DE2808256C2 - Schaltungsanordnung zur Kompensation von Oberwellen - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Kompensation von OberwellenInfo
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Description
aufnehmende aus mehreren Stromschaltern (23) be- ίο gesetzte Treppenkurven, die der gewünschten Signalstehende Einrichtung zur Erzeugung mindestens ei- kurvenform durch Filter so angenähert werden, daß die
nes treppenförmigen Sinusstromes (Is) vorgesehen aus der Fourieranalyse sich ergebenden Anteile der tieist,
daß der treppenförmige Sinusstrom (Is) der Ein- fen Frequenzen die gewünschte Signalkurvenform errichtung
einem Stromspiegel (7,8) und daß der vom geben, während die Oberwellen durch das Filter unter-Stromspiegel
(7,8) gespiegelte Strom einem aktiven 15 drückt werden. Derartige Anordnungen sind z. B. in di-Filter
(21) mit Tiefpaßeigenschaft zugeführt sind, das gitalen Datenübertragungsmodems oder in Mehrfre-
"■ ' quenztonwahlsendern realisiert worden.
Beim Einsatz digital arbeitender Signalgener^toren in
Geräten, die über die Anschlußleitung einer Fernmeldeanlage gespeist werden, z. B. in sogenannten Endstellen,
sind die Ausgangsklemmen der Endstellen gleichzeitig Spannungs- oder Stromzuführung für den internen Signalgenerator.
Um Störungen des Fernmeldebetriebes zu vermeiden, müssen die über die Anschlußleitung ge-
weTls rineistrornquelle (Ii) gespeiste, als Differenz- 25 speisten Schaltungen rückwirkungsfrei arbeiten. Es tritt
schalter geschaltete Transistoren (9,10) enthält, de- somit das Problem auf, daß einerseits bei der im Gerät
stattfindenden Signalverarbeitung und Signalaufbereitung keine unerwünschten Signale, insbesondere Oberwellen
der gewünschten Signale, auf die Anschlußlei-Transistor (9) mit seinem Kollektor an eine Sammel- 30 tung gelangen und daß andererseits über die Anschlußschiene
(15) angeschlossen ist, an welcher der trep- leitung zur Endstelle gelangende Spannungsänderun-
so ausgelegt ist, daß sein ebenfalls der Anschlußleitung
entnommener Betriebsstrom den Oberwellenanteil des vom Stromspiegel (7,8) gespiegelten Stromes
kompensiert
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch Ί, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung mindestens eines treppenförmigen Sinusstromes
(Is) als Stromschalter (23) mehrere über je-
V^^t B^^a ^«^B ^ta ^^«* ^- ■■ — » -r ~-r — --■ - ^ » J -
ren jeweils einer Transistor (10) mit einem Kollektor direkt an die eine Leitung (18), die mit der Anschlußleitung
zu verbinden ist, und deren jeweils anderer
penförmige Sinusstrom (Is) abnehmbar ist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dsß di- jeweiligen Basisanschlüsse
der als Differenzschalter geschalteten Transistoren (9, 10) zum einen jeweils über Konstantstromquellen
(13,14) an die eine Leitung (18), die mit der Anschlußleitung zu verbinden ist, und zum anderen
jeweils über mindestens eine Diode (12, 15) an
gen die Signalverarbeitung und Signalaufbereitung in der Endstelle nicht nachteilig beeinflussen dürfen.
Ein digital arbeitender Signalgenerator besteht im Prinzip aus einem Treppenspannungs- oder Treppenstromgenerator
und einem diesem nachgeschalteten Tiefpaß. Derartige Schaltungsanordnungen sind z. B.
aus Electronic Engineering (September 1961), S. 586-591, »A High Power D. C. · - A. C. Invertor with
die andere Leitung (17), die mit der Anschlußleitung 40 Sinusoidel output« bekannt. Um eine gute Oberwelienzu
verbinden ist, angeschlossen sind. unterdrückung mit Rücksicht auf eine eventuelle Trä
gerfrequenzübertragung zu erhalten, werden auch aktive Tiefpaßfilter verv/endet, die spulenfreie Filter höhe-
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Filter (21) einen Transistor (1) enthält, dessen
Kollektor mit der einen Leitung (18). die mit der 45 Eine Schaltungsanordnung zur synthetischen Erzeu-Anschlußleitung
zu verbinden ist, dessen Emitter gung sinusförmiger Signale oder Signalgemische für
zum einen über einen Widerstand (2) mit der ande- über ihre Anschlußleitung gespeiste Endstellen von
ren Leitung (17), die mit der Anschlußleilung zu ver- Fernmeldeanlagen ist beispielsweise bekannt aus der
binden ist, und zum anderen über eine Reihenschal- DE-OS 26 43 359.
tung aus einem ersten Kondensator (5) mit einem 50 Diese bekannten Schaltungen haben jedoch den
zweiten Widerstand (3) mit seiner Basis verbunden Nachteil, daß der Schaltungsteil zur Erzeugung der
" treppenförmigen Spannung oder des treppenförmigen
Stromes der Anschlußleitung einen treppenförmigen
ren Grades ermöglichen.
Betriebsstrom entnimmt, der nicht vom genannten Tief
ist, wobei der zweite Widerstand (3) direkt an die
Basis angeschlossen ist, dessen Basis außerdem über
einen zweiten Kondensator (6) und der Verbindungspunkt des ersten Kondensators (5) mit dem 55 paßfilter erfaßt wird und somit unerwünschte Oberwelzweiten Widerstand (3) über einen dritten Wider- lensignale an die Anschlußleitung abgibt. Um dies zu stand (4) mit der anderen Leitung (17), die mit der vermeiden, sind zusätzliche aufwendige Siebmittel er-Anschlußleitung zu verbinden ist, verbunden sind forderlich.
Basis angeschlossen ist, dessen Basis außerdem über
einen zweiten Kondensator (6) und der Verbindungspunkt des ersten Kondensators (5) mit dem 55 paßfilter erfaßt wird und somit unerwünschte Oberwelzweiten Widerstand (3) über einen dritten Wider- lensignale an die Anschlußleitung abgibt. Um dies zu stand (4) mit der anderen Leitung (17), die mit der vermeiden, sind zusätzliche aufwendige Siebmittel er-Anschlußleitung zu verbinden ist, verbunden sind forderlich.
und daß der Verbindungspunkt der Eingang und der Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine
Kollektor des Transistors(l)der Ausgang des Filters ω Schaltungsanordnung der eingangs genannten Art anist
zugeben, welche ohne aufwendige Siebmittcl die Entstehung von Oberwellen am Ausgang der Endstelle ver-
meidet und als integrierte Schaltung raumsparend realisierbar ist. Die Aufgabe wird durch eine Schaltungsanb")
Ordnung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelost.
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur Es ist nunmehr möglich, in über die Anschlußleiiung
Kompensation von Oberwellen synthetisch erzeugter von Fernmeldeanlagen gespeisten Endstellen Tonfresinusförmigcr
Signale oder Signalgemische für über ihre qucnzsignale und/oder auch Mehrfrequenz-Tonsignale
synthetisch durch einen treppenförmigen Strom zu erzeugen und als Sinussignale oder Sinussignalgemische
auszusenden, ohne da£ für die Befreiung der Signale von ihren Oberwellen aufwendige Siebmittel erforderlich
sind.
Bei Ausgestaltung der Erfindung nach Anspruch 2 wird ein treppenförmiger Sinusstrom erzeugt, der als
Betriebsstrom und damit auf der Anschlußleitung nicht oder nur unwesentlich in Erscheinung tritt und somit
keiner aufwendigen Siebmittel bedarf.
Durch die im Anspruch 3 angegebenen Merkmale wird der treppenförmige Sinusstrom im weiter verbesserten
Maße vom Betriebs.«-trom ferngehalten.
Die Weiterbildung der Schaltungsanordnung gemäß Anspruch 4 hat den Vorteil, 4aß das Filter bei der Einspeisung
des gespiegelten treppenförmigen Sinussignals in seinen Eingang die entstehenden Oberwellen genau
kompensiert und somit lediglich die Grundschwingungen der erzeugten Signale über die Anschlußleitung
übertragen werden.
Die Erfindung wird nun anhand von Diagranvnen und einem Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 treppenförmiges Sinussignal,
F i g. 2 Schaltungsausschnitt mit einer Schaltung gemäß der Erfindung,
Fig.3 Spektrallinien eines Mehrfrequenztonwahlsignals,
Oberwellentoleranzschema und Dämpfung des Filters.
In F t g. 1 ist der zeitliche Verlauf einer treppenförmigen Sinusspannung bzw. eines treppenförmigen Sinusstromes
dargestellt. Abzisse ist die Zeit f. Bei digitaler Signalerzeugung haben die jeweiligen Treppenstufen in
der Regel gleiche Dauer. Es ist von Vorteil, wenn bei gleicher Stufenbreite die Stufenhöhen des treppenförmigen
Signals so gewählt sind, daß bei /V-Stufen pro Periode
1. die geradzahligen Oberwellen alle und
2. von der. verbleibenden ungeradzahligen Oberwellen bis zur (N-1 ten Oberwelle alle verschwinden.
In Fig. 1 ist N = 10, so daß durch eine bestimmte
Dimensionierung, wie sie beispielsweise in Electronic Engineering (September 1961), S. 586—591 angegeben
ist, die dritic, fünfte und siebte Obei-welle nicht auftreten,
sondern erst die neunte, elfte und höhere. Durch diese vorteilhafte Wahl der Amplitudenhöhen wird die
Filterauslegung der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung wesentlich vereinfacht.
Da in linearen integrierten Schaltungen Stromquellen einfacher als Spannungsquellen zu realisieren sind, wird
in der erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung mit einer Einrichtung gearbeitet, die einen treppenförmigen
Sinusstrom erzeugt. Der treppenförmige Sinusstromverlauf kann als eine Addition zeitlich aufeinanderfolgender
Teilströme in den in F i g. 1 angegebenen Zeitintervallen 1,2,3,... aufgefaßt werden.
In F i g. 2 ist ein Ausführungsbeispiel einer Schaltung gemäß der Erfindung dargestellt. Sie kann in einer Endstelle
einer Fernmeldeanlage vorgesehen sein, welche die Anschlußlemmen a und b aufweist und über ihre
Anschlußleitung, die an den Klemmen a und b angeschlossen wird, mit elektrischer Energie versorgt wird,
die in an sich bekannter Weise einer Batterie in der Fernmeldevermittlung entnommen wird.
Die eine Leitung, die f.Äi der Anschlußleitung zu verbinden
ist, ist in F i g. 2 mit 18 bezeichnet und führt zur Anschlußklemme b. Die andere Leitung, die mit der Anschlußleitung
zu verbinden ist, ist mit 17 bezeichnet und führt zur Anschlußklemme a.
In der Schaltungsanordnung ist eine Einrichtung vorgesehen, die zur Erzeugung eines treppenförmigen Sinusstromes
Is dient. Der in F i g. 2 strichliert umrandete Schaltungsteil 23 ist ein Teil dieser Einrichtung. Diese
Einrichtung speist, gesteuert von einem hier nicht dargestellten Logikteil, zeitlich nacheinander in die Sammelschiene
19, Teilströme der in F i g. 1 gezeigten Art ein, so daß der Sammelschiene 19 der in F i g. 1 gezeigte
treppenförmige Sinusstrom /sentnehmbar ist.
Wie weiter unten dargelegt ist, ist jeder Teil 23 der Einrichtung so ausgelegt, daß er aus der Anschlußleitung
trotz fehlender Siebmittel stets einen konstanten Gleichstrom aufnimmt
Die Einrichtung zur Erzeugung des treppenförmigen Sinusstromes ist über die Stromschiene 19 an einen aus
den Transistoren 7 und 8 gebildeten Stromspiegel angeschlossen. Dvir vom Stromspiegel gespiegelte Strom ist
vom Kollektor des Transistors 7 de-a Eingang eines
aktiven Filters 21 mit Tiefpaßeigenschaft^n zugeführt.
Ein aktives Filter dieser Art ist z. B. bekannt aus der DE-OS 20 23 617. Es ist hier so ausgelegt, daß sein Betriebsstrom
den Oberwellenanteil des vom Stromspiegel gespiegelten, treppenförmigen Stromes praktisch
vollständig kompensiert.
Im folgenden werden die einzelnen Teile der in F i g. 2 gezeigten Schaltungsanordnung näher erläutert Die
Einrichtung zur Erzeugung des treppenförmigen Sinusstromes enthält je nach Anzahl der gewählten Teilströme
für eine Sinusperiode eine entsprechende Anzahl von Stromschalter. Wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, sind im
angeführten Beispiel in den Zeitabschnitten 1 und 10 die Teilströme Null. Außerdem sind die Teilströme in der
zweiten Hälfte der Periode gleich denen der ersten Hälfte. Somit sind für die 10 Zeitabschnitte einer Sinusperiode
im Ausführungsbeispiei lediglich vier Stromschalter erforderlich. Einer dieser Stromschalter ist in
F i g. 2 im strichlierten Teil 23 ausführlich dargestellt. Er besteht im wesentlichen aus einem über eine Konstantstromquelle
11 gespeisten Differenzverstärker (Differenzschalter)
mit den Transistoren 9 und 10, deren einer Transistor 10 mit seinem Kollektor direkt au die eine
Leitung 18. die mit der Anschluß.'eitung zu verbinden ist,
und deren anderer Transistor 9 mit seinem Kollektor an eine Sammelschiene 19 angeschlossen ist, an welcher
der treppenförmige Sinusstrom Is abnehmbar ist.
Die Basisanschlüsse der als Differenzschalter geschalteten Transistoren 9 und 10 sind jeweils über Konstant-Stromquellen
13 und 14 an die eine Leitung 18, die mit der Anschlußleitung zu verbinden ist, angeschlossen.
Dabei liegt zwischen der Basis des Transistors 10 und der Leitung 18 die Konstantstrcmquelle 14 und zwischen
der Basis des Transistors 9 und der Leitung 18 die Konstantstromquelle 13.
Ferner sind zwischen der Basis des Transistors 9 und der Leitung 17 mindestens zwei in Durchlaßrichtung
angeordnete Diod;n 12 und zwischen Basis des Transistors 10 und Basis des Transistors 13 eine Diode 15
geschaltet Die Diode 15 wird dann leitend, wenn die positive Basisspannung des Transistors JO die des Transistors
9 übersteigt, was in der Regel erst dann der Fall ist. wenn der Transistor 10 bereits voll durchgesteuert
ist.
w5 Zur Ansteuerung des Stromschalters dient ein Transistor
16 in Emitterschaltung, dessen Kollektor an die Basis des Transistors 10 und dessen Emitter an die Leitung
17 angeschlossen ist. Die Ansteuerung des Transi-
stors 16 erfolgt über seine Basis von einem hier nicht dargestellten Logikschaltungsteil, welche durch ein logisches
Signal der einen Art den Transistor 16 einschaltet und durch ein logisches Signal der anderen Art den
Transistor 16 sperrt.
Der Stromschalter arbeitet wie folgt. Die Konstantstromquelle 11 (ein hier nicht gezeigter Transistor) liefert
einen Strom In, dessen Wert einem Teilstrom der
F i g. 1 entspricht, beispielsweise den Wert in den Teilabschnitten
4 und 7 von Fig. I. Die Konstantstromquellen 13 und 14 liefern jeweils etwas mehr Strom, ils für
den Basisstrom des Transistors 9 bzw. 10 erforderlich ist. Der nicht erforderliche Strom fließt entweder über die
Dioden 12 oder über die Diode 15 und die Dioden 12 zur Leitung 17.
Ist der Transistor 16 durch ein logisches Signal der einen Art gesperrt, so fließt der Strom der Konstantstromquelle
14 im wesentlichen über die Basis des Transistors iö. Dadurch wird Transistor 10 leitend und uci
Strom der Konstantstromquelle 11 fließt direkt zur Leitung
18.
1st dagegen der Transistor 16 durch ein logisches Signal der anderen Art leitend geschaltet, so fließt der
Strom der Konstantstromquelle 14 über den Transistor 16 vollständig zur Leitung 17. Dadurch ist Transistor 10
gesperrt und Transistor 9 leitend. Der Strom der Konstantstromquelle
11 fließt somit als Teilstrom vorgegebener Größe über Transistor 9 in die Sammelschiene 19
und damit zum Eingang des Stromspiegels, wo er über Transistor 8 zur Leitung 18 abfließt.
Wie !eicht ersichtlich, ist somit der Betriebsstrom für
den Stromschalter 23 stets die Summe der Ströme der Konstantstromquellen 11, 13 und 14 und enthält dadurch
keine teilstromabhängigen Strom- oder Spannungskomponenten. Das gleiche gilt auch für die nicht
dargestellten, den Schaltungsteil 23 entsprechenden Sehäitungsteile der Einrichtung zur Erzeugung des treppenförmigen
Sinusstromes As, so daß diese Einrichtung stets einen konstanten Gleichstrom aufnimmt, völlig
rückwirkungsfrei arbeitet und somit in vorteilhafter Weise keine Siebmittel gegen unerwünschte Oberwellen
erfordert.
Am Ausgang des Stromspiegels, also am Kollektor des Transistors 7, erscheint jedoch ein exakter treppenförmiger
Sinusstrom gemäß F i g. 1 mit einer Amplitude von ca. 0,9 bis 0,95 des über dem Emitter des Transistors
8 fließenden Stromes Ig. Dieser gespiegelte treppenförmige
Strom liegt zwischen den Klemmen a und b und erzeugt, falls keine weiteren Maßnahmen vorgesehen
sind, in der Anschlußleitung des Gerätes (Endstelle) einen unerwünschten oberwellenhaltigen Strom. Dieser
oberwellenhaltige Strom wird jedoch durch die erfindungsgemäße Schaltungsanordnung verhindert, indem
der vom Stromspiegel gespiegelte Strom einem aktiven Filter 21 mit Tiefpaßeigenschaft zugeführt ist, wobei das
Filter so ausgelegt ist, daß sein Betriebsstrom den Oberwellenanteil des vom Stromspiegel gespiegelten, treppenförmigen
Stromes kompensiert
Dieses Filter enthält in vorteilhafter Weise einen Transistor 1, dessen Kollektor mit der einen Leitung 18,
dessen Emitter zum einen über einen Widerstand 2 mit der anderen Leitung 17 und zum anderen über eine
Reihenschaltung aus einem ersten Kondensator 5 mit einem zweiten Widerstand 3 mit seiner Basis verbunden
ist, wobei der zweite Widerstand 3 an die Basis des Transistors 1 angeschlossen ist Die Basis des Transistors
1 ist außerdem über einen zweiten Kondensator 6 und der Verbindungspunkt Vdes ersten Kondensators 5
mit dem zweiten Widerstand 3 über einen dritten Widerstand 4 mit der anderen Leitung 17 verbunden. Der
Verbindungspunkt V ist der Eingang und der Kollektor des Transistors 1 der Ausgang des Filters. Anstelle des
Transistors 1 kann auch eine diesem Transistor gleichwertige Kombination aus mehreren Transistoren vorgesehensein.
Die Wirkungsweise des aktiven Filters 21 ist folgende. Der Widerstand 4 wirkt als eingangsseitiger Abschlußwiderstand
des Filters, an den der vom Stromspiegel gespiegelte, vom Kollektor des Transistors 7 eingeprägte
Strom die Eingangsspannung aufbaut. Widerstand 3 und Kondensator 6 bilden einen /?C-Tiefpaß und Kondensator
5 wirkt je nach Phase und Amplitude der Wechselspannung am Emitter des Transistors 1 entweder
als Mitkopplungs- oder als Filterkondensator.
Für tiefe Frequenzen hat das Filter eine Stromübersetzung, die durch das Verhältnis der Widerstandswerte
vom Widerstand 4 zu dein des Widerstandes 2 gegeben
ist. Hat z. B. der Widerstand 4 einen Widerstandswert von 4,7 k Ω und der vom Widerstand 2 einen Widerstandswert
von 150 Ω, so beträgt die Stromübersetzung des Filters 30. Das bedeutet, daß der Kollektorwechselstrom
des Transistors 1 etwa 30mal größer ist als der des Transistors 7.
Die Kapazität des Kondensators 5 ist etwa 3- bis 8mal größer als die des Kondensators 6. Dadurch findet mit
steigeiyier Frequenz vom Emitter des Transistors 1 zum
Verbindungspunkt y über den Kondensators eine Mitkopplung
statt, die die Wirkung des Abfalls der Wechselspannung am Kondensator 6 zunächst aufhebt oder
überkompensiert, bis bei weiter steigender Frequenz sich die Phase am Emitter des Transistors 1 gegenüber
dem Verbindungspunkt V dreht und die Mitkopplung über den Kondensator 5 kleiner wird, so daß ein steiler
Verstärkungsabfall am Emitter des Transistors 1 erfolgt. !st die Wechselspannung am Emitter des Transistors
1 klein genug gegenüber der Wechselspannung am Verbindungspunkt V, so wirkt bei weiter steigender Frequenz
der Kondensator 5 wie ein zweiter Filterkondensator am Verbindungspunkt, so daß jetzt das Filter einen
Spannungsabfall von 12 dB/Oktave zeigt.
Bezogen auf die Treppenstromkurve in Verbindungspunkt V bedeutet das folgendes: Die Grundwelle des
treppenförmigen Sinusstromes liegt im Durchlaßbereich des Filters. Zwischen dem Emitter des Transistors
1 und Leitung 17 liegt folglich eine oberwellenfreie Sinusspannung mit der Grundwelle des treppenförmigen
Stromes. Die neunte und folgende Oberwellen des treppenförmigen Stromes /5 liegen weit im Sperrbereich des
Filters. Für sie wirkt der Kondensator 5 wie ein Kurzschluß. Dadurch fließen die oberwellenhaltigen Ströme
infolge der über den Kondensator 6 für die Oberwellen kurzgeschlossenen Basis in den niederohmigen Emitter
des Transistors 1. Da nun aber am Widerstand 2 eine oberwellenfreie Sinusspannung steht, fließt durch ihn
auch ein oberwellenfreier Sinusstrom.
Durch den niederohmigen Emittereingang des Transistors 1 steuert der oberwellenhaltige Strom den Transistor
1 aus und zwar gegenphasig, so daß der Kollektorstrom des Transistors 1 für die Oberwellen um 180°
phasenverschoben zum Kollektorstrom des Transistors 7 ist. Dadurch werden die höherfrequenten Anteile des
durch den Transistor 7 fließenden treppenförmigen Stromes h durch die höherfrequenten Anteile des durch
den Kollektor des Transistors 1 fließenden Sinusstromes praktisch exakt kompensiert
Durch die Kombination der Stromspiegelschaltung
7
8 ξ
mit dem vorgeschlagenen aktiven Filter ist eine Ober- Ii
wellendämpfung der von der Schaltung abgegebenen |
Sinusströme um etwa 30 dB erreichbar. |
In Fig.3 ist das erreichbare Ergebnis der Oberwel- !;'
lenunterdrückung dargestellt. Als Abszisse ist die Fre- 5 ^
quenz der treppenförmigen Stromsignale logarithmisch ;1
aufgetragen und als Ordinate die Dämpfung a der jewei- f.j
ligen von der Schaltungsanordnung abgegebenen Fre- :.
quenzen. Für Endstellen, die als Tastenwahlgeratc vorgesehen sind und nach dem Mehrfrequenzcodcwahlver- ίο ,'■
fahren arbeiten, sind beispielsweise für die Dämpfungswerte der Oberwellen und der Mischprodukte der r"
Grundfrequenzen Werte unterhalb der durchgezogenen Linie 32 (Toleranzgrenze) postalisch gefordert.
Die mit der erfindungsgemäßen Schaltungsanord- 15
nung erreichbaren Dämpfungswerte zeigt die Linie 31 </!
in Fig.3. Die Mehrfrequenzcodewahlsignale liegen im
Bereich zwischen fu = 0,697 kHz und fo - 1.633 kHz. j
Die niedrigste Signalfrequenz fu und die oberste Signal- :1
frequenz fo sind im Diagramm eingetragen. Die Ober- 20
wellen zweier synthetisch erzeugter Sinusströme sind in
wellen zweier synthetisch erzeugter Sinusströme sind in
F i g. 3 für die Frequenz fu und fo als Spektrallinien dar- ,·;
gestellt. Ihre Amplituden bleiben, wie ersichtlich, um j
mehr als 10 dB unter der Toleranzgrenze 32. so daß die ,[>.
erfindungsgemäße Schaltungsanordnung auch für das 25 W
Mehrfrequenzcodewahlverfahren geeignet ist.
Für das Mehrfrequenzverfahren ist die Einrichtung (■
zur Erzeugung eines treppenförniigen Sinusstromes für -.·!
jedes gleichzeitig zu erzeugende Signal einmal, d.h.
beim vorliegenden Mehrfrequenzcodewahlverfahren 30 v'
also zweimal vorzusehen. Beide Einrichtungen speisen ",
ihre Teilströme in die gemeinsame in F i g. 2 ersichtliche
Sammelschiene 19 ein. Die Frequenzen der Wahlsignale :
werden von der Schaltfrequenz der in F i g. 2 nicht dar- ;
gestellten Logik bestimmt, die in an sich bekannter Wei- 35 ί
se rückwirkungsirei realisierbar ist und da sie nicht Ge- ;.
genstand vorliegender Erfindung ist, nicht näher be- 7\
schrieben ist. χ.
Da die Oberwellen der von der erfindungsgemäßen jij
Schaltungsanordnung erzeugten Tonfrequenzen weit- 40 'Ij
gehend unterdrückt oder kompensiert sind, kann die jfi
Kapazität des in F i g. 2 zwischen den Anschlußklem- j;fj
men a und b der Endstelle liegenden Kondensators 24 «i
sehr niedrig bemessen werden, da er lediglich die durch ψ]
die endliche Sperrdämpfung des Filters 21 bei hohen 45 ¥|
Frequenzen nicht vollständig unterdrückten Oberwel- |?
len kurzschließen muß. Infolgedessen genügt für die Ka- ψ
pazität des Kondensators 24 ein Wert von etwa 0.01 μΡ. %
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen 50
60
65
Claims (1)
1. Schaltungsanordnung zur Kompensation von Oberwellen synthetisch erzeugter sinusförmiger Signale
oder Signalgemische für über ihre Anschlußleitung gespeiste Endstellen von Fernmeldeanlagen,
dadurch gekennzeichnet, daß eine, einen konstanten Gleichstrom aus der Anschlußleitung
Anschlußleitung gespeiste Endstellen von Fernmeldeanlagen.
Durch die Fortschritte der Halbleitertechnologie wird es in zunehmendem Maße wirtschaftlicher, Tonsignale
unterschiedlicher Frequenz digital von einem Muttergenerator abzuleiten, anstatt sie mit umschaltbaren
RC- oder LC-Oszillatoren getrennt zu erzeugen.
Eine digkale Frequenzaufbereitung liefert jedoch Rechtecksignale oder aus Rechtecksignalen zusunmen-
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