DE2923966C2 - Diagonalluftreifen - Google Patents
DiagonalluftreifenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Diagonalluftreifen, insbesondere
für Motorräder.
Insbesondere bei Motorrädern sind Diagonalreifen bekanntlich
Radialreifen überlegen, etwa im Hinblick auf eine bequeme
Fahrt, bezüglich der Steifigkeit der Seitenwände und bezüglich
einem stabilen Fahrverhalten, insbesondere während der Kurvenfahrt.
Ein Diagonalreifen erfordert jedoch von seiner Konstruktion
her eine größere Anzahl von Karkassenlagen als der Radialreifen.
Daher treten bei der Herstellung von Diagonalreifen
Probleme auf. So ist beispielsweise nicht nur das Aufbringen
der Karkassenlagen übereinander zum Aufbau der Diagonalkarkasse
kompliziert und zeitraubend, sondern erfordert auch einen hohen
Zeitaufwand und geübte Arbeitskräfte. Ferner ist die Produktivität
bei der Herstellung von Diagonalreifen im Vergleich
zu Radialreifen begrenzt.
Aus der DE-PS 9 36 734 ist ein Fahrzeugluftreifen mit
innerem und äußerem Wulstkern bekannt. Zum Ausgleich der
Spannungen in der Seitenwand sind die Karkassenlagen um den
inneren Wulstkern gewunden bzw. enden an seiner Unterseite,
während der äußere Wulstkern in Gummi oder einer
gummiähnlichen Schicht eingebettet ist.
Die US-PS 1 818 944 zeigt einen Fahrzeugreifen, der aus
mehreren Umfangsabschnitten besteht, die jeweils mehrere,
sich versetzt überlappende Karkassenlagen bilden. Diese
Ausführung soll den Herstellungsaufwand für Fahrzeugreifen
verringern.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Diagonalluftreifen
zu schaffen, der eng auf eine übliche Radfelge
paßt und eine vollständige Abdichtung zwischen dem Reifen
und der Radfelge ermöglicht, so daß er als schlauchloser Reifen
verwendet werden kann.
Bei dem erfindungsgemäßen Diagonalluftreifen enden die einander
gegenüberliegenden Enden mindestens einer Karkassenlage
aus der nebeneinanderliegenden Textilkordeinlage, ohne daß
sie innerhalb des Wulstes um den entsprechenden Wulstkern nach
oben herum geführt und dort verankert sind, in einem Bereich
des Mantels, der zwischen einem unteren Abschnitt der entsprechenden
Seitenwand und einem Wulstkern festgelegt ist; dieser
untere Abschnitt der entsprechenden Seitenwand liegt radial
innerhalb des Reifens bezüglich des Bereiches der Seitenwand,
wo die Enden der anderen Karkassenlagen enden, nachdem sie nach
oben um den Wulstkern herumgeführt und dort verankert worden
sind.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform erstreckt sich die Gummiauskleidung,
die sich zwischen den einander gegenüberliegenden
Wulsten in Umfangsrichtung erstreckt, nach unten in den Endbereich
der entsprechenden Wulste, ist nach oben um diese herumgeführt
und endet in Berührungsverbindung mit der Außenfläche
der entsprechenden Seitenwände. Bei dieser Ausführungsform ist
keinerlei Verstärkung für jeden Wulst, z. B. eine Gummiverstärkung
oder eine Wulstfüllung, im Gegensatz zu den vorbekannten
Diagonalreifen erforderlich, bei denen eine Wulstverstärkung
notwendig ist, um die Abriebfestigkeit gegen den Reibkontakt
zwischen dem Wulst und der Radfelge zu verbessern.
Der erfindungsgemäße Diagonalluftreifen gestattet eine bequeme
Fahrt und ein stabiles Fahrverhalten und kann in einfacher
Weise mit hoher Produktivität hergestellt werden.
Die Erfindung wird nachstehend mit Bezug auf die anliegende
Zeichnung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Querschnittsansicht eines vorbekannten Diagonalluftreifens
auf einer üblichen Radfelge,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht im vergrößerten Maßstab durch
einen der beiden einander gegenüberliegenden Wulste
einer ersten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Diagonalluftreifens und
Fig. 3 bis 12 Ansichten ähnlich Fig. 2 von anderen Ausführungsformen
gemäß der Erfindung.
