DE3037865C2 - Verfahren zur Reduktion eines feinteiligen Eisenerzes zu Schwammeisen - Google Patents
Verfahren zur Reduktion eines feinteiligen Eisenerzes zu SchwammeisenInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Reduktion eines feinteiligen Eisenerzes zu Schwammeisen
in einem Bewegtbett-Reaktor mit stehendem Schacht, der im unteren Teil eine Kühlzone zur Abkühlung
des Schwammeisens und über derselben eine Reduktionszone für die Reduzierung des Eisenerzes zu
Schwammeisen aufweist, wobei ein Reduziergas durch Vergasung von festen und flüssigen fossilen Brennstoffen
mit Sauerstoff und Wasserdampf erzeugt wird, und ein Teil des darin enthaltenen Kohlendioxids abgeschieden
und das verbleibende Gas für die Reduktion von Eisenerz in der Reduktionszone des Reaktors verwendet
wird.
In der nachfolgenden Beschreibung beziehen sich die Begriffe »Reformieren«, »Reformierzone« usw. ausdrücklich
auf chemische Reaktionen durch die das H2/CO-Verhältnis des im Bewegtbett-Reaktor mit stehendem
Schacht zugeführten Reduziergases gesteigert wird.
In der Regel erfolgt die Herstellung von Schwammeisen
in einem typischen Bewegtbett-Reaktor mit stehendem Schacht in zwei Hauptstufen, und zwar wird das
Erz zunächst in einer Reduktionszone des Reaktors einer Reduktion mit einem geeigneten heißen Reduziergas
unterworfen und anschließend wird in einer Kühlzone des Reaktors die Abkühlung des entstandenen
Schwammeisens mit einem gasförmigen Kühlmittel durchgeführt Bei dem Reduziergas handelt es sK h üblicherweise
um ein vorwiegend aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff bestehendes Gas, das bei Temperaturen im
Bereich von 850 bis UOO0C, vorzugsweise 900 bis
1000° C, in den Reaktor eingeblasen wird. Das heiße
Reduziergas kann entweder am unteren Ende der Red'iktionszone in den Reaktor ein- und innerhalb des
Reaktors autwärtsgeführt werden, wobei es im Gegenstrom zum absinkenden Erz strömt, oder es kann am
oberen Ende der Reduktionszone eingegeben werde, um dann im Gleichstrom mit dem absinkenden Erz zu
strömen. Es ist bekannt, das Schwammeisen dadurch abzukühlen, daß ein Kühlgas bei verhältnismäßig niedriger
Temperatur in die Kühlzone des Reaktors ein und innerhalb des Reaktors aufwärtsgeführt wird, wobei die
Temperatur des Kühlgases zu- und die des Schwammeisens abnimmt.
Bei den bisher vorgeschlagenen Verfahren wird das für die direkte Reduktion von Eisenerzen verwendete
Reduziergas auf verschiedene Weise erzeugt, z. B. durch katalytisches Reformieren von Kohlenwasserstoffen
und Wasserdampf. Systeme, bei denen Erdgas und Wasserdampf verwendet werden, um ein Reduziergas zu
erzeugen, erfordern den Einsatz katalytischer Reformiereinheiten. In vorbekannten Verfahren, bei denen
zur Erzeugung des Reduziergases feste oder flüssige Brennstoffe anstelle von Erdgas verwendet werden,
muß das Gas zunächst angereichert werden, damit es wirkungsvoll zur Reduktion eingesetzt werden kann,
was einen zusätzlichen apparativen Aufwand notwendig macht
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Reduktionsverfahren für Eisenerz zu
schaffen, bei dem das genannte Erz mit einem durch Vergasung von festen oder flüssigen fossilen Brennstoffen
gewonnenen Reduziergas zu Schwammeisen reduziert wird, wobei das Reduziergas nach seiner Herstellung
in einer Vergasungsvorrichtung und vor seiner Verwendung zur Reduktion des Eisenerzes innerhalb
des Reaktors reformiert und behandelt wird, und das so hergestellte Reduziergas ein erhöhtes Verhältnis von
Wasserstoff zu Kohlenmonoxid aufweist, das die Reduktionsreaktionsgeschwindigkeit
des Eisenerzes wesentlich erhöht und folglich die Durchlaufzeit des Erzes durch den Reaktor verringert.
Weitere Vorteile der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung zu entnehmen.
