DE2771C - Vorrichtungen an Filtrirapparaten, um den Inhalt derselben gleichförmiger zu erwärmen und die Bildung schädlicher Kanäle in demselben zu vermeiden - Google Patents
Vorrichtungen an Filtrirapparaten, um den Inhalt derselben gleichförmiger zu erwärmen und die Bildung schädlicher Kanäle in demselben zu vermeidenInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
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- B01D35/00—Filtering devices having features not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00, or for applications not specifically covered by groups B01D24/00 - B01D33/00; Auxiliary devices for filtration; Filter housing constructions
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Description
Gegenstand dieser Erfindung ist ein Filtrir-Apparat, in welchem ein zu dichtes Zusammenpacken
des Filtrirmittels und die Bildung von Kanälen in demselben verhindert wird, und
welcher ferner auf einer so hohen Temperatur gehalten werden kann, dafs man im Stande ist,
Talg und andere fettige oder ölige Stoffe mit Leichtigkeit in demselben zu filtriren.
In beiliegender Zeichnung ist Fig. 1 ein senkrechter Schnitt, Fig. 2 ein Horizontalschnitt;
die Fig. 3 und 4 zeigen einige Abänderungen. Bei dem Betriebe von Filtrir-Apparaten hatte
man bisher stets mit der Schwierigkeit zu kämpfen, dafs sich die Knochenkohle oder ein
sonstiges filtrirendes Medium so dicht zusammenballte, dafs der zu filtrirende Stoff keinen Durchgang
finden konnte. Dies war besonders beim Filtriren von öligen und fettigen Stoffen der
Fall. Eine weitere Schwierigkeit lag darin, dafs man den zu filtrirenden Stoff nur schwer in
dem flüssigen Zustande halten konnte, in welchem er sich befinden mufs, um filtrirt werden
zu können. Ein dritter Uebelstand bei den bisherigen Filtrir-Apparaten ist der, dafs der
zu filtrirende Stoff während des Filtrir-Processes sehr leicht Kanäle durch das filtrirende Medium
bricht, durch welche er alsdann unfiltrirt durchfliefst.
Diesen Uebelständen glaubt der Erfinder durch seinen neuen Filtrir-Apparat abgeholfen
zu haben.
Der FiItrir-Behälter ist konisch geformt, oben
schmäler als unten, wie aus den Fig. 1 und 3 ersichtlich. Derselbe kann jedoch auch eine
cylindrische Form haben, wie in Fig. 4 dargestellt. Er hat Doppelwände AA', zwischen
welchen Dampf circulirt.
Von dem Deckel B nach dem Boden D (Fig. ι ' und 2) geht ein centrales Rohr G,
durch welches ebenfalls Dampf strömt und von welchem die Flügel oder Flantschen α abstehen.
Ringförmige Flantschen oder Flügel b erstrecken sich in gleicher Weise von der Wand A' in
das Innere des Behälters hinein.
Beim Filtriren von fettigen oder öligen Stoffen ist es nöthig, dafs diese sowohl wie das filtrirende
Medium auf einer hinlänglich hohen Temperatur gehalten werden, zu welchem Zwecke
man bisher Behälter mit einem Dampfmantel benutzt. Allein die von diesem Dampfmantel
herrührende Hitze erstreckt sich nicht weit genug ins Innere des Behälters, um den ganzen
Inhalt desselben zu erwärmen, es sei denn, dafs man den Behälter unvortheilhaft klein macht;
aber auch selbst dann bricht sich die zu filtrirende Masse an den Stellen der Wände, wo es
am heifsesten ist, leicht Kanäle durch das filtrirende Medium.
Um dem abzuhelfen, hat man versucht, Dampf direct in den Behälter zu leiten; doch bewirkte
dies ebenfalls die Bildung von Kanälen, durch welche der zu filtrirende Stoff unfiltrirt abflofs.
Durch Vereinigung eines äufseren Dampfmantels mit einer centralen Dampfkammer G
mufs die in dem Behälter enthaltene Masse durchaus auf einem geeigneten Temperaturgrade
gehalten werden, und dies wird noch mehr durch die sich in das Innere des Behälters erstreckenden
Flantschen α und b ermöglicht, welche die Wärme des Dampfmantels und der
Dampfkammer in das Innere des Filtrir-B eh alters fortpflanzen.
Diese Flantschen sind auch noch in anderer Beziehung von Nutzen. Während sie dem zu
filtrirenden Stoffe den Durchgang durch das Filtrir-Medium nicht versperren, verhindern sie
die Bildung von durchgehenden Kanälen; sie halten weiter das Filtrir-Medium in dem Behälter
gleichsam in Suspension und verhindern ein zu dichtes Zusammenballen desselben. Obgleich
man die centrale Dampfkammer und die Flantsche auch bei cylindrischen Behältern anwenden
kann, so ist doch die konische Form vorzuziehen, da alsdann der niedersteigende Stoff unten einen weiteren Raum einzunehmen
hat als oben, und unten deshalb nicht zu fest zusammengeprefst wird.
Bei kleineren Filtern kann die mittlere Kammer wegfallen, wie in Fig. 4 dargestellt, oder
man kann, wie aus Fig. 5 ersichtlich, den Dampfmantel wegfallen lassen.
An dem Deckel B des Behälters befindet sich ein Rohr h zum Einfüllen des zu filtrirenden.
Stoffes, während am Boden D ein Entleerungsrohr ζ angebracht ist. Passend angeordnete
Claims (4)
1. Ein Filtrir-Behälter mit Dampfmantel, welcher mit nach dem Inneren des Behälters
sich erstreckenden Flantschen versehen ist.
2. Ein Filtrir-Behälter mit oder ohne Dampfmantel in Verbindung mit einer centralen
Dampfkammer.
3. Die centrale Dampfkammer des Filtrir- Behälters mit in das Innere des Behälters
, hineinragenden Flantschen.
4. Ein Filtrir-Behälter in Verbindung mit einem mit Flantschen oder Vorsprüngen versehenen
Dampfmantel und einer ebenfalls mit Flantschen oder Vorsprüngen versehenen centralen
Dampfkammer.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2771C true DE2771C (de) |
Family
ID=281963
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT2771D Active DE2771C (de) | Vorrichtungen an Filtrirapparaten, um den Inhalt derselben gleichförmiger zu erwärmen und die Bildung schädlicher Kanäle in demselben zu vermeiden |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2771C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0045707A1 (de) * | 1980-07-24 | 1982-02-10 | André Diry | Filter zum gleichzeitigen Filtrieren und Heizen von Brennstoff |
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Cited By (1)
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