DE3103751C2 - Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen keramischen Sintermassen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen keramischen SintermassenInfo
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Abstract
Das Verfahren zur Herstellung von porösen Körpern aus Glas, Glaskeramik oder keramischen Sintermassen besteht darin, daß einem sinterfähigen Pulver eine organische Substanz beigemischt wird, die später verbrennt und dadurch die Poren liefert. Das Gemisch aus dem sinterfähigen Pulver und der organischen Substanz wird geknetet, in eine vorgegebene Form eingepreßt und vorgetrocknet. In einer ersten Aufheizstufe wird die organische Substanz verbrannt, und in einer zweiten Aufheizstufe wird das Material zusammengesintert.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen
keramischen Sintermassen mit offenen Poren und geringer Dichte.
Es ist eine Reihe von "Verfahren zur Herstellung von
porösen Körpern bekannt Eine Gruppe von Verfahren befaßt sich mit der Herstellung von Schaumkörpern, wie
z. B. Schaumglas und Schaumglaskeramik. Bei diesen Verfahren werden die Poren bei einem Aufschäumprozeß meist bei hohen Temperaturen erzeugt Je nach dem
angewandten Verfahren ist dabei immer ein mehr oder weniger großer Anteil der Poren geschlossen.
Eine weitere Gruppe von Verfahren befaßt sich mit der Herstellung von Filterplatten, die offene Poren
unterschiedlicher Größe besitzen. Bei diesen Verfahren werden die unterschiedlichen Porengirößen durch
Sinterung von Glas oder Keramikpulver verschiedener Korngröße erziel!. Hierbei können jedoch keine sehr
niedrigen Dichten erreicht werden.
Poröse Gläser lassen sich auch durch Auslaugen entmischter Gläser erzeugen, jedoch können auch hier
mit vertretbaren Kosten keine niedrigen Dichten erzielt werden.
Für bestimmte Produkte ist es jedoch nötig, daß die
Poren der porösen Körper offen sind, d. h, daß sie mit der Außenluft und untereinander in Verbindung stehen,
und daß die porösen Körper gleichzeitig eine geringe Dichte besitzen. Zum Beispiel wird für einen Spiegelträger für den Weltraum eine poröse Glaskeramik
benötigt, die offene Poren und eine möglichst geringe Dichte, vorzugsweise <0,3 g/cm3, besitzt. Zusätzlich soll
diese poröse Glaskeramik noch eine möglichst geringe Wärmeausdehnung, vorzugsweise um Null, und eine
über den gesamten Körper vollständig gleichmäßige Porenverteilung bei ausreichender mechanischer Festigkeit besitzen.
Die Offenporigkeit wird benötigt, da die in den Poren eingeschlossene Luft im Vakuum eine Längenänderung
hervorrufen würde.
Ziel der vorliegenden Erfindung ist ein neues Verfahren, welches es ermöglicht, die ßleichzeitigen
3 4
Forderungen nach Offenporjgkeit, gleichmäßiger Po- das kristalline Pulver bezüglich der Wärmedehnung, _
renverteilung und sehr geringer Dichte erfüllen zu Für eine poröse Glaskeramik mit niedriger Wärmekönnen, Dieses Ziel wird mit einem Verfahren gemäß ausdehnung muß der Anteil an Glaspulver möglichst
den Patentansprüchen erreicht, niedrig gehalten werden, da die Wärmeausdehnung des
feingemahlenes sinterfähiges Pulver mit organischen Wärmeausdehnung des kristallinen Pulvers, Die Wär-
eine Form eingebracht, vorgetrocknet und getempert etwa additiv aus den Einzelkomponenten zusammen.
dem Vortrocknen kann die Form wieder entfernt io des Glaspulvers muß daher ein Teil des kristallinen
werden. Der vorgeformte Körper wird in mindestens Pulvers eine negative Wärmeausdehnung aufweisen,
zwei Stufen aufgeheizt In der ersten Temperstufe Das kristalline Pulver mit negativer Wärmeausdehnung
erfolgt die Verbrennung der organischen Substanz und kann sowohl eine Glaskeramik als auch ein Mineral, wie
die Bildung der offenen Poren. Bei der zweiten z. B. Eukryptit, sein.
