DE2643560C2 - Rührvorrichtung - Google Patents

Rührvorrichtung

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Reiner Ing.(Grad.) Kern
Erwin Ing.(Grad.) 3530 Warburg Stelzer
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FA ERWIN STELZER 3530 WARBURG
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01FMIXING, e.g. DISSOLVING, EMULSIFYING OR DISPERSING
    • B01F27/00Mixers with rotary stirring devices in fixed receptacles; Kneaders
    • B01F27/05Stirrers
    • B01F27/07Stirrers characterised by their mounting on the shaft
    • B01F27/072Stirrers characterised by their mounting on the shaft characterised by the disposition of the stirrers with respect to the rotating axis
    • B01F27/0724Stirrers characterised by their mounting on the shaft characterised by the disposition of the stirrers with respect to the rotating axis directly mounted on the rotating axis

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Mixers Of The Rotary Stirring Type (AREA)

Description

5. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. jedes Rührwerkzeug (5) aus rostfreiem Stahl besteht oder chemisch resistente Oberflächen zumindest an den Flügeln (7) hat, insbesondere einen Überzug (16) z. B. aus Email oder Polytetrafluorethylen.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der An- 4r> Sprüche I bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das bzw. jedes Rührwerkzeug (5) an einem inneren Knick (11) anschließende Flügelflächen (9) und/oder an sie über einen äußeren Knick (12) anschließende Randteile (10, 13) aufweist, welche einen weiteren V) Anstellwinkel (v) zur Rotationsachse bilden.
7. Vorrichtung nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüp'.l (7) zumindest eines Rührwerkzeugs (5) außerhalb des Radialbereichs (E) Verlängerungsansälze v> (13) tragen, insbesondere derart, daß diese eine innerhalb des Radialbereichs (E) befindliche Flügelfläche (z. B. 8) kontinuierlich fortsetzen.
8. Vorrichtung wenigstens nach Anspruch I und 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (13) eben Μ) ausgebildet sind und mit der radial weiter innen befindlichen Flügelfläche (/. B. 9) fluchten.
9. Vorrichtung wenigstens nach Anspruch I und Anspruch 7. dadurch gekennzeichnet, daß die Ansätze (10 bzw. 13) entgegen der Knickrichtung der ra- br> dial weiter innen befindlichen Flügelfläche (z. B. 8,9) abgekantet sind.
10. Vorrichtung nach wenigstens einem der An-
sprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Rührwelle (4) mehrere axial aufeinanderfolgende Rührwerkzeuge (5a, 5f>, 5c usw.) angeordnet sind, deren axial und/oder radial benachbarte Flügel (7a, 76, Tc usw.) in Umfangsrichtung zueinander winkelversetzt und/oder zumindest benachbarte Flügelflächen (8a, 86, 8c usw.; 9n, 96, 9c usw.) mit jeweils einander entgegengesetzten Anstellwinkeln (λ, β) angeordnet sind.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rührvorrichtung nach dem ODL-begri.'i des Anspruchs 1.
Die bei derartigen Vorrichtungen verwendeten Rührwerkzeuge können blatt- oder scheibenförmig oder auch als Propeller-, Anker-. Kreuzbalkenrührer o. dgl. ausgebildet sein. Herkömmliche Rührvorrichtungen, wie sie z. B. in der US-PS 34 04 870 beschrieben sind, erzeugen im wesentlichen oft nur eine um die Drehachse rotierende Strömung im Behälter, obwohl zum Homogenisieren oder doch annähernd gleichmäßigen Verteilen des Mischguts eine zusätzliche Axialströmung wichtig ist. Bereits bei kleinen Dichteunterschieden der zu vermischenden Stoffe oder Komponenten findet vielfach keine ausreichende Verwirbelung statt.
