DE3106382A1 - Injektionsset - Google Patents

Injektionsset

Info

Publication number
DE3106382A1
DE3106382A1 DE19813106382 DE3106382A DE3106382A1 DE 3106382 A1 DE3106382 A1 DE 3106382A1 DE 19813106382 DE19813106382 DE 19813106382 DE 3106382 A DE3106382 A DE 3106382A DE 3106382 A1 DE3106382 A1 DE 3106382A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
container
injection
injection set
set according
liquid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE19813106382
Other languages
English (en)
Inventor
Kihei Nishinomiya Hyogo Otori
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Individual
Original Assignee
Individual
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Individual filed Critical Individual
Publication of DE3106382A1 publication Critical patent/DE3106382A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61MDEVICES FOR INTRODUCING MEDIA INTO, OR ONTO, THE BODY; DEVICES FOR TRANSDUCING BODY MEDIA OR FOR TAKING MEDIA FROM THE BODY; DEVICES FOR PRODUCING OR ENDING SLEEP OR STUPOR
    • A61M5/00Devices for bringing media into the body in a subcutaneous, intra-vascular or intramuscular way; Accessories therefor, e.g. filling or cleaning devices, arm-rests
    • A61M5/178Syringes
    • A61M5/28Syringe ampoules or carpules, i.e. ampoules or carpules provided with a needle
    • A61M5/281Syringe ampoules or carpules, i.e. ampoules or carpules provided with a needle using emptying means to expel or eject media, e.g. pistons, deformation of the ampoule, or telescoping of the ampoule
    • A61M5/282Syringe ampoules or carpules, i.e. ampoules or carpules provided with a needle using emptying means to expel or eject media, e.g. pistons, deformation of the ampoule, or telescoping of the ampoule by compression of deformable ampoule or carpule wall

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Vascular Medicine (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Anesthesiology (AREA)
  • Biomedical Technology (AREA)
  • Heart & Thoracic Surgery (AREA)
  • Hematology (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Infusion, Injection, And Reservoir Apparatuses (AREA)

