DE2841103C2 - Verfahren zur Herstellung von Elektroden aus Pech-Kohlenstoff-Massen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Elektroden aus Pech-Kohlenstoff-MassenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
von Elektroden mit optimalen Eigenschaften aus Pech-Kohienstoff-Massen, bei dem der Anteil des
Pechbindemittels auf einen optimalen Wert eingestellt wird.
Es hat sich bei Untersuchungen gebrannter Kohlen-Stoffartikel, wie sie z. B. in der Aluminiumindustrie als
Elektroden eingesetzt werden, gezeigt, daß die interessierenden Eigenschaften — beispielsweise die scheinbare Dichte im gebrannten Zustand — mit einem relativ
zum Anteil des kohlenstoffhaltigen Aggregats von Null aus zunehmendem Anteil des Bindemittels z.B. ein
Maximum durchlaufen (vgl. u. a. den Aufsatz »Dependence of the Density and Other Properties of Bonded
Carbons on the Binder Proportion in the Green Mix« von J. Okada und Y.Takeuchi in Proceedings of the
Fourth Conference on Carbon, New York, Pergamon Press, 1960). Die optimale Bindemittelmenge hängt
jedoch von Faktoren wie der MikroStruktur des Kohlenstoffaggregats usw. ab (vgl. den Aufsatz
»Optimum Adjustment of Pich Content in the Fabrication of Prebaked Anodes Molded with a Press
on the Aluminium Industry« von M. Jarry und J. Pinoir in Proceedings of the Third Czechoslovakian Aluminium Symposium, Banska Bystrica, 21. September 1976).
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren gemäß der eingangs erwähnten Art zur
Verfügung zu stellen, mit dem die Einstellung des optimalen Wertes des Anteils des Pechbindemittels
ohne Durchführung von Volumen- und Gewichtsbestimmungen, wie sie zur Bestimmung der scheinbaren
Dichte im gebrannten Zustand erforderlich sind, möglich ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß der optimale Anteil des Bindemittels über die Messung der Senkung der Formlinge nach dem Formen
und vor dem Brennen eingestellt wird.
Die Senkung der Formlinge wird vorzugsweise auf mindestens 0,25 mm gemessen, wobei die Senkung das
Ausmaß der Abmessungsänderung charakterisiert. Wird beispielsweise eine Abmessung durch Verdichten
einer Mischung in einer Form anfänglich eingestellt und der resultierende Formling dann aus der Form
herausgenommen und beiseite gestellt, so wird die eingestellte Abmessung sich ändern, da das Gewicht der
höher liegenden Teile des Formlings Druck auf die βο
niedriger liegenden Teile ausübt. Diese Abmessungsänderung stellt die Senkung dar.
Bei der Anwendung des erfindungsgemäßen Verfahrens braucht jedoch die Senkung nicht direkt ausgedrückt zu werden. Sie läßt sich auch indirekt z. B. durch
Angabe der endgültigen Abmessung ohne Vornahme einer Subtraktion von der Ausgangsabmessung ausdrücken. Desgleichen kann die Senkung auch einfach als
eine elektrische Spannung angegeben werden, die an einem linear variablen Differentialtransformator abgenommen wird. Es ist dann lediglich für eine Eichung der
Spannung in bezug auf die gewünschte Eigenschaft, z. B.
