansicht nach beendetem Zu
sammenspannen der Werkstücke und während der Bil
dung des blindseitigen Kopfes,
Fig. 4 eine fertige Blindnietverbindung,
Fig. 5 einen Teilschnitt durch den Spreizkopf und das
Hülsenende, wobei die Teile die gleiche Lage wie
in Fig. 1 einnehmen,
Fig. 6 eine der Fig. 5 ähnliche Darstellung und zeigt den
Zustand der Teile nach Fig. 2,
Fig. 7 einen vergrößerten Teilschnitt der Klemmleiste,
Fig. 8 eine Seitenansicht ähnlich Fig. 1, einer anderen
Ausführungsform,
Fig. 9 die Ausführungsform nach Fig. 8 nach dem Aufeinan
derspannen der Werkstücke und während der Bildung des
blindseitigen Kopfes,
Fig. 10 eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung und zeigt
die fertige Blindnietverbindung,
Fig. 11 eine der Fig. 1 und 8 ähnliche Seitenansicht einer
weiteren Ausführungsform.
In Fig. 1 ist ein Blindniet 10 zum Verbinden zweier Werk
stücke in Form von Blechen 11, 12 gezeigt, zu denen Zu
ang nur von einer Seite (der rechten Seite in Fig. 1
bis 4) besteht.
Der Blindniet 10 weist eine Hülse 13 und einen Setzstift
14 auf, die teleskopartig aufeinander und durch zwei fluch
tende Löcher 15, 17 in den Werkstücken eingeschoben sind.
Vor dem Setzen ist der Blindniet im Durchmesser kleiner
als die Löcher. Nach dem Einschieben wird der Blindniet in
den Werkstücken gesetzt, indem der Setzstift nach rechts
gezogen wird und dabei die Hülse auf dem zugriffseitigen
Werkstück 11 festhält. Bei dieser Bewegung des Setzstifts
14 wird ein Spreizkopf 18 in das blindseitige Ende der
Hülse 13 hineingezogen, spannt die Werkstücke aufeinander
fest, weitet die Hülse auf und legt sie fest an die Innen
flächen der Löcher 15, 17 und formt das blindseitige Hül
senende zu einem Kopf 19 (Fig. 4), der an dem blindsei
tigen Werkstück 12 aufliegt und mit einem vorgeformten
Kopf 20 am entgegengesetzten Ende der Hülse zusammenwir
kend die Werkstücke fest aufeinanderspannt.
Während des Spannvorgangs legt sich eine als Expansionsab
schnitt wirkende schräge Schulter 21 am vorderen Ende
des Spreizkopfes 18 gegen eine Schulter 22 an der Innen
fläche der Hülse. Eine einteilig mit dem Kopf 20 ausgebil
dete Krone 23 wird in eine Sperrnut 24 im Setzstift 14
vor der Schulter 22 eingedrückt. Zu diesem Zeitpunkt bricht
der Setzstift an einer Schwächungsnut 25 im wesentlichen
bündig mit der Außenfläche des Kopfes 20 ab (Fig. 4); die
Verbindung ist dann fertig.
Im Außendurchmesser ist der Spreizkopf 18 kleiner als die
Löcher 15, 17, weitet sich von diesem kleineren Durchmes
ser am blindseitigen Ende der Hülse zu einer Größe auf,
die wesentlich größer als der Hülseninnendurchmesser ist
und geht in einen verhältnismäßig kurzen zylindrischen
Entlastungsbereich 27 über, dessen Länge sich nach der
Dicke der Werkstücke richtet, für welche die Blindniet
verbindung ausgelegt ist und der größer als der anfängli
che Innendurchmesser der Hülse 13 ist, so daß diese aus
reichend stark gegen die Innenflächen der Löcher 15, 17
gedrückt wird. Bei aufgeweiteter Hülse entspricht ihr In
nendurchmesser im wesentlichen dem Außendurchmesser des
Expansionsabschnitts.
