DE308260C - - Google Patents

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DE308260C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21JFORGING; HAMMERING; PRESSING METAL; RIVETING; FORGE FURNACES
    • B21J9/00Forging presses
    • B21J9/02Special design or construction
    • B21J9/06Swaging presses; Upsetting presses

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Bending Of Plates, Rods, And Pipes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist ein neues Verfahren und eine Maschine zum Verkürzen der Länge von Bügeln aller Art durch Stauchen, um ihnen einerseits eine jeweilig beabsichtigte Form zu geben, anderseits, um den Baustoff zu verdichten. Das Verfahren umfaßt sowohl solche Bügel, die durch den Gebrauch in ihren Teilen ' oder der ganzen Länge gestreckt sind, als auch ' nicht gestreckte neue, gleichgültig, welche Richtung oder Form die Bügelschenkel haben.
Wesentliches Merkmal der Erfindung ist die Verarbeitung des Bügels sowohl in mit anderen Teilen zusammengebautem Zustande, als auch getrennt davon als Einzelstück und nicht nur als
X5 selbständiger unabhängiger Arbeitsgang, sondern auch in zeitlichem und bzw. oder örtlichem Zusammenhang mit einem anderen Arbeitsgang. . ·
Die Verarbeitung umfaßt das Stauchen und Verdichten beliebiger Teile des Bügels je für sich, oder dieser Teile zugleich. Jm Sonderfalle sollen gestreckte Umbuge, Schenkel und Augen von , Eisenbahnkupplungsbügeln auf eine bestimmte Form zurückgeführt oder auch neue Bügel verkürzt und verdichtet werden, und zwar bei zerlegter oder unzerlegter Kupplung(Fig. 10 und 11). Hervorzuheben ist die völlige Unabhängigkeit des Verfahrens von der Art der Bewegungsmittel für Stauchkopf und Gegenhalter und des Antriebes der Maschine. In dem dargestellten Ausführungsbeispiele der Maschine, mit dem sämtliche Arbeitszwecke erreicht werden, ist ■ als Bewegungsmittel eine nichtgekreuzte Zange mit motorischem Antrieb, z. B. einem doppelt wirkenden Schlittenzylinder, angenommen.
Die Anpassung an die verschiedenen, Längen und Teillängen der Bügel geschieht durch Einstellen von Stauchrahmen und Gegenhaltkopf zueinander, an die verschiedenen S/tauchweglängen durch selbsttätiges Einstellen des* Stauchzangenhubes, an die verschiedenen Bügelbreiten und Schenkelstärken durch selbsttätiges. Einstellen der Führungsschilde des Gegenhalters, oder durch Handeinstellung der Spannbrücke;
Das Ausführungsbeispiel zeigt Verfahren und Maschine in Zusammenhang mit dem bekannten Verfahren und der Maschine zum Richten eingebogener Schenkel der Kupplüngäbügel von , innen heraus, die eine Zerlegung der Kupplung in Einzelteile unnötig machen, sie aber zulassen, wenn sie geschehen soll. Ob in Zusammenhang mit anderen Verfahren oder nur für sich, in allen Fällen ist eine teilweise | oder völlige Umschließung der Bügel an dem Maschinengestell vorzusehen, die einerseits die Schenkel gegen Ausweichen beim Stauchen genügend;stützt, dabei aber auch ihnen die Möglichkeit jeweilig beabsichtigter bestimmter Formung gibt, anderseits sich den 'verschiedenen/Schenkelstärken und Bügelbreiten anpassen läßt. Bei dem Ausführungsbeispiel geschieht Stützung der Schenkel und Anpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite nach innen durch Nachaußenschwenken der Druckbacken α und A1 des Spannkopfes der vorgenannten Maschine (vgl. Fig. 3), und Schenkelstützung und Anpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen durch eine Sondervorrichtung, die in einer selbsttätigen und einer von Hand bedienten Form ausgeführt ist. Ferner ist noch eine Bügelumschließung ,für das
Stauchen . allein Vorgesehen, die, mit selbsttätiger Innen- und Außenanpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite ausgestattet; sowohl mit der selbsttätigen als auch von Hand bedienten Form der Schenkelstützvorrichtung zu \ vereinigen ist. Außerdem besitzt sie die Möglichkeit, den Schenkeln jeweilig beabsichtigte Formen und Schrägen zu geben.
