DE3043833A1 - Rohr und transport von wasser und/oder heisswasser sowie fuer eine verwendung als waermeaustauscher - Google Patents
Rohr und transport von wasser und/oder heisswasser sowie fuer eine verwendung als waermeaustauscherInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Rohr auf Kupferlegierungsbasis zum Transportieren von Trinkwasser sowie für eine
Verwendung als Wärmeaustauscher und befaßt sich insbesondere mit einer Legierung auf Kupferbasis, die zur Herstellung
eines Wasser- und/oder Heißwasserrohres sowie zur Herstellung eines Wärmeaustauscherrohres etc. geeignet
ist und nicht nur eine ausgezeichnete Korrosionsbeständigkeit, besitzt, sondern auch gut vergießbar und verarbeitbar
ist, eine hohe Festigkeit, eine gute Verlötbarkeit (oder Hartlötbarkeit) sowie andere Eigenschaften besitzt.
Es ist bekannt, daß Kupfer (Cu) oder Legierungen auf Kupferbasis vorzugsweise zur Herstellung von Rohren für Wasser
und/oder Heißwasser sowie als Wärmeaustauscherrohre verwendet werden infolge ihrer guten Dauerfestigkeit, Verarbeitbarkeit
und ihres Wärmeübertragungsvermögens. Einer der Nachteile von Rohren auf Kupferbasis liegt darin, daß
eine erhebliche Menge an Kupfer(II)-ionen in fließendes
oder stehendes Wasser (oder heißes Wasser) bei bestimmten Wasserqualitäten und bestimmten Wasserverwendungszwecken
abgegeben werden.- In einigen dieser Fälle, beispielsweise
dann, wenn derartige Legierungen auf Kupferbasis zur Herstellung von Rohren zum Transportieren von Wasser und/oder
Heißwasser in Haushalten eingesetzt werden, übersteigt die Herauslösung an Kupfer(II)-ionen die maximale Grenze,
die von dem Health and Welfare Ministry of Japan festgelegt wird (1966: Cu- 1,0 ppm im Falle von für Arbeitszwecke eingesetztem Wasser), so daß weiße Kleidungsstücke,
Handtücher etc. bläulich verfärbt werden.
Es stellte sich daher die Aufgabe, zweckmäßige Materialien zur Herstellung von Rohren und ähnlichen Teilen, die für
die Zufuhr von Wasser (oder Heißwasser), insbesondere für den Transport von für Arbeitszwecke dienendem Wasser, zur
Verfügung zu stellen, bei deren Einsatz nicht mehr die Ge-
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fahr einer Verschlechterung der Wasserqualität besteht.
In der JP-PS 964 34 7 wird die Verwendung einer Kupferlegierung beschrieben, die 0,05 bis 2,8 % Mg oder 0,05 bis
2,8 % Mg und 0,005 bis 1,0 % Ca enthält, wobei aus dieser
Legierung nur noch wenige Kupfer(II)-ionen herausgelöst und in Wasser abgegeben werden.
Eine derartige Legierung, die Mg oder Mg und Ca enthält, gibt zwar wenig Kupfer(II)-ionen ab, ist jedoch noch mit
dem einen oder anderen der nachstehend angegebenen Nachteile behaftet; (1) einer möglichen Oxidation der Komponente
Magnesium oder einer möglichen Verschmutzung durch einige oxidierte Substanzen von Magnesium in der Legierung beim
Schmelzen und Gießen, so daß die Qualität von Rohblöcken und Barren zur Herstellung von Legierungsrohren verschlechtert
wird; (2) einer möglichen Rißbildung der hergestellten Rohre während der Heiß- und Kaltverarbeitung und dementsprechend
eine Qualitätsverminderung und (3) einer Erhöhung des Ausschusses, so daß die Kosten der Rohre nicht
unerheblich sind.
Mit der Zielsetzung, die den herkömmlichen Cu-Mg-Legierungen oder Cu-Mg-Ca-Legierungen anhaftenden Nachteile zu beseitigen,
kann man auf eine andere Herstellungsmethode zurückgreifen, und zwar auf ein Schmelzen und Gießen einer
Legierung in einem Inertgas zur Verminderung einer Oxidation von Mg, wobei es jedoch erforderlich ist, einen Vakuumschmelzofen
einzusetzen. Dieses Verfahren eignet sich jedoch nicht für ein kontinuierliches oder halbkontinuierliches
Gießverfahren und ist daher bezüglich der Produktivität
sowie der Gestehungskosten uninteressant.
Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, eine Legierung auf Kupferbasis zu schaffen, die zur Herstellung
von Rohren für Wasser (oder Heißwasser) oder zur Herstellung von Wärmeaustauschern verwendet werden kann, wenige
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Kupfer(II)-ionen abgibt und nicht mehr die Nachteile der
bekannten Legierungen besitzt.
Diese Aufgabe wird durch die Erfindung gemäß dem Patentanspruch gelöst.
Durch die Erfindung wird eine Legierung auf Kupferbasis geschaffen, durch welche die herkömmlichen korrosionsbeständigen
Cu-Mg-Legierungen oder Cu-Mg-Ca-Legierungen bezüglich ihrer Vergießbarkeit, Verarbeitbarkeit, Lötbarkeit
etc. verbessert werden.
Die erfindungsgemäßen Legierungen auf Kupferbasis zeichnen
sich dadurch aus, daß sie eine Zusammensetzung aus (a) 0,05 bis 2,8 Gew.-% Mg (Magnesium) oder 0,05 bis 2,8 Gew.-%
Mg und. 0,005 bis 1,0 % Ca (Calcium); (b) 0,01 bis 0,6 Gew.-% Al (Aluminium) und/oder 0,01 bis 0,4 Gew.-% Si (Silicium)
besitzen, während (c) der Rest im wesentlichen aus Cu (Kupfer) besteht. Eine derartige Legierung besitzt eine
verbesserte Vergießbarkeit im Vergleich zu einer herkömmlichen Cu-Mg-Legierung und einer herkömmlichen Cu-Mg-Ca-Legierung,
ohne daß dabei die Produktionskosten wesentlich steigen. Außerdem besitzt sie eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit,
Verarbeitbarkeit, Festigkeit und Lötbarkeit, d. h. wesentliche Merkmale, die für die Herstellung von
Rohren für Wasser (oder Heißwasser) oder für die Herstellung von Wärmeaustauschern erforderlich sind.
Die erfindungsgemäße Legierung auf Kupferbasis sollte zur
Einschränkung der Herauslösung von Kupfer(II)-ionen nur Magnesium oder Magnesium und Calcium enthalten. Liegt der
Gehalt an Magnesium unterhalb 0,05 Gew.-%, dann ist die Unterdrückung der Herauslösung von Kupfer(II)-ionen nicht
zufriedenstellend. Wird der Gehalt an Magnesium erhöht, dann wird die genannte Wirkung bis zu einer Grenze von 2,8
Gew.-% verbessert. Oberhalb dieser Grenze treten andere Probleme bezüglich der Heißverarbeitbarkeit und der KaItverarbeitbarkeit
auf. Der Gehalt an Mg muß daher zwischen
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0,05 und 2,8 Gew.-% schwanken. Der Calciumgehalt muß ferner
zwischen 0,005 und 1,0 Gew.-% gehalten werden, da ein Calciumgehalt oberhalb 0,005 % in Gegenwart von Mg eine
Herauslösung von Kupfer(II)-ionen unterdrückt und andererseits ein Gehalt über 1,0 Gew.-% merklich die Verarbeitbarkeit
bei der Rohrherstellung beeinflußt. Ein Calciumgehalt in den vorstehend angegebenen Mengen wirkt sich
günstig auf das Schmelzen der Legierung im Ofen sowie auf die Abtrennung von Magnesiumoxiden aus und verhindert ferner
eine Oxidation der geschmolzenen Legierung und verbessert die Fließfähigkeit und die Vergießbarkeit der geschmolzenen
Legierung. Diese Wirkung ist insbesondere in Gegenwart von Silicium ausgeprägt.
