DE289474C - - Google Patents

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DE289474C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02BHYDRAULIC ENGINEERING
    • E02B13/00Irrigation ditches, i.e. gravity flow, open channel water distribution systems

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Hydraulic Turbines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
;.- M 289474 — KLASSE 45«. GRUPPE
NIKOLAUS BAECHLE, SOHN in NORDRACH, Kreis und Amt Offenburg-Baden.
Vorrichtung zum selbsttätigen Entleeren von Weihern und Staubecken behufs Bewässerung von Äckern und Feldern.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. Dezember 1913 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung bei Sammelweihern, wie sie zu landwirtschaftlichen Bewässerungen dienen, um eine selbsttätige, in regelmäßigen Perioden sich wiederholende vollständige Entleerung des Weihers nach jeweiliger Erreichung des Höchstwasserstandes herbeizuführen, ohne irgendwelche menschliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
ίο Die an sich bekannte Aufgabe, das Sammeloder Aufhaltebecken völlig und von Zeit zu Zeit selbsttätig zu leeren, wird der Erfindung zufolge, gegenüber den Wasserablässen bei Talsperren, oder unter Benutzung der Heberwirkung, in neuer Weise gelöst, nämlich durch die Vereinigung zweier Wasserräder, derart wirksam, daß ein Teil des bei gefülltem Aufhaltebecken überfließenden Wassers ein rückenschlächtiges Wasserrad antreibt, welches einen Ablaufhahn ein wenig öffnet, worauf ein anderes, vom Ablaufstrom getriebenes Schaufelrad den Hahn ganz öffnet, kurz vor der Entleerung des Weihers aber ein allmähliches Zurückgehen der Wasserräder und des Hahnes in ihre Ausgangslagen stattfindet.
Diese Vorrichtung findet Anwendung bei Sammelbecken von geringerem Fassungsvermögen, wie sie namentlich in gebirgigen Gegenden vorkommen. Indem dabei das angesammelte Wasser periodenweise zur landwirtschaftlichen Nutzung abgeleitet wird, ergibt sich der nicht zu gering zu bewertende Vorteil, ■ daß die vielfältigen Wirkungen des Wassers (anfeuchtend, düngend, bodenreinigend) auf diese Weise besser zur Geltung kommen können als bei einfacher ständiger Berieselung ohne Verwendung eines Sammelweihers.
Ein Ausführungsbeispiel ist auf beiliegender Zeichnung dargestellt, auf welcher Fig. ι die Ansicht wiedergibt;
Fig. 2 die Aufsicht der maschinellen Einrichtungen, während
Fig. 3 eine Perspektive Skizze einer derartigen Gesamtanlage,
Fig. 4 den Querschnitt des Ablaufgerinnes, und ■' ■
Fig. 5 eine Abänderung darstellt.
Am Damm eines Weihers befinden sich, wie bei Talsperren, Staubecken usw. bekannt, ein Überlauf- 2 und ein durch das Dammfundament hindurchgehender Ablaufkanal 1, welcher bei dem Gegenstand der vorliegenden Erfindung auf besondere Weise benutzt wird. Vom Strom in einem Ablaufgerinne 3 wird ein unterschlächtiges Schaufelrad 4 angetrieben, auf dessen Welle 5 ein wesentlich kleineres oberschlächtiges Wasserrad 6 und ein Kettengetrieberad 7 aufgekeilt ist. Dieses Kettenrad überträgt die Bewegung auf eine Welle 9, durch die gleichzeitig ein im Ablaufrohr ι befindlicher Hahn 10 zweckentsprechend gedreht wird.
Die Wirkungsweise dieser Vorrichtung ist nun folgende. ■■
In dem durch den Damm 11 am Abhang
