DE2852052C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen drehbaren Zerstäuber der im
Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art.
Bei einem solchen bekannten Zerstäuber (US-PS 40 63 942) brei
tet sich die Kühlmittelströmung über die gesamte obere Fläche
der Strömungsverteilerplatte aus und kommt anschließend auf
der unteren Fläche der Strömungverteilerplatte wieder zusam
men, wodurch beträchtliche Turbulenz auftritt, die zu Strö
mungsverlusten und Strömungsabrissen und damit zu einer un
gleichmäßigen Verteilung des Kühlmittels auf der Oberfläche
der Strömungsverteilerplatte führt. Dies wiederum bedingt eine
unregelmäßige Kühlung des Kopfes des drehbaren Zerstäubers,
was schließlich zu unerwünschten thermischen Spannungen führt.
Bei einem weiteren bekannte Zerstäuber (US-PS 37 21 511) tritt
das Kühlmittel ebenfalls auf der oberen Seite der Strömungs
verteilerplatte aus, soll sich dann über die gesamte obere
Fläche der Strömungsverteilerplatte verteilen, um die Umfangs
fläche der Strömungsverteilerplatte nach unten und schließlich
wieder radial nach innen strömen, sich dabei sammeln und durch
die hohle Antriebswelle zurückströmen. Dieser weitere bekannte
Zerstäuber dürfte daher die gleichen Nachteile wie der erstge
nannte bekannte Zerstäuber aufweisen.
Bei noch einem weiteren bekannten Zerstäuber (US-PS 28 97 539)
ist in dem Kopf des drehbaren Zerstäubers keine Strömungsver
teilerplatte vorgesehen. Statt einer Strömungsverteilerplatte
sind Kühlmittelverteilarme vorgesehen, die durch ein zentra
les Rohr versorgt werden, das oben offen ist. Die Kühlmittel
verteilarme bilden ein Strömungsverteilerkreuz, das überall
Abstand von den Innenwänden des zylindrischen Hohlraums hat.
Mit beträchtlichen Turbulenzerscheinungen ist auch bei diesem
weiteren bekannten Zerstäuber zu rechnen, da innerhalb des zy
lindrischen Hohlraums fünf unterschiedliche Kühlmittelströmun
gen, nämlich vier aus den Kühlmittelverteilarmen und eine aus
der oberen Öffnung des zentralen Rohres, aufeinandertreffen
oder in Wechselwirkung treten, bevor sie sich schließlich in
dem Ringraum um das zentrale Rohr wieder vereinigen.
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem drehbaren Zerstäuber
der im Oberbegriff des Patentanspruchs 1 angegebenen Art eine
gleichmäßigere Verteilung des Kühlmittels zur Kühlung des Zer
stäubers zu erzeugen.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden
Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale gelöst.
Bei dem Zerstäuber nach der Erfindung strömt das Kühlmittel
nur durch einzelne, voneinander getrennte Kühlmittelkanäle, es
erfolgt also keine Ausdehnung des Kühlmittels über der oberen
Fläche der Strömungsverteilerplatte mit anschließendem Zusam
menströmen des Kühlmittels auf der unteren Seite derselben wie
im Stand der Technik. Es können demgemäß keine Turbulenzen und
Strömungsabrisse auftreten, da das Kühlmittel völlig gleich
mäßig verteilt wird. Die Kühlung wird dadurch wesentlich wir
kungsvoller und ebenfalls gleichmäßiger. Bei gleichem Kühlmit
telbedarf wird dadurch eine bessere Kühlung erreicht.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung bilden den Gegen
stand der Unteransprüche.