temperatur wird dabei so gewählt daß die Poren bei kristallisierendes Glaslot eingesetzt werden. Das kristal-
dem Sintervorgang offen bleiben. Das sinterfähige lisierende Glaslot hat den Vorteil, daß es bei relativ
leicht kristallisierendem Glas mit Keimbildner, kristall»- kristallinen Teilchen herstellt und, nachdem es selbst
sierter Glaskeramik, kristallinen sinterfähigen Produk- 20 kristallisiert ist, eine niedrige Wärmeausdehnung
ten oder Mischungen dieser Substanzen bestehen. aufweist Aufgrund der niedrigen Wärmeausdehnung
poröses Glas herstellen, da Glas bereits bei relativ mechanische Festigkeit der porösen Glaskeramik
niedrigen Temperaturen zusammensintert, ohne daß die erhöht werden,
entstehenden Poren sich schließen. 25 Ein Vorteil des Verfahrens liegt darin, daß die Größe
dem Glas oder leicht kristallisietindem Glas mit werden können. Die Größe der organischen Körper,
zung und gleicher Aufheizgeschwindigkeit kristallisie- 30 große Poren oder Poren unterschiedlicher Größe in
ren Gläser mit Keimbildner früher als Gläser ohne vorgegebenem Verhältnis zu erzeugen.
geringer, je langsamer die Aufheizrag erfolgt Beide durch das Verhältnis des Gewichts des sinterfähigen
der Aufheizprozeß abläuft Der Aafheir-jeschwindigkeit 35 recht genau eingestellt werden.
sind jedoch Grenzen gesetzt, da zum einen die Der Vorteil des aufgeblähten Kunststoffes besteht
organische Substanz ausbrennen muß und zum anderen darin, daß zur Erzeugung der Poren eine relativ kleine
bei der Kristallisation eine Schrumpfung stattfindet, die Menge an organischer Substanz benötigt wird. Für die
sich um so stärker bemerkbar macht je rascher die Erzeugung einer hohen mechanischen Festigkeit ist es
kristallinen Produkten nicht auf, wenn beim Aufheizen Sinterprozeß darf daher nicht bei Temperaturen
und Sinern keine Strukturumwandlungen, wie Umkri- 45 stattfinden, bei denen die Poren während des Sinterns
stallisation und Abgabe von Kristallwasser erfolgen. Die wieder geschlossen werden.
dafür im allgemeinen recht hoch, meist über 9000C. hat im wesentlichen zwei Aufgaben: Zum einen soll sie
geringer Wärmeausdehnung, vorzugsweise um Null, ?o sinterfähigen Pulver und der organischen Substanz
muß von einer Glaskeramik mit Hochquarzmischkristal- sorgen, und zum anderen soll sie die vollständige
len ausgegangen werden. Da die Umwandlung von Verbrennung der organischen Substanz beschleunigen.
8000C beginnt, muß in diesem Falle die Sintertempera- sich das sinterfähige Pulver zu leicht absetzt Dagegen
tür unterhalb 85O0C, vorzugsweise unterhalb 8000C, 55 hat sich die Zugabe von solchen Flüssigkeiten als
liegen. Versuche haben gezeigt daß bei kristallisierter vorteilhaft erwiesen, die sowohl eine hydrophiel als auch
einer Temp^rung kaum eine Sinerung stattfindet und Durch diese Flüssigkeiten wird nicht nur die Haftung
daher unterhalb 850° C keine guten mechanischen des Pulvers an der organischen Substanz, z. B. am
umgangen werden, wenn dem kristallinen Pulver ein lieh erhöht Günstig auf die Haftung und das
gewisser Anteil an Glaspulver beigegeben wird. Das Gleitvermogen wirken auch kleine Mengen an Schwe-
zugemischte Glaspulver hat die Aufgabe, die Verbin- feisäure und Ammoniumsulfat (N H^hSO«.
