DE255045C - - Google Patents

Info

Publication number
DE255045C
DE255045C DENDAT255045D DE255045DA DE255045C DE 255045 C DE255045 C DE 255045C DE NDAT255045 D DENDAT255045 D DE NDAT255045D DE 255045D A DE255045D A DE 255045DA DE 255045 C DE255045 C DE 255045C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
impeller
housing
brake
rotation
water
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT255045D
Other languages
English (en)
Publication of DE255045C publication Critical patent/DE255045C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L3/00Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
    • G01L3/16Rotary-absorption dynamometers, e.g. of brake type
    • G01L3/20Rotary-absorption dynamometers, e.g. of brake type fluid actuated

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Aerodynamic Tests, Hydrodynamic Tests, Wind Tunnels, And Water Tanks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Verbesserung von Flüssigkeits-Bremsdynamometern nach dem bekannten System Froude, bei denen ein von der Maschine, deren Leistung gemessen werden soll, angetriebenes Laufrad in einem mit Wasser gefüllten, schwingbar gelagerten Gehäuse umläuft, wobei das durch die Drehung des Laufrades auf das Gehäuse ausgeübte Drehmoment ein Maß
ίο für die Leistung der zu prüfenden Maschine darstellt und mittels eines am Gehäuse angeordneten Wagebalkens ermittelt werden kann.
Die Eigenart der Froudebremsen liegt in der besonderen Ausbildung des Flügelrades und des Gehäuses, die beide mit einander zugekehrten schräggestellten Wassertaschen von je halbelliptischem Querschnitt versehen sind. Innerhalb dieser Taschen wird dem Bremswasser durch die Umdrehungen des Flügelrades theoretisch einwandfrei eine fortgesetzte Umlaufbewegung erteilt, durch die ein großer Teil der von der zu prüfenden Maschine in die Bremse eingeleiteten Energie durch Umsetzung in Geschwindigkeit und Wärme vernichtet wird.
Diese Froudeschen Bremsdynamometer eignen sich jedoch infolge ihrer schrägliegenden Taschen nur zur Verwendung in einer Drehrichtung, arbeiten aber mit sehr schlechtem Wirkungsgrade, wenn sich die Drehrichtung der zu messenden Maschine umkehrt. Um die Leistung einer umsteuerbaren Maschine mit ein und derselben Bremse in beiden Drehrichtungen feststellen zu können, war man deshalb bisher entweder gezwungen, die abzubremsende Maschine je nach ihrer Drehrichtung mit dem einen oder anderen Ende der Laufradwelle des Bremsdynamometers zu kuppeln oder aber zwei normale Froudebremsen so aneinanderzubauen, daß die eine Bremse vorwärts läuft, während die andere rückwärts läuft, und umgekehrt.
Das erstere Verfahren ist natürlich äußerst umständlich und zeitraubend, während die an zweiter Stelle genannte Bremse viel zu umfangreich und teuer wird. Durch die ebenfalls vorgeschlagene Anordnung radial gerichteter Flügel innerhalb des Dynamometers kann man das lästige Umkuppeln zwar umgehen, jedoch unter teilweiser Preisgabe des in der Schrägrichtung der Schaufeln begründeten guten Wirkungsgrades des Dynamometers.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist es nun, das Froudedynamometer unter Beibehaltung der schrägen Taschenanordnung und Vermeidung des Umkuppelns so auszugestalten, daß es bei gedrängter Bauart in beiden Drehrichtungen einen guten Wirkungsgrad aufweist.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem · Ausführungsbeispiel veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι die in Betracht kommenden Teile eines der Erfindung gemäß eingerichteten
Froudeschen Bremsdynamometers in einem senkrechten, durch die Achse des Laufrades gelegten Schnitt,
Fig. 2 eine Vorderansicht des Dynamometers bei zum Teil herausgebrochenem Gehäuse und Laufrad.
B ist das schwingbar gelagerte zweiteilige Gehäuse des Bremsdynamometers, in dem die das Laufrad A tragende Welle C umläuft.
ίο Durch die Wandungen des Gehäuses und des Laufrades wird zu beiden Seiten des letzteren je ein ringförmiger Wasserumlauf kanal von elliptischem Querschnitt gebildet, der durch schräg zur Achse verlaufende Zwischenwände a1, b1 bzw. a2, b2 in eine große Anzahl schräg zur Achse verlaufender Wassertaschen unterteilt ist.
Während nun bisher die Taschen des Laufrades und Gehäuses in bezug auf die senkrecht zur Achse stehende Mittelebene der Bremse symmetrisch angeordnet waren, derart, daß die Taschenanordnung der einen Bremshälfte gleichsam das Spiegelbild zu derjenigen der anderen Bremshälfte bildete, sind, wie Fig. 2 der Zeichnung deutlich erkennen läßt, die sämtlichen Scheidewände δ1, α1, α2, δ2 in ein und derselben Richtung schräg zur Achse der Bremse gestellt.
