DE30256C - Verfahren und Apparat zum Weichen von Reis behufs Herstellung von Stärke - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Weichen von Reis behufs Herstellung von Stärke

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DE30256C
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soaking rice
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DENDAT30256D
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ulmer reisstärke-fabrik (H. MACK) in Ulm a. d. Donau
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B30/00Preparation of starch, degraded or non-chemically modified starch, amylose, or amylopectin

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 89: Zücker- und Stärkefabrikation.
ULMER REISSTÄRKE-FABRIK (HEINRICH MACK) in ULM a. D. Donau.
Verfahren und Apparat zum Weichen von Reis behufs Herstellung von Stärke.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Juni 1884 ab.
Da der Reis wie jeder andere feste Körper beim Einweichen um so schneller erweicht, je lebendiger er von der ihn umgebenden Flüssigkeit umspült wird, und feuchte Prote'instoffe sich bei Zutritt atmosphärischer Luft sehr rasch zersetzen, so lassen wir in den mit perforirten Doppelwandungen versehenen Weichbottich, welcher mit äufserst schwacher Aetznatronlauge und Reis gefüllt ist, von allen Seiten solch grofse Mengen atmosphäricher Luft einströmen, dafs die zu erweichende Masse in eine dem Sieden ähnliche Bewegung geräth.
Die durch dieses Verfahren erzielten Vortheile sind folgende:
1. Der Reis wird während des Weichens beinahe gar nicht gebrochen oder zerquetscht, daher die mit Proteinstoffen gesättigte Weichflüssigkeit nur ganz wenige gesunde Stärkekörner mit sich führt; es entsteht daher auch nur ein geringer Gewichtsverlust.
2. Die Bildung von Schlamm wird aufserordentlich reducirt, weil der Reis nur ganz kurze Zeit in schwacher Weichflüssigkeit zu verweilen hat, die Stärkekörner haben daher keine Gelegenheit, angegriffen oder verletzt zu werden.
3. Es können zum Weichen äufserst schwache Laugen etc. verwendet werden, weil die intensive Bewegung der Masse und der reichliche Luftzutritt die Wirkung der Chemikalien sehr unterstützt; es wird daher an Chemikalien gespart.
■ 4. Der Reis wird in ganz kurzer Zeit mit verhältnifsmäfsig wenig Flüssigkeit gründlich gereinigt und geweicht, während das ruhige Weichen auch bei wiederholter Erneuerung der Weichflüssigkeit oft mehrere Tage beansprucht und stets unvollkommen geweichten, sogenannten erstickten Reis mitliefert, welcher die Eigentümlichkeit hat, nach dem Mahlen unverhältnifsmäfsig viele kranke, schlammige Stärkekörner zu hinterlassen.
Man spart daher durch die Einführung unseres rasch arbeitenden Weichverfahrens an Gefäfsen und Räumlichkeiten, an Zeit und Chemikalien und erzielt, sofern das Mahlen des Reises mit der nämlichen Sorgfalt wie das Weichen betrieben wird, eine Mehrausgabe von schöner, weifser, marktfähiger Stärke um 6 bis 8 pCt. gegenüber dem heute noch in den bedeutendsten Fabriken üblichen Verfahren.
In beiliegender Zeichnung ist ein Apparat dargestellt, wie er sich besonders für vorstehend beschriebenes Verfahren eignet.
Der zu weichende Reis wird auf den perforirten Boden ρ aufgeschüttet, während der Raum B unter dem Boden ρ als auch der noch freie Raum über dem Reis mit Weichflüssigkeit (verdünnter Aetznatronlauge) angefüllt ist. Die Luft wird unter Druck durch Rohr r in das Reservoir R eingeführt, aus dem sie durch viele enge Röhren t in den Raum B gelangt und dann durch den perforirten Boden ρ

Claims (1)

  1. in kleinen Bläschen den Reis durchsetzt, wodurch letzterer in eine dem Sieden ähnliche Bewegung geräth und dadurch schnell erweicht.
    Der Boden α ist nach innen zu erhöht, um die Weichflüssigkeit durch Hahn h ablassen zu können.
    Der Reis bleibt dann halb trocken auf dem Boden ρ liegen.
    Pateντ-Anspruch:
    Um Reis zur Beschleunigung des Einweichens in einem mit Weichflüssigkeit gefüllten Behälter mittelst Durchblasens von Luft in Bewegung zu bringen, ein Apparat, bestehend aus einemBottichyl mit durchlöchertem Bodenp, unter welchen ein Rohrbündel t mündet, das von dem Behälter R aus mit comprimirter Luft gespeist wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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