DE268628C - - Google Patents

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DE268628C
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saponin
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N45/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing compounds having three or more carbocyclic rings condensed among themselves, at least one ring not being a six-membered ring
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N25/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests
    • A01N25/30Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, characterised by their forms, or by their non-active ingredients or by their methods of application, e.g. seed treatment or sequential application; Substances for reducing the noxious effect of the active ingredients to organisms other than pests characterised by the surfactants
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11DDETERGENT COMPOSITIONS; USE OF SINGLE SUBSTANCES AS DETERGENTS; SOAP OR SOAP-MAKING; RESIN SOAPS; RECOVERY OF GLYCEROL
    • C11D1/00Detergent compositions based essentially on surface-active compounds; Use of these compounds as a detergent

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 268628 KLASSE 30/. GRUPPE
Desinfektionsmittel bzw. Desinfektionsmittellösungen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Dezember 1911 ab.
Wäßrige Lösungen von Sublimat, Salicylsäure, Formaldehyd, Karbolsäure und anderen Phenolen, Borsäure usw. benetzen die Haut und andere zu desinfizierende Flächen nur sehr unvollkommen im Gegensatz zu alkoholischen Lösungen von Desinfektionsmitteln, z. B. alkoholischen Sublimatlösungen und im Gegensatz zu alkalischen Desiniektionslösungen, z. B. den durch Seife in Lösung gebrachten
ίο Kresolen (Lysol). Diese Benetzbarkeit der zu desinfizierenden Flächen und des abzutötenden Keimmaterials, das häufig durch Fette und ähnliche Stoffe geschützt ist, ist für eine gute Einwirkung des Desinfektionsmittels sehr wichtig. Es ist bekannt, daß eine alkoholische und alkoholwäßrige Sublimatlösung besser wirkt als eine rein wäßrige Lösung. Man schiebt dies auf die wasserentziehende Wirkung des Alkohols, es ist aber richtiger, den höheren Wirkungsgrad dieser Lösungen darauf zurückzuführen, daß sie besser benetzend wirken. Die alkoholischen und seifenhaltigen alkalischen Desinfektionslösungen haben gewisse Nachteile. Alkohol wirkt nur, wenn er in größeren Prozentsätzen zugesetzt wird, er ist als Zusatzmittel dann verhältnismäßig teuer, wirkt auf die Haut stark entfettend und gerbend, bei offenen Wundstellen stark reizend und schmerzend. Auch alkalische Seifenlösungen schädigen bekanntlich die Oberhaut und reizen offene Wundböden und drücken die gegebene Desinfektionskraft des Desinfektionsmittels herunter. Außerdem können sie nicht überall benutzt werden, da sie die Desinfektion-smittel entweder unwirksam machen, z. B. Sublimat und Silbernitrat, oder durch sie selbst zerlegt werden, wie z. B. durch Salicylsäure, Borsäure.
Es wurde nun gefunden, daß man vorzügliche Desinfektionsmittel erhält, wenn man den oben genannten oder anderen desinfizierenden Stoffen Saponin zusetzt.
Es ist bekannt, Saponin als Ersatz für Seife zu verwenden, jedoch sind Seife und Saponin in ihren Eigenschaften keineswegs vollkommen gleichartig. Die Wirkung der Seife wird hauptsächlich zu Waschzwecken ausgenutzt; ihre Brauchbarkeit für Waschzwecke beruht darauf, daß sie im Gebrauche eine Emulgierwirkung, eine Schaumwirkung und eine Benetzung ausübt. Diese verschiedenen, gleichzeitig zur Wirkung kommenden Eigentümlichkeiten der Seife sind jedoch unter sich nicht äquivalent; denn diese drei Eigenschaften nehmen bei zunehmender Verdünnung in verschiedenem Grade ab. In erster Linie sinkt die, Emulgierkraft, etwas stärker erhält' sich die Benetzungskraft und noch länger erhält sich die Schaumkraft.
Anders liegen jedoch die Verhältnisse beim Saponin; hier wird nur die Benetzungskraft, welche das Saponin dem Wasser erteilt, in dem es gelöst ist, ausgenutzt. Hinsichtlich der Emulgierkraft besteht bei Saponinlösung tatsächlich ein äquivalentes Verhältnis zur Seife. Auch bei Saponin ist die Emulgierkraft in einer Verdünnung von 1; 50 kaum größer als diejenige der Seifenlösung.
Anders liegen jedoch die Verhältnisse hinsichtlich der Schaumkraft. Die Schaumkraft ist bei Saponinlösungen in bedeutend höherem Maße'vorhanden als bei Seifenlösungen.
ß. Auflage, ausgegeben am 25. Juni igi4J
Aber am auffallendsten ist das gegensätzliche Verhältnis hinsichtlich der Benetzungskraft. Eine neutrale Seifenlösung hat beispielsweise bei einer Verdünnung von ι: 500 die Benetzungskraft gegenüber einer Paraffinfläche verloren. Dagegen ist sie bei einer Saponinlösung in dem gleichen Verhältnis noch voll vorhanden, d. h. selbst eine Saponinlösung, die derartig hergestellt ist, daß sie nicht die geringste Schaumblase enthält, und die derartig auf die Paraffinfläche aufgegossen wird, daß dabei nicht die geringste Schaumblase entsteht, wird die Paraffinfläche auf ihrer ganzen Fläche gleichmäßig bedecken und beim Abfließenlassen der aufgetragenen Lösung die Paraffinfläche in ihrer ganzen Fläche homogen benetzt zeigen, im Gegensätze zu der Seifenlösung, die abfließt wie Wasser, und die die Paraffmfläche trocken hinterläßt.
