DE2906842B2 - - Google Patents

Info

Publication number
DE2906842B2
DE2906842B2 DE2906842B2 DE 2906842 B2 DE2906842 B2 DE 2906842B2 DE 2906842 B2 DE2906842 B2 DE 2906842B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
granulate
thermoset
granules
duromer
outer layer
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)

Links

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Formteilen au* Duromergranulat gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Nach den bisher bekannten derartigen Verfahren werden Formteile aus Duromergranulat durch Spritzgießen oder Formpressen hergestellt. Gemeinsam ist diesen Formungsverfahren, daß das gesamte mit Granulat auszufüllende Formteilvolumen entweder in separaten Aggregaten oder aber im Werkzeug selbst in einen schmelzflüssigen Zustand gebracht, unter Druck ausgeformt und durch Zufuhr von Wärme ausgehärtet wird
Dabei ist es aber ein Nachteil, daß das Anheizen des Formstoffes und dessen Aushärten im Werkzeug selbst dieses langzeitig belastet. Andererseits stellt aber eine Vorwärmung bis zur Preßtemperaiur außerhalb des Werkzeugs, gegebenenfalls unter Verwendung von Tabletten, einen gesonderten Arbeitsgang dar. Darüber hinaus besteht insbesondere beim Spritzgießen die Gefahr der Anvernetzung im Zylinder.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Herstellen von Formteilen aus Duromergranulat zu schaffen, das es ermöglicht, Formteile beliebiger Dicke in sehr kurzen Zykluszeiten herzustellen.
Erfindungsgemäß wird c'i'ise Aufgabe durch die Merkmale des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs I gelöst.
Da die Zykluszeit bei der Verarbeitung von
Duromere?! weitgehend von der ablaufenden Vemetzungsreaktion bestimmt wird, ist es vorteilhaft, daß die Vernetzung nur im Kern der GranuJatkörper stattfindet, deren Außenhaut aber unvernetzt und damit bindungsfähigbleibt
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Verfahrens gegenüber den zur Zeit üblichen Verfahren zur Herstellung von Duromer-Formteilen sind:
— der gesamte Verfahrensverlauf ist wesentlich kürzer, to — es ist ein einstufiger Prozeß,
— das Verfahren ist infolge seiner Einfachheit weniger störanfällig und leicht automatisierbar,
— mit dem Verfahren lassen sich insbesondere sehr dickwandige Teile, die aber keineswegs etwa zylinderförmig zu sein brauchen, in sehr kurzen Formverweilzeiten herstellen.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen 2 und 3 dargelegt
Der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht
2n so aus, daß zunächst Granulat aus Harz, Härter und einem HF-sensitiven Füllstoff hergestellt wird. Diese Granüiäimenge wird sodann einem hochfrequenten bzw. ultrahochfrequenten Wechselfeld ausgesetzt Um die einzelnen Granulatkörner in Ihrem Innern vollstän-
2i dig auszuhärten, während die Randzonen der Granulatkörner unvernetzt bleiben, wird gleichzeitig die gesamte Granulatmenge mit kalter Luft durchströmt Der HF-sensitive Füllstoff erwärmt die einzelnen Granulatkörner von innen hinaus; gleichzeitig wird aber die
μ äußere Schicht der Granulatkörner gekühlt Diese Schicht bleibt somit unvernetzt während das Korninnere, der Kern, aushärtet Die eigentliche Formteilherstellung kann entweder unmittelbar im Anschluß an die Vorvernetzung oder aber auch später erfolgen. Dabei
» bietet diese erste Verfahrensvariante den Vorteil, daß die im Granulatkorninnern noch gespeicherte Wärme für den weiteren Pro/eß genutzt wird.
Beispielsweise ertalgte bei einer Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens die Vorvernetzung des
*<> Granulats in einer Wirbelkammer aus Polyäthylen und Quarzglas. In dieser wurde kugelförmiges Granulat (Durchmesser 3-6 mm) aus Harz, Härter und Füllstoff verwirbelt. Die Wirbelkammer wurde in ein Mikrowellengerät gestellt, das eine Abgabeleistung von UkW
