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Die DT-OS 19 15 927 beschreibt eine ähnliche Kartoffel-Legemaschine,
bei der in einer ersten Ausführungsform zwischen den die Schöpfbecher tragenden
Förderbändern ein Riementrieb verläuft, der über die obere Umlenkrolle der Förderbänder
schneller angetrieben wird als die Förderbänder umlaufen. Der Riementrieb verläuft
im Bereich der aufsteigenden Schöpfbecher im spitzen Winkel zur Richtung der Schöpfkette.
Dadurch werden im Bereich des Schnittpunktes zwischen dem schräg verlaufenden Riementrieb
und den gerade ansteigenden Schöpfketten überzählige Kartoffeln zwischen den Schöpfketten
abgestreift. Bei einer zweiten Ausführungsform dieser Druckschrift wird der schräg
verlaufende Riementrieb durch eine Radscheibe im Bereich der oberen Umlenkwalze
ersetzt, deren Umfang größer ist als die Umlenkwalze. Es können auch untereinander
zwei derartige P adscheiben angeordnet sein. Bei allen Ausführungsfolmen hat die
beschriebene Abstreifvorrichtung infolge der Übersetzungsverhältnisse im Antriebssystem
eine größere Lineargeschwindigkeit als diejenige der Schöpfketten. Nachteilig ist
es jedoch hieran, daß die die beiden parallel zueinander laufenden Schöpfketten
überbrückenden Kartoffeln durch eine mechanische Berührung mit der schneller sich
bewegenden Abstreifvorrichtung abgestreift werden. Dabei besteht nämlich die Gefahr,
daß die Kartoffeln über den
relativ schmal ausgeführten Riementrieb
oder die erwähnten Radscheiben beschädigt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Legemaschine der eingangs
genannten Art dahingehend zu verbessern, daß Doppelbelegungen bei allen Betriebszuständen,
insbesondere bei geringen Fahrgeschwindigkeiten der Legemaschine, mit Sicherheit
vermieden werden.
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Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet,
daß der Antrieb des Anschlaggliedes von einer der Umlenkrollen in einer Übersetzung
zur Welle des Anschlaggliedes erfolgt, welches an seinem Umfang eine Anzahl von
drehbar gelagerten Rollen trägt.
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Man erhält dadurch auf konstruktiv einfache Weise eine Erhöhung der
Schwingungsfrequenz des Anschlaggliedes, bewirkt durch die Übersetzung zwischen
der Umlenkrolle und der Welle des Anschlaggliedes.
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Weil die drehbar gelagerten Rollen nacheinander beim Antrieb des Förderbandes
an seine Rückseite anschlagen und die Schwingungen verursachen, wird eine schonende
Behandlung des Bandes erreicht, obgleich die Lineargeschwindigkeit der Umlenkrollen
im Gegensatz zur Ausführung nach der geschilderten vorbekannten Legemaschine größer
ist als die Lineargeschwindigkeit des Förderbandes. Die angestrebte Erhöhung der
Schwingungsfrequenz hängt ebenfalls ab von der Zahl der Rollen, die daher abhängig
von dem zur Verfügung stehenden Raum nicht zu klein sein sollte.
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Eine konstruktiv einfache Antriebsverbindung zwischen Umlenkrolle
und Welle ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Kette vorgesehen ist, die einerseits
über ein mit der Welle drehfest verbundenes Zahnrad und andererseits in einer Nut
am Umfang der Umlenkrolle läuft, deren Tiefe kleiner ist als die Dicke der Kette
beträgt, wobei das Förderband auch über der Kette läuft. Durch diese Maßnahmen wird
die Kette zwischen Förderband und Nutengrund festgedrückt, so daß sie schlupffrei
umläuft, ohne daß ein Kettenrad nötig ist.
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Wichtig ist es, daß zusätzlich zur erwähnten Erhöhung der Schwingungsfrequenz
die Schwingungsweiten des Anschlaggliedes einstellbar sind, um die Wirkungsweise
des Vereinzelungsorganes an die jeweils vorliegenden Verhältnisse - Transportgeschwindigkeit
der Legemaschine, Art des Saatgutes, usw. - anpassen zu können. Zu diesem Zweck
ist ein Hebel vorgesehen, bei dessen Verschwenken die Welle des Anschlaggliedes
in ihrem Abstand vom Förderband eingestellt werden kann, ganz ähnlich, wie dies
bei der geschilderten älteren Legemaschine der Fall ist. Bei der verbesserten Ausführungsform
dieses Vereinzelungsorgans wird es bevorzugt, wenn eine der Einstellung der Schwingungsweiten
dienende Schwinge, die die Lager für die Welle des Anschlaggliedes trägt, und die
mittels des Hebels in ihrem Abstand zum Förderband einstellbar ist, an der den Antrieb
zwischen der Umlenkrolle und der Welle bewirkenden Kette hängt, die durch ein an
der Schwinge angreifendes Federelement gespannt ist. Durch diese Merkmale wird auf
konstruktiv einfache Weise die erwähnte Verschiebung der Welle des Anschlaggliedes
bei Betätigung des Hebels ermöglicht, wobei über das Federelement in allen Verstellagen
des Hebels die kraftschlüssige Übertragung der Antriebskraft sichergestellt wird.