Der in Fig. 1 dargestellte Diagonalluftreifen weist die folgenden
Bestandteile auf:
Einen Reifen 10 mit einer Lauffläche 11, zwei einander
gegenüberliegende Seitenwände 12, von denen jeweils eine auf
jeder Seite der Lauffläche 11 angeordnet und mit dieser einstückig
verbunden ist,
zwei einander gegenüberliegende Wulste 13, die mt den entsprechenden Seitenwände 12 einstückig verbunden sind und mit den entsprechenden Felgenflanschen 21 einer Radfelge 20 in festem Eingriff stehen,
eine in dem Reifen 10 eingebettete Diagonalkarkasse 14, deren beide Enden um die entsprechende Wulste 13 in dem Reifen 10 nach oben herumgeführt und an diesen verankert sind, und eine innere Gummiauskleidung 15 aus einem Gummi- oder Kautschukgemisch, die luftundurchlässig und auf der Innenfläche des Reifens 10 aufgebracht ist.
zwei einander gegenüberliegende Wulste 13, die mt den entsprechenden Seitenwände 12 einstückig verbunden sind und mit den entsprechenden Felgenflanschen 21 einer Radfelge 20 in festem Eingriff stehen,
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Die Diagonalkarkasse 14 besteht aus mehreren Karkassenlagen
mit nebeneinanderliegenden Textileinlagen, wobei die Karkassenlagen
relativ zur mittleren Umfangsfläche des Reifens 10 abwechselnd
auf eine Unterlage gelegt werden.
Dieser Reifen 10 kann entweder mit einem Schlauch oder als
schlauchloser Reifen 10 verwendet werden. Wenn jedoch dieser
Reifen 10 als schlauchloser Reifen 10 ausgeführt ist, ist die
Wandstärke der inneren Gummiauskleidung 15 größer als bei dem mit
einem Schlauch zu verwendenden Reifen 10. Die größere Wandstärke
der inneren Gummiauskleidung 15 soll die nachteilige Diffusion
von Luft durch den Reifen 10 und durch die Seitenwände 12
verhindern, und zwar nicht nur die Luftdiffusion nach außen
im Hinblick auf einen Druckluftverlust, sondern auch im Hinblick
auf eine erhebliche Luftdiffusion in die Seitenwände 12
hinein, bei der zwischen den Karkassenlagen und dem Grundkörper
Blasen auftreten und sich die beiden Teile des
Reifens 10 voneinander lösen können. Die innere Gummiauskleidung 15
erstreckt sich gewöhnlich in Umfangsrichtung des Reifens 10 zwischen
den einander gegenüberliegenden Wulsten 13 und nach unten
in den Endbereich der entsprechenden Wulste 13.
Andererseits zeigt sich häufig, daß beim Gebrauch des
Reifens 10, beispielsweise wenn dieser ein Loch aufweist und die
Luft entweicht, mindestens einer der beiden Wulste 13 des Reifens 10
in einer Richtung im wesentlichen quer zur mittleren Umfangsebene
des Reifens 10 in eine Einbuchtung 22 der Radfelge 20 unter dem
Einfluß einer auf den Reifen 10 in einer Richtung im wesentlichen
quer zur mittleren Umfangsebene des Reifens 10 einwirkenden,
äußeren, seitlichen Kraft, verschieben wird. Wenn diese Verschiebung
eintritt, können sich im schlimmsten Fall ein Verkehrsunfall
und/oder Verletzungen des Motorradfahrens ergeben.