Die erfindungsgemäße Legierung auf Kupferbasis enthält ferner zur Erreichung der vorstehend umrissenen Ziele als Komponente
Al oder Si getrennt oder vorzugsweise Al und Si gemeinsam. Das Aluminium erleichtert die Abtrennung von Magnesiumoxiden
aus der geschmolzenen Legierung, verhindert eine Oxidation der geschmolzenen Legierung und verbessert
die Fließfähigkeit und die Vergießbarkeit der geschmolzenen Legierung, sofern dieses Element der Legierung in einer Menge
von mehr als 0,01 Gew.-% vorliegt. Diese Wirkung wird weiter erhöht, wenn Aluminium zusammen mit Silicium verwendet
wird, übersteigt andererseits der Al-Gehalt 0,6 Gew.-%,
dann wird die Festigkeit der Legierung so hoch, daß die Verarbeitbarkeit bei der Herstellung von Rohren verschlechtert
wird, so daß die Anzahl der Anlaßprozesse bei der Herstellung von Rohren erhöht werden muß. Bei einem Aluminiumgehalt
von mehr als 0,6 Gew.-% wird die Verarbeitbarkeit von aus den Legierungen hergestellten Rohren, d. h. das Biegen
oder Verstrecken, verschlechtert, desgleichen wird die Verlötbarkeit infolge einer Aluminiumoxidbildung herabgesetzt.
Der Aluminiumgehalt muß daher zwischen 0,01 und 0,6 Gew.-% liegen. Silicium verbessert genau wie Calcium und
Aluminium die Fließfähigkeit und die Vergießbarkeit der geschmolzenen Legierung, muß jedoch in der Legierung in
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einer Menge von nicht weniger als 0,01 Gew.-% vorliegen,
übersteigt der Siliciumgehalt 0/4 Gew.-%, dann wird die
Legierung wie im Falle von Al bezüglich der Verarbeitbarkeit
während des Herstellungsprozesses und der Verwendung verschlechtert. Daher muß das Silicium in einer Menge
zwischen 0,001 und 0,4 Gew.-% Vorliegen. Die erfindungsgemäße
Legierung auf Kupferbasis darf die weiter unten erwähnten Elemente entweder einzeln oder in Kombination als
unvermeidbare Verunreinigungen oder als absichtlich zugesetzte Komponenten innerhalb der Löslichkeit in festem
Zustand enthalten, sofern nicht die Qualität der Legie- ' rung beeinflußt wird:
Ni, Fe, Mn, Ag, Ti, V, Sn, Li, P, Zr, Be, Nb, B, Co,
Cr, Na, K, Ta, Te, Mo, Ba, W, Sb und Zn etc.
Das Schmelzen, Vergießen, Heißverarbeiten, Kaltverarbeiten und Anlassen der erfindungsgemäßen Legierungen erfolgt "
ähnlich der Verarbeitung eines herkömmlichen mit Phosphor endoxidierten Kupfers, was bedeutet, daß die erfindungsgemäßen
Legierungen keinen Vakuumofen oder dgl. erfordern und.andererseits ein kontinuierliches oder halbkontinuierliches
Gießen möglich ist, so daß keine Kosten durch eine Ausweitung auf dem technischen Maßstabe entstehen, da auf vorhandene
Anlagen zurückgegriffen werden kann. Die erfindungsgemäßen Legierungen sind sehr gut verarbeitbar und erleichtern
eine Rohrherstellung, ferner.besitzen sie eine
gute Korrosionsbeständigkeit, wobei nur in geringem Ausmaße Kupfer(II)-ionen aus ihnen herausgelöst werden. Sie
besitzen eine gute Festigkeit, Verarbeitbarkeit und Lötbarkeit und gestatten die Herstellung von sehr dünnen Rohren
infolge ihrer hohen Festigkeit, insbesondere infolge ihrer Festigkeit an Stellen, an denen Rohre miteinander
verlötet sind.
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Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezugnahme auf konkrete Ausführungsformen näher erläutert.
Elektrolytkupfer wird zuerst in einem Hochfrequenzschmelzofen
unter Umgebungsatmosphäre aufgeschmolzen, worauf eine vorherbestimmte Menge an Al und/oder Si und erforderlichenfalls
Ca zugesetzt wird. Es wird gut gerührt, worauf abschließend eine vorherbestimmte Menge an Mg zugegeben wird.
