DE2943293C2 - Vorrichtung zum Führen eines Meißels einer Einschlageinrichtung - Google Patents
Vorrichtung zum Führen eines Meißels einer EinschlageinrichtungInfo
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- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
6. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Meißel (12) zwei parallel
verlaufende Führungsflächen (13) aufweist, die mit Spiel einem Paar von gegenüberliegenden Führungsrollen (14) des Führungskastens (10) anliegen. «
7. Vorrichtung aach Anspruch I oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß auf einer Flächenhälfte der
Führungsflächen (13) ein Paar von Führungsronen (14) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 6, dadurch *S
gekennzeichnet, daß jeder Flächenhälfte der Führungsflächen (13) ein Paar von Führungsrollen (14)
zugeordnet ist
9. Vorrichtung nach Anspruch I oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Mitte der Führungsflä- so
chen (13) ein Paar von sich über den größeren Teil der Querschnittslänge erstreckender Führungsrollen
(14) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kante des Flußabstrei-
fers (18) schräg ausgebildet ist
11. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Kante des Flußabstreifers (18) V-förmig, vorzugsweise mit einem Winkel
(«) von 90-150", ausgebildet ist M
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Führen eines an einer Kolbenstange
eines Druckzylinders auf und ab bewegbaren Meißels einer Einschlageinrichtung zum Brechen der erstarrten
Kruste eines Elektrolyseofens insbesondere zur Herstellung von Aluminium.
Für die Gewinnung von Aluminium durch Elektrolyse von Aluminiumoxid wird dieses in einer Fluoridschmelze gelöst, die zum größten Teil aus Kryolith besteht Das
kathodisch abgeschiedene Aluminium sammelt sich unter der Fluoridschmelze auf dem Kohleboden der
Zelle, wobei die Oberfläche des flüssigen Aluminiums die Kathode bildet In die Schmelze tauchen von oben
Anoden ein, die bei konventionellen Verfahren aus amorphem Kohlenstoff bestehen. An den Kohleanoden
entsteht durch die elektrolytische Zersetzung des Aluminiumoxids Sauerstoff, der sich mit dem Kohlenstoff der Anoden zu CO2 und CO verbindet Die
Elektrolyse findet in einem Temperaturbereich von etwa 940—950°Cstatt
Im Laufe der Elektrolyse verarmt der Elektrolyt an
Aluminiumoxid. Bei einer unteren Konzentration von 1 — 2 Gew.-% Aluminiumoxid im Elektrolyten kommt es
plötzlich zum Anodeneffekt der sich in einer plötzlichen Spannungserhöhung von beispielsweise 4—4,5 V auf
30 V und darüber auswirkt Spätestens dann muß die Kruste eingeschlagen und die Aluminiumoxidkonzentration durch Zugabe von neuem Aluminiumoxid
(Tonerde) angehoben werden.
Die Zelle wird im normalen Betrieb üblicherweise periodisch bedient auch wenn ktin Anodeneffekt
auftritt Außerdem muß bei jedem Anodeneffekt die Badkruste eingeschlagen und die Tonerdekonzentration
durch Zugabe von neuem Aluminiumoxid angehoben werden, was eine? Zellenbedienung entspricht
Zur Zellenbedienung ist über lange Jahre die Kruste aus erstarrter Schmelze zwischen den Anoden und dem
Seitenbord der Elektrolysezelle eingeschlagen und anschließend neues Aluminiumoxid zugegeben worden.
Diese heute noch weitgehend angewandte Praxis stößt auf zunehmende Kritik wegen Verschmutzung der Luft
in der Elektrolysehalle und der äußeren Atmosphäre. Die Forderung nach Kapselung der Elektrolyseöfen und
die Behandlung der Abgase ist in den letzten Jahren zunehmend zur zwingenden Notwendigkeit geworden.
Eine maximale Zurückhaltung der Elektrolysegase durch Kapselung kann jedoch nicht gewährleistet
werden, wenn eine klassische Längsseitenbedienung zwischen den Anoden und dem Seitenbord der Öfen
erfolgt.