Bei einer Mischvorrichtung gemäß US-PS 23 15 251 sind zwischen gleichsinnig übereinander angeordneten Rührflügel jeweils feststehende Leitflächen mit entgegengesetztem Anstellwinkel angeordnet, um eine vermehrte Turbulenz zu erreichen. Dies erschwert jedoch die Verwendung. Reinigung und Wartung der Mischverrichtung außerordentlich. Auch können die auftrelenden Schcrgeschwindigkciten für manche Produkte unzulässig groß sein.
Man hat versucht, eine bessere Verteilung von flüssigen oder fließfähigen Stoffen durch Verwendung von Rührwerkzeugen mit ebenen Flügelabschnitten zu crzielen, deren Anstellwinkel jeweils bei radial und/oder axial benachbarten Abschnitten wechselt. Beispiele hierfür sind der US-PS 30 71352 und den DE-PS 12 95 524 sowie 15 57 223 zu entnehmen. Solche Vorrichtungen sind in der Fertigung wenig problematisch, da sich die ein/einen Flügelabschniiie auf Radialarmen quer zur Rührwellc befestigen lassen. Diese Rührvorrichtungcn erfordern aber besondere Verstärkungen des Flügels, welche die Strömung ungünstig beeinflussen und bei der Reinigung Schwierigkeiten verursachen. Denn die erwähntem Befestigungen und Verstärkungen bilden zahlreiche tote Winkel, an denen sich Mischgut ansetzen kann und die eine Reinigung behindern. Für die Verwendung /. B. in der Lebensmittelindustrie oder in der Pharmazie sind jedoch strenge hygienische An-Forderungen zu erfüllen, denen solche Rühr- b/.w. Mischgerät oft nicht genügen. Ferner sind die Strömiingsverhiilmisse großenteils unkontrolliert, weil an den abrupten Übergängen zwischen den benachbarten Flügelflächen der bekannten Rührvorrichtungen undefiniertc Abreißvorgänge auftreten. Schließlich kann es im Rühren zu hohen Scherbcanspruchungen kommen, was z. H. in der NahrungsmiUcllcchfiik nicht wiederum= zumachende Schaden im Mischgut herbeiführen kann.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rührvorrichtung der im Oberbegriff des Anspruchs I angegebenen Art so zu verbessern, daß mit angemessen kleinem Leistungsheilarf eine schnelle, möglichst schonende Gcgensirnin-llomojicnisierung der verschiedensten flüssi-
;en bzw. fließfähigen Stoffe durchführbar ist, namentich von Suspensionen mit hohem Feststoffgehalt, struk-.uranfälligen (organischen) Stoffen sowie hoch- und liedrigviskosen, auch aggressiven Medien, und zwar in Behältern verschiedenster Bauhöhe bzw. bei unterichiedlichen Füllständen und mit der Möglichkeit bequemer, gründlicher Reinigung, ohne daß hierfür zusätzliche oder andere als übliche Vorrichtungen nötig wären, so daß der Einsatz der Rührvorrichtung gerade auch bei gesteigerten hygienischen Ansprüchen erfolgen kann.
Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 angegeben. Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 10.