dung zwischen den kristallinen Körpern herzustellen. <* Versuche haben ergeben, daß durch Zugabe von H2O2
abhängig vom Anteil an Glaspulver, von der Körnung Substanz rascher und vollständiger abläuft. Hierbei
des Glaspulvers und der Anpassung des Glaspulvers an wirken Katalysatoren, die den Sauerstoff des H2O2
freisetzen, beschleunigend. Als Katalysator hat sich z, B,
MnQ2 in Mengen von < 0,1 Gew.-% bewährt,
H Die Dichte und die Festigkeit der porösen Körper ist
p auch abhängig von der Korngröße des sinterfähigen
Pulvers, Die Korngröße sollte <200μηι sein. FOr
Dichten unter 0,5 g/cm3 sollte die Korngröße vorzugs- ' weise
<20 μπι betragen. Wird dem kristallinen Pulver ίΛ zur besseren Versinterung bezw. zur Verlötung Glaslot
, oder kristallisierendes Giaslot zugegeben, dann sollte
ί ' die Körnung dieses Glaslotes
<20μιη, vorzugsweise
<5μm1 betragen.
Um eine möglichst homogene Mischung zu erhalten, wird zuerst das sinterfähige Pulver mit eventuellen
Zusätzen, wie Glaslot und (NHO2SO4 gut durchmischt Anschließend wird das sinterfähige Pulver mit der
organischen Substanz, z. B. dem aufgeschäumten Kunststoff,
unter langsamer Zugabe der Flüssigkeit gemischt Die homogene Masse wird danach in eine Form, z. B.
aus Keramik, gegeben. Um die Bildung von kleinen
Zwischenräumen zu vermeiden, wird die Masse fest eingestampft
je nach Größe des Sinterkörpers muß die Masse
längere Zeit bei Raumtemperatur gehauen werden, damit das zugegebene Wasser langsam verdunsten
kann. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die Oberfläche mit einem glyceringetränkten Tuch abzudecken. Nach
dem Vortrocknen bei Raumtemperatur kann die äußere Form bereits entfernt werden.
Die Aufheizung erfolgt in mindestens 2 Stunfen. In der ersten Stufe erfolgt das Ausbrennen der organischen Substanz und die Bildung der offenen Poren.
Die Aufheizung erfolgt in mindestens 2 Stunfen. In der ersten Stufe erfolgt das Ausbrennen der organischen Substanz und die Bildung der offenen Poren.
In der zweiten Stufe kann eine Keimbildung bei glasigen Glaskeramiken oder kristallisierenden Glasloten
erfolgen.
Die dritte Aufheizstufe dient zur Sinerung unter
Beibehaltung der offenen Poren und der äußeren Form.
Die Kristallisation einer glasigen Glaskeramik oder
eines kristallisierenden Glaslots sollte während der Sinterung oder im Anschluß daran stattfinden.
Die Auiheizgeschwindigkeit hängt sowohl von der
Größe des porösen Körpers als auch von der Art des verwendeten sinterfähigen Pulvers ab. Während des
Aufheizprozesses darf innerhalb des porösen Körpers keine allzu große Temperaturdifferenz entstehen. Diese
Temperaturdifferenz sollte besonders im Temperaturgebiet der Sinterung möglichst klein sein.