In neuerer Zeit sind deshalb die Aluminiumhersteller
immer mehr zur Bedienung in der Ofenlängsachse übergegangen. Mach dem Einschlagen der Kruste
erfolgt die Tonerdezugabe entweder lokal und kontinuierlich nach dem »Point-Feeder«-Prinzip oder nicht
kontinuierlich über die ganze Ofenlängsachse verteilt. In beiden Fällen ist auf der Elektrolysezelle ein Vorratsbunker für die Tonerde angeordnet. Entsprechendes gilt
für die Querbedienung der Elektrolyseöfen nach der DE-OS 27 3) 908.
Für das Einschlagen des erstarrten Flusses werden in bekannten Vorrichtungen im Querschnitt rechteckige
oder runde Meißel eingesetzt.
Diese Meißel neigen zu Verdrehungen, wenn sie die harte Kruste aus erstarrter Schmelze durchstoßen.
Zur Verhinderung von Verdrehungen an im Querschnitt rechteckigen Meißeln sind Vorrichtungen
bekanntgeworden, beispielsweise
- aus der US-PS 33 71026 eine ausschließliche
Führung im Druckzylinder für eine Schlagvorrichtung mit kleinem Hub,
— aus der US-PS 37 14002 eine Führung im
Druckzylinder und unterhalb davon als Doppelführung oder aber
— aus der US-PS 39 01787 eine Führung der
Kolbenstange,
Die bekannten Ausführungsformen haben den Nachteil, daß sowohl Führung 3,1s auch Meißel in — eine
gewisse Schwerfälligkeit bewirkender — massiver Bauweise hergestellt werden müssen. Außerdem besteht
die Gefahr, daß die einer Verdrehung entgegenwirkenden Lager durch eingedrungene Tonerdekörner
erodiert und in ihrer Funktion behindert werden.
Der Erfinder hat sich deshalb die Aufgabe gestellt, eine eingangs näher beschriebene Meißelführung zu
schaffen, weiche den Meißel trotz einfacher und verhältnismäßig leichter Bauweise gegen Verdrehen
sichert und bei geringer Störanfälligkeit eine hohe Lebensdauer aufweist
Die Lösung dieser Aufgabe wird durch die folgenden Merkmale erreicht:
— einen sich in oberer Ruhelage des Me.uels von
dessen Unterseite bis zur Kolbenstange erstreckenden,
mechanisch stabilen Führungskasten,
— mindestens eine, über Rollenlager am Führungskasten befestigte Führungsrolle, die mit einer
vertikalen Führungsfläche des zumindest eine solche Führungsfläche aufweisenden Meißels in
Eingriff steht, und
— einem am Führungskasten befestigten, sich unterhalb der Führungsrolle/n über die gesamte Breite
der Führungsfläche/n erstreckenden Flußabstreifer.
35
Der Führungskasten ist aus soliden Stahlblechen, die beispielsweise eine Dicke von 2—3 mm haben, hergestellt
und erfüllt daher die Anforderungen bezüglich der mechanischen Stabilität
Bei einer bevorzugten Ausführungsform für einen Elektrolyseofen mit diesen abkapselnder Ofenabdekkung
ist ein von der Kolbenstange des Druckzylinders durchgriffenes Deckblech des Führungskasten und
dessen Mantel — also der Führungskasten abgesehen von seiner Unterseite mit der Meißelaustrittsöffnung —
gasdicht ausgestaltet; der Führungskasten durchsetzt bei gekapselten öfen die Ofenabdeckung so, daß nur
sein gasdichter Teil herausschaut. Das Deckblech des Führungskastens wird seinerseits von der Kolbestange,
die den Meißel beim Einschlagen der Kruste nach unten so
drückt, gasdicht durchgriffen. Nach einer zweiten Ausführungsform ist der Führungskasten an der
Unterseite des Druckzylinders angeflanscht Oder die Ofenabdeckung selbst kann nach einer anderen
Variante Deckblech für den Führungskasten sein.
