DE29916556U1 - Gemüseernter - Google Patents

Gemüseernter

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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01DHARVESTING; MOWING
    • A01D45/00Harvesting of standing crops

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  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Harvesting Machines For Root Crops (AREA)

Description

Beschreibung Gemüseernter
Die Erfindung bezieht sich auf einen Geraüseernter, insbesondere für Salat-Gemüse, mit einem Aufnahmeband, einem Sortierband und einer Ladefläche, auf der Gemüsekisten stapelbar sind, insbesondere auf Paletten.
Entscheidend für die Ernte von Gemüse ist, daß dieses marktgerecht aufbereitet ist, d.h. die Ware muß sauber und frisch sein. Um Arbeitskräfte und -zeit zu sparen, werden für die Gemüseernte Maschinen eingesetzt. Zumeist wird das Gemüse von Hand geschnitten, auf ein Förderband gelegt und an anderer Stelle der Erntemaschine in Gemüsekisten verpackt. Es sind auch Erntemaschinen auf dem Markt, die das Gemüse bereits auf dem Feld waschen.
In der Regel sind die Förder-, Wasch- und Verpackungseinheit an der Stirnseite bekannter Erntemaschinen bzw. Trägerfahrzuege angebracht. Um möglichst effizient arbeiten zu können, ist es notwendig, möglichst viele leere Gemüsekisten mit auf das Feld zu nehmen und diese gefüllt wieder zurückzubringen. Dies bringt jedoch Handhabungsprobleme mit sich, da zum Befüllen der auf Paletten befindlichen Gemüsekisten auf der Ladefläche ein Bewegungsfreiraum für die stapelnden Arbeitspersonen verbleiben muß. Diese müssen die von den Packern gefüllten Gemüsekisten auf die Paletten stapeln und leere Gemüsekisten wieder an die Stirnseite des Gemüseernters bringen. Damit dies möglich ist, muß eine gewisse Wegfläche oder Gasse frei bleiben, auf der sich die Arbeitskräfte bewegen können. Deswegen kann die zur Verfügung stehende Ladefläche auf dem Trägerfahrzeug nur unvollständig ausgenützt werden.
Bedingt durch die stirnseitige Anordnung der Sortier- und Waschanlage haben die stapelnden Personen außerdem relativ weite Wege auf der ca. 8 m langen Ladefläche zurückzulegen. Hinzu kommt, daß der Nachteil der mangelhaften Platzausnützung oft
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dadurch gelöst wird, daß die Gemüsekisten um den Gemüseernter herum getragen werden, damit die Ladefläche maximal ausgenützt werden kann. Das Verpacken des geernteten Gemüses ist folglich sehr personalaufwendig. Es werden etliche Personen benötigt, welche die Gemüsekisten, leere und gefüllte, von den Paletten zu den Packern und umgekehrt tragen.
Herkömmliche Verpackungstische auf Gemüseerntern haben außerdem den Nachteil, daß zuerst eine volle Gemüsekiste von diesem entfernt werden muß, damit eine leere Gemüsekiste Platz finden kann. Zwar ist der Verpackungstisch für gewöhnlich so angeordnet, daß mehrere Gemüsekisten auf ihm Platz haben, so daß theoretisch ein Platz freigehalten werden könnte für leere Gemüsekisten, was jedoch kaum der Fall ist. Es besteht nämlich in der Arbeitshektik oft das Bestreben, alle Gemüsekisten zu füllen, zumal sich alle auf der selben Höhe befinden.