Hinter dem zylindrischen Entlastungsbereich 27 befinden
sich ein konischer Abschnitt 28, so daß der Spreizkopf 18
vom Expansionsabschnitt zum freien blindseitigen Ende des
Spreizkopfes größer wird. Weiterhin ist ein kurzer Endab
schnitt 29 vorgesehen. Eine schwächende Ausnehmung 30 ist
im blindseitigen Ende des Spreizkopfes ausgebildet, so daß
der Endabschnitt des Spreizkopfes sich beim Setzen des
Blindniets einwärts verformt.
Hinter dem Kopf 20 ist die Hülse 13 zylindrisch und im
Durchmesser anfänglich kleiner als die Löcher 15, 17, so
daß sie in die Werkstücke eingesetzt werden kann. Das blind
seitige Ende der Hülse enthält eine Senkbohrung 31, die
das Eintreten des Expansionsabschnittes 21 erleichtert.
Vor dem Setzen wird der Zugabschnitt 32 des Setzstifts 14
von den Backen (nicht gezeigt) eines Werkzeugkopfes 33 er
griffen und ein Ende des Werkzeugkopfes gegen die Sperrkro
ne 23 gedrückt, um den Kopf 20 auf das zugriffseitige
Werkstück 11 aufzusetzen. Dann wird der Setzstift nach rechts
durch die Hülse gezogen, wie dies in Fig. 1 bis 3 gezeigt
ist, während der Werkzeugkopf die Hülse gegen eine Bewegung
nach rechts festhält, so daß der Spreizkopf 18 in das
blindseitige Hülsenende eingezogen wird.
Während der Expansionsabschnitt 21 in die Senkbohrung 31
der Hülse 13 eingeführt wird, bildet sich eine Expansions
welle 31 a (Fig. 2) in der Hülse, welche mit dem Expan
sionsabschnitt die Hülse entlangläuft. Trifft diese Welle
auf das blindseitige Werkstück 12, schiebt sie dieses nach
rechts und wirkt mit dem Werkzeugkopf 33 zusammen, so daß
die Werkstücke fest aufeinandergespannt werden.
Wenn das zugriffsseitige Werkstück 11 eine weitere Bewegung
des blindseitigen Werkstücks 12 verhindert, wird der Ex
pansionsabschnitt 21 in die Hülse 13 hineingezogen und wei
tet letztere auf, so daß sie die Löcher 15, 17 ausfüllt.
Während der Expansionsabschnitt sich weiter durch die Hülse
und über die Scherebene zwischen den Werkstücken bewegt,
bis sie sich an die Schulter 22 der Hülse 13 legt, wird der
weitere Expansionsabschnitt 28 des Spreizkopfes 18 in das
blindseitige Hülsenende eingezogen, drückt letzteres zum
blindseitigen Werkstück und staucht es dabei unter Ausbil
dung eines Kopfes.
Dieses Stauchen setzt sich fort, während der Expansionsab
schnitt 28 in die Hülse 13 gezogen wird, und wird begleitet
von einer Verformung des Spreizkopfes 18, wobei der blind
seitige Kopf radial einwärts verformt wird, wenn die schwä
chende Ausnehmung 30 vorhanden ist. Diese Verformung des
Kopfes erlaubt dem Setzstift 14, Unterschiede der gemein
samen Dicke der Werkstücke aufzunehmen, während eine gute
Auflagefläche zwischen dem blindseitigen Kopf 19 (Fig. 4)
und dem Werkstück 12 entsteht.
Nach dem Anlegen des Expansionsabschnittes 21 an die Schul
ter 22 der Hülse 13 kann der Setzstift nicht weiter durch
die Hülse 13 gezogen werden. Der anhaltende Zug auf den
Stift drückt zunächst die Sperrkrone 23 in die Sperrnut 24
und bewirkt dann, daß der Zugabschnitt 32 an der Schwä
chungsnut 25 abreißt. Damit ist der Blindniet vollständig
gesetzt, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist.