in bezug auf die scheinbare Dichte im gebrannten Zustand zu sorgen.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nun anhand der Zeichnungen im einzelnen erläutert In letzteren ist
F i g. 1 eine Perspektivansicht einer mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Elektrode;
Fig.2 eine Schnittdarstellung entlang der Linie H-II
der F ig. 1;
Fig.3 eine Schnittdarstellung eines Teils eines
Ringofens mit erfindungsgemäß hergestellten Elektroden, wobei die Schnittebene in der Waagerechten liegt;
Fig.4A und 4B schematisierte Darstellungen von Anordnungen zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens;
F i g. 5 ein Diagramm, das die gemessene Anodenbreite als Funktion des Bindemittelanteils für eine Reihe von
Anoden mit einer Standard-Größenverteilung der Kohlenstoff-Massen zeigt;
F i g. 6 ein Diagramm, das die gemessene Anodenbreite als Funktion des Bindemittelanteils für eine Reihe von
Anoden mit feinerer Größenverteilung der Kohlenstoff-Massen als in F i g. 5 zeigt;
F i g. 7 ein Diagramm, das die scheinbare Dichte im gebrannten Zustand als Funktion des Bindemittelanteils
für zwei unterschiedliche Arten der Größenverteilung der Kohlenstoff-Massen bei einer Reihe von Anoden
zeigt;
F i g. 8 ein Diagramm, das die gemessene Anodenbreite als Funktion der gemessenen Zeit vom Preßzeitpunkt
für eine gegebene Anode wiedergibt;
F i g. 9 ein Diagramm, das die Abmessungsänderung als Funktion des Bindemittelanteils bei Vergleich der
Abmessungsänderungen in der Breite und Länge einer gegebenen Anode wiedergibt; und
Fig. 10 ein Diagramm, das die gemessene Anodenbreite als Funktion des Bindemittelanteils bei unterschiedlicher Höhe des Meßpunktes an einer gegebenen
Anode wiedergibt
F i g. 1 und 2 zeigen eine Kohlenstoffelektrode, die mit dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist
und eine Anode 3 darstellt, die bei der Herstellung von metallischem Aluminium in einem auf der Elektrolyse
von Aluminiumoxid in einem Cryolit-Lösungsmittel basierenden Verfahren eingesetzt werden kann. Die
Anode 3 weist auf ihrer Oberseite 4 Ansätze 1 auf, die dazu dienen, eine andere Anode während des Brennens
im Ofen auf Abstand von der Oberseite 4 zu halten. Zusätzlich sind in der Oberseite 4 der Anode 3
Sacklöcher 2 vorgesehen, in die später Metallstutzen eingesetzt werden, über die die Stromzufuhr zu den
Anoden erfolgt.
Wie aus Fig.4A hervorgeht, wird eine derartige
Anode für gewöhnlich in der Weise hergestellt, daß ein Aggregat aus einer gewählten Kombination von grob-,
mittel- und feinkörnigen Kohlenstoff-Massen mit einem Pechbindemittel in einem Mischer gemischt und die
resultierende Mischung mit einer hydraulischen Presse in die Mischung enthaltenden Formen ausgeformt wird.
In dem Mischer, der als Strangkneteinrichtung ausgebildet sein kann, werden die Kohlenstoff-Massen und das
Pechbindemittel so lange miteinander verknetet, bis das Pechbindemittel die Kohlenstoff-Massen gründlich
benetzt hat. Die Temperatur kann beim Mischen etwa 150° C und beim Formen beispielsweise 130°C betragen.
Typische Größen verteilungen für die Grob-, Mittel- und Feinfraktion sind in der Tabelle I der US-PS 38 55 086
angegeben. Beispielhafte Anteile der Grob-, Mittel- und
Feinfraktion sind im Zusammenhang mit den F i g. 5 und 6 angegeben. Das Pech hat beispielsweise einen gemäß
der ASTM-Norm D 2319 bestimmten Erweichungspunkt von 1100C
Geeignete Kohlenstoff-Massen sind z. B. verzögerter Koks und Fließkoks, die entsprechend der Praxis der
Aluroiniumindustrie gebrannt werden, um im wesentlichen
alle flüchtigen Stoffe auszutreiben. Geeignete Pechbindemittel sind z. B. Steinkohlenteerpech und
Petrolpech.
Wie aus F i g. 4B hervorgeht, werden die geformten
Kohlenstoffanoden 3 auf einem Förderer 7 von der Formpresse wegtransportiert Die Temperatur sinkt
dabei so weit, daß die Viskosität des Pechs auf einen Wert zunimmt, bei dem die geformten Anoden von
einem Kran aufgenommen und zum Brennen in einen Ringofen eingesetzt werden können.
Die Anordnung in einem Ringofen ist in Fig.3
gezeigt Die Anoden werden nach dem Kippen auf ihre Endfläche so gelagert daß die Ansätze 1 an der
Oberseite 4 jeder Anode die benachbarte Anode im gewünschten Abstand halten. Die Betriebsweise derartiger
Ringöfen ist bekannt (US-PS 39 75 149). Gemäß F i g. 3 sind Fließkoksteilchen 5 in der Ofengrube 6 um
die Anoden 3 herum und in den Sacklöchern 2 angeordnet, um die Sacklöcher gegen ein Einfallen
während des Brennens und die Anoden 3 gegen ein Luftbrennen bei hoher Temperatur zu schützen.
