DE255488C - - Google Patents
Info
- Publication number
- DE255488C DE255488C DENDAT255488D DE255488DA DE255488C DE 255488 C DE255488 C DE 255488C DE NDAT255488 D DENDAT255488 D DE NDAT255488D DE 255488D A DE255488D A DE 255488DA DE 255488 C DE255488 C DE 255488C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- column
- boiling
- mixtures
- component
- separation
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Active
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 claims description 17
- IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N Atomic nitrogen Chemical compound N#N IJGRMHOSHXDMSA-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 14
- 238000000926 separation method Methods 0.000 claims description 14
- 239000007788 liquid Substances 0.000 claims description 12
- 238000009835 boiling Methods 0.000 claims description 10
- 239000000203 mixture Substances 0.000 claims description 9
- 239000007789 gas Substances 0.000 claims description 7
- 229910052757 nitrogen Inorganic materials 0.000 claims description 7
- 239000002826 coolant Substances 0.000 claims description 4
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 4
- QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N atomic oxygen Chemical compound [O] QVGXLLKOCUKJST-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- 239000001301 oxygen Substances 0.000 description 3
- 229910052760 oxygen Inorganic materials 0.000 description 3
- MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N Dioxygen Chemical compound O=O MYMOFIZGZYHOMD-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000009825 accumulation Methods 0.000 description 2
- 239000013067 intermediate product Substances 0.000 description 2
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 description 2
- 239000000047 product Substances 0.000 description 2
- 241000270295 Serpentes Species 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 239000000470 constituent Substances 0.000 description 1
- 238000000605 extraction Methods 0.000 description 1
- 239000000543 intermediate Substances 0.000 description 1
- 238000005184 irreversible process Methods 0.000 description 1
- 230000002441 reversible effect Effects 0.000 description 1
- 238000005406 washing Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F25—REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
- F25J—LIQUEFACTION, SOLIDIFICATION OR SEPARATION OF GASES OR GASEOUS OR LIQUEFIED GASEOUS MIXTURES BY PRESSURE AND COLD TREATMENT OR BY BRINGING THEM INTO THE SUPERCRITICAL STATE
- F25J3/00—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification
- F25J3/02—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream
- F25J3/04—Processes or apparatus for separating the constituents of gaseous or liquefied gaseous mixtures involving the use of liquefaction or solidification by rectification, i.e. by continuous interchange of heat and material between a vapour stream and a liquid stream for air
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Physics & Mathematics (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Thermal Sciences (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Separation By Low-Temperature Treatments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE ITg-; GRUPPE
Dr.JULIUS EDGAR LILIENFELD in LEIPZIG.
Verfahren und Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 18. Oktober 1910 ab.
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf i ein! neues Verfahren zum Trennen von Gas-;
gemischen, insbesondere zur Gewinnung ·, von ; Sauerstoff und Stickstoff aus.: der atmo-■
sphärischen Luft. Es ist jedoch hierbei zu; berücksichtigen, daß; das neue Verfahren, soweit
es die hier geschützte Erfindung anbe-: langt, nicht auf diesen ,Sp.ezialfall. beschränkt ]
sein soll. .'■ '. ;
ίο Weiter bezieht sich die,Erfindung auf einen'
zur Durchführung des neuen Verfahrens die- i
nenden Apparat. ; : " ■ .- :
Das neue Verfahren besteht im wesent-:
liehen darin, daß die tiefer siedende ab-;
ziehende Komponente . zuerst im Wärmeaus-1 tausch mit sich selbst und dann mit den!