Die vorstehende Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch das eingangs genannte Verfahren gelöst, das im
weiteren dadurch gekennzeichnet ist, daß das Reduziergas mit Wasserdampf vermischt, das entstandene Gemisch
auf eine Temperatur im Bereich von 300 bis 6000C erwärmt, das erwärmte Gemisch durch eine im
oberen Teil des Reaktors über der Reduktionszone vorgesehene Reformierzone geleitet und dabei in Kontakt
mit dem dort befindlichen eisenführenden Material zur Reformierung zwecks Erhöhung des Verhältnisses von
Wasserstoff zu Kohlenmonoxid gebracht wird, und daß anschließend eine Abscheidung von Kohlendioxid aus
dem aus der Reformierzone herausgeführten reformierten Reduktionsgas erfolgt.
Zur Erzielung der mit dem erfindungsgemäßen Verfahren
erzielten Vorteile wird innerhalb des Reaktors eine Reformierzone geschaffen, um ein in einer geeigneten
Vergasungsvorrichtung erzeugtes Reduziergas zu reformieren. Da die Diffusionsgeschwindigkeit des Gases
durch die Erzteilchen grundsätzlich temperaturunabhängig ist und vor allem von der Wasserstoffkonzentration
im Reduziergas abhängt, ist es wünschenswert, daß das Reduziergas einen verhältnismäßig hohen Wasserstoffgehalt
aufweist. Erfindungsgemäß wird ein beispielsweise durch die Vergasung von Kohle mit Sauerstoff
und Wasserdampf erzeugtes Reduziergas mit Wasserdampf vermischt und erwärmt. Das erwärmte Gasgemisch
wird in den Reaktor eingeblasen und in einer im oberen Teil desselben befindlichen Refonnierzone
zur Bildung eines wünschenswerten größeren H2/CO-Verhältnisses
reformiert. In der Reformierzone wird das sich üblicherweise im Bereich von 0,5 :1 bis 1 :1 bewegende
H2/CO-Verhältnis auf einen für die Reduktion von Eisenerzen geeigneten Wert von ungefähr 2,5 :1 bis
5 : i erhöht, und zwar mit Hilfe der Wassergasverschiebungsreaktion:
CO + H2O-H2+ CO2
Dabei bildet das eisenführende Material im Reaktor einen besonders wirkungsvollen Katalysator für diese
Reaktion. Nach S. C. Singer, Jrn und L. W. Ternhaar,
»Reducing Gases by Partial Oxidation of Hydrocarbons«, in Chemical Engineering Progress, Bd. 57, Heft 7
(Juli 1961), S. 68—74, weist ein typisches von einer Vergasungsanlage für flüssige Fossilbrennstoffe geliefertes
Gas folgende Zusammensetzung auf:
| VoI.-% (Trockenbasis) | |
| H2 | 46,! |
| CO | 46,9 |
| CO2 | 43 |
| N2 | 1,4 |
| CH4 | 0,4 |
| H2O | 0,9 |
100,0
Nach dem im NASA Marshall Space Flight Center in Alabama am 24. April 1975 vorgetragenen und über
N.T. LS. N76-24113 verbreiteten Interim Report Project
8963: »Institute of Gas Technology Hydrogen Production from Coal« ist die Zuyammensetzung eines typischen
von einer Vergasungsanlage für feste Brennstoffe gelieferten Gases wie folgt:
| Vol.-% (Trockenbasis) | |
| H2 | 30,4 |
| CO | 583 |
| CO2 | 10,0 |
| N2 | 1,0 |
| CH4 | 0,0 |
| H2O | 03 |
| TÖÖÖ |
Ein höheres H2/CO-Verhältnis ist erwünscht, da die
Reduktionsreaktionsgeschwindigkeit bei Verwendung von Wasserstoff höher ist als bei Kohlenmonoxid, wodurch
die Verweilzeit des Erzes im Reaktor herabgesetzt wird. Überdies trägt der höhere Wasserstoffanteil
zu einer Verringerung der Anlagerung von elementarem Kohlenstoff auf dem 2rz bei, mit der bei hohen
CO-Anteilen zu rechnen ist. Die Veränderung des CO-Gehaltes gestattet zudem eine bessere Steuerung der
Aufkohlung.
