DE2507573B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Drehen eines Stahlrohres - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Drehen eines StahlrohresInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Drehen eines geschweißten oder zu
schweißenden Stahlrohres in die für die Durchführung der Schweißung bzw. der anschließenden Prüfung
erforderliche Lage unter Verwendung wenigstens eines elektrischen Detektors.
Verfahren, die dazu dienen, den Schweißnahtbereich eines geschweißten bzw. eines zu schweißenden
Stahlrohres in die gewünschte Lage zu bringen, und zwar vor dem Schweißen, um den Schweißvorgang
durchzuführen und nach dem Schweißen, um die Schweißung zu prüfen, sind bekannt.
Aus der US-PS 27 16 691 ist ein Verfahren für das In-Lage-Drehen des Schweißnahtbereiches eines Stahlrohres
bekannt, bei dem ein mechanischer Fühler verwendet wird, der den Nahtbereich des zu schweißenden
Stahlrohres auffindet Der Fühler steht in Kontakt mit der Oberfläche des Stahlrohres. Das zu schweißende
Stahlrohr wird durch einen Drehantrieb langsam gedreht. Der Drehantrieb wird ansprechend auf ein vom
Fühler kommendes Signal gesteuert und die Drehbewegung des Stahlrohres gestoppt, wenn der Fühler den
Nahtbereich des Stahlrohres aufgefunden hat. In diesem Fall wird als mechanischer Fühler ein mechanischer
Anschlagschalter verwendet.
Die bekannte Arbeitsweise hat jedoch die Nachteile, daß das Auffinden des Nahtbereiches nicht mit großer
Genauigkeit erfolgt. Ferner arbeitet die Vorrichtung fehlerhaft infolge Vibration oder Verformung des zu
schweißenden Stahlrohres oder des Spaltes im Nahtbereich, weswegen der Nachtbereich nicht so genau wie
dies erwünscht ist in-Lage-gebracht werden kann. Die herkömmliche Arbeitsweise ist ferner darin nachteilig,
daß das In-Lage-Bringen infolge der niedrigen Drehgeschwindigkeit
nicht schnell ausgeführt werden kann.
Außerdem ist das bekannte Verfahren unter Verwendung eines mechanischen Führungskeils nicht dazu
geeignet, bereits geschweißte Stahlrohre in die richtige Position für die anschließende Prüfung der Schweißnaht
zu drehen. Ein schnelles und genaues Einjustieren der Schweißnaht durch Abtasten des gesamten Rohrumfangs
ist nicht möglich.
Aus der GB-PS 13 11 173 ist ein Verfahren zum Drehen von Stahlrohren bekannt, bei dem der
ίο Nahtbereich eines längs zu verschweißenden Stahlrohres
mittels eines Fühlers festgestellt und über eine geeignete Steuereinrichtung die Positionierung des
Stahlrohres mit dem zu verschweißenden Bereich vorgenommen wird. Der bekannte Fühler arbeitet
elektrisch oder mechanisch und dient dazu, die Schweißvorrichtung in die richtige Position zu bringen.
Das bekannte Verfahren ist nicht dazu geeignet, ein bereits geschweißtes Stahlrohr in die richtige Lage zu
drehen, um den Schweißnahtbereich in die richtige Lage für die Prüfeinrichtung zu bringen. Das bekannte
Verfahren ist auch nicht geeignet, den Schweißnahtbereich durch Abtasten des gesamten Umfanges bei sich
drehendem Stahlrohr schnell aufzufinden und genau einzujustieren.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zum In-Lage-Drehen
eines geschv/eißten bzw. zu schweißenden Stahlrohres ansprechend auf einen an ihm befindlichen Nahtbereich
zu schaffen, bei welchem der Nahtbereich schnell und genau in die gewünschte Lage gebracht wird.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Drehen eines geschweißten oder zu schweißenden
Stahlrohres, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß man zum In-Lage-Drehen des Stahlrohres mittels
zweier im Abstand der Nahtbereichsbreite in Umfangsrichtung des Stahlrohres angeordneter elektromagnetischer,
zu dem Stahlrohr zustellbarer Scheinwiderstanddetektoren je eine Detektorsignal erzeugt, welches in
seinem mittleren Abschnitt ein Bezugspotential und in dem diesem mittleren Abschnitt vorausgehenden
Abschnitt und nachfolgenden Abschnitt Scheitelpotentiale aufweist, welche gegenüber dem Bezugspotential
positiv oder negativ sind und die Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres stoppt, wenn das Detektorsignal
ein bestimmtes, vorher in positiver oder negativer Richtung gegenüber dem Bezugspotential festgelegtes
Niveau überschreitet und wieder auf das Bezugspotential abfällt.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die zu prüfende Schweißnaht mit hoher Geschwindigkeit und sehr großer Genauigkeit in die entsprechende Position gebracht wird. Die angestrebte Genauigkeit wird durch die Anordnung von zwei Detektoren erreicht. Die erfindungsgemäß verwendete Signalform stellt nicht nur fest, ob der Nahtbereich erreicht ist oder nicht, sondern stellt auch fest, welcher Teil des Nahtbereiches gerade erreicht ist.