Wie oben dargestellt, ist es bekannt, Förderbänder zum Transport des Erntegutes frontseitig anzubringen. Das Förderband verläuft gewöhnlich auf mehreren Ebenen. Zum einen verläuft es unmittelbar über der Feldoberfläche, damit die Erntehelfer, welche das Gemüse schneiden, dieses auf das Förderband bzw. in darauf befindliche Körbe legen können. Dann steigt das Förderband bzw. ein sonstiger Schrägförderer auf die Höhe der auf der Ladefläche stehenden Personen an, damit letztere das Gemüse in die Kisten packen können. Dies bedeutet, daß das Förderband auf einer Höhe verläuft, die sich im Sichtfeld des Fahrers des Gemüseernters befindet, so daß eine gewisse Unfallgefahr gegeben ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die genannten Nachteile zu vermeiden und einen Gemüseernter zu schaffen, der eine effektive Arbeitsweise bei optimaler Raumausnutzung auf der Ladefläche ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Gemüseernter gemäß Anspruch 1. Vorteilhafte Ausführungen sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Hauptvorteil des erfindungsgemäßen Gemüseernters ist es, daß die Handhabung für die Arbeitskräfte wesentlich vereinfacht ist. Im Gegensatz zu bekannten Erntemaschinen müssen nicht laufend volle und leere Gemüsekisten auf dem Gemüseernter herum getragen werden. Da die Gemüsekisten vielmehr praktisch an derjenigen Stelle der Ladefläche gefüllt werden, an der sie später gestapelt werden, verkürzen sich die Arbeitswege wesentlich. Dies bringt weiterhin den Vorteil mit sich, daß Arbeitskräfte eingespart werden können. Ferner kann die Ladefläche vollständig ausgenützt werden, ohne daß Einschränkungen hinsichtlich des Bewegungsraumes hingenommen werden müssen.
Weiterhin ist von Vorteil, daß mit diesem Gemüseernter ein besonders ergonomisches und daher kräftesparendes Arbeiten möglich ist, da die Arbeitshöhen so angeordnet sind, daß das Personal eine aufrechte Haltung während des gesamten Verpackungsvorganges einnehmen kann. Ferner ist die Arbeitshöhe auch individuell einstellbar, so daß beschwerliches Bücken oder Hochheben weitgehend entfällt.
Vorteilhaft ist ferner, daß durch die besondere Anordnung der Förderbänder zur Aufnahme des Erntegutes ein breites Spektrum an Seitenauslegern eingesetzt werden kann, in Abhängigkeit sowohl von den örtlichen Gegebenheiten, als auch von dem zu erntenden Gemüse. Insbesondere ist durch die klappbare bzw. schwenkbare Anordnung der Aufnahme- bzw. Sortiervorrichtung ein Umstellen von Transport- in Arbeitsstellung (und umgekehrt) leicht zu handhaben. Dies ist insbesondere wichtig im Hinblick auf die Einhaltung der Vorschriften der Straßenverkehrsordnung bei häufigem Feldwechsel.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1: eine Perspektivansicht des Gemüseernters; Fig. 2: eine Teilansicht eines Querschnittes des Gemüseernters
in Arbeitsstellung; und
Fig. 3: die Ladefläche des Gemüseernters in Draufsicht.
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Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist ein Gemüseernter 1 ein Aufnahmeband 2, einen darauffolgenden Waschtunnel 3 und ein Sortierband 4 auf. Das Sortierband 4 verläuft dabei an einer Längsseite, bevorzugt entlang der gesamten Länge des Gemüseernters 1. Weiterhin weist der Gemüseernter 1 ein Gerüst 5 auf, das vorzugsweise entlang der gesamten Längsseite des Gemüseernters 1 verschiebbar ist. Auf der Ladefläche 6 des Gemüseernters 1 befindet sich eine Vielzahl von Gemüsekisten 13, 14 (vgl. Fig. 2), sowohl die noch leeren (Bezugszeichen 13) als auch die bereits befüllten (mit 14 bezeichnet), bevorzugt auf Paletten 12, damit diese einfach mit einem Gabelstapler verladen werden können. Die Ladefläche 6 ist während des Arbeitseinsatzes durch eine rückseitige Ladeklappe 7 erweiterbar.