Description

  • Für die vorliegende Erfindung wird die Priorität der japa-
  • nischen Gebrauchsmusteranmeldung Nr. 21322/1980 vom 21. Februar 1980 in Anspruch genommen.
  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Injektionsset, welches aus einer Ampulle und einer damit kombinierbaren Injektionsnadel besteht uns für nur einmaligen Gebrauch vorgesehen ist, wobei die Ampulle aus elastischem Kunstharz hergestellt ist und- in sterilem Zustand unter Druck mit dem -flüssigen Medikament gefüllt wird.
  • Bekannte zylinderförmige Spritzen aus Glas sind an sich zu teuer, um nach Gebrauch weggeworfen zu werden. Sie eignen sich kaum zum Mitführen, weil sie zum einen sehr leicht zerbrechen und zum anderen vor Gebrauch sterilisiert werden müssen. Die bisher entwickelten Spritzen mit Kunstharzampulle sind kompliziert und nicht wirtschaftlich genug herzustellen, so daß auch sie als Wegwerf- bzw. Einmalspritzen nicht brauchbar sind.
  • Eine aufgrund ihrer einfachen Konstruktion billig herzustellende Spritze mit Kunstharzampulle ist in der Japanischen Gebrauchsmusterschrift Sho 50-8948 beschrieben. Als problemhaft erweist sich hier jedoch das Einfüllen und Aufbewahren der Flüssigkeit in dichtem Zustand, wenn der Injektionskörper und die Injektionsnadel als eine Einheit ausgebildet sind. Mit anderen Worten, bei einer solchen Spritze gelangt Flüssigkeit über die Nadel fortwährend nach außen, so daß der sterile Zustand nicht beibehalten wird. Aus diesein Grunde ist auch diese Spritze zum Mitführen nicht geeignet.
  • Die Verabreichung einer Injektion erfordert einen nicht unerheblichen Kraftaufwand. Bei Pressen oder Drücken des Spritzenkörpers tritt Flüssigkeit aus, noch bevor die Injektionsnadel unter die Haut getreten ist. Deshalb sollte die Spritze einen vergleichsweise hart ausgebildeten Abschnitt aufweisen, auf welchen bei Einstechen der Nadel Druckkraft ausgeübt werden kann. Die Spritze nach dem vorstehend erwähnten Japanischen Gebrauchsmuster Sho 50-8984 weist jedoch keinen hart ausgebildeten Abschnitt auf, so daß der Einstich nicht zufriedenstellend erfolgen kann.
  • Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung ein Injektionsset, d.h. durch Zusammenfügen- dessen einzelner Teile eine Spritze ohne die vorerwähnteh Nachteile zur Verfügung zu stellen, die für Notfälle mitgeführt werden kann, und womit sich das Medikament in der erforderlichen Dosis und in regelmäßigen Abständen zuverlässig und ohne Umstände verabreichen läßt. Eine wirtschaftliche Herstellung soll ferner ermöglichen, daß die Spritze als Einmal- bzw. Wegwerfspritze gebraucht werden kann.
  • Diese Aufgabe wird bei einem Gegenstand nach dem Oberbegriff des Anspruches 1 erfindungsgemäß durch dessen kcnnzeichnende Merkmale gelöst.
  • Das erfindungsgemäße Injektionsset weist einen Ampullenkörper und einen Injektionsteil auf.
  • Der aus cJastischcm Kunstharz hergestellte Ampullenköroc~r weist einen Behälter auf, der in sterilem Zustand unter Druck mit dem flüssigen Medikament gefüllt wird und dieses zusammendrückt, sobald Kraft von außen in einer vorher festgelegten Richtung auf den Behälter ausgeübt wird.
  • Ein dicker Halter ist einstückig mit dem Behälter und eine Tülle als eine Einheit mit der Halterspitze ausgebildet.
  • In Halter und Tülle ist ein Rohr bzw. Röhrchen untergebracht, welches zur kommunizierenden Verbindung mit dem Innenraum des Behälters dient. Die Tülle ist an ihrem oberen Ende geschlossen.
