DE3026373C2 - - Google Patents
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- G21—NUCLEAR PHYSICS; NUCLEAR ENGINEERING
- G21C—NUCLEAR REACTORS
- G21C7/00—Control of nuclear reaction
- G21C7/06—Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section
- G21C7/08—Control of nuclear reaction by application of neutron-absorbing material, i.e. material with absorption cross-section very much in excess of reflection cross-section by displacement of solid control elements, e.g. control rods
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung nach dem Oberbe
griff des Anspruchs 1. Eine solche Vorrichtung ist aus der
DE-OS 27 22 050 bekannt. Die Kupplungsvorrichtung ist hier als elektromagnetische
Kupplung ausgeführt.
Bei Kernreaktoren erfolgen die Leistungsregelung und die
Notabschaltung des Kernreaktors im allgemeinen durch Ein
führen von Kontrollstäben in das Innere des Reaktor
kerns. Diese Kontrollstäbe bestehen häufig aus Rohren, die ein
Neutronen stark absorbierendes Material einschließen.
Die Leistungsregelung erfolgt durch allmähliches Verschieben
der Kontrollstäbe in
den Reaktorkern, wenn die Leistung vermindert werden soll,
oder aus dem Reaktorkern,
wenn die Lei
stung erhöht werden soll. Diese Verschiebungen
erfolgen im erste
ren Fall nach unten und im letzteren Fall nach oben.
Für den Fall, daß die Notabschaltung ausgelöst wird, wird
ein Herabfallen der Kontrollstäbe unter ihrem Eigengewicht
bis zu ihrer maximalen Eingriffsstellung im Reaktorkern herbei
geführt.
Die Verschiebungen der Kontrollstäbe erfolgen im allgemeinen
durch Vorrichtungen im Oberteil des Kernreaktors, die mit
einer Kontrollstange in Eingriff stehen, die die Kontrollstäbe
nach oben verlängert.
Es wurde bereits in Betracht gezogen, mit den Kontrollstangen
in Längsrichtung hierzu angeordnete Zahnstangen zu verbin
den, die entweder in die Kontrollstange unmittelbar einge
arbeitet oder daran befestigt sind, zur Bewegung der Kontroll
stäbe durch Drehen eines Zahnrads, das mit der mit dem Kon
trollstab verbundenen Zahnstange in Eingriff steht.
Diese Vorrichtungen mit Zahnrad und Zahnstange können
genaue Bewegungen der
Kontrollstäbe ausführen, wenn das Zahnrad genau gesteuert
angetrieben wird. Die Kontrollstäbe können auch in einer
genauen Stellung ausgehend von dem Augenblick stillgesetzt
werden, in dem das Zahnrad drehfest gehalten werden kann.
Zum Auslösen der Notabschaltung muß die Zahnstange
von ihrem Antrieb gelöst werden. Dazu wurden Eingriffs- und Freigabesysteme für das
Zahnrad vorgeschlagen, die eine Freigabe der Zahnstange im
Augenblick der Notabschaltung ermöglichen; vgl. die DD-PS 95 065. Derartige Vor
richtungen setzen jedoch eine bewegliche Lagerung des
Zahnrads voraus, was die Vorrichtung verkompliziert und
ihren Betrieb weniger sicher macht.
Aufgabe der Erfindung ist es
bei einer Vorrichtung der eingangs angegebenen
Art die sichere Notabschaltung des Kernreaktors
durch einfache Mittel zu gewährleisten.
Die Lösung dieser Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch
den Gegenstand des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand
der Unteransprüche.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert.
Darin zeigt
Fig. 1 einen senkrechten Längsschnitt der Vorrichtung mit
Zahnrad und Zahnstange zur Verschiebung des Kontroll
stabs;
Fig. 2 einen Schnitt A-A von Fig. 1.
