DE307995C - - Google Patents
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- DE307995C DE307995C DENDAT307995D DE307995DA DE307995C DE 307995 C DE307995 C DE 307995C DE NDAT307995 D DENDAT307995 D DE NDAT307995D DE 307995D A DE307995D A DE 307995DA DE 307995 C DE307995 C DE 307995C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F24—HEATING; RANGES; VENTILATING
- F24D—DOMESTIC- OR SPACE-HEATING SYSTEMS, e.g. CENTRAL HEATING SYSTEMS; DOMESTIC HOT-WATER SUPPLY SYSTEMS; ELEMENTS OR COMPONENTS THEREFOR
- F24D19/00—Details
- F24D19/10—Arrangement or mounting of control or safety devices
- F24D19/1006—Arrangement or mounting of control or safety devices for water heating systems
- F24D19/1009—Arrangement or mounting of control or safety devices for water heating systems for central heating
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36 c. GRUPPE
KARL SCHMIDT in DRESDEN. Schnellumlaufsicherung für Warmwasserheizungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26, November 1912 ab.
Um die Warmwasserheizungen gegen unzulässige Drucksteigerungen zu schützen, wird
. gewöhnlich eine zu einem Ausdehnungsgefäß führende .Ausdehnungsleitung verwendet.
Vom System absperrbare Kessel, soweit sie nicht durch ein eigenes Sicherheitsventil geschützt
sind, werden entweder durch eine Umgehungsleitung mit dem System oder durch
ein dünnes Ausdehnungsrohr mit dem" Ausdehnungsgefäß unmittelbar verbunden.
Diese Anlagen kochten leicht über und mußten deshalb ein weites Überlaufrohr haben, und
da dieses bei der meist plötzlich eintretenden Dampfbildung das herausgedrückte Wasser
auch nicht immer fassen konnte, so wurde noch eine Wasserfangtasse unter dem Ausdehnungsgefäß
angeordnet, tun das über den Rand überfließende Wasser aufzufangen.
Die bisher beschriebenen Sicherungen sorgten im wesentlichen nur für die -normale Ausdehnung des Wassers im System und wurden dementsprechend bemessen.
Die bisher beschriebenen Sicherungen sorgten im wesentlichen nur für die -normale Ausdehnung des Wassers im System und wurden dementsprechend bemessen.
Um ein Ausglühen des Kessels durch Abdampfen des Kesselwassers zu verhindern,
wurde eine schwache Umgehung der Rücklaufsabsperrung angeordnet, die möglichst nur
so viel Wasser zulaufen ließ, als der Kessel im ungünstigsten Falle verdampft. Weitere Umgehungen· der Rücklauf absperrung wurden ver-
mieden, da bei Schaltung der Vorlaufumgehung auf Atmosphäre sonst zu große Wasserverluste
aus dem System eintreten könnten.
Der abgesperrte Kessel wird hierbei als
Dampfkessel betrachtet und die Sicherungen bezwecken, den Kessel keinem gefahrbringenden Drucke auszusetzen, nehmen aber auf die
Sicherung des Heizsystems keine Rücksicht.
Die neue Sicherheitsvorrichtung bezweckt, den Wasserkessel als-solchen zu erhalten, also
zu verhindern, daß er sich aus einem Warmwasserin einen Dampferzeuger verwandelt.
Sie besteht darin, daß bei Eintritt einer Hemmung des beabsichtigten Umlaufes in der
Warmwasserheizungsanlage diese sich unter Benutzung eines Aushilfesystems in eineSchnell-Stromheizungsanlage
selbsttätig umwandelt, und zwar derartig, daß eine vom Kessel abgehende, von ihm nicht absperrbare Rohrleitung
S die Leistungen der Vorlauf- und Motorleitung dieser Schnellumlauf heizung übernimmt
und daß das geförderte Heißwasser, nach Ausscheiden des mitgeführten Dampfes
durch eine Rückkühlanlagej als welche die Heizanlage selbst dienen kann, gekühlt, dem
Kessel ungehindert wieder zuströmt. Die Ein-; zelteile dieser Schnellstromheizung, nämlich
die als neuer Vorlauf arbeitende Leitung S, die das Heißwasser nach dem Heizsystem zurückführende
Leitung F und die Umgehungen der Absperrvorrichtungen des Systems, sind nach den Regeln für Schnellstromheizungen
gegeneinander abzustimmen.
