DE29614876U1 - Mehrpoliger elektrischer Steckverbinder - Google Patents

Mehrpoliger elektrischer Steckverbinder

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  • Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)
  • Cable Accessories (AREA)
  • Multi-Conductor Connections (AREA)

Description

R. 30743
23.08.96 Gf/Go
ROBERT BOSCH GMBH, 70442 Stuttgart
10
Mehrpoliger elektrischer Steckverbinder Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einem mehrpoligen elektrischen Steckverbinder nach der Gattung des Anspruchs 1. Ein solcher Steckverbinder ist durch die EP 0 667 652 Al bekannt.
Hier sind in einem Kontaktträger aus elektrischem Isolierstoff in zwei Reihen angeordnete Aufnahmekammern ausgebildet. In jeder Aufnahmekammer, die mit offenen Enden von einer Vorderseite bis zu einer Rückseite des Kontaktträgers reicht, ist von der Rückseite her je ein Kontaktelement bis zu einer BetriebsStellung einschiebbar. In der Betriebsstellung des Kontaktelements, bei dem es mit einem Kontaktabschnitt in Einschieberichtung bereits aus der Vorderseite aus der Aufnahmekammer herausragt, rastet das 0 Kontaktelement mit einer Rastschulter an einem Anschlag eines Rastarmes ein.
Der Rastarm ist Teil des Kontaktträgers und ragt, quer zur Einschieberichtung in einen Rückraum ausfederungsfähig, in die Kontaktkammer hinein. Durch die Einrastung am Rastarm als Primärverriegelung ist das Kontaktelement axial lagegesichert.
R. 30743
In dem Kontaktträger sind des weiteren quer zur Einschieberichtung verlaufend und die Kontaktkammern kreuzende Schächte angebracht, in die ein kammartiges Verriegelungselement als Sekundarverriegelung zur weiteren Axialsicherung, die Kontaktelemente hintergreifend, einschiebbar ist.
Ein so mit Hinterschneidungen ausgestalteter Kontaktträger erfordert bei der Herstellung ein Spritzwerkzeug, das nicht nur längs der Einschiebrichtung entformbar ist, sondern auch quer dazu. Daraus ergibt sich, daß ein solcher Kontaktträger in nachteiliger Weise nur zweireihig mit Kontaktkammern ausgebildet sein kann, was bei einem vielpoligen Steckverbinder zu einer Baulänge führen kann, die unter beengten Einbauverhältnissen, beispielsweise im Motorraum eines Kraftfahrzeugs, nicht mehr einsetzbar ist.
Vorteile der Erfindung
0 Der erfindungsgemäße Steckverbinder mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 hat demgegenüber den Vorteil, daß die zuvor erwähnten Unzulänglichkeiten vermieden werden. Dazu weist der Steckverbinder einen Kontaktträger auf, der mehrteilig ist. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß die einzelnen Teile spritztechnisch einfach herstellbar und dabei einfach entformbar sind. Mit dem Zusammenfügen der einzelnen Teile des Kontaktträgers werden zumindest vierreihig angeordnete Aufnahmekammern für die Kontaktelemente gebildet und ein mehrpoliger elektrischer Steckverbinder realisiert, der kompakt aufgebaut ist.
Zeichnung
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher
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ausgeführt. Es zeigt die Figur einen mehrpoligen elektrischen Steckverbinder und ansatzweise einen Gegenstecker in einer Schnittdarstellung.
In den Unteransprüchen sind vorteilhafte Maßnahmen für die Realisierung der Erfindung angegeben.
Beschreibung eines Ausführungsbeispiels
Ein in der Figur dargestellter mehrpoliger elektrischer Steckverbinder 11 ist als Teil einer elektrischen Steckverbindung zur lösbaren Kopplung mit einem nur ansatzweise und schematisch dargestellten Gegenstecker vorgesehen.
Der Steckverbinder 11 weist einen Kontaktträger 13 aus elektrischem Isolierstoff, beispielsweise aus einem in einem Spritzgießverfahren verarbeitbaren Kunststoff auf. Der Kontaktträger 13 ist als ein annähernd quaderförmiger langgestreckter Körper ausgebildet, in dem eine, der Polzahl des Steckverbinders 11 entsprechende Anzahl von Aufnahmekammern 14 in 6 Reihen enthalten sind, welche Aufnahmekammern 14 den Kontaktträger 13 in axialer Richtung, gleichgerichtet zu einem Pfeil 16, durchdringen.
Der Kontaktträger 13 besteht aus hersteIlungstechnischen Gründen, insbesondere wegen einer einfachen Entformung aus einem Kunststoff-Spritzwerkzeug, aus einem einstückigen Kontaktträgeroberteil 17 mit einem mittig angeordneten ersten Kontaktträgerunterteil 18 sowie aus zwei äußeren 0 zweiten Kontaktträgerunterteilen 19, die getrennt hergestellt werden und mit dem einstückigen Kontaktträgerteil 17, 18 in nicht näher dargestellter Weise modulartig verbunden sind.
