DE2829588A1 - Pruefeinrichtung fuer elektrizitaetszaehler - Google Patents

Pruefeinrichtung fuer elektrizitaetszaehler

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DE2829588A1
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Artur Dr Seibt
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Siemens Corp
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Electric Properties And Detecting Electric Faults (AREA)

Description

  • Prüfeinrichtung für Elektrizitätszähler
  • Die Erfindung bezieht sich auf eine Prüfeinrichtung für Elektrizitätszähler, bestehend aus einer Aufhänge- und Abtastvorrichtung für die zu prüfenden Zähler und einer Einrichtung zum Speisen der Zähler, wobei die Spannungen und Ströme zur Speisung der Zähler Spannungs- und Stromgeneratoren entnommen sind, die oszillatorgesteuerte Strom- bzw. Spannungsverstärker enthalten.
  • In der Zeitschrift "Elektrizitätswirtschaft", Jg. 76 (1977), Heft 5, S. 109 - 113 ist eine Prüfeinrichtung für die Justierung und Beglaubigung von Elektrizitätszählern beschrieben, bei der der Betriebsablauf beim Betriebszustand 'Justieren" von Hand durch die Bedienungsperson und beim Betriebszustand "Beglaubigen" automatisch durch einen Computer gesteuert wird. Dieser Computer dient auch zur Berechnung der Zählerfehler.
  • Bei dieser bekannten Prüfeinrichtung ist die Speisestation für Strom und Spannung an eine geregelte Spannungs- quelle angeschlossen. Die unterschiedlichen Strommeßbereiche können von Hand über Drucktasten oder vom Computer gewählt werden. Die Prüfströme sind grob und fein regulierbar zwischen Null und 120 % I. Die Ströme der beiden Phasen S und T können mit Winkel-Regulier-Transformatoren in ihrer Phasenlage individuell eingestellt werden. Dadurch läßt sich auch bei unsymmetrischer Belastung durch die Prüflinge ein symmetrisches Stromdreieck erreichen. Der Spannungskreis ist an die Sekundärwicklung eines Phasenschiebers angeschlossen.
  • Damit kann die Phasenlage der Spannung gegenüber dem Strom in beliebigen Grenzen eingestellt werden. Der Spannungskreis ist für die Nennspannungen 57,6/100, 127/220, 220/380 V ausgelegt. An die Sekundärwicklungen der Meßwandler ist ein statischer Präzisions-Eichzähler als Referenz angeschlossen. Er gibt bei Nennlast und Kosinus # = 1 eine Frequenz von 3000 Hz ab, die dem Computer zugeführt wird. Mit sechs Korrekturwandlern werden die Restfehler der Station individuell auf kleiner als 0,1 % kompensiert. Für die Einhaltung der Spannungen ist eine automatische Spannungsregelung vorgesehen, die mit einer von Hand einstellbaren Referenzspannung ausgerüstet ist. Dieses Regelsystem arbeitet unabhängig vom Computer. Muß Jedoch während der Prüfzeit die Leistung konstant gehalten werden, beispielsweise bei der Prüfung von Maximumzählern, korrigiert der die Ausgangsfrequenz des Eichzählers kontrollierende Computer die Referenzspannung des Spannungsreglers.
  • Alle Regeltransformatoren und Phasenschieber haben Stellmotoren, die über elektronische Regler arbeiten.
  • Sie erhalten die Ist-Werte der zu regelnden Größen von den Sekundärkreisen der Meßwandler.
  • Diese bekannte Prüfeinrichtung erfordert einen nicht unerheblichen Aufwand. Hinzu kommt, daß sich der elektronische Prüfzähler und die zu prüfenden Ferrariszähler gegenüber verzerrten Kurvenformen, Frequenzänderungen, Schwankungen der Amplituden, Anderungen der Symmetrie usw. anders verhalten, was zu nicht reproduzierbaren Meßergebnissen führen kann.
