DE2701660C2 - Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten - Google Patents
Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. SauermilchproduktenInfo
- Publication number
- DE2701660C2 DE2701660C2 DE2701660A DE2701660A DE2701660C2 DE 2701660 C2 DE2701660 C2 DE 2701660C2 DE 2701660 A DE2701660 A DE 2701660A DE 2701660 A DE2701660 A DE 2701660A DE 2701660 C2 DE2701660 C2 DE 2701660C2
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- treatment
- air
- flow
- fan
- treatment chamber
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired
Links
Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23C—DAIRY PRODUCTS, e.g. MILK, BUTTER OR CHEESE; MILK OR CHEESE SUBSTITUTES; PREPARATION THEREOF
- A23C9/00—Milk preparations; Milk powder or milk powder preparations
- A23C9/12—Fermented milk preparations; Treatment using microorganisms or enzymes
- A23C9/122—Apparatus for preparing or treating fermented milk products
- A23C9/1226—Apparatus for preparing or treating fermented milk products for making set yoghurt in containers without stirring, agitation or transport of the yoghurt or the containers during incubation, heating or cooling; Domestic yoghurt apparatus without agitating means
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B2/00—Preservation of foods or foodstuffs, in general
- A23B2/40—Preservation of foods or foodstuffs, in general by heating loose unpacked materials
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A23—FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
- A23B—PRESERVATION OF FOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES; CHEMICAL RIPENING OF FRUIT OR VEGETABLES
- A23B2/00—Preservation of foods or foodstuffs, in general
- A23B2/80—Freezing; Subsequent thawing; Cooling
- A23B2/805—Materials not being transported through or in the apparatus with or without shaping, e.g. in the form of powders, granules or flakes
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Food Science & Technology (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Wood Science & Technology (AREA)
- Zoology (AREA)
- Microbiology (AREA)
- Food Preservation Except Freezing, Refrigeration, And Drying (AREA)
Description
a) die Luftfreiräume (6, 7), von der Tür (8) der Behandlungskammer (1) aus gesehen, sich vor
und hinter dem eingebrachten Gut {Behälterstapel 9) befinden, derart, daß sich die Tür (8) in
einen Luftfreiraum (6) öffnet, daß
b) die Seitenwände (13,14) eng an den eingebrachten
Behälterstapel (9) anstehen und daß
c) das einzige, vorgesehene Gebläse (10,20) oberhalb
des oder der in Längsrichtung in die Behandlungskammer (I) eingebrachten Behälterstapel
(9) angeordnet ist derart, daß die geschlossene Gasströmung in den Luftfreiräumen
(6,7) bei vollständiger Durchmischung und Ausbildung gleicher Druckfelder einem vertikalen
Strömungsverlauf folgt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb der Behälterstapel (9) eine
Abdeckung (21) angeordnet >st, auf welcher die für die Umwälzung des Gasstromes und dessen Konditionierung
bestimmten Komponenten, nämlich Gebläse mit Motor (20), Heizstäbe (24). Schalldämpferanlage
(25) angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalldämpferanlage (10a,
25) zwischen der Tür (8) der Behandlungskammer (1) und der Saugseite des Gebläses angeordnet ist und
einen derartigen Strömungswiderstand aufweist, daß bei geöffneter Tür (8) der Behandlungskammer
der sich dadurch bildende Druckabfall an der Schalldämpferanlage eine Umwälzung des Gasstroms im
wesentlichen verhindert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine einstellbare Abdichtklappe (15)
vorgesehen ist, die sich von der Abdeckung (21) bis zur Anlage an die obere Randkante der in die Behandlungskammer
(1) eingebrachten Behälterstapel (9) erstreckt.