Das vom oberen Teil des Reaktors gelieferte reformierte
Gas wird aus der Reformierzone des Reaktors herausgeführt und in eine externe Schleife überführt, in
der es abgekühlt, verdichtet und zur Abscheidung von Kohlendioxid durch einen Adsorptionsturm hindurchgeleitet
wird. Das reformierte und behandelte Gas wird dann einer Heizvorrichtung zugeführt, in der es auf eine
höhere Temperatur von ungefähr 750 bis 1000° C erwärmt
wird, worauf es als Reduziergas in die Reduktionszone des Reaktors eingeblasen wird. Das Reduziergas
durchströmt die Reduktionszone in Berührung mit dem Metallerz und bewirkt dadurch eine Reduktion des
Erzes, worauf es aus der Reduktionszone herausgeführt und zur Abscheidung von Wasser abgekühlt wird. Das
gekühlte Reduziergas wird dann mit den in die Reduktionszone des Reaktors zurückgeführten reformierten
und behandeilen Gasstrom vereinigt
Es ist zwar bekannt, ein in einer Krr;snvergasungsanlage
erzeugtes Reduziergas für die direkte Reduktion
von Metallerzen zu verwenden, jedoch ist das Reformieren des Gases innerhalb des Reaktors zwecks Erhöhung
des H2/CO-Verhältnisses bisher nicht beschrieben
worden.
Die Erfindung stellt ein Verfahren zur Verfügung, das
es ermöglicht, ein in einem Brennstoffvergasungssystem erzeugtes Gas wirksamer und wirtschaftlicher für die
Reduktion von Eisenerzen einzusetzen. Zivdem wird das
Reduziergas erfindungsgemäß innerhalb des Reaktors reformiert, wodurch sich der Einsatz einer separaten
Reformiereinheit bzw. eines separaten Reformierreaktors erübrigt, so daß sich Energie- und Investitionskosteneinsparungen
ergeben.
Die einzelnen Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung lassen sich am besten unter Bezugnahme
auf die Zeichnung erläutern, die ein Schwammeisenproduktionssystem zeigt, das verschiedene Ausgestaltungen
der Erfindung verkörpert und einen Bewegtbett-Reaktor mit stehendem Schacht aufweist, der im oberen
Teil eije Reformierzone enthält. Soweit diese Beschreibung
in Betracht kommt, wird das Reduziergas in einer Kohlenvergasungseinheit erzeugt.
In der Zeichnung wird mit der Bezugsziffer 10 allgemein ein Bewegtbett-Reaktor mk stehendem Schacht bezeichnet, der im oberen Teil eine Reformierzone 12, im unteren Teil eine Kühlzone 16 und zwischen der Reformierzone und der Kühlzone eine Reduktionszone 14 aufweist. Der Bewegtbett-Reaktor 10 ist auf geeignete Weise wärmeisoliert und mit einer inneren feuerfesten Auskleidung versehen, die als solche bekannt ist.
In der Zeichnung wird mit der Bezugsziffer 10 allgemein ein Bewegtbett-Reaktor mk stehendem Schacht bezeichnet, der im oberen Teil eine Reformierzone 12, im unteren Teil eine Kühlzone 16 und zwischen der Reformierzone und der Kühlzone eine Reduktionszone 14 aufweist. Der Bewegtbett-Reaktor 10 ist auf geeignete Weise wärmeisoliert und mit einer inneren feuerfesten Auskleidung versehen, die als solche bekannt ist.
Das zu behandelnde feinteilige Erz wird über ein Aufgaberoh"·
18 in den Bewegtbett-Reaktor 10 eingebracht. Das in diesen eingebrachte Erz kann in Form von Brokken
oder vorgeformt»n Pellets oder auch von Gemischen
derselben vorliegen. In der Nähe des unteren Endes der Reformierzcne 12 ist im Reaktor eine ringförmige
Kammer 38 vorgesehen, die sich rings um den inneren Umfang des ReaUors herum erstreckt und der Einführung
eines erwärmten gasförmigen Gemisches aus Reduziergas und Wasserdampf in den Reaktor dient.
Die ringförmige Kammer 38 wird durch die senkrechte Leitfläche 40 und die Wandung des Reaktors begrenzt.
Das Erz fließt abwärts durch die Reformierzone hindurch, in der es durch das aufwürtsströmende reformierte
Gas erhitzt und teilweise reduziert wird.