  • Aus IEEE Trans. Instrum. Meas., vol. IM 25, Nr. 4, S. 544 - 546, Dez. 76, ist es beispielsweise bekannt, die Spannungen und Ströme für die Leistungsmessung elektronischen Spannungs- und Stromgeneratoren zu entnehmen.
  • Hierbei enthalten die Spannungs- und Stromgeneratoren oszillatorgesteuerte Strom- bzw. Spannungsverstärker.
  • Mit Hilfe eines Dreiphasen-Netzwerkes werden aus der Oszillatorspannung die Steuerspannungen für drei Strom-und drei Spannungsverstärker gewonnen. Hierbei werden die Spannungen und Ströme sowie Phasenwinkel von Hand an Potentiometern eingestellt. Die Spannungs- und Stromverstärker stellen hierbei Je ein Drehstromsystem dar, wobei die Phasenlage zwischen Spannungs- und Stromsystem mit Hilfe eines Phasenschiebers beliebig verstellt werden kann.
  • Kennzeichnend für die bekannten Prufeinrichtungenfür Elektrizitätszähler ist, daß die Spannungen und Ströme nur annähernd genau vorgegeben werden können und daß man sich auf eine Präzisionsmessung der Leistung - entweder mit drei Leistungsmessern oder mit einem Prüfzähler - verläßt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Prüfeinrichtung für Elektrizitätszähler der eingangs beschriebenen Art derart zu gestalten, daß die Werte für Spannung und Strom einschließlich der etwaigen Phasenverschiebung präzise genug vorgegeben werden können, um auf jegliche Messung der einzelnen Größen verzichten zu können. Damit können alle Wandler, Anzeigeinstrumen- te, Stellglieder, Phasenschieber, Leistungsmesser bzw.
  • Prüfzähler usw. entfallen. Die erfindungsgemäße Prüfeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß elektronisch geregelte Spannungs- und Stromgeneratoren verwendet sind, die durch auf digitalem Wege erzeugte Signale gesteuert sind, wobei sämtliche Werte, wie Spannung, Strom, Phasenverschiebungswinkel, Kosinus , Frequenz u. dgl., als digitale Einzelwerte vorgegeben sind. Vorzugsweise ist ein Fehlerrechner vorgesehen, dem die digital vorgegebenen Einzelwerte als Soll-Werte und die von den einzelnen Abtastvorrichtungen der zu prüfenden Zähler eintreffenden Impulse (Werte) als Ist-Werte zur Berechnung und Anzeige der Fehler zugeführt werden.
  • Bei einer bevorzugten Ausführungsform sind die Steuersignale für die Spannungs- und Stromgeneratoren von einem Quarzoszillator über umschaltbare Frequenzteiler und logische Verknüpfungen abgeleitet. Diese Steuersignale werden über adressierbare Festwertspeicher (ROM) und diesen nachgeschaltete Digital-Analog-Wandler zur Erzeugung der Sinusfunktion oder eines Jeden anderen gewünschten Kurvenverlaufs den Strom- und Spannungsverstärkern zugeführt.
  • Weitere Einzelheiten und Merkmale ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung.
  • Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel schematisch dargestellt ist, wird die Erfindung näher erläutert.
  • Es zeigen: Fig. 1 ein Blockschaltbild einer Prüfeinrichtung für Elektrizitätszähler und Fig. 2 einen Steuergenerator für die drei Spannungs- und die drei Stromgeneratoren.
  • In Fig. 1 sind mit GUR, GUS und GUT die Spannungsgeneratoren bezeichnet, die die einzelnen Spannungischienen UR, US und UT speisen. Mit O ist die Null-Leiterschiene bezeichnet, die mit den einzelnen Spannungsgeneratoren in Verbindung steht.