Bei der Verwendung von Glaspulver oder bei Zusatz von Glaspulver bzw. Glaslot zu kristallinem Pulver kann
die Aufheizung sehr langsam erfolgen. Dagegen erfordert die Verwendung von leicht kristallisierendem
Glaspulver oder von leicht kristallisierendem Glaspulver mit K.eimbildner eine bestimmte Aufheizgeschwindigkeit,
die nicht unterschritten werden darf. Durch diese Aufheizgeschwindigkeit wird indirekt auch die
Größe des porösen Körpers vorgegeben, und zwar wegen der auftretenden tolerierbaren Temperaturdifferenz
im porösen Körper während des Aufheizens. Bei Einsatz von kristallisierendem Glaslot muß das Temperprogramm
(Keimbildung und Kristallisation) für dieses kristallisierende Glaslot eingehalten werden.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik
und porösen, keramischen Sintermassen bestehen darin, daß gleichzeitig geringe Dichte und Offenporigkeit
erzielt werden. Darüber hinaus wird eine gleichmäßige Porenverteilung mit genau festlegbaren Porendurchmessern
erreicht. Daj Verfahren ist sehr flexibel hinsichtlich der zu erzielenden Eigenschaften und der
Gestalt der porösen Körper, So lassen sich beim Einsatz eines geeigneten sinterfähigen Pulvers poröse Glaskeramiken
herstellen mit linearer Wärmeausdehnung um Null.
Die folgenden Beispiele sollen dazu dienen, das erfindungsgemäße Verfahren näher zu erläutern.
M)
In einem Mischer werden 135 g Zerouurpulver der
Körnung < 60 μπι, 15 g Duranpulver der Körnung
<20 μπι und 10 g Ammoniumsulfat gemischu (Zerodur
ist eine im Handel erhältliche Glaskeramik mit einer linearen Wärmeausdehnung um Null; Duran ist das
bekannte Borosilikatglas für Laborgläser.) Dieses sinterfähige Pulver wird mit 10 g Styropor P 401
(Polystyrol) als organischer Substanz unter Zugabe von 44 ml Flüssigkeit gemischt und geknetet Die Flüssigkeit
besteht aus 12 ml Perhydrol (H2O2 30%), 12 ml Glycerin
(87%) und 20 ml Wasser. Die gekr.:;tete Masse wird in
eine Form gegeben und 20 h bei 75" C getrocknet Nach
dem Trocknen wird die Form entfernt und der Körper mit 2 K/min auf 8500C aufgeheizt und 2 h bei dieser
>5 Temperatur belassen, bevor er wieder abgekühlt wird.
Bei vollkommen gleichmäßiger Porenverteilung besitzt der poröse Glaskeramikkörper eine Dichte von
032 g/cm3, einen Ε-Modul von 340 N/mm2 und eine
Druckfestigkeit von 0,24 N/mm2.
Eine zweite Probe mit 540 g Zerodur < 20 μπι, 60 g
Duran <20μΐη, 40 g (NHO2SO4, 6OmI H2O2 (30%),
75 ml Glycerin (87%), 150 ml H2O und 50 g Styropor
P 401 wurde wie die erste Probe gemischt getrocknet und getempert
Die Dichte der Probe war 0,25 g/cm3, der E-Modul
230 N/mm2 und die Druckfestigkeit 0,23 N/mm2.
Durch die feinere Körnung von Zerodur war es möglich, die Dichte von 0,32 auf 0,25 g/cm3 zu
reduzieren ohne wesentliche Verminderung der Druckfestigkeit.
In der Tabelle 1 sind Beispiele für verschiedene sinterfähige Pulver zusammengestellt Die Zusammensetzung
von Gleitmittel, Oxidationsmittel, organischer Substanz und Flüssigkeit ist unverändert Unter Nr. 1
wird ein poröses offenporiges Glas aus dem Glaspulver Duran mit Körnung <60 μπι hergestellt. Die Nummern
2, 3, 4 und 5 führen zu porösen Glaskeramiken. Pulver aus kristallisierter Glaskeramik läßt sich bei Temperaturen
unterhalb 85O0C nicht sintern. Ihm muß daher als
Additiv Glaspulver (Nr. 2), Glaslot oder kristallisierendes Giaslot beigegeben werden.
Mit sinterfähigem Pulver aus Glaskeramik (Zerodur), die noch nicht keramisiert ist (Nr. 3), können durch
rasches Aufheiznn kleine poröse Glas!;eramikkörper
hergestellt werden. Das gleiche gilt für leicht zur Oberflächenkristallisation neigendes sinterfähiges Pulver.