Das die Stauwärme abführende Rohr S (im folgenden als Motorstandrohr bezeichnet) hat
die Zwecke eines Standrohres und dient gleichzeitig als Motorrohr im Sinne der Schnellstromheizungen.
Die Leitung F führt das heiße Wasser nach
der Rückkühlanlage und wird als Rückkühlrohr bezeichnet. Kann das Rückkühlrohr die
Kesselspeisung nicht voll übernehmen, so muß noch eine Hilfsspeiseleitung F, ausgeführt werden.
Die Schnellstromsicherung bietet folgende Vorteile:
i. Die Umtriebskraft ergibt sich aus dem
Gewichtsunterschied zwischen Vor- und Rück-. laufwassersäule. Die Umtriebskraft wird also
um so größer, je tiefer das zum Kessel zurücklaufende Wasser heruntergekühlt wird. Eine
ίο möglichst tiefe Abkühlung ist zu erreichen,
wenn die Wärmedurchgangsflächen des ganzen Heizsystems zur Verfügung stehen. Je kalter
andererseits das dem Kessel zuströmende Wasser ist, desto kleiner kann seine Menge im
Verhältnis zu der vom Kessel abzuführenden Wassermenge sein. Wiederum können die Abmessungen
der Aushilfs-Schnellumlaufsheizung um so enger sein, je weniger Wasser darin
umzulaufen braucht. Bei gleichem Rohrwider- stand kann überdies erwärmtes Wasser oder
Dampfwassergemisch mehr Wärme , als die gleiche Raumeinheit Dampf abführen, während
auf die Gewichtseinheit bezogen, Dampf natürlich mehr Wärmeeinheiten fordert als Wasser.
Durch die Schnellstromsicherung wird also die Betriebskraft vergrößert und die durch
. diese Kraft zu leistende Arbeit vermindert
und ein günstigeres Wärmebeförderungsmittel eingeführt.
Alle diese Punkte wirken auf eine Verkleinerung der Abmessungen der Schnellstromsicherung
hin.
2. Da alles durch das Motorstandrohr S geförderte Wasser durch das Rückkühlrohr F
zum Kessel zurückgeleitet wird, so entstehen keine Wasserverluste. Der im Motorrohr sich
bildende Dampf macht so wenig aus, daß der Wasserspiegel im Ausdehnungsgefäß nur wenige
Zentimeter sinkt.
\μ> 3. Durch die Erhaltung des Wassers im Ausdehnungsgefäß
bleibt der Höhenunterschied zwischen dem Ausdehnungsgefäß und der Einmündung des Motorstandrohres stets annähernd
gleich. Das Wiederangehen der Sicherheitsanlage wird also erleichtert und die Umwälzarbeit
bleibt bei allen Überwurfsperioden dieselbe.
Als Kühlkörper werden zweckmäßig die Heizkörper und das Heizsystem verwendet.
Die Heizkörperabsperrungen müssen dabei so ausgeführt werden, daß der für die Wasserrückleitung
erforderliche Querschnitt nicht unterschritten Vird, z. B, durch Umgehungsleitungen
der Absperrhähne Du (Fig. 1) oder Ausführung einiger S.tränge im Einrohrsystem. Kann
der erforderliche Querschnitt nur zum Teil oder gar nicht im System in der vorgedachten Weise
gesichert werden, so muß eine besondere Hilfsspeiseleitung E ausgeführt werden.
. Die Hauptrücklaufabsperrung vor dem Kessel muß derartig umgangen werden, daß der
für die Wasserrückleitung erforderliche Querschnitt gewährleistet bleibt.
Das mit der ehemaligen Ausdehnungsleitung zweckmäßig zu vereinigende Rückkühlrohr F
hat einen weitergehenden Zweck. Seine Bemessung hat deshalb nicht mehr nach den Erfordernissen der Ausdehnung des Wassers
zu erfolgen, sondern nach den höheren Anforderungen der Schnellumlauf sicherung.