  • Das Injektionsteil besteht aus einem Verbindungsstück, das auf die Tülle des Ampullenkörpers gesteckt werden kann, und aus einer hohl ausgebildeten Injektionsnadel, die durch das Verbindungsstück gehalten wird, und deren vorderes und hinteres Ende jeweils geschärft ist bzw. in einer Spitze verläuft.
  • Die vorliegende Erfindung bietet folgende Vorteile: Da der Behälter von vornherein mit dem flüssigen Medikament gefüllt ist, erreicht dieses die Injektionsnadel erst dann, wenn Ampullenkörper und Injektionsteil verbunden werden. Es muß also nicht erst geprüft werden, ob Luft von außen in die Spritze eingedrungen ist. Die Sicherheit bleibt gewahrt.
  • Wenn Ampullen und Injektionsteile bzw. Nadeln bereits vorher in einem Set steril verpackt werden, läßt sich dieses gut aufbewahren und mitführen und eignet sich bestens für Insulinspritzen oder dergleichen.
  • Das erfindungsgemäße Set ist einfach zu handhaben und rasch und zuverlässig in Notfällen zu gebrauchen.
  • Werden die Ampullen zum Beispiel mit einem Anästhetikum gefüllt, so kann das erfindungsgemäße Injektionsset auf vorteilhafte Weise bei Katastropheneinsätzen gebraucht und anschließend weggeworfen werden.
  • Da der Ampullenkörper aus Kunstharz besteht und so konstruiert ist, daß er in einem Gießverfahren hergestellt werden kann, sind die Herstellungskosten entsprechend niedrig. Deshalb kann das erfindungsgemäß Injektionsset insbesondere dann sehr gut in Form von Einwegspritzen verwendet werden, wenn ein Medikament in einer bestimmten Dosis und in bestimmten Abständen verabreicht werden muß, wie dies zum Beispiel bei Insulin der Fall ist. Auch besteht kaum die Gefahr, daß Ampullenkörper und Injektionsteil beim Mitführen zerbrechen.
  • Aufgrund dessen, daß der dicke Halter mit dem Behälter einstückig ausgebildet ist, wird die Kraft bei Einstich unter die iiaut auf den Halter, nicht aber direkt auf den Behälter ausgeübt.
  • Die Erfindung kann mit Vorzug für intraarterielle und intravenöse Injektionen verwendet werden.
  • Dazu wird der Ampullenkörper aus transparentem oder halbtransparentem Kunstharz hergestellt, so daß der Blutrücklauf nach erfolgten Einstich sichtbar ist. Der Ampullenkörper ist so konstruiert, daß der Fassungsraum des Behältcrs in einer Weise vergrößert wird, daß Unterdruck auf die Flüssigkeit wirkt, wenn eine äußere Kraft in einer Richtung atf den Behälter ausgeübt wird, die sich von der Richtung unterscheidet, in der die Kraftaufwendung den Ausstoß des flüssigen Medikaments bewirkt. Folglich fließt das Blut nach Einstich der Nadel durch diese nach oben, wodurch festgestellt werden kann, ob die Nadel in das Blutgefäß einqP-drungen ist.
  • Mit Hinblick auf das vorstehend Genannte läßt sich das erfindungsgemäße Injektionsset nicht nur für subkutane und intramuskuläre, sondern ebenso für intraarterielle und intravenöse Injektionen vorteilhaft und vielseitig verwenden und jederzeit mitführen.
  • Es folgt die Beschreibung mehrerer bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung in Zusammenhang mit den Zeichnungen.
  • Es zeigt: Fig. 1 eine Seitenansicht des Ampullenkörpers des erfindungsgeniäßen Injektionssets; Fig. 2 einen Längsschnitt durch die Seitenansicht in Fig.1; Fig. 3 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Set nach Fig.1; Fig. 4 einen Längsschnitt durch die Seitenansicht in Fig.3; Fig. 5 eine Seitenansicht des Injektionsteils; Fig. 6 einen Längsschnitt durch die Seitenansicht in Fig.5; Fig. 7 eine Schnittansicht entlang der Linie A-A in Fig.3; Fig. 8 eine Draufsicht auf eine zweigt' Ausführungsforin der Erfindung; Fig. 9 eine Draufsicht auf eine dritte Ausführungsform der Erfindung; Fig. 10 eine perspektivische Ansicht einer vierten bevorzugten Ausführungsform der