DE2534860C3 - Vortriebsschild, insbesondere Verbauschild mit vorpreßbaren Vortriebsmessern - Google Patents
Vortriebsschild, insbesondere Verbauschild mit vorpreßbaren VortriebsmessernInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Vortriebsschild, insbesondere einen Verbauschild mit vorpreßbaren Vortriebsmessern, für den Vortrieb von Tunneln, Stollen,
Gräben od dgl. in wasserführenden Schichten.
Beim Vortrieb von Turnein, Stollen, offenen Gräben u.dgl. in wasserführenden Schichten mittels der
herkömmlichen Vortriebs- oder Verbauschilde ist im allgemeinen eine kostspielige Grundwasserabsenkung
erforderlich. Dies erfolgt mittels Vakuumlanzen, die von
der Erdoberfläche her in den Erdboden eingebracht
werden. Mit Hilfe der Vakuumlanzen wird das Wasser abgesaugt so daß sich zumindest im Vortriebsbereich
eine hinreichende Grundwasserabsenkung einstellt. Die für das Einbringen der Vakuumlanzen in den Erdboden
erforderlichen Arbeiten sind außerordentlich umständlich, zeitraubend und kostenaufwendig, zumal die
Vakuumlanzen entsprechend dem Vortrieb des Tunneloder Grabenbauprojektes od. dgl. ständig umgesetzt
werden müssen.
Aufgabe der Erfindung ist es, einen Vortriebsschild und insbesondere einen Verbauschild in zweckdienlicher Weise so auszubilden, daß mittels an ihm
angeordneter und von ihm mitgeführter Vorrichtungen, dem eigentlichen Vortrieb voreilend, eine kurzzeitige
Grundwasserabsenkung im Vortriebsbereich möglich ist Damit soll der bisher erforderliche Aufwand für die
Grundwasserabsenkung beträchtlich vermindert werden.
Schild mit zur Ortsbrust hin vorragenden Vakuumlanzen für eine dem Vortrieb voreilende Grundwasserabsenkung versehen ist.
Vorzugsweise sind die Vakuumlanzen längsverschiebbar in oder an dem Schild angeordnet, zweckmä-
ßig derart, daß sie in unterschiedlichen Ausfahrstellungen gegenüber dem Schild festlegbar sind. Es empfiehlt
sich ferner, die Anordnung so zu treffen, daß die Vakuumlanzen rückseitig aus dem Schild herausgezogen bzw. von hinten in den Schild eingeführt werden
können. Dies bietet die Möglichkeit, die Vakuumformen bei Bedarf nachträglich in den Schild einzuführen oder
sie während des laufenden Betriebes auszubauen, sofern sie nicht mehr benötigt werden. Die Vakuumlanzen
werden zweckmäßig in Rohrführungen od. dgl. des
Schildes geführt. Bei Nichtbenutzung können sie an
ihren vorderen Enden mittels eines Deckels verschlossen werden.
Wird ein Vortriebsschild der herkömmlichen Art mit
einem geschlosssenen, zumeist zylindrischen Schildmantel eingesetzt, so können die Vakuumlanzen an oder in
dem Schildmantel, über den Schildumfang verteilt, so
angeordnet werden, daß sie beim Vorpressen des Schildes von diesem mitgenommen werden. Der
Ausschub der Vakuumlanzen kann von Hand oder mittels besonderer Ausschubvorrichtungen, gegebenenfalls
auch mittels einer sämtlichen Vakuumlanzen zugeordneten gemeinsamen Ausschubvorrichtung, erfolgen.
Hierfür eignen sich z. B. Schubkolbengetriebe, Spindeln u. dgl.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung werden die Vakuumlanzen in Verbindung mit
einem an sich bekannten Verbauschild verwendet, der mit einzeln oder gruppenweise vorpreßbaren, an einem
gemeinsamen Stützrahmen geführten und abgestützten Vortriebsmessern versehen ist.