Das erfindungsgemäße Verfahren hat den Vorteil, daß die zu prüfende Schweißnaht mit hoher Geschwindigkeit und sehr großer Genauigkeit in die entsprechende Position gebracht wird. Die angestrebte Genauigkeit wird durch die Anordnung von zwei Detektoren erreicht. Die erfindungsgemäß verwendete Signalform stellt nicht nur fest, ob der Nahtbereich erreicht ist oder nicht, sondern stellt auch fest, welcher Teil des Nahtbereiches gerade erreicht ist.
Gemäß einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens wird das geschweißte Stahlrohr mit
hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung gedreht, um ansprechend auf die Scheinwiderstandsänderung der
beiden Scheinwiderstanddetektoren bei Auffinden des Nahtbereiches ein Detektorsignal zu erhalten, welches
eine erste Scheitelspannung eines bestimmten Vorzei-
t>3 chens und darauffolgend eine zweite Scheitelspannung
entgegengesetzten Vorzeichens aufweist, die mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung erfolgende Drehbewegung
des geschweißten Stahlrohres stoppt, wenn
die zweite Scheitelspannung ein vorher festgelegtes Niveau übersteigt, das geschweißte Stahlrohr dann im
entgegengesetzten Sinn mit niedriger Geschwindigkeit dreht, und die mit niedriger Geschwindigkeit im
entgegengesetzten Sinn ausgeführte Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres stoppt, wenn die zweite
Scheitelspannung während der mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn ausgeführten Drehbewegung
wieder das festgelegte Niveau übersteigt.
Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zum In-Lage-Drehen eines geschweißten bzw. zu
schweißenden Stahlrohres ansprechend auf einen daran befindlichen Schweißnahtbereich, welches gekennzeichnet
ist durch eine Antriebsvorrichtung mit einem Motor zur Drehung des geschweißten Stahlrohres mit hoher
Geschwindigkeit in Normalrichtung und niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn um seine
Achse, einen Fühler mit einem ersten und einem zweiten elektromagnetisch arbeitenden bzw. ansprechenden
Scheinwiderstanddetektor, die zu der äußeren Oberfläche des geschweißten Stahlrohres zustellbar und in
Umfangsrichtung des geschweißten Stahlrohres in einem vorbestimmten Abstand voneinander angeordnet
sind, eine Einrichtung zur Erzeugung eines Detektorsignals mit einer ersten Scheitelspannung eines Vorzeichens
und einer nachfolgenden zweiten Scheitelspannung entgegengesetzten Vorzeichens und zwischen der
ersten Scheitelspannung und der zweiten Scheitelspannung liegendem Nullniveau ansprechend auf die
Scheinwiderstandsänderung des ersten und des zweiten Scheinwiderstanddetektors bei Auffinden des Nahtbereiches,
eine Signalumformerschaltung zur Erzeugung eines Impulssignals mit einer vorgeschriebenen Impulsbreite
aus der zweiten Scheitelspannung, sowie eine Steuerschaltung für die Antriebsvorrichtung zum
Umschalten der Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres aus der mit hoher Geschwindigkeit in
