DE285355C - - Google Patents

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DE285355C
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F3/00Cylinder presses, i.e. presses essentially comprising at least one cylinder co-operating with at least one flat type-bed
    • B41F3/46Details
    • B41F3/58Driving, synchronising, or control gear

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVr 285355 -KLASSE 15 d. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. April 1914 ab.
Die Erfindung betrifft Schnellpressen mit hin und her gehendem Bett und bezieht sich namentlich auf die zum Hin- und Herbewegen des Bettes dienende Vorrichtung. Die Erfindung ·> bezweckt, den Antrieb für das hin und her gehende Bett zu verbessern, damit letzteres eine gleichmäßige und verhältnismäßig langsame Bewegung während des Druckhubes und eine schnellere Bewegung beim Rückgang ausführt. Auf den Zeichnungen ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht.
Fig. ι zeigt einen wagerechten Schnitt nach der Linie i-i in Fig. 2 durch das Gestell und den Bettantrieb der Druckpresse,
Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 2-2 in Fig. i, und
'Fig. 3 einen senkrechten Schnitt nach der Linie 3-3 in Fig. 2.
An dem Gestell 40 der Presse sind die seitliehen Führungen 41, 42 für das hin und her bewegliche Bett 43 angebracht. Die Führungen 41, 42 enthalten Führungsschienen 44, und das Bett 43 ist mit Schienen 45 ausgestattet, zwischen denen (44 und 45) Rollen 46 angeordnet sind (Fig. 3). Das Gestell 40 trägt außerdem Führungen 47, die als Unterstützung für den mittleren Teil des Bettes 43 dienen und mit den Führungsschienen 44 ähnlichen Schienen 48 versehen sind, während das Bett diesen Schienen gegenüberliegende Führungen 49 hat und zwischen den Führungen 48 und 49 Rollen 50 angeordnet sind. Wie aus Fig. 3 ersichtlich, ist das Bett 43 in seiner ganzen Länge auf vier Linien unterstützt und auf Rollen gelagert, so daß es frei hin und her beweglich ist. .Der Rahmen 40 trägt an beiden Enden paarweise angeordnete Pufferzylinder 51, mit denen am Bett angeordnete Kolben 52 zusammenwirken, um in bekannter Weise das Bett an den Enden seiner Hübe leicht zum Stillstand zu bringen und seine Umsteuerung zu erleichtern. Unmittelbar unter dem Bett 43 befindet sich eine Führung 53, die mit ihren Enden am Rahmen 40 befestigt ist, und unmittelbar unter dieser Führung 53 ist eine zweite Führung 54 vorgesehen, die an ihren Enden mit abnehmbaren, am Rahmen 40 gelagerten Platten 55 verbunden ist. Auf den Führungen 53, 54 kann ein Querkopf 56 wagerecht gleiten. Er trägt einen Wellenstumpf 57 (Fig. 1), auf dem ein Zahnrad 58 drehbar gelagert ist. Das Bett 43 trägt eine Zahnstange 59, die beständig in das Zahnrad 58 eingreift. Die Führung 54 trägt auch eine Zahnstange 60, in die das Rad 58 eingreift und die in der Längsrichtung einstellbar ist, und zwar mittels Schrauben 61, 62, um' die Lage des Bettes zu ändern. Der Querkopf 56 hat einen' senkrechten Schlitz 63, in dem ein Block 64 gleitet. In letzterem ist eine Welle 65 drehbar, die auch in einen benachbarten Block 66 eingreift, welcher in einem radialen Schlitz 67 eines Zahnrades 68 gleitet. Das Zahnrad 68 sitzt auf einer Welle 69, die in einer Lager hülse 70 ruht. An einer Seite des Rades 68 sind die Zähne in einem Teil des Umfanges entfernt (Fig. 1 und 3), und an der Seite, wo die Zähne sich über den ganzen Umfang eistrecken, greift das Rad in ein Zahnrad 71 einer Welle 72, die dauernd umläuft, also auch das Zahnrad 68 in ununterbrochene Drehung versetzt. Mit dem Teile seines Umfanges, dem die Zähne zum Teil fehlen, steht das Zahnrad 68 einer Zahnstange 73
40
45
55
60
70
an der Unterseite des Bettes 43 gegenüber. Die Bewegungen des Rades 68 sind zeitlich so abgestimmt, daß der ungezahnte Radteil der Zahnstange 73 an den Enden des Druckhubes und beim Rückhube des Bettes gegenübersteht; während des Druckhubes jedoch greift das Rad 68 in die Zahnstange 73 ein.