Die Führungsrollen bestehen vorzugsweise aus einem verschleißfesten metallischen Cußteil, z. B. Stahlguß
oder Grauguß, und sind ohne Kugellager od. dgl. am Rollenlager angeordnet Die Führungsroilen, die bevorzugt
einen Durchmesser von einigen cm haben, liegen nicht direkt auf einer Führungsfläche des Meißels auf,
sondern dieser erfindungsgemäß mit Spiel von S I mm an.
Die konstruktive Gestaltung und die Anordnung der Führungsrolle/n können je nach Meißelart unterschied- £>5
lieh konzipiert werden.
Weist ein Meißel nur eine vertikale Führungsflächc auf. wie dies z. B. bei einem im Querschnitt halbkreisförmigen
Meißel der Fall ist, so kann eine sich über einen Teil der oder über die ganze Führungsfl&cbe erstreckende
Rolle bzw, zwei kleinere, an den Enden dieser Führungsfläche angeordnete Rollen eingesetzt werden.
Auf diese Weise kann jedoch nur ein Verdrehen des Meißels, nicht aber sein seitliches Ausweichen verhindert
werden.
Es ist deshalb — insbesondere bei Meißeln mit schmalem Querschnitt — zweckmäßig, zwei parallele
ebene Führungsflächen in vertikaler Richtung vorzusehen, so daß ein Paar von gegenüberliegenden Rollen
bzw. zwei an den Enden bzw. an den Hälften der Führungsflächen liegende Rollenpaare ein Verdrehen
und ein seitliches Ausweichen verhindern können. Falls ein Rollenpaar in der Mitte der Führungsflächen
angeordnet ist, erstrecken sich diese über den größeren Teil der Breite der Führungsflächen bzw. der Länge des
Meißelquerschnitts.
Unabhängig von der Anzahl und der Anordnung der Führungsrollen verlaufen deren Längsachsen immer
horizontal. Vorzugsweise liegen die.*r Längsachsen in derselben Horizontalebene, im untersten Bereich des
Führungskastens.
Beim Zurückfahren des Meißels von einer unteren Arbeitsstellung in seine obere Ruhelage wird am Meißel
erstarrte· Elektrolyt hochgezogen. Um zu vermeiden, daß diese Kruste zwischen Meißel und Führungsrolle/n
gerät, wird an der Unterseite des Führungskastens ein sich über die gesamte Breite der Führungsfläche/n
erstreckender Flußabstreifer angeordnet Dessen untere, mit weniger Spiel als die Führungsrollen an der
Führungsfläche anliegende Kante ist bevorzugt nicht horizontal ausgebildet sondern z. B. schräg oder
V-förmig geneigt
Die Verhinderung des Verdrehens oder seitlichen Ausweichens bei im Querschnitt schmalen Meißeln,
welche bei großem Kolbenhub nur eingesetzt werden können, wenn sie erfindungsgemäß stabil positioniert
sind, ist von wesentlicher Bedeutung, weil die« bei
bestehenden öfen die Umstellung auf Mittelbedienung oder die punktförmige Tonerdezugabe erlaubt, ohne
daß beim Umrüsten der Anodenabstand in der Ofenlängsachse wesentlich verändert werden muß.
Die Einschlageinrichtung, welche im Prinzip aus Druckzylinder, Kolbenstange, Meißel und Führungskasten
besteht ist direkt oder indirekt am Zellenaufbau befestigt oder Bestandteil eines Bedienungsfahrzeuges
bzw. Ofenmanipulators. Die durch die erfindungsgemäße Meißelführung mit Führungskasten und -rollen
erreichte Stabilität ist — verglichen mit den bekannten Kolbenführungen — erheblich weniger aufwendig und
dennoch wirkungsvoller.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiels
näher erläutert; es zeigt
Fig. 1 einen vertikalen Längsschnitt durch den unteren Teil einer Einschlageinrichtung für eine in
einem Elektrolyseofen gebildete Kruste mit einer Meißelführung;
Fig.2 einen Ho.izontalschnitt durch die Meißelführung
der F ig. 1 nach deren Linie 11-11.