  • Mit GIR, GIS und GIT sind die Stromgeneratoren bezeichnet, die die zugeordneten Stromschienen IR, IS und IT speisen. An die Spannungs- und Stromschienen sind in an sich bekannter Weise die zu prüfenden Zähler Z1 und Z2 angeschlossen. Im Prinzip kann an die Spannungs- und Stromschienen eine beliebige Anzahl Zähler angeschlossen werden. Jedem Zähler Z1, Z2 ... ist eine Digitalanzeige DK1, DK2 ... zugeordnet. Wie durch Pfeilrichtungen angegeben, stehen diese Anzeigen sowohl mit den zugeordneten Zählern als auch über Leitungen L1, L2 mit einem Fehlerrechner FR in Verbindung, wie weiter unten noch näher erläutert werden wird.
  • Mit SG ist ein Steuergenerator bezeichnet, der von einem Quarzoszillator Q gespeist wird. Der Steuergenerator SG leitet von den von dem Quarzoszillator Q abgegebenen Referenzsignalen Steuersignale geeigneter Amplitude und Phasenlage für die einzelnen Generatoren GUR, GUS, GUT bzw. GIR, GIS, GIT ab Die einzelnen Werte können an einem gemeinsamen Steuerfeld KS z. B. durch Codierschalter direkt eingestellt und auch abgelesen werden.
  • Mit dem Steuergenerator SG wirkt der Fehlerrechner FR zusammen. Dieser Fehlerrechner vergleicht die programmierten Werte mit den einzelnen über die Leitungen L1, L2 ... kommenden Tastkopfsignalen und rechnet für jeden Zähler den Meßfehler aus. Hierzu multipliziert er digi- tal die programmierten Werte für Jedes Spannungs- und Stromptar und ermittelt daraus die Einzelleistungen bzw.
  • die Gesamtleistung. Der errechnete Wert für die Gesamtleistung steuert z. B. einen programmierbaren Frequenzteiler, der sodann aus einer Referenzfrequenz den Soll-Wert der Impulslänge bildet, mit dem dann die einzelnen Impulslängen-Ist-Werte der Tastköpfe verglichen werden.
  • Jeder Zähler Z1, Z2 ... ist bekanntlich mit einem Abtastkopf versehen, der die an der Läuferscheibe angebrachte Markierung abfragt. Der Fehlerrechner gibt sodann die ermittelten Fehler, z. B. über einen Datenbus DB und einen Adreßbus AB, an die einzelnen Anzeigeeinheiten Al, A2 ... aus, die Jeweils unmittelbar neben den Zählern Z1, Z2 ... montiert sind.
  • Wie mit gestrichelten Linien angedeutet ist, kann dem Fehlerrechner FR ein Eichoszillator EQ sowie eine Defektanzeige Df zugeordnet sein.
  • Der Fehlerrechner erhält von dem Steuergenerator SG die eingestellten Werte als Digitalinformationen zugeführt.
  • Hieraus errechnet er die Gesamtleistung. Da dieser Wert durch eine digitale Operation gewonnen wird, ist er fehlerfrei. Mit Hilfe des Eichoszillators EQ kann nun z. B.
  • über einen programmierbaren Frequenzteiler ein Impuls definierter Länge erzeugt werden, der unter Berücksichtigung der Zählerkonstanten als Soll-Wert definiert wird. Der Fehlerrechner vergleicht nun die von den einzelnen Tastköpfen kommenden Impulse mit dem Soll-Wert, rechnet die einzelnen Zählerfehler aus und überträgt sie über das Bus-System DB auf die einzelnen, Jedem Zähler zugeordneten Anzeigen Al, A2 .... Vorzugsweise ist der Fehlerrechner so ausgeführt, daß er die Werte auf einem Drucker ausgibt.
  • Fig. 2 zeigt den prinzipiellen Aufbau des Steuergenerators SG für die Erzeugung der insgesamt sechs benötigten Signale. Gemäß der Erfindung erfolgt die Signalerzeugung synthetisch. Der Quarzoszillator Q speist über einen umschaltbaren Frequenzteiler FT1 den Steuergenerator SG, welcher wiederum umschaltbare Frequenzteiler, logische Verknüpfungen sowie einen Adressengenerator enthält. Die Frequenz des Quarzoszillators Q bestimmt sich aus der gewünschten Feinstufigkeit sowohl der Sinusfunktionen als auch der Einstellungen. Die Sinusfunktionen werden mit ROM's erzeugt: Jedes ROM1 bis ROM6 erhält eingangsseitig im einfachsten Fall fortlaufende Adressen aus dem Adressengenerator zugeführt.