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung nach der Gattung des Hauptanspruchs. Bei einer bekannten
Vorrichtung dieser Art (DE-OS 25 23 597) sind jeweils eine Vielzahl von sogenannten Thermisierzellen von jeweils
quaderförmiger Gestalt in Form eines Thermisierregals übereinander angeordnet, wobei jede der Thermisierzellen
über eine Tür mit dem zu behandelnden Gut beschickt wird. Mehrfache Gebläsestapel befinden
sich dabei hinler dem in jede Bchandlungskammer eingebrachten
Gut, welches seitlich und nach hinten frei im Raum steht und angrenzend nahe zur Tür angeordnet
ist. Die Gebläsestapel erzeugen in den Thermisierzellen jeweils horizontale Gasströmungen, die daher bei ausschließlich
horizontalem Verlauf von einer Seite an das ziu behandelnde Gut horizontal herangeführt und an der
anderen Seite wieder abgezogen werden. Hierdurch ergibt sich auch eine horizontale Durchströmung, beispielsweise
von mit Joghurt abgefüllten Becherreihen, jedoch mit dem Nachteil, daß Temperaturspreizungen
in vertikaler Richtung nicht auszuschließen sind, da die von den Gebläsen erzeugte horizontale Zirkularströmung
die natürliche, temperaturabhängige Tendenz zur Luftschichtung nicht berücksichtigt.
Bekannt ist ferner (DE-OS 14 17 453), entweder durch
einen oberhalb des eingebrachten Guts angeordneten Ventilator eine vertikal durch das Gut verlaufende Strömung
des Behandlungsmediums hervorzurufen — ohne Anordnung von Freiräumen, oder, und dies trifft auf den
Gegenstand der F i g. 5 zu. die grundsätzlich beibehaltene vertikale Strömung der vom oberhalb des Behandlungsguts
angeordneten Ventilator angesaugten Behandlungsluft für jede Horizontalschicht des Gutes
durch entsprechende Strömungsklappen oder Schotten in eine Horizontalströmung durch jeweils eine Horizontalschicht
des Gutes umzuwandeln, wodurch sich insgesamt eine insofern auch einen längstmöglichen Weg zurücklegende
ausgeprägte Zickzackströmung ergibt. In den einzelnen Lagen strömt daher die Behandlungsluft
zwar horizontal, sie wird aber durch jeweils zueinander versetzte Bleche oder die horizontale Zwischenschotte
daran gehindert, Horizontalschichten zu überspringen oder diese nicht zu durchfließen. Dies führt zu der Notwendigkeit,
jeweils am Ende jeder Horizontalschicht die Luftströmung um 180° umzuleiten zur Durchströmung
der sich nach oben anschließenden, nächstfolgenden Horizontalschicht, so daß sich eine besonders uiierwünschte
Temperaturspreizung ergeben muß, allein schon aufgrund der erheblichen Länge des von dem
Behandlungsmedium zurückzulegenden Wegs,
Allgemein ist es bei der Behandlung von Lebensmittelprodukten, sei es üblicher Naturjoghurt oder sonstige
Erzeugnisse, notwendig, daß die Produkte bestimmten Wärme- und Abkühlschritten unterworfen werden, die
unter den Begriffen Bebrüten, Thermisieren oder Kühlen zusammengefaßt werden können. Üblicherweise befinden
sich die Becher innerhalb eines geeigneten Behälters, die dann ihrerseits wieder übereinandergestapelt
und auf einer sogenannten Palette angeordnet sein können. Eine solche Palette kann eine Anzahl von Stapel
von Lüftungsöffungen aufweisenden Behältern aufnehmen, in denen die Becher angeordnet sind. Die Palette
wird zur Behandlung der Produkte, beispielsweise von Joghurtkulturen, in die Aufnahmekammer einer solchen
Brut-,Thermisier- und Kühlanlage eingefahren. Übliche Behandlungskammern können dabei wie eingangs erwähnt
so aufgebaut sein, daß sich beispielsweise oberhalb oder seitlich der Behälterstapel ein Gebläsesystem