Ein solches Pulver ist z. B. ein Glaspulver mit d^r
Zusammensetzung von Zerodur, aber ohne die Keimbildner TiOj und ZrO2(Nr. 4).
Zur Einstellung der Wärmeausdehnung kann dem sinterfähigen Pulver auch eine Glaskeramik oder ein
Mineral (Eukryptit) mit negativer Wärmeausdehnung zugegeben werden (Nr. 5). Eukryptit läßt sich wie
keramisierte Glaskeramik bei Temperaturen <850°C nicht zusammensintern (Nr. 6). Durch Zusatz von
Glaspulver, Glaslot oder kristallisierendem Glaslot
J5
40
50
lassen sich auch aus Mineralien poröse Sintermassen herstellen (Nr. 7).
Der Einfluß der verschiedenen Gleit- und Oxidationsmitlelzusätze geht aus Tabelle 2 hervor. Die Mischung,
Trocknung und Temperung erfolgte wie in Beispiel 1 beschrieben. Bei Abwesenheit der Oxidationsmittel
verbrennt die organische Substanz (Styropor P 401) nur unvollständig. Die Schichten mit Resten anorganischer
Substanz krümeln leicht.
Der Einfluß der organischen Substanzen (Styropor) geht aus Tabelle 3 hervor. Die Größe der Kunststoffku
geln hat nur einen geringen Einfluß auf die Dichte (Nr. 1,
2 und 3). Die geringste Dichte wurde mit der Größe P 401 (Nr. 2) erzielt. Durch Mischen verschiedener
Kugelgrößen (Nr. 4, 5 und 8) läßt sich die Dichte etwas verringern.
Sehr stark abhängig ist jedoch die Dichte von der zugegebenen Menge an Kunststoff (Nr. 2,6 und 7).
Lfd. Zusammensetzung
Nr· Sinterfähiges
Pulver
Pulver
Temperprogramm
Gleit-, Oxidationsm. org. porenbild. Subst. Eigenschaften
Dichte Druckfestigkeit
(g/cm3) (N/mm2)
Ε-Modul 11IOOX
(N/mm2) (K"1)
| 1 | 100% Duran 50 | 7 g Ammoniumsulfat 8 g Glycerin (87%) 100 g Perhydrol (30%) 0,01 g Mangandioxid 20-30 g Wasser 4,8 g Styropor Γ 401 (BASF) doppelt geschiiumt |
| 2 |
90% Zerodur
10% Duran |
desgl. |
| 3 |
100% Zerodur
nicht keramistert |
desgl. |
| 4 |
100% Zerodur o. Keim
bildner nicht keram. |
desgl. |
| S |
88% Zerodur
2% Eukryptit 10% Duran 50 |
desgl. |
| 6 | 100% Eukryptit | desgl. |
| 7 |
80% Eukryptit
20% Duran 50 |
desgl. |
100°C
7700C, 1 h
100°C
85O0C, 2 h
1000C e> S5QPC, 2 h
1000C
85O°C, 2 h
1000C > 85O0C, 2 h
10-200C/'
1000C > 9900C, 2 h
1000C > 9900C, 2 h
100°C
850°C, 2 h
n. b.
0,24
(Zugfest, nach
PE-Methode)
0,58
PE-Methode)
0,58
0,5
-2-8
-0,30
sehr schw.
n. meßbar
n. meßbar
-0,1
η. b.
-250
n. b. -700 n. b.
n. b. n. b.
η. b.
-3-5
n. b. n. b. n. b.
n. b. n. b.