Normalrichtung ausgeführten Drehbewegung in die mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn
ausgeführte Drehbewegung, wenn die Signalumformerschaltung während der mit hoher Geschwindigkeit in
Normalrichtung ausgeführten Drehbewegung einen Ausgangsimpuls erzeugt hat, sowie zum Stoppen der
mit niedriger Geschwindigkeit ausgeführten Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres im entgegengesetzten
Sinn, wenn die Signalumformerschaltung während dieser mit niedriger Geschwindigkeit ausgeführten
Drehbewegung im entgegengesetzten Sinn wiederum einen Ausgangsimpuls erzeugt hat.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Diese zeigen in
F i g. 1 ein Blockschaltbild einer Vorrichtung zum In-Lage-Drehen eines geschweißten Stahlrohres ansprechend
auf einen daran befindlichen Schweißnahtbereich gemäß einer Ausführungsform der Erfindung;
F i g. 2 eine schematische Ansicht einer Halterung für den Fühler der F i g. 1 und einer Antriebsvorrichtung für
die Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres;
Fig.3 ein Blockschaltbild eines konkreten Ausführungsbeispiels
der in Fig. 1. angedeuteten Brückenschaltung;
Fig.4 und 5 Wellenformen von Ausgangssignalen
zur Erläuterung der Funktionsweise der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung;
Fig.6 und 7 Blockschaltbilder je eines konkreten
Ausführungsbeispiels der in F i g. 1 angedeuteten Steuerschaltung für die Drehbewegung; und
F i g. 8 eine Antricbsschaltung für den Antrieb des Motors der F i g. 1 in Verbindung mit der in den F i g. 6
und 7 dargestellten Steuerschaltung für die Drehbewegung.
In F i g. 1 wird ein geschweißtes Stahlrohr 1 auf Drehwalzen aufgesetzt, wie nachfolgend noch beschrieben, so daß es um seine Achse in die durch den Pfeil D\ oder Di angezeigte Richtung gedreht wird. Das Bezugszeichen 2 bezeichnet einen Schweißnahtbereich des geschweißten Stahlrohres. Ein Fühler 3 mit zwei
In F i g. 1 wird ein geschweißtes Stahlrohr 1 auf Drehwalzen aufgesetzt, wie nachfolgend noch beschrieben, so daß es um seine Achse in die durch den Pfeil D\ oder Di angezeigte Richtung gedreht wird. Das Bezugszeichen 2 bezeichnet einen Schweißnahtbereich des geschweißten Stahlrohres. Ein Fühler 3 mit zwei
ίο Detektorspulen Aa, Ab ist nahe der äußeren Oberfläche
des geschweißten Stahlrohres 1 vorgesehen. Die Detektorspulen Aa, Ab sind in dem Fühler 3 derart
angeordnet, daß die jeweiligen Mittelachsen der Spulen zu beiden Seiten einer geraden Linie C angeordnet sind,
welche die Mittelachse des Rohres 1 mit der Mitte des Nahtbereiches 2 verbindet, so daß der Abstand
zwischen den Mittelachsen der Spulen etwa gleich der Breite des Nahtbereiches 2 gewählt werden kann. Die
Detektorspulen Aa, Ab sind beispielsweise so konstruiert, daß eine Wicklung hundert Windungen um einen
Ferritkern von 10 mm Durchmesser und 20 mm Länge aufweist, und der Fühler 3 ist so konstruiert, daß diese
Spulen in ein Harz eingegossen sind, wobei der Achsabstand ihrer Mittelachsen auf 25 mm eingestellt
ist.
