DE2825960C2 - Elektrischer Wickelkondensator - Google Patents
Elektrischer WickelkondensatorInfo
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- H01G4/32—Wound capacitors
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Description
Die Erfindung betrifft einen elektrischen Kondensator mit einem Kondensatorwickel aus in axialer Richtung
schrumpffähigen Kunststoffolien als Dielektrikum, auf denen dünne Metallschichten als Belegungen angeordnet
sind, die über metallische Stirnkontaktschichten mit äußeren Anschlüssen verbunden sind, bei dem der
Wickel in einem nicht dicht verschlossenen Gehäuse angeordnet ist und bei dem im Überlastungsfall der
Stromweg zwischen den Belegungen und den äußeren Anschlüssen durch teilweises Abheben der Stirnkontaktschichten
von den Wickelstirnseiten unterbrochen wird.
Ein solcher Kondensator ist aus der DE-OS 20 60 907 bekannt. Bei diesem Kondensator besteht der Kondensatorwickel
aus metallisierten, in axialer Richtung schrumpffähigen Kunststoffolien und hat metallische
Stirnkontaktschichten, die mit äußeren Anschlüssen verbunden sind. Im Überlastungsfall wird der Stromweg
zwischen den Belegungen und den äußeren Anschlüssen dadurch unterbrochen, daß die Stirnkontaktschichten
teilweise von der Wickelstirnseite abgehoben werden.
Hierzu ist eine Schwachstelle in der Stirnkontaktschicht
an der Stelle vorgesehen, wo sie mit den äußeren Anschlußelementen
verbunden ist Die einzelnen Ausführungsbeispiele dieser Vorveröffentlichung zeigen ausschließlich
Schwachstellen im Bereich des Wickelkernrohres, in dem der mit der Stirnkontaktschicht verbundene
Anschlußdraht verankert ist
Da die bei der bekannten Ausführungsform angestrebte Unterbrechung der Stirnkontaktschicht auf dem
unterschiedlichen Verhalten der Wickelfolien einerseits und des Kernrohres andererseits beim Erwärmen beruht
ist es, um die Abschaltvorrichtung zur Wirkung zu bringen, nach dieser bekannten Ausführungsform unbedingt
erforderlich, daß ein Kernrohr vorhanden ist, das aus einem Material besteht, das sich nicht zugleich mit
dem Wickel zusammenzieht
Aus der DE-OS 15 64 711 ist weiter ein regenerierfähiger
elektrischer Kondensator bekannt bei dem die dünnen Metallbeläge einen Flächenleitwert von maximal
0,8 Siemens haben, was einem Flächenwiderstand von minimal 1,25 Ohm entspricht Die Metallbeläge dieses
Kondensators sind beidseitig auf Papier aufgebracht, das im Wickel im feldfreien Raum liegt Die als
Dielektrikum dienenden Polypropylenfolien sind nicht mit einer Metallschicht versehen. Dieser Aufbau wurde
bei der bekannten Ausführungsform deshalb gewählt, weil es sich um einen regenerierfähigen Kondensator
handelt, bei dem Fehlstellen durch Ausbrennen der Metallisierungsschicht
um die Fehlstelle herum ausgeheilt werden. Dies ist aber bei metallisierten Polypropylenfolien
in der Regel nicht möglich, da bei einem Durchschlag das Kunststoffdielektrikum an der Durchschlagstelle
einerseits verkohlt, andererseits zum Schmelzen kommt so daß eine eindeutige Isolierung der Fehlstelle
durch Wegbrennen des aufgebrachten Metallbelages nicht stattfindet
Aus der DE-AN B 17 017, bekanntgemacht am 19.02.
