DE2532386C2 - Thermoplastische Polycarbonat-Formmassen - Google Patents

Thermoplastische Polycarbonat-Formmassen

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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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Description

ίο Z Thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Polyalkylengly-
kolisophthalat c) bis zu 75 Mol-% der Isophthalsäure durch andere aromatische Dicarbonsäuren ersetzt sind.
3. Thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyalkylenglykolisophthalat Polyäthylenglykolisophthalat verwendet wird.
4. Thermoplastische Formmassen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyalkylen^glykolisophthalat Poly-l/i-bishydroxymethyl-cyclohexanisophthalat verwendet wird.
Es ist bekannt, hochmolekulare thermoplastische Polycarbonate auf Basis aromatischer Dihydroxyverbindungen mit hohen FüUstoffgehalten zu thermoplastischen Materialien mit verändertem Eigenschaftsbild zu verarbeiten. So können Ε-Modul und Biegefestigkeit thermoplastischer aromatischer Polycarbonate durch Zusatz von 10 Gew.-% bis 40 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmasse, Glasfasern deutlich angehoben werden. Ein Nachteil dieser hochgefüllten Polycarbonate ist ihre schlechte Verarbeitbarkeit aufgrund des schlechteres Fließverhaltens der Schmelze.
Verstärkte Polycarbonate finden aufgrund ihrer großen Biegefestigkeit, Steifheit und hohen Ε-Moduli bevorzugt Anwendung bei der Herstellung von Gehäuse- und Bauteilen. Einer breiteren Anwendung steht das schlechte Fließverhalten dieser Produkte entgegen, das die Herstellung dünnwandiger Teile unmöglich macht
Es wurde nun überraschenderweise gefunden, daß ein Zusatz von 1 bis 7 Gew.-% von Polyalkylen-iso-phtha-
taten, das Fließverhalten der Schmelzen dieser glasfaserverstärkten Polycarbonate deutlich verbesser t, ohne daß die sonstigen Eigenschaften dieser Polycarbonate merklich verändert werden; die Härte der Polycarbonate bleibt voll erhalten. Zusätzlich bewirkt der Polyesterzusatz eine bessere Haftung zwischen Glasfaser und
Polymermischung.
Uiiverstärkte Polycarbonate gleichen Molekulargewichts zeigen dagegen durch Zusatz von 0,5 bis 10 Gew.-% von Polyalkylen-iso-phthalaten keine bzw. nur geringfügige Verbesserung des Fließverhaltens in der Schmelze.
Größere Zusätze an Polyalkylenisophthalaten führen zwar zu weiterer, linearer Verbesserung des Fließverhaltens der Formmassen, bewirken aber gleichzeitig eine Minderung der Polycarbonateigenschaften wie z. B. Wärmeformbeständigkeit oder Schlagzähigkeit.
Aus der japanischen Offenlegungsschrift 60 144/73 sind Polycarbonat-Massen bekannt, bei denen Polybutylenterephthalate in Mengen von 5 bis 30 Gewichtsteilen und Glasfasern in Mengen von 5 bis 40 Gewichtsteilen 45 bis 90 Gewichtsteilen Polycarbonat zugemischt sind. Der Zusatz von 5 Gew.-% Polybutylenglykolterephthalat zu Polycarbonat B gemäß der Tabelle vorliegender Anmeldung bewirkt zwar eine Erhöhung des Schmelzindex von 1,47 für das Polycarbonat B auf 338 (vgl. hierzu die ältere Anmeldung gemäß DE-OS 24 39 342, Beispiel
Demgegenüber bewirkt jedoch der Zusatz von 6 Gew.-% Polybutandioliso/terephthalat gemäß Tabelle der vorliegenden Anmeldung eine Erhöhung des Schmelzindex von 1,47 auf 5,29, wobei zusätzlich die Rockwell-Härte unverändert bleibt und der Elastizitätsmodul sogar noch geringfügig verbessert ist. Ein derartiger Effekt war aus der japanischen Literaturstelle nicht abzuleiten. Gegenstand der vorliegenden Erfindung sind daher leichtfließende, thermoplastische Formmassen aus ther moplastischen, hochmolekularen, aromatischen Polycarbonaten auf Basis von Diphenolen, 10Gew.-% bis 40 Gew.-%, bezogen auf Gesamtmischung, an Glasfasern und 1 bis 7 Gew.-% bezogen auf Gesamtmischung, an Polyalkylenglykolisophthalaten.