Die Vakuumlanzen werden hierbei zweckmäßig an oder in den Vortriebsmessern des Verbauschildes
ausfahrbar angeordnet Dabei können sämtliche Vortriebsmesser oder auch nur ein Teil derselben mit einer
Vakuumlanze ausgerüstet sein. Die Anordnung der Vakuumlanzen an den Vortriebsmessern eines Verbauschildes
bietet die Möglichkeit, die Relativbewegung zwischen den Vortriebsniessern und dem Stützrahmen
dazu auszunutzen, um die Vakuumlanzen auszufahren bzw. in das Erdreich vorzupressen. Dies läßt sich in
zweckmäßiger Weise mit Hilfe von Mitnehmern od. dgl. bewerkstelligen, die zwischen dem Stützrahmen und
den Vakuumlanzen der Vortriebsmesser so angeordnet sind, daß sie die Vakuumlanzen beim Nachholen des
Stützrahmens um den jeweiligen Schreithub selbsttätig ausfahren. Die Mitnehmer werden vorzugsweise am
Stützrahmen so angeordnet, daß sie mit an den Vakuumlanzen angebrachten Anschlägen zusammenwirken.
Dabei bietet sich die Möglichkeit, die Mitnehmer so auszubilden, daß sie bei Bedarf in eine für die
Mitnahme der Vakuumlanzen unwirksame Stellung einstellbar sind. Werden die in den Vortriebsmessern
angeordneten Vakuumlanzen nicht für die Grundwasserabsenkung benötigt oder sind die Vakuumlanzen
hinreichend aus den Vortriebsmessern ausgefahren, so können die Mitnehmer in die genannte unwirksame
Stellung gebracht werden, in der keine Mitnahme der Vakuumlanzen beim Nachholen des Stützrahmens
erfolgt.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an den Vakuumlanzen in deren
Längsrichtung hintereinander mehrere Nocken oder Anschläge angeordnet, die mit den Mitnehmern des
Stützrahmens zusammenwirken. Die Mitnehmer und die Anschläge sind dabei mit zusammenwirkenden Keiloder
Schrägflächen od. dgl. in einer solchen Anordnung versehen, daß die Mitnehmer beim Vorpressen der
Vortriebsmesser gegen eine Rückstellkraft zurückgestellt werden und dabei die Anschläge frei überfahren
können. Hierdurch wird sichergestellt, daß die Vakuumlanzen nur beim Schreithub des Stützrahmens, nicht
aber beim Vorpressen der Vortriebsmesser ausgefahren werden und daß außerdem beim Vorpressen der
Vortriebsmesser die Vakuumlanzen über die Mitnehmer nicht wieder eingefahren werden. Die mit den
Schrägflächen versehenen Mitnehmer sind vorzugsweise so ausgebildet, daß sie z. B. mittels eines Schlüssels in
eine Stellung drehbar sind, in der sie beim Nachholen des Stützrahmens die Anschläge frei überlaufen können.
In diesem Fall kann also die Verriegelung zwischen dem Stützrahmen und den Vakuumlanzen aufgehoben
werden, falls ein (weiterer) Ausschub der Vakuumlanzen nicht erforderlich oder erwünscht ist
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung sind an den die Vakuumlanzen aufweisenden Vortriebsmessern
Sperrorgane angeordnet, welche verhindern, daß die ausgefahrenen Vakuumlanzen beim Vorpressen der
Vortriebsmesser oder unter dem Reaktionsdruck der Ortsbrust wieder eingefahren werden. Die Sperrorgane
sind zweckmäßig entsprechend den vorgenannten Mitnehmern ausgebildet, d. h. mit keilförmigen Schrägflächen
versehen und gegen eine Rückstellkraft querverstellbar, derart, daß sie beim Vorpressen der
Vortriebsmesser und beim Ausfahren der Vakuumlanzen frei von den Anschlägen der Vakuumlanzen
überfahren werden können. Es empfiehlt sich, die Sperrorgane zur Aufhebung der Lanzen-Rückstellverriegelung
entsperrbar auszubilden, was zweckmäßig durch ein Drehen der Sperrorgane um 180' bewirkt
wird.
Im folgenden wird die Erfindung anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispieles näher
erläutert. In der Zeichnung zeigen die Fig. 1 bis 5 jeweils einen Teil-Längsschnitt durch eine einzelne
Messerbohle eines Verbauschildes, die mit einer Vakuumlanze ausgerüstet ist, wobei die Vakuumlanze in
verschiedenen Ausfahrstellungen dargestellt ist.
Der für den Vortrieb von Tunneln, Stollen, offenen Gräben oder sonstigen Hohlräumen in wasserführenden
Erdschichten verwendete Verbauschild weist, wie bekannt, einen starren Stützrahmen 10 auf, der aus zwei
in Vortriebsrichtung im Abstand hintereinander angeordneten ringförmigen Rahmenteilen 11 und 12
besteht, die über Längs- und Diagonalverstrebungen 13 zu einem starren Rahmengestell verbunden sind. An
dem Stützrahmen 10 sind die eigentlichen Vortriebsmesser 14 in Vortriebsrichtung V verschiebbar geführt.