Um diese Verschiebung einer der Wulste 13 in die Felgeneinbuchtung 22
zu vermeiden, weist in Fig. 1 dargestellte Reifen 10 die
dort dargestellten Verbesserungen auf. Die gezeigte Radfelge
20 besitzt eine im wesentlichen radial nach einwärts konkav
gekrümmte Felgeneinbuchtung 22, im wesentlichen flache Wulstsitze
23, und zwar jeweils einen auf jeder Seite der Felgeneinbuchtung
22, ein Paar einander gegenüberliegender, im wesentlichen
radial nach außen sich erstreckender Felgenflansche 21,
und ein Paar einander gegenüberliegender Rippen 24, die jeweils
von einer gegenüber dem Felgenflansch 21 versetzten Seite
des entsprechenden Wulstsitzes 23 radial nach außen vorstehen
und sich in Umfangsrichtung der Radfelge 20 erstrecken. Wenn
der Reifen 10 auf der Radfelge 20 montiert ist, sitzt eine Felgeneingriffsfläche
oder ein Wulstunterteil 13a jedes Wulstes 13 auf dem
entsprechenden Wulstsitz 23, wobei das Ende und das Seitenteil
eng an der benachbarten Rippe 24 bzw. an dem benachbarten Felgenflansch
21 anliegen.
Die in Fig. 1 dargestellte, übliche Radfelge 20, ist so ausgebildet,
daß die entsprechende Rippe 24 ein Verschieben des
Wulstes 13 in die Felgeneinbuchtung 22 verhindert, wenn auf
mindestens einen Wulst 13 eine entsprechende seitliche Kraft
ausgeübt wird.
Da der insbesondere für Motorräder geeignete Reifen 10 im
allgemeinen eine geringe Größe aufweist, ist die wirksame Breite
RW der Radfelge 20 zum Abstützen des Reifens 10 relativ klein, und
die Breite WW der Felgeneinbuchtung 22 ist entsprechend so
weit beschränkt, wie dies für eine wirksame Befestigung des
Reifens 10 ohne Schwierigkeiten auf der Radfelge 20 erforderlich ist.
Wenn daher die Wandstärke der inneren Gummiauskleidung 15 erhöht
wird, damit der Reifen 10 als schlauchloser Reifen 10 verwendet werden
kann, so kann dieser Reifen 10 aufgrund der erhöhten Wanddicke
der inneren Gummiauskleidung 15 nicht mehr auf der Radfelge 20 montiert
werden, deren Wulstsitze 23 eine feste Breite SW aufweisen.
Dies bedeutet, daß eine bestimmte Konstruktion der Radfelge 20 für
jede Reifenart (mit bzw. ohne inneren Schlauch) erforderlich
ist. Wenn insbesondere die Wandstärke der inneren Gummiauskleidung
15 bei einem an sich für die Verwendung eines Schlauches
konstruierten Reifens 10 lediglich erhöht ist, damit dieser Reifen
10 als schlauchloser Reifen 10 verwendet werden kann, nimmt das
Volumen jedes Wulstes 13 entsprechend so weit zu, daß die Basis
des entsprechenden Wulstes 13 nicht mehr in die feststehende
Breite SW des zugehörigen Wulstsitzes 23 der Radfelge 20 eingepaßt
werden kann. Wenn der schlauchlose Reifen 10, bei dem die
Unterseiten der Wulste 13 breiter sind als die fetstehende Breite
SW der zugehörigen Wulstsitze 23 der Radfelge 20, auf der Radfelge 20
gemäß Fig. 1 momtiert wird, besteht eine erhöhte Wahrscheinlichkeit
für eine seitliche Verschiebung des Wulstes 13 in die
Felgeneinbuchtung 22.
Wenn andererseits bei der Herstellung des Reifens 10 dafür gesorgt
wird, daß die Breite BW der Unterseite jedes Wulstes 13
gleich ist wie oder geringfügig kleiner ist als die Breite SW
des entsprechenden Wulstsitzes 23, indem man die Wandstärke des
Reifens 10 und/oder die Anzahl der Karkassenlagen vermindert,
so kann der erhaltene Reifen 10 nicht mehr als schlauchloser
Reifen 10 verwendet werden, da die Wulste 13 hierfür ungünstig
ausgebildet sind. Bekanntlich haben die Wulste 13 von Reifen 10
im allgemeinen mehrere Aufgaben, d. h. Verankern der Karkassenlagen,
damit diese den Deformationskräften bei der Verwendung
des Reifens 10 widerstehen, Widerstand gegen den Reifendruck,
Übertragung von Längskräften und Herstellen einer Abdichtung
zwischen dem Reifen 10 und der Radfelge 20. Wenn daher die ungünstige
Ausbildung der Wulst 13 etwa eine vollständige Abdichtung zwischen
dem Reifen 10 und der Radfelge 20 verhindert und/oder der Reifen 10 einer
im wesentlichen in einer Richtung quer zur mittleren Umfangsebene
des Reifens 10 wirkenden Verformungskraft nicht wiederstehen kann,
ist ein derartiger Reifen 10 als schlauchloser Reifen 10 nicht geeignet.