befindet, das das Behandlungsmedium, nämlich erwärmte oder auf eine bestimmte Temperatur abgekühlte oder
in ihrer Temperatur konstant gehaltene Luft durch die Becherstapel drückt. Zu diesem Zweck verfügen die Be-
bo hälter über Durchlaßöffnungen, die sich normalerweise
im Behälterboden, aber auch seitlich befinden. Seitlich neben den auf der Palette stehenden Stapel sind Rückführkanäle
für die Behandlungsluft des Gebläsesystems vorgesehen. Bei größeren Kammern sind mehrere Ge-
b5 blase nebeneinander angeordnet. Da allerdings normalerweise
das Platzangebot bei solchen Anlagen gerade in seitlicher Richtung, also in der Richtung, in welcher
die Rückführkanäle zusätzlich Raum beanspruchen, nur
27 Ol 660
3 4
sehr begrenzt ist, ist es notwendig, die Rückführkanäle Behälterstapeln größere Freiräume zur Ausbildung von
verhältnismäßig schmal auszubilden, so daß nur eine gleichen Druckfeldern in Höhenrichtung angeordnet
geringe Luftmenge innerhalb der Kammer für die Be- sind. Zur vollständigen Mischung und zur Vermeidung
handlung zur Verfügung steht. jeglicher Schichtungstendenz des Behandlungsmediums
Es ist auch bekannt, bei solchen Behandiungskam- 5 ist das einzige Gebläse für die Erzeugung des Luftmern
seitlich der eingefahrenen Behälterstapel schmale Stroms oberhalb der Becherreihen angeordnet
Lufträume, die wie die Rückführkanäle ausgebildet sind. Besonders vorteilhaft ist ferner, daß das von dem Gefreizulassen,
und beim Betrieb des Gebläsesystems wird blase erzeugte Druckfeld über die Stapelhöhe und
die Behandlungsluft durch die seitlichen Freiräume nach selbstverständlich in Querrichtung gesehen so gleichunten
gedrückt und strömt dann in Querrichtung durcn 10 mäßig ist, daß keine Druckunterschiede auftreten; Temdie
horizontalen Becherreihen. Es muß bei den bekann- peraturunterschiede treten auch deshalb nicht auf, weil
ten Behandlungskammern allgemein als nachteilig an- einmal nur ein Gebläse verwendet wird, so daß eine
gesehen werden, daß sich von den dem Gebläsebereich vollständige Mischung möglich ist und -weil wegen der
am nächsten angeordneten Bechern bis zu den am wei- großzügigen vorderen und hinteren Freiräume, die in
testen hierzu entfernten Bechern ein erhebliches Druck- 15 Durchströmungsrichtung liegen, eine erhebliche Luftgefälle
ausbildet, so daß notwendigerweise unterschied- menge innerhalb der Behandlungskammer selbst zur
liehe Mengen des Behandlungsmediums pro Zeiteinheit Verfugung steht, so daß die gewünschte Temperatur
an den in die bekannte Behandlungskammer einge- praktisch an jeder Stelle gehalten werden kann. Es gebrachten
Bechern an unterschiedlichen örtern vorbei- lingt bei der Erfindung auch, die Änderung des jeweiliströmen.
Diese mangelnde Gleichbehandlung der Pro- 20 gen Zustands sehr rasch erfolgen zu lassen, und zwar
dukte führt zu Qualitätsunterschieden, und zwar insbe- deshalb, weil große Luftmengen gleichmäßig erwärmter
sondere deshalb, weil sich über dem Bereich, der von oder gekühlter Luft zur Verfügung stehen, die aufgrund
dem Behandlungsmedium durchströmt wird, gleichgül- der optimalen Luftführung an sämtlichen Stellen der
tig welche bekannte Behandlungskammer man betrach- Behandlungskammer, wie sie im folgenden ausschließtet,
stets Temperaturspreizungen ergeben. Solche Tem- 25 lieh noch genannt werden soll, die Becher mil den Nahperaturspreizungen
können auch verursacht sein durch rungsmittelerzeugnissen gleichmäßig beaufschlagen,
eine zu geringe, zur Verfügung stehende Menge an Be- Die vollständige Mischung des Behandlungsmediums