Das aus der Reformierzone aus- und in die Reduktionszone 14 eintretende Eisenerz besteht im wesentli-
chen aus Eisen(III)oxid. In der Nähe des unteren Endes
der Reduktionszone 14 befindet sich ein zweiter ringförmiger, der Kammer 38 ähnlicher Vorraum 46, über den
reformiertes und behandeltes Reduziergas in den Reaktor eingespeist werden kann. Dieser ringförmige Vorraum
46 wird durch eine kegelstumpfförmige Leitfläche 48 und die Wandung des Reaktors begrenzt.
Das abwärts durch die Reduktionszone 14 hindurchfließende Eisenerz wird durch das die Reduktionszone
durchströmende Reduziergas reduziert. Dieses tritt aus dem Reaktor über den ringförmigen Vorraum 42 aus.
Der Vorr:ium42 und die kegelstumpfförmige Leitfläche
44 sind dem v'orraum 46 und der Leitfläche 48 ähnlich.
Infolge der in der Reduktionszone erfolgten Reduktion ist das aus dieser Zone aus- und in die Kühlzone 16
eintretende Erz weitgehend metallisiert und weist einen geringen Kohlenstoffgehalt auf. In der Nähe des unteren
Endes dc I^ i]h\vnnp lfi ist ein weilerer ringförmiger
Vorraum 54 vorgesehen, über den gegebenenfalls ein im wesentlichen inertes Kühlgas in den Reaktor eingespeist
werden kann. Eine den Leitflächen 44 und 48 ähnliche kegelstumpfförmige Leitfläche 56 ist ebenfalls
vorgesehen. Während seiner Abwärtsbewegung durch die Kühlzone 16 wird das Schwammeisen durch das
diese durchströmende Kühlgas abgekühlt und tritt aus dem Reaktor über den Auslaß 58 aus.
Im folgenden seien nun die im vorliegenden System herrschenden Gasströmungsverhältnisse erläutert: Das
in einer Kohlenvergasungseinheit 20 erzeugte Reduziergas strömt durch die Leitung 22 in einer Menge je
Zeiteinheit, die durch das Durchflußstrom-Stellglied 21 bestimmt wird, um dann in die Leitung 24 zu gelangen.
Wasserdampf, der von einem Durchflußstrom-Stellglied 26 beeinflußt durch die Leitung 28 strömt, tritt in die
Leitung 30 ein und wird mit dem Gas aus der Kohlenvergasungseinheit 20 vermischt Über die Leitung 30
gelangt das gasförmige Gemisch in eine Heizschlange 34 einer Heizvorrichtung 32, in der es auf eine Temperatur
im Bereich von ungefähr 300 bis 600°C erwärmt wird. Das erwärmte Gemisch tritt aus der Heizvorrichtung
32 über die Leitung 36 aus und in die Kammer 38 ein. Das durch die Kammer 38 strömende Gas tritt in
den Reaktor in der Nähe des unteren Endes der Reformierzone 12 ein. Beim Eintritt in die Reformierzone des
Reaktors wird das erwärmte Gemisch reformiert, um ein höheres und wünschenwerteres Verhältnis von Wasserstoff
zu Kohlenmonoxid zu erhalten. Das reformierte Gas strömt aufwärts durch die Reformierzone hindurch
und wird in der Nähe des oberen Endes des Reaktors über einen Abzustutzen 60 und eine Leitung 62 aus
demselben herausgeführt.
Nach einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung wird ein Teil des in der Kohlenvergasungseinheit 20
erzeugten Reduziergases zur Unterstützung der Abkühlung des Schwammeisens bei niedriger Temperatur
in die Kühlzone des Reaktors eingespeist Ist im Schwammeisen jedoch ein geringer Kohlenstoffgehalt
erwünscht, so kann ein im wesentlichen inertes Gas aus einer geeigneten Quelle als Kühlgas verwendet werden.
Wenn das der Kühlzone des Reaktors zugeführte Kühlgas vollständig oder teilweise aus dem Kohlenvergasungssystem
stammt, so kann ein Teil des aus der Kühlzone des Reaktors austretenden Kühlgases auch dem
Reduktionskreislauf zugeführt werden.
Das den Reaktor über die Leitung 62 verlassende reformierte Gas tritt in einen Abschreckkühler 64 ein,
dem über die Leitung 66 Wasser zugeführt wird, um das Gas abzukühlen und Wasser von demselben abzuscheiden.