1953, ist ein selbstausheilender Kondensator bekannt, bei dem die Metallbeläge einen Widerstand im Bereich
von 1,5 bis 10 Ohm/cm2 haben sollen. Bsi diesem Kondensator handelt es sich auch um einen selbstausheilenden
Kondensator, bei dem die dünne Metallbelegung in der Regel auf Papier und nicht auf Kunststoff angeordnet
ist. Bei dem bekannten Kondensator soll die Aus-(leitfähigkeit der Metallisierungsschicht dadurch verbessert
werden, daß die Schicht dünner als 0,05 μηι gemacht wird. Es wird aber trotz der dünnen Schichten angestrebt,
daß diese eine möglichst große elektrische Leitfähigkeit haben. Aus dem ganzen Inhalt der Vorveröffentlichung
kann daher entnommen werden, daß trotz der angestrebten geringen Schichtdicke eine möglichst
große elektrische Leitfähigkeit, also ein möglichst niedriger Flächenwiderstand angestrebt wird. Es ist daher
anzunehmen, daß der Fachmann bestrebt sein wird, den Flächenwiderstand möglichst nahe bei dem unteren
Wert von 1,5 Ohm pro Quadratzentimeter zu halten.
Aus der DE-OS 18 06 924 ist ein in eine Umhüllung eingebauter Wickelkondensator bekannt, welcher eine
Schutzeinrichtung hat, die verhindert, daß bei Überhitzung des Wickels die Hülle zersprengt wird. Die dicht
verschlossene Hülle ist dazu innen mit zwei Verankerungseinrichtungen versehen, von denen die eine einen
Anschlußdraht mit der Hülle und die andere den Wickel mit der Hülle verbindet. Der Wickel besteht aus einer
metallisierten Kunststoffolie, insbesondere aus Polypropylen. Bei Überhitzung des Wickels soli sich der Wickel
in axialer Richtung zusammenziehen und dabei mindestens eine der stirnseitigen Metallkontaktschichten vom
Wickel lösen. Eine solche Vorrichtung hat einen komplizierten
Aufbau und arbeitet nicht zuverlässig.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Kondensator der eingangs genannten Art weiter zu vereinfachen
und zu verbilligen.
Diese Aufgabe wird durch die Gesamtheit der im Kennzeichen des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung können den Unteransprüchen entnommen werden.
Beim Kondensator mit den beanspruchten Merkmalen schließt im Überlastungsfall der hohe Flächenwiderstand
der Metallisierungen einen hohen Kurzschlußstrom aus, so daß eine spontan einsetzende große Energieaufnahme
nicht stattfinden kann. Auch eine Druckzunahme innerhalb des Gehäuses ist unkritisch, weil es
nicht luftdicht abgeschlossen ist Das Dielektrikum schrumpft bevorzugt in axialer Richtung, so daß die
aufgespritzte Kontaktschicht wenigstens teilweise abgehoben wird, weil sie nicht sehr gut auf dem Wickel
haftet Da eine eventuell noch verbleibende Kontaktierung unter hoher Strombelastung steht, brennt der restliche
Kontakt ab. Infolge des Innendruckes im Gehäuse wird die Kontaktschicht völlig abgehoben und von den
Belegungen sicher getrennt Mittels dieser Maßnahmen wird eine zuverlässige Sicherung des Kondensators ohne
zusätzliche Sicherungselemente erreicht Der Kondensator weist einen sehr einfachen und unkomplizierten
Aufbau auf: Er muß nicht mit einem Kernrohr versehen sein. Weist der Kondensator ein Kernrohr auf, so
muß dieses nicht verschlossen sein. Die äußeren Anschlüsse können an einer beliebigen Stelle der Wickelstirnfläche
mit der Kontaktschicht in einfacher Weise, beispielsweise durch Löten, verbunden sein.
Das Gehäuse des elektrischen Wickelkondensators ist nicht luftdicht abgeschlossen. Es weist vorzugsweise
eine zylindrische Form auf und kann beispielsweise mit einem aufschnappbaren Deckel verschlossen sein. Als
Material für das Gehäuse ist vorzugsweise Kunststoff verwendet; es muß weder verformbar noch wärmeleitend
ausgebildet sein. Der Wickelkörper des Kondensators ist frei schwebend im Gehäuse angeordnet; er kann
auf einem Wickeldorn oder auf ein Kernrohr gewickelt sein.