In der Ausgestaltung der Erfindung nach den Ansprüchen 4 und 5
wird aufgrund des Wirbelbleches erreicht, daß das Kühlmittel
in dem Kühlmitteleinlaßrohr mit der gleichen Drehzahl wie die
ses rotiert. Dadurch werden unerwünschte Strömungsstauungen
oder Rückströmungen des Kühlmittels vermieden, wodurch der
Kühlmitteldurchfluß zur Erzielung einer noch wirksameren Küh
lung weiter verbessert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden unter
Bezugnahme auf die Zeichnung näher beschrieben. Es zeigt
Fig. 1 eine Längsschnittansicht eines drehbaren
Zerstäubers,
Fig. 2 die Strömungsverteilerplatte des Zerstäu
bers, und
Fig. 3 das Wirbelblech des Zerstäubers.
Ein drehbarer Zerstäuber 1 empfängt einen Strahl 3 schmelz
flüssigen Metalls und beschleunigt das Metall nach außen in
einer nicht dargestellten Vorrichtung zur Herstellung von Me
tallpulver. Das schmelzflüssige Metall wird aus einem nicht
dargestellten Tiegel, welcher mit einer Heizvorrichtung verse
hen ist, auf den Zerstäuber 1 gegossen. Der Tiegel ist auf ei
nem ebenfalls nicht dargestellten beweglichen Tragschlitten
schwenkbar gelagert. Die Heizvorrichtung des Tiegels ist eine
Induktionsheizvorrichtung mit einer Einrichtung zur Regelung
der Temperatur des schmelzflüssigen Metalls.
Der Zerstäuber 1 hat einen Kopf 2, der am oberen Ende einer
hohlen Antriebswelle 4 befestigt ist. Die Antriebswelle 4 ist
drehbar gelagert und wird durch eine Vorrichtung 7 in Rotation
versetzt, z.B. durch einen Elektromotor oder eine Druckluft
turbine, wobei Drehzahlen von 10 000 Umdrehungen pro Minute als
hoch und solche von 25 000 Umdrehungen pro Minute als sehr hoch
zu bezeichnen sind. Eine Kühlvorrichtung 6 befindet sich in
dem Kopf 2 und in der Antriebswelle 4. Der Kopf 2 besteht aus
einem Aufnahmeteil 8 und einer Scheibe 10, die am Aufnahmeteil
8 mittels einer großen Haltemutter 12 befestigt ist.
Das Aufnahmeteil 8 hat einen zylindrischen Ansatz 14, der vom
äußeren Umfang eines Ringteils 16 nach oben ragt. Ein zylind
rischer Ansatz 18 ragt vom äußeren Umfang des Ringteils 16
nach unten. Ein weiterer, kurzer zylindrischer Ansatz 20 er
streckt sich vom inneren Rand des Ringteils 16 nach unten. Die
beiden nach unten weisenden Ansätze 18 und 20 bilden eine
Ringnut zur Aufnahme des oberen Endes der Antriebswelle 4 und
eines Adapters 22, der noch ausführlicher beschrieben wird.
Die Scheibe 10 hat einen oberen Teil 23 mit einem nach unten
ragenden Ansatz 24, der in den zylindrischen Ansatz 14 des
Aufnahmeteils 8 paßt. Auf diese Weise ergibt sich ein zylind
rischer Hohlraum 26 zwischen dem oberen Teil 23 und dem Auf
nahmeteil 8. Ein radialer Flansch 28 ragt vom äußeren Umfang
des oberen Teils 23 nach außen, und die untere Fläche dieses
Flansches ist in Berührung mit dem oberen Ende des zylindri
schen Ansatzes 14. Die kürzere obere Fläche des Flansches 28
dient einem Zweck, der weiter unten noch beschrieben wird.
Die obere Fläche des oberen Teils 23 ist konkav, sie könnte
aber auch plan sein. Ein äußerer Ring 30 aus Metall ist in ei
ner Ausnehmung 23 am oberen Ende des äußeren Umfangs des obe
ren Teils 23 befestigt. Das obere Ende des Ringes 30 steht
über die obere Fläche des oberen Teils 23 vor, damit der Ring
eine Keramikschicht 34 aufnehmen kann.