Das Wasser zum Waschen des Gemüses beim Durchlauf des Waschtunnels 3 befindet sich in üblicher Weise in Behältern 8 und 9 unterhalb der Ladefläche 6. Der Behälter 8 beinhaltet bevorzugt Frischwasser zur Endreinigung und der Behälter 9 Brauch- oder Umlaufwasser zur Vorreinigung mit Wasserrückführung über entsprechende Schmutzfilter. Eine Person A, welche das gewaschene Gemüse auf dem Sortierband 4 sortiert und dann in die Gemüsekisten packt, steht auf einem Laufsteg 10, der an der Längsseite des Gemüseernters 1 angebracht ist. Außerdem ist hier noch am Trägerfahrzeug ein Fahrerstand 11 in Form einer gänzlich oder teilweise geschlossenen Kabine vorgesehen.
Bezugnehmend auf Fig. 2 wird die Handhabung verdeutlicht. Die Person A, die sich auf dem Laufsteg 10 befindet, nimmt das gewaschene Gemüse unter Prüfung vom Sortierband 4 und packt es in eine ihr zugeneigt stehende Gemüsekiste 14. Nach Befüllung nimmt sie von einer Abstellfläche 18 im oberen Bereich des Gerüstes 5 eine leere Gemüsekiste 13 mit der einen Hand und bringt sie vor sich in Arbeitshöhe auf den Arbeitstisch 15, wobei die Person A ( oder auch eine zweite Person A) zugleich mit der anderen Hand die gefüllte Gemüsekiste zur Person B hin schiebt. Diese befüllte Gemüsekiste 14 übernimmt die sich auf der Ladefläche 6 befindliche Person B etwa in Hüfthöhe und
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stapelt sie auf einer Palette 12, welche sich ebenfalls auf der Ladefläche 6 befindet. Die Arbeitshöhe ist sowohl für die Person A (mit gutem Sichtkontakt zur Überprüfung) als auch für die Person B zum Greifen der vollen Gemüsekiste 14 ergonomisch optimal.
Das Gerüst 5 ist bevorzugt verschiebbar angebracht, so daß es entlang der gesamten Längsseite des Gemüseernters l verschoben werden. Wenn somit eine Palette 12 voll ist, wird das Gerüst 5 um eine Palettenbreite weitergeschoben, so daß die Person B die vollen Gemüsekisten 14 wieder unmittelbar auf die entsprechende Palette 12 stapeln kann, ohne daß sie lange Wege auf sich nehmen muß. Diese Vorgehensweise wird nachfolgend anhand von Fig. 3 beschrieben.
Kastchenförmige, strichpunktierte Linien in Fig. 3 stellen die Paletten 12 dar. Es wird bevorzugt eine zusätzliche Leerpalette 17 eingesetzt, auf der - im Gegensatz zu den Paletten 12 - zu Arbeitsbeginn keine leeren Gemüsekisten 13 gestapelt sind, um das zeitaufwendige Umsortieren von Gemüsekisten zu vermeiden. Als erstes wird die Leerpalette 17 neben dem Fahrerstand 11 mit vollen Gemüsekisten 14 bestapelt. Die Person B entnimmt beim kurzen Hinweg zur Person A der Palette 12a eine leere Gemüsekiste 13 und stellt sie auf die Abstellfläche 18 des Gerüstes 5. Die Person A übernimmt diese und bepackt die leere Gemüsekiste 13 mit Gemüse, so daß nach kurzer Zeit die Person B beim "Rückweg" oder durch einfaches Hin-und Herdrehen die dann volle Gemüsekiste 14 übernimmt, wie oben beschrieben, und stellt sie auf die Leerpalette 17.