Bei der nachstehenden Beschreibung des erfindungsgemäßen Reifens 10
werden gleiche Bauteile mit den gleichen Bezugszeichen
versehen. Der erfindungsgemäße Reifen 10 kann nicht nur bei
Motorrädern, sondern auch bei anderen Fahrzeugen, wie Personenwagen,
Omnibussen und Lastkraftwagen, verwendet werden. Die
in den Fig. 2 bis 4 dargestellten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen
Diagonalluftreifens sind insbesondere für Motorräder,
die Ausführungsformen gemäß den Fig. 5 bis 8 auch
für Personenwagen oder leichte Lastkraftwagen und die
Ausführungsformen gemäß den Fig. 9 bis 12 auch für
Omnibusse oder Schwerlastfahrzeuge geeignet.
Bekanntlich sind die Karkassenlagen aus nebeneinander liegenden
Textilkord, bestehend aus Kunst- oder Naturfasern, unter
einem Winkel zwischen 25 und 45° gegenüber der mittleren Umfangsebene
des Reifens 10 wechselnd auf eine Unterlage gelegt.
Derartige erfindungsgemäße Reifen 10 können oder ohne
innerem Schlauch verwendet werden.
In Fig. 2 ist lediglich ein Wulst 13 des erfindungsgemäßen
Reifens 10 dargestellt, wobei die Diagonalkarkasse 14
vier Karkassenlagen 14a, 14b, 14d aufweist. Ferner
sind ein Wulstkern 16, bestehend aus einem Bündel von Wulstdrähten,
die in jedem Wulst 13 gemäß Fig. 1 eingebettet sind,
sowie ein üblicher Kernreiter 17, etwa in Form eines Streifens,
vorgesehen.
Bei der Ausführungsform der Fig. 2 sind die Karkassenlagen 14a,
14b und 14c mit Ausnahme der äußeren Karkassenlage 14d um den
entsprechenden Wulstkern 16 herumgeführt und dort verankert,
während die äußere Karkassenlage 14d in einem Bereich des Reifen 10
zwischen dem Wulstkern 16 und einem unteren Abschnitt
der entsprechenden Seitenwand 12 endet, ohne dabei um den
Wulstkern 16 herumgeführt und dort verankert zu sein; im Bereich
des unteren Abschnitts der entsprechenden Seitenwand 12 enden
die anderen Karkassenlagen 14a bis 14c, nachdem sie um den
Wulstkern 16 herumgeführt und dort verankert worden sind; vorzugsweise
endet die äußere Karkassenlage 14d in der Nähe des
Wulstkerns 16 und entfernt von der Felgeneingriffsfläche oder
dem Wulstunterteil 13a des entsprechenden Wulstes 13.
Ferner ist gegebenenfalls eine Gummiverstärkung 18 vorgesehen,
die sich in Umfangsrichtung des Reifens 10 und von jeder
Seitenwand 12 nach unten zu dem Wulstteil 13b erstreckt und
die innere Gummiauskleidung 15 überlappend endet, nachdem sie das
Wulstunterteil 13a quert und um das Wulstende 13c herumgeführt ist.
Bei der in Fig. 3 dargestellten Ausführungsform endet eine
zwischen der inneren und der äußeren Karkassenlage 14a bzw.
14d angeordnete Karkassenlage, beispielsweise die Karkassenlage
14c, in dem vorstehend beschriebenen Bereich. Dagegen ist die
äußere Karkassenlage 14d lediglich im wesentlichen halb um
den Wulstkern 16 herumgeführt und erstreckt sich auf der einen
Seite des Wulstkerns 16 gegenüber der inneren Gummiauskleidung 15
nach unten zu dem Wulstteil 13b und entlang des Wulstunterteils 13a
zum Wulstende 13c des entsprechenden Wulstes 13.