nächst wärmeren Gemengen vom oberen nach,
dem unteren Teil der Kolonne geleitet wird, j
■ Auf diese Weise geht der Trennungsprozeß in I
der Kolonne unter stetigem, durch Wandun-! gen von genügend großer Oberfläche erfolgen-'
dem Wärmeaustausch, zwischen den abziehen-; den Trennungsprodukten und dem den Tren- j
nungsprozeß durchmachenden Gemisch vor ί sich. Die Gase bzw. Flüssigkeiten treten in
jeder Höhenschicht der Kolonne mit tunlichst'
geringem ; Temperaturunterschied' miteinander;
in Wärmeaustausch. . . , \ ;
Der unvermeidliche Kälteverlust wird bei' dem neuen Verfahren durch ein Kühlmittel
gedeckt, welches wärmer ist als die kälteste,
Stelle des Apparates bzw. als die gasförmige und'tiefer siedende Komponente in kältestem;
Zustand. Im Gegensatz zu den bisher be-; kannten Verfahren zur Scheidung von Luft
in ihre Komponente,: welche, die Luft oder j wenigstens einen wesentlichen Teil derselben
als. Ganzes zunächst flüssig macht und dann aus dieser flüssigen Luft den Sauerstoff durch
Rektifikation, gewinnen, wird nach vorliegender .Erfindung der Stickstoff oder im allge-,
meinen die tiefer siedende Komponente überhaupt nicht in flüssigem Zustand angesam-■
melt;, ebenso findet keine Ansammlung von
:flüssigen Zwischenprodukten statt; man spart
,daher; diejenige Arbeit, welche zur Erreichung . dieses . Zweckes . aufgewendet werden müßte,
um für die durch die Apparatur bedingten unumkehrbaren Vorgänge aufzukommen. Diese
Arbeit-ist aber bekanntlich um so größer, je tiefer die Temperatur liegt, also für die Temperaturen
der flüssigen Luft sehr beträchtlich. Denn_ die Gestehungskosten der Kälte, d. h.
die mit der Entziehung einer Kalorie verknüpfte mechanische Arbeit wächst bekanntlieh
mit fallender absoluter Temperatur, und zwar sehr rasch bei den in Frage kommenden
tiefsten Temperaturen, da sie in der Umgebung des absoluten Nullpunktes unendlich
groß wird.
Das neue Verfahren besteht somit in seiner Anwendung . auf die Sauerstoffgewinnung gesprochen
darin, daß man den aus dem Trennungsapparat kalt entweichenden Stickstoff nicht kondensiert, sondern ihn lediglich zum
Kühlen der stickstoff reichen, dem Trennungs-,· prozeß gleichzeitig noch unterliegenden Gase
benutzt, oder allgemein gesprochen, besteht .das neue Verfahren darin, daß die entweichenden
Endprodukte, solange ihre Temperatur noch tiefer liegt als diejenige der unter dem
Druck des Trennungsapparates stehenden
höher siedenden Komponente, dazu benutzt werden, um mittels Wärmeaustausch durch
Wandungen hindurch dem Trennungsprozeß dienstbar gemacht zu werden. Bei der Trennung
der Bestandteile der Luft werden also die Abgase, nachdem sie zur Kühlung der stickstoffreichsten
Gemische benutzt worden sind, weiter verwendet, um die nächst sauerstoffreicheren
Produkte zu kühlen und so fort.
ίο Hierdurch wird offenbar eine ungleich größere
Annäherung an den umkehrbaren Idealvorgang erreicht als in der üblichen Rektifikationskolonne.
Um die unvermeidlichen Kälteverluste zu ersetzen, kann komprimierte und zur Expansion
gebrachte Luft direkt oder indirekt als Kühlmittel benutzt werden. Da dieses Kühlmittel aber naturgemäß wärmer sein
kann als die kälteste Stelle des Apparates, so darf es nicht in der letzteren zum Wärmeaustausch
gebracht werden. Die Kühlung der kältesten Zone wird demnach lediglich durch die gasförmig entweichende tiefer siedende
Komponente erreicht werden können.
Auf beifolgender Zeichnung ist schematisch ein zur Durchführung des neuen Verfahrens
geeigneter Apparat im Schnitt dargestellt.