Die parallel nebeneinander angeordneten Vortriebsmesser 14 sichern die Ausbruchswandung im Vortriebsbereich
und bilden gemeinsam einen Schild, in dessen Schutz die Vortriebsarbeiten durchgeführt werden. Die
Vortriebsmesser 14 sind in bekannter Weise mittels (nicht dargestellter) hydraulischer Preßzylinder einzeln
oder gruppenweise in Vortriebsrichtung V in das Erdreich vorpreßbar. Die Preßzylinder sind gelenkig
zwischen die einzelnen Vortriebsmesser 14 und den Stützrahmen 10 eingeschaltet, derart, daß sie sich beim
Vorpressen der Vortriebsmesser 14 gegen den Stützrahmen 10 abstützen. Sind sämtliche Vortriebsmesser 14
um den Zylinderhub vorgepreßt, so wird der Stützrahmen 10 in Pfeilrichtung V nachgeholt. Dies geschieht,
wie bekannt, durch entgegengesetzte Druckbeaufschlagung der Preßzylinder, die sich hierbei ar den
Vortriebsmessern 14 abstützen. Letztere stehen im Reibkontakt mit dem umgebenden Erdreich. Verbauschilde
dieser oder ähnlicher Ausführung sind bekannt und bedürfen daher keiner weiteren Erläuterung.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, sind die Vortriebsmesser 14 des Verbauschildes mit Rohrführungen 15
versehen, in welchen eine Vakuumlanze 16 in Vortriebsrichtung V und in Gegenrichtung verschiebbar geführt
ist. Die Rohrführungen 15 erstrecken sich über die gesamte Länge der Vortriebsmesser. Die Vakuumlanzen
16 haben eine Länge, die etwa gleich der Länge der Vortriebsmesser ist. Im voll eingeschobenen Zustand
(Fig. 1 und 2) liegen daher die Vakuumlanzen 16 im Inneren der Vortriebsmesser 14 und ihrer Rohrführungen
15. Mit 17 sind an den vorderen Enden der Vortriebsmesser 14 schwenkbar angeordnete Deckel
bezeichnet, welche die voll eingefahrenen Vakuumlanzen 16 an den vorderen Enden verschließen. Die
Rohrführungen 15 sind an den rückwärtigen Enden 14' der Vortriebsmesser 14 offen. Es ist daher möglich, die
Vakuumlanzen 16 im Betrieb von hinten her in die Rohrführungen der Vortriebsmesser einzuführen, falls
im Zuge der Vortriebsarbeit wasserführende Schichten angefahren werden. Entsprechend besteht die Möglichkeit,
die Vakuumlanzen 16 rückwärtig aus den Rohrführungen der Vortriebsmesser herauszuziehen,
falls sie nicht mehr benötigt werden.
An den Vakuumlanzen 16 sind in gleichermäßigen Abständen hintereinander nockenartige Anschläge 18
befestigt, welche einen Längsschlitz der Rohrführung 15 durchfassen. Die vorderen Stirnkanten dieser Anschläge
18 sind als Keil- oder Schrägflächen 19 ausgebildet. Der Stützrahmen 10 des Verbauschildes weist an seinem
vorderen Rahmenteil 11 für jede Vakuumlanze 16 einen Mitnehmer 20 auf, der in einer Führungsbuchse 21
gegen die Rückstellkraft einer Feder 22 in radialer Richtung, d. h. senkrecht zur Vortriebsrichtung V
verstellbar ist. Die Mitnehmer 20 sind an ihren rückwärtigen Flächen mit Keil- oder Schrägflächen 23
versehen, die mit den Schrägflächen 19 der Anschläge 18 zusammenwirken. Die Mitnehmer 20 und ihre
Führungsbuchsen 21 umfassen Schlitzöffnungen 24 der aus einem Kastenprofil bestehenden Vortriebsmesser.
Etwa im mittleren Bereich der Vortriebsmesser 14 sind an diesen Sperrorgane 25 angeordnet, die
entsprechend den Mitnehmern 20 des Stützrahmens ausgebildet sind. Die Sperrorgane 25 weisen demgemäß
zu den Schrägflächen 19 der Anschläge 18 korrespondierende Schrägflächen 26 auf. Sie sind gegen die
Rückstellkraft einer Schraubenfeder 27 in einer Führungsbuchse 28 radial verstellbar.
Gemäß Fig. 1 ist die Vakuumlanze 16 auf voller Länge in das Vortriebsmesser 14 eingefahren. Der
Deckel 17 verschließt das vordere Ende der Rohrführung 15 und der Vakuumlanze 16. Der Mitnehmer 20 des
Stützrahmens 10 befindet sich außer Eingriff mit den nockenartigen Anschlägen 18 der Vakuumlanze; er liegt
im Abstand vor dem vorderen Anschlag 18 der Lanze. F i g. 2 zeigt die Lage des Vortriebsmessers 14 nach
seinem Vorschub um den Preßzylinderhub. Es ist erkennbar, daß beim Vorpressen des Vortriebsmesser
14 mittels des am Stützrahmen 10 abgestützten Preßzylinders der Mitnehmer 20 des Stützrahmens
aufgrund der Schrägflächen 23, 19 den vorderen Anschlag 18 überfährt, wobei unter der Keilwirkung der
Schrägflächen der Mitnehmer 20 entgegen der Rück-Stellkraft der Feder 22 radial nach innen eingeschoben
wird. Am Ende des Vorpreßhubes liegt der Mitnehmer 20 unmittelbar hinter dem vorderen Anschlag 18, wie in
Fig.2 dargestellt. Das Sperrorgan 25 befindet sich in
der dargestellten Sperriage hinter dem nächstfolgenden Anschlag 18 der Vakuumlanze 16.
Sobald sämtliche Vortriebsmesser 14 des Verbauschildes um den Preßzylinderhub in Pfeilrichtung V
vorgepreßt sind, wird durch entgegengesetzte Preßzylinder-Druckbeaufschlagung der Stützrahmen 10 um
den Preßzylinderhub nachgeholt Die Lage des Stützrahmens 10 am Ende dieses Schreithubes ist in F i g. 3
dargestellt Es ist erkennbar, daß bei diesem Schreithub die Vakuumlanze 16 der einzelnen Vortriebsmesser 14
durch den zugeordneten Mitnehmer 20, der sich in seiner Riegelstellung gegenüber dem vorderen Anschlag 18 befindet, in Schreitrichtung V um den
Schreithub gegenüber dem festliegenden Vortriebsmesser mitgenommen wird. Die Vakuumlanze 16 schiebt
sich hierbei um das Maß des Schreithubes vorne aus dem Vortriebsmesser bzw. seiner Lanzenführung
heraus. Die Klappe 17 ist zuvor geöffnet worden. Vorzugsweise ist die Anordnung so getroffen, daß die
Klappe 17 durch die ausfahrende Vakuumlanze 16 selbsttätig geöffnet wird. Die Klappe 17 kann mit einer
Schließfeder versehen sein, welche bei voll eingefahrener Vakuumlanze die Rohrführung selbsttätig verschließt.
Beim Nachholen des Stützrahmens 10 überfährt das am Vortriebsmesser angeordnete Sperrorgan
25 den — von vorne gezählt — dritten Anschlagnocken 18, wobei es aufgrund der Keilwirkung der Schrägflächen
19, 26 gegen die Rückstellkraft seiner Feder 27 eingedrückt wird und hinter dem Nockenanschlag
ausrastet. Das Sperrorgan 25 befindet sich daher gemäß F i g. 3 in seiner Riegelstellung, in welcher es das
Einschieben der Vakuumlanze 16 unter dem Reaktionsdruck aus der Ortsbrust verhindert.
Wird anschließend das Vortriebsmesser 14 mittels seines Preßzylinders gegenüber dem feststehenden
Stützrahmen 10 in Vortriebsrichtung vorgepreßt, so überläuft hierbei der Mitnehmer 20 den (gemäß F i g. 3)
hinter ihm liegenden Anschlag 18, wobei er unmittelbar hinter diesem Anschlag wieder ausrastet. Das Sperrorgan
25 behält hierbei seine Lage gegenüber dem Anschlag 18 bei. Beim erneuten Nachziehen des
Stützrahmens 10 von der Position gemäß Fig.4 in diejenige nach F i g. 5 nimmt der in Riegelstellung
befindliche Mitnehmer 20 über den zugeordneten Anschlag 18 die Vakuumlanze 16 mit, wodurch diese um
das Schreitmaß weiter ausgefahren und in das Erdreich eingepreßt wird. Das Sperrorgan 25 gelangt hierbei in
seine Riegelstellung hinter dem nächstfolgenden Anschlag 18 der Lanze 16. Es verhindert das Einfahren der
Lanze unter dem Reaktionsdruck der Ortsbrust Auf diese Weise ist es möglich, die Lanze 16 unter
Ausnutzung der Relativbewegungen zwischen Vortriebsmesser 14 und Stützrahmen 10 taktweise aus dem
Vortriebsmesser auszufahren, wobei die Anordnung in dem gewählten Ausführungsbeispiel so getroffen wird,
daß der Ausschub der Lanze jeweils nur bei der Schreitbewegung des Stützrahmens 10, nicht aber beim
Vorpressen des Vortriebsmessers erfolgt.
Soll die Vakuumlanze 16 in das Vortriebsmesser 14 eingefahren werden, so wird das Sperrorgan 25 z. B.
mittels eines Spezialschlüssels um die von der Schraubenfeder 27 umgriffene Drehachse 29 (Fig.4
und 5) um 180° gedreht, so daß seine Keilfläche 26 der
senkrechten rückwärtigen Anschlagfläche der Anschläge 18 zugewandt ist. Entsprechend wird der gleich
ausgebildete Mitnehmer 20 um 180° in eine für die Mitnahme der Lanze unwirksame Stellung gedreht.
Beim darauffolgenden Vorschub des Vortriebsmessers 14 in Pfeilrichtung V wird dann die Lanze 16 aufgrund
des Widerstandes, den sie in der Ortsbrust findet, in das Vortriebsmesser eingefahren, wobei der Mitnehmer 20
und das Sperrorgan 25 aufgrund der Keilwirkung der korrespondierenden Schrägflächen die Anschläge 18
frei überlaufen. Werden die voll eingefahrenen Lanzen 16 zeitweilig nicht benötigt, so können sie in den
Vortriebsmessern 14 verbleiben. Die einzelnen Mitnehmer 20 und die Sperrorgane 25 sind dann in dei
beschriebenen Weise in ihre unwirksame Stellung gedreht in der die Lanzen beim Nachziehen de;
Stützrahmens 10 nicht ausgefahren werden können.
Die vorstehend beschriebene Ausführung der Mitnehmer- und Verriegelungsvorrichtung bietet ohne
weiteres auch die Möglichkeit, die Lanzen 16 rückwärtig aus der Führung 15 der Vortriebsmesser herauszuziehen
oder die Lanzen während des Betriebes in die Vortriebsmesser einzubringen.
Es versteht sich, daß nicht notwendigerweise sämtliche Vortriebsmesser 14 des Verbauschildes mit
einer Lanze 16 ausgestattet zu werden brauchen, obwohl sich dies im allgemeinen empfiehlt. Die Lanzen
16 werden an ihren hinteren Enden an die Vakuumleitung einer Saugpumpe (nicht dargestellt) angeschlossen,
so daß über die in das Erdreich eingepreßten Lanzen das Wasser im Bereich der Ortsbrust abgesaugt werden
Es ist gegebenenfalls auch möglich, mit Hilfe der ausgefahrenen Lanzen 16 Druckluft oder Hochdruckwasser
in das Erdreich einzupressen, um z. B. die Ortsbrust aufzulockern. Die Lanzenführung 15 wird
zweckmäßig in die Vortriebsmesser 14 fest eingeschweißt. Die vorderen, durch die Deckel 17 verschließbaren
Enden der Lanzenführungen werden so ausgebildet, daß beim Ausfahren der Lanzen die an ihnen
befestigten vorderen Anschläge 18 sich vorne aus den Lanzenführungen der Vortriebsmesser herausschieben
können.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (16)
1. Vortriebsschild, insbesondere Verbauschild mit
vorpreßbaren Vortriebsmessern, für den Vortrieb von Tunneln, Stollen, Gräben od.dgl, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schild mit zur Ortsbrust hin vorragenden Vakuumlanzen (16) für
eine dem Vortrieb voreilende Grundwasserabsenkung versehen ist
2. Vortriebsschild nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumlanzen (16) längsverschiebbar in oder an dem Schild angeordnet sind.
3. Vortriebsschild nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die längsverschiebbaren Vakuumlanzen (16) in unterschiedlichen Ausschubstellungen festlegbar sind.
4. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumlanzen (16) rückwärtig aus dem Schild bzw. den Vortriebsmessern (14) herausziehbar oder von hinten in den
Schild bzw. die Vortriebsmesser einführbar sind.
5. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 2 bis
4, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumlanzen (16) in Rohrführungen (15) des Schildes bzw. der
Vortriebsmesser (14) geführt sind.
6. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumlanzen (16) in oder an den an einem Stützrahmen (10) des
Verbauschildes abgestützten Vortriebsmessern (14) ausfahrbar angeordnet sind.
7. Vortriebsschild nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch zwischen dem Stützrahmen (10) und den
Vakuumlanzen (16) der Vortriebsmesser (14) angeordnete, die Vakuumlanzen beim Nachholen des
Stützrahmens selbsttätig ausfahrende Mitnehmer (20).
8. Vortriebsschild nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (20) am
Stützrahmen (10) angeordnet sind und mit an den Vakuumlanzen (16) angeordneten Anschlägen (18)
zusammenwirken.
9. Vortriebsschild nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Mitnehmer (20) in
eine für die Mitnahme der Vakuumlanzen (16) unwirksame Stellung einstellbar sind.
10. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Vakuumlanzen (16) in deren Längsrichtung hintereinander mehrere Anschläge (18) angeordnet sind,
und daß die Mitnehmer (20) und die Anschläge (18) mit zusammenwirkenden, die Mitnehmer beim
Vorspressen der Vortriebsmesser (14) gegen eine Federkraft zurückstellenden Schrägflächen (19, 23)
versehen sind.
11. Vortriebsschild nach Anspruch 10, dadurch
gekennzeichnet, daß die mit den Schrägflächen (23) versehenen Mitnehmer (20) in eine Stellung drehbar
sind, in der sie beim Nachholen des Stützrahmens (10) die Anschläge (18) trei überlaufen.
12. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 6
bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß an den die Vakuumlanzen (16) aufweisenden Vortriebsmessern
(14) die Rückstellung der ausgefahrenen Vakuumlanzen sperrende Sperrorgane (25) angeordnet sind.
13. Vortriebsschild nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrorgane (25) gegen
eine Federrückstellkraft verstellbar und mit keilför-
migen Schrägflächen (26) versehen sind, welche mit
korrespondierenden Schrägflächen (19) der Anschläge (18) der Vakuumlanzen (16) zusammenwirken.
14. Vortriebsschild nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperrorgane (25)
zur Aufhebung der Lanzen-Rucks teil verriegelung
entsperrbar, vorzugsweise um 180° drehbar sind.
15. Vortriebsschild nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Vakuumlanzen (16) bzw. die sie aufnehmenden Führungen (15)
der Vortriebsmesser (14) am vorderen Ende mittels eines Deckels (17) verschließbar sind.
16. Vortriebsschild nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Deckel (17) als eine gegen
eine Federrückstellkraft verstellbare Klappe ausgebildet ist
Priority Applications (9)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752534860 DE2534860C3 (de) | 1975-08-05 | Vortriebsschild, insbesondere Verbauschild mit vorpreßbaren Vortriebsmessern | |
| AT280676A AT355084B (de) | 1975-08-05 | 1976-04-15 | Vortriebsschild, insbesondere verbauschild mit vorpressbaren vortriebsmessern |
| FR7612911A FR2320418A1 (fr) | 1975-08-05 | 1976-04-30 | Bouclier de percement, en particulier bouclier de soutenement equipe de couteaux de creusement pouvant etre avances par poussee |
| IT12609/76A IT1069411B (it) | 1975-08-05 | 1976-05-03 | Scudo d avanzamento in particolare scudo d armatura per lo scavo di galleri e simili |
| CH577576A CH611381A5 (de) | 1975-08-05 | 1976-05-07 | |
| AR264094A AR208808A1 (es) | 1975-08-05 | 1976-07-28 | Mejoras a un escudo de contencion con cuchillas de avance prensables hacia adelante |
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| GB32308/76A GB1552328A (en) | 1975-08-05 | 1976-08-03 | Apparatus for driving tunnels or the like |
| ES450481A ES450481A1 (es) | 1975-08-05 | 1976-08-05 | Perfeccionamientos en escudos de contencion con cuchillas deavance prensables hacia adelante. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19752534860 DE2534860C3 (de) | 1975-08-05 | Vortriebsschild, insbesondere Verbauschild mit vorpreßbaren Vortriebsmessern |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2534860A1 DE2534860A1 (de) | 1977-02-24 |
| DE2534860B2 DE2534860B2 (de) | 1977-06-08 |
| DE2534860C3 true DE2534860C3 (de) | 1978-01-26 |
Family
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