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Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels
näher erläutert, aus dem sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt F i g.
1 schematisch eine Vorderansicht einer Legemaschine nach der Erfindung zur Erläuterung
ihrer grundsätzlichen Funktionsweise, Fig.2 einen lotrechten Schnitt entlang einer
Umlaufebene der Maschine nach F i g. 1, F i g. 3 eine vergrößerte Darstellung der
oberen Umlenkrolle mit Vibrator nach F i g. 2, Fig. 4 einen Schnitt längs IV-IV
von Fig. 3, F i g. 5 einen Schnitt längs V-V von F i g. 3.
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Die Erfindung wird am Beispiel einer Kartoffellegemaschine beschrieben.
In einem Gehäuse 1 der Maschine sind Umlenkwalzen 2 und 3 drehbar gelagert, von
denen eine in Pfeilrichtung 11, z. B. von den Laufrädern der Maschine oder vom Schlepper
aus, angetrieben ist. Ein aus Gummi oder ähnlichem elastischen Material bestehendes
endloses Förderband 4 ist über die beiden Walzen 2 und 3 geführt.
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Das Förderband 4 trägt im vorliegenden Fall zwei Reihen versetzt
zueinander angeordneter schalenförmiger Schöpfbecher 5. Das aufsteigende Trum 4a
des Förderbandes geht an seinem unteren Ende mit den Schöpfbechern 5 durch einen
nach oben offenen Vorratsbehälter 6 für Kartoffeln hindurch. Die Bechergröße ist
so gewählt, daß auch die größten in der Maschine verarbeitbaren Saatkartoffeln einzeln
in einem Becher Aufnahme finden, der beim Durchgang durch den Bereich A mit einer,
zwei oder mehr Kartoffeln gefüllt wird.
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Im Bereich A und über den größeren Teil des anschließenden Bereichs
B der Umlaufbahn sind die Ränder des Förderbandes 4 durch Gleitführungen 7 und 8
so gehalten, daß sie sich zwar seitlich zur Mitte hin etwas verschieben, aber die
Umlaufebene nicht verlassen können. In der Mitte zwischen den Rändern greift eine
Verformungsrolle 9 am Band 4 an, die nahe dem oberen Ende des Bereiches B an den
Führungen 7 und 8 zwischen diesen drehbar gelagert ist.
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Die Verformungsrolle hat die Aufgabe, durch vorübergehende Verformung
des Förderbandes 4 Kartoffelbrücken, die sich zwischen den beiden Becherreihen gebildet
haben, und wie sie in F i g. 1 bei 15 und 16 gezeigt sind, zum Einsturz zu bringen.
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Im Bereich C liegt gegen die Innenseite des aufsteigenden Trums 4a
des Förderbandes 4 ein »Vibrator 10« genannter Schwingungserzeuger an, der weiter
unten noch näher erläutert wird. Die bisher beschriebene Maschine arbeitet wie folgt:
Der Bereich A des aufsteigenden Fördertrums 4a dient dem Schöpfvorgang, wobei jeder
der Schöpfbecher mit einer, zwei oder mehr Kartoffeln belegt wird.
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Der Bereich C dient mit dem Vibrator 10 dazu, Mehrfachbelegungen
eines einzelnen Schöpfbechers zu beseitigen, ohne dadurch die ihm auf der Nachbarreihe
von Schöpfbechern nächstliegenden Schöpfbecher zu beeinflussen. Dies geschieht durch
über den Vibrator auf das Förderband ausgeübte Stöße.
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Die Erschütterung oder Vibration bewirkt einen fließfähigen Zustand
der in ein und demselben Schöpfbecher befindlichen Kartoffeln, die sich vor der
Vibration möglicherweise gegenseitig blockierten.
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Durch die Vibration wird diejenige Kartoffel, die die relativ sicherste
Lage innehat, zur Mitte des Schöpfbechers geführt Gleichzeitig werden die Unterstützungsbedingungen
der zuviel aufgenommenen Kartoffeln derart verschlechtert, daß sie zufolge schlechter
Unterstützung durch ihr Eigengewicht und/oder durch die Rüttelbewegung gefördert
vom Becher abfallen.
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Es kann auch nur eine Schöpfbecherreihe auf dem
Förderband
vorgesehen sein, oder eine Förderkette, die statt durch Elastizität durch ihr Eigengewicht
bestrebt ist, sich an das schwingende Glied des Vibrators anzulegen.
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Die im vorstehenden beschriebenen Merkmale der Legemaschine sind
durch die eingangs genannte DT-OS bekannt Im folgenden sollen die Neuerungen dieser
Maschine anhand der F i g. 3 bis 5 beschrieben werden.
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Eine Kette 20 ist in eine Nut 21 am Umfang der oberen Umlenkwalze
2 gelegt Die Tiefe der Nut ist kleiner als die Dicke der Kette, so daß die Kette
zwischen dem Förderband 4 und dem Grund der Nut festgedrückt wird. Sie läuft dadurch
schlupffrei um, ohne daß ein Kettenrad nötig ist (vgl.F i g. 5).
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Das andere Ende der Kette 20 ist um ein Zahnrad 22 gelegt (val. F
i g.4X welches drehfest auf einer Welle 23 sitzt, die in Flanschen 24 einer Schwinge
drehbar gelagert sind. Die Flansche 24 sind über eine Hohlwelle 25 miteinander verbunden
und bilden dadurch die erwähnte Schwinge aus.
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Drehfest auf der Welle 23 sitzen ferner zwei Kreisscheiben 26, die
an ihrem Umfang eine Reihe von Löchern haben, die Lager für Rollen 27 ausbilden.
Die Rollen 27 haben Wellen 28, die durch die Löcher gesteckt sind. Beim gezeigten
Ausführungsbeispiel sind insgesamt acht dieser Rollen 27 vorgesehen, die beim Antrieb
der Welle 23 über die Kette 20 und die Umlenkwalze 2 nacheinander an die Rückseite
des Förderbandes 4 anschlagen und die erwähnten Schwingungen erzeugen.
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Die von den Flanschen 24 mit der Hohlwelle 25 gebildete Schwinge
kann in Richtung des Doppelpfeils 29 (vgl. F i g. 3) auf einem Kreisbogen verstellt
werden.
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Hierzu verläuft durch die Hohlwelle 25 eine Stange 30, die an ihren
Enden abgekröpft ist und um ihre abgekröpften Enden 31 mittels eines Verstellhebels
32 verschwenkt werden kann. Dabei sind die Enden 31 in Lagern 33 des Gehäuses 1
schwenkbar gelagert. Je nach der Stellung des Hebels 32 wandert die Stange 30 auf
dem Kreisbogen D'- E (vgL F i g 3> Dadurch wird die Schwinge in Pfeilrichtung
29 verstellt Mit der Schwinge wird die Welle 23 ebenfalls in Pfeilrichtung 29 verstellt;
d. h daß die Rollen 27 stärker an die Rückseite des Förderbandes 4 angestellt oder
von ihr abgestellt werden. Dadurch ergibt sich die erwähnte Einstellung der Schwingungsweiten
des Vibrators 10.
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Die Schwinge hängt in der Kette 20. Sie wird zusätzlich mittels einer
Zugfeder 33 nach unten gezogen. Das untere Ende der Zugfeder ist gehäusefest montiert
und das obere Ende der Zugfeder greift an einem der Flansche 24 an. Dadurch wird
die Kette 20 gespannt.
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Wichtig ist es somit, daß durch die unterschiedlichen Durchmesser
zwischen der Umlenkwalze 2 und der Welle 23 des Vibrators 10 dieser vom Förderband
4 angetrieben schneller umläuft als das Förderband.
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Dadurch ergibt sich eine Erhöhung der Schwingungsfrequenz der über
die Rollen 23 auf den Trum 4a des Förderbandes 4 ausgeübten Stöße. Die Rollen sind
in ihren Lagern in den Kreisscheiben 26 frei drehbar, wodurch sich eine hohe Lebensdauer
des Vibrators ergibt Zusätzlich zu der erwähnten Erhöhung der Lineargeschwindigkeit
der Rollen 27 gegenüber dem Trum 4a ist es wichtig, daß der Abstand dieser Rollen
vom Trum über den Verstellhebel 32 einstellbar ist.