Ist die anfängliche Leerpalette 17 zwischenzeitlich vollständig mit gefüllten Gemüsekisten 14 beladen, wird anschließend die Palette 12a beladen, wobei die leeren Gemüsekisten 13 als Nachschub dafür der Palette 12b entnommen werden. Ist auch die Palette 12a voll, so wird die Palette 12b beladen, unter Verwendung leerer Gemüsekisten 13 von der Palette 12c. Ist die Palette 12b mit vollen Gemüsekisten beladen, so wird die dann
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leere Palette 12c um einen Platz nach vorne gerückt, also vor der Palette 12b abgestellt. Das Gerüst 5 wird dann um eine Palettenbreite in Richtung des hinteren Endes des Gemüseernters 1 verschoben, die beiden Personen A und B bewegen sich ebenfalls mit einem Schritt um eine Palettenbreite nach hinten. Die Person B entnimmt nun leere Gemüsekisten 13 der Palette 12d und stapelt die vollen Gemüsekisten 14 auf die Palette 12c. Auf diese Art und Weise werden alle Paletten nacheinander, beginnend mit 17, dann 12a, dann 12b usw. bis 12i gefüllt, wobei jeweils die Vorgänger-Palette die noch leeren Gemüsekisten 13 für die Befüllung der jeweils nachfolgenden Palette bereithält.
Die beiden Personen A und B arbeiten sich also von Palette zu Palette von vorne mit der Leerpalette 17 anfangend bis an das hintere Ende des Gemüseernters 1 voran. Sind alle Paletten 12 mit gefüllten Gemüsekisten 14 beladen, so ist die Ladefläche komplett gefüllt. Der Freiraum zwischen den Paletten 12 (in Fig. 3 mit einem Kreis dargestellt), der den erforderlichen Bewegungsraum für die Person B bildet, befindet sich dann auf der Ladeklappe 7, ebenso die Palette 12j. Die Palette 12j ist am Ende des Beladungsvorganges leer, da von ihr die Gemüsekisten für die letzte befüllte Palette 12i entnommen werden. Die Palette 12j wird von der Ladeklappe 7 weggenommen und beispielsweise zwischen diese und die vollen Paletten aufgestellt, um beim nächsten Erntevorgang als Leerpalette 17 zu dienen. Die Ladeklappe 7 kann nun geschlossen werden.
Die Ladefläche 6 ist zum Schluß dieses Vorganges somit komplett mit Paletten, welche sämtlich volle Gemüsekisten 14 tragen, beladen, so daß kein Leerraum auf der Ladefläche 6 mehr vorhanden ist. Zur Verdeutlichung der Vorgehensweise sind die Paletten 12, mit aufsteigenden Buchstaben a bis j gekennzeichnet. Selbstverständlich ist auch eine davon abweichende Reihenfolge bzw. Anordnung der Paletten möglich, bzw. eine Beladung von hinten nach vorne.
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Das Gerüst 5 ist bevorzugt verschiebbar entlang der gesamten Längseite der Ladefläche 6 gestaltet. Es kann jedoch auch fest angebracht sein, insbesondere wenn es so gestaltet ist, daß regelmäßig, z.B. alle 80-100 cm zumindest eine Abstellfläche bzw. 18 zum Abstellen von Gemüsekisten angebracht ist. Ferner könnte das Gerüst 5 auch mit Steckverbindungen umsteckbar ausgebildet sein. Es wird jedoch bevorzugt, daß das Gerüst 5 als verschiebbares Hängegerüst ausgebildet ist, da sich hierdurch das Weiterschieben im Laufe des oben beschriebenen Arbeitsfortganges von Palette zu Palette besonders schnell verwirklichen läßt. Das Hängegerüst ist hierzu z.B. über Schienen am Dach oder an Verstrebungen unter dem Dach des Gemüseernters 1 angebracht und ist ebenfalls bevorzugt verschiebbar gestaltet. Das Gerüst 5 kann jedoch auch verschiebbar an Schienen entlang dem Sortierband 4 gelagert sein. Es können auch gesonderte Schienen am Rahmen des Gemüseernters 1 vorgesehen sein, an welchem das Gerüst 5 bevorzugt verschiebbar befestigt ist. Das Gerüst 5 kann somit manuell in einfacher Weise und sekundenschnell durch die Person A oder B entlang der gesamten Längsseite des Gemüseernters 1 verschoben werden.
