DE3047191C2 - Verfahren zur Herstellung eines Formteils aus Polyamid - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Formteils aus PolyamidInfo
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- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
Description
dadurch gekennzeichnet.
20
— daß als Kern ein Metallkörper vertikal in die Form eingesetzt wird,
— daß die Schmelze von unten mit einer Temperatur in die Form eingebracht wird und
eine Temperaturdifferenz von höchstens 300C
unterhalb der Temperatur von Form und Metallkörper aufweist,
— daß das Formteil gesteuert so abgekühlt wird, daß sich innerhalb des Formteils keine Temperaturdifferenz
von mehr als 15° C ergibt,
— und daß das Verhältnis der Außenabmessungen von Formteil und Metallkörper größer oder
gleich 1,9 gewählt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Metallkörper mit äußerer Profilierung
verwendet wird.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines einen inneren Hohlraum aufweisenden Formteils
aus Polyamid durch anionische Blockpolymerisation, bei welchem in eine die äußere Gestalt des Formteils
bestimmende Form zunächst ein Kern eingesetzt wird, danach Form und Kern auf die gleiche Temperatur
erwärmt werden, anschließend eine aus mindestens zwei Polyamidtypen bestehende Schmelze, deren Temperatur
niedriger als die Temperatur von Form und Kern ist, in die Form eingebracht wird und abschließend das
Formteil in der Form abgekühlt wird.
Ein derartiges Verfahren ist aus der DD-PS 78 877 bekannt. Es sollen mit dem in dieser Patentschrift
beschriebenen Verfahren die Schwierigkeiten umgangen werden, die sich bei der Herstellung von
Gießkörpern aus Polyamid ergeben, wenn die Schmelze beispielsweise direkt an einen aus Metall bestehenden
Kern gegossen wird. Ein Gießkörper aus Polyamid unierliegt nämlich während di-r Polymerisation und W
beim Abkühlen einem Schwund, der eine Volumenkontraktion von etwa 15% im Gießkörper bedeutet. Es
werden daher im Gießkörper erhebliche Spannungen erzeugt, die dazu führen können, daß der Gießkörper
beschädigt wird oder sogar zerspringt. Um diese Gefahr auszuschließen, wird bei diesem bekannten Verfahren
ein Kern verwendet, der aus einem Metallkörper und einer denselben umgebenden elastischen Schicht aus
Silikonkautschuk besteht. Dieser beschichtete Kern wird in eine Form eingebracht und gemeinsam mit
derselben erwärmt. Danach wird die eine niedrigere Temperatur als Kern und Form aufweisende Schmelze
in die Form eingebracht. Die Schmelze kann dabei bis zu 200C kälter als Kern und Form sein. Der Gießkörper
drückt dann durch seine bei Polymerisation und Abkühlung auftretende Volumenkontraktion die elastische
Schicht auf dem Kern fest zusammen und der fertige Polyamidkörper sitzt ohne Beschädigungsgefahr
fest auf dem Kern. Dieses bekannte Verfahren ist wegen der auf den Kern aufzubringenden elastischen Schicht
aufwendig und teuer, da zusätzliches Material und ein zusätzlicher Arbeitsgang benötigt werden. Außerdem
verbleibt das Material dieser Schicht im fertigen Bauteil als Zwischenschicht Axial und in Umfangsrichtung auf
den Polyamidkörper einwirkende Kräfte turnen daher
leicht zu einer Lösung des Kerns aus dem Polyamidkörper führen, so daß das gesamte Formteil unbrauchbar
wird.
Die DE-OS 19 10 175 beschreibt ebenfalls ein
Verfahren zur Herstellung von Formkörpern aus Polyamid durch Gießen einer Schmelze in eine Form. Es
sollen hier aber nur homogene Polyamidkörper ohne einen eingegossenen Kern aus einem anderen Material
hergestellt werden. Die beim Eingießen derartiger Kerne entstehenden Schwierigkeiten, wie sie aus der
obenerwähnten DD-PS 78 877 hervorgehen, treten hier nicht auf. Es wird in dieser Druckschrift erwähnt, daß die
Temperatur der Masse (Schmelze) in jedem Polymerisationsstadium in jedem Volumenteil gleich sein sollte, um
Lunker und Spannungen zu vermeiden. Dieser Hinweis bezieht sich nur auf die Polymerisationsphase der
Schmelze und dabei insbesondere auf die Teile in der Nähe der Formwand, die zur Vermeidung von
Temperaturunterschieden in der Schmelze beheizt werden kann. Weiterhin ist in dieser Druckschrift
angegeben, daß die Temperatur der Form auf das arithmetische Mittel zwischen Anfangs- und Endtemperatur
der reagierenden Schmelze eingestellt werden kann, die sich während der Polymerisation durch
chemische Reaktion um 50 bis 55° C erhöht. Die Form hat dann also auf jeden Fall eine höhere Temperatur als
die Schmelze.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren anzugeben, mit dem ein durch Gießen
hergestelltes Formteil aus Polyamid ohne zusätzlichen Aufwand und insbesondere ohne den Einsatz einer
Zwischenschicht mechanisch fest nv.i einem Metallkörper
verbunden werden kann.