Bei den beiden vorstehenden Ausführungsformen gemäß den Fig. 2
bzw. 3 kann irgendeine Karkassenlage, vorzugsweise mit Ausnahme
der innersten Karkassenlage 14a, in dem vorstehend definierten
Bereich enden. Ferner ist es nicht erforderlich, daß lediglich
eine Karkassenlage in dem vorstehend definierten Bereich
zwischen dem Wulstkern 16 und dem unteren Abschnitt der
entsprechenden Seitenwand 12 endet, ohne dabei um den Wulstkern
16 herumgeführt und dort verankert zu sein, wie dies in den
Fig. 2 und 3 dargestellt ist, sondern es können, abgesehen von
der innersten Karkassenlage 14a, auch zwei oder mehr Karkassenlagen
dort enden.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform endet die der
innersten Karkassenlage 14a benachbarte Karkassenlage 14b in
dem beschriebenen Bereich und ist nicht um den Wulstkern 16
herumgeführt und dort verankert, während sich die äußere Karkassenlage
14d wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 erstreckt.
Ferner kann anstelle der Gummiverstärkung 18 gemäß
den Fig. 2 und 3 sich die innere Auskleidung 15 nach unten
zum Wulstende 13c des entsprechenden Wulstes 13 erstrecken,
um diesen herumgeführt werden und die Außenfläche der entsprechenden
Seitenwand 12 berührend enden.
Der Reifen 10 gemäß der Fig. 5 ähnelt im wesentlichen
dem der Fig. 2, jedoch sind sechs Karkassenlagen vorgesehen.
Der Reifen 10 gemäß Fig. 6 ähnelt dem in Fig. 3, weist
jedoch sechs Karkassenlagen auf.
In Fig. 7 ist eine Ausführungsform des Reifens 10
dargestellt, bei dem zwei der sechs Karkassenlagen in dem beschriebenen
Bereich zwischen dem Wulstkern 16 und der entsprechenden
Seitenwand 12 enden und nicht um den Wulstkern 16
herumgeführt und dort verankert sind.
Der in Fig. 8 dargestellte Reifen 10 ähnelt dem gemäß
Fig. 7. Bei der Ausführungsform der Fig. 8 sind jedoch die
äußerste Karkassenlage und eine der dieser benachbarten Karkassenlage
im wesentlichen halb um den Wulstkern 16 herumgeführt
und erstrecken sich nach unten zu dem Wulstteil 13b auf
der gegenüber der inneren Auskleidung 15 entfernt liegenden
Seite des Wulstkerns 16 und entlang dem Wulstunterteil 3a zum Wulstende
13c des entsprechenden Wulstes 13; dagegen endet die von
außen dritte Karkassenlage in dem beschriebenen Bereich und ist
um den Wulstkern 16 herumgeführt und dort verankert.
Bei den in den Fig. 9 bis 12 dargestellten Ausführungsformen
weist die Diagonalkarkasse 14 acht Karkassenlagen 14e bis 14m
auf, und gleichzeitig weist jeder Wulst 13 einen inneren und
einen äußeren Wulstkern 13x bzw. 13y auf, die jeweils in bekannter
Weise aus einem Wulstdrahtbündel bestehen.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Ausführungsform enden die Karkassenlagen
14h und 14m in dem Bereich zwischen einem der Wulstkerne
13x bzw. 13y einerseits und dem unteren Abschnitt der
entsprechenden Seitenwand 12 und sind dabei nicht um die zugehörigen
Wulstkerne 13x bzw. 13y herumgeführt und dort verankert.
An der entsprechenden Seitenwand 12 enden die anderen
Karkassenlagen in Form zweier Gruppen 14e, 14f und 14g bzw.
14i, 14j und 14k, die um die zugehörigen Wulstkerne 13x bzw.
13y herumgeführt und dort verankert sind.