Erfindung; Fig. 11 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Sets bzw. der Spritze bei Einstich unter die Haut; Fig. 12 eine perspektivische Ansicht ähnlich wie in Fig.11, wobei gezeigt wird, wie der Ampullenkörper zu handhaben ist, wenn sichergestellt werden soll, daß die Injektionsnadel nach Einstich unter die Haut in das Blutgefäß eingedrungen ist; Fig. 13 eine perspektivische Ansicht ähnlich wie in Fig.11, wobei gezeigt wird, wie der Ampullenkörper zu handhaben ist, wenn die Flüssigkeit in das Blutgefäß injiziert werden soll und -Fig 14 eine perspektivische Ansicht, in der gezeigt wird, wie d#r Ampullenkörper bei einer intramuskulären Injektion mit nur einer lland zu verwenden ist.
  • Das erfindungsgemäße Injektionsset besteht aus Ampullenkörper und Injektionsteil.
  • Der Ampullenkörper ist aus transparentem oder halbtransparentem elastischem Kunstharz hergestellt, dessen Qalität durch Chemikalien nicht beeintrsichtigt bzw. vcr#ndert wird, und welches sich gegcwntlber deni flüssigen Medikament neutral v,rhält bzw. mit diesem nicht reagiert.
  • Der Ampullenkörper weist einen in Form einer gewölbten Linse ausgebildeten Behälter 1 mit einem Fassungsraum für eine bestimmte Dosis eines gewünschten flüssigen Medikaments, einen dick ausgebildeten Halter 2, der bei Halten des Ampullenkörpers zwischen den Fingern des Benutzers gehalten wird, eine Tülle 3, auf welche das Injektionsteil gesteckt wird, und ein Versorgungrohr bzw. -röhrchen 5 für das flüssige Medikament auf, welches zur kommunizierenden Verbindung mit dem Fassungs- bzw. Innenraum des Behälters 1 dient.
  • Durch ein Leitungsrohr bzw. -röhrchen 4 ist der Innenraum des Behälters 1 mit dem Innenraum der Tülle 3 kommunizierend verbunden. Die Spitze der Tülle 3 ist geschlossen, so daß diese als Blindrohr ausgebildet ist.
  • An der Außenseite der Tülle 3 ist eine Gummidichtung 12 vorgesehen, die ebenso durch eine Kunstharzdichtung ersetzt werden kann. Der Halter 2 und die Tülle 3 sind mit dem Behälter 1 einstückig ausgebildet.
  • Das Injektionsteil weist ein Anschluß- bzw. -Verbindungsstück 8 aus hartem Kunstharz auf, welches kappenförmig ausgebildet ist und an die Tülle 3 des Ampullenkörpers gesteckt wird, sowie eine hohl ausgebildete Nadel 9, die durch das Anschlußstück 8 geführt wird. Das hintere Ende 11 der Nadel 9 ist im Innenraum des Anschlußstücks 8 so untergebracht und festgelegt, daß es zu einem gewissen Grad über den Bodenbereich des Anschlußstücks hinausragt und dieser hinausragende Abschnitt von außen nicht sichtbar ist. Das vordere Ende 10 der Nadel 9 ist geschärft bzw. verläuft in einer Spitze, so daß der Einstich unter die Haut ohne Schwierigkeiten erfolgen kann.
  • Wenn zur Verabreichung einer Injektion das Injektionsteil an dem Ampullenkörper befestigt wird, wird zugleich die Hohlnadel 9 über das Leitungsrohr 4 mit dem Innenraum des Behälters 1 kommunizierend verbunden. Zu diesem Zweck ist die Spitze der Tülle 3 und die daran angeordnete Dichtung 12 mit dem hinteren Ende 11 der Nadel durchzustechen. Dieses Durchstechen wird erleichtert, indem das hintere Ende 11 der Nadel 9 ebenfalls geschärft ist bzw. in einer Spitze verläuft.
  • Wie in Fig.7 gezeigt, entspricht die Querschnittsform des Innenraums des Behälters 1 des Ampullenkörpers der Querschnittsform einer gewölbten Linse mit zwei sich gegenüberliegenden Bogenlinien. Dort wo durch die beiden Bogenlinien ein spitzer Winkel gebildet wird, ist die Wand des Behälters 1 verstärkt, so daß hier ein dicker Außenwandbereich geschaffen wird.
