DE3106591C2 - Von einem Kühlmittel durchströmte Stranggußkokille - Google Patents
Von einem Kühlmittel durchströmte StranggußkokilleInfo
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- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D11/00—Continuous casting of metals, i.e. casting in indefinite lengths
- B22D11/10—Supplying or treating molten metal
- B22D11/11—Treating the molten metal
- B22D11/114—Treating the molten metal by using agitating or vibrating means
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Abstract
Um eine hohe Rührwirkung zu erzielen, soll die obere Endfläche der elektromagnetischen Rührwicklung möglichst nahe an dem Niveau des flüssigen Stahls in der Form liegen. Daher weist ein Kühlkasten (1) mit der elektromagnetischen Rührwicklung (6) und einem Kühlwasserversorgungssystem eine Kühlwand (9) auf, die mit dem geschmolzenen Stahl (12) in direkter Berührung steht und mindestens eine Formwand bildet. Die Kühlwand (9) weist mehrere Kühlwasserkanäle (10) auf. Die die Rührwicklung (6) aufnehmende Kammer (2) ist so angeordnet, daß das obere Ende der Rührwicklung (16) die gleiche Höhe wie der flüssige Stahl (12) in der Form einnimmt. Die Wasserauslaßkammer (4) ist unmittelbar unterhalb der Kammer (2) und die Wasserzufuhrkammer (3) unmittelbar unterhalb der Wasserabgabekammer (4) angeordnet, so daß das Kühlwasser durch die Kammer (3) geführt und nach dem Durchströmen der Kanäle (10) durch die Kammer (4) abgegeben wird. Der Teil der Rückwand des Kühlkastens, der der Kammer (2) gegenüber der Kühlwand entspricht, ist mit einer Öffnung versehen, durch die die Rührwicklung (6) paßt. Die Rührwicklung (6) ist an einer Befestigungsplatte (7ΔΔ) gehaltert, die gleichzeitig als Deckel zum Verschließen der Öffnung und der Rückwand der Kammer (2) dient. Dies erleichtert den Ein- und Ausbau der Rührwicklung (6).
Description
a) daß die vom geschmolzenen Stahl (12) entfernt angeordnete Rückwand (7, 7') der Rührwicklungskammer
(2) mit einer Öffnung zum Einführen der Rührwicklung (6) versehen ist,
b) daß die Rührwicklung (6) auf einer als Deckel zum Verschließen der Rückwandöffnung dienenden
Befestigungsplatte (7') befestigt ist und
c) daß die Rührwicklung (6) einstückig mit der Befestigungsplatte
(T) in den Kühlkasten (1) frei ein- und ausbaubar ist.
Die Erfindung betrifft die Anordnung einer elektromagnetischen Rührvorrichtung in einer Stahl-Stranggießkokille
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs. Derartige Rührvorrichtungen dienen zum Flotieren
nichtmetallischer Verunreinigungen und Gase, die in dem geschmolzenen Stahl enthalten sind, indem dieser
in einer Form elektromagnetisch umgerührt wird, so daß diese Verunreinigungen und Gase entfernt werden.
Aus der DE-OS 28 09 483 ist eine Stranggießkokille mit einem elektromagnetischen Rührwerk bekannt, bei
dem der Kühlkreislauf der die Spulen aufnehmende Kammer vom Kühlkreislauf der Kokille getrennt ist.
Die Einsatzfähigkeit derartiger Stranggießkokillen wird aus verschiedenen Gründen beeinirächtigi, etwa
wegen der Notwendigkeit der Überwachung, Wartung und dem Ersetzen von Bauteilen der elektromagnetischen
Rührvorrichtung, und zwar neben der Abnutzung der Kühlwand der Kokille, die gewöhnlich wegen der
hohen Wärmeleitfähigkeit aus einer Kupferplatte besteht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Stranggießkokille mit einer elektromagnetischen Rührvorrichtung
zu schaffen, die eine einfache Inspektion, Wartung sowie den Ersatz und andere Arbeitsgänge
lediglich an der elektromagnetischen Rührvorrichtung ermöglicht, um so den erheblichen Arbeitszeitbedarf bei
bekannten Anordnungen zu verringern.
Diese Aufgabe wird mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs gelöst.