Die Anoden 3 werden nach dem Formen an einer Abmessungsfühleinrichtung vorbeigeführt die die Senkung
bestimmt Diese Abmessungsfühleinrichtung ist vorzugsweise auf der Basis eines linearen, variablen
Differentialtransformators (LVDT) aufgebaut und zwar ist jeweils ein derartiger Differentialtransformator auf
jeder Seite der Anode 3 angeordnet. Die Anode 3 läuft zwischen den Dnferentialtransformatoren beim Ablaufen
von dem Förderer 7 (Fig.4B) hindurch. Die
Anordnung der Abmessungsfühleinrichtung ist so gewählt daß die Messungen nicht von der jeweiligen
Einbringung der Anoden — rechts bzw. links in F i g. 4B — in Richtung der Bewegung des Ankers des
Differentialtransformators beeinflußt werden. Die Anker der Differentialtransformatoren werden mit Fühlrollen
8 auf Wellen 8a in Linearkugellagern aktiviert Zusätzlich zur Verwendung der zwei Differentialtransformatoren
ist et> sinnvoll, die Anoden zunächst in eine Sollage zu bringen, bevor sie zwischen den Fühlrollen 8
hindurchlaufen. Dieses Ausrichten der Anoden erfolgt, indem ein Fallgitter 9 in Form einer Metallplatte in die
Bewegungsbahn der Anode gehalten wird, wobei die Anode zwischen den Rollen 14 des Förderers 7 nach
oben geschoben wird. Die angetriebenen Rollen 14 bewirken, daß die Anoden sich selbst flach an das
Fallgitter 9 anlegen. Ein Schieber 10 schiebt dann die Anoden 3 auf einen Palettenförderer 11. Ein zusätzlicher
Schieber 13 befindet sich gegenüber dem Schieber 10 und dient dazu, zu breite Anoden 3 wieder auf den
Förderer 7 hinaufzuschieben, der sie dann zwecks Zerteilung zum Ausschuß führt. Die zerteilten Anoden
werden der Mischercharge erneut zugesetzt.
Die Anker der Differentialtransformatoren sind in ihre innerste Lage federkraftbeaufschlagt. Jeder Anker
bewegt sich um eine meßbare Entfernung, wenn eine Anode 3 an ihm vorbei auf den Palettenförderer 11
geschoben wird. Jeder Differentialtransformator ist mit einem Demodulator verbunden, der eine Ausgangsspannung
erzeugt, die linear proportional der Bewegung des Ankers ist
Die Ausgangsspannungen der Differentialtransformatoren werden am Demodulator addiert und dei
Summenwert dient als Eingangssignal für die Auslenkung eines Schreibers. Das Diagramm, das dieser
ausgibt zeigt die Anodenbreite — Summe der Auslenkungen der Anker der DifferenPaltransformatoren
— entlang der Anode für jede Anode an, wobei der
Förderer 7 und der Schreiberstreifen mit konstanter Geschwindigkeit laufen. Die Breite selbst wird dabei als
Meßwert der Senkung verwendet obgleich die Innenbreite der Form subtrahiert werden könnte. Dies ist
jedoch nicht von Wichtigkeit solange die Anordnung auf die verwendete Messung einwandfrei geeicht wird.
Im allgemeinen tritt die maximale Senkung etwa bei der halben Länge der Anode auf. Dieser Maximalwert wird
dann weiter ausgewertet
Zusätzlich zu den angegebenen Ausrüstungsgegenständen kann ein abgeschirmtes Koaxialkabel erforderlich
sein, wenn der Demodulator und/oder der Schreiber weit vom Ort der Differentialtransformatoren entfernt
sind.
Neben dieser automatisierten Meßtechnik ist es möglich, die gleiche Messung von Hand mit einer Lehre
durchzuführen. Auch andere automatische Meßmittel, ζ. Β. Laseranordnungen und dgl., können eingesetzt
werden.
Aus den F i g. 5 und 6 geht das Ergebnis von zwei separaten Tests hervor, bei denen die Senkung der
Anoden als Funktion des Pechgehaltes gemessen wurde. Die sternartigen Kennzeichnungen gelten jeweils für
einzelne Datenpunkte, während die Zahl »2« zwei Datenpunkte an gleichem Ort kennzeichnet. Die Tests
unterscheiden sich lediglich in den relativen Anteilen der Grob-, Mittel- und Feinfraktion. In den Tests der
F i g. 5 ist eine Standard-Größenverteilung des Aggregats verwendet während das Aggregat in Fig.6
feinteiliger war. Die Vertikalachse beider Diagramme gibt die maximale Anodenbreite als Maß für die
Senkung an. Es ist zu erkennen, daß der Beginn 12 einer wesentlichen Senkung für das gröbere Aggregat der
Fig.5 bei einem geringeren Pechanteil liegt. Das Aggregat für die Testj der F i g. 5 und 6 war verzögerter
Koks und beim Pech handelte es sich um Steinkohlenteerpech.