handlungsmedium innerhalb der Kammer, denn in die- durch den einzigen Ventilator in Verbindung mit den
sem Fall ist es zur Erreichung der gewünschten Behänd- vorderen und hinteren Luftfreiräumen sichert über die
lungstemperaturen erforderlich, daß mit einem verhält- 30 Höhe und die Breite des in die Behandlungskammer
nismäßig großen Temperaturunterschied gearbeitet eingebrachten Behälterstapels stets das Anliegen eines
werden muß, so daß die unmittelbar im Strömungsweg gleichen Druckpolsters an der Grenzschicht Luftfreider
beispielsweise aufgeheizten Luft stehenden ersten raum/Behälterstapel, also eine gleichmäßige Luftströ-Becher/Produkte
merklich wärmer oder kühler werden mung ohne Temperaturunterschied mit hohem Luftals
die Becher/Produkte in Abströmrichtung. Der 35 durchsetz. Das enge Anstehen der Seitenwände an die
Grund für diesen Temperaturunterschied ist darin zu Behälterstapel ermöglicht einen vorteilhaften Raumgesehen,
daß bei gleicher Wärme- bzw. Kälteabgabe pro winn in dieser Richtung und bewirkt die horizontale
Zeiteinheit eine geringere zur Verfügung stehende Luft- Durchströmung des Behälterstapels in Längsrichtung
menge mit einem größeren Temperaturunterschied ar- der Behandlungskammer. Da der verwendete Ventilabeiten
muß, um den Produkten pro Zeiteinheit die glei- 40 tor mit erheblichen Luftmengen arbeiten kann, kann
ehe Wärmemenge zu- bzw. abführen zu können. dieser besonders großzügig dimensioniert werden und
Dieser Mangel an gleichmäßiger Behandlung bei den es entfällt die Notwendigkeit, mit großen Temperaturbekannten
und, wie jeder Fachmann weiß, heikel auf unterschieden des Behandlungsmediums zu arbeiten,
ungleichmäßige Behandlung reagierenden Produkten denn die pro Zeiteinheit umgesetzten Luftmengen sind
führt zu Qualitätsunterschieden, die nicht hingenommen 45 in der Lage, auch erhebliche Wärmemengen bei nur
werden können. kleinen Temperaturdifferenzen aufzunehmen und in Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die gleichmäßiger Erwärmung oder Abkühlung an die KuI-eingangs
genannte Vorrichtung dahingehend zu verbes- türen abzugeben.
sern, daß sämtliche Produkte innerhalb des Behänd- Vorteilhaft ist ferner, daß die Tür zur Behandlungslungsraums
einer größtmöglichen Gleichbehandlung 50 kammer nicht Teil eines Dichtschemas ist, sondern in
unterworfen werden und Temperaturspreizungen, also einen der Luftfreiräume einmündet, so daß Falschluft-Temperaturunterschiede
an unterschiedlichen Durch- mengen bei nicht einwandfrei dichtender Tür unerhebströmungsörtern
vermieden werden. lieh sind. Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
Die Erfindung löst diese Aufgabe mit den kennzeich- befindet sich die Tür auf der Saugseite des Gebläses, so
nenden Merkmalen des Hauptanspruchs und hat den 55 daß solche Falschluftmengen lediglich mitverarbeitet
Vorteil, daß bei Erzeugung des Kalt-, Warm- oder Ther- und nach entsprechender Erwärmung durch die Behälmisierluftstroms
von einem einzigen Gebläse dieser in terreihen transportiert werden. Es ist ferner möglich,
einer Richtung horizontal von hinten nach vorn oder während des Betriebs die Tür zu Kontrollzwecken ohne
umgekehrt bei Anordnung größerer Luftdruck-Aus- weiteres zu öffnen, da es dann in Verbindung mit dem
gleichsräumen im Behandlungskammer-Rückbereich 60 vorgesehenen Schalldämpfer automatisch zu einer Unmit
in Höhenrichtung gleichem Druck durch die Becher- terbrechung der Umwälzung des Behandlungsmittels
reihen geführt wird, wobei mit einer verhältnismäßig ohne Störung des zu behandelnden Gutes kommt.