In der Hülle 1, welche den ganzen Verflüssiger im wesentlichen enthält, herrschte im
stationären Zustand ein geeigneter Druck f. Im unteren Teil der Hülle sei ein gewisses
Quantum flüssigen Sauerstoffes angesammelt, welche Flüssigkeit durch den Überlauf 2 in
den Sauerstoffverdampfer 3 übertritt. Luft unter geeignetem Druck wird in der üblichen
Weise vorgekühlt und durch die Windungen der Spirale 4 am Ventile 5 in die Hülle 1
hineingelassen. Durch die Röhren 6 und 7 wird dieser nunmehr in 1 bei dem Drucke f
befindlichen Luft Wärme bis zur Verflüssigung entzogen, so, daß also der Verflüssigungsvorgang
in dem Räume der Hülle 1 stattfindet.
Die Verflüssigung geht derart vonstatten, daß an den kühlenden Spiralen 6 und 7 sich
ein Temperaturgefälle ausbildet, welches sämtliche Temperaturen des Bereiches des fraktionierend
verflüssigenden Vorgangs aufweist, so daß im stationären Zustand an jeder Stelle
der Spirale dasjenige Zwischenprodukt mit derselben in Berührung ist, dessen Zusammensetzung
der Temperatur der betreffenden Stelle entspricht. Es wird demnach unten reiner Sauerstoff flüssig angesammelt, während
der Stickstoff durch das Ventil 8 in die Spirale 9 und von da durch die Spirale 6 ins
Freie gelangt. Das Resultat der Operation ist also eine Verflüssigung von technisch
reinem Sauerstoff, ohne daß das Ansammeln großer Quantitäten flüssiger Luft, zu rektifizierender
Zwischenprodukte und lediglich dem Waschen dienender Flüssigkeiten (flüssigem Stickstoff) notwendig gewesen wäre, was
die bereits eingangs erwähnten Vorteile mit sich bringt.
Zur Deckung der Kälteverluste dient die außerhalb des kältesten oberen Bereiches liegende
Spirale 7, welche aus ökonomischen Gründen zweckmäßig mit durch Expansion von auf 200 Atm. komprimierter gekühlter
Luft beschickt wird, und zwar so, daß entweder diese Luft, wie in der Figur, nicht mit
zur Trennung gelangt und lediglich den Kühlzwecken dient. Oder auch kann man diese
Luft, nachdem sie die Temperatur der am Ventil 5 eintretenden Luft erlangt hat, neben
dem Ventile 5 ebenfalls in die Hülle 1 eintreten und den Trennungsprozeß ebenfalls
durchmachen lassen.
Die Kühlspiralen 6 und 7 können natürlich in der Weise gewunden sein, wie dies schematisch
in der Spirale 9 der Zeichnung dargestellt ist, wobei eine größere Anzahl von spiralartig verlaufenden Windungen in eine
Ebene gelegt sind, ehe zur darunterliegenden Ebene übergegangen wird. Es werden dann
mit allen Punkten dieser Rohrwandungen in der ganzen Höhe des Apparates, vor allem
aber in dem oberen, durch die Schlange 9 gekühlten Teil, die beiden Phasen (dampfförmige
und flüssige) in gut wärmeleitender Berührung sich befinden, derart, daß ein Gleichgewicht
dieser Phasen untereinander in Bezug auf ihre Zusammensetzung überall gewährleistet
ist.
