DE28613C - Verfahren zur Verkohlung von Knochen mittelst überhitzten Wasserdampfes - Google Patents
Verfahren zur Verkohlung von Knochen mittelst überhitzten WasserdampfesInfo
- Publication number
- DE28613C DE28613C DENDAT28613D DE28613DA DE28613C DE 28613 C DE28613 C DE 28613C DE NDAT28613 D DENDAT28613 D DE NDAT28613D DE 28613D A DE28613D A DE 28613DA DE 28613 C DE28613 C DE 28613C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- steam
- bones
- charring
- superheated steam
- spodium
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C01—INORGANIC CHEMISTRY
- C01B—NON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
- C01B32/00—Carbon; Compounds thereof
- C01B32/30—Active carbon
- C01B32/312—Preparation
- C01B32/336—Preparation characterised by gaseous activating agents
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Inorganic Chemistry (AREA)
- Meat, Egg Or Seafood Products (AREA)
Description
XT 5Tir 38 613^ν"1>ι·. phii.' Adoir a™«» mi
" Carmen, Emil Mecfcer in Seiht,, *«*ej®> «efcllidiaft C. Heckmann tn Serlm,
Julius Pintsch in Serlin unb Alexander
Sclioellcr in ©üren. — Sßerfabren jur SSer=
iefcluna »on ^D^enwitMftuberStfeten ©alter«
..58ο.βι:.11, Dftobfr..l883;ab,..»^MK...
" Carmen, Emil Mecfcer in Seiht,, *«*ej®> «efcllidiaft C. Heckmann tn Serlm,
Julius Pintsch in Serlin unb Alexander
Sclioellcr in ©üren. — Sßerfabren jur SSer=
iefcluna »on ^D^enwitMftuberStfeten ©alter«
..58ο.βι:.11, Dftobfr..l883;ab,..»^MK...
KAISERLICHES
PATENTAMT
i PATENTSCHRIFT
KLASSE 10: Brennstoffe.
ABRAHAM ZWILLINGER in WIEN. Verfahren zur Verkohlung von Knochen mittelst überhitzten Wasserdampfes.
Patentirt im Deutschen Reiche vom li. October 1883 ab.
In der beiliegenden Zeichnung zeigt Fig. 1 die Anlagen der Apparate zur Verkohlung von
Knochen mit überhitztem Dampf unter Gewinnung der Nebenproducte. Fig. 2 zeigt eine
Modification dieser Anlage, bei welcher Nebenproducte nicht gewonnen werden und welche
auch zur Wiederbelebung des gebrauchten Spodiums oder der gebrauchten Kohlen verwendet
wird.
A, Fig. i, ist ein grofses gufs- öder schmiedeisern'eg
Gefäfs, mit Isolirmasse α umgeben und zwischen starken Mauern untergebracht, um
Wärmeverluste möglichst zu vermeiden. Dasselbe dient zur Verkohlung der Knochen. Man
füllt es mit den Knochen bis an die Einmündungsstelle des Rohres b, durch welches
der überhitzte Dampf zugeleitet wird. Der nothwendige Dampf kann auf irgend eine bekannte
Weise oder in einem der bekannten Ueberhitzungsapparate überhitzt werden. In der
Zeichnung ist B der Dampfgenerator, aus welchem der zu überhitzende Dampf durch Hahn c
-und Rohr d in den Ueberhitzer C geführt wird,
nachdem das Gefäfs A vorher geschlossen wurde. Man läfst den Dampf nur allmälig in den Ueberhitzer einströmen und öffnet den Hahn c oder
sonstige zur Regulirung der Dampfquantität angewendete Vorrichtungen erst dann ganz, wenn
das vom Gefäfs A abführende Schlangenrohr D heifs erscheint und durch das kleine Röhrchen g
Ammoniakgeruch verspürt wird.
"Die sehr heifsen Ammoniakdämpfe werden nun durch die Kühlschlange D geleitet, wo sie
zum grofsen Theil abgekühlt werden; von hier strömen dieselben in die schmied- oder gufseisernen
Waschgefäfse (Verdichtungs- oder Absorptionsgefäfse) E1 bis E5.