großen, zur Verfügung stehenden Luftmenge und gerin- Es versteht sich, daß bei einer solchen Ausbildung der
gen Temperaturdifferenzen gearbeitet wird. BehanHlungskammer insbesondere die vorderen und
Dabei stehen die Seitenwände eng an den einge- 65 rückwärtigen Seitenwände der die Portionsbecher aufbrachten,
den Becher aufnehmenden Behälterstapel, nehmenden Behälter zum Durchfluß des Behandlungswobei
in Längsrichtung entsprechend der Strömungs- mediums öffnungen aufweisen, die je nach den Erforrichtung
des Behandlungsmediums vor und hinter den dernissen angeordnet und in ihren Abmessungen ausge-
27 Ol
bildet sind.
Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und
Verbesserungen der im Hauptanspruch angegebenen Vorrichtung möglich.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird in der nachfolgenden
Beschreibung näher erläutert. Es zeigt
Fig. 1 zwei nebeneinandergestellte Behandlungskammern in einer Ansicht von vorn,
F i g. 2 die beiden Behandlungskammern der F i g. 1 in Draufsicht,
F i g. 3 eine Schnittdarstellung in Längsrichtung durch eine der Behandlungskammern der Darstellung der
Fig. 1.
F i g. 4 eine weitere Schnittdarstellung durch eine andere Ausführungsform einer Behandlungskammer und
Fig.5 eine Ansicht der Behandlungskammer der
F i g. 4 von vorn.
In F i g. 1 ist das äußere Gehäuse zur Bildung der Behandlungskammer mit 1 bezeichnet, die Behandlungskammer,
die sich im Inneren des Gehäuses befindet, trägt das Bezugszeichen 2. Betrachtet man beispielsweise
die Längsschnittdarstellung der F i g. 4, die eine Bebrütungskammer darstellt, dann wird deutlich, 2s
daß sich das Gehäuseinnere, d. h. die Behandlungskammer in zwei Zonen unterteilt, nämlich in eine erste Zone
bzw. in einen ersten Bereich 3, der von der eingebrachten Stapelpalette besetzt ist, und in eine zweite Zone
bzw. in einen zweiten Bereich 4, der in der Längsschnittdarstellung den Stapelbereich 3 von drei Seiten umgibt
und den freien Bewegungsraum für das Behandlungsmedium bildet
In der Darstellung der F i g. 4 und 5 sind die entsprechenden
Komponenten mit den gleichen Bezugszeichen versehen und weisen lediglich noch einen zusätzlichen
Beistrich oben auf. Der Luftleitraum 4 ist gebildet von einem Teilraum 5 oberhalb des Stapelraums 3, sowie
von vorderen und hinteren Luftraumbereichen 6 und 7, wobei der Begriff vorn und hinten hier bezogen ist auf
den sich angrenzend an die Zugangstür 8 erstreckenden Bereich, der mit 6 bezeichnet ist.
Bei dem in F i g. 3 gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Höhe der Tür 8 so bemessen, daß die größtmöglich
vorkommenden Behälterstapel 9, die sich üblicherweise auf einer Palette iO befinden, in den Behandlungsraum 2
eingefahren werden können. Oberhalb dieses so gebildeten Stapelbereichs 3 befinden sich die technischen
Systeme, die zur Sicherstellung des funktionellen Arbeitsablaufs beim Bebrüten und/oder Abkühlen und/
oder Thermisieren der Produkte erforderlich sind.
In F i g. 3 handelt es sich um ein sogenanntes Radialgebläse
10, welches von einem außen liegenden Elektromotor 11 abgetrieben ist Der Radialventilator 10 saugt
das Behandlungsmedium, nämlich üblicherweise die Luft innerhalb der Behandlungskammer aus dem Freiraum
6 im Türbereich über einen einen Widerstand bildenden Schalldämpfer 10a an, drückt die angesaugte
Luft durch ein Heiz- oder Kühlsystem 12, auf dessen Aufbau nicht weiter eingegangen zu werden braucht
und welches je nach Ausbildung der Behandlungskammer vorhanden ist und erzeugt im freien Rückraumbereich
7 einen Überdruck, wobei über die Höhe und Breite der in die Behandlungskammer eingebrachten Behälterstapel
ein gleiches Druckpolster an der Grenzschicht freier Rückraum 7 Beginn der Becherstapel anliegt, welches
dafür sorgt daß sich eine vollständig gleichmäßige Luftströmung mit hohem Luftdurchsatz durch den Becherstapel
3 ergibt.