Für die Zuführung des Frischwassers sind Öffnungen δ8 (Fig. 1) vorgesehen, die in Ringkanäle δ4 des Gehäuses einmünden, aus denen das Wasser durch schräge, in den Zwischenwänden δ1, δ2 des Gehäuses liegende Kanäle δ5 nach dem Spalte zwischen Laufrad und Gehäuse geleitet wird, wo es sich mit dem bereits umlaufenden Wasser mischen kann. Der Austritt des erwärmten Wassers erfolgt durch den im oberen Teile des Gehäuses angeordneten Stutzen δ6. Die in den Zwischenwänden des Gehäuses vorgesehenen Kanäle δ7, die von mit der Außenluft in Verbindung stehenden Ringkanälen δ8 ausgehen, sollen die Zuführung von Luft in das Innere der elliptischen Wassertaschen vermitteln, wodurch die Bildung von luftleeren Räumen, die für den Betrieb der Bremse schädlich sind, an diesen Stellen vermieden wird.
An das Gehäuse B ist ein doppeltwirkendes Kugeldrucklager D von an sich bekannter Bauart angebaut.
Die Wirkungsweise des beschriebenen Bremsdynamometers ist folgende: Läuft die zu messende Maschine und das mit ihr gekuppelte Laufrad des Dynamometers in der durch den Pfeil χ (Fig. 2) angedeuteten Drehrichtung um, so arbeitet die rechte Hälfte des Laufrades A mit der zugehörigen rechten Gehäusehälfte theoretisch einwandfrei zusammen. In dieser rechten Bremshälfte entsteht dann der für die Froudebremse charakteristische Wasserumlauf von Tasche zu Tasche, durch den der größte Teil der eingeleiteten Energie in Wassergeschwindigkeit und Wärme umgesetzt wird. Die linke Hälfte des Dynamometers trägt dagegen infolge der für den Bremsvorgang ungünstigen umgekehrten Schrägstellung der Taschen in geringerem Maße zur Bremswirkung bei.
Ändert nun die auf ihre Leistung zu prüfende Maschine ihre Drehrichtung, so kehrt sich die Wirkungsweise der beiden Dynamometerhälften einfach um, d. h. die linke Bremshälfte, deren Taschen nunmehr die der neuen Drehrichtung entsprechende richtige Neigung besitzen, übernimmt den Hauptteil der Bremsleistung, während die rechte Seite des Dynamometers mit ungünstigerem Wirkungsgrade arbeitet.
Da das Laufrad nach erfolgter Umsteuerung auch das Gehäuse im umgekehrten Sinne zu drehen sucht, so müssen an dem (auf der Zeichnung nicht dargestellten) Wagebalken des Gehäuses Vorkehrungen getroffen sein, die gestatten, die Ausschläge des Wagebalkens in beiden Richtungen zu begrenzen und zu messen. Dies geschieht in einfacher Weise durch zwei Federwagen, von denen die eine oberhalb, die andere unterhalb des Wagebalkens angeordnet ist, und deren Federkraft so bemessen sein muß, daß bei der wagerechten Mittelstellung des Wagebalkens Gleichgewicht herrscht; die Spannung oder Entspannung der Federn bildet dabei in bekannter Weise ein unmittelbares Maß für die Belastung der Maschine in der einen oder der anderen Drehrichtung.
Je nach der Drehrichtung des Laufrades A im Sinne des Pfeiles χ (Fig. 2) oder im entgegengesetzten Drehsinne tritt in der Welle C ein Schub in Richtung des Pfeiles y (Fig. 1) bzw. im entgegengesetzten Sinne auf. Dieser Schub wird durch das doppeltwirkende Kugeldrucklager D aufgenommen. Durch die Anordnung des Kugeldrucklagers wird gleichzeitig erreicht, daß das Gehäuse B trotz des Vorhandenseins des auf ein festes Zusammenpressen zwischen Welle und Gehäuse hinwirkenden Achsialschubes seine für das Messen der Leistung erforderliche leichte Drehbarkeit beibehält.
Die Scheidewände a1 des Laufrades könnten, ohne daß das Wesen der Erfindung hierdurch geändert wird, auch gegen die Scheidewände a2 um einen bestimmten Winkelbetrag versetzt sein.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Umsteuerbares Flüssigkeits-Bremsdynamometer nach System Froude mit vom Laufrade und Gehäuse eingeschlossenen, zu beiden Seiten des Laufrades angeordneten Wasserumlauf kanälen, die durch
    Zwischenwände in eine große Anzahl schrägliegender Wassertaschen von elliptischem Querschnitt unterteilt sind, dadurch gekennzeichnet, daß die auf der einen Seite der Mittelwand eines einzigen Laufrades vorgesehenen Wassertaschen die für einen guten Wirkungsgrad in der einen Drehrichtung günstigste Schrägstellung und die Wassertaschen auf der anderen Seite der Mittelwand die für den Umlauf in der anderen Drehrichtung günstigste Schrägstellung besitzen.
  2. 2. Umsteuerbares Flüssigkeits-Bremsdynamometer nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß für die Aufnahme der auftretenden Achsialschübe ein doppeltwirkendes Kugeldrucklager von an sich bekannter Bauart vorgesehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT255045D Active DE255045C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE255045C true DE255045C (de)