Das Gas strömt aus dem Abschreckkühler 64 durch die Leitung 68 und in die Leitung 74, die mit der Saugseite
der Pumpe 76 verbunden ist. Ein Teil des durch die Leitung 68 strömenden Gases kann über die Leitung 72
einem geeigneten, nicht dargestellten Verbraucher zugeführt werden. In der Leitung 72 ist ein Gegendruckregler
70 mit einstellbarem Sollwert vorgesehen, der sich so einstellen läßt, daß im System zur Verbesserung
der Leistungsfähigkeit des Bewegtbett-Reaktors 10 ein
ίο gewünschter konstanter Überdruck aufrechterhalten
wird.
Das der Pumpe 76 zuströmende Gemisch wird in die Leitung 78 gefördert und tritt alsdann in einen Kohlendioxidabsorber
80 ein. Das Kohlendioxid, das in dem in den Kohlendioxidabsorber 80 eintretenden Strom enthalten
ist, wird dort in an sich bekannter Weise unter Verwendung eines geeigneten, dem Kohlendioxidabsorber
80 über die Leitung 82 zugeführten Absorptionsmittels abgeschieden. Das aus dem Kohlendioxidabsorber
80 über die Leitung 84 austretende Gas enthält nur geringe Mengen Kohlendioxid. Das durch die Leitung
84 strömende Gas tritt in die Leitung 86 ein und strömt in der Leitung 88 der Heizschlange 92 der Heizvorrichtung
90 zu. In dieser wird das Gas auf eine Temperatur im Bereich von ungefähr 850 bis 10000C, vorzugsweise
850 bis 900°C, erhitzt. Das erhitzte Gas strömt aus der
Heizvorrichtung 90 durch die Leitung 94 in den Vorraum 46, über den es in der Nähe des unteren Endes der
Reduktionszone 14 in den Reaktor eintritt.
Das Reduziergas strömt aufwärts durch die Reduktionszone hindurch und in den Vorraum 42, über den es
den Reaktor verläßt. Das Reduziergas tritt aus dem Reaktor über die Leitung 96 aus und in den Abschreckkühler
100 ein, dem zur Abkühlung des reformierten Gases und zur Abscheidung von Wasser über die Leitung 98
Wasser zugeführt wird. Das Gas verläßt den Abschreckkühler 100 über die Leitung 102, wobei ein Teil des
Gases über die Leitung 108 in die Saugseite der Pumpe 110 geht und ein weiterer Teil über die Leitung 106
einem geeigneten Verbraucher zuströmt. In der Leitung 106 ist ein Gegendruckregler 1C4 mit einstellbarem Sollwert vorgesehen, der sich so einstellen läßt, daß im System
zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Bewegtbett-Reaktors 10 ein gewünschter konstanter
Überdruck aufrechterhalten wird.
Von der Pumpe 110 wird das Gas in die Leitung 112 gefördert und mit dem aus dem Kohlendioxidabsorber
80 über die Leitung 84 austretenden reformierten Gas
vermischt. Der vereinigte Gasstrom wird dann durch die Leitungen 86 und 88, die Heilvorrichtung 90 w.}. die
Leitung 94 geführt, aus der es in das untere Ende der Reduktionszone 14 zurückgelangt.
Das inerte Kühlgas, vorzugsweise Stickstoff, kann aus einer geeigneten, nicht dargestellten Quelle über die
Leitung 120 in einer von dem Durchflußstrom-Stellglied 122 bestimmten Menge je Zeiteinheit zugeführt werden.
Das durch die Leitung 120 strömende Gas gelangt dann über die Leitung 124 in den Vorraum 54 und in der Nähe
des unteren Endes der Kühlzone 16 in den Reaktor. Der ringförmige Vorraum 54 wird durch eine kegelstumpfförmige
Leitfläche 56 und die Wandung des Reaktors begrenzt Das inerte Frischgas strömt aufwärts durch
die Kühlzone 16 des Reaktors hindurch und wird über den ringförmigen Vorraum 50 aus ihm herausgeführt
Das austretende Kühlgas gelangt über die Leitung 126 in den Abschreckkühler 130, dem zur Abkühlung des
Gases und zur Abscheidung von Wasser über die Leitung 128 Wasser zugeführt wird Das Gas verläßt den
Abschreckkühler 110 über die Leitung 132 und strömt in
die Leitung 138, die mit der Saugseite der Pumpe 140 verbunden ist. Eir Teil des durch die Leitung 132 strömenden
Gases kann über die Leitung 134 einem geeigneten, nicht dargestellten Verbraucher zugeführt werden.