  • Der Ausgang des ROM's adressiert wiederum einen Digital-Analog-Wandler D/A1 bis D/A6, der eine proportionale Spannung bzw. einen proportionalen Strom abgibt, die bzw. der um so genauer der Sinusform entspricht, Je mehr Kurvenpunkte das entsprechende ROM enthält. Wegen der Symmetrieeigenschaften der Sinusfunktion genügt es, nur eine 1/4-Periode in dem ROM zu speichern; allerdings sind dann Umschaltungen notwendig. Speichert man beispielsweise eine 1/2-Periode der Sinusfunktion, so reduzieren sich die Umschaltungen auf eine einfache Umpolung jeweils in der zweiten 1/2-Periode. Durch anschließende Glättung bzw. Filterung können, wenn nötig, die durch die Stufung erzeugten hohen Frequenzen ausgefiltert werden. Hierbei ist es leicht möglich, in den ROM's jede beliebige Kurvenform zu speichern. Dies ist durch gestrichelte Linien angedeutet. Bei Kf kann somit die Kurvenform vorgegeben werden. So kann man z. B. Jede denkbare Kurvenformverzerrung vorsehen. Da alle Phasenverschiebungen durch logische Verknüpfungen erzeugt werden, ändern sie sich nicht, wenn man die Ausgangsfrequenz verändert; ebensowenig ändert sich die Kurvenform des Sinus. Diese Verstellbarkeit der Frequenz, ohne Anderung aller anderen Parameter, ist mit herkömmlichen Anlagen nicht möglich. Es ist auch möglich, mit einem einzigen ROM und multiplexem Betrieb zu arbeiten. Die ganze Signalaufbereitung läßt sich aber auch mit einem Mikrocomputer ausführen.
  • Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Prüfeinrichtung ist, daß Fehler erst bei den D/A-Wandlern D/A1 bis D/A6 beginnend auftreten können, da die gesamte davorliegende Signalverarbeitung fehlerfrei und über die Lebensdauer der Anlage driftfrei ist. Ein D/A-Wandler trägt Jedoch zum Fehler nur wenig bei, da er im Grunde nur aus einem Widerstandsnetzwerk besteht, dessen Verhältnisse sehr genau eingehalten werden können. Im wesentlichen spielt nur seine Nichtlinearität eine Rolle. Die Eichung wird von einer Referenzspannung bestimmt.
  • In Fig. 2 ist mit E eine Eingabe angedeutet, mit der der Kosinus p, die Phasenwinkel für Strom und Spannung, Drehfeld u. dgl. eingegeben werden können. Mit Am ist eine Amplituden-Eingabe angedeutet. Die Ausgänge der Digital-Analog-Wandler D/A1 bis D/A6 sind mit Leistungsverstärkern V1 bis V6 verbunden. Vorzugsweise werden handelsübliche Nf-Leistungsverstärker für die Spannungen und Ströme verwendet. Man kann den gleichen Verstärkertyp lediglich durch Auswechseln des Ausgangstransformators sowohl als Spannungsgenerator als auch als Stromgenerator einsetzen. Die Leistungsverstärker sind mit einer eigenen hochpräzisen Regelung ausgestattet. Durch die Regelung wird der Innenwiderstand zu Null, so daß die Spannung unabhängig von der Last konstant bleibt. Selbstverständlich muß Jeder Spannungs-und Stromgenerator kurzschluß- bzw. leerlauffest sein, sowie auf beträchtliche induktive Blindlasten arbeiten können, ohne durch rückgespeiste Energie zerstört zu werden. Um Spannungsabfälle auf den Leitungen zu vermeiden, ist eine sternförmige Verdrahtung von den Ausgängen der Spannungsgeneratoren anzustreben. Entsprechendes gilt auch für die Stromgeneratoren.