Die Zeichnung stellt die Maschine bei Beginn ίο des Stauchvorganges dar. Es veranschaulchen: ' Fig. ι Maschine und Werkstück teilweise im Längsschnitt, teilweise in Ansicht,
Fig. 2 einen Querschnitt nach Linie A-A der Fig. ι durch die Führungsbrücke nebst Seitenansieht der Stauchzange und Stirnansicht der Schlittenzylinder,
Fig. 3 einen Grundriß von Maschine und Werkstück bei abgehobener Führungsbrücke, Fig. 4 den Gegenhaltkopf in größerem Maßstäbe,
Fig. 5 die Feststellvorrichtung des Gegenhaltbügels in größerem Maßstabe,
Fig. 6 eine zweite Ausführungsform des Gegenhalters,
Fig. 7 und 8 · die Bügelumschließung mit selbsttätiger Innen- und Außenanpassung an - Schenkelstärke und Bügelbreite, vereinigt mit der von Hand zu bedienenden Schenkelstützvorrichtung,
... Fig. 9 die Vorrichtung zum Verbinden und Lösen,'vereinigt mit der Vorrichtung zum Verschieben von Stauchkopf und Stauchrahmen in . größerem Maßstabe, **
Fig. 10 einen Bügel mit Endaugen, dessen . Umbug, Schenkel und Augen gestreckt sind, Fig. 11 verschiedene Stauchkopf for men.
Der vorgenannte Spannkopf (Fig. 1 und 3) besteht aus den zum Zwecke der" Anpassung mit ^Gelenken γ, yx versehenen Druckbacken α, αχ der Innenzange und aus den der Stützung dienenden Backen ß, ß1 der Außenzange; beide Zangen besitzen den gemeinsamen Drehpunkt d. Zur Stützung der Kupplungsmutter oder des noch zu nennenden Paßstückes 67 dient' ein um eine.,Achse χ wagerecht schwenkbarer Arm y mit Formstück ζ. '
Ein Stauchrahmen 1, 2, 3, 4, 5, 6 (Fig. 3) umgibt das in dem Spannkopf α, α1; β, βχ der Maschine liegende Werkstück B in seiner Längs-50, ebene von vier Seiten. Er ist in seiner Gesamtheit an der Führungsbrücke 7 (Fig. 1 und 2) und an zwei Gelenkführungen 8, 9 in seiner Längsrichtung verschiebbar und zu einem Teil 1, 2, 3 durch zwei Gelerike 10, 11 aus seiner Ebene ausschwenkbar gemacht. Die Schwenkbarkeit ist hier aus Gründen durchgeführt, die durch den Zusammenhang der beiden Verfahren bedingt sind. Sie ist an sich nicht erforderlich, könnte aber auch auf den verschiebbaren Teil des Stauchrahmens angewendet werden. Der Schwenkbare Teil, der Gegenhalter, der in nachstehendem in zwei Formen ausgebildet erscheinen, wird, liegt im Sonderfalle gegenüber den Augenenden des herzurichtendenBügels B; er kann aber auch dem Umbug des Bügels gegenüberliegen. Er besteht aus dem Gegenhaltbügel 2, der Stellspindel 12 mit Handrad, dem Gegenhaltkopf 13 und zwei Verbindungsstücken 1 und 3 nach den Gelenken 10 und 11 kin. Die Stellspindel durchbricht den Gegenhaltbügel gleichachsig-mit dem Werkstücke und kann in dieser Richtung den Gegenhaltkopf vor- oder zurückstellen. Der letztere ist je nach dem Zwecke entweder' nur als Gegenhalt oder als Stauchkopf für die Bügelenden, oder für beides zusammen, und je nach der Form des an den Bügel anschließenden nächsten Gliedes oder der Form der Bügelenden verschieden auszuführen. Z. B. soll als Anschlußglied die bekannte Kupplungsmutter 67 von Vierkantquerschnitt mit zwei Zapfen in den als Augen ausgebildeten Bügelenden hängend angenommen werden. Dann ist in der Mitte der Stirnseite des Gegenhaltkopfes (Fig. 3, Teil 13, und Fig. 4) eine Stützfläche 14 ausgebildet, die sich gegen die senkrechte Außenfläche der Mutter 67 legen kann, und·an beiden Enden befinden sich gewölbte Ausnehmungen 15 und 16, die der erstrebten Form der Bügelenden entsprechen. Die Scheitelpunkte der Wölbflächen liegen in einem bestimmten Abstände χ (Fig. 4) von der Stützfläche 14, der die jeweilig erstrebte Stauch weglänge für die Bügelenden bedingt. Zur Erzielung gleichachsigeV Lage von Gegenhaltkopf und Werkstück beim Stauchen ist an ersterem noch eine Gabelkralle 17 angebracht, die sich auf die obere Mutterfläche legt.