Das Gerüst 5 umfasst mindestens eine Abstellfläche 15 bzw. 18 für mindestens eine Gemüsekiste 14 (befüllt) bzw. 13 (noch unbefüllt). Bevorzugt wird jedoch, daß zwei Abstellflächen 15 und 18 vorgesehen sind. Auf der oberen Abstellfläche 18 wird bevorzugt von der Person B die leere Gemüsekiste 13 abgestellt und auf der Abstellfläche 15 wird die leere Gemüsekiste 13 von der Person A mit Gemüse gefüllt. Die untere Abstellfläche 15 ist bevorzugt so groß, daß gleichzeitig zwei befüllte Gemüsekisten 14 auf ihr Platz finden. Die Person A kann dann die volle Gemüsekiste 14 von sich weg auf den freien Platz schieben und gleich die nächste, noch leere Gemüsekiste 13 übernehmen und dann befüllen, noch ehe die Person B die gefüllte Gemüsekiste abgenommen hat. Bevorzugt wird für die Abstellfläche 15 eine abgewinkelte Form. Der zur Person A hin gerichtete Teil ist bevorzugt schräg abfallend abgewinkelt, damit die Person A die
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darauf befindlichen Gemüsekisten einfach und ergonomisch befüllen kann, während der zur Person B hin weisende Teil bevorzugt parallel zur Ladefläche 6 oder leicht schräg geneigt ausgebildet ist, damit die Person B die volle Gemüsekiste 14 kräfteschonend wegnehmen kann.
Die Abstellfläche 15 ist bevorzugt klappbar gestaltet, damit das Gerüst 5 an den Holmen, welche das Dach des Gemüseernters 1 tragen, vorbeigeführt werden kann. Der Laufsteg 10 für die Person A ist ebenfalls bevorzugt klappbar und höhenverstellbar gestaltet. Dadurch kann zum einen der Laufsteg 10 für die Straßenfahrt (ggf. mit Feder- oder Hydraulik-Unterstützung) hochgeklappt werden, zum anderen wird durch die Verstellbarkeit ermöglicht, die Arbeitshöhe für die Person(-en) A individuell einzustellen. Außerdem ist vorgesehen, daß der Laufsteg 10 und das Sortierband 4 bevorzugt zusammen in Modulbauweise aufgebaut sind. Dadurch kann dieses Modul als eine Baueinheit an die Längsseite bekannter Gemüseernter l mit Flanschverbindungen auch nachträglich noch in einfacher Weise angebracht werden.
Das Sortierband 4 und/oder der Laufsteg 10 sind bevorzugt etwas länger gestaltet als die Ladefläche 6. Dies ist von Vorteil, da dadurch die Handhabung beim Beladen der letzten Paletten (hier 12i) auf der Ladeklappe 7 sowohl für die Person B als auch für A erleichtert ist. Die Ladeklappe 7 wird bevorzugt für die Straßenfahrt hochgeklappt (Fig. 1), so daß keine Gemüsekisten etc. herunterfallen können. Für den Arbeitseinsatz auf dem Feld wird die Ladeklappe 7 abgeklappt (Fig. 3), wodurch zusätzlicher Stauraum entsteht, welcher als Fläche für ein zusätzliches Palettenpaar und als Ausweichplatz für die Person B dienen kann. Dies ist von Vorteil, da so der Gemüseernter 1 gänzlich mit Paletten und Gemüsekisten beladen werden kann. Zu Beginn der Erntetätigkeit befinden sich noch zwei Paletten samt Gemüsekisten 13 auf der Ladeklappe 7. Dadurch entsteht zum Ernteende hin auf der Ladeklappe 7 ein ausreichender Bewegungsraum für die Person B. Da die Arbeitsweise bevorzugt von vorn nach hinten ist, arbeitet sich die Person B sozusagen
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durch die Paletten 12 mit leeren Gemüsekisten 13 schrittweise bis zum rückseitigen Ende des Gemüseernters 1 hindurch und zwar unter gleichzeitiger Aufstapelung von jeweils einer leeren Palette mit den von der Person A befüllten Gemüsekisten 14.
