DE2642004C2 - Dünnschichtverdampfer - Google Patents
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Description
40
Die Erfindung bezieht sich auf einen Dünnschichtverdampfer gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
Bei einem aus der US-PS 25 46 381 bekannten «
Dünnschichtverdampfer dieser Art befindet sich die Abkratzeinrichtung, bezogen auf die Drehrichtung,
hinter der Blatteinrichtung. Bei dieser Anordnung wird mit einem Abkratzdruck, der Kesselsteinanlagerungen
wirkungsvoll verhindert, auch die gerade erst aufge- so brachte Flüssigkeitsschicht wieder abgekratzt, wobei,
bedingt durch den geringen Winkelabstand zwischen Blatteinrichtung und Abkratzeinrichtung, für den
Verdampfungsvorgang nur relativ wenig Zeit zur Verfügung steht. Wählt man andererseits den Abkratzdruck
so, daß die Flüssigkeitsschicht nicht zerstört wird, so werden auch Kesselsteinanlagerungen nicht mehr
abgekratzt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Dünnschichtverdampfer gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1 derart weiterzubilden, daß Kesselsteinanlagerungen ohne Störung des Verdampfungsvorgangs
wirkungsvoll verhindert werden können.
Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 angegebenen Merkmale
gelöst. Erfindungsgemäß stört die Abkratzeinrichtung während des normalen Betriebs die Bildung der
Flüssigkeitsschicht und deren Verdampfung nicht.
Lediglich während der Reinigungsphase, in der die Drehrichtung der Welle umgekehrt wird, hat die
Abkratzeinrichtung eine Abkratzwirkung, durch die Kesselsteinanlagerungen wirkungsvoll abgekratzt werden.
Bei dem erfindungsgemäßen Dünnschichtverdampfer sind damit sowohl die Verdampfung der Flüssigkeitsschicht als auch die Reinigung der zylindrischen
Heizwand optimal möglich und dies mit einem minimalen konstruktiven Aufwand, da die erwünschte
Wirkung durch bloße I Jmkehr des Drehsinns ,Jer Welle
erreichbar ist.
Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
F i g. 1 zeigt einen schematischen Längsschnitt durch einen Dünnschichtverdampfer, der mit einer erfindungsgemäßen
Reinigungsvorrichtung für die Heizröhre versehen ist;
Fig.2 zeigt teilweise im Schnitt eine vergrößerte Teilansicht, in der eine Bürste dargestellt ist, die mit der
Innenwand einer Heizröhre während der Drehung in einer Richtung in Berührung steht; und
F i g. 3 zeigt eine der F i g. 2 ähnliche Ansicht, in der
die Berührung zwischen der Bürste und der Innenwand der Heizröhre während der Drehung in der anderen
Richtung dargestellt ist.
Gemäß der Darstellung in F i g. 1 besteht ein Dünnschichtverdampfer aus einer Heizröhre 1, deren
Außenumfang von Hüllröhren 2 umgeben ist Jede der Hüllröhren 2 weist ein Eintrittsrohr 3 auf, durch das eine
Flüssigkeit mit hoher Temperatur in das Hüllrohr 2 geleitet wird, sowie ein Auslaßrohr 4, durch das die
Flüssigkeit aus dem Hüllrohr abgelassen wird.
Die Heizröhre 1 besitzt eine zylindrische Innenwand 5, die durch die heiße Flüssigkeit innerhalb der
Hüllröhren 2 beheizt wird. Eine drehbare Welle 6 befindet sich koaxial mit der Innenwand 5 innerhalb der
Heizröhre 1. Die Welle 6 ist für die Drehung in entgegengesetzten Richtungen mit einem (nicht dargestellten)
umsteuerbaren Motor verbunden.
Auf der drehbaren Welle 6 ist eine (nicht dargestellte) Blatteinrichtung befestigt, um zu verdunstende Flüssigkeit
zur Bildung einer dünnen Schicht bzw. eines Films auf die Innenwand 5 aufzubringen. Die Blatteinrichtung
kann Blattelemente, die sich von der drehbaren Welle 6 in Richtung zur Innenwand 5 erstrecken, um die zu
verdunstende Flüssigkeit auf die Innenwand 5 direkt aufzubringen, oder Düsenelemente aufweisen, um die zu
verdunstende Flüssigkeit während der Drehung der Welle 6 unter Zentrifugalwirkung an die Innenwand 5
strömen zu lassen.
Da der vorstehend genannte Aufbau eines Dünnschichtverdampfers bekannt ist, ist eine ausführende
Erläuterung dieses Aufbaus nicht erforderlich.
Erfindungsgemäß ist an der drehbaren Welle 6 eine Mehrzahl radialer Arme 8 angeordnet, die von den
(nicht dargestellten) Blattelementen einen Winkelabstand aufweisen und längs der Welle 6 voneinander
beabstandet sind.
Zwischen benachbarten Armen 8 sind in der Nähe der Innenwand 5 der Heizröhre 1 Halterungen 10 drehbar
angeordnet. Diese Halterungen 10 können um eine Achse gedreht werden, die zur Innenwand 5 parallel ist.