Das geschweißte Stahlrohr 1 wird in auf die Drehwalzen 6a, 6b, die von einem Motor 5 angetrieben
sind, wie F i g. 2 zeigt, aufgelegtem Zustand gedreht. Der Fühler 3 ist an einer Halterungsplatte 7 montiert,
zusammen mit einer Führungsrolle 8. Der Abstand zwischen dem unteren Ende des Fühlers 2 und der
äußeren Oberfläche des Rohres 1 wird mit Hilfe der Führungsrolle 8 immer konstant gehalten, beispielsweise
auf einem Wert von 10 mm. Die Halterungsplatte 7 ist
über Halterungsfedern bzw. Andruckfedern 9 mit einer Aufhängung 10 verbunden. Selbst wenn daher das Rohr
I beispielsweise einen unregelmäßigen oder verformten
Oberflächenbereich aufweist, wird die Führungsrolle 8 in sicherem Kontakt mit der äußeren Oberfläche des
Rohres 1 gehalten. Die Aufhängung 10 ist mit der Stoßstange 13 eines an einem Ausleger 11 montierten
Luftzylinder 12 verbunden und die Führungsrolle 8 wird durch den Luftzylinder 12 ständig mit einer definierten
Kraft gegen die äußere Oberfläche des Rohres 1 gedrückt. Der Hub der Stoßstange 13 des Luftzylinders
ist beispielsweise auf 300 mm eingestellt. Der Ausleget
I1 ist an einem Ende an einer Tragmuffe 16 befestigt, die
mit einer Hub- und Senkspindel 15 in Eingriff steht welche von einem von Hand steuerbaren Motor 14 für
die Hub- und Senkbewegung gedreht wird und die Anordnung ist so getroffen, daß die Höhe des Auslegers
11 durch Betätigung des Motors 14 mit dem Außendurchmesser des Rohres 1 verändert werden
kann. Die ein Gewinde aufweisende Spindel 15 ist ar ihrem oberen Ende mit dem Motor 14 verbunden, unc
ihr unteres Ende ist drehbar in einem Auflager 17 gelagert.
Die Detektorspulen Aa, Ab sind zwischen der Ausgangsklemmen eines Wechselstrom-Bezugssignal
generators 21 in Serie geschaltet, so daß sie zwe Zweige einer Wechselstrom-Brückenschaltung 20 bil
den, wie in F i g. 3 dargestellt. Zwischen den Ausgangs klemmen des Wechselstrom-Bezugssignalgenerators 21
sind die Regelwiderstände 22, 23 der Wechselstrom
b5 Brückenschaltung 20 parallel geschaltet. Ein Kondensa
tor 24 ist zwischen die jeweiligen Schiebekontakte dei Regelwiderstände 22, 23 geschaltet. Beispielsweise
können die Regelwiderstände 22, 23 jeweils auf 1 kr
eingestellt werden, während der Kondensator 24 auf 500 pF eingestellt ist. Der Ausgang der Wechselstrom-Brückenschaltung
20 ist an die Eingänge eines Differentialverstärkers 27 über die Leitungen 25 und 26,
die ausgehen von der Verbindungsstelle zwischen den Detektorspulen 4a, Ab bzw. der Verbindungsstelle
zwischen dem Schiebekontakt des Regelwiderstandes 22 und dem Kondensator 24, angeschlossen.
Nun wieder zurück zu Fig. 1. Der Ausgang des Differentialverstärkers 27 wird auf den Eingang eines
Synchrondetektors 28 aufgegeben. Auf den Bezugssignaleingang des Synchrondetektors 28 wird der
Ausgang des Bezugssignalgenerators 21 über einen Phasenschieber 29 als Bezugs-Phasensignal aufgegeben.
Die Ausgangsfrequenz des Bezugssignalgenerators 21 wird beispielsweise auf 50 kHz eingestellt. Die Wechselstrom-Brückenschaltung
20 dient dazu, ein Ausgangssignal zu erhalten, dessen Spannung und Phase sich mit
der Scheinwiderstandsänderung in den Spulen 4a, 4b, die infolge der unterschiedlichen elektrischen und
magnetischen Eigenschaften der Schweißnaht gegenüber dem Rohrkörper in dem Nahtbereich 2 auftreten,
wenn der Nahtbereich 2 unter den Spulen 4a, 4b vorbeiläuft, ändern. Ferner ist der Phasenschieber 29 so
eingestellt, daß die Ausgangsphase des Bezugssignalgenerators 21 um einen Winkel verschoben wird, bei
welchem das Ausgangssignal des Synchrondetektors 28, das durch das Vorbeilaufen des Nahtbereiches 2 an dem
Fühler 3 erzeugt wird, seinen höchsten Wert hat.