Vorteilhaft ist auch, daß durch die niedrige Bauhöhe eine mittige Anordnung des Aufnahmebandes 2 an der Frontseite des Trägerfahr&zgr;euges möglich ist. Trotzdem findet der sich auf dem Fahrerstand 11 befindliche Fahrer freie Sichtverhältnisse vor, so daß er eine gute Übersicht über alle Erntevorgänge hat. Dabei kann der Fahrerstand 11 auch vor der Ladefläche 6 auskragend angebracht werden oder in diese Position 11' verschoben werden, wie dies in Fig. 3 mit einem Pfeil angedeutet ist. Ferner ist von Vorteil, daß sehr breite Bandteile (hier mit 2b, 2c bezeichnet) als Seitenausleger angebracht werden können, je nach gewünschtem Erntevorgang. So können z.B. für die Salat und Kohlernte Aufnahmebänder 2 angebracht werden, auf welche die Hilfspersonen das Gemüse nach dem Schneiden legen können. Andererseits ist es jedoch auch möglich, beispielsweise einen Seitenausleger für die Gurkenernte anzubringen, auf welchem die Erntehelfer in liegender Position die Gurken ernten und diese auf ein Aufnahmeband 2 legen.
Das Aufnahmeband 2 ist bevorzugt mehrteilig gestaltet, z. B. als drei getrennte Aufnahmebänder 2a, 2b und 2c. Das Aufnahmeband 2 ist bevorzugt etwas höher als ein im Waschtunnel 3 verlaufender Schrägförderer 16 gestaltet. Dadurch fällt das Gemüse, nachdem es von den Schneidepersonen auf das Aufnahmeband 2 gelegt wurde, auf den Schrägförderer 16, der das Gemüse durch den Waschtunnel 3 hindurch befördert und es dann auf dem Sortierband 4 ablegt.
Der Waschtunnel 3 ist bevorzugt so gestaltet, daß das Gemüse in mindestens zwei Schritten gewaschen wird. Für die Vorwäsche wird aufbereitetes, z.B. gefiltertes Wasser aus dem Behälter 9 verwendet. Die Endreinigung erfolgt dann mit Frischwasser aus dem Behälter 8. Ist keine Reinigung des Gemüses gewünscht oder
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erforderlieh, so kann der Waschtunnel 3 um den Schrägförderer herum auch entfallen.
Die gesamte Aufnahmevorrichtung mit Aufnahmeband 2 und Waschtunnel 3 ist bevorzugt an einer Konsole 19 hochschwenkbar gelagert, wozu ein Ausleger 20 mit nicht dargestellten Hydraulikzylindern betätigt wird. Somit kann das Aufnahmeband 2 an die gewünschte Erntehöhe und das Gelände anpasst werden. Zudem sind die Aufnahmebänder 2b und 2c seitlich hochklappbar gestaltet, um diese mittels Hydraulik- oder Pneumatikzylindern 21 bei Straßenfahrten übereinander liegend und über das mittlere Bandteil 2a klappen zu können. Der Gemüseernter 1 ist bevorzugt so gestaltet, daß ein Fahrer nur für die Straßenfahrt benötigt wird. Zur Fortbewegung auf dem Feld sind fernbedienbare Einheiten in Form eines Steuerpultes vorgesehen. Diese können beispielsweise am Gerüst 5 angebracht sein, so daß sie z.B. von Person A oder B nebenbei bedient werden können. Auch wäre es möglich z.B. unter dem Dach des Gemüseernters l eine verschiebbares Bedienelement anzubringen, das die Person B mit jeweiligem Arbeitsfortgang zur Geschwindigkeitseinstellung betätigen kann.