Betrachtet man die Darstellung der F i g. 1 bzw. die Draufsicht der F i g. 2, dann sieht man, daß die in die
Behandlungskammer eingebrachten Behälterstapel, die jeweils als inneres Viereck mit diagonalen Verbindungslinien
gezeichnet sind, eng an den Seitenwänden 13,14 anstehen, so daß die Behandlungsluft quer durch die
eingebrachten Behälterstapel und auf jeder Höhe gleichmäßig durch diese hindurchströmt. Längs des geringfügigen
Abstandes zwischen den Seitenwänden 13 und 14 und dem Behälterstapel fließt das Behandlungsmedium dann nur in dem Maße, daß die Becherstapel
gleichmäßig von allen Seiten vom Behandlungsmedium umspült sind. Eine verstellbare Klappe 15 dient zur Begrenzung
des Strömungswegs der behandelten Luft nach oben; die Klappe 15 ist bei 16 schwenkbar gelagert
und liegt bei 17 auf dem eingebrachten Behälterstapel auf, so daß die Behandlungsluft gezwungen wird, durch
die Stapel 3 zu fließen.
Man erkennt, daß bei Verwendung eines entsprechend großen Ventilators mit erheblichen Luftmengen
gearbeitet werden kann, denn schon die Querschnittsdarstellung der F i g. 3 und im noch größeren Maße die
Querschnittsdarstellung der F i g. 4 zeigt, daß der freie Luftraum 4 ein mindestens ebenso großes Volumen wie
die in die Behandlungskammer eingebrachten Becherstapel aufweist, was deshalb möglich ist, weil die erfindungsgemäße
Behandlungskammeranlage in die Tiefe baut, d. h. in Längsrichtung entsprechend der Strömungsrichtung
des Mediums ihre größte Ausdehnung hat, also in eine Dimensionsrichtung, in welcher üblicherweise
ein ausreichendes Platzangebot vorliegt.
Die erhebliche Menge an vorhandener Behandlungsluft innerhalb der Behandlungskammer 2 ermöglicht das
Arbeiten mit verhältnismäßig geringen Temperaturunterschieden, beispielsweise beim Nachheizen, wenn vom
Abfüllvorgang bis zum Einbringen bei den unteren gestapelten Produkten eine Abkühlung erfolgte, damit
diese innerhalb kürzester Zeit ihre Behandlungstemperatur wieder erreichen. Obwohl beim erfindungsgemäßen
System die Änderung des jeweiligen Temperaturzustands der eingebrachten Produkte äußerst rasch erfolgt,
braucht dennoch nicht mit großen Temperaturunterschieden gearbeitet zu werden, denn die großen, zur
Verfugung stehenden und pro Zeiteinheit umgewälzten Luftmengen sind in der Lage, erhebliche Wärmemengen
bei nur kleinen Temperaturdifferenzen (AT) aufzunehmen und in gleichmäßiger Erwärmung oder Thermisierung
an die eingebrachten Joghurtkulturen abzugeben. Es versteht sich, daß die gleichen Maßstäbe auch für
einen möglichen Abkühlvorgang gelten; auch hier läßt sich die Zustandsänderung des eingebrachten Gutes
sehr rasch durchführen. Bei diesem Abkühlvorgang hat sich insbesondere eine Behandlungskammer entsprechend
dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 bis 3 bewährt
Dem in den F i g. 4 und 5 gezeigten Ausführungsbeispiel läßt sich die verhältnismäßig schmale, jedoch in
Längsrichtung und in Strömungsrichtung des Behandlungsmediums verhältnismäßig lang bauende Konstruktion
besonders gut entnehmen; die erfindungsgemäße Gesamtkonzeption ermöglicht solche verhältnismäßig
langen Behandlungskammern für eine Temperaturhaltung ohne weiteres, da bei den Luftmengen und dem
gleichmäßigen Druckfeld, welches sich vor dem Becherstapelbereich
3 aufbaut praktisch keine Temperaturdifferenz in dem zu behandelnden Gut feststellbar ist. Die
Umwälzung der Behandlungsluft erfolgt mit entspre-
27 Ol 660