Bei der in Fig. 10 dargestellten Ausführungsform endet lediglich
die Karkassenlage 14k in dem Bereich zwischen dem zugehörigen
Wulstkern 13y und dem unteren Abschnitt des Wulstes 13
und ohne um den Wulstkern 13y herumgeführt und dort verankert
zu sein. Dagegen erstreckt sich die Karkassenlage 14m nach unten
zu dem Wulstteil 13b auf der gegenüber der inneren Gummiauskleidung
15 entfernt liegenden Seite des Wulstkerns 13y und
weiter über das Wulstunterteil 13a zum Wulstende 13c des Wulstes 13
und endet schließlich auf der gegenüber dem Wulstkern 13y entfernt
liegenden Seite des Wulstkerns 13x.
In ähnlicher Weise enden bei der Ausführungsform gemäß Fig. 11
die Karkassenlagen 14g und 14j in dem beschriebenen Bereich
ähnlich den Karkassenlagen 14h und 14m bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 9, doch erstrecken sich die Karkassenlagen 14k und
14m nach unten über das Wulstteil 13b auf der gegenüber der inneren
Gummiauskleidung 15 entfernt liegenden Seite des Wulstkerns
13y und dann über das Wulstunterteil 13a zur Wulstende 13c des entsprechenden
Wulstes 13 und enden schließlich auf der gegenüber dem
Wulstkern 13y entfernt liegenden Seite des Wulstkerns 13x. Bei
der in Fig. 12 dargestellten Ausführungsformen enden die Karkassenlagen
14h und 14k in dem beschriebenen Bereich ähnlich den
Karkassenlagen 14h und 14m bei der Ausführungsform gemäß Fig. 9,
während sich die Karkassenlage 14m in Fig. 12 auf der gegenüber
der inneren Gummiauskleidung 15 entfernt liegenden Seite des
Wulstkerns 13y zum Wulstteil 13b und über das Wulstunterteil
13a zum Wulstende 13c des entsprechenden Wulstes 13 erstreckt und
schließlich auf der gegenüber dem Wulstkern 13y entfernt liegenden
Seite des Wulstkerns 13x endet.
Die Herstellung des erfindungsgemäßen Reifens 10 kann
in einfacher Weise unter Verwendung mindestens einer Karkassenlage
mit geringerer Breite als die übrigen Karkassenlagen erfolgen,
die zusammen mit der zuerst erwähnten Karkassenlage
schließlich die Diagonalkarkasse 14 bilden. Insbesondere kann
der erfindungsgemäße Reifen 10 unter Anwendung üblicher Verfahren
hergestellt werden, beispielsweise durch Übereinanderlegen
der Karkassenlagen auf den Formzylinder und anschließendes
Auftragen einer Gummibeschichtung auf die äußerste Karkassenlage
vor dem Vulkanisieren oder durch den Aufbau eines Zylinderkörpers
aus den Karkassenlagen, der häufig als Tasche bezeichnet
wird, auf den Formzylinder und anschließendes Aufbringen
einer Gummibeschichtung auf die äußerste Fläche des
Zylinderkörpers vor dem Vulkanisieren.
Durch die Verwendung mindestens einer Karkassenlage, deren
Breite geringer ist als die anderen Karkassenlagen, d. h. da
die Enden mindestens einer Karkassenlage nicht um die entsprechenden
Wulstkerne 16 herumgeführt und dort verankert werden müssen,
ist die Breite BW der Unterseite jedes Wulstes 13 entsprechend vermindert.
Montiert man daher den erfindungsgemäßen Reifen 10 auf
eine übliche Radfelge 20 etwa gemäß Fig. 1, so wird nicht nur die
Gefahr einer unerwünschten Trennung oder Verschiebung mindestens
einer der einander gegenüberliegenden Wulste 13 über die benachbarte
Rippe 24 in die Felgeneinbuchtung 22 vermindert,
sondern es kann auch zwischen dem erfindungsgemäßen Reifen 10 und
der Radfelgen 20 eine vollständige Abdichtung erhalten werden, die
zur Aufrechterhaltung des Luftdrucks in dem Reifen 10 auf den
gewünschten Wert erforderlich ist.
Ferner kann wegen des verminderten Volumens jedes Wulstes 13 des
erfindungsgemäßen Reifens 10 die innere Gummiauskleidung 15 relativ
dick ausgebildet werden, beispielsweise mit einer Wandstärke
wie bei den vorbekannten Diagonalluftreifen; wird darüber hinaus
eine erhöhte Wandstärke der inneren Gummiauskleidung 15 vorgesehen,
so kann die innere Gummiauskleidung 15 erfindungsgemäß aus einem
preiswerten Kautschuk- oder Gummigemisch hergestellt werden,
das weniger luftdurchlässig ist als das für die vorbekannten
Diagonalluftreifen erforderliche Material.
