DE255357C - - Google Patents

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DE255357C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G1/00Stretchers
    • A61G1/06Supports for stretchers, e.g. to be placed in or on vehicles

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Animal Behavior & Ethology (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Public Health (AREA)
  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Handcart (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 255357 -' KLASSE 3Oe. GRUPPE
AUGUST WOLF in STETTIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. März 1912 ab.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen einer Krankenbahre o. dgl. auf Pferd oder Maultier mittels am Sattel angebrachter Tragstangen und besteht darin, daß die Tragstangen als vier aufrechte, zweckmäßig verlängerbare und mit Anschlußgelenken eingerichtete Stützen ausgebildet sind, deren untere Enden lösbar von Klemmvorrichtungen o. dgl. gehalten sind, die an den Ecken
ίο der Satteltracht angebracht sind. Hierdurch wird erreicht, daß die mit einem Schwerkranken belegte Trage unter Verwendung nur eines Pferdes oberhalb desselben auf dem Sattel schwebend angeordnet werden kann.
Auf der Zeichnung stellen dar:
Fig. ι die Vorderansicht der Vorrichtung mit eingespannter Krankentrage auf einem gesattelten Pferde,
Fig. 2 die Seitenansicht derselben mit dem Sattelgerippe,
Fig. 3 die Draufsicht auf das Sattelgestell mit Krankentrage,
Fig. 4 bis 9 Einzelheiten.
Der an sich allgemein bekannte Bocksattel ist an den vier Satteltrachtenenden α mit je einem Gewindeloch b versehen, zu welchem Zweck die Trachten an der Ober- und Unterfläche mit geeigneten Eisenplatten c und d beschlagen sind (Fig. 8 und 9). In jedes Gewindeloch wird ein Ständer e eingeschraubt. Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, besteht jeder dieser Ständer β aus zwei ineinander geschobenen Röhren, von welchen das äußere Rohr am unteren Ende in einen Schraubenbolzen f endigt und am oberen Ende mit einer Spannschelle g (Fig. 7) versehen ist. Das innere Ständerrohr, welches zum etwaigen Verlängern des Ständers dient, trägt auf seinem oberen Ende ein schellenartiges Lager h (Fig. 4 bis 6). Damit die Ständer e zum Anschließen der Krankentrage eine jede erforderliche Lage annehmen können, ist sowohl das obere Lagerende als auch das untere Schraubenende gelenkartig, und zwar so angeordnet, daß die Drehachsen dieser Gelenke rechtwinklig zueinander liegen, daß man also den Ständer seitwärts und nach vorn bzw. nach hinten schwenken kann.
Damit die Ständer e bei Aufnahme der mit einem Kranken belegten Trage ihre Lage nicht verändern, werden sie mittels Riemen η an dem Sattel festgeschnallt (Fig. 2). Die Riemen werden oberhalb der Schellen g an den Ständern angebracht und mit den freien Enden durch die am Vorder- und Hinterzwiesel des Sattels vorgesehenen Durchbrüche i (Fig. 3) durchgezogen oder geschnallt.
Um der in den Sattelständern sitzenden Krankentrage einen sicheren Halt zu geben und ein Rutschen des belasteten Sattels zu verhindern, wird der Sattel mit zwei Untergurten k auf dem Pferde oder Maultier befestigt, weshalb seitlich des Steigbügelgurtes s und des Obergurtes I geeignete Befestigungslöcher m in den Satteltrachten vorgesehen sind.
Zwecks Anwendung dieser Vorrichtung muß der Sattel vorerst mit den beiden Untergurten k auf dem Pferd oder Maultier festgeschnallt werden. Darauf schraube man die vier Ständer e in die Gewindelöcher ein und achte hierbei darauf, daß das untere Schrau-
bengelenk eine seitliche Bewegung des Ständers zuläßt. Hierauf stelle man das in dem Außenständerrohr in der Höhenlage verschiebbare Lagerteil mit dem Lager h auf die erforderliche Höhe durch Festschrauben der Schelle g ein, wobei die Lagerschraube nach innen zu stehen kommt, während der Lagerdeckel selbst nach außen aufklappt. Nunmehr stelle man die unbelastete Krankentrage probeweise in die Ständeiiager ein und schnalle die Ständer mittels der Riemen η am Vorder- und Hinterzwiesel fest. Jetzt wird die Trage heruntergenommen, belastet und in derselben Weise in die Ständerlager eingelegt, die Lager geschlossen und festgeschraubt, worauf der auf der Trage liegende Kranke transportfähig ist. Damit das Pferd oder das Maultier die Krankentrage mit dem Kopf nicht so leicht anstößt, ist die unterste Querstrebe r am Kopfstück der Trage nach oben ausgebogen. Nach beendetem Transport und Herunterheben des Kranken mitsamt der Trage können die vier Ständer e wieder herausge-' schraubt und mittels zwei Riemen η zusammengezogen und mit den beiden anderen Riemen η an dem am Hinterzwiesel vorgesehenen Querträger 0 befestigt werden, so daß das Pferd zum Reiten wieder benutzt werden kann. Die Krankentrage selbst kann dabei — wie bekannt — ebenfalls im auseinandergenommenen und zusammengelegten Zustande mit zusammengeschobenen Tragstangen auf dem Pferd befestigt oder auch von dem Reiter als Tornister auf dem Rücken getragen werden.
An Stelle der vier einzelnen gelenkigen und zusammenschiebbaren Ständer könnte auch ein festes und entsprechend hohes Gerüst verwendet werden, dessen vier Tragstützen in entsprechender Weise an dem Sattel befestigt werden. Doch erscheint diese Abweichung bezüglich ihrer Verwendbarkeit z. B. in Kriegsfällen o. dgl. weniger zweckdienlich.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Befestigen einer Krankenbahre auf Pferd oder Maultier mittels am Sattel augebrachter Tragstangen, dadurch gekennzeichnet, daß die Tragstangen als vier aufrechte, zweckmäßig verlängerbare und mit Anschlußgelenken eingerichtete Stützen (e) ausgebildet sind, deren untere Enden lösbar von Klemmvorrichtungen o. dgl. gehalten sind, die in den Ecken der Satteltracht angebracht sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zum Transport der außer Gebrauch befindlichen Lagerständer (e) am Hinterzwiesel des Reitsattels ein Querträger (0) vorgesehen ist, der ein ständiges ungehindertes Mitführen dieser Vorrichtung ermöglicht.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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