DE265986C - - Google Patents
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- DE265986C DE265986C DENDAT265986D DE265986DA DE265986C DE 265986 C DE265986 C DE 265986C DE NDAT265986 D DENDAT265986 D DE NDAT265986D DE 265986D A DE265986D A DE 265986DA DE 265986 C DE265986 C DE 265986C
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01L—CHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
- B01L3/00—Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
- B01L3/02—Burettes; Pipettes
- B01L3/021—Pipettes, i.e. with only one conduit for withdrawing and redistributing liquids
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- Health & Medical Sciences (AREA)
- Clinical Laboratory Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Devices For Use In Laboratory Experiments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 265986 KLASSE 42/. GRUPPE
F. & M. LAUTENSCHLÄGER in BERLIN.
Pipettierapparat. Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. April 1913 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Apparat zum Pipettieren von Flüssigkeiten; derselbe
ist schematisch in Fig. i, 2 und 3 der beiliegenden Zeichnung in seinen Hauptstellungen
gezeigt im Zusammenhang mit der Pipette zum Aufsaugen der Flüssigkeit.
Zur Apparatur gehört die Quecksilberwippe sowie die mit besonderen Einrichtungen versehene
Pipette. Die Quecksilberwippe besteht aus zwei beliebig geformten Gefäßen α und b
zur Aufnahme des Quecksilbers. Diese beiden Gefäße sind unten durch ein Verbindungsrohr c
verbunden, welches in seinem Mittelpunkt derart gelagert ist, daß man nach Wunsch die
Wippe nach der einen oder der anderen Seite kippen kann, je nachdem ein Fußhebel e oder ex
betätigt wird.
Zur Erläuterung sei bemerkt, daß die Quecksilberwippe beim Arbeiten am Fußboden unter
dem Arbeitstisch derart aufgestellt wird, daß der Arbeitende bequem die Pedale der Quecksilberwippe
betätigt, während die Pipette selbst auf den Tisch in der sonst üblichen Weise gebracht
wird.
Die beiden Gefäße α und b sind oben ebenfalls
durch ein Rohr f verbunden. Das Gefäß α besitzt einen Rohrstutzen g, welcher eine
ständige Verbindung von α mit der Außenluft aufrecht erhält, gleichzeitig jedoch Einrichtungen
besitzt, um ein Entweichen des Quecksilbers bei unvorsichtiger Handhabung der Wippe zu verhindern. Gefäß b besitzt einen
Ansatz h, der durch einen Gummischlauch o. dgl. i die Quecksilberwippe mit der Pipette k
in Verbindung bringt. Diese Pipette k ist eine ganz normale Pipette, auf welche ein aus beliebigem
Material bestehender Aufsatz I mittels einer Gummidichtung u. dgl. aufgeschoben wird.
Dieser Aufsatz wird durch eine Kappe m abgeschlossen. Dieselbe besteht zweckmäßig aus
Gummi oder einem ähnlichen elastischen Material und besitzt eine mit dem Finger leicht
verschließbare öffnung n. Dieselbe ist angebracht aus dem Grunde, weil Meßpipetten für
sehr geringe Mengen beim Ablassen der Flüssigkeit direkt mit dem Finger verschlossen
werden müssen, weil bei Dazwischenliegen einer Gummischicht u. dgl. dem Finger das nötige
Feingefühl für die genaue Dosierung der Flüssigkeitsmenge abgeht.
Fig. ι zeigt die zum Gebrauch fertig zusammengestellte
Apparatur im Ruhezustande. Die Quecksilberfüllung des Apparates ist auf
beide Quecksilbergefäße α und δ gleichmäßig verteilt,»das ganze System steht mit der freien
Atmosphäre in Verbindung. Soll Flüssigkeit angesaugt werden, so wird die Pipette, wie
dieses Fig. 2 zeigt, in ein Gefäß eingetaucht und die Quecksilber wippe durch Betätigung des
Hebels e .nach links geneigt. Der Vorgang, der sich hierbei abspielt, ist folgender:
Das im Gefäß α hochsteigende Quecksilber verdrängt die Luft durch den Ansatz g bis
der linke Quecksilberspiegel den freien Querschnitt des in das Gefäß α hineinragenden
Rohres f verdeckt. Bei weiterem Neigen kann der Quecksilberspiegel im Gefäß α unbehindert
hochsteigen, im Gefäß δ tritt jedoch, nachdem die linke öffnung des Rohres f durch Quecksilber
luftdicht abgeschlossen ist, entsprechend dem Sinken des Quecksilberspiegels ein entsprechendes
Vakuum ein, durch welches in der
Pipette k die Flüssigkeit hochgesaugt wird. Sowie die beabsichtigte Füllung der Pipette
erreicht ist, wird durch Fingerdruck auf die Gummikappe' die obere Öffnung der Pipette
abgeschlossen, und man kann nun mit der Pipette in üblicher Weise arbeiten, nachdem
die Druckwirkung des Hebels β aufgehoben und dadurch die Quecksilberwippe in die Lage
der Fig. ι wieder gebracht worden ist. Wünscht man jetzt eine beliebige Flüssigkeitsmenge aus
der Pipette abzugeben, so braucht man nur den Finger zu lüften und den luftdichten Verschluß
durch Fingerdruck wieder herzustellen, wenn man das Ablaufen der Flüssigkeit verhindern
will.
Erfahrungsgemäß bleibt in der fein ausgezogenen Spitze der Pipette stets eine geringe
Flüssigkeitsmenge zurück, die bei normalem Betrieb ausgeblasen wird. Kippt man durch
Druck auf den Hebel ex die Quecksilberwippe nach rechts, (Fig. 3), so steigt der Quecksilberspiegel
in dem Gefäße b an und erzeugt, nachdem die rechte Öffnung des Rohres f im Gefäß b
durch den Quecksilberspiegel verschlossen ist, einen Überdruck von beliebiger Stärke, der in
jedem Fall ausreichend ist, den Flüssigkeitsrest aus der Pipette k zu entfernen, nachdem
durch Lösen des Fingers, die obere Öffnung der Pipette freigegeben ist.
Auf diese Weise kann man den Vorgang des Pipettierens speziell bei gefährlichen Flüssigkeiten
durch die oben geschilderte Apparatur in ganz einwandfreier Weise mit allen Feinheiten apparativ durchführen, ohne auf
den Vorteil verzichten zu müssen, der darin liegt, daß die Dosierung der abzugebenden
Flüssigkeit durch das Feingefühl der Fingerspitze erfolgt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Pipettierapparat, gekennzeichnet durch eine durch Hebeldruck kippbare Quecksilberwippe, deren beide Aufnahmebehälter (a und b) durch ein unten angeordnetes Rohr (c) und durch ein oberes Rohr ff) miteinander sowie durch einen Stutzen (g) mit der freien Atmosphäre und durch einen Stutzen (h) mit dem Aufsatz (I) der eigentlichen Pipette (k) in Verbindung stehen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE265986C true DE265986C (de) |
Family
ID=523169
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT265986D Active DE265986C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE265986C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US10747194B2 (en) | 2017-09-12 | 2020-08-18 | Fanuc Corporation | Motor control device and motor control method |
-
0
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Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
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