  • Im mittleren Bereich der dicken Außenwand bzw. UmEangswand sind enge und tiefe Schlitze 6 ausgeformt. Weitere Schlitze 7 sind parallel zu den Schlitzen 6 angeordnet (Fig.1 bis 7). Die Schlitze 7 sind breiter als die Schlitze 6 und in Form von Nuten oder Spalten ausgebildet. In der dicken Außenwand können die Schlitze 7 auch so angeordnet sein, daß sie sich mit den Schlitzen 6 überschneiden, wie das in der zweiten und vierten Ausführungsform der Erfindung in Fig.8 bzw. Fig.10 gezeigt ist.
  • Wenn bei vorliegender Erfindung der Ampullenkörper, der unter Druck mit dem flüssigen Medikament gefüllt wurde, mit dem Injektionsteil verbunden wird, gelangt die Flüssigkeit sofort zur Spitze der Nadel 9, und die Injektion kann verabreicht werden. Um sicherzugehen, daß die Nadel in das Blutgefäß eingedrungen ist, können mehr reEinstichc gemacht und das Medikament schließlich injiziert werden.
  • Es folgt die Beschreibung der Handhabung des erfindungsgemäßen Injektionssets.
  • Wenn die beiden sich gegenüberliegenden Seiten der dicken Außenwand des Behälters 1, wie in Fig.7 gezeigt, gepreßt werden und damit in zentripetaler Richtung Kraft ausgeübt wird, kommt es zu einer Übertragung äußerer Kräfte auf andere Teile der Oberfläche, und zwar im rechten Winkel zu deren Tangenten, so daß der Ampullenkörper gebogen bzw. verformt wird. Dadurch daß der Innenraum bzw. innere Hohlraum des Ampullenkörpers kreisbogenförmig ausgebildet ist, wird die gesamte Wandfläche gebogen bzw. verformt, so daß der innere Hohlraum dazu tendiert, sich auszudehnen und dabei sein Fassungsvermgen zu vergrößern. Diese Erscheinung läßt sich bei Einfüllen des flüssigen Medikaments unter Druck und auch bei Sicherstellung des Blutdrücklaufs, was an späterer Stelle noch erläutert ist, nutzen.
  • An dieser Stelle sei bemerkt, daß die Schlitze 7 so angeordnet sind, daß die auf die Außenwand ausgeübte Haltedruckkraft soweit wie möglich zum Mittelpunkt gerichtet ist, und daß das anschließende Biegen bzw. Verformen über den größt möglichen Bereich des Behälterinnenraums hinweg stattfindet.
  • In der in Fig.3 bzw. Fig.9 gezeigten ersten und dritten Ausführungsform der Erfindung sind die Schlitze 7 parallel zu den Schlitzen 6 angeordnet und so ausgebildet, daß sie an den transversalen Mittelbereichen der Außenkante des Behälters 1 weiter und tiefer werden. Deshalb sind diese transversalen Mittelbereiche des Behälters 1, wenn auf die dicke Außenwand Haltedruck ausgeübt wird, für diesen anfällig.
  • Da die Schlitze 7 in den anderen Bereichen des Behälters enger und weniger tief ausgebildet sind, bilden diese einen Widerstand, so daß die Druckkraft auf diese anderen Bereiche nicht voll ausgeübt werden kann.
  • In der in Fig.8 bzw. Fig. 10 gezeigten zweiten bzw. vierten Ausführungsform der Erfindung überschneiden sich die Schlitze 7 mit den Schlitzen 6 und verhindern dabei, daß die Druckkraft in Richtung zur Umfangskante des Behälters 1 über tragen wird. Dadurch läßt sich das Streben der Haltedruckkraft zum Mittelpunkt hin realisieren.
  • Zum Einfüllen des flüssigen Medikaments in den Behälter 1 wird die dicke Außenwand des Behälters zur Vergrößerung seines Fassungsvermögens zusammengedrückt. Sobald das flüssige Medikament eingefüllt ist, wird das untere Ende des Zufuhrrohrs 5 in einem Schweißvorgang gekürzt und verschlossen (Fig.8 und 10). Danach wird die Haltedruckkraft, die auf die dicke Außenwand ausgeübt wurde, aufgehoben. Die Rückhaltekraft, die durch die Elastizität der Behälterwand gegeben ist, bewirkt, daß das flüssige Medikament in einem Zustand Ueberdrucks eingeschlossen ist.