Aus den erhaltenen geschmolzenen Legierungen werden Barren mit einem Außendurchmesser von 254 mm nach einer.' halbkontinuierlichen
Gießmethode, hergestellt. Zur Durchführung eines experimentellen Vergleichs mit einem bekannten mit Phosphor
endoxidierten Kupfer wird eine Cu-Mg-Legierung bzw. eine Cu-Mg-Ca-Legierung entsprechend nach dem gleichen halbkontinuierlich durchgeführten Gießverfahren zu einem Barren
verformt. Die Zusammensetzung dieser Barren geht aus der folgenden Tabelle I hervor.
| Probe | Mg | Zusammensetzung (Gew.-%) | Ca | Al | Si | P | Cu | |
| Nr. | 0.06 | - | 0.02 | 0.02 | - | Rest | ||
| 1 | 0.07 | - | 0.22 | 0.21 | - | Rest | ||
| 2 | 0.05 | - | 0.57 | 0.39 | - | Rast | ||
| erfindungs gemäße Legierungen |
3 | 0.06 | - | 0.19 | - | - | Rest | |
| h | 0.05 | - | - | 0.22 | - | Rest | ||
| 5 | UOZf | - | 0.01 | 0.03 | - | Rest | ||
| 6 | 1.03 | - | 0.22 | 0.21 | Rest | |||
| 7 | 1.00 | - | 0.60 | 0.37 | - | Rest | ||
| 8 | 1.18 | - | 0.20 | - | Rest | |||
| 9 | 1.06 | - | —. | 0.22 | - | Rest | ||
| 10 | ||||||||
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Tabelle I (Fortsetzung)
| Probe | Mg | Zusaitrtiensetzung | Ca | Al | Si | (Gew.-%) | Cu | |
| ^Tr. | 2.77 | - | 0.02 | 0.01 | P | Rest | ||
| η | 2.78 | - | 0.58 | 0.^0 | - | Rest | ||
| erfindungs- | 12 | 0.05 | 0.006 | 0.02 | 0.08 | - | Rest | |
| gemäße Legierungen |
13 | 0.05 | 0.98 | 0.53 | 0.31 | - | Rest | |
| 0.97 | 0.020 | 0.19 | 0.21 | - | Rest | |||
| 15 | 1.05 | 0.017 | 0.22 | - | - | Rest | ||
| 16 | 1.01 | 0.021 | — | 0.18 | - | Rest | ||
| 17 | 2.80 | 0.005 | 0.13 | 0.02 | - | Rest | ||
| 18 | 2.68 | 0.90 | 0.57 | - | - | Rest | ||
| 19 | 2.71 | 0.61 | — | 0.38 | - | Rest | ||
| andere. | 20 | 1.10 | - | - | - | - | Rest | |
| Legierungen für |
21 | 2.71 | - | - | - | - | Rest | |
| Vergleichs zwecke |
22 | 1.07 | 0.05 | - | - | - | Rest | |
| 23 | - | - | - | - | - | Rest | ||
| 1.20 | - | 1.30 | 0.60 | 0.026 | Rest | |||
| 25 | 1.07 | - | 0.71 | 1.10 | - | Rest | ||
| 26 | - | |||||||
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Alle Barren werden durch Heißextrusion und Kaltverarbeiten zu.Rohren mit einem Außendurchmesser von 22,22 mm
und einer Wanddicke von 0,81 mm verarbeitet. Die Proben Nr. 1 bis 24 erfordern kein zwischenzeitliches Anlassen,
während die Proben 25 und 26 in unvermeidbarer Weise einmal angelassen werden müssen. Die Rohre 1 bis 24 werden
in der nachfolgend beschriebenen Weise getestet.
Die Fig. 1 zeigt die Länge der geschmolzenen Legierungen, über welche hinweg diese flüssig sind, d. h. die Testwerte
der geschmolzenen Legierungen der Probematerialien, die bei einer Temperatur von 13300C geschmolzen und in
einer normalen Wirbelgießform vergossen werden, wie sie in üblicher Weise zur Durchführung des Gießfähigkeitstests
verwendet wird. Die gute Fließfähigkeit einer geschmolzenen
Legierung spiegelt gewöhnlich ein freies Fließen des geschmolzenen
Metalls wieder, während ein schlechtes Fließvermögen bedeutet, daß das geschmolzene Metall wie eine
Paste klebrig ist und nicht frei fließt. Eine schlechte Fließfähigkeit einer geschmolzenen Legierung beruht gewöhnlich
auf darin enthaltenen Oxiden. In einem derartigen Falle besteht die Wahrscheinlichkeit, daß die erzeugten Oxide
in der geschmolzenen Legierung enthalten sind und nicht nach oben steigen, so daß die Qualität fertiger Blöcke
und Rohre verschlechtert wird. Eine geschmolzene Legierung mit guter Fließfähigkeit ist frei fließend. Dieser Zustand
wird bei der Durchführung des Tests zur Ermittlung der Flüssigkeitslänge mit "lang" bezeichnet. Eine derartige
Legierung schneidet daher bei dem Test zur Ermittlung der Vergießbarkeit mit "gut" ab. Die Flüssigkeitslänge der
erfindungsgemäßen Legierungen geht aus Fig. 1 hervor und ist sehr lang im Vergleich zu der Länge der Testproben
aus Cu-Mg-Legierungen (Nr. 21 und 22) und der Cu-Mg-Ca-Legierung (Nr. 23), woraus die gute Vergießbarkeit der erfindungsgemäßen
Legierungen hervorgeht. Die meisten dieser
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Legierungen entsprechen in ihrer Vergießbarkeit der Legierung aus mit Phosphor endoxidiertem Kupfer (Nr. 24), die
als gut vergießbare Legierung angesehen-wird.
