DE2839397B2 - Lesegerät für Mikroplanfilme - Google Patents
Lesegerät für MikroplanfilmeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Lesegerät für Mikroplanfilme,
die auch Mikrofiches genannt werden der Gattung des Anspruch 1 gemäßen Art
Lesegeräte für Mikroplanfilme sind bereits in den verschiedensten Ausführungsformen bekannt Sie bestehen
im wesentlichen aus einer in zwei Koordinatenrichtungen senkrecht zueinander verschiebbaren Filmbühne,
auf der der Mikroplanfilm — gewöhnlich zwischen zwei Glasplatten — eingelegt ist ferner aus einer
Lichtquelle mit Beleuchtungsoptik auf der einen Seite der Filmbühne, und aus einer abbildenden Optik auf der
anderen Seite der Filmbühne. Die abbildende Optik entwirft ein Bild des im Strahlengang stehenden
Filmdetails unter starker Vergrößerung auf eine Mattscheibe, die Bestandteil des Gerätes ist. Zwischen
der Optik und der Mattscheibe sind in der Regel mehrere Spiegel angeordnet, die den abbildenden
Strahlengang derart falten, daß das ganze Gerät brauchbare Abmessungen bekommt, um z. B. als
Tischgerät verwendbar zu sein.
Die Filmbühne ist fast immer auf einer Kreuzschlittenkonstruktion angeordnet, die im wesentlichen aus
einem Grundschlitten und einem Querschlitten besieht. Die eigentliche Filmbühne kann zwecks Verschiebung
in den beiden Koordinatenrichtungen an einem mit ihr fest verbundenen Griffstück gefaßt und verschoben
werden. Es ist aber auch bekannt, mit der Filmbühne bzw. dem Schlitten eine drehbare Stange zu verbinden
und die Bewegung in der Richtung auf den Betrachter durch Herausziehen der Stange, und die Bewegung in
der dazu senkrechten Richtung durch Drehen der Stange zu bewirken. Diese Art der Verstellung ist schon
als »Einhandbedienung« besonders herausgestellt worden, obwohl eine Verstellung durch direktes Ergreifen
der Filmbühne bzw. des sie tragenden Schlittens natürlich ebenfalls mit der Hand geschieht und insoweit
auch eine Einhandbedienung darstellt.
Piese (jerköfnmlichen Lesegeräte haben jedoch (Jen
Nachteil, daß die pjirnbflhne in einem Schüft oder Spalt
zwischen Idem Geräteunterteil (in dem die Lichtquelle
mit Besuch tungsoptik angeordnet ist) und dem
Geräteoberteil (in dem das Objektiv, die Spiegel und die
Metallscheibe angeordnet sind) verschiebbar isu Dieser
Schlitz stellt eine öffnung im Gerät dar, durch die
jederzeit Staub und anderer Schmutz in das Cerät eindringen können, was ein ganz wesentlicher Nachteil
ist. Ein solches Gerät ist z, B. in der US-PS 27 01 979
beschrieben.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Lesegerät* für Mikrofilme der gattungsgemäßen Art
einen weitgehenden Staubschutz des Rlmbühnenbereiches zu erzielen, so daß -das Gerät auch in nicht
>5 staubfreiein Produktionsräumen im Dauereinsatz verwendbar': und nur in zweckdienlicher Stellung der
Filmbühne offenbar ist.
Diese Aufgabe ist bei einem Lesegerät der gattungsgemäßen.
Art gelöst, das gemäß der Erfindung folgende Merkmale aufweist: Die Filmbühne befindet sich im
Inneren dies weitgehend geschlossenen Gehäuses, und sie ist :nur durch eine während des Betriebes
verschlossene Gehäuseöffnung zum Zwecke des Filmwechsels zugänglich.