Die Welle 72 liegt in Lagern 74, 75 am Rahmen 40 und trägt an ihrem linken Ende eine Riemenscheibe 76 und ein Zahnrad 77. Untei der Welle 72 befindet sich eine Welle 81, die in Lagern 82, 83 im Rahmen 40 liegt und ein Zahnrad 84 trägt, das in das Rad 71 ■eingreift. Am rechten Ende trägt die Welle 81 ein Schwungrad 85, mittels dessen die Presse von Hand bedient werden kann. Ferner trägt die Welle 81 ein Zahnrad 86, in das ein Antriebsrad 87 einer Welle 88 eingreift, die in einem Lager 89 in der Führung 54 und in einem vom Rahmen 40 getragenen Lager go ruht. Auf der Welle 88 sitzt außerdem eine Antriebsscheibe 91, die von einem Motor oder einer anderen Kraftquelle aus mittels eine Riemens getrieben wird. Aus Fig. ι ist zu ersehen, daß die Welle 65 eine Verlängerung hat, auf der eine Rolle 94 gelagert ist, die in einer Kurvennut 95 einer kreisrunden Scheibe 96 läuft, welche am inneren Ende eines nach innen ragenden rohrförmigen Armes 97 des Rahmens 40 befestigt ist. Die Gestalt der Kurvennut 95 ist in Fig. 2 in gestrichelten Linien angegeben. Das Rad 68 nimmt bei seiner ununterbrochenen Drehung den Block 66 und die Welle 65 mit, wobei diese Teile durch die Hubkurve 95 in dem radialen Schlitz 67 des Rades 68 hin und her bewegt werden. Die Welle 65 dreht sich also mit dem Rade 68, wird jedoch durch die Kurvennut 95 der Achse dieses Rades mehr oder weniger genähert, so daß die Geschwindigkeit der Welle 65 von der Form der Kurvennut 95 abhängt.
Während des Druckhubes muß das Bett einer Zweitourenschnellpresse, deren Druckzylinder mit gleichförmiger Geschwindigkeit umläuft, sich genau mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Zylinderumfang bewegen. Dies wird bei dem hier dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung dadurch erreicht, daß das Rad 68 während des Druckvorganges in die Zahnstange 73 eingreift. Da das Rad 58 stets in die Zahn- So stange 59 eingreift, so ist es wichtig, das Rad 58 während des Drückens so zu bewegen, daß es genau dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie das Rad 68 hat. Aus der obenbeschriebenen Bauart geht hervor, daß infolge der Drehung des Rades 68 der Querkopf 56 auf den Führungen 53, 54 mittels der Welle 65 und des Blockes 64 hin und her bewegt wird, wobei der letztere in dem Schlitz 63 radial hin und her geht, während die Welle 65 durch das Rad 68 herumbewegt wird.