Fig. 1 zeigt ein zylindrisches Gehäuse 1, das eine Vorrichtung
zur Verschiebung eines Kontrollstabes umschließt, die mit
vertikaler Achse am Oberteil eines Reaktorbehälters ange
ordnet ist. Das Gehäuse von kräftiger Dicke widersteht dem
Druck und steht über sein Unterteil mit dem Innenraum des
Reaktorbehälters in Verbindung.
Das Gehäuse 1 ist an seinem in Fig. 1 nicht dargestellten
Oberteil dicht angeschlossen.
Eine in Achsrichtung des Gehäuses 1, das heißt mit ihrer
Achse vertikal, angeordnete Kontrollstange 2 ist an ihrem
in Fig. 1 nicht dargestellten Unterteil mit dem Oberteil
eines Kontrollstabs vereinigt, der bei seinen vertikalen
Bewegungen mit der Kontrollstange fest verbunden ist.
Auf einem Teil der Kontrollstange ist in Längsrichtung eine
Zahnstange 3 eingearbeitet.
Mit der Zahnstange steht ein Zahnrad 5 in Eingriff, dessen
Achse zur Achse der Kontrollstange senkrecht ist.
Die Zahnstange nimmt eine solche Länge der Kontrollstange
ein, daß das Zahnrad 5 die Kontrollstange mittels der mit
ihr im Eingriff stehenden Zahnstange nach oben bis zu der
Stellung der Kontrollstange verschieben kann, die der maxi
malen Ausziehstellung des Kontrollstabs entspricht.
Die Zahnstange ist an der Kontrollstange nach oben auf einer
ausreichenden Länge derart ausgearbeitet, daß das Zahnrad
mit der Zahnstange in Eingriff bleibt, wenn sich der Kontroll
stab in seiner maximalen Einfahrstellung befindet, z. B.
bei einer Notabschaltung.
Das Zahnrad 5 bleibt unabhängig von der Stellung
der Kontrollstange 2 ständig in Eingriff mit der Zahnstange 3.
Gemäß Fig. 1 und 2 ist das Zahnrad 5 auf einer Welle 7 drehbar
gelagert, die ihrerseits in einem Träger 8 für die Verschiebe
vorrichtung des Kontrollstabs zum Beispiel durch zwei Wälz
lager 9 und 10 drehbar gelagert ist.
Das Zahnrad 5 ist auf der Welle 7 durch Wälzlager 11 und 12
gelagert, deren Innenringe mit der Welle 7 fest ver
bunden sind. Auf diese Weise behält das Zahnrad 5 eine feste
Stellung gegenüber der Zahnstange 3, wobei die Welle 7 durch
einen Anschlag 14 und die Rückseite eines Kegelzahnrads 15
axial festgelegt ist, wobei der Anschlag 14 und das Kegel
zahnrad 15 mit der Welle 7 fest verbunden sind.
Das Kegelzahnrad 15 steht seinerseits in Eingriff mit einem
Kegelzahnrad 16, das mit einer Welle 18 fest verbunden ist,
die im Träger 8 drehbar gelagert und an ihren dem Kegelzahn
rad 16 entgegengesetzten Ende mit einem Zahnrad 19 fest
verbunden ist.
Das Zahnrad 19 ist drehfest mit einem Ring 20 verbunden,
der mit dem Ausgang eines Untersetzungsgetriebes 21 verbunden
ist, dessen Eingang mit dem angetriebenen Teil einer in
Fig. 1 nicht gezeigten Magnetkupplung verbunden ist. Die
Antriebsvorrichtung für den Antrieb der Welle 7 durch die
Magnetkupplung des Untersetzungsgetriebes und die beschriebene
Anordnung von Zahnrädern besteht aus einem außerhalb des
Gehäuses 1 gelegenen Dreiphasenmotor, der bei fehlender Spei
sung eine Stellungsfestlegung ausführt.
Der Dreiphasenmotor für den Antrieb überträgt seine Drehbewe
gung auf den getriebenen Teil der Magnetkupplung über das
Gehäuse 1, das daher völlig dicht und gegenüber der Außen
umgebung isoliert bleibt.