Weiten; vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sind durch die Unteransprüche gekennzeichnet
Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles nachfolgend erläutert:
JO
Es zeig):
Fi g. 1 eine schematische perspektivische Ansicht des
erfundenen Lesegerätes,
F i g. 2 üchematisch einen Schnitt durch das Lesegerät
in Höhe H-II der Fig. 1 mit dem Grundschlitten in ^ seiner vorderen Endstellung und geöffneter Mattscheibe,
F i g. 3 «ichematisch einen Schnitt durch das Lesegerät
in Höhe HMN der Fig. 1, ebenfalls mit dem Grundschlitten in seiner vorderen Endstellung und
geöffnete»· Mattscheibe,
Fig.4 eine Ansicht wie Fig.3, jedoch mit dem
Querschlitten in einer so weiten seitlichen Stellung, daß ein Öffnein der Mattscheibe durch den Grundschlitten
verhindert ist, 4<>
Fig.5 eine Detailansicht in Pfeilrichtung A der
F i g. 3, den Rasthebel der Mattscheibe zeigend, und
Fig.6 eine Ansicht wie Fig.2, jedoch mit manuell
weil geöffneter Mattscheibe und angehobener Filmbühnen-Deckjplatte.
v>
In Fig. 1 ist mit 1 das Gehäuse des Lesegerätps bezeichnet, in dessen Vorderseite eine Mattscheibe 2
enthalten ist, die eine Gehäuse-Öffnung la verschließt. Unterhalb der Mattscheibe befindet sich ein Schalter 3
für die im Gerät enthaltene Lichtquelle. ^
Rechts neben der Mattscheibe 2 ist in einem Längsschliitz 4 ein Einstellknopf 5 in Richtung des
Doppelpfeiles B verschiebbar, der aber außerdem auch drehbar ist und zur Verschiebung der Filmbühne in zwei
senkrecht zueinander verlaufenden Richtungen dient, f>n
wie im einzelnen noch beschrieben werden wird.
Unterhalb des Einstellknopfes 5 ist ein weiterer Drehknopf 6 angeordnet, der in an sich bekannter und
daher nicht weiter dargestellter Weise zwecks Fokussierung die abbildende Optik verstellt. ^
Auf der Oberseite des Gehäuses ist ein herausziehbarer Traggriff 7 angebracht.
Aus F i tf. I ist vor allem ersichtlich, daß das Lesegerät
ein nahezujvallkommen geschlossenes Gehäuse besitzt.
Es wird dadurch ein weitestgehender Schutz der inneren
mechanischen und optischen Teile, insbesondere aber der Filmbühne uncf des Planfilmes vor Verstaubung und
Verschmutzung erreicht. Eine öffnung im Gehäuse findet sich lediglich in Form des Schlitzes 4, der aber
verhältnismäßig yreit von der Filmbühne und dem Abbildungsobjektiv entfernt und außerdem mindestens
teilweise nach hinten abgedeckt ist.
Außerdem ist bereits aus Fig, 1 erkennbar, daß das
Verstellmittel Tür die Filmbühne, d, i, der Einstellknopfs,
bei seiner Verstellung die Umrisse des Gerätes nicht wesentlich ändert. Für die Verstellung der Rlmbühne in
der einen Koordinatenrichtung wird er in Richtung des Doppelpfeiles B verschoben und bewegt sich dabei im
wesentlichen parallel zur Vorderseite des Gerätes, fährt also nicht irgendwie nach vorne heraus. Zur Verstellung
der Filmbühne in der anderen Koordinatenrichtung wird der Einstellknopf 5 lediglich gedreht.
Die innere Mechanik, mittels dere. diese Einstellbewegungen
bewirkt werden, sind aus d^n folgenden
Figuren zu ersehen.
F i g. 2 zeigt innerhalb des Gehäuses eine Schiirrenführung 8a, 86, an derem beweglichen Teil 86 der
Grundsc.'.litten 9 befestigt ist Letzterer ist somit in
Richtung des Doppelpfeiles C verschiebbar. Zu diesem Zweck ist mit dem Grundschlitten 9 ein Lappen 9a fest
verbunden, an dem ein Arm 10a eines Winkelhebels 10 im Punkt 96 drehbar angelenkt ist. Der andere Arm des
Winkelhebels 10 wird von einer Stange 11 gebildet, die
in zwei abgewinkelten Lappen lOa'und 10a"des Armes 10a drehbar gelagert ist und außerhalb de^s Gehäuses in
dem Einstellknopfs endet.