  • Die einzelnen Meßpunkte können sowohl von Hand als auch automatisch eingestellt werden. Mit einem im Verhältnis zu den Gesamtkosten der Anlage geringen Mehraufwand läßt sich die Eingabe programmierbar ausführen. Hierzu ist es nur notwendig, einen geeigneten Datenträger einzusetzen, der leicht auswechselbar ist, z. B. eine Magnetkarte, wie sie bei Tischrechnern üblich ist. Für Jeden Zählertyp können dann die Prüfpunkte einmalig - mit Hilfe der vorhandenen Anlage - eingespeichert werden.
  • Es ist dann nur noch notwendig, die Karte einzustecken und nach Ausrichten der Abtastköpfe die Anlage zu starten. In diesem Fall ist eine Anzeige für alle Einstellwerte vorgesehen. Die gesamte Anlage kann aber auch durch einen Rechner gesteuert werden.
  • Mit Hilfe des Fehlerrechners FR kann eine selbsttätige Überprüfung der Anlage vorgenommen werden. Durch die Verwendung einer unabhängigen Referenzfrequenz für den Fehlerrechner, die durch den Eichfrequenzoszillator EQ geliefert wird, können größere Abweichungen erkannt werden.
  • Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten der Prüfung.
  • So können in einem automatischen Testzyklus alle D/A-Wandler die gleiche Adresse erhalten. In diesem Falle müßten die Ausgangssignale dann übereinstimmen. Nichtübereinstimmung kann auf mehreren Wegen erkannt werden und eine Fehlermeldung auslösen, die bei Df angezeigt wird. Man kann aber auch der Einfachheit halber alle D/A-Wandler der Reihe nach mit einem Referenz-D/A-Wandler vergleichen. Damit ist sichergestellt, daß alle Endverstärker richtige Signale erhalten.
  • Da die Endverstärker V1 bis V6 in jedem Falle Regelsystem sind, läßt sich ein Ausrasten der Regelung leicht erkennen und zu einer Fehlermeldung z. B. bei Df ausnutzen.
  • Schließlich kann man an einem Platz der Anlage immer einen einwandfreien Vergleichszähler belassen, wobei der Fehlerrechner dann so programmiert sein kann, daß er bei einer Abweichung der Meßergebnisse von diesem Zähler eine Meldung auslöst.
  • Dieses Vergleichszählerprinzip läßt sich auch weiter ausbauen. So kann man z. B. Warmlauf- und Temperaturverhalten der zu prüfenden Zähler mit seiner Hilfe kompensieren, indem man der Anlage mitteilt, daß sie ihre Werte Jeweils so zu verstellen hat, daß der MeBfehler dieses Vergleichszählers auf Null hingezogen wird. Man braucht dann nur noch die Prüfpunkte als solche vorzugeben, d. h. ohne Zahlenwerte. Nach einem Durchlauf hat dann die Anlage für jeden einzelnen Prüfpunkt die exakten Zahlenwerte ermittelt und gespeichert, die notwendig sind, um in jedem einzelnen Prüfpunkt den Fehler Null für den Vergleichszähler zu erhalten.
  • Die Anlauf- und Leerlaufprüfungen sind besonders kritisch und zeitraubend. Beides wird deshalb häufig auf separaten Anlagen durchgeführt. Geringe Erschütterungen können zu erheblichen unterschiedlichen Meßergebnissen führen. Es ist daher vorteilhaft, daß der Meßfrequenz eine definierte Rüttelfrequenz überlagert wird. Ferner ist es zweckmäßig, daß über einen an den Fehlerrechner angehängten XY-Schreiber die Fehlerkurve Jedes Zählers geschrieben wird.
  • Beim Justieren der einzelnen Zähler in einer solchen Anlage müssen häufig und rasch verschiedene Prüfbedin- gungen eingestellt werden können - z. B. Umpolen einzelner Ströme. Hierzu ist es vorteilhaft, daß die Steuerung der Anlage über ein tragbares Eingabegerät drahtgebunden oder drahtlos erfolgt.
