DE283889C - - Google Patents

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein in neuartiger Weise wirkendes sogenanntes Rollierwerk, wie es bei pneumatischen Musikinstrumenten zur Erzeugung einer schnellen Hin- und Herbewegung irgend eines Tonerzeugungsorganes verwendet wird. Die neue Vorrichtung hat den Vorzug, daß durch denselben Mechanismus je nach der Art der Beeinflussung sowohl eine vibrierende Bewegung
ίο wie auch einzelne kurze Schläge hervorgebracht werden können und ferner eine Abstufung der Tonstärke in weiten Grenzen möglich ist.
■'■ Die Erfindung besteht darin, daß das Doppelventil, durch welches in an sich bekannter Weise der Steuerkanal für den Anschlagbalg beeinflußt wird, in eigenartiger Weise eingerichtet ist und mit einem besonderen Balge zusammen arbeitet. Das Doppelventil ist nämlich nach der einen Seite belastet, während auf seine andere Seite der erwähnte Balg wirkt, der seinerseits wieder durch das Doppelventil gesteuert wird.
Die Zeichnung stellt die Erfindung in einem Ausführungsbeispiele dar. Der Anschlagbalg a wird durch den Kanal b und das Doppelsitzventil c entweder mit der Außenluft oder mit dem unter Saugwirkung stehenden Räume d verbunden. Das Ventil c wird in bekannter Weise durch eine Membran e gesteuert. An dem zu der Membran e führenden Kanäle f ist in an sich ebenfalls bekannter Weise ein Doppelventil g angebracht, welches entweder der Außenluft Zutritt zu dem Kanäle f gewährt oder eine Verbindung des letzteren mit dem unter Saugwirkung stehenden Räume h herstellt.
Das Doppelventil g ist auf der einen Seite durch eine Feder i belastet, welche für gewöhnlich das Ventil in der in der Zeichnung dargestellten Lage erhält, wobei der Kanal f mit dem Räume k verbunden ist. In den Raum k mündet die an eine Öffnung des Saugstockes angeschlossene Leitung I.
An den Kanal f ist ferner ein Balg m angeschlossen, welcher 'mittels des durch ein verstellbares Gewicht η belasteten Armes 0 mit dem Doppelventil g verbunden ist. Die Verbindung des Armes 0 mit dem Doppelventil g ist derartig, daß der Arm 0 sich, wenn der Balg m aufgeblasen wird, zunächst ein gewisses Stück frei bewegt und dann an den Anschlag j> stößt und das Ventil g mitnimmt.
In' der gezeichneten Stellung des Doppelventiles g steht der Balg m durch den Kanal f mit dem unter Saugwirkung stehenden Räume d in Verbindung, so daß er zusammengezogen ist. Tritt durch die Leitung I Außenluft in die Kammer k und von da durch die Leitung f in den Balg m, so wird dieser aufgeblasen und hebt, wenn der Arm 0 an den Anschlag φ anstößt, das Doppelventil g aus der gezeichneten Stellung an, so daß der Kanal f mit dem Räume h verbunden und gegen die Kammer k abgeschlossen wird. Infolgedessen wird der Balg m wieder unter Saugwirkung gesetzt und zusammengezogen, so daß das Doppelventil g der Belastung durch die Feder i nachgibt und den Kanal f wieder gegen den Raum g abschließt, während die Verbindung zwischen dem Kanäle f und der Kammer k wiederhergestellt wird. Infolge-
dessen tritt sofort wieder Außenluft in den Balg m, und dieser verstellt wieder das Ventil g entgegen der Wirkung der Feder i usw. so daß eine dauernde schnelle Hin- und Herbewegung des Ventiles g eintritt. Diese Bewegung des Ventiles g wird durch den Kanal f und die Membran e auf das Ventil c übertragen, welches infolgedessen in schnellem Wechsel den Kanal b, der mit dem Anschlagbalg « verbunden ist, unter Saugwirkung setzt und mit der Außenluft verbindet, so daß auch der Anschlagbalg α in schnelle Hin- und Herbewegung versetzt wird.
Dadurch, daß der Arm ο, bevor er beim Beginne der Bewegung des Balges m an den Anschlag j> anstößt, sich erst ein gewisses Stück frei bewegt, wird es ermöglicht, mit dem Balg α auch einzelne ganz kurze Schläge zu geben. Wenn nämlich der Zutritt der Außenluft zu dem Räume k schon wieder aufhört, bevor der Arm 0 auf das Ventil g wirken kann, so wird nur ein einzelner Druck auf die Membran e ausgeübt und eine dementsprechende Bewegung des Ventiles c und des Balges α hervorgerufen.
Es ist auch möglich, länger dauernde Einzel-
■ Schläge zu erzielen, indem in dem Räume h, welcher von dem Räume d durch eine Wand q
getrennt ist, durch öffnen eines Schiebers r die Saugwirkung aufgehoben wird. Alsdann wird durch das Eintreten von Außenluft in den Raum k und den Kanal f kein Einfluß auf den Balg m ausgeübt, so daß das Ventil g in Ruhe bleibt und die Außenluft, solange sie durch die Leitung I zutritt, ununterbrochen auf die Membran e wirken kann. Soll auf diese Möglichkeit verzichtet werden, so kann die Wand q fortfallen, und selbstverständlich ist alsdann auch der Schieber r überflüssig.
Wie ersichtlich ist, kann die Hin- und Herbewegung des Anschlagbalges α bei beliebiger Stärke der in dem Räume d herrschenden Saugwirkung erzeugt werden, so daß die Stärke des durch die Rollierbewegung erzeugten Tones in weiten Grenzen abgestuft werden kann.
Mit Hilfe der Klappe s, die mit einem von einer Saugleitung t abhängigen Balg u verbunden ist, kann auch unabhängig vom Saugstock Außenluft in die Kammer k eingelassen und eine Rollierbewegung erzeugt werden.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Rollierwerk für pneumatische Musikinstrumente mit durch einen Hilfsbalg bewegtem Doppelventil, dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsbalg (m) durch das einseitig belastete Doppelventil (g) selbst gesteuert wird.
2. Rollierwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Doppelventil (g) mit dem Hilfsbalge (w) so verbunden ist, daß der Balg (m) um ein gewisses Stück sich frei bewegen kann, ehe er auf das Ventil (g) wirkt.
3. Rollierwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der unter Saugwirkung stehende Raum (h), in dem der auf das Doppelventil (g) wirkende Hilfsbalg (m) sich befindet, gegen den Raum (d), an welchen der Anschlagbalg (a) angeschlossen ist, durch eine Wand (q) abgeschlossen und mit einem Abschlußorgari
(r) zur Aufhebung der Saugwirkung versehen ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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