chender Gebläseleistung, wobei bei diesem Ausführungsbeispiel der Ventilatormotor mit Halter 20 auf einer
oberen Abdeckung 21 montiert ist, die den oberen Querströmungskanal 22 gegenüber dem eigentlichen
Behandlungsraum abdeckt. Auch hier kann zum Ausgleich unterschiedlicher Höhen der eingebrachten Behälterstapel
eine Klappe 15 vorgesehen sein. Mit 24 ist bei diesem Ausführungsbeispiel schließlich ein Träger
mit Heizstäben bezeichnet, vor dem sich ein Schalldämpfer- und Beruhigungssystem befindet. Diese sehematisch
dargestellte Schalldämpferauflage sorgt für einen gewissen Druckabfall des durch sie strömenden Behandlungsmediums
und verfügt im übrigen über einen so hohen Strömungswiderstand, daß ein Transport der
Behandlungsluft durch die Ventilatoranlage 20 überhaupt nur dann stattfinden kann, wenn die Tür 8 zur
Behandlungskammer geschlossen ist. Dies ist darauf zurückzuführen, daß die Ventilatoranlage 20 im rückwärtigen
Freiraum 7 über die gesamte Fläche der sich dort befindlichen Behälterstapel 9 ein gleichmäßiges Druckfeld
aufbaut, welches in Zahlenangaben beispielsweise bei 50 bis 60 mm liegen kann. Es ergibt sich für jeden
hintereinander angeordneten und vorzugsweise auf einer eigenen Palette stehenden Behälterstapel ein bestimmter
Druckabfall, so daß beispielsweise im vorderen Freiluftraum 6 noch ein gewisser Überdruck
herrscht, der beispielsweise 10 mm betragen kann. Dieser Überdruck der Behandlungsluft sorgt dafür, daß das
Behandlungsmedium die Schalldämpferanlage 25 passieren kann; öffnet man die Tür 8 zur Behandlungskammer,
dann ergibt sich ein entsprechender Druckabfall auf Normaldruck im vorderen Luftführungsbereich 6
und das Gesamtsystem ist so ausgelegt, daß der Ventilator in diesem Falle im wesentlichen in seiner Umwälzleistung
auf Null wegen der dämpfenden oder drosselnden Wirkung der Schalldämpferanlage 25 abfällt.
Von besonderer Bedeutung bei vorliegender Erfindung ist daher das Durchleiten des Behandlungsmediums
in Längsrichtung quer durch die Behälterpackungen mit den Becherportionen, deren Seitenwände
durchbrochen sind und das Vorhandensein von großräumigen Druckräumen 7 und 6 vor und hinler den
eingebrachten Behälterstapeln, immer in Fließrichtung des Behandlungsmediums gesehen. Der Abstand der
Begrenzungswände der Behandlungskammer, d. h. der Rückwand 26 sowie der Türwand 8 von den Behälterstapeln
ist so bemessen und so groß, daß sich zui Erzielung einer gleichmäßigen Behandlung ein gleiches
Druckfeld über den gesamten Stapelflächenbereich aufbaut, also beim Ausführungsbeispiel der F i g. 4 an der
Grenzschicht 27.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen
55
65
Claims (1)
- 27 Ol 660Patentansprüche:!.Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten innerhalb einer geschlossenen, größere Luftfreiräume neben dem zu behandelnden Gut bildenden Behandlungskammer, in die das Gut eingebracht und einer geschlossenen, von einem Gebläse erzeugten und das Gut horizontal durchströmenden Gasströmung ausgesetzt ist, dadurch gekennzeichnet, daß
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2701660A DE2701660C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2701660A DE2701660C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2701660A1 DE2701660A1 (de) | 1978-07-20 |
| DE2701660C2 true DE2701660C2 (de) | 1986-02-06 |
Family
ID=5998834
