DE2933844B2 - Distanzband für Transformatorspulenkörper - Google Patents
Distanzband für TransformatorspulenkörperInfo
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- H01F27/28—Coils; Windings; Conductive connections
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Description
Die Erfindung betrifft ein Distanzband für Transformatorspulenkörper,
das zur Begrenzung der Wicklungsbreite auf einen Wert, der kleiner ist als die Breite der
Spulenkammer, angrenzend an die Seitenwand der Spulenkammer anbringbar ist, aus einem in Bandlängsrichtung
gewellten Isoliermaterialstreifen besteht, der an seinen beiden Enden Vei Schlußelemente aufweist,
die zur Bildung eines geschlossenen Ringes formschlüssig miteinander in Eingriff bringbar sind, nach der
deutschen Patentanmeldung P 28 41 108.7-32 (DE-OS 28 41 108).
Damit Transformatoren eine Schutzklasse nach VDE 0551 zuerkannt wird, muß der Kriechweg zwischen
Primär- und Sekundärwicklung je nach Ländervorschrift einen bestimmten Wert aufweisen. Um diesen
Kriechweg von bis zu 12 mm einhalten zu können, hat man Spezialspulenkörper entwickelt. Es ist aber auch
schon bekannt, die Forderung hinsichtlich der Kriechweglänge mit einem Einkammer-Spulenkörper zu
erfüllen, bei dem Primär- und Sekundärwicklung in einer Kammer gewickelt sind. Man hat hierfür die Wicklungen
nicht bis an die beiden Seitenwände der Spulenkammer herangeführt und zwischen der Primärwicklung
und der Sekundärwicklung eine Isolationsfolie vorgesehen, die ihrerseits jedoch bis an diese Seitenwände
heranreicht. Es ist einleuchtend, daß der auf diese Weise erzielbare Kriechweg zwischen der Primärwicklung
und der Sekundärwicklung der Summe der Länge der auf Ober- und Unterseite der Isolationsfolie nicht
mehr bewickelten Randabschnitte dieser Isolationsfolie ist. Zur Erzielung des Abstands zwischen den Seitenwänden
der Spulenkammer und den Wicklungen hat man Pappstreifen verwendet, die mit Klebefolie
befestigt wurden. Diese Art der Abstandshaltung ist jedoch umständlich und wirft Probleme bezüglich des
Herausführens der Wicklungsenden auf.
Gemäß der Hauptanmeldung wurde zur Lösung dieser Schwierigkeiten bereits ein einfach herzustellendes,
leicht anzubringendes und auch hinsichtlich der Herausführung der Wicklungsenden unproblematisches
Distanzband vorgeschlagen, das aus einem gewellten Isoliermaterialstreifen besteht Die Wellenform des
Distanzbandes erlaubt es ohne Schwierigkeiten die Wicklungsenden durch das Distanzband hindurchzuführen.
Das Distanzband wird angrenzend an eine Seitenwand des Spulenkörpers um diesen gelegt,
worauf seine beiden Enden durch die Verschlußeleraente miteinander zu einem geschlossenen Ring verbunden
werden.
ίο Gemäß der Hauptanmeldung ist vorgesehen, daß das
gewellte bzw. mäanderförmige Distanzband in Längsrichtung, also in Richtung der Wellen, elastisch dehnbar
ist Die Dehnbarkeit führt zu dem großen Vorteil, daß eine Distanzbandlänge durch mehr oder weniger
starkes Dehnen für verschiedene Spulenkörper- oder Wicklungsmaße verwendet werden kann. So können
auch zwei Distanzbänder gleicher Länge übereinandergewickelt werden, wenn dies im Einzelfall erforderlich
sein sollte.
Bei der gemäß der Hauptanmeldung vorgeschlagenen Ausführungsform wird die Dehnbarkeit dadurch
erreicht, daß das Distanzband aus einem dehnbaren Material hergestellt wird. Aus einer Reihe von Gründen,
wie beispielsweise einer besseren Temperaturbeständigkeit, kann es jedoch notwendig werden, auch
beispielsweise spröde Kunststoffe zur Herstellung des
in geringem Umfang dehnbar sind.