Für die Mischung im Sinne der vorliegenden Erfindung geeignete hochmolekulare, thermoplastische, aromatische Polycarbonate sind solche, die aus Diphenolen mit Phosgen oder den Bischlorkohlensäureestern der Diphenole nach dem bekannten Verfahren der Grenzflächenpolykondensation hergestellt werden. Geeignete hochmolekulare, thermoplastische, aromatische Polycarbonate sind auch solche, wie sie nach dem bekannten Umesterungsverfahren durch Umsetzung von Bisphenol A mit Diphenylcarbonat erhältlich sind. Die Molekulargewichte (Mw) der erfindungsgemäß zu verwendenden Polycarbonate liegen zwischen 10 000 und 100 000, vorzugsweise zwischen 20 000 und 40 000.
Geeignete Diphenole sind z. B. Hydrochinon. Resorcin, 4,4'-Dihydroxydiphenyl, Bis-(hydroxyphenyl)-alkane, wie beispielsweise Ci-Ce-Alkylen- bzw. C2-Cg-Alkyliden-bisphenole, Bis(hydröxyphenyl)-cyelöalkane wie beispielsweise Cs-Cu-Cycloalkylen- bzw. Cs-Cu-Cycloalkyliden-bisphenoIe, Bis-(hydroxyphenyl)-sulfide, -äther, -ketone, -sulfoxide oder -sulfone, ferner «A'-Bis-ihydroxyphenylJ-diisopropyl-benzol sowie die entsprechenden kernalkylierten bzw. kernhalogenierten Verbindungen. Bevorzugt sind Polycarbonate, auf Basis Bis-(4-hydroxy phenyl)-propan-2,2 (Bisphenol A), Bis-(4-hydroxy-3,5-dichlor-phenyl)-propan-2,2 (Tetrachlorbisphenol A), Bis(4-hydroxy-3,5-dibrom-phenyl)-propan-2,2 (Tetrabrombisphenol A), Bis-(4-hydroxy-3,5-dimethyl-phenyl)-propan-2,2 (Tetramethylbisphenol A), Bis-(4-hydroxy-3-methyl-phenyl)-propan-2,2, Bis-(4-hydroxy-phenyl)-cyclohexan-l.! *^'-Bis-(4-hydroxy-phenyl)-p-diisopropyl-benzol.
Weitere für die Herstellung von Polycarbonaten geeignete Bisphenole sind in den US-Patcnlschriftcn 30 28 365,29 99 835,31 48 172,32 71 368,29 70 131.29 91 273,32 71 367,32 80 078,30 14 891.29 99 846 sowie in den deutschen Offenlegungsschriften 20 63 050,20 63 052,22 11 957 und 22 11 956 beschrieben.
Geeignete Glasfasern im Sinne der vorliegenden Erfindung sind alle im Handel erhältlichen Glasfasersorten- und -typen, also geschnittene Glasseide (Langglasfasern und Kurzglasfaser), Rovings oder Stapelfasern, sofern sie durch geeignete Schlichten Polycarbonat-verträglich ausgerüstet sind.
Die Länge der Glasfäden, ob sie nun zu Fasern gebündelt sind oder nicht, soll bei Langglas zwischen 60 mm und 6 mm liegen, bei Kurzglas soll die Maximallänge zwischen 5 mm (5000 um und 0,05 mm (50 um) hegen.
Zwei Glasfasertypen werden besonders bevorzugt:
1. Langglasfaser mit einer mittleren Faserlänge von 6000 μπι, einem Durchmesser von ΙΟμίτι und einem Pulveranteil (< 50 um) von ca. 1 Gew.-% und
2. gemahlene Kurzglasfaser mit einer mittleren Faserlänge von 230 μπι, einem Durchmesser von 10 μπι und einem Pulveranteil (< 50 um) von 5 Gew.-%.
Als Glasmateria; ist das alkalifreie Aluminium-Bor-Silikat-Glas (»Ε-Glas«) oder auch das alkalihaltige »C-Glas« brauchbar.
Als geeingete Schlichten können die in der Literatur bekannten verwendet werden; besonders bewährt für Polycarbonatmassen ist die für Kurzglasfasern bekannte Wasserschlichte (vgl. DE-AS 12 01 991).
Weitere Einzelheiten über Glasfasern und deren Verwendung in Kunststoffen, insbesondere in Polycarbonaten, sind aus »riarro Hagen, Glasfaserverstärkte Kunststoffe, Springer-Verlag, Berlin, Göttir.gen, Heidelberg, 1961 (insbesondere Seiten 182 bis 252) und aus der US-PS 35 77 378 bekannt
Die verstärkten Polycarbonate können ggf. darüber hinaus auch Pigmente wie z. B.T1O2 u. ä. weitere Füllstoffe, Stabilisatoren und sonstige Additive enthalten, ohne daß das Eigenschaftsbild gestört wird.
Polyalkylenglykoliosphthalate im Sinne der vorliegenden Erfindung sind an sich bekannte Polyester auf Basis 2s von aliphatischen, cycloaliphatischen und araliphatischen Diolen, wie z. B. Äthylenglykol, Propandiol-l 3,2,2-Dimethylpropandiol-13, Butandiol-1,4- Hexandiol-1,6,1,4-Bis-hydroxy-methyIcycloh'jxan und Bisphenol-A-bisglykoläther sowie Mischungen dieser Diole.
In den an sich bekannten Polyalkylenisophthalaten im Sinne der vorliegenden Erfindung kann die Isophthalsäure durch aromatische Dicarbonsäuren bis zu 75 Mol-% ersetzt werden. Als Beispiele für aromatische Dicarbonsäuren werde·?.o-Phthalsäure,Terephthalsäure, 1,5- und l,6-Naphthalin-dicarbonsäure,4,4'-,43'- und 33'-Diphenyldicarbonsäure, 4,4'-, 43'-, und S^'-Diphenylsulfondicarbonsäure genannt Diese Dicarbonsäuren können ggf. Alkyl- oderiialogensubstituenten tragen.
Die Molekulargewichte (Mw) der Polylakylenglykolisophthalate im Sinne dieser Erfindung liegen zwischen 10 000 und 80 000. Sie können nach an sich bekannten Verfahren aus z.B. den Dicarbonsäuren oder deren Dialkylestern und den entsprechenden Diolen erhalten werden (siehe z. B. US-Patentschriften 26 47 885, 26 43 989,25 34 028,25 78 660,27 42 494,29 01 466).
Beispielsweise geht man von einem niederen Allylester der Isophthalsäure, vorzugsweise dem Dimethylester, aus und estert diesen mit einem Überschuß an Diol in Gegenwart geeigneter Katalysatoren zum 9;.shydroxyalkylester der Isophthalsäure um. Dabei wird die Temperatur ausgehend von 140GC auf 210 bis 220°C erhöht Der in Freiheit gesetzte Alkohol wird abdestilliert. Die Aufkondensation erfolgt anschließend bei Temperaturen von 210 bis 280° C, der Druck wird dabei stufenweise bis auf weniger als 1 Torr erniedrigt, wobei das überschüssige Diol abdestilliert wird.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Formmassen auf Basis aromatischer Polycarbonate erfolgt nach an sich bekannten Verfahren.
So können die Polycarbonate zusammen mit den Füllstoffen, den Polyalkyienglykolisophthalaten und ggf. Pigmenten, Stabilisatoren und sonstigen Additiven in Ein- oder Zweiwellenextrudern zu einer homogenen thermoplastischen Masse verarbeitet werden. Es kann aber auch bereits verstärktes Polycarbonat anschließend mit dem Polyalkylenglykolisophthalat auf gleiche Weise homogenisiert werden. Ein weiteres Einarbeitungsverfahren besteht in der intensiven Vermischung der Komponenten in einem Innenkneter mit anschließender Bandgranulierung.
Mischzeit und Mischtemperatur sind so zu bemessen, daß nicht in größerem Ausmaße Copolyestercarbonate durch intermolekulare Umesterung entstehen, d. h., daß im wesentlichen nur eine physikalische Mischung entsteht, in der die Polymeren gleichmäßig verteilt vorliegen. Somit werden die Mischungen im allgemeinen bei Temperaturen zwischen 250 und 300° C, bevorzugt zwischen 270 und 29O0C hergestellt. Bei diesen Temperaturen sollen die Mischzeiten nicht langer als etwa 5 Minuten betragen.
Die erfindungsgemäßen Polycarbonat-Formmassen finden überall dort Verwendung, wo ein hoher E-Modul, Biegefestigkeit und Steifheit bei ebenfalls guten Zähigkeitseigenschaften verlangt wird, wie z. B. für dimensionsstabile Formteile aller Art, wie Gehäuse- und Bauteile.
Die folgenden Beispiele sollen den Erfindungsgegenstand näher erläutern:
a) Herstellung eines Polycarbonats
Ca. 454 TI. 4,4'-Dihydroxydiphenyl-2,2-propan und 9,5 TI. p-tert.-Butylphenol werden in 1,5 I Wasser suspendiert. In einem 3-Halskolben, ausgestattet mit Rührer und Gascinleitungsrohr, wird der Sauerstoff aus der Reaktionsmischung entfernt, indem unter Rühren 15 min lang Stickstoff durch die Reaktionsmischung geleitet wird. Dann werden 355 TI. 45%igcr Natronlauge und 1000TI. Methylenchlorid zugegeben. Die Mischung wird auf 25°C abgekühlt. Unter Aufrechterhaltung dieser Temperatur durch Kühlen werden 237 TI. Phosgen wäh-
rend einer Zeitdauer von 120 min zugegeben. Eine zusätzliche Menge von 75 Tr. einer 45%igen Natronlauge wird nach 15 bis 30 min zugegeben bzw. nachdem die Phosgenaufnahme begonnen hat Zu der entstandenen Lösung werden 1,6 TL Triäthylamin zugegeben und die Mischung weitere 15 min gerührt Eine hochviskose Lösung wird erhalten, deren Viskosität durch Zugabe von Methylenchlorid reguliert wird. Die wäßrige Phase wird abgetrennt Die organische Phase wird mit Wasser, salz- und alkalifrei gewaschen. Das Poiycarbonat wird aus der gewaschenen Lösung isoliert und getrocknet Das Poiycarbonat hat eine relative Viskosität von 1,29 bis 130, gemessen in einer 0,5%igen Lösung von Methylenchlorid bei 200C Das entspricht ungefähr einem Molekulargewicht (Mw) von 31 000. Das so gewonnene Poiycarbonat wird extrudiert und granuliert
ίο b) Herstellung von Polyäthylenglykolisophthalat
97 TL Isophthalsäuredimethylester, 71 TL Äthylenglykol, 0,15Tf. wasserfreies Calciumacetat und 0,4Tl. Antimontrioxid werden in einem Rundkolben, ausgestattet mit Destillationsaufsatz, Luftkühier und Gaseinleitungskapillare, eingefüllt Durch Evakuieren und Füllen mit Stickstoff entfernt man die Luft aus der Apparatur. Man schmilzt die Komponenten durch Erhitzen auf 170° C auf. Durch die Kapillare leitet man einen schwachen Stickstoffstrom. Das bei der sofort einsetzenden Umesterung entstehende Methanol wird abdestilliert Nach ca. 1 Stunde läßt die Methanolabspaltung nach, man erhöht die Temperatur 2 Stunden lang auf 2000C, wobei das restliche Methanol entfernt wird. Danach destilliert man bei 2200C überschüssiges Äthylenglykol ab und erhöht die Temperatur auf 2700C Bei dieser Temperatur wird die Apparatur allmählich auf ca. 03 Torr evakuiert,
wobei unter Abspaltung von Äthylenglykol die Polykondensation zum Polyäthylenglykolisophthalat erfolgt Nach weiteren 3 Stunden ist die Reaktion beendet Das erhaltene Polyäthylenisophthaiat 'yrf eine relative Viskosität von 2,01, gemessen in einer l%igen Lösung in einem Lösungsmittelgemisch aus gi"e;;hen Teilen Phenol und Tetrachloräthan bei 25°C Das entspricht ungefähr einem Molekulargewicht (Mw) von 25 000.
c) Herstellung eines Polybutandiol-iso/terephthalates aus Butandiol-1,4- und
40% Iso- und 60% Terephthalsäunrdimethylester
40 Tl. Isophthalsäuredimethylester, 60 TI. Terephthalsäuredimethylester, 65 TI. Butandiol und 0,02 TI. Tetraisopropyl-o-titanat werden in einen Rundkolben, ausgestattet mit Destillationsaufsatz, Luftkühler und Gaseinleitungskapillare, eingefüllt Durch Evakuieren und Füllen mit Stickstoff entfernt man die Luft aus der Apparatur. Man schmilzt die Komponenten durch Erhitzen auf 1600C auf. Durch die Kapillare leitet man einen schwachen Stickstoffstrom. Das bei der sofort einsetzenden Umesterung entstehende Methanol wird abdestilliert Nach ca. 1 Stunde läßt die Methanolabspaltung nach, man erhöht die Temperatur 2 Stunden auf 180° C, anschließend eine weitere Stunde auf 2000C, wobei das restliche Methanol entfernt wird. Danach destilliert man unter Erhöhung der Temperatur auf 2600C und Absenken des Druckes auf 03 Torr das überschüssige Butandiol ab. Die Temperatur wird 45 bis 60 Min. beibehalten, wobei unter Abspaltung von Butandiol· die Polykondensation zum Polybutandiol-iso/terephthalat erfolgt.
Das erhaltene Polybutandiol-iso/terephthalat hat eine relative Viskosität von 2,10, gemessen in einer l%igen Lösung in einem Lösungsmittelgemisch aus gleichen Teilen Phenol und Tetrachloräthan bei 25° C. Das pntspricht ungefähr einem Molekulargewicht (Mw) von 28 000.
Beispiele 1 ois 4
Eingesetzte Polycarbonate
A. Poiycarbonat nach a)
B. Verstärktes Poiycarbonat bestehend aus
70 Gew. -% Poiycarbonat nach a) und
30 Gew.-% Kurzglasfasern mit einer Maxitnallänge von etwa 1 mm
C Verstärktes Poiycarbonat bestehend aus
80 Gew.-% Poiycarbonat auf Basis von Bisphenol A, hergestellt gem. a),Mw = 33 000,
20 Gew.-% Langglasfasern mit einer Länge von etwa 6 mm
D. Polyäthylenglykol-isophthalat nach b)
E. Polybutandiol-iso/terephthalat nach c)
F. Poly- 1,4-bis-hydroxymethyl-cyclohexan-isophthalat Mw = 39 000, hergestellt analog b)
Die folgende Tabelle enthält Abmischungen und deren Schmelzindices (nach DIN 53 735 bei 3003C, Kolbendruck 1,2 kp). Die Mischungen werden durch Vermischen der Komponenten in Zweiwellenextrudern erhalten.
Tabelle Beispiel
Il III IV I
Polycarbonat A 100 95 93 10 :' j
Polycarbonat B - - - 100 98 94
Polycarbonat C - - - - - - 100 93 97 15
Poiyäthylenglykolisophthalat O - 5 - - 2 - I
Polybutandioliso/terephthalat E - - 7 - - 6 - 7 - 1
Poly-1,4-bis-hydroxymethyl-
cyclohexan-isophthalat F
3 20 ?,:
Rockwellhärte M - - - 83 82 83 87 88 88
M
E-ModulfMPa] - - - 5830 5810 5840 5770 5750 5790
Schmelzindex bei 3000C nach
DIN 53 735 [g/10 min]
3,62 4,04 3,98 1.47 3.47 5.29 1.59 5,47 4,12

Claims (1)

  1. Patentansprüche:
    !.Thermoplastische Formmassen aus
    a) hochmolekularen aromatischen Polycarbonaten auf Basis von Diphenolen,
    b) 10 bis40Gew.-%, bezogen auf Gesamtmischung, an Glasfasern,
    c) 7 bis 1 Gew.-%, bezogen auf Gesaratmischung, eines Polyalkylenglykolisophthalates und gegebenenfalls
    d) Pigmenten, weiteren Füllstoffen, Stabilisatoren oder sonstigen Additiven.
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