Fig. ι stellt schematisch eine Pumpen warmwasserheizung
dar. Das im Kessel K erwärmte Wasser wird mittels der Pumpe P in die Vorlaufleitung
B gefördert. Nach Abscheidung der Luft im Ausdehnungsgefäß Z strömt das warme
Wasser nach "den Heizkörpern und durch die mittels des Hauptabsperrventiles V1 absperrbare
Rücklauf leitung nach dem Kessel if zurück. Tritt eine Hemmung des soeben beschriebenen
gewöhnlichen Umlaufes ein, so schaltet sich die Schnellumlaufsicherung selbst-'
tätig ein. Das heiße Wasser strömt dabei durch das Motorstandrohr S nach dem Ausdehnungsgefäß
A und schüttet bei α oberhalb des Wasserspiegels aus. Hier scheidet sich der
Dampf vom Wasser. Der Dampf strömt durch die Wrasenleitung W ab. Das heiße Wasser
strömt durch das Rückkühlrohr F in den Vorlauf der Warmwasserheizung. Das Rückkühlrohr
F kann sowohl bei d an das Motorstandrohr S unmittelbar angeschlossen werden (F1),
als auch an die Überlauf leitung bei e (F2).
Wenn das Hilfsspeiserohr E gänzlich weggelassen wird, so sind einige Heizkörper mit Umgehung
und Dreiwegvorrichtung Du zu versehen. Ferner muß die Absperrvorrichtung F1
am Hauptrücklauf mit einer Umgehung und einer Dreiwegvorrichtung De ausgestattet werden,
die es ermöglicht, den Kessel entweder mit der Warmwasserheizung oder der Atmo-Vioo
sphäre zu verbinden.
Fig. 2 stellt die' Anordnung bei Verteilung der Rohrleitung von unten dar. Bei Verwendung
trockener Luftleitungen kann die wagerechte Leitung Y, welche die einzelnen senkrechten
Luftleitungen L sammelt, bei entsprechender Bemessung unmittelbar als oberer
Teil des Motorstandrohres S verwendet werden. Das überkochende Wasser läuft hierbei bereits
durch die senkrechten Einzelluftleitungen L dem System wieder zu. Die senkrechten Luftleitungen
dienen somit gleichzeitig als Rückkühlrohre, während die wagerechte Leitung gleichzeitig als Teil des Motorstandrohres und
als Luft- und Rückkühlleitung arbeitet.
Nach Fig. 3 wird das Rückkühlrohr. F unterhalb des Wasserspiegels des Ausdehnungsgefäßes
A eingebunden. Es kann dann ein besonderes Ausdehnungsrohr entbehrt werden.
Bedienen mehrere Kessel ein System gemeinsam, so braucht man nur ein Rücklauf rohr F
für dieses System anzuordnen.
Die Motorstandrohre (S1, S2, S3) müssen jedoch
für .jeden Kessel gesondert hoch geführt werden, um jeden Kessel für sich regeln und
abstellen zu können.
Eine Vereinigung der Motorstandrohre würde,
das Angehen eines Einzelkess,els unmöglich machen, da die Dampfblasen durch aus den
Nebenkesseln mitgerissenes Wasser unter Wasserschlagbildung verdichtet werden würden.
ίο Das Standrohr würde also nicht die Wirkung
eines Motorrohres übernehmen können.
Die Wirkungsweise der Schnellstromsicherung ist die folgende:
Bei Eintritt einer Umlaufhemmung steigt die Temperatur im Kessel. Bevor sich Dampf
bildet, steigen die der Dampfbildung vorangehenden Luftblasen in dem Motorstandrohr S
hoch und erleichtern die Wassersäule in ihm. Sobald die Wassersäule sich bis zum Uberlauf
α in das Ausdehnungsgefäß A gehoben
hat, strömt das Wasser- und später das Luft-, Dampf- und Wassergemisch über. Luft, Dampf
und Wasser Scheiden sich im Ausdehnungsgefäß voneinander. Das 100 ° C warme Wasser
strömt durch das Rückkühlrohr F· nach dem Heizsystem, wo es in den Leitungen und den
Heizkörpern gekühlt wird. Von hier strömt es dann dem Kessel wieder zu.