Das Dielektrikum des Kondensators besteht aus Folien aus Polypropylen, es soll bevorzugt in axialer Richtung
schrumpffähig sein. Die Belegungen des Kondensators sind in Form von Metallisierungen auf die Dielektrikumsfolien
aufgebracht. Die Metallisierungen sind aus aufgedampftem Aluminium ausgebildet derart, daß
sie einen hohen Flächenwiderstand aufweisen. Der Flächenwiderstand liegt in der Größenordnung von 4 bis
6 Ohm.
Wenigstens eine Stirnfläche, vorzugsweise jedoch beide Stirnflächen des Kondensatorwickels, ist bzw. sind
teilweise mit einer Kontaktschicht versehen, welche die Belegungen des Kondensators mit seinen äußeren Anschlüssen
verbindet Die äußeren Anschlüsse sind in einfacher Weise mit der Kontaktschicht verbunden; sie
sind beispielsweise auf die Kontaktschicht gelötet. Die Kontaktschicht ist aus einem Material gebildet, das einen
Schmelzbereich von 1800C bis 2600C aufweist; hierfür
ist bevorzugt eine Blei-Zinn-Legierung (L-PbSn 30) verwendet. Die Kontaktschicht hat eine Schichtdicke
von 1 mm bis 2 mm. Sie ist als Spritzschicht aufgebracht, um die Haftung auf den Stirnflächen des Kondensatorwickels
gering zu halten:
Die Legierung trifft hierbei in einem Spritzstrahl in Form von halbflüssigen, teigigen Tröpfchen auf die
Stirnfläche des Kondensatorwickels auf; der Schmelzbeginn der Legierung liegt bei 183° C Die Tröpfchen
weisen unmittelbar nach dem Aufireffen des Spritz-Strahles eine Temperatur von 1600C auf. Dann erfolgt
ein schneller Anstieg der Temperatur, innerhalb von ca. 2 s auf 1800C, bis das Metall eine Schichtstärke von
1 mm bis 2 mm erreicht hat Infolge des Aufspritzens der Kontaktschicht ist eine weniger gute Haftung auf
ίο der Stirnfläche des Kondensatorwickels erreicht als dies
bei einer Schoopschicht der Fall wäre. Es wird angenommen, daß dies durch die entsprechend höhere Auftrefftemperatur
des Metalls auf die Ränder der Dielektrikumsfolien erzielt wird. Die Ränder der zueinander
versetzt angeordneten, aufeinanderliegenden Folien
werden rundgeschmolzen; damit ist die Auflagefläche verkleinert
Die Kontaktschicht erstreckt sich nur über einen Teil der Stirnfläche des Kondensatorwickels. Die Kontaktschicht
kann sich über die Hälfte oder über ein Viertel der Stirnfläche des Kondensatorwickels erstrecken. Die
Kontaktschicht kann aber auch punktförmig auf der Stirnfläche des Kondensatorwickels angeordnet sein.
Wird der Kondensator überlastet so kommt es zu einer unzulässigen Erwärmung des Wickels infolge des
erhöhten Stromflusses durch die dünnen Belegungen, die auf das Dielektrikum aufgedampft sind, und es besteht
die Gefahr thermischer Überlastung. Jedoch wird der Kurzschlußstrom nicht spontan sehr hohe Werte
erreichen, weil der hohe Flächenwiderstand der Kondensatorbelegungen dies verhindert.
Es findet daher eine langsame Steigerung der Energieaufnahme statt. Da das Dielektrikum schrumpffähig
ist, wird es bevorzugt in axialer Richtung schrumpfen.