Distanzband der eingangs genannten Art so auszubilden, daß es auch bei seiner Herstellung aus spröden und
wenig oder gar nicht dehnbaren Materialien hinreichend dehnbar ist
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Distanzband im Bereich jedes Wellengipfels und jedes Wellentales mit einem quer zu seiner Längsrichtung verlaufenden Schlitz versehen ist, wobei die sich über einen Teil der Bandbreite erstreckenden Schlitze in den Wellentälern von einem Bandlängsrand und in den Wellengipfeln von dem jeweils anderen Bandlängsrand ausgehen.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß das Distanzband im Bereich jedes Wellengipfels und jedes Wellentales mit einem quer zu seiner Längsrichtung verlaufenden Schlitz versehen ist, wobei die sich über einen Teil der Bandbreite erstreckenden Schlitze in den Wellentälern von einem Bandlängsrand und in den Wellengipfeln von dem jeweils anderen Bandlängsrand ausgehen.
Durch diese Schlitze können sich die jeweils einen Wellengipfel und ein Wellental miteinander verbindende
Wellenflanken bei einem auf das Distanzband ausgeübten Zug verbiegen und ermöglichen damit eine
bis 3U der Distanzbreite.
sich bekannt — vorzugsweise rechteckförmig, so daß die im wesentlichen parallel zur Distanzbandlängsrichtung
liegenden Wellenabschnitte relativ gute Auflageflächen bilden und andererseits die erwünschte Abstandhalterung
über die gesamte Höhe der Wellen gleichmäßig ist.
Die Erfindung wird nachfolgend unter Bezug auf die rein schematischen Zeichnungen an Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt
Spulenkörper zur Erläuterung der erforderlichen Kriechstrecke,
F i g. 2 einen Teil eines wellenförmigen Distanzbandes,
F i g. 3 verschiedene Aus'führungsformen von Ver-
F i g. 3 verschiedene Aus'führungsformen von Ver-
Fig.4 eine Darstellung des Distanzbandes zur Erläuterung einer anderen Befestigungsart, und
Fig. 5 einen Schnitt durch einen bewickelten
Fig. 5 einen Schnitt durch einen bewickelten
Spulenkörper, bei dem jeweils mehrere Distanzbänder übereinandergewickelt sind.
In F i g. 1 ist schematisch ein Teilschnitt durch einen
Einkammer-Spulenkörper 1 dargestellt Auf den Spulenkörper
1 sind eine untere Wicklung 3 und eine obere Wicklung 5 gewickelt Die seitlichen Wicklungsenden
weisen einen Abstand a von der Seitenwand Γ des Spulenkörpers 1 auf. Es braucht niet: betont zu werden,
daß ein entsprechender Abstand zwischen den Wicklungsenden und der Seitenwand auf der nicht dargestellten
anderen Seite vorhanden ist Die beiden Wickl ;ngen 3 und 5, bei denen es sich um eine Primärwicklung und
eine Sekundärwicklung handeln kann, sind durch eine Isolationsfolie 7 voneinander getrennt Die Isolationsfolie
7 reicht im wesentlichen bis an die Seitenwand 1' is
heran. Die Kriechstrecke zwischen den beiden Wicklungen 3 und 5 entspricht daher im wesentlichen dem
eingetragenen Doppelpfeil A und ist größer als die Länge 2a.