eines hügeligen Geländes gebildeten Sammel- j weiher 12 steigt das vom Gebirge oder aus \ Quellen kommende Wasser nach und nach ! an und wird beim Weitersteigen, wenn die j Spiegelhöhe II erreicht ist, durch das Uberlaufrohr 2 ausfließen. In diesem Augenblick gelangt durch eine an das Überlaufrohr sich anschließende Leitung 13 Wasser in die Kästen des. Wasserrades 6, wodurch dasselbe im Sinne des Pfeiles sich langsam zu drehen beginnt und durch einen Kettentrieb 14 den Hahn 10 im Ablaufrohr ein wenig öffnet. Nun ergießt sich, je nach der Öffnungsweite, ein immer zunehmender Wasserstrahl des unter Überdruck stehenden Wassers aus dem Weiher in das Ablaufgerinne 3. Inzwischen ist durch das oberschlächtige Wasserrad 6 auch das unterschlächtige Wasserrad 4 gedreht worden, dessen nur auf einem Teil seines Umfahges angeordnete Schaufeln in den abfließenden Strom im Gerinne 3 eintauchen, von dem Strom erfaßt werden und ein weiteres öffnen des Hahnes herbeiführen. Wie aus der Zeichnung (Fig. 1) ersichtlich, besitzt auch das Rad 6 nicht auf dem ganzen Umfang Wasserkästen, da dieses Rad 6 ja nur die Bewegung des selbsttätig erfolgenden Entleerungsvorganges einleiten soll.
Solange das Wasser des Weihers durch das Gerinne ausströmt, erhält es daher das Rad 4 in einer um 180° gegenüber derjenigen der Zeichnung (Fig. 1) versetzten Stellung.
Ist alsdann das Wasser des Weihers völlig ausgeflossen, so dreht sich das Rad 4 in die (gezeichnete) Anfangsstellung zurück; denn es ist derart eingerichtet, daß sein Schwerpunkt sich ungefähr bei A befindet, was z. B. dadurch erreicht werden kann, daß man die Schaufeln bei A schwerer ausführt als die übrigen, oder indem man auf dem Rade bei A schwere Massen aufbringt, so daß mit Sicherheit das Rad bei geleertem Weiher sich um 180 ° zurückdreht.
Der halben Umdrehung (um 180°) der Welle 5 muß eine Viertelumdrehung (um 90 °) der Welle 9 entsprechen, woraus folgt, daß der Radius des Kettenrades 15 doppelt so groß als der des Rades 7 sein muß.
Fig. 5 stellt eine Abänderung der Vorrichtung dar; hier ist eine Vereinfachung insofern getroffen, als die Funktionen beider Räder 4 und 6 durch ein einziges erfüllt werden, was dadurch ermöglicht ist, daß die Schaufeln des unterschlächtigen Rades mit denjenigen des oberschlächtigen Rades vereinigt sind. Beachtlich ist, daß die Schaufeln des oberschlächtigen Rades mit Durchgangsöffnungen 18 versehen sind, damit das anfangs aus dem Überlaufrohre 2 kommende Wasser sich über mehrere der Schöpfschaufeln verteilen kann.
Der Erfindungsgedanke kann auch durch andere Mittel ausgeführt werden: z. B. durch auf verschiedenen Wellen sitzende Wasserräder, welche auf denselben Hahn einwirken, oder durch eine auf ein Ventil einwirkende Vereinigung von Eimern mit einem Wasserrad.
Um die Leitungen 2, 13 und 1 vor Verstopfung zu bewahren, sind Schutzsiebe 16, 17 vorgesehen.
Ein Verschlammen und damit eine Störung der Wirkungsweise der Vorrichtung ist nicht zu befürchten, da ihre wichtigsten Teile sich leicht zugänglich außerhalb des Staudammes befinden, im Gegensatz zu der bekannten Anordnung, wo das Überlaufrohr mit den tief unten gelegenen beweglichen Teilen innerhalb des Stausees liegt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Vorrichtung zum selbsttätigen Entleeren von Weihern und Staubecken behufs Bewässerung von Äckern und Feldern, dadurch gekennzeichnet, daß das bei gefülltem Weiher oder Staubecken überfließende Wasser zum Drehen eines oberschlächtigen Wasserrades (6) benutzt wird, welches einen im unteren Auslaufrohr (1) des Staubeckens (12) angeordneten Hahn (10) zum Teil öffnet und gleichzeitig ein nur auf einen Teil seines Umfanges mit Schaufeln besetztes unterschlächtiges Wasserrad (4) dreht, dessen Schaufeln in den Auslauf kanal (3) tauchen und, von dem auslaufenden Wasserstrom erfaßt, ein völliges Öffnen des Hahnes (10) veranlassen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt der Wasserräder (4, 6) außerhalb 10c ihrer Drehachse so liegt, daß nach dem Entleeren des Staubeckens die Wasserräder in ihre Anfangslage zurückkehren und den Hahn (10) schließen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3062013A (en) * 1959-07-16 1962-11-06 Alan F Gill Fish conservation system

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