| Lfd. | Sinterfähiges | Gleitmittel, | Oxidationsmittel | Ammo | Mangan | Perhydrol | Wasser | Organische | Eigenschaften | Druck |
| Nr. | Pulver | Glycerin | Zucker | niumsulfat | dioxid | (30%) | Substanz | Dichte | festigkeit | |
| (87%) | g/100 g P. | g/100 g P. | ml/lOOgP. | ml/100 g P. | (N/mm2) | |||||
| Gew.-% | ml/100 g P. | g/100 g P. | g/100 g P. | (g/cm3) | ||||||
80% Zerodur 20% Duran
80% Zerodur 20% Duran
80% Zerodur 20% Duran 80% Zerodur 20% Duran
8$)% Zerodur 20% Duran
80% Zerodur 20% Duran
80% Zerodur 20% Duran
80% Zerodur 20% Duran
10
10 10 10 10
0,01 0,01
0,01 0,01
0,01
-30 -30
-30 -30
-30
-30
-30
0,33 0,30
0,21 0,10
0,10
neigt zu Rißbildung
neigt zu Schichtenbildung und krümelt
neigt zu Schichtenbildung, nicht alle Poren geöffnet
neigt zu Schichtenbildung, nicht alle Poren geöffnet
Porenverbindung besteht, org. Subst. nicht völlig verbrannt
Pulver setzt sich in ca.
1 cm dicker Schicht ab, viele
Poren geschlossen
*) Keine einheitliche Festigkeit, Schichten mit Resten organischer Substanz krümeln leicht.
13
Einlluß der organischen Substanzen (Styropor)
14
Lfd. Sinterfahiges
Nr. Pulver
Nr. Pulver
Gew.-%
Gleitmittel,
Oxidationsmittel
Oxidationsmittel
g/100g Pulver
Organische Substanz (Kugelgröße*)
g/100 g Pulver Kugelgröße
Eigenschaften
90% Zerodur
10% Duran
10% Duran
7 g Ammoniumsulfat
8 g Glycerin (87%) 10 ? Perhydrol (30%)
0,01 g Mangandioxid 20-30g Wasser
| 2 | 90% Zerodur | desgl. |
| 10% Duran | ||
| 3 | 90% Zerodur | desgl. |
| !C% Duran | ||
| 4 | 90% Zerodur | desgl. |
| 10% Duran | ||
| 5 | 90% Zerodur | desgl. |
| i0% Duran | desgl. | |
| 6 | 90% Zerodur | desgl. |
| 10% Duran | ||
| 7 | 90% Zerodur | desgl. |
| 10% Duran | ||
| 8 | 90% Zerodur | desgl. |
| 10% Duran |
5 g P 501
5 g P 401 5g PJUl
2,5 g P 2,5 g P
4 g P 401 Ig P 301
7 g P 401 3 g P 401
6 g P 401 Ig P 301
*) = P 501 - Kugelgröße nach dem Aufschäumen 0 0,4-1,5 mm.
= P 401 - Kugelgröße nach dem Aufschäumen 0 1,5-2,0 mm. = P 301 - Kugelgröße nach dem Aufschäumen 0 2,0-3,0 mm.
Dichte: 0,31 g/cm3
Druckfestigkeit: 0,30 N/mm2
Dichte: 0,28 g/cm3
Druckfestigkeit: 0,30 N/mm2
Uicnte:
Dichte:
u,ju g/cnr
0,28 g/cm3
Dichte: 0,26 g/cm3
Druckfestigkeit: 0,24 N/mm2
Dichte: 0,24 g/cm3
Dichte:
Dichte:
0,42 g/cm3
0,22 g/cm3
Claims (1)
- Patentansprüche:1. Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen keramischen Sintermassen geringer Dichte, bei dem feingemahlenes sinterfähiges Pulver und organische Substanzen vermischt und unter Zugabe von Flüssigkeit bei Raumtemperatur geknetet werden, worauf das Gemisch in eine Form eingepreßt, unterhalb 1000C vorgetrocknet und unter Verbrennung der organischen Substanzen erhitzt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die organischen Substanzen in einer ersten Aufheizstufe unter Bildung offener Poren vollständig verbrannt werden und das is sinterfähige Pulver unter Beibehaltung der Form und der offenen Poren in einer zweiten Temperstufe zu einem von geschlossenen Hohlräumen im wesentlichen freien porösen Körper zusammengesintert wird.2. Verfahren nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß als das sinterfähige Pulver gemahlenes Glas, leicht kristallisierendes Glas, leicht kristallisierendes Glas mit Keimbildner, keramisierte Glaskeramik, kristalline sinterfähige Produkte und Mi- schungen dieser Stoffe verwendet werden.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß dem sinterfähigen Pulver zur Erniedrigung der Sintertemperatur niedrig schmelzendes Glaslot und/oder niedrig schmelzendes kristallisie- jo rendes Glaslot beigemischt werden.