Zur Erzielung des Abstandes a zwischen den Wicklungen 3, 5 und der Seitenwand Γ werden
Distanzbänder 2 verwendet, die angrenzend an die Seitenwände auf den Spulenkörper gewickelt sind. Die
Breite a der Distanzbänder 2 wird entsprechend dem erforderlichen Maß zur Erzielung der gewünschten
Kriechstrecke ausgewählt
Fig.2 zeigt in einer perspektivischen Ansicht die
rechteckwellenförmige Gestalt des aus einem Isoliermaterial bestehenden Distanzbandes 2. Bei dem
Isoliermaterial kann es sich um ein Kunststoffmaterial handeln, das dem Distanzband 2 in Verbindung mit
dessen Wellenform eine elastische Dehnbarkeit in Längsrichtung verleiht Um jedoch auch eine Dehnbarkeit
des Distanzbandes 2 bei der Verwendung spröder, hochtemperaturbeständiger Kunststoffe zu gewährleisten,
ist erfindungsgemäß in jedem Wellengipfel und jedem Wellental des wellenförmigen Distanzbandes 2
ein Schlitz 20 vorgesehen, der sich quer zur Bandlängsrichtung über einen großen Teil der Breite des
Distanzbandes 2 erstreckt Dabei gehen die Schlitze 20 in den Wellengipfeln und die Schlitze 20 in den
Wellentälern jeweils von zwei verschiedenen Bandlängsrändern aus, wie man dies in F i g. 2 erkennt
Dadurch bleiben über einen gewissen Teil der Breite des Distanzbandes 2 nur die senkrecht zur Bandlängsrichtung
verlaufenden Verbindungswände 22 stehen. Diese können sich bei Ausübung eines Zuges auf das
Distanzband 2 auch dann verformen, wenn das zur Herstellung des Distanzbandes 2 verwendete Isoliermaterial
relativ spröde ist so
Diese elastische Dehnbarkeit macht es möglich, daß zwei Distanzbänder gleicher Länge gemäß F i g. 1
übereinandergewickelt werden. Die Höhe b der Wellen richtet sich im wesentlichen nach der Höhe der
Wicklungen. Es können allerdings, wie dargestellt, auch
mehrere Distanzbänder mit relativ geringer Höhe übereinandergewickelt werden, wobei auch mehr als
zwei Distanzbänder zwischen zwei aufeinanderfolgenden Isolationsfolienlagen angeordnet sein können.
Das Distanzband 2 wird vor Bewicklung des Spulenkörpers mit der zugehörigen Wicklung um den
Spulenkörper gelegt und seine beiden Enden dann miteinander verbunden. Dies kann gemäß Fig.4
dadurch erfolgen, daß eine oder mehrere Wellen an den beiden Enden ineinandergesteckt und die beiden Enden
dann mittels einer Klebefolie 9 miteinander verklebt werden. Staudessen können an den beiden Enden des
Distanzbandes 2 auch, vorzugsweise einstückig angeformte,
Verschlußelemente vorgesehen werden, wie sie in F i g. 3 bei (A) bis (C) dargestellt sind.
Gemäß F i g. 3(A) ist an einem Ende des Distanzbandes
2 ein Verschlußelement $ vorgesehen, das im wesentlichen aus einem Flansch teil als Verlängerung
eines Tals einer Welle besteht von dem sich ein Vorsprung 4a erhebt Das zugehörige Verschlußelement
6 am anderen Ende desselben Distanzbandes weist ein ähnliches Flanschteil als Verlängerung eines Berges
einer Welle auf, in welchem eine an den Durchmesser des Vorsprungs 4a angepaßte öffnung 6a vorgesehen
ist Wenn der Vorsprung 4a in die öffnung 6a eingesteckt wird, sind die beiden Enden des Distanzbandes
miteinander verbunden.
F i g. 3(B) zeigt eine andere Ausführungsform von Verschlußelementen 8 und 10. Das Verschlußelement 8
ist ein in Längsrichtung des Distanzbandes von dessen Ende vorstehender Vorsprung 8a, dessen Höhe etwa
der doppelten Wellenamplitude entspricht Das gleich hohe oder gleich dicke Verschlußelement 10 besitzt eine
dem Vorsprung 8a entsprechende öffnung 10a, in die der Vorsprung 8a von oben oder unten hereingesteckt
werden kann, in Längs- und Querrichtung in der öffnung aber formschlüssig gehalten wird.