Erfindungsgemäß ist die Kokille mit einer öffnung in
der Rückwand (Wand gegenüber dem geschmolzenen Stahl) der die elektromagnetische Rührwicklung aufnehmenden
Kammer versehen, wobei diese öffnung so groß gewählt ist, daß die elektromagnetische Rührwicklung
hindurchpaßt; ferner ist ein Deckel zum Befestigen der elektromagnetischen Rührwicklung lösbar an der
Rückwand befestigt, um die öffnung zu verschließen.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 eine Seitenansicht einer elektromagnetischen
Rührvorrichtung für eine Stahlstranggießkokille mit einer elektromagnetischen Rührwicklung,
wobei die die elektromagnetische Rührvorrichtung aufnehmende Kammer am Mittelabschnitt der Kokille angeordnet
ist, und
Fig.2B eine Seitenansicht einer weiteren Ausführuiigsform,
wobei die elektromagnetische Rührvorrichtung am oberen Teil der Kokille angeordnet ist.
Gemäß F i g. 1 ist eine Kühlwand 9, die mit dem geschmolzenen Stahl direkt in Berührung steht, an der
Oberfläche des Kühlkastens 1 in der Nähe des geschmolzenen Stahls 12 befestigt Der Kühlkasten 1 ist
ferner mit einer Wasserzuführkammer 3 versehen, um Kühlwasser den Kühlwasserkanälen 10 zuzuführen, die
in der Kühlwand 9 ausgebildet sind; ferner ist eine Wasserabgabekammer 4 vorgesehen, durch die das aus den
is Kanälen 10 kommende Kühlwasser abgegeben wird, und schließlich nimmt eine Kammer 2 eine elektromagnetische
Rührwicklung 6 auf.
Der Kühlkasten 1 ist an seinem oberen Abschnitt mit der Kühlkammer 2 zur Aufnahme der elektromagnetisehen
Rührwicklung und an seinem unteren Abschnitt mit der Wasserzufuhrkammer 3 und der Wasserabgabekammer
4 versehen. Eine Frontplatte 13 ist mit Wasserauslaßkanälen 11 versehen, um das Kühlwasser nach
dem Kühlen der Kühlwand 9 abzuführen.
Das Kühlwasser zum Kühlen der Form wird durch eine Wassereinlaßöffnung 14 eingeleitet und über einen Wasserztiführkasten 15 der Wasserzuführkammer 3 zugeführt. Das Kühlwasser wird dann gleichmäßig zur Kühlwand 9 verteilt, und zwar mit Hilfe eines Wasserverteilerkopfes 16 in der vorderen Wand 13. Das Wasser strömt dann entlang den Kanälen 10 nach oben und bewirkt eine Kühlung des geschmolzenen Stahls 12 in der Form durch einen Wärmeaustausch über die Kühlwand 9 und strömt schließlich in die Wasserabgabekammer 4 über einen Wasserabgabeverteilerkopf 17 und die Wasscrauslaßkanäle II. Das Kühlwasser wird schließlich an einer Auslaßöffnung 19 über einen Wasserabgabekasten 18 abgegeben.
Das Kühlwasser zum Kühlen der Form wird durch eine Wassereinlaßöffnung 14 eingeleitet und über einen Wasserztiführkasten 15 der Wasserzuführkammer 3 zugeführt. Das Kühlwasser wird dann gleichmäßig zur Kühlwand 9 verteilt, und zwar mit Hilfe eines Wasserverteilerkopfes 16 in der vorderen Wand 13. Das Wasser strömt dann entlang den Kanälen 10 nach oben und bewirkt eine Kühlung des geschmolzenen Stahls 12 in der Form durch einen Wärmeaustausch über die Kühlwand 9 und strömt schließlich in die Wasserabgabekammer 4 über einen Wasserabgabeverteilerkopf 17 und die Wasscrauslaßkanäle II. Das Kühlwasser wird schließlich an einer Auslaßöffnung 19 über einen Wasserabgabekasten 18 abgegeben.
Die mit dem geschmolzenen Stahl in Berührung stehende Kühlwand 9 wird mittels Bolzen 5" an der vorderen
Wand 13 befestigt, während Bolzen 5 die Kühlwand mit der Rückwand 7 verbinden.
Eine Befestigungsplatte T zum Haltern der elektromagnetischen
Rührwicklung dient auch als Deckel zum Verschließen der nachstehend erläuterten öffnung in
der Wand der Kammer 2, die die elektromagnetische Rührwicklung aufnimmt. Diese innere Stützwand 13 ist
an der vorstehend erwähnten äußeren Seitenwand der Form befestigt.
Die Ausführungsform gemäß Fig. 1, bei der die Kammer
2 zur Aufnahme der elektromagnetischen Rührwicklung am oberen Teil des Kühlkastens angeordnet
ist, entspricht der Anordnung gemäß F i g. 2B. Diese Anordnung ist jedoch nicht zwingend, und es ist im Rahmen
der Erfindung möglich, die Kammer 2 am Mittelabschnitt des Formkühlkastens 1 gemäß F i g. 2A anzuordnen.