Das vom Querkopf 56 getragene Rad 58 hat genau die gleiche Geschwindigkeit wie der Querkopf, und infolge des Eingriffes dieses Rades in die ortsfeste Zahnstange 60 ist die Umfangsgeschwindigkeit des Rahmens jederzeit doppelt so groß wie die Geschwindigkeit des Querkopfes. Da das Rad 58 in die Zahnstange 59 j des Bettes greift, so wird das letztere mit der Umfangsgeschwindigkeit des Rades 58 und stets in gleicher Richtung wie letzteres bewegt. Um dem Rade 58 während des Druckvorganges dieselbe Umfangsgeschwindigkeit wie dem Rade 68 j zu geben, muß man die Welle 65 während des j Drückens radial zum Rade 68 bewegen. Dies \ wird, wie Fig. 2 zeigt, durch die Abflachung des j oberen Teiles der Hubkurve 95 erreicht. Es j ist nicht wichtig, daß sich das Bett beim Rück-I gange mit gleichförmiger Geschwindigkeit bewegt, und deshalb verläuft der untere Teil der ! Hubkurve 95, d. h. der Teil unterhalb der wage- ; rechten Mittellinie durch die Welle 69, koni zentrisch zu dieser Welle.
j Wie aus dem Vorstehenden zu ersehen ist, i wird das Bett während des Druckhubes durch beide Zahnstangen 59 und 73 angetrieben, die auf entgegengesetzten Seiten der Längsachse des Bettes liegen. Der Antrieb kann deshalb im Bett keine Verdrehungsbeanspruchung veranlassen, die auftreten würde,, wenn nur ein einziger, das Bett an einer Längsseite erfassender Antrieb vorhanden wäre. Die Antriebsvorrichtung für das Bett bietet auch die Möglichkeit, j einen viel größeren Teil des Druckhubes für das i Drucken nutzbar zu machen, als bisher mit den j bekannten Vorrichtungen 'durchführbar war, j und zwar aus dem Grunde, weil die Hubkurve I 95 so gestaltet ist, daß sie eine schnelle Um- ! steuerung des Bettes an den Enden seiner Hübe ! bewirkt.

Claims (5)

Patent-Ansprüche:
1. Antriebsvorrichtung für das hin und her bewegliche Bett von Schnellpressen, dadurch gekennzeichnet, <daß an dem Bett (43) zwei Zahnstangen (59, 73) angebracht sind, in deren eine (73) bei einem Hube des Bettes ein auf ortsfester Achse (69) sitzendes, dauernd umlaufendes Zahnrad (68) eingreift, während ein anderes Zahnrad (58), dessen Welle (57) in zum Bett paralleler Ebene hin und her beweglich ist, mit der anderen (59) dieser Zahnstangen ständig in Eingriff steht.
2. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das verschiebbare Zahnrad (58) auch in eine ortsfeste Zahnstange (60) eingreift und seine Welle (57) während des Eingriffes des anderen Zahnrades (68) in die zugehörige Zahnstange (73) halb so schnell wie das letzterwähnte Zahnrad (68) gedreht wird.
3. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1
und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hin- und Herbewegung des mit seiner Welle verschiebbaren Zahnrades (58) von dem anderen ortsfesten Zahnrade (68) aus erfolgt.
4. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zur Verschiebung des betreffenden Zahnrades (58) ein Gleitstück (56) dient, das in am Maschinengestell (40) angebrachten Führungen (53, 54) läuft und das Zahnrad (58) trägt, während es seine Hin- und Herbewegung von dem ortsfesten Zahnrade (68) erhält.
5. Antriebsvorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (56) einen Schlitz (63) hat, der senkrecht zu der dem Bett parallel laufenden Führung (54) steht, und eine beständige Antriebsverbindung zwischen dem Gleitstück und dem ortsfesten Zahnrade (68) mittels einer in den Schlitz des Gleitstückes und in einen radialen Schlitz (67) des dauernd umlaufenden ortsfesten Zahnrades (68) eingreifenden Welle (65) hergestellt ist, welche (65) durch eine ortsfeste Kurvenscheibe (95, 96) gesteuert wird, um das Bett der Presse während des größeren Teiles des einen seiner Hübe mit gleichförmiger Geschwindigkeit, zweckmäßig halb so schnell wie das dauernd umlaufende ortsfeste Zahnrad (68), zu bewegen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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