  • Wenn das Verbindungsstück 8 der Injektionsnadel 9 an der Tülle 3 befestigt wird, gelangt das flüssige Medikament aufgrund des Überdrucks durch das Leitungsrohr 4 und die Hohlnadel 9 zu deren Spitze 10 und schafft damit einen für die Verabreichung der Injektion fertigen Zustand. Zu diesem Zeitpunkt tritt aufgrund des Uberdrucks eine geringe Menge des flüssigen Medikaments aus, woraufhin die in der iwohlnadel 9 vorhandene Luft automatisch abgeffihrt wird.
  • Dann wird der Einstich der Nadel 9 unter die Haut durchgeführt, indem der Halter 2 zwischen den Fingern gehalten wird (Fig.11). Indem die dicke Außenwand des Ampullenbehälters 1 mit den Fingern der anderen Hand gehalten wird, wird auf die dicke Außenwand in Richtung der Breite des Behälters 1 eine bestimmte Druckkraft auf die dicke Außenwand ausgeübt (Fig.12).
  • Der Innenraum des Behälters 1 neigt zur Ausdehnung und erzeugt in sich einen Unterdruck. Dieser Unterdruck wird dann in Form von Saugkraft zur Spitze 10 der Nadel 9 übertragen.
  • Sobald die Nadelspitze in das Blutgefäß eingedrungen ist, kann der Rücklauf des Bluts zum Leitungsrohr 4 festgestellt werden. Dadurch daß der Blutrücklauf auf diese Weise festzustellen ist, eignet sich das Injektionsset nach vorliegender Erfindung nicht nur für subkutane und intramuskuläre, sondern auch für intrarterielle und intravenöse Injektionen.
  • Wenn der Behälter 1 für das flüssige Medikament an seiner oberen und unteren Breitseite mit den Fingern gehalten und in Richtung nach unten gedrückt bzw. zusammengedrückt wird, wird das Medikament eingespritzt. Zu diesem Zeitpunkt sind die Schlitze 6 offen und erleichtern die unter dem Druck der Finger auftretende Verformung des Behälters 1.
  • Da die dicke Außenwand des Behälters 1 über eine größere Elastizität verfügt als die anderen Bereiche des Behälters 1, wirkt diese so, daß der Fingerdruck auch für die Außenbereiche des Behälters 1 ausreichend ist. Deshalb kann im wesentlichen das gesamte Flüssigkeitsvolumen injiziert werden. Mit hinblick darauf sind die Breitseiten des Behälters so geformt und bemessen, daß sie den Fingerdruck gut aufnehmen können.
  • Wird das Zufuhrrohr 5 für das flüssige Medikament auf eine geeignete Länge zugeschnitten, so kann es in vorteilhafter Weise zur Unterstützung des Halters 2 dienen, wenn die Ampulle zur Verabreichung einer Injektion gehalten wird.
  • Sofern der Arrpullenkörper über ein geringe Elastizität verfügt, wird durch die Dichtung 12 verhindert, daß Flüssigkeit aus dem Anschlußstück der Injektionsnadel austritt, wenn dieses an dem Ampullenkörper befestigt ist.
  • Wie bereits vorstehend erwähnt, sind die Schlitze 6 und 7 hilfreich für die Injektion des flüssigen Medikaments und ebenso für die Erzeugung eines Unterdrucks in dem Behälter 1, womit festgestellt werden kann, ob die Nadel 9 in das Blutgefäß eingedrungen ist. Alternativ dazu kann der Behälter 1, wie bereits erläutert, auch aus elastischem Kunstharz in Form einer im wesentlichen gewölbten Linse oder aber in einer ähnlichen, dieselbe Wirkung erzielenden Form und ferner so ausgebildet werden, daß ein Unterdruck oder eine Druckkraft auf die darin enthaltene Flüssigkeit wirkt, indem die Druckrichtung geändert wird. Die Schlitze 6 und 7 sind daher nicht immer unbedingt erforderlich.
  • Fig. 14 zeigt, wie der Ampullenkörper nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung, der eine geringere Kapazität von etwa 0,5 bis 1,0 cm3 hat, für eine intramuskuläre Injektion mit nur einer Hand gebraucht wird. Einer der Vorteile der vorliegenden Erfindung ist unter anderem, daß die Injektion unter Zurhilfenahme von nur einer Hand verabreicht werden kann.