Das Sicherheitssystem wird für die bei irgendeiner Umlaufhemmung etwa mögliche größte
Wärmestauung der gleichzeitig zu betreibenden Kessel berechnet. Kommt aber nur ein Kes·
sei und dieser überdies bei schwacher Beanspruchung zur Dampfbildung, so fällt sofort
nach Einleitung der Schnellstromsicherung die Temperatur im Motorstandrohr und im Kessel
sehr schnell, und sobald die Temperatur im Motorstandrohr auf etwa 100° C gefallen ist,
wird die? Schnellstromsicherung wieder selbsttätig unterbrochen.
Wenn die Umlaufhemmung noch weiter besteht, so steigt die Kesseltemperatur wieder
von neuem an bis zur Dampfbildung und eine neue Überwurfperiode beginnt. Dieses Spiel
setzt sich so lange fort, bis der Brennstoff abgebrannt ist, sofern nicht schon vorher durch
Eingreifen des Heizers Abhilfe geschaffen worden ist. Nach Beendigung der ersten Überwurfperiode
kann beim Fehlen des Rückkühlrohres F so viel Wasser aus dem System durch
den Überlauf ausgeworfen sein, daß der Wasserspiegel des Systems etwa bis an die Heizkörper
des obersten Stockwerkes gesunken ist. Natürlich stellt sich auch der Wasserstand im
Motorstandrohr S und im Hilfsspeiserohr E in entsprechender Höhe ein. Wenn jetzt der
Kessel wieder zum Überwerfen kommen soll, so muß das Wasser im Sicherheitsrohr S um
die Stockwerkshöhe, etwa 4 m, erleichtert wer^ den, was aber erst möglich ist, wenn sich der
Wassersäule im Motorstandrohr eine entsprechende Menge Dampf zugemischt hat. Das Angehen
der Sicherheitsvorrichtung wird also bei jeder späteren Überwurfperiode und bei jeder
weiteren Absenkung erschwert werden. Ist aber das Rückkühlrohr F vorhanden, so senkt
sich der Wasserstand im Gefäß A nur um die wirklich verdampfte Wässermenge, die nur
wenige Zentimeter Wassersäule beträgt. Es wird also durch Anordnung des Rückkühlrohres
F das ganze Heizsystem wieder eingeschaltet, nur daß das Heißwasser nicht durch
den Vorlaufs, sondern über den Umweg durch das Aushilfssystem, nämlich das Motorstandrohr
S, das Gefäß A, das Rückkühlrohr F und 75-die Heizkörper zum Kessel zurückgelangt.
Die gefährdete Warmwasserheizung verwandelt sich nur aus einer Schwerkraft- oder Pumpenheizung
in eine Schnellumlaufheizung.
• . . ■'.■"-
Claims (1)
- Patent-Anspruch: .Schnellumlaufsicherung für Warmwasserheizungen mit gegen das System absperrbaren Kesseln, gekennzeichnet durch ein vom Kessel abgehendes unabsperrbares Sicherheitsrohr (S) und ein vom oberen Ende des Sicherheitsrohres. (S) und vom Ausdehnungsgefäß (A) oder nur vom Ausdehnungsgefäß (A) abzweigendes Rückkühlrohr (F), durch das bei Eintritt einer Hemmung des regelmäßigen Umlaufes der Warmwasserheizungsanlage das geförderte heiße Wasser nach Ausscheiden von Dampf nach einer Rückkühlanlage geführt wird, von wo es dem Kessel ungehindert wieder zuströmt, während eine oder mehrere in dem Rückkühlrohr (F) oder der Rückkühlanlage vorhandene Absperrvorrichtungen als Dreiwegvorrichtung mit Umgehungsleitungen (De und Du) ausgebildet sind.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE307995C true DE307995C (de) |
Family
ID=561290
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT307995D Active DE307995C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE307995C (de) |
-
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- DE DENDAT307995D patent/DE307995C/de active Active
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