Der Spreizkopf 18 weist eine verformbare Klemmleiste 15
auf, um den anfänglichen Aufweitdurchmesser über den der
Expansionsabschnitte hinaus zu vergrößern und dann nach
zugeben, damit die nachfolgende Fläche des Spreizkopfes
in die Werkstücke eintreten kann, so daß anfänglich eine
signifikante Zunahme der auf die Werkstücke ausgeübten
effektiven Klemmkraft entsteht und danach ein Materialüber
schuß vorhanden ist; die Hülse in den Werkstücken wird
also dichter ausgefüllt. Infolge des größeren anfänglichen
effektiven Durchmessers der Klemmleiste und der resultie
renden Vergrößerung der Expansionswelle nimmt auch die
blindseitige Auflagefläche zu.
Die Klemmleiste 35 ist ringförmig mit einer keilförmigen
vorlaufenden Fläche ausgebildet, die sich zu den Werkstücken
hin von einem maximalen Außendurchmesser an einem Kamm 35 a
(Fig. 5, 6) her verjüngt, der größer als der Innendurch
messer der aufgeweiteten Hülse 13 ist. Diese Klemmleiste
kann also nicht in den im blindseitigen Werkstück 12 be
findlichen Teil der Hülse eindringen, ohne sich zu verfor
men, und sie schafft eine zwangsläufige Klemmwirkung, infol
ge der das blindseitige Werkstück auf der Hülse fest auf
das zugriffsseitige Werkstück 11 gedrückt wird, während
die Klemmleiste mit dem Expansionsabschnitt in die Hülse 13
gezogen wird.
Die Klemmleiste 35 besteht aus einem Material, das hart ge
nug ist, um ohne wesentliche Eigenverformung in das freie
Ende der Hülse ein- und durch diese hindurchzutreten und
eine Expansionswelle in einer vom Außendurchmesser der
Klemmleiste bestimmten Größe zu erzeugen, aber dennoch
nachgeben kann, nachdem die Werkstücke fest aufeinander
gespannt worden sind und nun der von den aufeinanderge
spannten Werkzeugen hervorgerufene zunehmende Widerstand
zu wirken beginnt. Dieses Nachgeben erfolgt beim Einziehen
des vorlaufenden Kopfteils in die Löcher in den Werkstücken,
die den Kopf so formen, daß er genau in die Werkstücke
hineinpaßt. Auf diese Weise ist gewährleistet, daß der Kopf
die Löcher dicht ausfüllt, auch wenn er sich beim Setzen
strecken und im Durchmesser abnehmen will.
Wie in Fig. 5, 6 und 7 gezeigt ist, hat die Klemmleiste
35 eine konische Führungsfläche 35 b, welche mit der Längs
achse des Setzstiftes 14 auf jeder Seite einen Winkel von
15° einschließt. Der Durchmesser der Klemmleiste 35 ist er
heblich größer als der Innendurchmesser der aufgeweiteten
Hülse 13 (Lochgröße minus der doppelten Hülsenwanddicke).
Für jede Größe und Art einer Blindnietverbindung lassen
sich die Abmessungen der Klemmleiste 35 a empirisch bestim
men, wobei die bevorzugten Proportionen in Fig. 5, 6 gezeigt
sind.
Beispielsweise kann man für die Klemmleiste 35 für einen
Blindniet, mit einem Expansionsabschnitt eines Außendurch
messers von 3,556 mm, eine Klemmleiste mit einer Dicke von
etwa 0,1524 mm, d. h. eines Durchmessers von 0,3048 mm ver
wenden. Die Klemmleiste hat dann eine Übergröße von etwa
0,2794 mm, wenn das Loch 17 im blindseitigen Werkstück 12
innerhalb der zulässigen Toleranz maximal groß ist, und
eine Übergröße von etwa 0,3810 mm, wenn das Loch innerhalb
dieser Toleranz minimal groß ist. Auf jeden Fall erhält man
mit einer verformbaren Klemmleiste von Bruchteilen eines
Millimeters Höhe ein verbessertes Aufeinanderspannen der
Werkstücke und ein besseres Ausfüllen der Löcher sowie
eine größere Expansionswelle, die eine größere blindsei
tige Auflagefläche schafft.