Etwa in seinem Scheitelpunkt ist der Winkelhebel 10 mit einem Langloch 10c versehen und hängt mit diesem
Langloch auf einem gehäusefesten Stift 12.
Es ist nun leicht erkennbar, daß bei Bewegung des Einstellknopfes 5 in Richtung des Doppelpfeiles #der
Punkt 96 entlang einer horizontalen Geraden geführt wird, wobei der Grundschlitten in Pfeilrichtung C
mitgenommen wird. Der gesamte Winkelhebel 10 gleitet dabei in seinem Langloch 10c auf dem
gehäusefesten Stift 12.
Der Einstellkopf 5 bewegt sich auf e;nem flachen
Kreisbogen vor der Gehäusevorderwand auf und nieder, also fast parallel zu dieser, und tritt dabei nur
unwesentlich weiter in Richtung des Betrachters aus dem Gehäuse heraus.
Der Grundschlitten 9 besitzt an seinem vorderen, dem Benutzer zugekehrten Ende seinerseits eine Schlittenführung
13a, 136, deren Teil 13a am Grundschlitten 9 fest ist. Beide Teile erstrecken sich in der Ansicht der
F i g. 2 senkrecht zur Zeichenebene. Sowohl der
Grundschlitten als auch der Querschlitten sind zu diesem Zweck abgewinkelt. Das bewegliche Teil 136 ist
mit dem Querschlitten 14 fest verbunden. Letzterer stützt sich außerdem hinten an einer Leiste 9c des
Grundschlittens ab. In dieser Schlittenführung 13a, 136
ist der Querschlitten quer zum Grundschlitten bewegbar.
Auf dem Querschlitten befindet sich die Filmbühne in
Form einer oberen Glasplatte 15. Eine untere Glasplatte ist Teil des Querschlittens selbst. Zwischen diese beiden
Glasplatten ist der Planfilm einlegbar. Zu diesem Zweck ist die Glasplatte 15 an ihrem hinteren Ende in einem
Scharnier 16 gelagert (Fig. 3). Die Glasplatte kann somit vorne angehoben und der Planfilm eingelegt bzw.
bewechselt werden.
Die Querbewegung des Querschlittcns 14 wird durch
Drehen des Einstellknopfes 5 mit Hilfe einer geschlosse nen Seilschleife bewirkt. Mit der Stange 11 ist eine
Seilrolle 17 zu gemeinsamer Drehung fest verbunden. Außerdem sind noch mehrere Umlenkrollen vorgesehen. Zum Beispiel sitzen auf dem unteren Ende des
Hebelarmes 10a zwei auf der gleichen Achse gelagene. aber unabhängig voneinander drehbare Umlenkrollen
18. 18a, und zwei weitere Umlenkrollen 19, 19a sitzen
gleichachsig aber ebenfalls unabhängig voneinander drehbar auf einem Lappen 9d. der am Grundschieber 9
nach oben abgewinkelt ist (Fig. 3).
Desgleichen befinden sich zwei Umlenkrollen 20 und 21 an der Flinterscile des vom Grundschlitten 9
abgewinkelten Teiles, das an einer Vorderseite das fesie
Schieberteil 13.-» tragt.
Über diese Umlenkrollen ist ein Seil 22 in Form einer
geschlossenen Seilschleife gelegt. An dieser geschlossenen Seüi-.chleife '.'.'. der ot:ersch!i!!er; !Ί rr.iitc!". eine·;
Stiftes oder Lappens 23 befestigt. Der Stift 23 ragt vom Querschlitten aus durch eine Aussparung 24 im
Grundschliuen 9 nach unten und ist dort am Seil festgemacht (Fi g. 2).
Die Aussparung 24 ist am besten in F i g. 3 erkennbar.