In dem Synchrondetektor 28 wird das Ausgangssignal der Wechselstrom-Brückenschaltung 20 einer Phasenanalyse
unterworfen, wobei das Ausgangssignal des Phasenschiebers 29 als das Bezugs-Phasensignal verwendet
wird. Beispielsweise wird die Größe der Phasenverschiebung durch den Phasenschieber 29
vorher so eingestellt, daß, wenn die Mitte des Nahtbereiches 2 in eine Linie mit der gleich weit von
den Spulen 4a, 4b entfernten Mittellinie gebracht ist, wie dies F i g. 1 zeigt, der Wert des Ausgangssignals des
Synchrondetektors 28 Null ist. Der Betrag der Phasenverschiebung durch den Phasenschieber 29 und
die gegenseitigen Verbindungen der Spulen 4a, 4b werden nämlich vorher so eingestellt, daß die Werte der
Ausgangsspannungen der Spulen 4a, 4b in bezug auf die Leitung 25 in Fig.3 zueinander entgegengesetztes
Vorzeichen haben. Zum Beispiel ist die gegenseitige Schaltungsverbindung zwischen den Spulen 4a, 4b so
gewählt, daß, wenn das Rohr 1 eine normale Drehung ausgeführt hat, die Spule 4a ein negatives Ausgangssignal
abgibt und die Spule 4b ein positives Ausgangssignal. Umgekehrt kann die Schaltungsverbindung
natürlich auch so gewählt sein, daß bei normaler Drehung die Spule 4b ein positives Ausgangssignal
abgibt. Das Ausgangssignal des Synchrondetektors 28 als solches ist in Fig.4(a) dargestellt, in welcher Pu ein
negativer Scheitelwert des Ausgangssignals von der Spule 4a bei normaler bzw. Drehung in Normalrichtung
ist; Pu ist ein positiver Scheitelwert des Ausgangssignals
von der Spule 4b im gleichen Fall ist; und Oi einen
Ausgangssignalwert bezeichnet, der erhalten wird,, wenn die Mitte des Nahtbereiches 2 mit der Mittellinie
zwischen den Spulen 4a, 4b in Fluchtung gebracht ist.
In F i g. 1 wird der Ausgang des Synchrondetektors 28 auf zwei Schmitt-Triggerschaltungen 30,31 aufgegeben.
Die Schmitt-Triggerschaltung 30 ist so eingestellt, daß sie ein Ausgangssignal gemäß der Darstellung in
Fig.4(b) erzeugt, wenn der Ausgangsjiignalwert des
Synchrondetektors 28 den Wert Vl überstiegen hat, während die Schmitt-Triggerschaltung 31 so eingestellt
ist, daß sie ein Ausgangssignal gemäß der Darstellung in Fig.4(c) erzeugt, wenn der Ausgangssignalwert des
Synchrondetektors 28 einen Wert von Null Volt überstiegen hat. Der Ausgang der Schmitt-Triggerschaltung
30 wird auf den Setzeingang einer Flip-Flop-Schaltung 32 aufgegeben, welche gesetzt wird, wenn das
Ausgangssignal der Schmitt-Triggerschaltung 30 angestiegen ist. Der Ausgang der Schmitt-Triggerschaltung
ίο 31 wird auf den Rücksetzeingang der Flip-Flop-Schaltung
32 aufgegeben, die rückgesetzt wird, wenn das Ausgangssignal der Schmitt-Triggerschaltung 31 abgefallen
ist. Es wird daher das Ausgangssignal von der Flip-Flop-Schaltung 32 bei Drehung des Rohres 1 mit
hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung in Abhängigkeit von dem Scheitel Pi 2 des Ausgangssignals erhalten,
wie dies in F i g. 4(d) dargestellt ist. Das Ausgangssignal der Flip-Flop-Schaltung 32 wird auf einen monostabilen
Multivibrator 33 aufgegeben, welcher den in Fig.4(e)
dargestellten Ausgangsimpuls abgibt, welcher in Abhängigkeit von dem Abfallen des Ausgangssignals aus der
Flip-Flop-Schaltung 32 ansteigt und daher eine verhältnismäßig geringe Impulsbreite hat. Es sei bemerkt, daß
es bei dieser Erfindung notwendig ist, den Signalwert Vl für das Setzen für die Schmitt-Triggerschaltung 30 zur
Vermeidung eines fehlerhaften Arbeitens der Schaltung infolge von Rauschsignalen so einzustellen, daß sein
Vorzeichen dem des Scheitelwertes Pn des Ausgangssignals,
welches während der Drehung mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung zuerst erhalten
wird, entgegengesetzt ist.
