DE300012C - - Google Patents

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DE300012C
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calcium carbide
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/06Deoxidising, e.g. killing

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

Die reduzierende Wirkung des' Kalziumkarbides auf Metalloxyde ist längst bekannt und man hat auch bereits versucht, dieses Material als Desoxydationsmittel bei der Stahlbereitung zu verwenden. Die Versuche haben jedoch bisher zu keinem befriedigenden Ergebnis geführt.
Vorliegende Erfindung besteht in einem Verfahren der Anwendung des Kalziumkar-
»o bides als Desoxydationsmittel, welches in seiner Wirkung durchaus zuverlässig ist. Das Verfahren besteht darin, daß der Frischprozeß so geführt wird, daß beim Zusatz von Kalziumkarbid ein gewisser Mangangehalt
IS nicht unterschritten wird,. dessen untere Grenze etwa bei 0,2 Prozent liegt. Wenn diese Bedingung erfüllt ist, dann erweist sich das Kälziumkarbid als volles Ersatzmittel für Fe Mn, und zwar sowohl beim Thomas-
«o wie auch beim Martinstahl. .
Dieses Verfahren der Anwendung von Kalziumkarbid als Desoxydationsmittel bietet folgende Vorteile.
Die Beschränkung des Blaseprozesses auf
as einen Zustand des Bades, in dem dieses noch eine verhältnismäßig beträchtliche Menge Mangan enthält, und zwar vorzugsweise 0,2 bis 0,3 Prozent, hat zur Folge, daß das Bau nicht so reich an Sauerstoff wird, als es bei längerem Blasen der Fall ist, · da die Sauerstoffaufnahme erst dann stark wird, wenn der Mangangehalt unter die genannte Grenze herabgegangen ist. Allerdings bleibt, infolgedessen mehr Phosphor im Bade zurück. Dieses ist beim Kalziumkarbidverfahren ohne weiteres angängig, weil sich hier im Gegensatz zu allen sonst bekannten Desoxydätionsprozessen die überraschende Tatsache ergeben hat, daß eine Rückphosphorung überhaupt nicht stattfindet. Als Folge der kurzen Blasezeit und der geringen Oxydation des Bades ist der Bedarf an Kalziumkarbid als Desoxydationsmittel ein außerordentlich geringer und beträgt nur etwa 0,5 Prozent.
Eine weitere Folge der kurzen Blasezeit besteht darin, daß ein hochwertiges Material ohne weiteres auch bei dem am Ende des kurzen Blaseprozesses sich ergebenden geringen Mangangehalt resultiert. Es hat sich gezeigt, daß ζ. B. Walzprodukte von s,ehr schwierig herzustellenden Profilen mit. Schmelzen, bei welchen ausschließlich Kalziumkarbid als Desoxydationsmittel verwendet war, mit einem Mangangehalt von nur wenig über 0,2 Prozent hergestellt werden korinten, während bei den üblichen Verfahren der Desoxydation mit FeMn etwa die doppelte Menge Mangan er- ' forderlich ist, um dem Material die erforderliche Walzqualität zu geben.
Es liegt auf der Hand, daß man den Des-Oxydationsprozeß auch nur zum Teil mit Kälziumkarbid, zum anderen Teil mit Fe Mh oder einem sonstigen Desoxydationsrijittel durchführen kann.
pt. Auflage, ausgegeben am 6. September 19x1.)

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zut Herstellung von Flußeisen und Stahl unter Verwendung von Kalziumkarbid als Desoxydationsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß der Frischprozeß so geführt wird, daß beim Zusatz von Kalziumkarbid mindestens noch 0,2 Prozent Mangan im Bade sind.
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