Die Fig. 2 zeigt die Testergebnisse bezüglich der Herauslösung von Kupfer(II)-ionen unter Verwendung von Testrohren,
nachdem diese mit erhitztem Wasser mit einer Temperatur von 600C gefüllt und auf natürliche Weise 24 h abkühlen
gelassen worden sind. Die Menge an Kupfer(II)-ionen, die aus den erfindungsgemäßen Legierungen herausgelöst
werden, ist sehr gering im Vergleich zu der Menge, die im Falle eines Testrohres aus einem mit Phosphor endoxidiertem
Kupfer (IJr. 24)! festgestellt wird und praktisch vergleichbar
mit der Menge von Cu-Mg-Legierungsproben (Nr. 21 und 22) sowie im Falle einer Cu-Mg-Ca-Legierung XNr. 23) .
Die Mengen an Kupfer(II)-ionen liegt im Falle der erfindungsgemäßen
Legierung nicht oberhalb der von der Order of the Health and Welfare Ministry of Japan festgelegten
oberen Grenze von 1,0 ppm Kupfer(II)-ionen in Wasser. Daraus geht hervor, daß die erfindungsgemäßen Legierungen die gute
Korrosionsbeständigkeit der Legierungen auf Cu-Mg-Basis besitzen.
Die mechanischen Eigenschaften der Proben werden nach einem
Anlassen bei einer Temperatur von 6000C ermittelt und sind in der Tabelle II zusammengefaßt.
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- 12 Tabelle II
| \ | Probe Nr. |
Streck grenze (kgf/mn2) |
Zugfe stigkeit (kgf/imi2) |
Dehnung (SO |
| erfindungs gemäße Le- Legierungen |
7 | 13.1 | 31.8 | 49 |
| andere Le gierungen für Vergleichs zwecke |
9 | 11.9 | 30.7 | 48 |
| 10 | 12.8 | 31.4 | 50 | |
| 15 | 14.3 | 32.6 | 44 | |
| 16 | 13.9 | 31.9 | 46 | |
| 17 | 14.4 | 32.5 | 43 | |
| 21 | 9.3 | 29.7 | 49 | |
| 23 | 10.1 | 30.2 | 46 | |
| 24 | 4.3 | 24.3 | 50 |
Die erfindungsgemäßen Legierungen besitzen eine merklich höhere Festigkeit als durch Phosphor endoxidiertes Kupfer
(Nr. 24), wie aus der Tabelle II hervorgeht, und zeichnen sich durch eine etwas höhere Festigkeit aus als die Cu-Mg-Legierung
und die Cu-Mg-Ca-Legierung (Nr. 21 und 23). Die Duktilität der erfindungsgemaßen Legierungen ist vergleichbar
mit der Duktilität der Vergleichsproben.
Die erfindungsgemäßen Legierungen sind, wie aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, bezüglich der Verarbeitbarkeit,
beispielsweise bezüglich des Biegens und Expandierens von Rohren, das bei der Montage von Rohren in Kauf zu
nehmen ist, hervorragend. Die hohe Festigkeit der erfindungsgemäßen Legierungen beeinflußt nicht die vorstehend erwähnte
gute Verarbeitbarkeit, während andererseits insofern ein erheblicher wirtschaftlicher Vorteil erzielt wird, als man
die Wandstärke der Rohre herabsetzen kann.