Soll Schenkelstützung und Anpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen selbsttätig geschehen, so bestehen bei der ersten Ausführungsform des. Gegenhalters die Verbindungsstücke ι und 3 nach den Gelenken 10 und 11 hin aus zwei Führungsschilden, die oben durch ein Querstück 18 verbunden sind, und der Gegenhaltbügel ist durch je einen-Gleitzapf en 19 und 20 in Kreisbogenschlitzen 21 und 22 (Fig. 1) der Führungsschilde verschiebbar. An den Innenseiten sind die Führungsschilde noch mit je einem Kr eisbogen wulst 23 und 24 versehen,- und der Rücken dieser Wulste ist keilförmig ausgebildet mit Anzug nach unten. Schlitze sowohl wie Wulste bilden Kreisbögen mit der Gelenkachse 10, 11 als Mittelpunkt. Am oberen Ende der Kreisbogenschlitze ist in jedem Führungsschilde eine Vorrichtung 25 (Fig. 3) zum Feststellen des Gegenhaltbügels 2 an den Schilden für das Hochschwenken oder Herunterlegen des Gegenhalters' (Fig. 1) angebracht. Diese Vorrichtung (Fig. 5) besteht in der Hauptsache aus einem abgefederten ■ Schnappbolzen 26 am Führungsschild, der in eine Rast 27 am Gegenhaltbügel 2 hineingreift, wenn er nicht durch
eine Drehverschiebung der am Bolzenkopf befindlichen schiefen Ebene 28 auf. einer an der Bolzenführung sitzenden gleichen Ebene 29 herausgezogen wird.
Soll Scherikelstützüng und Anpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen von Hand herbeigeführt werden, so! ersetzt bei der zweiten Ausführungsform des Gegenhalters (Fig. 6) je eine Zugstange 30 und 31, die mit dem Gegenhaltbügel 32 fest verbunden sind, die Führungsschilde und an Stelle ,der Keilwulste 23 und 24 tritt eine Spannbrücke 34, die Werkstück und Spannkopf überquert und an einem Verbindungsstück 33 der beiden Zugstangen geführt wird. Die Greifweite der Spannbrücke 34 (Fig. 7) ist von Hand einstellbar durch ein Exzenter 35 und jeder Bügelbreite und Schenkelstärke anzupassen. Die Spannbrücke macht auch die Gabelkralle 17 des Gegenhaltkopfes 13 unnötig, da sie die gleichachsige Lage von Gegenhaltkopf und Werkstück durch entsprechend bemessene Aufliegehöhe auf den Spannkopfoberkanten herbeiführt.
Der verschiebbare Teil des Stauchrahmens besteht aus je einer Zugstange 4 und 6, die mit ihren Köpfen 36 und 37 (Fig. 2 und 3) an der Führungsbrücke 7 und mit ihren Gelenkenden in den Gelenkführungen 8 und 9 geführt werden. Die Zugstangenköpfe sind durch einen Queranker 5 verbunden, wodurch der Stauchrahmen geschlossen wird. An der Führungs-' brücke wird ferner mit seinem Kopfe 38 ein Druckstück 39 gleichachsig mit dem Werkstück geführt. Gegenüber dem Umbug des Bügels ist gleichachsig mit Druckstück und Werkstück der - Stauchkopf 40 verschiebbar gelagert und nach Bedarf mit dem Druckstück und hierdurch mit dem Stauchrahmen durch eine Vorrichtung, willkürlich lösbar und selbsttätig einschnappend, zu verbinden. Diese Vorrichtung (Fig. 9) gleicht bis auf einiges der Feststellvorrichtung des Gegenhaltbügels (Fig. 7). Der Schnappbolzen 41 (Fig. 9) greift hier mit dem Schnappende in das Loch einer Zunge 42 des Druckstückes. Für das selbsttätige Einschnappen besitzen Bolzen und Zunge je eine schiefe Ebene an ihren Enden. Zum Festhalten des Schnappbolzenkopfes in der •Löselage ist ferner am oberen Ende der schiefen Ebene der Bolzenführung eine Rast 43 für eine Nase 44 des Bolzenkopfes vorgesehen.