Die Anordnung der Paletten 12a bis 12j (mit Leerpalette 17) auf der Ladefläche 6 des Gemüseernters 1 ist bevorzugt so, wie in Fig. 3 gezeigt. Es werden neben dem Führerstand 11, sofern dieser nicht in der auskragenden Position 11' ist, zwei Paletten längs angeordnet. Die übrigen Paletten werden quer zur Ladefläche 6 abgestellt. Die Ladefläche 6 ist dabei bevorzugt so breit, daß zwei Paletten quer Platz haben, wobei insbes. sog. Euro-Paletten eingesetzt werden, um die Weiterverladung auf einen LKW mit einem Gabelstapler zu erleichtern.
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Claims (14)

1. Gemüseernter, insbesondere für Salat-Gemüse, mit einem Aufnahmeband (2), einem Sortierband (4) und einer Ladefläche (6), auf der Gemüsekisten (13, 14) stapelbar sind, insbesondere auf Paletten (12), dadurch gekennzeichnet, daß an der Längsseite des Gemüseernters (1) ein Gerüst (5) zur zeitweiligen Aufnahme und Halterung der Gemüsekisten (13, 14) angebracht ist.
2. Gemüseernter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Gerüst (5) entlang der Längsseite des Gemüseernters (1) erstreckt.
3. Gemüseernter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerüst (5) entlang der Längsseite des Gemüseernters (1) verschiebbar ist.
4. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gerüst (5) als Hängegerüst über dem Sortierband (4) angeordnet ist.
5. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gerüst (5) mindestens eine Abstellfläche (15, 18) angebracht ist, auf welcher wenigstens eine Gemüsekiste (13, 14) abstellbar ist.
6. Gemüseernter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Abstellfläche (15) zwei Gemüsekisten (13, 14) vorgesehen sind, wobei eine Hälfte der Abstellfläche (15) zu einer sortierenden Person (A) geneigt ist und die andere Hälfte parallel zur Ladefläche (6) verläuft oder zu einer volle Gemüsekisten (14) stapelnden Person (B) geneigt ist.
7. Gemüseernter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abstellflächen (15, 18) klappbar ausgebildet sind.
8. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Gerüst (5) eine Bedieneinheit zum Bedienen der Funktionen des Gemüseernters (1), insbesondere der Geschwindigkeitseinstellung angebracht ist.
9. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß ein insbesondere höhenverstellbarer Laufsteg (10) unterhalb des Sortierbandes (4) an der Längsseite des Gemüseernters (1) angebracht ist und bevorzugt zusammen mit dem Sortierband (4) als Baueinheit ausgebildet ist.
10. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl von Paletten (12) zur Aufnahme der Gemüsekisten (13, 14) auf der Ladefläche (6) angeordnet ist, wobei an der Stirnseite zumindest zwei Paletten (12, 17) der Länge nach angeordnet sind und der Rest der Ladefläche (6) mit jeweils zwei quer nebeneinander befindlichen Paletten (12) belegt ist.
11. Gemüseernter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Leerpalette (17) auf der Ladefläche (6) vorhanden ist.
12. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an der Rückseite des Gemüseernters (1) eine Ladeklappe (7) vorgesehen ist, auf der zwei Paletten (12) abstellbar sind.
13. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeband (2) unterteilt (2a, 2b, 2c) angeordnet ist, wobei die seitlichen Bandteile (2b, 2c) übereinander klappbar sind.
14. Gemüseernter nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Aufnahmeband (2), der Schrägförderer (16) und ein Waschtunnel (3), und/oder ihre Einzelbauteile seiten- und/oder höhenverstellbar ausgebildet sind.
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