Die Klemmleiste 35 ist nicht nur einfache eine Vergröße
rung des Außendurchmessers des Expansionsabschnittes 21.
Hinter der Klemmleiste ist der zylindrische Teil 27 so
bemessen, daß er die Hülse im aufgeweiteten Zustand hält,
wobei der Außendurchmesser geringer als die um die doppelte
Hülsenwanddicke verringerte Lochgröße ist. Hinter der
Klemmleiste befindet sich also ein Entlastungsbereich mit
einem Außendurchmesser, so daß die aufgeweitete Hülse aus
gefüllt wird.
Während die Führungsfläche 35 b der Klemmleiste 35 konisch
ist, lassen sich auch andere Formen verwenden. Beispiels
weise erhält man mit einer konkaven oder konvexen Längs
schnittkontur entsprechende Ergebnisse, sofern die Führungs
fläche zur Klemmleiste 35 hin im Durchmesser zunimmt.
Es lassen sich unterschiedliche Werkstoffe für den Blind
niet und die Klemmleiste 35 verwenden. Die Klemmleiste
kann auf unterschiedliche Weise auf verschiedene Blindnie
ten aufgebracht werden. Beispielsweise kann die Klemmleiste
aus dem gleichen Werkstoff wie der Rest des Setzstiftes 14
und die Hülse bestehen - beispielsweise aus der amerikani
schen Normlegierung 2217, 2219 oder 2023. Besonders gute
Festigkeitseigenschaften lassen sich mit einem nur aus Alu
minium bestehenden Teil unter Verwendung der amerikanischen
Normlegierung 7075 erreichen.
Ein weiteres Beispiel, mit dem man eine verhältnismäßig
leicht verformbare Klemmleiste für die Verwendung mit Werk
stücken niedriger Festigkeit erhält, ist die Verwendung von
Al-beschichtetem Draht auf einem Kern aus der amerikanischen
Normlegierung 7075, der mit Reinaluminium oder der Al-Le
gierung 1100 beschichtet ist. Mit diesen Werkstoffen kann
die Beschichtung zu einer Klemmleiste auf dem härteren
Kernmaterial gestaltet werden; man erhält so eine verhält
nismäßig hohe Gesamtfestigkeit trotz einer leichten Ver
formbarkeit der Klemmleiste. Ein ähnliches Ergebnis er
reicht man, wenn man eine verhältnismäßig weiche Beschich
tung auf den Spreizkopf allein aufbringt und diese zu der
Klemmleiste formt.
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 8, 9 und 10 ge
zeigt. Teile des Blindniets 10′ nach Fig. 8 bis 10, die den
in Fig. 1 bis 7 gezeigten Teilen entsprechen, sind mit den
gleichen, aber um einen Strich ergänzten Bezugszeichen
bezeichnet.
Wie am besten in Fig. 8 gezeigt ist, besteht der Blindniet
10′ aus einer Hülse 13′ und einem Setzstift 14′, die in
Löcher 15′, 17′ der Werkstücke 11′, 12′ eingesetzt sind.
Die Klemmleiste 35′ ist hier als Kragen 40 ausgebildet,
der auf den Setzstift 14′ geschoben ist und an einer Schul
ter 42 am Führungsende des Spreizkopfes 18′ anliegt.
Der Kragen 40 überspannt die Sperrnut 24′ und weist eine
umlaufende Schürze 44 auf, die sich von der Sperrnut 24′
nach vorn über die Schwächungsnut 25′ erstreckt. Der Außen
durchmesser der Schürze 44 am vorderen Ende muß so klein
sein, daß sie in das blindseitige Ende der Hülse 13′ paßt.