Bei zunehmender Verdünnung einer Saponinlösung zeigt sich die gleiche Wirkung noch bei 1:10000, bei 1:15000, ja sogar noch bei ι: 20000; denn sogar in einem so hohen Verdünnungsgrade fließt eine solche Saponinlösung nicht wie reines Wasser ab, sondern unter Hinterlassung von Benetzungsflächen, die sich erst allmählich zusammenziehen. Und erst bei einer Verdünnung von 1:25000 kommt die Lösung dem Verhalten des reinen Wassers näher.
Erwähnt sei noch, daß es z. B. viele Benetzungsmittel gibt, die keine Schaumkraft und keine Emulgierkraft aufweisen. Andererseits gibt es sehr viele mit guter Emulgierkraft, die nicht die geringste Schaum- und Benetzungskraft aufweisen. Kurz die eine Eigenschaft muß nicht notwendig äquivalent den übrigen Eigenschaften sein, und so ist es auch hier in dem Verhältnis von Seife und Saponin, wo beispielsweise selbst stark verdünnte Lösungen von Saponin noch stark benetzend wirken.
Auch saponinhaltige Desinfektionsmittellösungen benetzen die Haut und andere Flächen schon bei einem ganz auffallend geringen Gehalt an Saponin. Die Handfläche mit ihrem natürlichen Fettgehalt wird noch durch eine 0,025 prozentige Saponinlösung benetzt. Die erforderlichen Saponinzusätze sind also so gering, daß sie billiger sind als die alkoholischen und seifenhaltigen Desinfektionsmittel. Das Saponin ist indifferent und neutral genug, um die Haut nicht zu schädigen. Es ist gleich gut anwendbar in neutralen wie auch sauren Flüssigkeiten und übrigens auch in seifenhaltigen und alkalischen Lösungen, wie auch in wäßrigen alkoholischen und acetonischen Lösungen. Ebenso ist es benutzbar in Suspensions- und Emulsionsflüssigkeiten,
60" worin es zugleich die Emulsion und Suspension verbessert.
Für manche Zwecke ist es nicht notwendig, reines und einheitliches Saponin zu verwenden. So genügt für Pflänzendesinfektionszwecke z. B. die Anwendung eines technischen Produktes vollauf, ja es kann sogar ein Sapotoxin wertvoll sein. Statt des Saponins kann man natürlich auch andere saponinähnliche Benetzungsmittel den desinfizierend wirkenden Stoffen zusetzen.
Beispiel 1.
ι 1 Sublimatlösung von üblicher Stärke wird mit z. B. 0,1 g oder mehr oder etwas weniger reinem Saponin versetzt. Die Lösung ist haltbar.
Beispiel 2.
Saponin-Sublimatpastillen. Für viele Zwecke ist es zweckmäßig, das Saponin nicht der Lösung des Desinfektionsmittels, sondern dem ungelösten Stoffe selbst hinzuzumischen. Man mischt z. B. ig Sublimat mit 1 g Kochsalz und 0,5 g Saponin und formt aus dieser Mischung Tabletten, Pastillen usw. Beim Lösen dieser in 1 1 Wasser ergeben sich Lösungen von vollkommener Benetzungsfähigkeit.
Beispiel 3.
Eine 1 prozentige Chlormetakresollösung wird mit etwa 0,25 Prozent Saponin versetzt.
Beispiel 4.
ι g Chlormetakresol wird mit 0,05 g Saponin gemischt und zu Pastillen gepreßt. Man erhält beim Lösen der Pastillen in 100 g Wasser eine 1 prozentige Chlormetakresollösung von voller Benetzungsfähigkeit.
Beispiel 5.
Formaldehydlösung · mit Saponin. 100 g einer offizinellen 34 prozentigen Formaldehydlösung wird mit 1 g Saponin versetzt. Diese gibt bei einer beispielsweisen Verdünnung zu einer 1 prozentigen Formaldehydflüssigkeit eine gut benetzende Lqsung.
Beispiel 6.
Borsäure-Saponintabletten. 3 g Borsäure werden mit 0,04 g Saponin zu Pastillen geformt. Eine solche Pastille, iri 100 g Wasser gelöst, ergibt-.eine 3 prozentige Borsäuredesinfektionsflüssigkeit.
Beispiel 7. llg
Salicylsäuretabletten wie Beispiel 6.
Beispiel 8.
100 g Wasser werden beispielsweise mit 0,3 g technischem Saponin, 3 g Rohkresol, 10 g Petroleum und einem Emulgiermittel versetzt. Diese Mischung läßt sich zur Des-
infektion gegen pflanzliche Parasiten benutzen.
Die Tabletten, Lösungen und Emulsionen der Desinfektionsmittel können sich selbstverständlich auch aus Mischungen mehrerer Mittel zusammensetzen, wie auch die Pastillen Zusätze erhalten können, die z. B. das Quellen und Lösen der Pastillen beschleunigen. Der
Saponinzusatz •schwanken.
kann in größeren Grenzen

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Desinfektionsmittel bzw. Desinfektionsmittellösungen, gekennzeichnet durch einen Zusatz von Saponin.
DENDAT268628D Active DE268628C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19643587A1 (de) * 1996-10-22 1998-04-23 Beiersdorf Ag Antiadhäsive Sterole und Sterolderivate

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19643587A1 (de) * 1996-10-22 1998-04-23 Beiersdorf Ag Antiadhäsive Sterole und Sterolderivate

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