Anders als bei bekannten Mischvorrichtungen mit Rührelementen, deren Bläuer oder Blattabschnitte — z.B. gemäß der DE-AS 15 57 223 — stets nur einen durchgehenden Anstellwinkel aufweisen, sieht die Erfindung ein Rührwerkzeug vor, das in einem wesentlichen Radialbereich durchgängig zwei Anstellwinkel hat, so daß zumindest in diesem Bereich zwei Abreißkanten für die Strömung vorhanden sind und infolge der unterschiedlichen Änsieiiwinkei auch unterschiedliche Förderrichtungen mit entsprechend gesteigerter T;a"buienz entstehen. Dank dieser überraschend einfachen Maßnahme wird eine ungewöhnliche Verbesserung der Mischwirkung erzielt, denn durch die Doppelblatt-Flügel werden am gleichen Radius jeweils entgegengesetzte Axialströmungen erzeugt. So wird eine breite Übergangszone mit interner Verwirbelung bei mäßigen Schergeschwindigkeiten gewonnen, in der an jeder Stelle des genannten Radialbereichs zwei gerichtete Vertikalströmungen (aufwärts und abwärts) auftreten. Die Stärke beider Strömungen kann durch die Steigung der zwei einander zugeordneten Flügelflächen eingestellt werden. Die Größe der Strömungsumkehrzone läßt sich durch die Lage der dazwischen liegenden Falte bzw. den Verlauf des Knickes beeinflussen, wodurch die Volumina der einander entgegengerichteten zylindrischen Strömungssäulen gesteuert bzw. (im Querschnitt gesehen) in Axialströmungsflächen in einen inneren und einen äußeren K.reisring aufgeteilt werden. Zwischen dem äußeren und dem inneren Strömungszylinder befindet sich ein »neutraler« Zwischenzylinder, in deti ein einstellbar geringes Schergefälle herrscht. Gerade diese »neutrale« Zone von kreisförmigem Querschnitt, gegeben durch Länge und Winkel der Falte bzw. des Knikkes. ist für scherempfindliche Produkte bedeutsam: der dadurch bewirkte gleitende Übergang gewährleistet die Einhaltung vorgegebener Schergeschwindigkeits-Grcn/werte.
Die crfindungsgemäße Rührvorrichtung gestattet es daher, die unterschiedlichsten Rührgüter zu behandeln. So verschiebt man z. B. bei niedrigen Viskositäten (Wasser) die Falte bzw. Knicklinie nach außen, bei hochviskosen Stoffen hingegen nach innen. Der zwischen Unterkantc des Flügels und Knicklinie bzw. Falte gebildete Winkel kann entsprechend der verlangten Rührintensität von 90" bis 0" variiert werden. Den Knickwinkel zwischen den Flügelflächen des Doppelbettes wird man entsprechend der Schcrempfindlichkeit des Rührgutes wühlen. Der Einsatz erfolgt vornehmlich in Tanks, die nicht von Hand, sondern automatisch gereinigt werden, moist durch eine oder mehrere Sprüheinrichtungen im oberen Tankboden. Die Doppclblatt-Flügel des erfindungsgeniälJen Rührers verteilen dabei die Reinigungsflüssigkcii i>uf die beaufschlagten Flächen und bewirken dadurch n<>i-h zusätzlich eine Reinigung des in der Drehrichtung folgenden, nicht beaufschlagten (also entgegengesetzt liegenden) Flügelteils. Bei Anwendung üblicher Reinigungseinrichtungen ergibt sich so auf einfachste Weise der große Vorteil der Selbstreinigung aller Flächen.
Indem laut Anspruch 2 die nahe der Rührwelle angeordneten Flügelflächen in Rotationsrichtung größeren Querschnitt als die radial außen befindlichen Flügelflächen besitzen, erzielt man eine stärkere Schub- bzw.
ίο Saugwirkung auch an den radial inneren, mit geringerer Bahngeschwindigkeit rotierenden Flügelteilen. Ferner können gemäß Anspruch 3 zumindest radial äußere Flügelflächen mit Ausnehmungen z. B. in Form von Löchern, Schlitzen o. dgl. versehen sein, was für den Durchtritt von Rührgut insbesondere bei zähen Stoffen vorteilhaft ist, weil man so eine noch bessere Durchmischung erzielt.
Günstig für Montage und Demontage ist es, wenn laut Anspruch 4 die Rührwerkzeuge nach der Erfindung zweiflügelig ausgebildet sind, insbesondere mit je zwei sich gegenüberstehenden Flügeln. Für gewisse Anwendungen kommen jedoch auch drei-, vier- und mehrflügelige Rührwerkzeuge in Betracht sow>. z. B. Paare von jeweils ungleich langen Flügeln. Der-_-n ungleiche Radialausdehnung sorgt für verstärkte Turbulenz namentlich in höherviskosen Medien. Gemäß Anspruch 5 können die Rührwerkzeuge chemisch resistente Oberflächen «iaben; ihre Verwendung ist daher auch beim Vermischen aggressiver Stoffe möglich.