Diese Aufgabe wird bei einem Verfahren der eingangs geschilderten Art gemäß der Erfindung
dadurch gelöst,
— daß als Kern ein Metallkörper vertikal in die Form eingesetzt wird.
— daß die Schmelze von unten mit einer Temperatur in die Form eingebracht wird und eine Temperaturdifferenz
von höchstens 300C unterhalb der Temperatur von Form und Metallkörper aufweist.
— daß das Formteil gesteuert so abgekühlt wird, daß sich innerhalb des Formteils keine Temperaturdifferenz
von mehr als 15° C ergibt
— und daß das Verhältnis der Außenabmcssungen von Formteil und Metallkörper größer oder gleich
1.9 gewählt wird.
Mit diesem Verfahren ist auf einfache Weise und ohne
Einsatz zusatzlicher Teile sichergestellt, daß zwischen
dem Metallkörper und dem Polyamidkörper ein so fester Verbund besteht, daß auch große Kräfte, die axial
oder in Umfangsrichtung auf den Polyamidkörper einwirken, voll auf den Metallkörper übertragen
werden. Erreicht wird dies einerseits durch die gezielte Erwärmung der Schmelze im Verhältnis zur Temperatur
von Form und Metallkörper und andererseits durch die genau gesteuerte Abkühlung des Formteils nach
Beendigung der Polymerisationsphase. Von Bedeutung ist dabei auch, daß die Außenabmessungen von Formteil
und Metallkörper so aufeinander abgestimmt werden, daß ein Mindestmaß für die Wandstärke des gegossenen
Polyamid-Formteils nicht unterschritten wird. Der feste Verbund zwischen dem Polyamid-Formteil und dem
Metallkörper ist so ohne vermittelnde Zwischenschicht direkt hergestellt
In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein Metallkörper verwendet, der eine Profilierung aufweist.
Neben dem festen Verbund von Formteil und Metallkörper ergibt sich dadurch zusätzlich noch der
Effekt einer Verklammerung zwischen beiden Teilen.
Das Verfahren nach der Erfindung wird im folgenden als Ausführungsbeispiel erläutert. Es ist beispielsweise
bei der Herstellung von Walzen und Transportschnekken
anwendbar, bei denen hohe Querkräfte aufgenommen oder Schwingungen abgebaut werden müssen.
In eine Standguß-Form, deren Höhe im Verhältnis zu ihrem lichten Durchmesser relativ groß ist, wird ein
Metallkörper, zum Beispiel eine Spindel oder ein Rohr, zentrisch eingebracht und fixiert. Form und Metallkörper
werden gemeinsam auf Arbeitstemperatur erwärmt, beispielsweise auf eine Temperatur von 120 bis 135° C.
Nach Erreichen der Arbeitstemperatur wird ein Copolymerisat des Polyamids langsam von unten in die
Form eingefüllt Bei dem Copolymerisat handelt es sich um ein Gemisch aus zwei Guß-Polyamidtypen, wobei
jede Type eine unterschiedliche Anzahl von CH2-Gruppen aufweist.
Beim Ausfüllen des ringförmigen Spalts zwischen Form und Metallkörper sollte die Steiggeschwindigkeit
der Schmelze zwei Meter pro Minute nicht überschreiten. Die Temperatur der Schmelze liegt hier ca. 200C
unterhalb der Temperatur von Form und Metallkörper. Nach Beendigung des Gießvorganges wird das gefertigte
Formteil in der eigenen Wärme langsam abgekühlt, und zwar so, daß an keiner Stelle des Formteils eine
Temperaturdifferenz von mehr als 15°C auftritt.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung eines einen inneren Hohlraum aufweisenden Formteils aus Polyamid
durch anionische Blockpolymerisation, bei welchem
— in eine die äußere Gestalt des Formteils bestimmende Form zunächst ein Kern eingesetzt
wird,
— danach Form und Kern auf die gleiche Temperatur erwärmt werden,
— anschließend eine aus mindestens zwei Poiyamidtypen
bestehende Schmelze, deren Temperatur niedriger als die Temperatur von Form
und Kern ist, in die Form eingebracht wird
— und abschließend das Formteil in der Form abgekühlt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803047191 DE3047191C2 (de) | 1980-12-15 | 1980-12-15 | Verfahren zur Herstellung eines Formteils aus Polyamid |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19803047191 DE3047191C2 (de) | 1980-12-15 | 1980-12-15 | Verfahren zur Herstellung eines Formteils aus Polyamid |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3047191A1 DE3047191A1 (de) | 1982-07-01 |
| DE3047191C2 true DE3047191C2 (de) | 1983-08-18 |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803047191 Expired DE3047191C2 (de) | 1980-12-15 | 1980-12-15 | Verfahren zur Herstellung eines Formteils aus Polyamid |
Country Status (1)
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Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
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-
1980
- 1980-12-15 DE DE19803047191 patent/DE3047191C2/de not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| DE3047191A1 (de) | 1982-07-01 |
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