Dann hebt sich die Kontaktschicht auf der Stirnfläche des Kondensatorwickels wenigstens teilweise ab, weil
sie nicht sehr gut auf dem Wickel haftet Ein eventuell noch vorbleibender Kontakt zwischen der Kontaktschicht
und den Belegungen steht dann unter hoher Strombelasiung, so daß er abbrennt Darüber hinaus
entsteht kurzfristig ein Überdruck im Inneren des Kondensatorgehäuses. Dieser Überdruck ist zwar im Hinblick
auf eine Explosion unkritisch, da das Gehäuse nicht dicht ausgebildet ist Jedoch werden dadurch die
rundgeschmolzenen Ränder der Polypropylenfolien zwischen die Belegungen und die Kontaktschicht gepreßt,
so daß die Kontaktschicht sicher und zuverlässig von der Stirnfläche des Kondensatorwickels abhebt.
Damit ist der Stromfluß durch den Kondensator sicher
so und zuverlässig unterbrochen.
Die Kontaktschicht hebt sich umso schneller ab, je kleiner sie ist, d. h. sie hebt sich am schnellsten ab, wenn
sie punktförmig ausgebildet ist Jedoch kann es im Hinblick auf eine gute Kontaktierung mit den Belegungen,
je nach Ausbildung des Kondensators, erforderlich sein, die Kontaktschicht großflächiger zu gestalten. Die Kontaktschicht
sollte aber nicht wesentlich größer sein als die Hälfte der Stirnfläche des Kondensatorwickels.
Claims (5)
1. Elektrischer Kondensator mit einem Kondensatorwickel aus in axialer Richtung schrumpffähigen
Kunststoffolien als Dielektrikum, auf denen dünne Metallschichten als Belegungen angeordnet sind, die
über metallische Stirnkontaktschichten mit äußeren Anschlüssen verbunden sind, bei dem der Wickel in
einem nicht dicht verschlossenen Gehäuse angeordnet ist und bei dem im Überlastungsfall der Stromweg
zwischen den Belegungen und den äußeren Anschlüssen durch teilweises Abheben der Stirnkontaktschichten
von den Wickelstirnseiten unterbrochen wird, gekennzeichnet durch die Gesamtheit
folgender Merkmale:
a) die als Belegungen dienenden Metallschichten haben einen Flächenwiderstand von 4 bis
6 Ohm,
b) mindestens eine der Kontaktschichten bedeckt die Stirnfläche des Kondensatorwickels nur teilweise,
c) die Kontaktschichten bestehen aus einer Blei-Zinn-Legierung mit einem Schmelzpunkt zwischen
180 und 260°,
d) die Kontaktschichten sind durch Aufspritzen gebildet.
2. Wickelkondensator nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kontaktschichten eine Dikke
von 1 bis 2 mm haben.
3. Wickelkondensator nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Kontaktschicht
sich nur über die Hälfte der Stirnfläche des Kondensatorwickels erstreckt.
4. Wickelkondensator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Kontaktschicht
nur etwa ein Viertel der Stirnfläche des Kondensatorwickels bedeckt.
5. Wickelkondensator nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine Kontaktschicht
punktförmig ausgebildet ist.
Priority Applications (1)
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| DE19782825960 DE2825960C2 (de) | 1978-06-14 | 1978-06-14 | Elektrischer Wickelkondensator |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19782825960 DE2825960C2 (de) | 1978-06-14 | 1978-06-14 | Elektrischer Wickelkondensator |
Publications (2)
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|---|---|
| DE2825960A1 DE2825960A1 (de) | 1979-12-20 |
| DE2825960C2 true DE2825960C2 (de) | 1984-11-29 |
Family
ID=6041717
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19782825960 Expired DE2825960C2 (de) | 1978-06-14 | 1978-06-14 | Elektrischer Wickelkondensator |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2825960C2 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1564711B2 (de) * | 1966-09-16 | 1973-02-15 | Siemens AG, 1000 Berlin u 8000 München | Regenerierfaehiger elektrischer kondensator |
| SE303811B (de) * | 1967-11-24 | 1968-09-09 | Ericsson Telefon Ab L M |
-
1978
- 1978-06-14 DE DE19782825960 patent/DE2825960C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2825960A1 (de) | 1979-12-20 |
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