Claims (6)

  1. INJEKTIONSSET Patentansprüche Injektionsset, bestehend aus einem Ampullenkörper und einem Injektionsteil ,. d a d u r c h g e k e-n n z e i c hn e t, daß der aus elastischem Kunstharz hergestellte Ampullenkörper einen Behälter (1), der in sterilem Zustand unter Druck mit einem flüssigen Medikament gefüllt wird und so ausgelegt ist, daß die Flüssigkeit bei Einwirkung von äußerer Kraft in einer vorher Eestgeleten Richtung auf den Behälter (1) zusammengedrückt bzw. komprimiert wird, einen mit dem Behälter (1) einstückig ausgebildeten dicken Halter (2) und eine als eine Einheit mit der Spitze des Halters (2) ausgebildete Tülle (3), deren Spitze geschlossen ist, aufweist, daß in dem Haltor (2) und der Tülle (3) ein Leitungsrohr (4) untergebracht ist, daß der Injektionsteil aus einem Verbindungsstück (8), welches auf die Tülle (3) aufgesetzt werden kann, und einer hohl ausgebildeten Nadel (9) besteht, die durch das Verbindungsstück (8) gehalten wird, und deren vorderes (10) und hinteres Ende (11) jeweils geschärft ist bzw. in einer Spitze verläuft.
  2. 2. Injéktionsset nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß der Ampullenkörper zum Feststellen, daß Blut in diesen fließt, aus einem über ausreichende Transparenz verfügenden Werkstoff hergestellt ist, daß der Behälter (1) so konstruiert ist, daß dessen Fassungsvermbgen zur Erzeugung eines auf die Flüssigkeit wirkenden Unterdrucks zunimmt, wenn eine äußere Kraft in einer Richtung auf den Behälter (1) ausgeübt wird, die sich von der Richtung unterscheidet, in welcher eine äußere Kraft zur Komprimierung des flüssigen Medikaments auf den Behälter (1) ausgeübt wird.
  3. 3. Injektionsset nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß an der Außenseite der Spritze der Tülle (3) des Behälters (1) eine Dichtung (12) vorgesehen ist.
  4. 4. Injektionsset nach Anspruch 2, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß der Behälter (1) im wesentlichen in Form einer gewölbten Linse ausgebildet ist und einen Umfangswandbereich aufweist, dessen Dicke größer ist als die der anderen Wandbereiche der Behälter (1).
  5. 5. Injektionsset nach Anspruch 4, d a d u r c h g e k e n nz e i c h n e t, daß der im wesentlichen in Form einer gewölbten Linse ausgebildete Behälter (1) in seinem Außenumfangsbereich Schlitze (6) aufweist, die zur leichteren Verformung des Behälters (1) dienen, wenn eine äußere Kraft zur Komprimierung des in dem Behälter (1) enthaltenen flüssigen Medikaments auf den Behälter (1) ausgeübt wird.
  6. 6. Injektionsset nach einem der Ansprüche 4 oder 5, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß der~im wesentlichen in Form einer gewölbten Linse ausgebildete Behälter (1) Schlitze (7) aufweist, die an den dicken Umfangswandbereichen des Behälters (1) tief und im mittleren Bereich des Behälters (1) flach ausgebildet sind.
DE19813106382 1980-02-21 1981-02-20 Injektionsset Ceased DE3106382A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP2132280U JPS56125252U (de) 1980-02-21 1980-02-21