Eine wichtige Weiterbildung der Erfindung besteht laut Anspruch 6 darin, daß die an einen inneren Knick anschließenden Flügelflächen und/oder an sie über einen äußeren Knick anschließende Randteile einen weiteren Anstellwinkel zur Rotationsachse bilden. Diese in Konstruktion und Fertigung ebenfalls recht einfache Maßnahme erschließt die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderrichtung. Durch die Maßnahmen der Ansprüche 7 bis 9 wird die Verwirbelung noch weiter gesteigert und vor allem eine erhöhte Mischwirkur.g auch in den Randzonen gewährleistet. Die hierfür vorgesehenen Ansätze ermöglichen eine kostensparende fertigung. Sind die Ansätze eben ausgebildet und fluchten sie mit ier radial weiter innen befindlichen Flügelfläche, so hat man ein außerordentlich einfach gestaltetes und mit geringstem Aufwand herstellbares Rührwerkzeug, dessen Flügel beispielsweise Trapezform haben können und das sich für die verschiedensten Anwendungen eignet. Abgekantete Ansätze wirken als Schaber, die an der Behälterinnenwand entlangfahren und die dortige Grenzschicht des Mischgutes fortgesetzt abheben. In jedem Falle kann ein dritter Anstellwinkel, der beliebig wählbar ist, eine dritte Richtungskomponente in die Strömung bringen, was zu noch schnellerer und innigerer Vermischung des Rührguts beiträgt.
Viskosität und Fließverhalten des Rührgutes können es bedingen, mehrere Rührwerkzeuge vorzusehen, deren Anordnung in Anspruch 10 im einzelnen angegeben ist. Hierbei sind die unterschiedlichsten Paar-Kombinationen möglich. Je nach Anzahl der Rührwerkzeuge ist
bo eine gestufte Doppel-Turbulenz in jeder Rotationsebene gegeben. Solei.e Anordnungen sind namentlich für Großrührwerke in der chemischen und Grundstoff-Industrie zum schnellen Homogenisieren von Pfözeßkomponenten gut geeignet.
b"; Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand der Zeichnung erläutert. Darin zeigt
Fig. 1 eine SchciriG-Ansiiht einer an einem Behälter angebrachten Rührvorrichtung,
F i g. 2a eine Seitenansicht eines Rührwerkzeug* nach der Erfindung,
Fig. 2b eine abgewandelte Ausführiingsform eines Rührwerkzeugs,
Fig. 3 eine Seitenansicht einer Rührwelle mit axial abwechselnd angestellten Rührwerkzeugen,
Fig.4a und 4b eine Seitenansicht bzw. Draufsicht eines vierflügeligen Rührwerkzeugs,
Fig. 5a und 5b eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht eines dreiflügeligen Rührwerkzeugs,
Fig. 6a und 6b eine Seitenansicht bzw. eine Draufsicht eines zweiflügeligen Rührwerkzeugs,
Fig.6c eine Schnittansicht entsprechend der Linie A-A in Fig. 6a,
Fig.6d eine Schnittansicht entsprechend der Linie S-öinFig.6b,
Fig. 7 eine Teil-Seitenansicht einer anderen Ausführungsform eines Rührwerkzeugs.
Fig.« eine Teil-Seitenansicht einer weiteren Ausführungsform eines Rührwerkzeugs,
Fig.9 eine Teil-Seitenansicht eines Rührwerkzeugs ähnlich F i g. 6a, jedoch mit einer Oberflächenbeschichtung. und
Fig. 10a und 10b eine Teil-Seitenansicht bzw. Teil-Draufsicht auf noch eine andere Ausführungsform eines Rührwerkzeugs.