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Die zweiten Kontakttrageruntertexle 19 sind zuvor als Vormontagegruppe auf einem Träger 20, beispielsweise einer Frontplatte des Steckverbinders 11 montiert.
Die Aufnahmekammern 14 sind jeweils in einen ersten Teilabschnitt 21 und einen zweiten Teilabschnitt 22 unterteilt. In dem Kontaktträgeroberteil 17 sind alle ersten Teilabschnitte 21 der in sechs zueinander parallelen Reihen angeordneten Aufnahmekammern 14 verkörpert.
In jedem der Kontaktträgerunterteile 18, 19 sind die zweiten Teilabschnitte 22 von jeweils zwei Reihen der Aufnahmekammern 14 derart angebracht, daß sie nach dem Verbinden der zweiten Kontaktträgerunterteile 19 mit den Kontaktträgerteilen 17, 18 mit den zugeordneten ersten Teilabschnitten 21 ansatzlos fluchten.
Durch eine Verkörperung von jeweils nur zwei Reihen von Aufnahmekammern 14 in jeden der Kontaktträgerunterteile 18, 19 lassen sich diese Teile einfach entformen und herstellen.
In jeder der Aufnahmekammern 14 ist in Richtung des Pfeiles 16 je ein Kontaktelement 23 einsetzbar. Zur besseren Übersicht sind nur zwei Kontaktelemente 23 in der Figur dargestellt. Jedes der Kontaktelemente 23 weist innenseitig einerseits einen Kontaktabschnitt 24 zur Aufnahme eines Kontaktteils 26 des Gegensteckers 12 und andererseits einen Befestigungsabschnitt 27 für eine elektrische Leitung 2 8 auf.
An einem zwischenliegenden Grundkörper 29 des Kontaktelements 23 ragt seitlich eine Rastzunge 31 aus, die gegenüber der Richtung des Pfeiles 16 geneigt ist und die, nachdem das Kontaktelement 23 vollständig in die Aufnahmekammer 14 eingesetzt ist, bei einer
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entgegengesetzten Bewegung des Kontaktelements 23 an einer Innenschulter 3 2 der Aufnahmekammer 14 anstößt und als axiale Auszugssicherung ein Verriegelungselement zur Primärverriegelung des Kontaktelements 23 bildet. 5
Des weiteren rastet bei vollständig in die Aufnahmekammer 14 eingeschobenem Kontaktelement 23 ein Steg 33 eines kammartigen oder plattenförmigen Verriegelungselements in der Art einer Sekundärverriegelung an einem zwischen dem Grundkörper 29 und dem Befestigungsabschnitt 27 befindlichen, eine verjüngte Querschnittsfläche aufweisenden Verriegelungsabschnitt 34 ein.
Zur inneren Abdichtung der Steckverbindung weist der Steckverbinder 11 eine partiell auf dem Kontaktträgeroberteil 17 im Bereich der Aufnahmekammern 14 aufliegende Dichtplatte 3 6 aus Gummi oder gelartigem Material auf, die mittels einer Druckplatte 37 durch die Montage eines Deckels 38 gegen die Leitungen 28 preßbar ist.
Alternativ können die Leitungen 28 auch durch sogenannte balgartige Einzeladerabdichtungen, die in Richtung des Pfeiles 16 an die Befestigungsabschnitte 27 in die Aufnahmekammern 17 zur vorgespannten Anlage an den Befestigungsabschnitten 27 der Kontaktelemente 23 eingesetzt werden, abgedichtet sein.
Zur äußeren Abdichtung der Steckverbindung weist der Steckverbinder 11 ein am Kontaktträgeroberteil 17 0 außenseitig gelagertes, umlaufendes Dichtelement 3 9 auf. Das Dichtelement 39, das somit in der Figur oberhalb des Übergangs von den zweiten Kontaktträgerunterteilen 19 zu dem Kontaktträgeroberteil 17 liegt, weist radial und axial gerichtete Dichtlippen 41 auf.
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Beim Zusammenführen des Steckverbinders 11 mit dem Gegenstecker 12 bis zum Schließen der Steckverbindung in einer Endstellung, bei der der Steckverbinder 11 und der Gegenstecker 12 durch nicht dargestellte Halteelemente fixiert sind, werden die radial gerichteten Dichtlippen von einem hülsenförmigen Kragen 42 des Gegenstellers 12 erfaßt und partiell in axialer Richtung umgelenkt. Dadurch ergibt sich eine dichte Steckverbindung, die sich auch noch infolge des elastischen Dichtelements 3 9 durch eine hohe Schüttelfestigkeit auszeichnet.
Mit einem so ausgestalteten Steckverbinder 11 lassen sich hochpolige Steckverbindungen in kompakter Bauweise, dicht gegen Medien wie Wasser und Staub, mit verriegelten Kontaktelementen und mit fertigungstechnisch einfach herzustellenden Teilen verwirklichen.