Wenn insbesondere bei dem erfindungsgemäßen Reifen 10 keine
Gummiverstärkung 18 verwendet wird und an deren Stelle die innere
Gummiauskleidung 15, etwa unter Ausbildung eines Umschaltbereichs
gemäß Fig. 4, um die einander gegenüberliegenden Wulste 13
herumgeführt wird, so wird bei diesem Reifen 10 die nachteilige
Diffusion von Luft durch die Seitenwand 12 im Gegensatz
zu dem vorbekannten Diagonalluftreifen wirksam verhindert.
Die in Fig. 4 dargestellten Merkmale können in besonders vorteilhafter
Weise auch bei den anderen erfindungsgemäßen Ausführungsformen
angewendet werden.
Obwohl jedes Ende mindestens einer Karkassenlage der Diagonalkarkasse
14 gemäß der vorstehenden Beschreibung in dem vorgegebenen
Bereich an einer Stelle endet, die im wesentlichen mit
der Grenzfläche zwischen dem entsprechenden Wulstkern 13x, 13y, 16 und dem
Kernreiter 17 ausgerichtet ist, können sich darüber hinaus die
Enden weiter bis zu einer Stelle erstrecken, die einen geringfügigen
Abstand gegenüber dem entsprechenden Wulstkern 13x, 13y, 16 aufweist,
vorausgesetzt, daß diese Anordnung schließlich nicht das
Volumen des entsprechenden Wulstes 13 erhöht.
Claims (4)
1. Diagonalluftreifen, insbesondere für Motorräder, mit einer
Lauffläche (11), zwei einander gegenüberliegenden Seitenwänden
(12), zwei Reifenwulsten (13), die mindestens einen
Wulstkern (16) mit einem Kernreiter (17) enthalten, und
einer Diagonalkarkasse mit mehreren Karkassenlagen, deren
Fadenrichtungen abwechselnd schräg zur Umfangrichtung der
Lauffläche (11) verlaufen, wobei die Enden einer Gruppe aus
den mehreren Karkassenlagen um die entsprechenden Wulstkerne
(16) zum Verankern herumgeführt sind und im Bereich
des Kernreiters enden und wobei die Enden mindestens einer
der mehreren Klarkassenlagen nicht um die entsprechenden
Wulstkerne (16) herumgeführt sind,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der mindestens einen Karkassenlage (14b,
14b′, 14d′, 14g, 14h, 14k, 14m), die nicht um die entsprechenden
Wulstkerne (16) herumgeführt sind, in einem Bereich
enden, der zwischen dem Bereich nahe dem unteren Ende des
Kernreiters (17) und einem unteren Abschnitt der Seitenwände
(12) liegt und daß auf der Innenfläche des Reifens (10)
eine Gummiauskleidung (15) aufgebracht ist, deren entgegengesetzte
Enden sich nach unten zu den entsprechenden, mit
der Felge in Eingriff bringbaren Flächen der Wulste (13)
erstrecken.
2. Reifen nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß an jedem Wulst (13) außen eine
Gummiverstärkung (18) aufgebracht ist.
3. Reifen nach einem der Ansprüche 1 bis 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Enden der Gummiauskleidung (15) sich so weit erstrecken,
daß sie die Außenfläche des entsprechenden Wulstes
(13) abdecken und im Übergangsbereich zwischen dementsprechenden
Wulst (13) und der anschließenden Seitenwand
(12) enden.
4. Reifen nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die beiden Enden der zusätzlichen Karkassenlage (14b,
14b′, 14d, 14g, 14h, 14k, 14m) neben dem Übergang vom
Wulstkern (16) zum Kernreiter (17) enden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP7176278A JPS54162306A (en) | 1978-06-13 | 1978-06-13 | Pneumatic tire provided with carcass with bias structure of textile cord |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: TAUCHNER, P., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. HEUNEMANN, D |
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