Die äußere Fläche des Aufnahmeteils 8 hat ein Außengewinde C
zur Aufnahme des Innengewindes D der Haltemutter 12. Am oberen
Ende der Haltemutter 12 ist ein nach innen weisender ringför
miger Flansch 36 vorgesehen, der auf der kürzeren oberen Flä
che des radialen Flansches 28 aufliegt, um den oberen Teil 23
auf dem Aufnahmeteil 8 festzuhalten. Das obere Ende der An
triebswelle 4 hat eine Aussparung 38 zur Aufnahme des nach un
ten weisenden Ansatzes 20. Der Adapter 22 füllt den Zwischen
raum zwischen dem oberen Ende der Antriebswelle 4 und dem zy
lindrischen Ansatz 18 aus. Schrauben 40 ragen durch den Ansatz
18, den Adapter 22 und in das obere Ende der Antriebswelle 4.
Auf diese Weise ist der Kopf 2 am oberen Ende der Antriebswel
le 4 befestigt.
Eine kreisförmige Strömungsverteilerplatte 42 ist in dem zy
lindrischen Hohlraum 26 vorgesehen und hat ein Kühlmittelein
laßrohr 44, das in der Mitte der Platte befestigt ist und zum
Zuführen von Kühlmittel durch eine mittlere Öffnung der Platte
dient. Kanäle 26 führen von der Oberfläche des Kühlmittelein
laßrohres 44 längs der unteren Seite der Strömungsverteiler
platte 42 radial nach außen, dann um den äußeren Umfang der
Strömungsverteilerplatte nach oben und schließlich längs der
oberen Seite bis zum Rand der mittleren Öffnung der Strömungs
verteilerplatte radial nach innen. Flächen 49 zwischen den Ka
nälen 46 dienen zur genauen Einstellung der Strömungverteiler
platte 42 in dem Hohlraum 26. Die Strömungsverteilerplatte 42
ist an dem Kopf 2 durch eine Befestigungsvorrichtung 50 be
festigt und daher mit dem Kopf drehbar. Dafür sind an mehreren
Stellen in der Strömungsverteilerplatte 42 zwischen benachbar
ten Kanälen 46 Löcher 52 vorgesehen, welche in den zugehörigen
Flächen 49 auf entgegengesetzten Seiten der Strömungsvertei
lerplatte münden. Ein zugehöriges Loch 54 befindet sich je
weils in der Oberfläche des Ringteils 16, die den Boden des
zylindrischen Hohlraums 26 bildet. Ein Stift 56 ist in die
aufeinander ausgerichteten Löcher 52 und 54 eingesetzt und
wird darin durch den oberen Teil 23 zurückgehalten.
Das Kühlmitteleinlaßrohr 44 hat als Zentriervorrichtungen An
satze 48, damit es in der hohlen Antriebswelle 4 in der ge
wünschten Stellung gehalten wird. Das Kühlmittel wird mittels
einer Pumpe 45 nach oben durch das Kühlmitteleinlaßrohr 44 ge
fördert, strömt dann um die Strömungsverteilerplatte 42 und
schließlich zwischen dem Kühlmitteleinlaßrohr 44 und dem zy
lindrischen Ansatz 20 sowie der Innenseite der hohlen An
triebswelle 4 nach unten. Das Kühlmittel hält die Scheibe 10
auf einer Temperatur unterhalb von deren Schmelzpunkt und
dient zum Aufrechterhalten eines thermischen Gleichgewichts
für den stabilen Betrieb des Zerstäubers 1.
Zur Unterstützung der Kühlmittelströmung durch die Kühlvor
richtung 6, die aus dem Kühlmitteleinlaßrohr 44, den Kanälen
46 und dem Kühlmittelauslaß zwischen dem Kühlmitteleinlaßrohr
44 und dem zylindrischen Ansatz 20 sowie der Innenseite der
hohlen Antriebswelle 4 besteht, ist ein Wirbelblech 60 in das
Kühlmitteleinlaßrohr 44 eingesetzt. Das Wirbelblech 60 besteht
aus einer länglichen Platte 62, die im oberen Ende des Kühl
mitteleinlaßrohres vorgesehen ist und bis zu einer Stelle
ragt, wo das Kühlmittel in die Kanäle 46 der Strömungsvertei
lerplatte 42 strömt, damit das Kühlmittel in dem Kühlmittel
einlaßrohr mit der gleichen Drehzahl wie dieses rotiert. Die
längliche Platte 62 verhindert eine mögliche Rückströmung des
Kühlmittels bei sehr hohen Drehzahlen.