In Fig. 1 ist als Teil einer Einschlageinrichtung in
Ruhelage ein quaderförmiger Führungskasten 10 aus Stahlblech mit in einem Mantel vorgesehenem oberem
Deckblech und einer als Bodenblcch bezeichneten unteren R.andzone ge/näß Γ i g. 2 dargestellt, der ..'ine
Ofenabdeckung 20 durchgreift. Dieser sind zur Erreichung einer wirkungsvolleren Kapselung eines nicht
«λ citer wiedergegebenen Elektrolyseofens noch Abdichtungsplatten
22 zugeordnet. In Führungskasten IO wird ein im gewählten Ausfühniiigsbeispiel mit fischschwanzförniigem
Ende versehender Meißel 12 geführt. Zwei einander parallele Führungsflächen 12 — Breitseiten
des im Querschnitt rechtwinkligen Meißels 12 — stehen in Eingriff mit einem beidseits angeordneten
Paar von f'iihriingsrollen 14.
Die Führungsrollcn 14 sind gegenüber jenen Führungsflächen
13 im Bereich einer Flächenhälfte angeordnet: die Fiihriingsfläi-he 13 wird durch ihre
Längsachse — die Projektion der Längsachse des Meißels 12 auf der Führiingsiläche 13 — in zwei
Flächenhälften unterteilt. Durch die verhältnismäßig massive Bauart des Meißels 12 wird verhindert, daß die
andere, nicht mit den Führungsrollen 14 in Eingriff stehende Flächenhälfte der Meißelsciten oder Breitseiten
des Meißels 12 abgelenkt wird. Nach anderen, nicht
dargestellten Varianten kann an der anderen Flächenhälfte ein weiteres Paar von Fiihrungsrollcn 14
vorgesehen werden, oder die Fiihrungsrollcn 14 erstrecken sich, dann vorzugsweise in der Seitenmittc
angeordnet, über einen größeren Bereich der Quer schnittslänge des Meißels 12.
Auf der oberen Seite des Bodenblechs des Führungskastens 10 sind Rollenlager 16 für die FiJhrungsrollen 14
befestigt, z. B. angeschweißt. Auf der Unterseite des Bodenblechs ist ein FluBabstreifer 18 angeordnet, der
sich über die ganze Breite der Führungsflaehen 13 erstreckt und verhindert, daß beim Hochziehen des
Meißels 12 erstarrte Flußreste unter die Führungsrollen 14 gelangen. Auf den Schmalseiten des Meißels 12 ist
kein Fußabstreifer 18 vorgesehen.
Der Fußabstreifer 18 ist im Längsschnitt V-förmig ausgebildet, wobei der Winkel % zweckmäßig zwischen
90 und 150" liegt.
Claims (5)
1. Vorrichtung zum Führen eines an einer Kolbenstange eines Druckzylinders auf und ab
bewegbaren Meißels einer Einschlageinrichtung zum Brechen der erstarrten Kruste eines Elektrolyseofens, insbesondere zur Herstellung von Aluminium, gekennzeichnetdurch
einen sich in oberer Ruhelage des Meißels (12) von dessen Unterseite bis zur Kolbenstange erstrecken- ι ο
den, mechanisch stabilen Führungskasten (10), mindestens eine über Rollenlager (16) am Führungskasten befestigte Führungsrolle (14), die mit einer
vertikalen Führungsfläche (13) des zumindest eine solche Führungsfläche aufweisenden Meißels in ts
Eingriff steht, und
einen am Führungskasten befestigten, sich unterhalb der Führungsrolle über die gesamte Breite der
Führungsfläche/n erstreckenden Fußabstreifer (18).
2. Verrichtung nach Anspruch 1 für einen
Elektrolyseofen mit diesen abkapselnder Ofenabdeckung, dadurch gekennzeichnet, daß ein Deckblech des Führungskastens (10) und dessen Mantel
gasdicht ausgestaltet sind und der Mantel im Bereich einer Abdichtplatte (22) auch gasdicht durch die
Ofenabdeckung (20) hindurchgeführt ist
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Deckblech von der Kolbenstange
des Druckzylinders durchgriffen ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, riaß das Deckblech Teil der Ofenabdekkung ist.
5. Vorrichtung nadi Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß «Jer Führungskasten (10) mit dem Druckzylinder fest verbur Jen ist.
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