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herstellung von poröser Glaskeramik und porösen keramischen Sintermassen mit niedriger linearer Wärmeausdehnung, vorzugsweise um Null, ein sinterfähiges Pulver aus leicht kristallisierendem Glas, leicht kristallisierendem Glas mit Keimbildner, kristallisierter Glaskeramik, kristallinen sinterfähigen Produkten oder Mischungen dieser Stoffe verwendet wird, dessen Zusam- w mensetzung so gewählt ist, daß es Kristalle der Hochquarzmischkristall-Familie vor oder während des Sinterprozesses bildet, bereits enthält oder vollständig daraus aufgebaut ist.5. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein Glaslot, welches eine niedrige Wärmeausdehnung besitzt, bzw. ein kristallisierendes Glaslot, welches beim Sintern eine niedrige Wärmeausdehnung annimmt, verwendet wird.6. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekenn- so zeichnet, daß ein sinterfähiges Pulver mit einer Körnung von <200μιη, vorzugsweise <60μηι, verwendet wird.V. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als organische Substanz aufgeschäum- te Kunststoffkugeln, z. B. aus Polystyrol, verwendet werden, deren Durchmesser dem angestrebten Porendurchmesser entspricht.8. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als diese Flüssigkeit Wasser oder wäßrige Lösungen verwendet werden.9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch Substanzen zur Verbesserung der Gleit- und Knetfähigkeit, wie z. B. Glycerin und/oder Schwefelsäure und/oder (NH^2SO* zugegeben werden.10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß dem Gemisch Oxidationsmittel, wiez, B, H2O2, zugegeben werden.11, Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß dem sinterfähigen Pulver ein Katalysator, vorzugsweise <0,l% MnOi zugegeben wird,IZ Veifahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer oder mehrere der folgenden Schritte: Trocknung, Aufheizung und Sinterung so langsam durchgeführt werden, daß keine Schrumpfrisse entstehen. :13. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den porösen Körpern an bestimmten Stellen größere Hohlräume vorbestimmter Größe dadurch erzeugt werden, daß bsim Einpressen in die Form an den gewünschten Stellen nur der organische Stoff ohne das sinterfähige Pulver eingepreßt wird.14. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung von porösen Körpern mit Dichten <0,50 g/cm3, vorzugsweise < 0,3 g/cm3, das Verhältnis des Gewichts des sinterfähigen Pulvers zum Volumen des organischen Stoffes < 0,5, vorzugsweise < 0,3 g/cm3, gewählt wind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813103751 DE3103751C2 (de) | 1981-02-04 | 1981-02-04 | Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen keramischen Sintermassen |
| EP19820900363 EP0070849B1 (de) | 1981-02-04 | 1982-02-03 | Poröser formkörper aus einer gesinterten glasigen und/oder glasig-kristallinen masse,und verfahren zur herstellung eines solchen porösen formkörpers |
| JP57500581A JPS58500284A (ja) | 1981-02-04 | 1982-02-03 | 焼結されたガラス状および/または結晶性物質から成る多孔性成形体およびこのような多孔性成形体の製造方法 |
| PCT/EP1982/000019 WO1982002707A1 (en) | 1981-02-04 | 1982-02-03 | Porous moulded body made of a vitreous and/crystalline sinter ed material |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813103751 DE3103751C2 (de) | 1981-02-04 | 1981-02-04 | Verfahren zur Herstellung von porösem Glas, poröser Glaskeramik und porösen keramischen Sintermassen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3103751A1 DE3103751A1 (de) | 1982-08-05 |
| DE3103751C2 true DE3103751C2 (de) | 1983-05-19 |
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Family Applications (1)
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1981
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