In die Köpfe 36 und 37 der Zugstangen 4
und 6 und den Kopf 38 des Druckstückes 39 greift rechtwinkelig zu der Ebene des Stauch-
. rahmehs das Maul 45, 46, 47 der Stauchzange 48, 49, 50, und verbindet auf diese Weise Stauchrahmen und Druckstück. Die Zange besitzt einen in der Achse des Schenkels 49 in einem Schlitz verschiebbaren Drehzapfen 51 und wird durch den doppeltwirkenden Schlittenzylinder
52 angetrieben. . -
... Die Verschiebung von Stauchköpf 40, Druckstück 39 und Stauchrahmen 4, 5, 6 kann durch eine Sondervorrichtung geschehen,· so daß der Stauchkopf am Bügejumbug zur Anlage gebracht oder von ihm abgezogen werden/kann. Die Vorrichtung (Fig. 9) besteht aus einem an der Tischplatte der Maschine, ortsfest angebrachten Zylinder 53 mit Steuerung für den Kolben, dessen Stange 54 an den Stauchkopf in gleichgerichteter Ebene angelenkt ist.
Der Stauchkopf 40 ist an seiner Stirnseite mit einer Fläche 55 (Fig. 9) versehen, die bei Anpassung an den Bügelquerschnitt dem jeweiligen Stauchzweck entspricht. Liegt der Stauchkopf am Umbug an, so hält er den Bügel sowohl in seiner Längsebene als auch quer dazu fest und macht ihn zur Stauchung bereit.
Die Bügelumschließung mit selbsttätiger Innen- und Außenanpass'ung an Schenkelstärke und Bügelbreite (Fig. 6, 7 und 8) besteht aus »einem um einen Drehpunkt 56 schwenkbaren Spannmaul.56', 56" mit vier Backen 57, 58, 59, 60, wovon 57 und 60 einerseits und 5& und 59 anderseits durch je ein Verbindungsstück 62 bzw. 61 starr verbunden sind. Es entstehen so zwei nebeneinanderliegende Mäuler 57, 59 und ' 58, 60 mit gemeinsamem Drehpunkt 56, die die Bügelschenkel umfassen. Die Backen 57 und 58 und 59 und 60 sind als Formflächen für die Bügelschenkel ausgebildet bzw. mit Gelenken 63, 64, 65, 66 versehen, so daß je nach der Lage der Gelenke Anpassung an jede Schenkelform und -stärke herzustellen ist. Die quer über das Maul gelegte Spannbrücke 34 nach Fig. 7 gibt, je nach Lage ihrer Angriffsebene und nach Einstellung des Exzenters 35, die nötige Stützung für die Backen und damit für die Schenkel des Bügels nach innen und außen; dasselbe gilt für die Führungsschilde 1 und 3 und die Lage der Keilwulste 23 und 24 der selbsttätigen Schenkel-Stützung und -anpassung nach außen.
Durch ihren Zusammenhang sind Stauchkopf 40 nebst Druckstück 39, Stauchrahmen 4, 5, 6 und Stauchzange 48 bis 50 (Fig. rund 2) in der Werkstückachse verschiebbar, wobei die Zangenschenkel 48, 49, 50 um die Angriffspunkte ihres Maules an Stauchrahmen und Druckstück schwingen und dabei den Zylinder 52 mit verschieben. Im weiteren kann einerseits der Stützteil auch als Stauchteil und der Stauchteil auch, 1 to als Stützteil wirken, wodurch auch, die Lagerung des Bügels im Stauchrahmen um 180 ° ver- , schwenkt möglich ist; andererseits verzehren Stütz- und Stauchkräfte und auch die Antriebskräfte einander restlos, und ihre Größen regeln sich je nach Erfordernis. ' .' ■
Der Gegenhalter ist im Ruhezustande der Maschine hochgeschwenkt (Fig. 1) und wird in dieser Lage schräg nach hinten in den Gelenken 10 und 11 gestützt. , ..,.
Die Handhabung der Maschine ist folgende:
Als Werkstücke kommen Bügel.mit anderen
Teilen zusammengebaut und Bügel als Einzelstück'in Betracht. ...