Das Gewicht und die Temperatur der Anode beeinflussen den Zusammenhang zwischen der gemessenen
Größe der Anode und deren Bindemittelanteil. Die Steigung der Kurve in F i g. 5 und 6 gilt für große
Anoden mit Gewichten in der Größenordnung von 454 kg und mehr. Kleinere Anoden mit Gewichten von
227 kg oder weniger scheinen stärker von Lufteinschlüssen in der Rohmischung, die sich beim Abnehmen
des Formdrucks ausdehnen, beeinflußt zu werden als durch das Senken. Da der Anteil der in der Anode
eingeschlossenen Luft der Bindemittelmenge umgekehrt proportional ist, kann eine Kurve der Anodenabmessung
als Funktion des Anteils des Bindemittels einen abfallenden Verlauf haben. Mit zunehmendem Anodengewicht
ist die Senkung ausgeprägter und verdrängt den Effekt der Luftausdehnung. Größere Anoden
kühlen dabei langsamer ab als kleinere und werden oft noch gemessen, wenn sie sich noch über dem
Erweichungspunkt des Bindemittels befinden, so daß die Senkneigung größer ist. Bei größeren Anoden ergibt die
Anodenabmessung bezogen auf den Anteil des Binde-
■ mittels einen ansteigenden Kurvenverlauf, wie aus den F i g. 5 und 6 hervorgeht.
Es hat sich herausgestellt, daß der Wert des Pechanteüs bei Beginn der größeren Senkung in der
Praxis mit dem Wert des Pechanteüs für die maximale scheinbare Dichte im gebrannten Zustand in einer
Kurve übereinstimmt, die die scheinbare Dichte als Funktion des Pechgehalts wiedergibt, vgl. Fig. 7. Für
die Praxis gilt somit, daß für eine gegebene Größenverteilung des Aggregats nur der Beginn der Senkung mit
der Breitenmeßapparatur überwacht werden muß, um zu wissen, daß die korrekte Pechmenge zum Erreichen
der maximalen scheinbaren Dichte im gebrannten Zustand vorliegt Es handelt sich hier um eine Art eines
Rückkoppelsystems, bei dem so viel Pech eingesetzt werden kann, wie die Kohlenstoff-Massen aufnehmen
können. Zeigen die Breitenmessungen an, daß die Senkung stark ansteigt, so werden die nachfolgenden
Pech-Kohlenstoff-Chargen mit geringerer Pechmenge angesetzt Diese Einstellungen lassen sich von Hand
oder maschinell unter Verwertung der Ausgangssignale des Differentialtransformators durchführen.
Es ist nicht erforderlich, daß unmittelbar im Punkt 12, dem Biegepunkt in den Fig.5 und 6 gearbeitet wird.
Beispielsweise kann erwünscht sein, im Bereich der erheblichen Senkung zu arbeiten, um den Vorteil eines
maximierten Pechanteüs in der Anode zu erreichen. Im Fall der Fig.6 kann z.B. ein Anteil von 18% Pech
verwendet werden. Die entsprechende zu erfassende Anodenbreite wäre dann 0,687 m. Mit steigender
Pechmenge kann das Problem eines gegenseitigen Verklebens der Anoden im Ringofen entstehen, das
jedoch durch die Ansätze 1 vermeidbar ist Pech, das während des Brennens austritt, kann dann nur ein
Kleben zwischen nebeneinanderliegenden Anoden und am Ort der Ansätze verursachen. Die Anoden lassen
sich später ohne Schwierigkeit auseinanderbrechen, da sie nur an den Ansätzen 1 leicht aneinanderhaften.
Unerwartet auftretende Änderungen im Aggregat, das beim Mischen zugeführt wird, können beobachtet
werden. Wird z. B. die Kohlenstoff-Masse gemäß F i g. 6 mit 18% Pech verwendet und ändert sich die
Größenverteilung der Kohlenstoff-Masse z. B. infolge einer Blockierung der Einlaßtür für die Feinfraktion, so
daß sich die Größenverteilung der Kohlenstoff-Masse gemäß der F i g. 5 ändert, so fällt sofort eine stärkere
Senkung auf, und zwar ergibt die Breitenmessung 0,688 m gegenüber 0,687 m. Das Bedienungspersonal
kann dann die Änderungen der Prozeßbedingungen ermitteln und geeignete Gegenmaßnahmen ergreifen.