Bei Drehung des Einstellknopfes 5 dreht sich dip
Stange Il und mit ihr die Seilrolle 17. die das Seil 22
mitnimmt. Dadurch wird derjenige Seilabschnitt, der parallel /ur Hinterseitc des vom Grundschlitten
abgewinkelten Teiles verläuft, horizontal verschoben (in der Gebrauchslage des Gerätes), und mit ihm wird der
daran befestigte Qiierschlitten 14 quer verschoben.
Die Mattscheibe 2 ist »entfernbar« im Gehäuse 1 untergebracht, und /war ist dieselbe um gehäusefeste
Stifte 25 kippbar. Durch Kippen der Mattscheibe um diese Stifle 25 kann daher das Gehäuse 1 geöffnet
werden F.in solcher geöffneter Zustand ist hauptsächlich in den F-" i g. 2 und 6 dargestellt.
An seinem unterer. Ende hat der Mattscheibenrahmen '.-inen Haken 26. mit dem die Mattscheibe mittels
eines Riegels 27 gegen die Kraft einer Zugfeder 28 in ihrer Gebrauchslage verriegelt gehalten wird. Der
Riegel 27 hat zwei schräge Langlöcher 29, mit denen er auf zwei gehäusefesten Stiften 30 gelagert ist. Eine
Druckfeder 31 drückt ihn in seine eine Endlage, die gleichzeitig die Riegelstellung ist (Fig. 5). Zwecks
Entriegelung der Mattscheibe 2 wird der Riegel 27 in Pfeilrichtung D gegen die Kraft der Feder 31
verschoben. Durch die Langlöcher 29 wird er dabei schräg nach unten geführt, so daß sein verriegelndes
Teil außer Eingriff mit dem Haken 26 kommt und die Mattscheibe 2 freigegeben wird. Letztere wird durch die
Zugfeder gekippt und springt demzufolge auf, so daß das Gehäuse für das Wechseln des Planfilmes geöffnet
ist. Diese Stellung ist in F i g. 2 dargestellt.
Der Winkel, um den die Mattscheibe 2 durch die
Zugfeder 28 aufgezogen wird, reicht allerdings nicht aus. um mit der Hand in das Gerät greifen zu können und
den Planfilm zu wechseln bzw. einzulegen oder zu entnehmen. Die Mattscheibe 2 muß vielmehr manuell
weiter gekippt werden, bis die Öffnung zum I fineingreifen
groß genug ist. Dieser Zustand ist in F i g. 6 gezeigt.
Mit dem Rahmen der Mattscheibe 2 ist hinten ein Drahtbügel 32 gelenkig verbunden, der auf der
Glasplatte 15 der Filmbühne aufliegt. Dieser Drahtbügel ist auch in F i g. 3 teilweise gezeigt. Unter dem
aufliegenden Ende verschiebt sich die Fiimbühne bei
normaler Betätigung des Gerätes. Wird jedoch die Mattscheibe 2 manuell in die in F i g. 6 gezeigte Stellung
weiter gekippt, so gleitet der Drahtbügel 32 mit seinem hinteren Ende nach vorne und greift unter einen an der
Glasplatte 15 angebrachten Haken 15,7. In der in F i g. 6
gezeigten Endlage hat der Drahtbügel 32 dann die Glasplatte automatisch vorne angehoben und die
Filmbühne geöffnet, so daß der Planfilm leicht gewechselt werden kann.
Das öffnen der Filmbühne erfolgt somit automalisch,
wenn die Mattscheibe 2 manuell weit genug gekippt wird. Aber auch das Schließen der Filmbühne erfolgt
selbsttätig. Wenn nämlich die Mattscheibe 2 wieder in ihre Funktionsstellung zurückkehrt, so senkt sich
/iiniichst der Drahtbügel 32 unter dem Eigengewicht der Glasplatte 15 mit dem Haken 15a wieder ab und legt
diese auf dem Querschlitten 14 auf. womit die Fiimbühne wieder geschlossen ist. Danach schiebt sich der
Drahtbügel 32 nach hinten aus dem Haken 15a heraus.