Wenn der Dreiphasenmotor in Drehung versetzt ist, überträgt
sich die Drehbewegung auf die Welle 7, die solange in Bewegung
bleibt, wie der Dreiphasenmotor gespeist wird, und die sich
in ihrer Stellung festlegt, wenn der Dreiphasenmotor nicht
mehr gespeist wird.
Gemäß Fig. 2 enthält die Welle 7 auf einem Teil ihrer Länge
Nuten 24, wobei eine als Antriebsrad 25 ausgebildete Mit
nahmevorrichtung auf ihrer Innenbohrung entsprechende Nuten
aufweist.
Das Antriebsrad 25 ist derart auf die Welle 7 gesetzt, daß
es mit dieser drehfest verbunden, jedoch in axialer Richtung
verschiebbar ist.
Das Antriebsrad 25 ist derart auf die Welle 7 gesetzt, daß
seine Vorderseite während der Vorwärtsverschiebung des An
triebsrads 25 mit der Rückseite 27 des Zahnrads 5 in Berührung
kommt, deren axiale Stellung auf der Welle 7 feststeht.
Die Vorderseite 26 des Antriebsrads 25 und die Rückseite 27
des Zahnrads 5 haben entsprechende Klauen, die am Bewegungs
ende in Eingriff kommen.
Auf diese Weise sind die Welle 7, das Antriebsrad 25 und das
Zahnrad 5 drehfest verbunden, wenn das Antriebsrad 25 sich
gemäß Fig. 2 in seiner vorderen Stellung befindet.
Ein Umlenker 30 ist über eine Achse 31 am Träger 8 der Ver
schiebevorrichtung für den Kontrollstab angelenkt, wobei
eines seiner Enden am Unterteil eines Rohres 32
angelenkt ist, das zur Kontrollstange 2 koaxial ist und sich
bis zum Oberteil der Verschiebevorrichtung fortsetzt.
Gemäß Fig. 1 wird das Rohr 32 in seiner oberen
Stellung durch eine nicht gezeigte Magnetspule gehalten,
die am Oberteil der Vorrichtung angeordnet ist und auf ein
mit dem Unterteil des Rohrs 32 verbundenes magne
tisches Teil wirkt.
Das Rohr 32 ist an seiner Basis mit einem Betäti
gungsring 34 verbunden, an dem bei 35 einer der Arme des
Winkelhebels oder Lenkers 30 angelenkt ist, dessen anderes
Ende durch eine Betätigungsgabel 36 gebildet wird, die über
zwei Rollen 37 und 38 mit dem Antriebsrad 25 in Eingriff
steht.
Das Rohr hält in seiner in Fig. 1 dargestellten
oberen Stellung das Antriebsrad 25 durch den Lenker 30 in
der vorgeschobenen Stellung gemäß Fig. 1 und 2. In dieser
Stellung ist die Verzahnung der Vorderseite des Antriebsrads
25 in Eingriff mit der Verzahnung der Rückseite des Zahnrads
5 der Zahnstange.
Solange die Magnetspule zum Halten des Rohrs 32
in der oberen Stellung gespeist wird, stehen das Zahnrad 5
in mechanischer Verbindung mit dem Antriebsrad 25 und die
Welle 7 in mechanischer Verbindung mit der Drehantriebsein
richtung.
In dieser Stellung kann der Kontrollstab somit dadurch ver
schoben werden, daß eine gesteuerte Drehung des Zahnrads
durch den Dreiphasenmotor und die gesamte beschriebene kine
matische Kette erfolgt.
Ebenfalls kann der Kontrollstab in seiner Stellung gehalten
werden, da der Dreiphasenmotor gegen Drehung verriegelt ist,
wenn er nicht gespeist wird. Durch Steuerung der Speisung
des Dreiphasenmotors kann somit jede Verschiebung und jedes
Instellunghalten des Kontrollstabs erfolgen.