In der Leitung 134 ist ebenfalls ein Gegendruckregler "36 mit einstellbarem Sollwert vorgesehen, der
sich so einstellen läßt, das im System zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Bewegtbett-Reaktors 10 ein
gewünschter konstanter Überdruck aufrechterhalten wird.
Das Gas wird dann durch die Pumpe 140 in die Leitung 142 gefördert, in der es sich mit über die Leitung
120 zugeführtem Frischgas vermischen kann, um dann in die Leitung 123 zu gelangen. Dieser Gasstrom wird
alsdann über die Leitung 124 und den Vorraum 54 in die Kühlzone 16 des Reaktors zurückgeführt. Wahlweise
kann nin Teil des durch die Leitung 142 strömenden
Gases über die Leitung 150 in einer von dem Durchflußstrom-Stellglied 152 bestimmten Menge je Zeiteinheit
dem Reduzierkreislauf zugeführt und mit dem durch die Leitung 86 strömenden reformierten und behandelten
Gas vermischt werden.
Es versteht sich, daß die vorstehende Beschreibung nur der Erläuterung dienen soll und daß im Rahmen der
Erfindung an den beschriebenen Ausführungsbeispielen zahlreiche Änderungen vorgenommen werden können.
So kann beispielsweise ein Teil des Gases aus der Kohlenvergasungseinheit 20 in einer durch das Durchflußstron
Stellglied 146 bestimmten Menge je Zeiteinheit durch die Leitung 144 geleitet werden. Das Gas strömt
alsdann über die Leitung 124 in den Vorraum 54 und in das untere Ende der Kühlzone 16.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
60
Claims (3)
1. Verfahren zur Reduktion eines feinteiligen Eisenerzes zu Sehwammeisen in einem Bewegtbett-
■ Reaktor mit stehendem Schacht, der im unteren Teil
eine Kühlzone zur Abkühlung des Schwammeisens und über derselben eine Reduktionszone für die Reduzierung
des Eisenerzes zu Schwammeisen aufweist, wobei ein Reduziergas durch Vergasung von
festen und flüssigen fossilen Brennstoffen mit Sauerstoff und Wasserdampf erzeugt wird, und ein Teil
des darin enthaltenen Kohlendioxids abgeschieden und das verbleibende Gas für die Reduktion von
Eisenerz in der Reduktionszone des Reaktors verwendet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß das Reduziergas mit Wasserdampf vermischt, das entstandene Gemisch auf eine Temperatur im
Bereich vop 300 bis 600° C erwärmt, das erwärmte Gemisch dunrh eine im oberen Teil des Reaktors
über der Reduktionszone vorgesehenen Reformierzone geleitet und dabei in Kontakt mit dem dort
befindlichen eisenführenden Material zur Reformierung zwecks Erhöhung des Verhältnisses von Wasserstoff
zu Kohlenmonoxid gebracht wird, und daß anschließend eine Abscheidung von Kohlendioxid
aus dem aus der Reformierzone herausgeführten reformierten Reduktionsgas erfolgt
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Abkühlung des reduzierten Erzes
ein Teil des noch nicht reformierten Reduktionsgases aus der Vergasungsvorric.itung bei niedriger
Temperatur direkt in dk,- Kühlzon-5 des Reaktors
ein- und in derselben aufwärts ge. jhrt wird.
3. Verfahren gemäß Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus der Reformierzone herausgeführte
reformierte Gas zur Entfernung von Wasser gekühlt wird, wobei sich ein im wesentlichen
aus Wasserstoff, Kohlenmonoxid und Kohlendioxid bestehender Gasstrom bildet, und dann das Kohlendioxid
aus diesem Gasstrom entfernt wird unter Bildung eines rekonditionierten Reduktionsgases, und
letzteres vor dem Einleiten in die Reduktionszone des Reaktors erwärmt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US06/089,902 US4246024A (en) | 1979-10-31 | 1979-10-31 | Method for the gaseous reduction of metal ores using reducing gas produced by gasification of solid or liquid fossil fuels |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE3037865A1 DE3037865A1 (de) | 1981-05-27 |
| DE3037865C2 true DE3037865C2 (de) | 1985-08-29 |
Family
ID=22220149
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3037865A Expired DE3037865C2 (de) | 1979-10-31 | 1980-10-07 | Verfahren zur Reduktion eines feinteiligen Eisenerzes zu Schwammeisen |
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