DE2913656C2 - Verfahren zur Befestigung von Einsatzkörpern in Spinnvorrichtungen für die Erzeugung von Fäden oder dergleichen, insbesondere aus synthetischen Hochpolymeren - Google Patents
Verfahren zur Befestigung von Einsatzkörpern in Spinnvorrichtungen für die Erzeugung von Fäden oder dergleichen, insbesondere aus synthetischen HochpolymerenInfo
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- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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- D01D4/00—Spinnerette packs; Cleaning thereof
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Befestigung eines mit mindestens einem Spinnkanal versehenen,
absatzlosen Einsatzkörpers in einem Haltekörper bei einer Spinnvorrichtung zur Erzeugung von Fäden oder
dergleichen, insbesondere aus synthetischen Hochpolymeren, bei dem der Einsatzkörper entgegen der
Spinnrichtung in eine Bohrung des Haltekörpers eingeschoben und fixiert wird.
Aus der US-PS 32 59 938 ist es bekannt, einen mit mehreren Spinnkanälen versehenen Einsatzkörper
entgegen der Spinnrichtung in einen Hallekörper einzuschieben. Die Befestigung des Einsatzkörpers am
Haltekörper erfolgt durch Schrauben und einer zusätzlichen Halteplatte. Diese Halteplaite wird von
dem aufgebrachten Spinndruck beaufschlagt. Durch die Einspannung der Halteplatte von außen wird eine
Vorspannung auf die Halteplatte gebracht, so daß nur bestimmte Materialien für die Herstellung der Halteplatte
in Frage kommen. Aus der grundsätzlichen Funktion der Halteplatte einerseits und der verschleißfesten
Spinnkanäle andererseits ergibt sich die Forderung, beide Teile durch voneinander abweichende
Materialien optimal zu gestalten.
Es ist daher aus dem DE-GM 19 77 091 bekannt, Einsatzkörper in einen Haltekörper so einzusetzen, daß
eine freie Materialwahl gegeben ist. Dabei werden die Einsatzkörper, die jeweils einen Spinnkanal tragen,
jedoch von innen in Spinnrichtung in eine Bohrung im Haltekörper eingesetzt, wobei sich die Einsatzkörper
auf einem Bund abstützen. Bis heute hat diese Art der Gestaltung der Spinnvorrichtung jedoch keine große
technische Bedeutung erlangt. Dies liegt unter anderem daran, daß die Spinndüsenkanäle derzeit in hoher
Präzision und großer Zahl recht preiswert im Haltekörper hergestellt werden können. Außerdem stellt das
Einbringen einer Vielzahl kleiner Einsatzkörper mit einer gegenüber dem eigentlichen Spinnkanal notwendigerweise
stark vergrößerten Gestalt auf relativ kleinen Flächen ein technisches Problem dar. Hinzu
kommt, daß selbst bei Beherrschung mechanischer Befestigungsverfahren auf kleinstem Raum, wie z. B.
Bördeln, die Verarbeitung bestimmter Materialien, wie technische Edelsteine, problematisch wird, da diese sehr
druckempfindlich sind.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zu entwickeln zur Befestigung von mit
mindestens einem Spinnkanal versehenen absatzlosen Einsatzkörpern in einem Haltckcrper bei einer Spinnvorrichtung
zur Erzeugung von Fäden oder dergleichen, so daß die freie Materialwahl hinsichtlich des Haltekörpers
und der Einsatzkörper möglich wird, um derartige Werkstoffe kombiniert anwenden zu können. Dabei ist
es wesentlich, daß die Einsatzkörper vorspannungsarm in dem Haltekörper fixierbar sind.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Fixierung des Einsatzkörpers in der Bohrung durch eine
Beschichtung erfolgt, die an der Spinnkanalaustrittsseue am Übergang zwischen Einsatzkörper und Haltekörper
angebracht wird. Die Beschichtung kann z. B. galvanisch oder auch durch thermisches Aufspritzen erfolgen. Die
Einsatzkörper mit den Spinnkanälen werden von der Beschichtung formschlüssig, jedoch vorspannungsfrei
gehalten. Dabei kann die Beschichtung auf eine Fläche an dem Haltekörper und an dem Einsatzkörper
aufgebracht sein, die durch konstruktive Maßnahmen so gestaltet ist, daß sich die Beschichtung gut aufbringen
läßt. Dies läßt sich beispielsweise dadurch erreichen, daß die Bohrung für den Einsatz des Einsatzkörpers der
Außenseite zugekehrt mit einer konischen Erweiterung :o versehen ist. Aussparungen, Nuten und dergleichen
können vorzugsweise im Einsatzkörper vorgesehen sein, um die Beschichtung auch an dieser Stelle
eingreifen zu lassen und die Fixierung hierdurch zu verfestigen.