  • Die erfindungsgemäße Prüfeinrichtung weist folgende Vorteile auf: Die Prüfeinrichtung erfordert geringen Material- und Montageaufwand. Die Eigenprüfung braucht sich nur auf die Ausgangssignale zu erstrecken. Die Einzelwerte, wie Spannungen, Ströme, Frequenz, Phasenwinkel, gegenseitige Phasenlage sowie Oberwellengehalt, können mit sehr hoher Genauigkeit eingestellt und reproduziert werden. Die Anlage ist von subJektiven Einstellfehlern befreit, da keine Instrumente mehr abgelesen und keine Werte mehr analog auf Stellgliedern eingestellt zu werden brauchen.
  • Die Einstellung an Codierschaltern ist eindeutig und reproduzierbar. Die Einstellung kann ferner von einem Datenträger oder Rechner erfolgen. Die Einstellungen erfolgen leistungslos durch reine Digitalsignale; dadurch entfallen alle Hochspannungs- und Hochstromschalter und deren Probleme während der Lebensdauer. Durch Wahl der Quarzfrequenz läßt sich die Meßfrequenz beliebig verändern. Hierbei bleiben alle Einstellungen unberührt. Ferner ist die Meßfrequenz unabhängig von. der Netzfrequenz, d. h., daß die Anlage aus Jedem Netz gespeist Werden kann, auch aus einem Einphasen- oder Gleichspannungsnetz. Es besteht die Möglichkeit, die gesamte Anlage im Bausteinsystem aufzubauen. Bemißt man die Generatoren z. B. für zehn zu prüfende Zähler, so kann Jede Anlage in diesen Stufen erweitert werden, indem einfach für Jeweils zehn Zähler ein Generatorpaar hinzugefügt wird.
  • Ein Justieren oder eine Prüfung ist nicht mehr erforderlich. Ferner sind bewußte Eingriffe möglich, um gewissen Eigenschaften des Ferrariszählers entgegenzukommen. We- gen dessen starker Temperaturabhängigkeit kann man z. B.
  • den Verlauf des TK über der Temperatur in einem Speicher festhalten und bei der Messung automatisch berücksichtigen. Hierzu braucht die Anlage dann nur noch einen Fühler für die Raumtemperatur erhalten. Differenzen zwischen Zählerhersteller und Kunden haben häufig ihre Ursache in unterschiedlichen Temperaturen bei den Messungen. Man kann schließlich z. B. das Anwärmen der Zähler mit doppelter Spannung entfallen lassen, wenn man das Warmlaufverhalten über der Zeit einprogrammiert; man kann dann ohne Verzug mit den Messungen beginnen.
  • Leerseite

Claims (18)

  1. Patentansprüche Prüfeinrichtungfür Elektrizitätszähler, bestehend aus einer Aufhänge- und Abtastvorrichtung für die zu prüfenden Zähler und einer Einrichtung zum Speisen der Zähler, wobei die Spannungen und Ströme zur Speisung der Zähler Spannungs- und Stromgeneratoren entnommen sind, die oszillatorgesteuerte Strom- bzw. Spannungsverstärker enthalten, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß elektronisch geregelte Spannungs-und Stromgeneratoren (GUR, Gus,GUT, GIR' GIS, GIT) verwendet sind, die durch auf digitalem Wege erzeugte Signale gesteuert sind, wobei sämtliche Werte, wie Spannung, Strom, Phasenverschiebungswinkel, Kosinus #, Frequenz u. dgl., als digitale Einzelwerte vorgegeben sind.
  2. 2. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Fehlerrechner (FR) vorgesehen ist, dem die digital vorgegebenen Einzelwerte als Soll-Werte und die von den einzelnen Abtastvorrichtungen der zu prüfenden Zähler (Z1, Z2 ...) eintreffenden Impulse (Werte) als Ist-Werte zur Berechnung und Anzeige (A1, A2 ...) der Fehler zugeführt werden.