Wird beispielsweise ein Aggregat mit neuer Größenverteilung zugeführt und soll es über einen gewissen
Zeitraum verwendet werden, wäre die Gegenmaßnahme, den Pechgehalt auf beispielsweise 17,40% zu
senken, um im gleichen Teil der Kurve der F i g. 5 zu bleiben, die für die Kohlenstoff-Masse gemäß Fig.6
maßgebend war. Wenn die Ursache eine Blockierung der Einlaßtür für die Feinfraktion war, wäre die
Gegenmaßnahme, die Blockierung zu beseitigen.
Weiterhin ermöglicht die Senkungsmessung an den ungebrannten Anoden eine Vorhersage, wenn das
Brennen der Anoden zu einem nicht zufriedenstellenden Produkt führt. Eine ungebrannte Anode mit zu starker
Senkung kann dann ausgesondert, zerkleinert und der Mischercharge erneut zugeführt werden.
Es hat sich herausgestellt, daß die Stärke der Senkung eine Funktion auch der seit dem Formen verstrichenen
Zeit ist. Wenn beispielsweise die Anoden die Formsta- ! 5 tion verlassen und dann mit konstanter Geschwindigkeit
auf dem Förderer transportiert werden, ist die gemessene Senkung abhängig vom Ort entlang des
Förderers, an dem die Breitenmessung stattfindet. Diese Abhängigkeit ist in F i g. 8 gezeigt Bei der praktischen
Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens müssen daher Anoden gemessen werden, die sich im
gleichen Zeitabstand nach dem Formen haben setzen können. Anderenfalls muß kompensiert werden, wenn
Messungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten nach dem Formen verglichen werden. Die Senkung nähert sich
einem End wert, während die Anodentemperatur auf die Raumtemperatur abfällt. Die Viskosität des Pechs wird
dann so hoch, daß die Senkung nicht weiter zunimmt
Messungen der Senkung wurden weiterhin sowohl unter Verwendung der Anodenlänge als auch der
Anodenbreite durchgeführt Wie aus F i g. 9 hervorgeht, hängen die Abmessungsänderungen davon ab, ob in
Längen- oder Breitenrichtung gemessen wurde. Es tritt ein angenähert paralleler linearer funktioneller Zusammenhang
zwischen der Breiten- und der Längenmessung auf, die beide verwertbar sind. In Fig.9 ist die
Senkung als Differenz zwischen der Senkabmessung und der Ursprungsabmessung (lichte Formabmessung)
analysiert und dargestellt.
Für die Breitenmessung wurde auch jeweils überprüft in welcher Höhe an den Anodenseiten die Messungen
erfolgten. Wie aus Fig. 10 ablesbar ist wurden Messungen am Boden, in der Mitte und oben an der
Anode durchgeführt d. h. in Höhen von 0,102 m, 0,254 m
und 0356 m auf den Seitenflächen. Die Ergebnisse sind in Fig. 10 aufgetragen. Es ist zu ersehen, daß eine
bessere Auflösung erhalten wird, wenn unten an der Anode gemessen wird.
Die angegebenen Prozentwerte sind Gewichtsprozente, sofern nicht anders angegeben. Der Anteil des
Bindemittels ist dabei bezüglich des Gesamtgewichts des Bindemittels und der Kohlenstoff-Massen berechnet
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Herstellung vcn Elektroden mit optimalen Eigenschaften aus Pech-Kohlenstoff-Massen, bei dem der Anteil des Pechbindemittels auf einen optimalen Wert eingestellt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der optimale Anteil des Bindemittels über die Messung der Senkung der Formlinge nach dem Formen und vor dem Brennen eingestellt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782841103 DE2841103C2 (de) | 1978-09-19 | 1978-09-19 | Verfahren zur Herstellung von Elektroden aus Pech-Kohlenstoff-Massen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782841103 DE2841103C2 (de) | 1978-09-19 | 1978-09-19 | Verfahren zur Herstellung von Elektroden aus Pech-Kohlenstoff-Massen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2841103A1 DE2841103A1 (de) | 1980-03-20 |
| DE2841103C2 true DE2841103C2 (de) | 1982-10-14 |
Family
ID=6050051
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782841103 Expired DE2841103C2 (de) | 1978-09-19 | 1978-09-19 | Verfahren zur Herstellung von Elektroden aus Pech-Kohlenstoff-Massen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2841103C2 (de) |
-
1978
- 1978-09-19 DE DE19782841103 patent/DE2841103C2/de not_active Expired
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2841103A1 (de) | 1980-03-20 |
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