Die Schürze ist so lang, daß sie in das Loch 17′ im blind
seitigen Blech 12′ hineinreicht, bevor die Expansionswel
le das blindseitige Blech 12′ erreicht.
Beim Setzen des Blindniets 10′ spreizt die Klemmleiste 35′
das freie Ende der Hülse 13′ auf, wobei eine Expansions
welle entsteht, welche die Bleche 11′, 12′ aufeinander
festspannt. Während die Klemmleiste 35′ in das Loch 17′ im
blindseitigen Blech 12′ hineingezogen wird, wird sie in
die Sperrnut 24′ gedrückt, wie dies in Fig. 9 gezeigt ist.
Beim weiteren Einziehen des Setzstifts 14′ in die Hülse 13′
weitet der zylindrische Teil 27′ des Spreizkopfes 18′ die
Hülse 13′ auf, bis sie sich an die Innenflächen der Löcher
15′, 17′ anlegt, und bildet der Expansionsabschnitt 28′
des Spreizkopfes 18′ den blindseitigen Kopf 19′ (Fig. 10)
auf, der mit vergrößerter Auflagefläche an dem Werkstück
12′ liegt.
Bei weiterer Bewegung des Setzstifts 14′ wird der Kragen 40
an ein Druckelement 46 eines Setzwerkzeugs 48 gezogen. Beim
Berühren des Druckelements 46 wird das vordere Ende der Schür
ze 44 einwärts zum Setzstift 14′ umgelenkt, und der Rest
der Schürze 44 füllt eine Ausnehmung 50 im Kopf 20′ der Hül
se 13′ aus. In diesem verformten Zustand widersteht der Kra
gen 40 einem weiteren Zusammendrücken, so daß der Setzstift
an der Schwächungsnut 25′ abreißt; der Blindniet 10′ ist
vollständig gesetzt (siehe Fig. 10).
Das Druckelement 46 weist eine einwärts gerichtete Schräg
fläche 52 auf. Das anfängliche Umlenken und das mit ihm ein
hergehende Ausfüllen der Schürze in die Ausnehmung 50 ist
bevorzugt, da diese Konfiguration des verformten Kragens 40
einen höheren Widerstand gegen ein Herausziehen bietet.
Weiterhin kann die Stirnfläche des Druckelements geringfü
gig in die Ausnehmung 50 ragen, so daß die vollständig ver
formte Schürze 44 nicht über den Rand des Kopfes 20′ der
Hülse (Fig. 10) ragt.
Eine weitere Ausführungsform ist in Fig. 11 gezeigt. Die
jenigen Teile des Blindniets 10′, die nach Struktur und
Funktion den in Fig. 1 bis 10 gezeigten entsprechen, sind
mit den gleichen, aber um einen Doppelstrich ergänzten Be
zugszeichen versehen.
In der in Fig. 11 gezeigten Ausführungsform weist der
Blindniet 10′′ eine Hülse 13′′ und einen Setzstift 14′′ auf,
die in die Löcher 15′′, 17′′ des Werkstücks 11′′, 12′′ ein
gesetzt sind. Eine ringförmige Klemmleiste 35′′ ist auf
einem Sperrkragen 54 ausgebildet, der vorgeformt, auf den
Stift 14′′ aufgesetzt und schließlich in die Sollage ge
drückt ist.
Bei dieser Ausführungsform wird der Kragen 54 in die Sperr
nut 24′′ gedrückt, bevor der Blindniet 10′′ in die Werkstücke
11′′, 12′′ eingeschoben wird. Der Kragen 54 weist einen läng
lichen Abschnitt 56 auf, der eine Beschichtung auf dem zy
lindrischen Abschnitt 27′′ und dem konischen Abschnitt 28′′
des Setzstifts 14′′ bildet. Der längliche Abschnitt 56 ist
eine fließfähige Beschichtung auf dem Spreizkopf und kann
in die Hülse 13′′ eingezogen werden, um eine Passung zwischen
der Hülse 13′′ und den Löchern 15′′, 17′′ zu schaffen.