  3. 3. Prüfeinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Steuersignale für die Spannungs- und Stromgeneratoren (GUR, GUS, GUT, GIR, GIS, GIT) von einem Quarzoszillator (Q) über umschaltbare Frequenzteiler und logische Verknüpfungen abgeleitet sind und daß diese Steuersignale über adressierbare Festwertspeicher (ROM1 bis ROM6) und diesen nachgeschaltete Digital-Analog-Wandler (D/A1 bis D/A6) zur Erzeugung der Sinus funktion oder eines jeden anderen gewünschten Kurvenverlaufes den Strom- und Spannungsverstärkern (V1 bis V3 bzw. V4 bis V6) zugeführt werden.
  4. 4. Prüfeinrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die gewünschten Ausgangsspannungen bzw. Ausgangsströme, Phasenlagen usw.
    mittels Codierschalter digital einstellbar sind.
  5. 5. Prüfeinrichtung nach Anspruch 3, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Einstellung der gewünschten Ausgangssignale durch digitale Dateneingabe von einem Datenspeicher oder einem Rechner erfolgt.
  6. 6. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Meßfrequenz durch einen umschaltbaren Frequenzteiler (FT1) veränderbar ist.
  7. 7. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß Jeweils ein Spannungs- und Stromgenerator (GUR, GIR ...) zu einem auswechselbaren Baustein zusammengefaßt sind.
  8. 8. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß als Spannungs- und Stromverstärker handelsübliche Niederfrequenz-Leistungsverstärker (V1 bis V6) verwendet sind, die mit einer eigenen hochpräzisen Regelung ausgestattet sind.
  9. 9. Prüfeinrichtung nach Anspruch 8, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Regeleinrichtungen der Niederfrequenz-Leistungsverstärker (V1 bis V6) mit einer Einrichtung ausgestattet sind, die bei Ausfall der Regelung eine Fehlermeldung abgibt.
  10. 10. Prüfeinrichtung nach Anspruch 9, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Regelschleifen für die Niederfrequenz-Leistungsverstärker (V1 bis V6) sich auch über die zugehörigen Digital-Analog-Wandler (D/A1 bis D/A6) erstrecken.
  11. 11. Prüfeinrichtung nach Anspruch 8, g e k e n n -z e i c h n e t d u r c h die Verwendung von kurzschluß- bzw. leerlauffesten Leistungsverstärkern (V1 bis V6).
  12. 12. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zur Überprüfung der Richtigkeit der Ausgangssignale der Strom- und Leistungsverstärker (V1 bis V6) sämtliche Spannungs- und Stromgeneratoren (GUR ... bzw. GIR ...) dieselbe Adresse erhalten und daß bei nicht ausreichender Übereinstimmung der Ausgangssignale eine Fehlermeldung ausgelöst wird.
  13. 13. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Referenz-Digital-Analog-Wandler vorgesehen ist, dessen Ausgangssignal in einem automatischen Prüfzyklus nacheinander mit den Ausgangssignalen der anderen Digital-Analog-Wandler (D/A1 bis D/A6) verglichen wird.
  14. 14. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Vergleichszähler vorgesehen ist.
  15. 15. Prüfeinrichtung nach Anspruch 14, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß ein Vergleichszähler eingesetzt ist, dessen Verhalten dem der zu prüfenden Zähler (Z1, Z2 ...) entspricht.
  16. 16. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 15, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß zur Erzielung gleichmäßiger Ergebnisse bei der Anlauf- und Leerlaufprüfung der Zähler (Z1, Z2 ...) den Meßsignalen dauernd oder in Abständen eine Rüttelfrequenz überlagert wird.
  17. 17. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 16, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß über einen an den Fehlerrechner (FR) angeschlossenen XY-Schreiber die Fehlerkurven der Zähler (Z1, Z2 ...) ausgebbar sind.
  18. 18. Prüfeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß die Steuerung der Anlage über ein tragbares Eingabegerät drahtgebunden oder drahtlos erfolgt.
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