DE30177C - Kühl- und Ventilirvorrichtung für Mälzereien - Google Patents

Kühl- und Ventilirvorrichtung für Mälzereien

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DE30177C
DE30177C DENDAT30177D DE30177DA DE30177C DE 30177 C DE30177 C DE 30177C DE NDAT30177 D DENDAT30177 D DE NDAT30177D DE 30177D A DE30177D A DE 30177DA DE 30177 C DE30177 C DE 30177C
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cooled
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DENDAT30177D
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L. KOPPEL in Dresden
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C1/00Preparation of malt
    • C12C1/027Germinating
    • C12C1/047Influencing the germination by chemical or physical means

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 6: Bier, Branntwein, Wein, Essig und Hefe.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 29. Juni 1884 ab.
Die vorliegende Kühl- und Ventilirvorrichtung beruht auf der Latentmachung der Wärme der atmosphärischen Luft durch verdunstendes Wasser. Die Kühlvorrichtung ist so construirt, dafs dem Wasser, welches mit der abzukühlenden Luft in Berührung kommt, möglichst grofse Oberflächen geboten werden und das Wasser der Luft entgegenströmt.
Der Kühlapparat A, in den Fig. 1 und 2 der beiliegenden Zeichnung besonders dargestellt, besteht aus einem gufseisernen Rahmen a, dessen Länge, Breite und Tiefe von der Gröfse des zu kühlenden Raumes abhängt. In dem Rahmen α sind eine Anzahl paralleler, gewellter Zinkbleche b angeordnet, welche von den Winkeleisen c getragen werden. Die. gewellten Bleche b haben eine Neigung von 120, während der Zwischenraum zwischen den einzelnen Blechen 4 cm beträgt. An dem höher gelegenen Ende der Zinkbleche b ist ein Bleirohr d angebracht, welches nach der dem Apparat zu gelegenen Seite mit feinen Löchern versehen ist, aus denen das Wasser austritt.
■ Sämmtliche Rohre d werden von einem gemeinschaftlichen Hauptrohr und Reservoir aus gespeist. An dem anderen tiefer gelegenen Ende der Bleche b befindet sich eine Rinne/, welche das überflüssige Wasser in ein Sammelreservoir abführt.
Wie aus der Zeichnung, Fig. 3, ersichtlich, sind diese Kühlapparate A in die Seitenwand des zu kühlenden Raumes eingesetzt. . Vor jedem Kühlapparat ist aber noch ein Holzkasten B angeordnet, der mit vielen Sieben versehen und auf dessen Boden die Wanne g angeordnet ist, welche das von den Kühlapparaten abfliefsende Wasser aufnimmt und weiterleitet. Die Kästen B haben den Zweck, die in die Apparate A eintretende Luft möglichst von Staub zu befreien, während das aus g verdunstende Wasser gleichzeitig eine Vorkühlung der Luft bewirkt.
Hierbei absorbirt die Luft selbst einen Theil des verdunstenden Wassers, jedoch nur in dem Mafse ihres Absorptionsvermögens, d. h. wenn die Luft mit einer Temperatur von 70 R. eintritt, enthält sie nicht mehr als 9,3 g Wasser auf ι cbm ihres Volumens.
Die gereinigte und vorgekühlte Luft tritt zwischen den gewellten und mit Wasser bedeckten Blechen b hindurch in den zu kühlenden Raum. Hierbei wird die durchstreichende Luft nicht nur durch ihre Berührung mit dem Zinkblech abgekühlt, sondern sie wird auch durch die Wellen der Bleche £>, indem sie sich an diesen staut, in eine wellenförmige Bewegung versetzt und dadurch mit dem das darunter befindliche Blech bedeckenden Wasser in directe Berührung gebracht und dadurch erheblich abgekühlt. Dies wird hauptsächlich durch* den geringen Abstand der Bleche b von einander erreicht.
Die Ventilirung des abzukühlenden Raumes bezw. die Bewegung der Luft von aufsen nach innen und die Entfernung der inneren Luft nach aufsen wird durch Aspiration bewirkt. Zu diesem Zwecke sind an der dem Kühlapparate gegenüberliegenden Seite eine oder mehrere Caloriferen C angeordnet, Fig. 3 und 4, welche den erforderlichen Zug erzeugen. Die Calorifere besteht aus einer einfachen^ Feuerung m, von welcher die Verbrennung«gase