Das Aufspringen der Mattscheibe Λ in die in Fig. 2
und ist am besten im Vergleich der F i g. J und 4 /u
erkennen. Der Riegel 27. der die Mattscheibe in ihrer
Funktionsstcllung hält, wird über einen Zwischenhebel 33 von dem Grundschlitten 9 verschoben. Zu diesem
Zweck ist der Grundschlitten 9 mil einem sich nach vorne erstreckenden Lappen 9c versehen, der in der
vorderen Stellung des Grundschlittcns auf den Zwischenhebel
33 trifft, der bei 34 drehbar gelagert ist.
In die'·? vordere Stellung wird der Grundschlitten
durch Hochschwenken des Winkelhebels 10 am Einstellknopf 5 überführt, und die normale vordere
Stellung ist dabei diejenige, bei -velcher gerade die
letzte Zeile des Planfilmes auf der Mattscheibe lesbar ist. In dieser Stellung liegt der Lappen 9c gerade am
Zwischenhcbel 33 an. ohne diesen jedoch zu kippen (F ig- 4).
Zum Öffnen der Mattscheibe wird der Winkelhebel 10 über seine bis dahin eingenommene Stellung noch
weiter nach oben gedrückt. Dabei wird der Grundschlitten mit dem Lappen 9eebenfalls noch weiter nach vorne
gedrückt und kippt dabei den Zwischenhebel 33 im Uhrzeigersinn.
Dieser drückt seinerseits auf den Riegel 27 und verschiebt ihn. wobei in der bereits beschriebenen
Weise die Mattscheibe 2 entriegelt wird (Fig. 3). Letzteres geschieht gegen den Druck der Feder 31. Die
Feder 31 stellt dabei eine Art Sperre dar. die der Benutzer überwinden muß. um die Mattscheibe zu
öffnen. Im normalen Einstellbereich kann der Benutzer den Winkelhebel 10 am Einstellknopf 5 hochfahren und
letzteren in beliebiger Weise drehen, ihne die Mattscheibe zu öffnen. Will er die Mattscheibe jedoch bev. ißt
öffnen, so muß er den Einstellknopf 5 gegen Federkraft
noch weiter hochdriicken. damit die Entriegelung ausgelöst wird.
Allerdings darf die Mattscheibe nicht in jeder Stellung des Querschlittens 14 entriegelt werden. Aus Fig. 1 ist
ersichtlich, daß die Mattscheibe etwas zur linken Seite hin verschoben im Gerät sitzt. Andererseits ist leicht
einzusehen, daß. wenn von vorne gesehen gerade die äußerste linke Zeile des Pliinftlms gelesen werden soll,
daß dann der Querschlitten — wiederum von vorne gesehen — soweit nach rechts verschoben sein muß. daß
die Filmbühne bereits teilweise hinter dem rechten Rand der Mattscheibenöffnung verschwunden ist. In
dieser Stellung ist ein Öffnen der Mattscheibe nicht sinnvoü. weil die Fiimbühne nicht mehr frei zugänglich
ist.
Es ist daher Vorsorge dafür getroffen, daß der
Grundschlitten dann nicht in die vordere Entriegelstellung
geschoben werden kann, wenn der Querschlitten über eine bestimmte Stellung hinaus nach rechts
verschoben ist (wiederum von vorne gesehen).
Zu diesem Zweck ist der Zwischenhebel 33 mit einem Arm 33a versehen, der sich in der Ruhestellung des
ZwisfKenhebels parallel zur Vorderseite des Gerätes erstreckt. In seiner weit zum Zwischenhebel hin
verschobenen Stellung gerät der Querschütten 14 hinter diesen Arm 33a und verhindert damit, daß der
Zwischenhebel 33 vom Lappen 9e des Grundschlittens überhaupt gekippt werden kann. Diese Stellung ist in
F i g. 4 gezeigt. In ihr steht der Querschlitten 14 mit seinem vorderen Teil hinter dem Arm 33a. Wem in
dieser Stellung der Grundschlitten 9 weiter nach vorne gedrückt wird, treffen der Lappen 9c und der vordere
Teil des Querschlittens auf entgegengesetzten Seiten vom Drehpunkt 34 auf den Zwischenhebel 33 (bzw. den
Arm 33a) und verhindern damit, daß sich der Zwischenhebel 33 drehen kann. Dies bedeutet, daß in
einer solchen Stellung des Querschlittens 14 der Winkelhebel 10 am Einstellknopf 5 gar nicht in seine
oberste, die Mattscheibe entriegelnde Stellung gedrückt werden kann.