Fig. 2 stellt eine Modification des Knochenverkohlungsapparates dar; derselbe Apparat dient
auch zur Wiederbelebung des Spodiums in den Zuckerfabriken. Es ist nicht nöthig, das gebrauchte
Spodium vorerst zu trocknen, sondern es kann in sehr feuchtem Zustande sofort in
die eisernen Kessel gebracht werden. Der überhitzte Dampf treibt in einigen Minuten
sämmtliche Feuchtigkeit aus.
Der Dampf aus dem Dampfkessel B' von
einer bis höchstens zwei Atmosphären Spannung tritt in das System der glühenden Röhren C,
welche aus ziemlich starkem Eisengufs bestehen und mit halbkreisförmigen Verbindungsstücken,
die in der Mauer ruhen und nicht der directen Flamme ausgesetzt sind, verbunden und mit
Asbest gedichtet sind.
Die dem directen Feuer ausgesetzten . Gufsröhren werden vor dem Durchbrennen dadurch
geschützt, dafs man sie vor der Zusammenstellung des Apparates mehrere Male mit einer
aus zwei Theilen Lehm und einem Theil Kieselguhr bestehenden Mischung, welche in sehr
dünnem, wässerigem Syrup aufgeschwemmt sind, bestreicht. Es entsteht hierdurch ein dünner
Ueberzug, welcher sehr fest haftet und das Rohr von aufsen gegen die Flammen schützt.
Die Innenseite des Rohrsystems wird im Laufe der Zeit von einer sehr fest anliegenden Schicht
von krystallisirtem Eisenoxyd überzogen, wodurch jede weitere Zerstörung des Eisens verhindert
wird.
Das Verfahren, um Knochenkohle zu bereiten und das gebrauchte Spodium zu beleben, be-
steht bei Benutzung des Apparates Fig. 2 in folgendem: Sowohl die Knochen wie auch das
gebrauchte Spodium können in den vorhandenen Knochendämpfern oder in den gebräuchlichen
■Filtern A1 A% As A1, wenn dieselben mit schlechter
Leitung umhüllt und mit den nöthigen Leitungsröhren und Hähnen, wie es die Fig. 2 darstellt,
versehen worden sind, nach der neuen Methode verarbeitet werden.
In dem Dampfkessel B mufs die Dampfspannung constant nur auf zwei Atmosphären
= 120,64° C. erhalten werden, während die Schlangenröhren C des Ueberhitzers auf Dunkelrothgliihhitze
gebracht werden. Sobald die Knochendämpfer oder Filter mit Knochen oder gebrauchtem Spodium gefüllt und dampfdicht
geschlossen sind, wird der untere oder obere ; Hahn ex bezw. i2, je nachdem der Dampf von unten
oder von oben eingeführt werden soll, und das Dampfventil des Kessels successive geöffnet;
der Dampf strömt durch die dunkelrothglühenden Röhren, wird daselbst überhitzt und erlangt so
eine Temperatur von 525 bis 8oo° C, welche Temperatur zur Bereitung von Knochenkohle
oder zum Wiederbeleben des gebrauchten Spodiums vollkommen hinreicht. Nach 5 Stunden
ist die Operation bei Verwendung von rohen Knochen beendet, beim Beleben des Spodiums
sind 2Y2 Stunden genügend, wenn in beiden
Fällen das Quantum Material in einem Kessel 12 bis 15 Metercentner beträgt. Der überhitzte
Dampf darf in seiner Durchströmung nicht gänzlich gehindert werden, da das Manometer am
Kessel nie mehr als zwei Atmosphären Druck gleich einer Atmosphäre Ueberdruck haben darf.
Nachdem die Operation der Verkohlung beendet ist, was man daran erkennt, dafs der
durch das Röhrchen g, Fig. 1, ausströmende Dampf sich nicht mehr entzünden will, wird
die Knochenkohle, wie bekannt, .in Kühlgefäfse geschafft und weiter verarbeitet.