Family

ID=513177

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT255045D Active DE255045C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE255045C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2802712A1 (de) Turbinengetriebenes, luftgelagertes zahnaerztliches handstueck
DE3530979A1 (de) Radialkolbenmaschine
DE1254926B (de) Hydrostatisches Axialkolbengetriebe
DE821734C (de) Einrichtung zur Drehzahlbegrenzung von Gasturbinen
DE255045C (de)
DE1453435C3 (de) Hydraulische Radialkolbenmaschine
DE2352520C2 (de) Hydrostatische Kolbenmaschine
DE2231338A1 (de) Rotationsvibrator
DE2655178C2 (de) Axial elastische drehkupplung zwischen zwei wellen
DE2162408C3 (de) Hydro-radialkolbenmotor
CH426706A (de) Vorrichtung für die Zubereitung und Aufbewahrung von Schlichten, Appreturen und ähnlichen Stoffen
AT141695B (de) Antriebsvorrichtung für Wasserfahrzeuge.
CH257830A (de) Fluidummaschine, insbesondere für Kraftübertragungsanlagen und Pumpwerke.
DE2425496A1 (de) Hydraulischer drehfluegelmotor
DE2257909C3 (de) Fremdbelüftete rotierende elektrische Maschine
DE186742C (de)
AT350483B (de) Wasserturbine
DE468499C (de) Turbine oder Kreiselpumpe, deren Laufrad zwei Kraenze drehbarer Schaufeln traegt
AT139732B (de) Taumelkolbenmaschine.
DE25162C (de) Rotirender Motor
AT102472B (de) Flüssigkeitswechsel- und Wendegetriebe.
DE206031C (de)
DE184282C (de)
DE1463926C (de) Kühlanordnung für das Ständerblechpaket einer elektrischen Maschine, insbesondere eines Turbogenerators
DE432900C (de) Elektrische Handbohrmaschine