_'i Die Erfindung wird anhand der Zeichnung im
folgenden näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine erste Ausführungsform der Spinnvorrichtung
in Schnittdarstellung,
F i g. 2 e-ne zweite Ausführungsform der Spinnvor-)ii
richtung in Schnittdarstellung,
F i g. 3 eine dritte Ausführungsform der Spinnvorrichtung in Schnittdarstellung und
F i g. 4 eine letzte Ausführungsform der Spinnvorrichtung.
j3 Die Spinnvorrichtung 1 weist einen Haltekörper 2
auf, in den ein Einsatzkörper 3 von außen eingeschoben ist, der mit einem Spinnkanal 11 versehen ist. Der
Einsatzkörper 3 paßt dabei in eine Bohrung 4 in dem Haltekörper 2. Die Bohrung 4 bildet im Haltekörper 2
eine zylindrische Wandung 5 aus.
In der ersten Ausführungsform ist der zylindrische Einsatzkörper 3 in die Bohrung 4 im Haltekörper 2
eingeschoben. Die zur Einschiebseite 8 hin gerichtete Wandung 5 ist mit einer Beschichtung 6 versehen, so
daß der Einsatzkörper 3 formschlüssig, jedoch vorspannungsarm gehalten ist.
In der zweiten Ausführungsform ist wiederum der zylindrische Einsatzkörper 3 in eine entsprechende
Bohrung 4 im Haliekörper 2 eingeschoben. In dieser für galvanische Beschichtung bevorzugten Ausführungsform ist jedoch die Bohrung 4 mit einer stark konischen
Bohrungserweiterung 7 versehen, beginnend an der zur Einschiebseite 8 hin gerichteten Seite 10 des Einsatzkörpers
3 bis zur Abschlußfläche 9 der Spinnvorrichtung. Falls der Einsatzkörper 3 ein elektrisch leitender
Körper ist, so wird mit geeigneten Maßnahmen (z. B. Abeckung) dafür gesorgt, daß die zur Einschiebseite 8
hin gerichtete Seite 10 des Einsatzkörpers 3 in ausreichendem Abstand zum Spinnkanal 11 ohne
Beschichtung 6 bleibt.
In der dritten Ausführungsform ist der zylindrische Einsatzkörper 3 ebenfalls in eine entsprechende
Bohrung 4 im Haltekörper 2 eingeschoben. Der Einsatzkörper 3 ist an der zur Einschiebseite 8 hin
b5 gerichteten Seite 10 an seiner Außenkontur mit einer
rechtwinkligen Aussparung 12 versehen, so daß die Beschichtung 6 auf der Wandung 5 bis in den Bereich
des Einsatzkörpers 3 hinein angebracht werden kann.
In der vierten Ausführungsform ist der zylindrische Einsatzkörper 3 in eine entsprechende Bohrung 4 im
Haltekörper 2 eingeschoben, wobei jedoch hier die Bohrungstiefe kleiner gewählt ist als die Länge des
Spinnkanals 11. Die Beschichtung 6 ist hier auf der Außenkontur des Einsatzkörpers 3 und deren unmittelbarer
Umgebung auf der Abschlußfläche 9 der Spinnvorrichtung 1 angebracht und reicht bis in eine
Nut 13 am Umfang des Einsatzkörpers 3.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Vorfahren zur Befestigung eines mit mindestens einem Spinnkanal versehenen, absatzlosen Einsatzkörpers in einem Haltekörper bei einer Spinnvorrichtung zur Erzeugung von Fäden oder dergleichen, insbesondere aus synthetischen Hochpolymeren, bei dem der Einsatzkörper entgegen der Spinnrichtung in eine Bohrung des Haltekörpers eingeschoben und fixiert wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Fixierung des Einsatzkörpers in der Bohrung durch eine Beschichtung erfolgt, die an der Spinnkanalaustrittseite am Übergang zwischen Einsatzkörper und Haltekörper angebracht wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792913656 DE2913656C3 (de) | 1979-04-05 | Verfahren zur Befestigung von Einsatzkörpern in Spinnvorrichtungen für die Erzeugung von Fäden oder dergleichen, insbesondere aus synthetischen Hochpolymeren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19792913656 DE2913656C3 (de) | 1979-04-05 | Verfahren zur Befestigung von Einsatzkörpern in Spinnvorrichtungen für die Erzeugung von Fäden oder dergleichen, insbesondere aus synthetischen Hochpolymeren |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2913656A1 DE2913656A1 (de) | 1980-10-16 |
| DE2913656C2 true DE2913656C2 (de) | 1982-12-16 |
| DE2913656C3 DE2913656C3 (de) | 1986-05-07 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2913656A1 (de) | 1980-10-16 |
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