Jeder der Halterungen 10 besitzt ein quadratisches Teil 12, das an einem Lager 11 angebracht ist, das sich
von der Spitze des Arms 8 parallel zur Innenwand 5 der
Heizröhre I erstreckt, und ein Paar von vorspringenden
Abschnitten 13 und 14, die gemäß der Darstellung in den Fig.2 und 3 aus dem quadratischen Teil 12 diagonal
nach außen ragen. Der äußere vorspringende Abschnitt 13 hält ein elastisches Abstreifelement 16 wie
beispielsweise eine Bürste, die sich in Längsrichtung mit der Halterung 10 über deren Gesamtlänge erstreckt und
die Innenwand 5 der Heizröhre 1 berührt. Der innere vorspringende Abschnitt 14 befindet sich zwischen
einem Paar von Anschlägen 19 und 20 auf dem Arm 8, die die Winkeiöewegung des inneren Abschnitts 14
begrenzen. Einer der beiden Anschläge, der Anschlag 19, befindet sich an einer Stelle nahe der Längsachse SA
des Arms 8, wohingegen der andere Anschlag 20 von der Längsachse SA um eine Strecke entfernt ist, die
größer als der Abstand zwischen dem Anschlag 19 und der Längsachse SA ist
Wenn die Welle 6 und somit die Arme 8 durch den (nicht dargestellten) Motor in einer Richtung gedreht
werden, wie sie durch einen Pfeil in F i g. 2 dargestellt ist, wird die Halterung 10 durch die Reibung zwischen der
elastischen Bürste 16 und der Innenwand 5 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, wobei der vorspringepde
Abschnitt 14 in Eingriff mit dem Anschlag 20 kommt. Bei dieser Stellung der Halterung 10 wird die Dürste 16
in einem Zustand gehalten, in dem sie mit der Längsachse SA des Arms 8 nicht fluchtet, weshalb sie
mit der Innenwand 5 unter leichtem Druck in Eingriff steht, so daß im wesentlichen kein Abkratzen auftritt.
Wenn die Arme 8 in der in Fig.3 durch einen Pfeil
dargestellten anderen Richtung gedreht werden, wird die Halterung 10 im Uhrzeigersinn gedreht, wobei der
vorspringende Abschnitt 14 in Eingriff mit dem anderen Anschlag 19 kommt. Eine weitere Drehung der
Halterung 10 wird durch den Anschlag 19 verhindert, so daß die Bürste 16 in eine Stellung gebracht wird, in der
sie mit der Achse SA des Arms 8 fluchtet und mit de·-
Innenwand 5 unter großem Druck in Eingriff steht, um möglichen Kesselstein von der Innenwand 5 der
Heizröhre 1 abzukratzen. Dies erfolgt deshalb, weil der
vorspringende Abschnitt 13 der Halterung 10 in der in Fig.3 dargestellten Stellung im Vergleich mit der in
ίο Fig.2 dargestellten anderen Stellung näher an die
Innenwand 5 gebracht wird.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, daß das elastische Abkratzelement, d. h. die Bürste 16,
während der Drehung in der in F i g. 2 dargestellten Richtung unter nur leichtem Druck an der Innenwand 5
der Heizröhre 1 anliegt, während die Bürste 16 durch
einfaches Umkehren der Drehrichtung der Welle 6 unter größeren Andruck an der Innenwand 5 gebracht
wird, um von dieser den Kesselsteinansatz abzukratzen.
Die Erfindung schafft somit einen Dünnschichtverdampfer, ötr eine im wesentlichen zylindrische Heizwand,
sowie eine koaxial bezüglich -dieser Heizwand angeordnete drehende Weiie, einen irit der Weiie
verbundenen umsteuerbaren Motor für den Antrieb der Welle in entgegengesetzten Richtungen, eine Blatteinrichtung
an der drehenden Welle, mit der während der Drehung der Welle in einer Richtung die Flüssigkeit, die
verdunstet werden soll, auf die Heizwand zur Bildung eines dünnen Films aufgebracht wird, und eine
Abkratzeinrichtung an der Welle aufweist, mit der während der Drehung der Welle in der anderen
Richtung mögliche Kesselsteinanlagerungen von der Heizwand abgekratzt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Dünnschichtverdampfer mit einer im wesentlichen zylindrischen Heizwand und einer zu dieser
koaxialen von einem Motor drehbaren Welle, an der eine Blatteinrichtung zum Aufbringen der zu
verdampfenden Flüssigkeit auf die Heizwand und eine Abkratzeinrichtung zum Abkratzen möglicher
Kesselsteinanlagerungen von der Heizwand befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Welle (6) von einem umsteuerbaren Motor antreibbar ist, und daß die Abkratzeinrichtung (16)
durch Drehrichtungsumkehr der Welle aus einer Stellung, in der sie keine Abkratzwirkung hat,
selbsttätig in eine Stellung bewegbar ist, in der sie
eine Abkratzwirkung ausübt.
2. Dünnschichtverdampfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abkratzeinrichtung
eine um eine zur Achse der drehenden Welle (6) parallele Drehachse schwenkbare Haltereinrkrhtung
(10) für eirte elastische Abstreifeinrichtung (16) und eine Sperreinrichtung (19, 2G) aufweist, die die
Abkratzeinrichtung bei Drehung der Welle in der einen Richtung in der Stellung ohne Abkratzwirkung,
in der die Abstreifeinrichtung mit der Heizwand (5) nur unter leichtem Druck in Berührung
steht, und bei Drehung in d^r anderen Richtung in
der Stellung festhält, in der die Abkratzeinrichtung zum Abkratzen von Kesselsteinanlagerungen unter
größerem Druck mit der Heizwand in Eingriff steht
3. Dünnschichtverdampfer nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperreinrichtung
zwei voneinander beanstandete Anschläge (19, 20) aufweist, wobei die Haltereinrichtung (10) während
der Drehung der Welie an jeweils einem der Anschläge anliegt, so daß sie in der jeweiligen
Stellung festgehalten wird.
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