Den prinzipiellen Aufbau einer Rührvorrichtung nach der Erfindung veranschaulicht Fig. I. An einem Behälter 1 ist ein Rührwerk 2 angeflanscht, dessen Antrieb 3 eine Rühr- und Mischwelle 4 in Umdrehung versetzt. Auf der Welle 4 kann wenigstens ein Rührwerkzeug angeordnet sein; im Ausführungsbeispiel der F i g. 1 sind in axialem Abstand zwei zweiflügelige Rührelementc um 90° zueinander winkelversetzt angeordnet. Jedes Rührwerkzeug 5 ist mit einer Nabe 6 an der Welle 4 befestigt und besitzt Flügel 7, die in verschiedenster Weise gestaltet sein können. Wie sich aus den weiteren Abbildungen ergibt, ist für Riihrwerkzeuge 5 nach der Erfindung kennzeichnend, daß sie verschiedene Flügelflächen 8, 9, 10, 13 aufweisen, die zumindest in einem wesentlichen Radiailbereich £ doppeltgängig angestellt sind d. h. zur Rotatiionsachse zwei verschiedene Anstellwinkel λ (F i g. 6c) und /(F ig. 1) aufweisen.
Im Ausführungsbeispiel der F i g. 2a sind an der Nabe 6 zwei sich gegenüberstehende Flügel 7 befestigt, an deren radial innere Flügelfläche 8 eine abgekantete Flügelfläche 9 anschließt, welche sich wiederum in einer zur inneren Flügelfläche 8 parallel abgekanteten äußeren Flügelfläche 10 fortsetzt. Die durch Pfeile angedeuteten Förderrichtungen ;;ind daher an den Flügelflächen 8 und tO entgegengesetzt zu jener der Flügelfläche 9. Infolge der Abkantungen 11 bzw. 12 sind nicht nur in dem durch die innere Flügelfläche 8 vorgegebenen Radialbereich £. sondern auch bis zum äußeren Ende der mittleren Flügelfläche 9, d. h. bis zum Radius R, jeweils zwei im Winkel (* in F i g. 5a und 6d) zueinander stehende Flügelflächen mit unterschiedlichem Anstellwinkel λ bzw. κ - «zur Rotationsachse wirksam. Zur Rotationsebene betragen die Anstellwinkel dementsprechend 90° — λ bzv/. φ = 90° — κ + λ. Die überstehenden Teile der äußeren Flügelfläche 10 wirken als Rand-Ansätze 13 des Rührwerkzeugs 5. und zwar im Beispiel von F i g. 2a mit der gleichen Förderrichtung wie die inneren Flügelflächen 8.
Eine vereinfachte Ausführungsform ist in Fig. 2b dargestellt. Hier hat das Rührwerkzeug 5 an der Nabe einen Flügel 7 mit zwei ebenen, an einem Knick abgekanteten Flügelflächen 8 bzw. 9. Als Unwucht-Ausgleichsteil ist gegenüber dem Flügel 7 eine Gegengewichtsfläche 15 angebracht, deren Anstellwinkel mit jenem der inneren Flügelfläche 8 übereinstimmen kann, aber nicht muß. Die Förderrichtungen der Flächen 8 und 15 verlaufen, wie durch Pfeile angedeutet, entgegengesetzt zur Fördcrrichuing der äußeren Flügelflache 9.
Man erkennt aus F i g. 3, daß axial übereinander angeordnete Flügel 7a. 7b, 7c jeweils mit abwechselndem bzw. entgegengesetztem Anstellwinkel an der Welle 4 bcf^'igt sein können. Die Förderrichtungen der inneren Flügelflächen 8a, 86. 8c einerseits und der äußeren Flügelflächen 9.. Qfr, 9candererseits wechseln daher von Rotationsebene zu RotPtionscbene ab. Zusätzlich könncn, ähnlich wie in Tig. 1. die einzelnen Rührwerkzeuge 5a, 5b. 5c zueinander auch noch in Umfangsrichtung winkclvcrsctzt sein, und zwar je nach der Anzahl der Flügel 7a. 7b. 7c jedes der Rührwerkzeuge 5a. 5*, 5c um verschieden große Winkel, die beispielsweise 60°. 90° oder 120° betragen können.