Aus den Fig. 1, 2A und 2B ergibt sich, daß an einer Stelle der Wand 7 des Kühlkastens 1 gegenüber dem
geschmolzenen Stahl eine öffnung ausgebildet ist, die so groß ist, daß die elektromagnetische Rührwicklung 6
hindurchpaßt; die Befestigungsplatte 7' der Kammer 2 gegenüber dem geschmolzenen Stahl dient ferner als
Deckel zum Verschließen der vorstehend erwähnten öffnung. Diese Befestigungsplatte T ist an der Rückwand
7 des Kühlkastens mittels Bolzen 8 lösbar befestigt. Die elektromagnetische Rührwicklung 6 ist an der
ebenfalls als Deckel dienenden Befestigungsplatte T be-
festigt
Gemäß F i g. 1 bildet die erfindungsgemäße elektromagnetische
Rührvorrichtung eine der Wände der Stahl-Stranggießkokille. In Abhängigkeit von der Querschnittsform
und der Größe der Form kann die erfindungsgemäße elektromagnetische Rührvorrichtung
mindestens eine der Wände der Form bilden. Falls die Kokille im Querschnitt rechteckig ist, bildet die elektromagnetische
Rührvorrichtung eine oder beide der einander gegenüberliegenden breiten Wände; wenn die
Kokille im Querschnitt quadratisch ist, kann die elektromagnetische
Rührvorrichtung eine oder beide der einander gegenüberliegenden Wände oder sogar alle vier
Wände bilden.
Errindungsgemäß sind die Wasserauslaßkanäle 11
zum Abgeben des Kühlwassers nach dem Kühlen der Gießform in der vorderen Wand des Kühlkastens und
an dessen Seite in der Nähe des geschmolzenen Stahls ausgebildet Daher kann die Kühlwasserabgabekammer
4 am unteren Teil der Gießform angeordnet werden, so daß die elektromagnetische Rührvorrichtung am oberen
Teil der Form angeordnet werden kann. Daher ist es möglich, die obere Endfläche der elektromagnetischen
Rührwicklung auf der gleichen Höhe wie den flüssigen Stahl in der Form zu halten, um eine gute Rührwirkung
und damit eine hohe Oberflächengüte des Gießstranges sicherzustellen.
Die Kammer 2 zur Aufnahme der elektromagnetischen Rührwicklung ist getrennt von der Zufuhr- und
der Abgabekammer für das Formkühlwasser ausgsbildet, so daß verschiedene Kühlwasserzuführungen zum
getrennten Kühlen der Rührvorrichtung bzw. zum Kühien der Form verwendet werden können. Insbesondere
kann Kühlwasser hoher Reinheit zum Kühlen der elektromagnetischen Rührvorrichtung bei geringem Druck
eingesetzt werden, so daß die Isolation der elektromagnetischen Rührvorrichtung nicht beeinträchtigt wird
(reißt, bricht usw.); zum Kühlen der Kokillenwand kann dagegen Kühlwasser mit ausreichend hohem Druck,
beispielsweise 10 kg/cm2 verwendet werden. Diese An-Ordnung ist deshalb vorteilhaft, da die Anforderungen
an die Druckbeständigkeit der elektromagnetischen Rührvorrichtung verringert sind, um die Herstellungskosten
und Arbeitskosten zu vermindern.
Gemäß den Fig. 1, 2A und 2B kann die elektromagnetische
Rührwicklung 6 aus der Kammer 2 zusammen mit der als Deckel dienenden inneren Stützplatte 7' entnommen
werden, indem lediglich letztere gelöst wird. Daher kann die elektromagnetische Rührwicklung 6 zusammen
mit dem Deckel T für Inspektionen, für die Wartung oder zum Ersatz in der Weise einfach eingebaut
und ausgebaut werden, indem die Bolzen 8 entfernt werden; das Kühlwassersystem wird dabei nicht beeinträchtigt.
Daher werden verschiedene Arbeitsgänge zur vorbeugenden Wartung erleichtert und Probleme der
elektrischen Isolation aufgrund von Berührungen der Wicklung oder des Kerns werden in vorteilhafter Weise
vermieden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Anordnung einer elektromagnetischen Rührvorrichtung in einer Stahl-Stranggießkokille, bei der die elektromagnetische Rührvorrichtung in einer vom Kühlkreislauf der Stranggießkokille abgetrennten Kammer im oberen Bereich der Stanggießkokille mit getrenntem Kühlkreislauf angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet,
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|---|---|---|---|
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