Die Sperrkrägen 40, 54 können aus dem gleichen Werkstoff wie
die Hülsen 13′ bzw. 13′′ bestehen; desgleichen können die
Sperrkrägen aus einem Werkstoff hergestellt sein, der här
ter ist als die Hülse. Die Krägen dürfen jedoch nicht wei
cher als die Hülsen sein. Weiterhin müssen die Krägen aus
einem Werkstoff hergestellt sein, der weicher als der Setz
stift 14′, 14′′ ist.
Nach der beschriebenen Blindnietverbindung kann die Spann
kraft auf das vier- oder fünffache derjenigen gesteigert
werden, die ohne eine Klemmleiste erreichbar ist. Die er
höhten Festigkeiten lassen sich
- 1. den beim Festspannen auftretenden höheren Kräften,
- 2. dem dichten Ausfüllen der Löcher mit dem von der Klemmleiste oder den Sperrkrä gen verfügbaren Materialüberschuß, der das beim Strecken auftretende Einschnüren ausgleicht, und
- 3. einer vergrößerten blindseitigen Auflagefläche bzw. Anstauchung der Hülse in folge des anfänglich größeren Durchmessers zuschreiben.
Weiterhin erhält man mit den Ausführungsformen die besse
ren Ergebnisse ohne Sperrkrone auf dem Nietkopf, so daß man
herkömmliche Setzwerkzeuge verwenden kann.
Während vollständig aus Aluminium bestehende Blindnieten gut
geeignet sind, kann man auch andere Werkstoffe wie Monell
metall oder Stahl verwenden.
Claims (11)
1. Blindnietverbindung zum Verbinden von zwei
nebeneinander angeordneten Werkstücken mit fluchtenden
Löchern eines bestimmten Durchmessers zur Aufnahme eines
Blindnietes, mit einer rohrförmigen Hülse, die einen
solchen Außendurchmesser aufweist, daß sie durch die
Löcher paßt und einen ersten Kopf an einem Ende zur
Anlage an einem der Werkstücke und einen gegenüberlie
genden Endabschnitt aufweist, der sich über die andere
Seite des Werkstückes hinaus erstreckt und dort gegen
die Werkstücke zu einem zweiten Kopf aufweitbar ist, mit
einem Setzstift, welcher sich durch die Hülse erstreckt
und den gegenüberliegenden Endabschnitt aufweist, um
die Werkstücke zusammenzuspannen und den zweiten Kopf
auszubilden, wobei der Setzstift einen Mittelabschnitt,
dessen Durchmesser kleiner als der des Hülseninneren
ist, einen sich über den ersten Kopf hinaus erstrecken
den Zugabschnitt an einem Ende des Mittelabschnittes,
und einen in die Hülse zu ziehenden Spreizkopf am
anderen Ende des Mittelabschnittes jenseits des anderen
Hülsenendes umfaßt, wobei der Spreizkopf einen mit dem
Mittelabschnitt verbundenen zylindrischen Expansionsab
schnitt aufweist, dessen Durchmesser größer als der des
Mittelabschnitts und des Innendurchmessers der Hülse ist
und mit einem geneigten Führungsende neben dem gegen
überliegenden Endabschnitt, wobei der Expansionsabschnitt
einen Außendurchmesser aufweist, der um einen Betrag
kleiner als der Durchmesser der Löcher ist, welcher
gleich der doppelten Wanddicke der Hülse ist, so daß
letztere darin aufweitbar und in festem Eingriff mit den
Werkstücken gehalten ist, und mit einem konischen Ab
schnitt hinter dem Expansionsabschnitt, welcher die
Größe des sich aufweitenden Kopfes von dem Expansionsab
schnitt zum anderen Ende progressiv erhöht, um den
zweiten Kopf an der Hülse auszubilden, dadurch gekenn
zeichnet, daß eine verformbare ringförmige Klemmleiste
(35) den führenden Endabschnitt des Expansionsabschnit
tes (21) umgibt, die eine konische Führungsfläche (35 b),
welche mit der Längsachse des Setzstiftes (14) auf jeder
Seite einen Winkel von annähernd 15° einschließt, und