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Alle erfindungsgemäßen Legierungen zeigen gute Ergebnisse
beim Testen von Verbindungslötstellen und Hartverbindungslötstellen unter Einsatz eines Lötmetalis (Sn-3,5 % Ag)
und Hartlötfüllmetallen (Cu-Ag-Zn-Cd, Cu-Ag-P). Sie bestehen ferner den Test zur Ermittlung von Lecks an den
verbundenen Stellen unter einem Luftdruck von 20 bar. In der Tabelle III ist die Zuglast beim Brechen der vorstehend
erwähnten verbundenen Teile tabellarisch zusammengefaßt. Aus den Ergebnissen geht hervor, daß die erfindungsgemäßen
Legierungen dem mit Phosphor endoxidierten Kupfer weit überlegen sind und auch besser sind als die Cu-Mg-Legierungsproben
(Nr. 21 und 23). Wie vorstehend erwähnt wurde, eignen sich die erfindungsgemäßen Legierungen zum Löten
(und Hartlöten) ebenso wie die bekannten Legierungen und zeichnen sich durch eine höhere Festigkeit an miteinander
verlöteten Stellen aus als die bekannten Legierungen, so daß in vorteilhafter Weise die Wandstärken von aus den
Legierungen hergestellten Rohren dünner gehalten werden können.
| Probe Nr. | Bruchlast (kg) | Cu-Ag- Zn-Cd |
Cu-Ag-P | |
| ; I I I erfindungs gemäße Lecriernryjen |
7 | Sn-3.5%Ag | 1630 | 1625 |
| andere Le gierungen für Vert: gleichs-~ zwecke |
9 | 3215 | 1600 | 1595 |
| 10 | 3190 | 1615 | 1620 | |
| 15 | 32OO | 1680 | 1695 | |
| 16 | 3295 | 1620 | 1620 | |
| 17 | 325O | 1690 | 1680 | |
| 21 | 3310 | 1550 | 1560 | |
| 23 | 3160 | 1580 | 1575 | |
| 3180 | 1255 | 1265 | ||
| 2005 |
130Ü23/0641
Leerseite
Claims (3)
1. Rohr zum Transport von Wasser und/oder Heißwasser sowie
für eine Verwendung als Wärmeaustauscher, das aus einer Legierung auf Kupferbasis hergestellt worden ist, die
im wesentlichen aus 0,05 bis 2,8 Gew.-% Magnesium und zum Rest im wesentlichen aus Kupfer besteht, dadurch
gekennzeichnet, daß die Legierung außerdem 0,01 bis 0,6 Gew.-% Aluminium und/oder 0,01 bis 0,4 Gew.-% Silicium
enthält.
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ORIGINAL INSPECTED
t MÜNCHEN M. SIEBERTSTR. 4 · POB »60720 · KABEL: MUEBOPAT ■ TEL. (OM) 4740OS · TELECOPIER XEROX 400 ■ TELEX 5-242(S
2. Rohr nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung außerdem 0,005 bis 1,0 Gew.-% Calcium enthält.
3. Rohr nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Element, ausgewählt aus der Gruppe,
die aus Ni, Fe, Mn, Ag, Ti, V, Sn, Li, P, Zr, Be, Nb, B, Co, Cr, Na, K, Ta, Te, Mo, Ba, W, Sb und Zn besteht,
innerhalb der Löslichkeit im festen Zustand in der Legierung vorliegt.
130Ö23/0641
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP15186979A JPS5675541A (en) | 1979-11-22 | 1979-11-22 | Copper alloy for water or hot water supply piping material and heat exchanger tube material |
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| DE3043833A1 true DE3043833A1 (de) | 1981-06-04 |
| DE3043833C2 DE3043833C2 (de) | 1988-07-14 |
| DE3043833C3 DE3043833C3 (de) | 1992-07-09 |
Family
ID=15527989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19803043833 Expired - Lifetime DE3043833C3 (de) | 1979-11-22 | 1980-11-20 | Verwendung einer Kupferlegierung für Rohre zum Transport von Wasser und/oder Heisswasser sowie für Wärmeaustauscher |
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| Country | Link |
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| JP (1) | JPS5675541A (de) |
| BE (1) | BE886041A (de) |
| DE (1) | DE3043833C3 (de) |
| FR (1) | FR2470323A1 (de) |
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| FR2470323A1 (fr) | 1981-05-29 |
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