DE30008C - Neuerung an Gasmotoren - Google Patents

Neuerung an Gasmotoren

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DE30008C
DE30008C DENDAT30008D DE30008DA DE30008C DE 30008 C DE30008 C DE 30008C DE NDAT30008 D DENDAT30008 D DE NDAT30008D DE 30008D A DE30008D A DE 30008DA DE 30008 C DE30008 C DE 30008C
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Germany
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gas
air
gas mixture
cylinder
gas engines
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Application number
DENDAT30008D
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L. H. NASH in Brooklyn, New-York, V. St. A
Publication of DE30008C publication Critical patent/DE30008C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K9/00Rocket-engine plants, i.e. plants carrying both fuel and oxidant therefor; Control thereof

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion Methods Of Internal-Combustion Engines (AREA)

Description

PATENTAMT.
'.. ■ Beim Betriebe der Gasmotoren verbleibt nach : jeder Explosion in dem Cylinder ein kohlenstoffhaltiger Rückstand, der die hohe Temperatur beibehält, so dafs leicht die Entzündung der frischen Ladung durch einen Funken verfrüht eintreten kann. . ·
Ich leite die Gaserzeugung nun so, dafs sämmtliche Bestandtheile des Brennmaterials, welche nicht verdampft oder in Gasform übergeführt sind, in dem Gaserzeuger verbleiben und das Gas den letzteren unter Druck verläfst. Anstatt nun, wie bisher, eine Ladung von explosivem Gasgemisch und Luft in den Motorcylinder einzuführen und dann die Entzündung der Ladung herbeizuführen, leite ich nach dem vorliegenden Verfahren zunächst comprimirte Luft in den Cylinder und zu gleicher Zeit eine hinreichende Menge eines leicht brennbaren Gases, das brennend, in den Luftstrom eingeführt, seine Wärme der unmittelbar den Strom umgebenden Luftschicht mittheilt, anstatt den Cylinderwandungen, so dafs die Luft expandirt und Arbeit verrichtet. Auf diese AVeise wird bei geringem Gasverbrauch eine vollständige Verbrennung des Gases erzielt und die Wärme völlig ausgenutzt. Die Verbrennung erfolgt langsam im Gegensatz zu der bisher bei Gasmotoren üblichen explosiven plötzlichen Verbrennung, so dafs die entwickelte Wärme möglichst vollkommen in Arbeit umgewandelt wird, und die Verluste verringert werden, welche durch das Entweichen der hoch erhitzten Verbrennungsproducte und die plötzliche Erwärmung der Cylinderwandungen sonst entstehen. '·
Zur Erzielung einer dementsprechenden langsamen Verbrennung der Gase kann die in den Fig. i, 2 und 3 veranschaulichte Einrichtung dienen.
Die comprimirte reine Luft tritt bei D, Fig. 1, ein, das Gasgemisch bei F.
In die Kanäle A, welche die comprimirte Luft nach den beiden Enden des Cylinders befördern, münden die Rohre C, welche Verlängerungen der Kanäle B für das Gasgemisch bilden und an deren Enden die Entzündung des Gasgemisches vor sich geht. Das letztere wird so in die Luft eingeleitet, dafs es von derselben ganz umhüllt wird, bei der Verbrennung seine Wärme völlig an die Luft abgiebt und die Expansion der Luft herbeiführt.
Die Kanäle für die Luft besitzen einen viel gröfseren Querschnitt wie die Gaskanäle, und das Gasgemisch tritt in die Luft ein, unmittelbar bevor letztere in den Cylinder gelangt, so dafs die getrennte Schichtung von Gas und Luft besser bewahrt wird. Dieses Verfahren, das brennbare Gasgemisch vorzubereiten und direct in die comprimirte Luft einzuleiten und hierbei zu entzünden, läfst sich bei Gaskraft-.maschinen jeden Systems verwenden. In gleicher Wei§e kann die Zuleitung von Gas und Luft mittelst Schieber oder Ventile bekannter Construction erfolgen. Fig. 1 zeigt einen aus vier Theilen E G bestehenden Kolbenschieber.
Die Entzündung des Gasgemisches erfolgt hier durch einen elektrischen Funken, könnte jedoch auch in der bei Gasmotoren üblichen Weise mittelst einer beweglichen Zündflamme geschehen. Fig. 3 zeigt eine geeignete elek-
trische Zündeinrichtung ac. α und c sind die beiden Drähte, zwischen deren Enden der elektrische Funke überspringt und . dann die Zündung bewirkt. Der Draht α ist durch eine isolirende Fassung am Ende des Rohres C befestigt.
Das Wesentliche des vorliegenden Arbeitsverfahrens in meinem Gasmotor besteht demgemäfs darin, dafs- ich zunächst außerhalb des Arbeitscylinders eine Gasmischung aus Gas und Luft herstelle, welche mit rauchfreier Flamme, brennt, wenn sie mit einer genügenden Luftmenge in Berührung kommt. Das Mischungsverhältnifs wird hierbei so gewählt, dafs keine Explosion, sondern eine ruhige Verbrennung entsteht. '
Dieses Gasgemisch wird in comprimirtem Zustande in den Strom comprimirter Luft getrieben, der in den Cylinder gelangt, und sofort zur Entzündung gebracht, so dafs ebenfalls eine Explosion nicht eintritt, der brennende Gasstrom vielmehr seine Wärme an den Luftstrom abgiebt und Expansion desselben herbeiführt. Hierbei ist nur nöthig, den brennenden Gasstrom in einen genügend grofsen Luftstrom einzuleiten. ,
Bei diesem Verfahren entsteht keine plötzliche Temperatur-Zu- und Abnahme durch heftige Explosion und darauf folgende Abgabe der Wärme an die Cylinderwandungen, die Verbrennungswärme wird vielmehr von der Luft absorbirt, welche expandirt und dann Arbeit verrichtet. Die für die Verbrennung, erforderliche Zeit kann in gewisser Beziehung durch die dem Gase bei dessen Erzeugung beigemischte Luft regulirt werden.
Es ist klar, dafs man nach diesem Verfahren den Motor auch mit Leuchtgas betreiben könnte, wenn demselben vor seinem Eintritt in den Arbeitscylinder eine geeignete Menge Luft beigemischt würde. Diese Beimischung kann entweder in den Zuführungskanälen des Cylinders oder auch aufserhalb desselben in dem Gaszuleitungsrohr erfolgen. Letzteres ist vorzuziehen. Durch Anordnung eines Probebrenners wird das richtige Mischungsverhältnifs controlirt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Gaskraftmaschinen die Anordnung getrennter Einlafskanäle A und B, Fig. i, für comprimirte Luft und brennbares Gasgemisch, dergestalt, dafs letzteres von der Luft ganz umhüllt, im übrigen aber getrennt eingeführt wird, sowie ferner die Anordnung der Rohre C als Verlängerung der Kanäle B, welche Rohre an ihren Enden mit einer elektrischen Zündeinrichtung versehen sind, zum Zweck, das Gasgemisch beim Ausströmen zur Entzündung zu bringen.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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