Wenn die Speisung der Haltespule in der oberen Stellung des
Rohrs 32 unterbrochen wird, fällt dies durch sein
Eigengewicht nach unten und nimmt den Lenker 30 drehend mit,
so daß die Gabel 36 das Antriebsrad nach hinten mitnimmt
und somit die Mitnahmezähne der Teile 5 und 25 außer Eingriff
stehen.
Das auf der Achse 7 gelagerte Zahnrad 5 hält dann die
Zahnstange 3 und den Kontrollstab 2 nicht mehr in ihrer
Stellung, der durch sein Eigengewicht herabfallen kann, bis
er zusammen mit der mit ihm verbundenen Kontrollstange 2
in seine maximale Einsetzstellung im Reaktorkern gelangt.
Man kann somit die Notabschaltung des Kernreaktors durch Unter
brechen der Speisung der Magnetspule für das Halten des
Rohrs 32 erzielen.
Die Kontrollstange 2 wird während aller ihrer Bewegungen durch
Rollen 40 und 41 geführt, die auf mit dem Träger 8 fest
verbundenen Achsen gelagert sind.
Claims (4)
1. Vorrichtung zur Leistungssteuerng und Notabschaltung
eines Kernreaktors,
- - mit einer vertikal angeordneten Kontrollstange, deren unteres Ende mit einem Neutronen absorbierenden Kontrollstab der in den Reaktorkern einschiebbar ist, verbunden ist und der eine in Längsrichtung der Kontrollstange ver laufende Zahnstange aufweist,
- - mit einem ständig mit der Zahnstange (3) in Eingriff stehenden Zahnrad (5), das auf einer horizontal gelager ten Welle (7) drehbar angeordnet und mit einer Antriebs vorrichtung zur Drehung verbunden ist und
- - mit einer Kupplungsvorrichtung zwischen Antriebsvorrich tung und Zahnrad,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß als Kupplungsvorrichtung eine mit der Welle (7) drehfest verbundene Mitnahmevorrichtung (25) auf der Welle (7) axial verschiebbar ist zwischen einer ausge kuppelten Stellung, in der die Mitnahmevorrichtung (25) und das Zahnrad (5) voneinander entfernt sind, und einer eingekuppelten Stellung, in der das Zahnrad (5) und die Mitnahmevorrichtung (25) durch mechanischen Eingriff miteinander verbunden sind, und
- - daß die horizontale Verschiebebewegung der Mitnahmevor richtung (25) durch einen Umlenker (30) gesteuert wird, der mit einem vertikal verschiebbaren Betätigungsorgan (32) verbunden ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Betätigungsorgan für den Umlenker (30) durch ein
zur Kontrollstange (2) koaxiales Rohr (32) gebildet ist, das
an seinem oberen Ende ein magnetisches Teil aufweist, wel
ches von einer Magnetspule in der oberen Stellung gehalten
wird, in der der Umlenker (30) die Mitnahmevorrichtung
(25) in der eingekuppelten Stellung hält, wobei eine
Stromunterbrechung der Magnetspule das Herabfallen des
Rohres (32) und eine Verschiebung des Umlenkers (30) sowie
der Mitnahmevorrichtung (25) in die Entkupplungsstellung
verursacht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine Rückstellfeder mit dem koaxialen Rohr (32) zu
dessen Rückstellung in die untere Stellung verbunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| FR7917978A FR2461334A1 (fr) | 1979-07-11 | 1979-07-11 | Mecanisme a pignon et cremaillere pour le deplacement d'un ensemble absorbant les neutrons dans un reacteur nucleaire |
Publications (2)
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| DE3026373C2 true DE3026373C2 (de) | 1989-06-15 |
Family
ID=9227760
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DE19803026373 Granted DE3026373A1 (de) | 1979-07-11 | 1980-07-11 | Vorrichtung mit zahnstange und zahnrad zur senkrechten verschiebung einer neutronen absorbierenden anordnung in einem reaktorkern |
Country Status (3)
| Country | Link |
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| FR (1) | FR2461334A1 (de) |
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-
1980
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Also Published As
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