. Bei Verarbeitung von Bügeln mit augenför-,: irrigen Enden allein, ohne Kupplungsmutter z.B.,, kann ein der Kupplungsmutter entsprechendes dur-chbohrtes Paßstück 67 mit einer der Stützfläche. 14' des Gegenhaltkopfes entsprechenden Fläche und umgekehrt mittels eines, Durchsteckbolzens zwischen die Bügel-
enden gebracht werden. :
In Jedem Falle wird das Werkstück mit dem Bügel in den Spannkopf oder in die Bügelumschließung gelegt. Alsdann wird der ganze
:: Stauchrahmen .je nach Länge des Bügels vermittels besonderer Einrichtung der Steuerung des Zylinders 53 sanft so weit vorgeschoben, bis der Staüchkopf am Bügelumbug,anliegt, und der Gegenhalter wird heruntergelegt. Ist selbsttätige Schenkelstützung und Anpassung an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen eingerichtet, so wird das Herunterlegen soweit geschehen, als die Keilwulste 23 und 24, die hierbei die Backen ß, P1 zur Anlage an die Bügels.chenkel nach innen schwenken, es zulassen; dadurch liegt der Bügel fest. Sodann wird der Gegenhaltbügel an seinen Griffen 68 und 69 erfaßt, aus den Rasten 27 durch den Daumendruck beider Hände ausgelöst und in den Kreisbogenschlitzen soweit hinuntergelassen, bis die Gabelkralle des Gegenhaltkopfes 13 auf der oberen Fläche des Anschlußgliedes 67 liegt. Ist Schenkelstützung und Anpassung "an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen von Hand vorgesehen, so wird der Gegenhalter auf das Werkstück hinunter-' gelassen und die Spannbrücke durch Drehen des Exzenters 35 von Hand eingestellt. Soll die selbsttätige Bügelumschließung verwendet werden, so geschieht dies in Vereinigung mit einer der beiden vorgenannten Schenkelstütz-Vorrichtungen. In allen Fällen wird dann mittels . der Stellspindel 12 der Gegenhaltkopf so weit vorgedreht, bis er an den Bügelenden oder auch an dem Anschlußgliede fest anliegt, je nachdem, ob die Bügelenden zu stauchen sind oder nicht.
Alsdann wird die Stauchung durch entsprechende Steuerung des Schlittenzylinders .52 herbeigeführt, darauf der Gegenhalter in umgekehrter Reihenfolge der zum Herunterlegen nötigen Handgriffe in seine Stützlage wieder hochgeschwenkt und der Stauchrahmen zurückgesteuert.
Das Verfahren wickelt sich, je. nach dem Sonderzweck, folgendermaßen ab:
Die Verarbeitung der Bügel geschieht in kaltem, angewärmtem oder auch teilweise angewärmtem Zustande.
i. Stauchen von Teilen des Bügels bei
a) Teilerwärmung:
. Stauchung des Umbuges, oder der Schenkel, oder der Bügelenden, oder auch zweier beliebiger dieser Teile zusammen wird herbeigeführt nach Erwärmen des. betreffenden Teiles; oder der Teile bei Kaltlassen der; übrigen Teile. ..-.·■
b) Ganzerwärmung:
Stauchung des Umbuges, oder der Schenkel,: oder der Bügelenden, wird herbeigeführt durch die Art der Fprmung und die Größenbemessung von Gegenhaltkopf und bzw. oder Stauchkopf und der Bügelumschließung, ferner'durch"die jeweilige Lage der Achse des, Bügelteiles, zu der des Stauchkopfes oder Gegenhaltkopfes. Sowohl· Formung ,als auch Grad der 'Verdichtung des Bügels, je nach der Maßnahme verschieden, wird hierdurch herbeigeführt. , ■''..,
Beispiel: ' ..■■.',
Fig. 11 a. Breite des Stauchkopfes gleich breit oder breiter als der Bügel: Stauchung von Umbug und Schenkeln.
Fig. ι ib. Stauchkopf breite gleich der um die Schenkel verringerten Bügelbreite oder schmäler: Mehr Formänderung ' als Verdichtung des Umbuges.
Fig: nc. Stauchkopf nur in der Schenkelprojektion auf die Schenkel drückend, weil Umbug durch Ausnehmung 70 im Stauchkopf entlastet : Stauchung der Schenkel usw.
2. Stauchen der ganzen Länge des Bügels bei
a) Ganzerwärmung:
Stauchung von Umbug, Schenkeln und Bügel- -
enden zugleich wird herbeigeführt nach Erwärmen des ganzen Bügels. Hierbei gelten gleicherweise die Maßnahmen unter ib.
b) Nichterwärmung:
Stauchung wie unter .ib. '
Die vorangeführten Teilverfahren gelten in gleicherl Weise sowohl für gestreckte als für neue Bügel. ■·. ..
Je nach dem Zwecke wird der Gegenhaltkopf in seiner Formung als Gegenhalt oder als Stauchkopf für die Bügelenden, oder für beides vereinigt, dienen. Durch entsprechende Bemessung des Stauchzangenhubes ist jede Stauch weglänge zu erzielen.