Claims (6)

R. 30743 23.08.96 Gf/Go ROBERT BOSCH GMBH, 70442 Stuttgart Ansprüche
1. Mehrpoliger elektrischer Steckverbinder als Teil einer elektrischen Steckverbindung mit einem Kontaktträger (13) aus elektrischem Isolierstoff, der zumindest in zwei Reihen angeordnete Aufnahmekammern (14) für Kontaktelemente (23) aufweist und die Kontaktelemente (23) in den Aufnahmekammern
(14) durch Verriegelungselemente (31, 33) gehalten sind, dadurch gekennzeichnet, daß. der Kontaktträger (13) mehrteilig und zusammenfügbar ist und die Aufnahmekammern (14) bei zusammengefügtem Kontaktträger (13) in wenigstens vier Reihen angeordnet sind.
2. Steckverbinder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kontaktträger (13) aus wenigstens einem Kontaktträgeroberteil (17) und mindestens zwei Kontaktträgerunterteilen (18, 19) besteht und in einem der Teile (17-19) alle Aufnahmekammern (14) partiell mit jeweils einem ersten Teilabschnitt (21) verkörpert sind.
3. Steckverbinder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die anderen der Teile (17-19) mit dem einen der Teile (17-19) verbindbar sind oder wenigstens eines davon verbunden ist und mit jeweils einem zweiten Teilabschnitt (22) die Aufnahmekammern (14) ergänzen.
4. Steckverbinder nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die anderen der Teile (17-19) an einem gemeinsamen
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Träger (20) gehalten sind und vorzugsweise jeweils zwei Reihen der zweiten Teilabschnitte (22) der Aufnahmekammern (14) aufweisen.
5. Steckverbinder nach einem der Ansprüche 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß an einem der Teile (17-19) umlaufend ein Dichtelement (3 9) angebracht ist.
6. Steckverbinder nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß das Dichtelement (39) eine Radialdichtung ist, die an einem mit dem Steckverbinder (11) koppelbaren Gegenstecker (12) beim Schließen der Steckverbindung an diesem umlaufend zur Anlage kommt.
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