•»5 bei einer Frequenz von 2450 MHz halte. Die Wirbelkammer wurde an eine Druckluftleitung mit 5 bar angeschlossen, wobei der Luftdurchsatz über ein Ventil und einen Durchflußmesser geregelt wurde. Je nach Korngröße wurde die gewünschte Vorvernetzung nach
w 30 —60 s erzielt. Das vorvernetzte Grani'ht wurde in die verschiedensten Formkörper — beispielsweise in zylinderförmige Formteile (0 60 mm, h = 10 —60 mm)
— geformt Dabei wurde mit einem Schlagkolben ein Druck von 120 bar aufgebracht. Die Formverweilzeit
v> betmg unabhängig von dem Formteilvolumen und der Formteildicke etwa 90 s.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Herstellen von Formteiien aus Duromergranulat wobei das Duromergranulat unter Druck- und Wärmezufuhr in einem Werkzeug geformt wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein Duromergranulat eingesetzt wird, dessen jedes Korn einen ausgehärteten Kern und eine unvernetzte äußere Schicht aufweist
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines ausgehärteten Kerns und einer unvernetzten äußeren Schicht die Masse des Duromergranulats einen HP-sensitiven Füllstoff aufweist und die Körner des Duromergranulats in einem HF- bzw. UHF-FeId in einem kühlenden Luftstrom bewegt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzielung eines ausgehärteten Kerns und einer unvernetzten äußeren Schicht ausgehärtete Körner des Duromergranulats mit einer Schicht von unvemetzteni Harz des Duromergranulats überzogen werden.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1779504B2 (de) Verfahren zur verarbeitung von waermehaertenden kunststoffen, insbesondere von duroplasten aus der familie der aminoplaste auf spritzgiessmaschinen
DE2928582A1 (de) Verfahren zum herstellen von licht- reflektoren, insbesondere fuer kraftfahrzeug-scheinwerfer, sowie vorrichtung zu seiner durchfuehrung
EP1218648A1 (de) Verfahren zur herstellung einer bremsbacke
DE2906842C2 (de) Verfahren zum Herstellen von Formteilen aus Duromergranulat
DE102010022508B4 (de) Verfahren zum Herstellen eines Faserverbundbauteils
DE2906842B2 (de)
EP0745781B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bremsbacken
DE102011112141A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Faserverbundbauteils und Fahrzeug mit einem Faserverbundbauteil
DE827550C (de) Verfahren zur Herstellung nicht metallischer, thermoplastischer Einsaetze fuer Dampfkondensrohre
DE2430408A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum herstellen einer form
DE102007027586A1 (de) Verfahren zur Herstellung von elastisch verformbaren Bauteilen
DE102012005505A1 (de) Beplankungsteil für ein Fahrzeug und Verfahren zu seiner Herstellung
DE2902083C3 (de) Verfahren zur Herstellung eines Kolbens für eine Scheibenbremse
DE833604C (de) Verfahren zur Herstellung von kunstharzgebundenen Schleifscheiben
DE4334207C1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Reibbelages
DE102016217666A1 (de) Verfahren zum Spritzgießen eines thermoplastischen Kunststoffbauteils und thermoplastisches Kunststoffbauteil
DE3102219C2 (de)
DE714656C (de) Verfahren zur Herstellung einer ein durch Erwaermen erweichbares Bindemittel, z. B. Kunstharz, enthaltenden Schleifscheibe
DE3206157A1 (de) Auskleidung fuer kuststoff-verarbeitende maschinen, insbesondere spritzguss- oder extrusionsmaschinen und verfahren zu ihrer herstellung
DE102023126640A1 (de) Verfahren zur Herstellung eines Silikonproduktes und Silikoncompound zur Herstellung des Silikonproduktes
DE102007025053A1 (de) Verfahren zum Herstellen eines permanent magnetischen Formteiles
DE102014200719A1 (de) Aushärten von CFK-Bauteilen mit Wärme-Impuls
EP1115541A1 (de) Verfahren zum pressen zylindrischer verbundkörper
DE102017213453A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen eines Verkleidungsteils eines Kraftfahrzeugs, Verwendung der Vorrichtung
DE102006046926A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur hochgenauen Herstellung von Formteilen aus härtbaren Formmassen