Claims (9)

  1. Patent-Ansprüche: ■
    i. Maschine zum Verkürzen der Länge und zum Verdichten1 des Baustoffes von Bügeln, insbesondere von Eisenbahnkupplungsbü-'geln, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Teil (1, 2, 3) eines das Werkstück umschließenden und in der Werkstückebene und -achse verschiebbaren Stauchrahmens (1, 2, 3, 4, 5, 6) einstellbare Stauchoder bzw. und Stützteile (13) für den Bügel oder Einzelteile desselben trägt, während mit ,dem verschiebbaren Teil (4, 5> 6) des
    Stauchrahmens" andere Stauch- oder bzw. und Stützteile (40) lösbar verbunden sind.
  2. 2. Ausfühxungsform einer Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwenkbare Teil des Stauchrahmens als Gegenhalter (1, 2, 3, 12, 13) ausgebildet ist und-seiri- Gegenhaltkopf (13) zwei Stauchflächen (15,16) für die Bügelenden und eine Stützfläche (14) für das Anschlußglied des Bügels oder ein eingelegtes entsprechendes Paßstück (67) trägt, während der Stauchkopf (40) des verschiebbar en Teils des Stauchrahmens eine Stauchfläche (55) für Bügelumbug und bzw. oder Bügelschenkel besitzt.
  3. 3. Ausführungsform einer Maschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Verbindungs- und Bewegungsmittel für den Stauchrahmen (1, 2, 3, 4, 5, 6) und ein Druckstück (39) eine nicht gekreuzte Zange (48, 49,. 50) dient, deren Maul (45, 46, 47) zwischen beide faßt und deren Antrieb durch einen Doppelzylinder (52) erfolgt..
  4. 4. Vorrichtung zum Einstellen der Entfernung zwischen Stauchkopf (40) und Gegenhaltkopf (13) nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhaltbüger (2) eine Stellspindel (12) gleichachsig mit dem Werkstück trägt, deren eines Ende ein Handrad und deren anderes Ende den Gegenhaltkopf (13) trägt.
  5. 5. Vorrichtung zum Verbinden und Lösen von Druckstück (39) und Stauchkopf (40) nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß ein am Stauchkopf sitzender abgefederter Schnappbolzen (41 in ,Fig. 9) . . mit einer Nase (44) in eine mit schiefer Ebene versehene Rast (43) der Bolzenführung und mit Seinem Schnappende in das Loch einer ebenfalls mit schiefer Ebene versehenen Zunge (42) des Druckstückes greift.
  6. 6. Vorrichtung zum Verschieben des
    Stauchkopfes mit' oder ohne Stauchrahmen nach Anspruch 2 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zylinder (53) mit Vor- und Rücksteuerung für den Zylinderkolben am Maschinengestell befestigt und dessen Kolbenstange (54) an den Stauchkppf in gleichgerichteter Ebene angelenkt ist.
  7. 7. Vorrichtung zum selbsttätigen Schenkelstützen und Anpassen an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Führungsschilde (1 und 3) des Gegenhalters durch ein Querstück (18) fest verbunden sind und an ihren Innenseiten je einen zu den Gelenken konzentrischen Kreisbogen-. schlitz (21 und 22) für die Gleitzapfen (19 und 20) des Gegenhaltbügels und je einen keilförmigen Kreisbogenwulst (23 und 24) besitzen, welch letztere sich gegen die Außenbacken von Spannkopf oder Bügelumschließung legen, ;
  8. 8. Vorrichtung zum Schenkelstützen und Anpassen an Schenkelstärke und Bügelbreite nach außen von Hand nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden mit dem Gegenhaltbügel fest verbundenen Zugstangen (30 und 31) des Gegenhalters durch ein Verbindungsstück (33) verbunden sind, an dem eine quer zum Werkstück verschiebbare Spannbrücke (34) mit Einstellexzenter
    (35) Sitzt. ,;
  9. 9. Vorrichtung zum selbsttätigen Innen- und Außenanpassen an Schenkelstärke und Bügelbreite, dadurch gekennzeichnet, daß je eine um Gelenke (63, 64 und 65, 66) drehbare Außen- und Innenbacke (57, 60 und 58, 59) der die Bügelschenkel umfassenden Backen (57, 58, 59, 60) eines um einen gemeinsamen Drehpunkt (56) schwenkbaren Spannmaules durch je ein*Verbindungsstück (62 und 61) verbunden sind.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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