Claims (2)

durch ein centrales Rohr η und den Schornstein n1 abgeleitet werden. Das Rohr m ist nun von so viel Mänteln O1O2O3 umgeben, als das Gebäude abzukühlende Etagen besitzt, im vorliegenden Falle drei. Jeder der Mäntel O1O2O3 steht mit dem abzukühlenden Raum durch einen oder mehrere Kanäle ρ in Verbindung. Die in dem Calorifere erzeugte warme Luft steigt nach oben und saugt dabei die in den Räumen EE... befindliche kalte Luft an. Auf diese Weise wird in den Räumen EE. . . eine sehr gute Ventilation erzeugt. Die Kühlapparate A sind so berechnet, dafs sie die hindurchstreichende Luft auf die gewünschte Temperatur abkühlen. Ein Kasten von 150 cm Breite und 100 cm Tiefe enthalte 13 gewellte Blechtafeln (Elemente), über welche das Wasser 1 cm hoch fliefst. Das wirksame Wasserquantum ist also: 150 X 100 X 13 = 195 000 g = 19 5 1 Wasser. Das durch den Apparat gehende Luftquantum beträgt bei einer Geschwindigkeit von 3 m in der Secunde: 150 X 100 X 4 X 13 X 3 =' 2,340 cbm in der Secunde oder 8424 cbm in der Stunde. Diese 8424 cbm Luft müssen 195 Calorien an das Wasser abgeben, um dieses um i° R. höher zu erwärmen. Diese Wärmemengen entsprechen der Abkühlung eines Luftquantums von 8 424 cbm von 250R. auf 50R. Die in der Mälzerei herrschende, durch den Keimprocefs erzeugte Wärme erhöht die Temperatur der eingeführten Luft von '50 bis auf 7° oder 8° R. Wird aber die saugende Kraft der Calorifere C durch vollständiges Oeffnen der Abführungskanäle ρ auf ihr Maximum gebracht, so kann die Temperatur im Local auf 50 R. erhalten werden. Bei der Anlage der Mälzerei ist hauptsächlich darauf zu achten, dafs, aufser der zweck- mäfsigen Tennenconstruction, alle anderen Bedingungen streng innegehalten werden. Es mufs zunächst eine möglichst gleichmäfsige Temperatur und sehr kräftige Ventilation erzeugt werden können, um durch letztere die infolge des Keimprocesses gebildete Kohlensäure abzuführen und frische Luft herbeizuschaffen. Die feuchte, warme Luft ist nicht nur für die Keimung schädlich, sondern sie befördert auch die Schimmelbildung. Durch den Keimprocefs wird eine grofse Menge Wasserdampf erzeugt und eine bedeutende Wärmeentwickelung wahrnehmbar. Nur eine rationelle Ventilation und Zuführung frischer Luft sind im Stande, die Pilzbildung zu hindern und die Keimung zu befördern. Patent-Ansρrücke:
1. Eine Kühl- und Ventilir-Vorrichtung für Mälzereien, gekennzeichnet durch die Anordnung der aus gewellten Zinkblechtafeln bestehenden Kühlapparate A und mit Siebböden versehenen Holzkästen B auf der einen Seite des Malzraumes E und der mit mehreren Mänteln 01O2O3 versehenen Calorifere C, welche die Luft aus E durch die Kanäle ρ an der anderen Seite des Raumes E absaugt.
2. Eine Kühlvorrichtung für Mälzereien, bestehend aus den in einem Rahmen α angeordneten gewellten Zinkblechen b mit Einspritzröhren d und Ablaufrinnen / für das Wasser, welches continuirlich über die
: Bleche b läuft, so dafs die zwischen den Blechen b hindurchgehende Luft durch Hinstreichen an der unteren Seite der gewellten Bleche abgekühlt und in eine wellenförmige Bewegung versetzt wird, infolge welcher die Luft in directe Berührung mit dem auf b befindlichen Wasser kommt und dadurch noch mehr abgekühlt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT30177D Kühl- und Ventilirvorrichtung für Mälzereien Expired - Lifetime DE30177C (de)

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