DE28221C - Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Kesseldampf mittels elektrolytischer Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und Verbrennung derselben in gemeinschaftlichen Brennern - Google Patents

Verfahren und Apparat zur Erzeugung von Kesseldampf mittels elektrolytischer Zerlegung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff und Verbrennung derselben in gemeinschaftlichen Brennern

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DE28221C
DE28221C DENDAT28221D DE28221DA DE28221C DE 28221 C DE28221 C DE 28221C DE NDAT28221 D DENDAT28221 D DE NDAT28221D DE 28221D A DE28221D A DE 28221DA DE 28221 C DE28221 C DE 28221C
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Germany
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DENDAT28221D
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H. de montessus de BALlore in Lyon
Publication of DE28221C publication Critical patent/DE28221C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23DBURNERS
    • F23D99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Brennern.
Mit Hülfe einer Dynamomaschine oder sonstigen Elektricitätsquelle wird Wasser auf elektrolytischem Wege in seine Bestandtheile, Wasserstoff und Sauerstoff, zerlegt, und diese beiden Gase werden dann in passenden Verhältnissen unter einem Dampfkessel zur Erzeugung von gespanntem Dampf verbrannt, welcher speciell für den Betrieb eines Dampfmotors, aber auch für sonstige industrielle Zwecke dienen soll.
In der Zeichnung ist:
Fig. ι ein Verticalschnitt durch den unterhalb eines stehenden Dampfkessels angebrachten elektrolytischen Apparat zur Zersetzung des Wassers;
Fig. 2 eine äufsere Ansicht desselben Apparates in Verbindung mit einem liegenden Kessel;
Fig. 3 ein Schnitt durch das Vertheilungsventil F, mit Hülfe dessen Sauerstoff und Wasserstoff stets im gleichen Verhältnifs den Brennern zugeführt werden.
In dem direct unter dem Dampfkessel H befindlichen Wasserkessel A ruht auf einem Ringe d aus Winkeleisen die nach unten offene Glocke C und ist durch Bolzen/" und Dichtungsring c gasdicht mit diesem Ring verbunden. In dieser Glocke sind die aus platinirter Kohle bestehenden Elektroden m durch Haken η an der quer durch die Glocke C gehenden Stange g aufgehängt. Durch eine Zwischenwand B ist die Glocke C in zwei verschieden grofse Abtheilungen getheilt, so zwar, dafs die mit dem negativen Pol verbundene Abtheilung, in welcher sich das Wasserstoffgas bildet, doppelt so viele Elektroden hat wie die mit dem positiven Pol verbundene Abtheilung für die Bildung des Sauerstoffes. Die Stange g ist dort, wo sie durch die Zwischenwand B geht, unterbrochen, und die beiden Theile sind durch die Isolirmuffe h' von einander und von der Zwischenwand B isolirt. Durch Isolatoren k und h" ist die Stange auch von der Wand der Glocke isolirt. Die Stange g steht durch die Kupferstreifen k k', die Contacte / /', die Klemmschrauben α und die Drähte b b' einerseits mit dem negativen und andererseits mit dem positiven Pol der Elektricitätsquelle in Verbindung.
Die sich bildenden Gase, Wasserstoff und Sauerstoff, entweichen durch die an der Decke der Glocke C angebrachten Oeffnungen ο ο' und werden von dem Ventil F, welches mit Handrad p versehen ist, nach dem mit Brennern q besetzten Gasrohr G geleitet, um dort als Knallgas unter dem Kessel H zu verbrennen. Das aus heifsem Wasserdampf bestehende Verbrennungsproduct der Flammen geht durch die im Kessel liegende Schlange N, tritt als Wasserdampf von ioo° C. aus und kann zur Speisung des Kessels verwendet werden.
Zwischen dem Ventil F und dem Rohr G befindet sich das Metallsieb r zur Abkühlung der nach den Brennern strömenden Gase.
Jede Abtheilung der Glocke C ist mit einem Sicherheitsventil / versehen. Durch das Rohr E wird der Wasserbehälter A mit Wasser versehen und jede Abtheilung hat einen Wasserstandszeiger ν ν', Fig. 2..
In Fig. ι ist das Vertheilungsventil F über dem Behälter A angebracht, in Fig. 2 an der Seite desselben. Fig. 3 zeigt einen Schnitt durch dieses Ventil, welches mit den Ventilscheiben χ und y versehen ist. Durch die Ventilscheibe χ wird der Sauerstoff und durch y der Wasserstoff den Brennern zugeleitet, und da der Querschnitt des Ventils y doppelt so grofs ist wie der des Ventils x, so erhalten die Brenner auch doppelt so viel Wasserstoff wie Sauerstoff zugeführt. Beide Ventile sind durch eine Scheidewand von einander getrennt, sitzen aber beide an einer und derselben mit Gewinde versehenen Stange i, welche durch das Handrad / gedreht wird. Der Kessel H ist wie gewöhnlich mit Wasserstandszeiger K, Manometer S, Wasserrohr M und Dampfrohr L versehen.

Claims (1)

  1. PATENT-Ansprüche:
    Das Verfahren zur Erzeugung von gespanntem Dampf speciell für den Betrieb einer Dampfmaschine, aber auch für andere industrielle Zwecke, in der Weise, dafs man durch irgend eine in beliebiger Entfernung befindliche Elektricitätsquelle Wasser auf elektrolytischem Wege in seine Bestandteile, Wasserstoff und Sauerstoff, zerlegt und diese in gemeinschaftlichen Brennern unter einem Dampfkessel gewöhnlicher Construction verbrennt.
    Der zu diesem Verfahren dienende Apparat, bestehend aus der in dem Wasserbehälter A aufgehängten Glocke C, welche durch die Scheidewand B in zwei ungleich grofse Abtheilungen getrennt ist und an der an den Enden und in der Scheidewand isolirten Leitungsstange g die in das Wasser reichenden Elektroden m trägt, dem durch die Oeffnungen 0 0' mit jeder der beiden Abtheilungen in Verbindung stehenden Brennerrohr G, dem Kessel H und der in diesem liegenden Rohrschlange N zur Ableitung der Verbrennungsproducte.
    Das mit den ungleich grofsen Ventilscheiben χ und y versehene Vertheilungsventil F, welches Wasserstoff und Sauerstoff stets im Verhältnifs von 2 zu 1 zu dem Brenner G hinleitet.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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