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE3106382A1 true DE3106382A1 (de) 1982-01-14

Family

ID=12051910

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19813106382 Ceased DE3106382A1 (de) 1980-02-21 1981-02-20 Injektionsset

Country Status (2)

Country Link
JP (1) JPS56125252U (de)
DE (1) DE3106382A1 (de)

Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3541189A1 (de) * 1985-11-21 1987-05-27 Woerner Otto Vorrichtung zur injektion von fertig vorbereiteten und abgemessenen fluessigkeiten
EP0400216A1 (de) * 1989-06-01 1990-12-05 Program For Appropriate Technology In Health Einwegspritze für den einmaligen Gebrauch
DE19545838A1 (de) * 1995-12-08 1997-06-12 Karlheinz Dr Med Rothenberger Vorrichtung zur Applikation eines Pharmakons
WO2010086476A1 (es) 2009-01-29 2010-08-05 Innova Salud Desarrollos Sanitários, S.L. Dispositivo para la administración de productos inyectables con caudal controlado
EP2508216A3 (de) * 2011-04-05 2013-07-24 Covidien LP Medikamentenabgabesystem

Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3541189A1 (de) * 1985-11-21 1987-05-27 Woerner Otto Vorrichtung zur injektion von fertig vorbereiteten und abgemessenen fluessigkeiten
EP0400216A1 (de) * 1989-06-01 1990-12-05 Program For Appropriate Technology In Health Einwegspritze für den einmaligen Gebrauch
DE19545838A1 (de) * 1995-12-08 1997-06-12 Karlheinz Dr Med Rothenberger Vorrichtung zur Applikation eines Pharmakons
WO2010086476A1 (es) 2009-01-29 2010-08-05 Innova Salud Desarrollos Sanitários, S.L. Dispositivo para la administración de productos inyectables con caudal controlado
US8951227B2 (en) 2009-01-29 2015-02-10 Innova Salud Desarrollos Sanitarios, S.L. Device for the administration of injectable products with a controlled flow rate
EP2508216A3 (de) * 2011-04-05 2013-07-24 Covidien LP Medikamentenabgabesystem

Also Published As

Publication number Publication date
JPS56125252U (de) 1981-09-24

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69938389T2 (de) Spritzvorrichtung
DE3789320T2 (de) Verabreichungsinstrument zum Einführen von festen Medikamenten.
DE3851229T2 (de) Medizische spritze.
CH639856A5 (de) Injektionsspritze.
DE69703038T2 (de) Injektionsnadel
DE69016982T2 (de) Tragbares Medikamentenabgabegerät mit einer einen konischen Zylinder aufweisenden Pumpe.
DE3915251C2 (de)
DE60208933T2 (de) Nadelsicherheitsvorrichtung
DE69012152T2 (de) Zweiseitige Nadelanordnung.
DE69122401T2 (de) Kanule
DE69622949T2 (de) Eine Arretiervorrichtung für eine Spritze
DE69203668T2 (de) Peristaltische Pumpe.
DE2828709A1 (de) Venenkatheter mit selbstbelueftendem stopfen
DE69405581T2 (de) Injektionsspritzen
DE1491788A1 (de) Injektor fuer Medikamente
DE8509572U1 (de) Abgabevorrichtung, insbesondere medizinische Spritze, zur Abgabe vorbestimmter, aufeinander folgender Menge einer Medizin
DE3720414A1 (de) Selbstdichtende subkutane infusions- und entnahmevorrichtung
DE60116409T2 (de) Medizinische, vorgefertigte Einmalvorrichtung zum Verabreichen von mindestens zwei Medikamenten im vorgegebenen Verhältnis
DE3854379T2 (de) Verbindungsstück mit Injektionsstelle.
DE2637908B2 (de) Nadelhalter für eine medizinische Verabreichungsvorrichtung mit einer Filteranordnung
DE2512600C2 (de) Infusionsnadelkonstruktion
DE10032937A1 (de) Medikamentenausgabevorrichtung
EP0963212A1 (de) Kanüle für medizinische spritzen
DE2149550C3 (de) Tülle zum Ansetzen an eine Kolbenspritze
DE3901068C2 (de)

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection