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Die Erfindung bezieht sich auf ein doppelstöckiges Fahrzeug, insbesondere für den Autotransport, mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Merkmalen.
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Ein Fahrzeug der eben genannten Art ist aus der DE-OS 22 37 093 bekannt. In der Seitenansicht konvergieren die Tragarme des Fahrzeuges nach oben. Die Längsführungen für die oberen Enden der Tragarme sind seitlich an der oberen Ladebrücke angeordnet. Befindet sich die Ladebrücke in ihrer oberen, zur unteren Ladebrücke parallelen Transportstellung, so wird sie von Ständern unterstützt, die sie gegenüber der unteren Ladebrücke stabilisieren sollen.
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Die bekannte Lösung zeigt insbesondere beim Bremsen eines voll beladenen Fahrzeuges Nachteile. Die nach oben konvergierenden Tragarme schaffen keine ausreichende Stabilität, weshalb als zusätzliche Maßnahme die vertikalen Ständer notwendig sind. Die Längsführungen sind seitlich zugänglich und können verschmutzen bzw. beschädigt werden.
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Aus der FR-PS 23 31 463 ist darüber hinaus ein doppelstöckiges Fahrzeug bekanntgeworden, das gleichfalls nach oben konvergierende Tragarme für eine obere Ladebrücke aufweist. Die Längsführungen befinden sich an der Unterseite der oberen Ladebrücke. Zusätzlich sind die Tragarme über Längslenker mit der oberen Ladebrücke verbunden, um ein stabileres Auflager zu erreichen, wobei jedoch die Lagerung der Tragarme an der unteren Ladebrücke momentenfrei ausgeführt ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein einfach aufgebautes, kostengünstiges Fahrzeug der eingangs genannten Art zu schaffen, das bei dem Vorteil der Wartungsfreundlichkeit eine günstigere Beanspruchung der Tragarme aufweist, welches wartungsfreundlich ist und bei dem die Anordnung der Tragarme zu einer erhöhten Steifigkeit führt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Kombination der im Kennzeichenteil des Anspruchs 1 genannten Merkmale gelöst.
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Mit der divergierenden Anordnung der Tragarme erreicht man eine breitere Abstützung der oberen Ladebrücke gegenüber der unteren. Es ergibt sich hierdurch eine besonders vorteilhafte Kinematik der Tragarme, und zwar für jeden Beladungszustand und jede Art der Anordnung der oberen Ladebrücke, gleichgültig, ob sie sich in ihrer normalen oberen Transportstellung befindet oder in einer Zwischenlage. Insbesondere beim Abbremsen eines voll beladenen Fahrzeuges ist die divergierende Anordnung der Tragarme günstig, da hierdurch die Stabilität wesentlich verbessert wird.
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Die Längsführungen bilden zugleich feste Anschläge für die Einstellung der Tragarme, die durch einfache Steckeinrichtungen verriegelt werden können.
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Auch beim Be- und Entladen der oberen Ladebrücke ist die divergierende Anordnung der Tragarme vorteilhaft. Bringt man nämlich die obere Ladebrücke in eine Neigungslage, um Fahrzeuge darauffahren zu können, so ist die Neigung der Ladebrücke günstiger als bei nach oben konvergierenden Tragarmen des Standes der Technik, da sich der Schwenkpunkt für die Neigungsbewegung näher am Vorderende der oberen Ladebrücke befindet.
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Die Längslenker dienen beim Abbremsen eines Fahrzeuges als Druckstrebe, um die Bremskräfte vorteilhaft von der oberen Ladebrücke abzuleiten.
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Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß auf der Achse eine kreissegmentartige, am Umfangsrand für jede Endstellung der oberen Ladebrücke mit einer entsprechenden Bohrung versehene Platte befestigt ist, welcher am Fahrgestellrahmen ein Lagerkonsol mit einer Querbohrung zum Einbringen eines die einer vorbestimmten Stellung der oberen Ladebrücke entsprechende Bohrung der kreissegmentartigen Platte durchsetzenden Einsteckstiftes zugeordnet ist.
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Durch eine solche Gestaltung kann der Arbeitszylinder insbesondere während der Fahrt entlastet und die jeweilige Hubvorrichtung mit der unteren Ladebrücke bzw. mit dem Fahrgestellrahmen verriegelt werden, so daß die hochgestellte Ladebrücke gegen unbeabsichtigtes Absenken weitestgehend gesichert ist. Darüber hinaus kann die Sicherheit dadurch erhöht werden, daß zur zusätzlichen Verriegelung der oberen Ladebrücke in der Hochstellung gegen Längsbewegungen zumindest in den Längsführungen für das eine Paar von Tragarmen Steckeinrichtungen angeordnet sind.
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Die Erfindung soll anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert werden. Die Zeichnung zeigt eine schematische Seitenansicht eines doppelstöckigen Fahrzeuges insbesondere für den Autotransport.
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Bei dem als Ausführungsbeispiel dargestellten doppelstökkigen Fahrzeug ist auf einem mit Rädern versehenen und zugleich als untere Ladebrücke dienenden Fahrgestellrahmen 1 eine obere selbsttragend ausgebildete Ladebrücke 2 angeordnet, die mittels zweier Hubvorrichtungen 3 und 4 in ihre obere bzw. hochgestellte Lage gebracht worden ist. Die Hubvorrichtungen 3 und 4 sind gleich ausgebildet und in den Endbereichen der Ladebrücken angebracht. Jede Hubvorrichtung 3 bzw. 4 wird von zwei Tragarmen 5 gebildet, die mit einem Ende am Fahrgestellrahmen 1 und mit dem anderen Ende an der höhenverstellbaren Ladebrücke angelenkt sind.
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Hierzu ist auf der Unterseite des Fahrgesellrahmens 1 für jede Hubvorrichtung 3 bzw. 4 eine Torsionswelle 6 drehbar gelagert, die mit ihren Enden seitlich über den Fahrgestellrahmen vorsteht. Auf jedem Ende einer Torsionswelle 6 ist das untere verhältnismäßig breit ausgebildete Ende eines Tragarmes 5 undrehbar befestigt. Das obere Ende jedes sich nach oben verjüngenden Tragarmes weist dagegen beispielsweise einen Gleitstein, eine Rolle 7 oder dergleichen auf und ist mit diesem bzw. dieser in einer auf der Unterseite der oberen Ladebrücke 2 befestigten Längsführung 8 verschiebbar geführt. Die Anordnung ist so durchgeführt, daß jeder Tragarm 5 in der oberen Stellung der höhenverstellbaren Ladebrücke 2 in Fahrtrichtung gesehen bei der vorderen Hubvorrichtung 3 etwas schräg nach vorn und bei der hinteren Hubvorrichtung 4 etwas schräg nach hinten verläuft, so daß beim Absenken der oberen Ladebrücke 2 die Tragarme der vorderen Hubvorrichtung 3 in Richtung zum vorderen Ende und die Tragarme der hinteren Hubvorrichtung 4 in Richtung zum hinteren Ende des Fahrgestellrahmens 1 verschwenkt werden. Dementsprechend sind auch die Längsführungen 8 auf der Unterseite der höhenverstellbaren Ladebrücke 2 angeordnet, deren Enden vorzugsweise geschlossen ausgebildet werden.
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Das Verschwenken der Tragarme 5 bzw. das Hochstellen bzw. Absenken der oberen Ladebrücke 2 wird durch einen zwischen den Längsträgern des Fahrgestellrahmens 1 angeordneten bzw. an einer Traverse angelenkten und abgestützten, vorzugsweise hydraulischen Arbeitszylinder 9 bewirkt, dessen entsprechend lang ausgebildete Kolbenstange 10 am freien Ende eines Anlenkhebels 11 angelenkt ist. Dieser Anlenkhebel 11 ist undrehbar auf der Torsionswelle 6 derart befestigt, daß die Schwenkausschläge des Anlenkhebels zur Herstellung der Hoch- und Tiefstellung der oberen Ladebrücke 2 zur lotrechten Längsmittelebene durch die Torsionswelle 6 etwa symmetrisch sind.
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Um ein Längsverschieben der oberen Ladebrücke 2 insbesondere auch in einer Zwischenstellung zu verhindern, ist zumindest an den Tragarmen 5 der vorderen Hubvorrichtung 3 unterhalb ihrer halben Länge das eine Ende eines Längslenkers 12 angelenkt, dessen anderes Ende in einem vorbestimmten Abstand von der zugeordneten Längsführung 8 an der Unterseite der oberen Ladebrücke 2 mit einem geeigneten Lager 13 gelenkig verbunden ist.
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Des weiteren ist auf der Torsionswelle 6 vorzugsweise zwischen den Längsträgern des Fahrgestellrahmens 1 noch eine kreissegmentartige Platte 14, ein Gußstück od. dgl. befestigt, die beispielsweise an ihrem Umfangsrand drei Bohrungen 15 aufweist, wobei eine Bohrung zum Verriegeln der Hochstellung, eine Bohrung z. B. der in der Zeichnung in strichpunktierten Linien dargestellten Zwischenstellung und eine Bohrung zum Verriegeln der abgesenkten Stellung der oberen Ladebrücke 2 dient. Hierzu wird der kreissegmentartigen Platte ein an einer Traverse des Fahrgestellrahmens befestigtes Lagerkonsol 16 zugeordnet, das eine mit den Bohrungen der Platte korrespondierende Bohrung aufweist. Sobald die Bohrung des Lagerkonsols mit der der gewünschten Stellung der oberen Ladebrücke 2 entsprechenden Bohrung der kreissegmentartigen Platte 14 bündig ist, wird durch Einführen eines nicht dargestellten Einsteckstiftes durch die miteinander bündigen Bohrungen die entsprechende Stellung der oberen Ladebrücke 2 verriegelt.
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Eine zusätzliche Verriegelung der oberen Ladebrücke 2 in ihrer Hochstellung gegen Längsbewegung kann auch dadurch geschaffen werden, daß in den Längsführungen 8 mindestens von dem Tragarmpaar der einen Hubvorrichtung Steckeinrichtungen 17 vorgesehen sind.
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Im übrigen können die Längsführungen 8 sich an der oberen Ladebrücke 2 bei entgegengesetzter Bewegungsanordnung der Tragarme 5 in deren Hochstellung auch nach innen, d. h. zur Mitte der Ladebrücke hin erstrecken. Im Bedarfsfalle ist es aber auch möglich, die Anodnung so durchzuführen, daß sich die Tragarme 5 statt gegenläufig auch parallel bewegen. In diesem Fall erstrecken sich die Längsführungen in der Hochstellung der oberen Ladebrücke 2 in gleicher Richtung.