Werden die an den Röhren / und h angebrachten Hähne nach Bedarf geöffnet, so kann
der Dampf durch das Rohr / von unten in die Cylinder dringen und durch m in das gemeinschaftliche
Rohr h, und von da in den Apparat zur Gewinnung der Nebenproducte oder beim
blofsen Wiederbeleben des Spodiums in die freie Luft strömen.
Um dem Apparat auch von oben anstatt von unten frischen Dampf zuführen zu können, ist
das über dem Apparat gelagerte Dampfrohr b, welches durch ein Ventil e2 mit der Ueberhitzungsschlange
C in Verbindung steht, mit jedem einzelnen Cylinder durch einen Verbindungsstutzen
Hn1 n% n3 in Verbindung, so
dafs es möglich ist, bei entsprechender Stellung aller übrigen Ventile des Apparates der Reihenfolge
nach einem Cylinder nach dem anderen von oben frischen Dampf zu geben und die aus dem letzten Cylinder abgehenden Dämpfe
ins Freie oder zu dem Apparat D behufs Gewinnung der Nebenproducte abzuführen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Die Darstellung von Knochenkohle in geschlossenen Gefäfsen, durch welche Dampf von 500 bis 8oo° hindurchgeleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE28613C true DE28613C (de) |
Family
ID=304846
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT28613D Active DE28613C (de) | Verfahren zur Verkohlung von Knochen mittelst überhitzten Wasserdampfes |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE28613C (de) |
-
0
- DE DENDAT28613D patent/DE28613C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE28613C (de) | Verfahren zur Verkohlung von Knochen mittelst überhitzten Wasserdampfes | |
| DE2138664C3 (de) | Gas-Dampfturbinenanlage | |
| DE612230C (de) | Dampferzeugungsanlage | |
| DE964502C (de) | Dampfkraftanlage mit Vorwaermung durch Anzapfdampf und durch Rauchgase | |
| DE47055C (de) | Speisewasser-Vorwärmer | |
| DE586516C (de) | Dampfkessel | |
| DE8480C (de) | Neuerungen an Apparaten für Laboratorien der Apotheken | |
| DE326808C (de) | Schnelldampferzeuger | |
| DE398348C (de) | Stehender Heizungskessel | |
| DE911180C (de) | Heizkessel mit Fuellschachtfeuerung, unterem Abbrand und nachgeschalteter Brennkammer | |
| DE371074C (de) | Heizungskessel | |
| EP3460207A1 (de) | Dampferzeugereinheit mit power-to-heat-funktion | |
| DE388194C (de) | Vorwaermer fuer dickfluessige Brennstoffe | |
| DE267357C (de) | ||
| DE51605C (de) | Dampfkesselfeuerung für flüssige Kohlenwasserstoffe. (2 | |
| DE439904C (de) | Einrichtung zum UEberhitzen von Dampf mittels unterteilter UEberhitzer | |
| DE1401347A1 (de) | Dampferzeuger und Verfahren zur Erzeugung von trockengesaettigtem Dampf | |
| DE423618C (de) | Heisswasserheizung | |
| DE337464C (de) | Einrichtung zur Erzeugung von Wassergas bei Gaserzeugungsoefen, insbesondere Retortenoefen | |
| DE1952211C (de) | Heisswassererzeuger | |
| DE66440C (de) | Apparat zur Erzeugung von Leucht- und Heizgas aus Kohlenwasserstoffen und Wasserdampf bezw. Wasserstoff | |
| DE467928C (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Dampfueberhitzung fuer Entfaerbungskohlen-Retorten | |
| DE274780C (de) | ||
| AT120869B (de) | Verfahren und Einrichtung zum Betrieb einer Wassergasanlage mit Abhitzekessel. | |
| DE69668C (de) | Dampfüberhitzer mit in einem schlechten Wärmeleiter eingebetteten Röhren |