Eine weitere von vielen anderen möglichen Ausführungsformen der Verschlußelemente ist in Fig.3(C)
gezeigt Die Verschlußelemente 12 bzw. 14 stellen im wesentlichen zwei komplementäre Halbwellen des
wellenförmigen Distanzbandes 2 dar. Das Verschlußelement 12 besitzt einen nach hinten gerichteten
Vorsprung 12a, der in eine öffnung 14a eingreift, wenn
die beiden komplementären Halbwellen ineinandergedrückt werden. Diese beiden Verschlußelemente 12, 14
machen von der Elastizität des Materials Gebrauch, die es erlaubt, daß der Vorsprung 12a beim Ineinanderdrükken
der beiden Halbwellen zunächst zur Seite gedrückt wird und dann in die öffnung 14a einschnappt Diese
Elastizität ermöglicht es auch, mit entsprechendem Kraftaufwand den Eingriff der beiden Verschlußelemente
12,14 wieder zu lösen.
Fig.5 zeigt noch einmal ganz schematisch einen Schnitt durch eine Anordnung von drei Wicklungen 11,
13 und 15 in einem Einkammer-Spulenkörper. Die Wicklungen oder auch Teilwicklungen 11,13 und 15 sind
jeweils durch eine Lage einer Isolationsfolie 17. 19 voneinander getrennt. Jeder Wicklung oder Teilwicklung
ist ein Distanzband 2 zugeordnet, das für den erforderlichen Abstand der seitlichen Wicklungsenden
von den Seitenwänden der Spulenkammer sorgt. In diesem Fall ist jede der Wicklungen oder Teilwicklungen
gerade so hoch wie ein Distanzband.
Es braucht nicht näher erläutert zu werden, daß die Wicklungsenden durch die wellenförmigen Distanzbänder
2 problemlos zu den Seitenwänden der Spulenkammer bzw. zu irgendwelchen Anschlüssen hindurchgeführt
werden können.
Das erfindungsgemäße Distanzband kann in verschiedenen Breiten entsprechend den jeweils gewünschten
Kriechstrecken sowie in verschiedenen Höhen und Längen hergestellt werden. Die Wellenform kann es
durch Spritzguß oder durch Prägen erhalten. Die Ausführung mit Verschlußelementen eignet sich insbesondere
für das im Spritzgußverfahren hergestellte Distanzband.
Claims (2)
1. Distanzband für Transformatorspulenkörper, das zur Begrenzung der Wicklungsbreite auf einen
Wert, der kleiner ist als die Breite der Spulenkammer,
angrenzend an die Seitenwand der Spulenkammer anbringbar ist, aus einem in Bandlängsrichtung
gewellten Isoliermaterialstreifen besteht, der an seinen beiden Enden Verschlußelemente aufweist,
die zur Bildung eines geschlossenen Ringes formschlüssig miteinander in Eingriff bringbar sind, nach
der deutschen Patentanmeldung P 28 41 108.7-32 (DE-OS 2841 108), dadurch gekennzeichnet,
daß das Distanzband im Bereich jedes Wellengipfels und jedes Wellentales mit einem quer
zu seiner Längsrichtung verlaufenden Schlitz (20) versehen ist, wobei die sich über einen Teil der
Bandbreite erstreckenden Schlitze (20) in den Wellentälern von einem Bandlängsrand und in den
Wellengipfeln von dem jeweils anderen Bandlängsrand ausgehen.
2. Distanzband nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich die Schlitze (20) über ca. 2Iz
der Bandbreite erstrecken.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792933844 DE2933844B2 (de) | 1979-08-21 | 1979-08-21 | Distanzband für Transformatorspulenkörper |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2933844A1 DE2933844A1 (de) | 1981-03-26 |
| DE2933844B2 true DE2933844B2 (de) | 1981-07-16 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2933844B2 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20210882U1 (de) | 2002-07-12 | 2002-10-10 | Siemens AG, 80333 München | Abstützvorrichtung zur Abstützung von zumindest einer Wicklung |
| CN104377010A (zh) * | 2014-12-12 | 2015-02-25 | 东莞市吉之晟电子科技有限公司 | 一种变压器 |
Family Cites Families (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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1979
- 1979-08-21 DE DE19792933844 patent/DE2933844B2/de not_active Ceased
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| DE2933844A1 (de) | 1981-03-26 |
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