Erst wenn der Querschlitten soweit zur entgegengesetzten Seite hin verschoben ist, daß er unter dem Arm
33;) weggezogen ist, ist der Zwischenhebel 33 für eine Drehung im Uhrzeigersinn frei, und nun kann der
Einstellknopf 5 vollständig hochgedrückt werden, was dann — wie bereits beschrieben und in Fig.3
dargestellt — zur Entriegelung der Mattscheibe führt.
Damit beim Wechseln des Planfilmes der Grundschlitten mit Querschlitten und Filmbühne nicht nach
hinten ausweichen kann, wird der Grundschlitten bei geöffneter Mattscheibe in seiner vorderen Stellung
eingerastet.
Zu diesem Zweck ist ein Rasthebel 36 vorgesehen, der bei 37 drehbar ist und unter dem Druck einer
Druckfeder 38 steht. Der Rasthebel hat einen Stützarm 36a und einen Rastarm 36b und kann eine Ruhestellung
und eine Arbeitsstellung einnehmen. In der in Fig.4
gezeigten Ruhestellung stützt sich der Stützarm 36a an der geschlossenen Mattscheibe ab. Der hakenförmige
Rastarm 3%b steht daher außerhalb des Weges des Grundschlittens 9.
Wird aber beim öffnen der Mattscheibe der Grundschlitten 9 soweit vorgefahren, daß die Mattscheibe
aufspringt, dann kippt der Rasthebel 36 unter dem Druck der Feder 38 im Uhrzeigersinn und gerät in
seine in Fig. 3 dargestellte Arbeitsstellung. In dieser
fällt der Rastarm 366 hinter eine Hinterschneidung bzw. einen abgewinkelten Lappen oder dgl. des Grundschlittens
9 und hält diesen gegen ein Verschieben nach hinten fest. Wenn also in dieser Stellung der Planfilm
gewechselt wird, so kann die Filmbühne nicht unbeabsichtigt nach hinten verschoben werden und
ausweichen. Sie ist in der vorderen Stellung arretiert.
Erst wenn beim Schließen der Mattscheibe dieselbe mit ihrem unteren Teil wieder an das Gehäuse
herangedrückt wird, wird dabei automatisch auch der Rasthebel 36 wieder in seine Ruhestellung überführt,
wobei der Rastarm den Grundschlitten wieder freigibt.
Hierzu 5 Blatt Zeichnungen
Claims (8)
1. die Fifrneühne (15) befindet sich im Inneren des
weitgehend geschlossenen Gehäuses (1), und
2. sie ist nur durch eine während des Betriebes verschlossene Gehäuseöffnung (la)zum Zwekke
des Filmwechsels zugänglich.
2. Lesegerät nach Anspruch 1, gekennzeichnet 2">
durch folgende Merkmale:
1. die während des Betriebes verschlossene, nur zum Zwecke des Filmwechsels zu öffnende
Gehäuseöffnung (la) ist die Öffnung, in der die Mattscheibe (2) gehalten ist; und J°
2. die Mattscheibe (2) ist aus der Gehäuseöffnung (la) entfernbar.
3. Lesegerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet daß die Mattscheibe (2) in
der Gehäuseöffnung (IaJ kippbar ist J5
4. Lesegerät nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
1. es ist ein Verriegelungsmechanismus (26; 27) vorgesehen, der die Mattscheibe (2) in ihrer
Arbeitsstellung verriegelt hält; und *o
2. der Verriegelungsmechanismus wird von dem Grundschlitten (9) der Filmbühne ausgelöst,
wenn dieser in seine vordere Endlage verschoben wird.