Gemäß Fig. 3 ragen von der länglichen Platte 62 des Wirbelble
ches 60 flache Teile von jeder Seite nach außen, die um gegen
überliegende Teile der länglichen Platte 62 gebogen sind, so
daß sie drei zylindrische Führungen A, B bilden, die gemäß
Fig. 1 verschiebbar an der Innenseite des Kühlmitteleinlaßroh
res 44 anliegen. Das Wirbelblech 60 kann in dem Kühlmittelein
laßrohr 44 angelötet oder auf andere Weise befestigt werden.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel hat die Strömungs
verteilerplatte 42 sechzehn radiale Kanäle 46. Diese haben ei
nen konstanten Querschnitt mit einer Tiefe und einer Breite
von jeweils 2,54 mm. Als Kühlmittel kann Wasser benutzt wer
den.
Claims (5)
1. Drehbarer Zerstäuber zur Herstellung von verfestigten Me
tallteilchen aus einem Strahl schmelzflüssigen Metalls, mit
einer hohlen Antriebswelle (4), mit einem Kopf (2), der am
oberen Ende der Antriebswelle (4) befestigt ist und einen
zu der Antriebswelle (4) koaxialen und in diese mündenden zy
lindrischen Hohlraum (26) enthält, mit einer in dem Hohl
raum (26) angeordneten ringförmigen Strömungsverteilerplat
te (42), mit einem an die Öffnung in der Strömungsverteiler
platte (42) angeschlossenen Kühlmitteleinlaßrohr (44), das
sich durch die Antriebswelle (4) erstreckt, mit Zentriervor
richtungen (48) für das Kühlmitteleinlaßrohr (44) in der An
triebswelle (4) zur Bildung einer ringförmigen Auslaßleitung
und mit einer Vorrichtung (50) zur Befestigung der Strömungs
verteilerplatte (42) an der Antriebswelle (4),
dadurch gekennzeichnet, daß die Strö
mungsverteilerplatte (42) in ihrer oberen und in ihrer un
teren Fläche aufeinander ausgerichtete radiale Kanäle (46)
und in ihrer äußeren Umfangsfläche jeweils zwei radiale Ka
näle miteinander verbindende axiale Kanäle hat und daß der
Hohlraum (26) mit seiner kreisförmigen oberen Wand die ring
förmige obere Fläche, mit seiner ringförmigen unteren Wand
die ringförmige untere Fläche und mit seiner zylindrischen
äußeren Fläche die zylindrische äußere Fläche der Strömungs
verteilerplatte (42) berührt.
2. Zerstäuber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die radialen Kanäle (46) und die axialen Kanäle der Strö
mungsverteilerplatte (42) einen konstanten Querschnitt auf
weisen.
3. Zerstäuber nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die radialen Kanäle (46) und die axialen Kanäle eine Breite
von 2,54 mm haben.
4. Zerstäuber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekenn
zeichnet durch ein in dem Kühlmitteleinlaßrohr (44) befestig
tes langgestrecktes Wirbelblech (60), dessen oberes Ende
sich am oberen Ende des Kühlmitteleinlaßrohres (44) befin
det.
5. Zerstäuber nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das Wirbelblech (60) an mehreren Stellen zylindrische Füh
rungen (A, B) aufweist, die an der Innenwand des Kühlmittel
einlaßrohres (44) befestigt sind.
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8128 | New person/name/address of the agent |
Representative=s name: MENGES, R., DIPL.-ING., PAT.-ANW., 8000 MUENCHEN |
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Ipc: B22F 9/10 |
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| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
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