einen Kamm (35 a) mit einem Durchmesser aufweist, der
etwas größer als der Durchmesser des Expansionsabschnit
tes (21) ist, um einen Entlastungsbereich (27) des Ex
pansionsabschnittes (21) zwischen der Klemmleiste (35)
und dem konischen Abschnitt (28) mit einem Durchmesser
zu schaffen, der etwas kleiner als der Außendurchmesser
des Kammes (35 a) ist, um so dem Eintritt des Expansions
abschnittes (21) in die Hülse (13) entgegenzuwirken, und
die aus einem Material besteht, das einerseits ausreichend
fest ist, um die Hülse (13) außerhalb der Werkstücke (11,
12) ohne wesentliche Verformung der Leiste (35) aufzuwei
ten, und das andererseits ausreichend weich ist, um, wenn
die Werkstücke (11, 12) zusammengedrückt sind, in den Raum
zwischen dem Entlastungsbereich (27) und der Hülse (13)
hinein verformt zu werden, so daß der Expansionsabschnitt
in den Abschnitt der Hülse (13), welcher innerhalb der
Werkstücke (11, 12) liegt, eintreten und ihn ausfüllen
kann.
2. Blindnietverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Klemmleiste (35) aus dem gleichen Werkstoff
wie der Setzstift (14) besteht und einteilig mit diesem
ausgebildet ist.
3. Blindnietverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Klemmleiste (35) aus einem weicheren Werk
stoff als der Setzstift (14) besteht und auf diesen als
Beschichtung aufgebracht ist.
4. Blindnietverbindung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, daß die Klemmleiste (35) aus einem verhältnismäßig
weichen Aluminiumwerkstoff besteht.
5. Blindbefestiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Klemmleiste (35) einen Außendurchmesser aufweist,
der um etwa 0,3048 mm größer als der Durchmesser des Spreiz
abschnitts liegt.
6. Blindbefestiger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hülse eine Senkbohrung (31) und eine Sperrnut (50)
enthält, und daß der Setzstift (14) eine Sperrnut (24) zwi
schen dem Mittelabschnitt und dem vorlaufenden Ende enthält.
7. Blindbefestiger nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß die verformbare Klemmeinrichtung als ringförmiger Kra
gen (40) ausgebildet ist, der den Sitzstift (14′) umgibt,
an einer Schulter (42) am vorlaufenden Ende des Spreizkop
fes (18′) anliegt und eine ringförmig auslaufende Schürze
(44) aufweist, die über die Sperrnut (24′) des Setzstiftes
(14′) hinaus vorwärts vorstrebt, wobei ein Teil des Kra
gens (40) in die Sperrnut (24′) verformbar ist, wenn der
Kragen in die Hülse (13′) gezogen wird, und daß die Schür
ze (44) in die Sperrnut (50) im Kopf (20′) verformbar ist,
um den Setzstift (14′) in der Hülse (13′) festzulegen.
8. Blindbefestiger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragen (40) einen ringförmigen rückwärtigen Teil
aufweist, der den Spreizkopf beschichtet.
9. Blindbefestiger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragen (40) aus einem Material ausgebildet ist, das
mindestens so hart wie das der Hülse, aber weicher als das
des Setzstiftes ist.
10. Blindbefestiger nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kragen aus duktilem Aluminium ausgebildet ist.
11. Blindbefestiger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Sperrnut (50) mit einem Setzwerkzeug (46) mit einer
einwärts gerichteten Schräge (52) zusammenwirkt, um das vor
laufende Ende der ringförmigen Schürze (44) anfänglich ein
wärts umzulenken und sie dann nach außen zu verformen.
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