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2701660A Expired DE2701660C2 (de) | 1977-01-17 | 1977-01-17 | Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2701660C2 (de) |
Families Citing this family (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2767784B1 (fr) * | 1997-08-28 | 1999-10-29 | Fromfroid | Systeme d'etancheite pour ventilation de palette en box |
| FI106981B (fi) * | 1998-02-18 | 2001-05-15 | Kometos Oy | Temperointi-, kohmetus- ja pakastushuonejärjestely |
| DE10017350A1 (de) * | 2000-04-07 | 2001-10-31 | Thomas Voelkl | Gebläseaggregat sowie Verfahren zum Kühlen oder Aufwärmen |
| FR2938242B1 (fr) * | 2008-11-12 | 2010-11-19 | Clauger | Cellule de refroidissement de denrees alimentaires chargees sur palette |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1417453A1 (de) * | 1954-10-14 | 1968-10-03 | Otto Oehring | Verfahren zur biologischen Behandlung von in Behaeltnissen abgefuellten Guetern und Vorrichtungen zu dessen Durchfuehrung |
| DE2523597A1 (de) * | 1975-05-28 | 1976-12-02 | Loeher Karl | Verfahren und vorrichtung zum thermischen behandeln von guetern, insbesondere gaerungsprodukten auf milchbasis |
-
1977
- 1977-01-17 DE DE2701660A patent/DE2701660C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2701660A1 (de) | 1978-07-20 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2402340C3 (de) | Kühlvitrine | |
| DE3046183C2 (de) | ||
| DE60315738T2 (de) | Behälter zum Kühlen leicht verderblicher Waren | |
| CH647212A5 (de) | Temperierbarer tankcontainer. | |
| DE3428537A1 (de) | Waermetauschervorrichtung | |
| DE102009030114A1 (de) | Klimaanlage | |
| DE2701660C2 (de) | Vorrichtung zum Bebrüten und/oder Thermisieren und/oder Kühlen von sich in einem geschlossenen Becher befindenden Milch- bzw. Sauermilchprodukten | |
| DE102011117988B4 (de) | Kühlanordnung zum Kühlen von in einem Raum in Schaltschränken angeordneten elektronischen Geräten | |
| DE2017579A1 (de) | System zur Konditionierung des Innenraums eines Behälters für verderbliche Lebensmittel | |
| DE69207056T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung für die Belüftung eines Behandlungsraumes | |
| EP1866584B1 (de) | Kältegerät mit umluftkühlung | |
| EP3059528B1 (de) | Kühllager und verfahren zum betrieb eines solchen kühllagers | |
| DE102015117850A1 (de) | Kühleinrichtung und Verfahren zum Betreiben einer Kühleinrichtung | |
| DE2236004A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum lagern und transportieren von nahrungsmitteln in frischem zustand | |
| DE1954097A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen oder Erwaermen von in Portionsgefaessen befindlichen Nahrungsmitteln | |
| DE2121586C3 (de) | Einrichtung zum Keimen und Darren von Malz | |
| DE3134167C2 (de) | ||
| DE7701174U1 (de) | Behandlungskammer fuer das bebrueten, thermisieren oder kuehlen von lebensmittelprodukten | |
| EP0105052A1 (de) | Kühlhaus | |
| DE8202849U1 (de) | Kuehltheke | |
| EP2147603A2 (de) | Fermentierungs- und Kühltunnel | |
| DE102009045149A1 (de) | Kühltunnel zum Kühlen von Gütern | |
| DE2112375B2 (de) | Vorrichtung zum Sterilisieren von Gegenständen | |
| DE3437237C2 (de) | ||
| AT385648B (de) | Kuehltheke |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8127 | New person/name/address of the applicant |
Owner name: LOEW-ALBRECHT, KARL, 7257 DITZINGEN, DE |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee | ||
| 8370 | Indication related to discontinuation of the patent is to be deleted |