Claims (3)
1. Verfahren zur Trennung von Gasgemischen unter Benutzung eines Temperaturgefälles,
dessen Grenzen mit den Siedetemperaturen der Komponenten zusammenfallen, dadurch gekennzeichnet, daß die
tiefer siedende abziehende Komponente zuerst im Wärmeaustausch mit sich selbst und dann mit den nächst wärmeren Gemengen
vom oberen nach dem unteren Teile der Kolonne geleitet wird, so daß der Trennungsprozeß unter stetigem, durch
Wandungen von genügend großer Oberfläche erfolgendem Wärmeaustausch zwisehen
den abziehenden Trennungsprodukten und dem den Trennungsprozeß durchmachenden
Gemische stattfindet, und daß die Gase bzw. Flüssigkeiten in jeder Höhenschicht der Kolonne mit tunlichst
geringem Temperaturunterschiede in Wärmeaustausch miteinander treten.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kälteverlust durch
ein Kühlmittel gedeckt wird, welches warmer ist als die kälteste Stelle des Apparates
bzw. als die gasförmige und tiefer
siedende Komponente im kältesten Zustande.
3. Apparat zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 und 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Abteilung der tiefer siedenden Komponente (Stickstoff) an dem einen Ende der Kolonne (bei 8)
durch ein Rohrsystem (9) erfolgt, welches rückläufig nach dem anderen Ende der Kolonne zu verläuft, und somit zunächst
zum Kühlen der an der tiefer siedenden Komponente reichsten, dann aber der an dieser Komponente allmählich immer ärmer
werdenden Gemische dient.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE255488C true DE255488C (de) |
Family
ID=513591
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT255488D Active DE255488C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE255488C (de) |
-
0
- DE DENDAT255488D patent/DE255488C/de active Active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1226616B (de) | Verfahren und Einrichtung zur Gewinnung von gasfoermigem Drucksauerstoff mit gleichzeitiger Erzeugung fluessiger Zerlegungsprodukte durch Tieftemperatur-Luftzerlegung | |
| DE69504398T2 (de) | Verfahren und Vorrichtung für die Trennung einer Gasmischung | |
| EP0340465B1 (de) | Verfahren zur Abtrennung von Kohlenwasserstoffen | |
| DE1551581A1 (de) | Verfahren zum Abscheiden von Stickstoff aus Luft | |
| DE1229561B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Zerlegen von Luft durch Verfluessigung und Rektifikation mit Hilfe eines Inertgaskreislaufes | |
| DE555818C (de) | Verfahren zum Zerlegen tiefsiedender Gasgemische unter Verwendung von Kaeltespeichern | |
| DE69328922T2 (de) | Druckgassauerstoffherstellungsverfahren und Apparat | |
| DE1915218B2 (de) | Verfahren und vorrichtung zum verfluessigen von erdgas | |
| DE102007010032A1 (de) | Verfahren zum Abtrennen von Stickstoff aus verflüssigtem Erdgas | |
| DE2207509A1 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Neon und Helium Erzeugung aus Luft | |
| DE19919587B4 (de) | Luftdestillationsanlage und Kältebox | |
| DE69402643T2 (de) | Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von gasförmigem Sauerstoff und/oder Stickstoff unter Druck | |
| DE255488C (de) | ||
| DE1135935B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Sauerstoff geringer Reinheit durch Tieftemperatur-Luftzerlegung | |
| DE2335096C2 (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von gasförmigem Sauerstoff und gasförmigem Stickstoff | |
| DE1026768B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Zerlegung von Luft | |
| DE821654C (de) | Verfahren zur Gewinnung von Rein-Argon | |
| DE561202C (de) | Verfahren zur Zerlegung von aethylenhaltigen Gasgemischen, insbesondere von Koksofengas, durch Tiefkuehlung | |
| DE2131341C3 (de) | Verfahren zur Zerlegung von Gasgemischen | |
| DE955867C (de) | Verfahren zum Trennen eines verdichteten, wasserstofreichen Gasgemisches | |
| DE745667C (de) | Verfahren zur Zerlegung schwer kondensierbarer Gasgemische | |
| DE513682C (de) | Verfahren zur Trennung von Gasgemischen durch teilweise Verfluessigung | |
| DE857203C (de) | Kaltgaskuehlmaschine | |
| DE173620C (de) | ||
| DE260758C (de) |