5. Lesegerät nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
1. im Bereich der Vorderseite des Gerätes (1) ist innen ein Kipphebel (33) angeordnet, der
einerseits mit dem Grundschlitten (9) und andererseits mit dem Verriegelungsmechanismus
(26,27) der Mattscheibe derart zusammenwirkt, daß er den Verriegelungsmechanismus
löst wenn der Grundschlitten in seiner vorderen Endstellung gegen das eine Ende des
Kipphebels (33) stößt und diesen kippt; «
2. der Kipphebel (33) wirkt außerdem noch getrieblich in der Weise mit dem Querschlilten
(14) zusammen, daß letzterer die Kippung des Kipphebels (33) blockiert, wenn der Querschlitten
über ein vorgegebenes Maß hinaus in w>
Richtung des Kipphebels (33) verschoben ist.
6. Lesegerät nach den Ansprüchen I bis 5, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
1. im Bereich der Vorderseite des Gerätes ist innen ein Rasthebel (36) angeordnet, der
zwischen einer Ruhe- und einer Arbeitsstellung kippbar ist;
2. der Rasthebel wird von der in Funktionsstellung
befindlichen Mattscheibe (2) durch Anlage an seinem Stützarm (36^ in seiner Ruhestellung
gehalten; und
3, beim öffnen der Mattscheibe (2) wird der
Rasthebel durch Federkraft in seine Arbeitsstellung gekippt, in welcher er mit seinem Rastarm
(36b) hinter eine Hjnterschneidung.sles Grundschlittens
(9) einfällt und letzteren ir, seiner vorderen Endlage arretiert
7. Lesegerät nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine auf die Mattscheibe (2)
einwirkende Feder (28) vorgesehen ist, welche die Mattscheibe (2) nach ihrer Entriegelung mindestens
teilweise in ihre Offenstellung bewegt
8. Lesegerät nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
1. Die Mattscheibe (2) ist mit einem Bügel (32) versehen, der auf der Glasplatte (15) der
Filmbühne lose aufliegt; und
2. die Deckplatte der Filmbühne ist an ihrem
hinteren Ende in einem Scharnier (16) gelagert und besitzt vorne einen abgebogenen Haken
(15a^ oder dgl, mit dem der Bügel (32) in der Weise zusammenwirkt, daß die Deckplatte der
Filmbühne vorne automatisch angehoben wird, wenn die Mattscheibe in ihre extreme Offenstellung
gekippt wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782839397 DE2839397C3 (de) | 1978-09-11 | 1978-09-11 | Lesegerät für Mikroplanfilme |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19782839397 DE2839397C3 (de) | 1978-09-11 | 1978-09-11 | Lesegerät für Mikroplanfilme |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2839397A1 DE2839397A1 (de) | 1980-03-20 |
| DE2839397B2 true DE2839397B2 (de) | 1981-03-26 |
| DE2839397C3 DE2839397C3 (de) | 1981-12-17 |
Family
ID=6049108
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782839397 Expired DE2839397C3 (de) | 1978-09-11 | 1978-09-11 | Lesegerät für Mikroplanfilme |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2839397C3 (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3112610A1 (de) | 1981-03-30 | 1982-10-07 | Minox Gmbh, 6300 Giessen | Lesegeraet fuer mikroplanfilme mit bildfeldkoordinatenanzeige |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US3072013A (en) * | 1959-07-30 | 1963-01-08 | Gen Telephone Directory Compan | Microfilm reader |
| DE2545499C2 (de) * | 1974-10-11 | 1984-08-30 | Minolta Camera K.K., Osaka | Steuereinrichtung an einem Mikrofilmlesegerät |
-
1978
- 1978-09-11 DE DE19782839397 patent/DE2839397C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2839397A1 (de) | 1980-03-20 |
| DE2839397C3 (de) | 1981-12-17 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OAP | Request for examination filed | ||
| OD | Request for examination | ||
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8320 | Willingness to grant licences declared (paragraph 23) | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |