DE286958C - - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B25—HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
- B25D—PERCUSSIVE TOOLS
- B25D9/00—Portable percussive tools with fluid-pressure drive, i.e. driven directly by fluids, e.g. having several percussive tool bits operated simultaneously
- B25D9/06—Means for driving the impulse member
- B25D9/10—Means for driving the impulse member comprising a built-in internal-combustion engine
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVi 286958 ^ KLASSE BIh. GRUPPE
Dr. MICHAEL Ritter von SENKOWSKI und FERDINAND BARBEROWSKI in KRAKAU.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1913 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Antriebsmaschine für stoßweise arbeitende
Werkzeuge (Hammer, Stoßbohrer) u. dgl. Es ist bekannt, als solche Arbeitsmaschinen Zweitaktexplosionsmotoren
zu verwenden, und zwar einerseits Zweizylinderrriaschinen ohne Schwungrad, bei welchen die Kompression in
einem Zylinder während des Expansionshubes des anderen Zylinders vor sich geht, und
anderseits Einzylindermaschinen mit Schwungrad und einer Pufferfeder, die den Kolben in
die Ausgangsstellung zurücktreibt. Die Steuerung erfolgt somit bei den bekannten Maschinen
durch einen zweiten Zylinder oder es wird ein Schwungrad verwendet.
Es gibt auch Maschinen, die zwei Zylinder und zwei Kolben oder wenigstens einen Zylinder
und zwei Kolben besitzen, von denen der eine Kolben mit Kurbelwelle und Schwungrad
verbunden die Steuerung und die Kompression übernimmt, der andere dagegen die Stöße ausführt und durch eine Spiralfeder
zurückgetrieben wird, wobei aber größere Arbeitsverluste stattfinden.
Bei Übertragungsgetrieben für Explosionsmotoren werden auch Spiralfedern verwendet,
die die Energie während des Explosionshubes aufspeichern und durch Veränderung ihrer
Spannung eine Änderung der Ganggeschwindigkeit gestatten.
Gegenstand der Erfindung ist eine einzylindrige Antriebsmaschine ohne Schwungrad, bei
welcher die Steuerung allein von einer Feder besorgt wird. Erfindungsgemäß ist der einfach
wirkende Zweitaktexplosionsmotor derart ausgestaltet, daß der Kolben beim Arbeitshub einen elastischen Körper (Feder, Gas
ο. dgl.) so stark zusammenpreßt und in ihm bis zum nächsten Hub so viel Arbeitsvermögen
aufspeichert, daß dieser Körper allein bei seiner Entspannung den Kolben wieder in die Ausgangsstellung für den Arbeitshub
zurückführt, dabei das Gemisch im Verbrennungsraum komprimiert, die Zündung des Gemisches herbeiführt und auf der anderen
Kolbenseite frisches Gemisch ansaugt. Die treibende Energie ist gleich der Summe von
Kompression und Explosion, und da die Kompressionsenergie zum neuen Spannen der Feder
verbraucht wird, bleibt der volle Explosionsdruck, welcher die Stoßarbeit bewirkt.
Bei dieser Maschine wirkt die Explosionskraft unmittelbar als Stoßkraft, und zwar erfolgt
die Explosion im günstigsten Augenblick,
denn in dem elastischen Mittel wird nur ein so großer Teil der Gesamtarbeit aufgespeichert,
daß er zur Kompression, zum Gasansaugen und zur Zündung gerade ausreicht, und daß somit
das Gemisch im Augenblick der größten Kompression gezündet wird. Die ganze Maschine
kann daher sehr leicht gebaut sein; die Steuerung läßt auch hohe Hubzahlen (über iooo
in der Minute) sehr leicht erreichen. Alle
ίο diese Umstände wirken bei der Maschine zusammen
und bedingen ihre besondere Brauchbarkeit für den angegebenen Zweck.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform
des Gegenstandes der Erfindung, und zwar in Fig. 1 im Längsschnitt, während
die Fig. 2, 3, 4 und 5 Querschnitte nach den Linien 2-2, 3-3, 4-4 bzw. 5-5 der Fig. 1 zeigen.
Die eigentliche Antriebsmaschine besteht
aus einem Zylinder 1, der zweckmäßig in bekannter Weise mit Kühlrippen ausgestattet
ist, und einem Kolben 4 mit Kolbenstange 4'. Der Zylinder der Maschine ist an seinem unteren
Ende durch einen Deckel 9 abgeschlossen, der vorteilhaft eine nach innen ragende hülsenförmige
Verlängerung 9' als Führung für die Kolbenstange 4' aufweist; zwischen dem Deckel 9 und dem Kolben 4 ist eine Feder 10
angeordnet. Der Zylinder 1 ist mit einem Auspuffschlitz 11, einem Schlitz 12' zum Einlaß
der vorkomprimierten Mischung in den Explosionsraum und einem Einlaßventil 13
(Fig. 3) zum Ansaugen des frischen Gemisches ausgestattet; durch einen Schlitz 12 wird das
beim Niedergang des Kolbens vorkomprimierte frische Gemisch aus dem unteren Raum des
Zylinders hinausgeschoben. An einer geeigneten Stelle ist im Zylindermantel eine elektrische
Zündkerze vorgesehen. Mit dem Deckel 9 ist ein Zwischenmantel 22 verbunden, in welchem
sich zwei Ansätze 5 und 6 eines an der Kolbenstange 4' befestigten Hammerbodens 4"
bewegen können. In dem nach Fig. 1 linksseitigen Schlitz ist ferner ein Anschlag 16 angeordnet. Mit dem Hammerboden 4" ist ein
Hammerkörper 7 mit Hammerplatte 8 verbunden; der Hammerkörper 7 ist vorteilhaft
mit schraubenförmig gewundenen Nuten η' versehen (Fig. 5).
Mit dem Zwischenmantel 22 ist ein Zylinder 18 verbunden, in welchem eine Hülse 17
angeordnet ist, die mit Schaltklinken 19 ausgestattet ist, welche mit den Nuten η' des
Hammerkörpers 7 in Eingriff stehen. Im unteren Teil der Hülse 17 ist der Stoßbohrer
21 und eine kräftige Pufferfeder 20 angeordnet. Am Zylinder 1 der Antriebsmaschine ist
ferner in Nuten des Zylindermantels ein Schlitten 14 gleitbeweglich geführt (Fig. 3), der an
seinem unteren Ende eine gelenkig angebrachte Klinke 15 trägt, die sich in dem linksseitigen
Schlitz des Zwischenmantels bewegen kann.
Am Hammerboden ist zweckmäßig eine Unterbrecherrolle
5' o. dgl. für den Stromkreis der Zündkerze angeordnet.
Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende:
Um die Antriebsmaschine anzulassen, wird der Schieber 14 unmittelbar oder mittels eines
Antriebsgestänges von Hand aus der in Fig. 1 in vollen Linien dargestellten Lage nach abwärts
bis in die in gebrochenen Linien dargestellte Lage geschoben. Dabei wird mittels
der Klinke .15 der Hammerboden 4" und damit der Kolben 4 mitgenommen, wobei das
im Vorkompressionsraum (Federraum) der Maschine enthaltene frische Gemisch komprimiert
wird. Am Ende dieser Bewegung des Kolbens werden oben die Einlaßschlitze 12' zum
Einströmen des vorkomprimierten Gemisches in den Verbrennungsraum der Maschine freigegeben.
Nun trifft die Klinke 15 auf einen mit dem Zwischenmantel 22 verbundenen Anschlag
16 und wird dadurch so weit ausgeschwungen, daß der Hammerboden samt dem
Kolben frei wird und sich unter Einwirkung der Feder 10 in die obere Endlage bewegt.
Dabei wird das frische Gemisch im Verbrennungsraum komprimiert und am Schlüsse des
Kompressionshubes durch die Wirksamkeit der Unterbrecherrolle 5' am Hammerboden in bekannter
Weise gezündet.
Nun läuft die Maschine allein weiter; das beim Aufwärtsgang des Kolbens im Vorkompressionsraum
durch das Einlaßventil 13 von einem Vergaser o. dgl. angesaugte Gemisch
wird beim Arbeitshub des Kolbens vorkomprimiert und gleichzeitig wird die Feder gespannt
; am Schlüsse dieser Bewegung strömt das vorkomprimierte Gemisch in den Verbrennungsraum
und die Rückstände werden durch den Auspuffschlitz 11 ausgeschoben; der
eigentliche Kompressionshub wird durch die Feder 10 bewirkt usw.
Beim Arbeitshub des Kolbens geht der Hammer 7 vor und schlägt gegen den Stoßbohrer
21 o. dgl.; bei diesem Vorwärtsgang des Hammers wird durch die Nuten und
Schaltklinken in bekannter Weise die Hülse 17 verdreht und damit der Stoßbohrer versetzt.
Die Pufferfeder 20 verhindert beispielsweise no bei herausgefallenem Stoßbohrer eine Zerstörung
der Vorrichtung.
Bei den bekannten Motoren wird für Kompression, Gasaustausch, Zündung usw. die
Trägheit des Schwungrades ausgenutzt, man erhält aber dabei keine gute Stoßwirkung; bei
der beschriebenen Maschine wird statt der Trägheit die Elastizität benutzt und dadurch
eine vorzügliche Stoßkraft erreicht.
Die Feder braucht nur etwa ein Zehntel der vollen Explosionskraft aufzunehmen; sie
kann also entsprechend schwach sein, und die
ganze Maschine kann daher verhältnismäßig leicht gebaut werden. Auch das Anlassen ist
nicht schwerer als beim gewöhnlichen Motor, wo auch nur die Kompression beim Ankurbeln
zu überwinden ist. Trotzdem wird bei der beschriebenen Maschine die volle Explosionskraft als Stoß ausgenutzt, und zwar kann
dies in einem Augenblick geschehen, wo die Geschwindigkeit des Kolbens und somit auch
ίο die Stoßkraft am größten ist. Da der Federdruck
immer kleiner ist als der Explosionsdruck, so besitzt die Beschleunigung des Kolbens
bis zum letzten Augenblick den positiven Wert, und somit besitzt der Kolben im Schlagmomente
die größte Geschwindigkeit.
Die Maschine kann überall mit den gleichen Vorteilen Verwendung finden, wo eine schlagende
Kraftwirkung erreicht werden soll, z. B. für Bohrmeißel, Schmiedehämmer u. dgl.
Mit der Antriebsmaschine läßt sich eine hohe Hubzahl leicht erreichen, so daß sie auch für
schnellaufende Kompressoren, Vakuumapparate, Pumpen usw. bei unmittelbarer Kupplung angewendet
werden kann.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:i. Antriebsmaschine für stoßweise arbeitende Werkzeuge u. dgl. mit einem einfach wirkenden Zweitaktexplosionsmotor ohne Kurbel und Schwungrad, dessen KoI-ben bei seinem Arbeitshube einen elastischen Körper (Feder, Gasmenge u. dgl.) zusammenpreßt, dadurch gekennzeichnet, daß der gefederte Kolben (4) mit der an sich bekannten Gemischzuführungsvorrichtung (13,12,12') gepaart und der elastische Körper (Feder 10) so bemessen ist, daß in ihm so viel und nur so viel von der treibenden Energie bis zum nächsten Spiel aufgespeichert wird, als erforderlich ist, damit dieser Körper allein bei seiner Entspannung den Kolben wieder in die Ausgangsstellung für den Arbeitshub zurückführt, dabei das Gemisch im Verbrennungsraum komprimiert, die Zündung des Gemisches herbeiführt und auf der anderen Kolbenseite frisches Gemisch ansaugt.
- 2. Antriebsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am Zylinder der Maschine ein Schieber (14) o. dgl. gleitbeweglich angeordnet ist, der mittels einer Klinke (15) mit einem mit dem Kolben der Maschine verbundenen Mitnehmer in Eingriff gebracht werden kann, und dessen Klinke (15) bei der Anlaßverschiebung des Kolbens durch einen in ihrer Bahn angeordneten festen Anschlag (16) ausgeklinkt wird, so daß die Maschine mittels dieses Schiebers angelassen werden kann.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE286958C true DE286958C (de) |
Family
ID=542223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE286958C (de) |
-
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