In den F i g. 4a und 4b ist ein vierflügeliges. an jedem Flügel 7 zweifach abgeknicktes Rührwerkzeug 5 dargestellt. Bei dieser Ausführungsform liegt der wesentliche Radialbercich E, in dem jeder Flügel 7 kontinuierlich zwei Anstellwinkel aufweist, zwischen dem Beginn des Knicks Il und dem Ende des Knicks 12, also radial weiter außen. Die innere Flügelfläche 8 bildet einen ebenen Flügeltcil. der nach Art eines herkömmlichen Steilpropcllcrs mit vorgegebenem Anstellwinkel an der Najo be 6 befestigt ist. Auch in diesem Falle bilden die über den Radialbcreich E überstehenden Teile der äußeren Flügelflächen 10 Ansätze 13, deren Förderrichiung zu jener der Flügelflächen 8 und 9 entgegengerichtet verläuft.
Ein dreiflügeliges Rührwerkzeug 5 ist in Fig. 5a und 5b gezeigt. Bei dieser Ausführungsform hat jeder Flüge! 7 eine an der Nabe 6 genähert tangential ansetzende Knickkante ii.dic über den gesamten Radia'bcrcich E des Flügels 7 reicht und die zueinander im Knickwinkel stehenden Flügelflächen 8,9 verbindet. Eine solche Flügclgcstaltung ist besonders wirtschaftlich herstellbar und z. B. auch für Rührwerkzeuge mit zwei, vier oder mehr Flügeln geeignet.
Die F i g. 6a bis 6d veranschaulichen eine zweiflügeligc Konstruktion. Hierbei setzt sich die über einen Knick 11 an die innere Flügelfläche 8 des Flügels 7 anschließende äußere Flügelfläche 9 in ihrer Ebene über den Radialbercich Ehinaus trapezförmig fort. Diese auch in F i g. 1 dargestellte Ausführungsform hat den Vorteil einer einfachen, material- und kostensparenden Fertigung und eines hohen Wirkungsgrades. Die äußeren F'ügelflächen 9 mit ihren Ansätzen 13 fördern in Axialrichtung entgegengesetzt zu den inneren Flügelflächen 8. Letztere sind vorzugsweise mit einem Anstellwinkel ac von etwa 45° an der Nabe 6 befestigt (Fig. 6c), und der Knickwinkel κ zwischen den Flügelflächen 8 und 9 beträgt vorzugsweise 90° (F i g. 6d).
Um nahe der Nabe 6 an den mit geringerer Bahngeschwindigkeit umlaufenden Teilen des Rührflügels 7 einc vergrößerte Förderwirkung zu erzielen, ist gemäß F i g. 7 die innere Flügelfläche 8 mit Auswölbungen versehen. Sie hai daher einen größeren Querschnitt als die mittlere bzw. größere Flügelfläche 9. welche in diesem Ausführungsbeispiel ebenso wie gemäß F i g. 8 und 9 wiederum trapezförmig ausgebildet ist.
Bei der Ausf ührungsform von F i g. 8 sind die Flüge! des Rührwerkzeugs 5 allgemein ähnlich gestaltet wie in F i g. 6a bzw. 6b, jedoch zusätzlich mit Ausnehmungen
14 versehen. Diese können die Form von Bohrungen, l.anglöehern. Schlitzen usw. haben, um den Durchtritt des Rühr- bzw. Mischguts zu gestatten, was insbesondeic zweckmäßig ist. wenn letzteres eine hohe Zähigkeit bcsit/l. Anstelle dor in F i g. 8 gezeichneten gleichgro- r, ßen Ausnehmungen 14 ist es ferner möglich,solche Ausnehmungen in unterschiedlicher Größen- und Formverteilung auf den Flügeln 7 anzubringen, auch auf nur einer seiner Flügelflächen 8 oder 9.
Das in ''ig. 4 dargestellte Rührwerkzeug 5 unter· to scheidet sich von den vorhergehenden Ausführungsforinen dadurch, dall auf jedem der aus den Flügelflächen 8 und 9 besiehenden Hügel 7 eine chemisch resislcnte Obcrflächenbcschichtung 16 angebracht ist, welche die I onn eines Überzuges aus Kmail, Polytetrafluorethylen, r, Gummi. Kunstgummi usw. haben kann. Alternativ ist es auch möglich, das ganze Rührwerkzeug 5 aus rostfreiem Siahl zu fertigen.
Noch eine andere Gestaltung ist aus Fi g. 10a und 10b ersichtlich. Außer einer inneren Flügelfläche 8 und einer 2» daran anschließenden, trapezförmigen Flügcllläche 9 trägt das Rührwerkzeug 5 noch Flügel 7 mit Ansätzen 11. die achsparallel angeordnet sind, vorzugsweise bis zur Wand eines Behälters 1 (Fig. 1) reichen und mit der langeniialrichiung des Rührflügcls den Winkel ;' ein· 2r> schließen. Ks bestehen innerhalb des Radialbereichs /:' zwei verschiedene Anstellwinkel, da die Flügelflächen 8 und 9 über den Knick 11 aneinander anschließen; außerdem ist am Außenleil jedes Flügels durch den schräg im Winkel γ angestellten Schaber-Ansatz 13 ein weiterer jo Winkcl-Verwirbelungsbereich vorhanden. Dabei ist anzunierk-M. daß ein solcher Schaber 13 mit seiner radial inneren Begrenzung auch anders geformt sein und beispielsweise bis an das Ende des Radialbercichs F. führen kann, wie das in Fig. 10a gestrichelt angedeutet ist. r> Zahlreiche andere Gestaltungen sind ebenfalls möglich, wobei die Wahl von der jeweiligen Mischaufgabe, dem verfügbaren Behälter, der Antriebsleistung und weiteren Parametern abhängt.
40
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Rührvorrichtung zum Vermischen von in einem Behälter befindlichen Stoffen, von denen wenigstens einer fließfähig ist, mit einem motorischen Antrieb für eine in den Behälter ragende Rührwelle, mit wenigstens einem von der Rührwelle getragenen und im Abstand zum Behälterboden angeordneten Rührwerkzeug, das aus wenigstens zwei Rügein besteht, wobei jeder Flügel wenigstens zwei blattförmige Flügelflächen aufweist, die eben sind und durch einen Knick aneinander anschließen, der sich über einen Radialbereich (E) erstreckt, und wobei die sich an die innere erste Flügelfläche anschließende zweite Flügelfläche einen Winkel (φ) mit der senkrecht zur Rotationsachse stehenden Ebene bildet, dadurch gekennzeichnet, daß auch die erste Flügelfläche (8) einen Winkel (90° -λ) mit der senkrecht zur Rotationsachse stehenden Ebene bildet und daß der Winkel (κ), den die beiden Flügelflächen (8,9) EniteinSfider einschließen, im Bereich von etwa 30° bis 150°, insbesondere bei 90°, liegt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die nahe der Rührwelle (4) angcordneten Flügelflächen (8,9; 18) in Rotationsrichtung größeren Querschnitt als die radial außen befindlichen Flügelflächen (10) besitzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2. dadurch gekennzeichnet, daß zumindest radial äußere Flügel- jo flächen (10) mit Ausnehmungen (14) /. B. in Form von Löchera Schlitzen ο. dgl. versehen sind.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß -i«as bzw. jedes Rührwerkzeug (5) zweiflügelig ausgebildet ist, insbeson- ji dere mit je zwei sich gegenübt, stehenden Flügeln
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