Das Ausgangssignal des monostabilen Multivibrators 33 wird dann auf eine Steuerschaltung 34 zur Steuerung
des Motors 5 aufgegeben. Gelangt, wenn das Rohr 1 sich mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung dreht,
das Ausgangssignal von dem monostabilen Multivibrator 33 zu der Steuerschaltung 34, so erzeugt die
Steuerschaltung 34 zuerst ein Ausgangssignal zum Stoppen der Drehung des Motors 5 und sodann ein
Befehlsignal für die Drehbewegung des Rohres 1 in entgegengesetztem Sinn mit niedriger Geschwindigkeit
zu einem Zeitpunkt, der eine vorgeschriebene Zeitspanne nach der Erzeugung des Stoppsignals liegt. Selbst
wenn nämlich der Motor 5 nach Empfang des Stoppsignals gestoppt wird, dreht sich das Rohr 1
infolge seines Rotationsträgheitsmoments noch etwas weiter. In Abstimmung mit der Zeit für dieses
Weiterdrehen wird daher eine bestimmte Zeitspanne zwischen dem Zeitpunkt der Erzeugung des Stoppsignals
und dem Zeitpunkt der Erzeugung des Befehlsignals eingestellt.
Wenn man das Rohr 1 eine Gegendrehung in der durch den Pfeil Di in F i g. 1 angezeigten Richtung
machen läßt, so hat das von dem Synchrondetektor 28 kommende Ausgangssignal des Nahtbereichdetektors
die in Fig.5(a) dargestellte Gestalt. Es wird dann nämlich von der Schmitt-Triggerschaltung 33 ein
Ausgangssignal wie in F i g. 5(b) erzeugt, welches durch ein am Detektorausgang abgenommenes, den Wert VL
in dem Ausgangs-Scheitelsignal P21 übersteigendes
Ausgangssignal ausgelöst wird, während von der Schmitt-Triggerschaltung 31 ein Ausgangssignal gemäß
der Darstellung in Fig.5(c) erzeugt wird, welches
ausgelöst wird wenn am Detektorausgang ein Wert größer als Null abgenommen wird. Demzufolge sind die
jeweiligen Ausgangssignale der Flip-Flop-Schaltung 32 und des monostabilen Multivibrators 33 wie in den
F i g. 5(d) bzw. 5{e) dargestellt. Auf diese Weise wird das
Ausgangssignal von dem monostabilen Multivibrator 33, wenn sich das Rohr 1 im entgegengesetzten Sinn mit
niedriger Geschwindigkeit dreht, erhalten, wenn die Mitte des Fühlers 3 mit der Mitte des Nahtbereiches 2
zusammenfällt Wenn das Ausgangssignal von dem monostabilen Multivibrator 33 auf die Steuerschaltung
34 aufgegeben wird, so wird von der Steuerschaltung 34 auf den Motor 5 ein Motor-Stopp-Befehlssignal
aufgegeben, welches den Motor 5 und demzufolge das Rohr 1 stoppt In diesem Fall muß das Rohr 1 sich mit
ausreichend geringer Geschwindigkeit drehen, daß es sofort zur Ruhe kommt, wenn der Motor 5 gestoppt
worden ist Dadurch wird dann das Rohr 1 in einer Lage gestoppt in welcher die Mitte des Fühlers 3 mit der
Mitte des Nahtbereiches 2 zusammenfällt.
Im folgenden wird der Aufbau der Steuerschaltung 34
anhand der F i g. 6, 7 und 8 beschrieben. In F i g. 6 wird das Ausgangssignal von dem monostabilen Multivibrator 33 der F i g. 1 auf einen Eingang 40 aufgegeben, der
über einen Widerstand 41 mit der Basis eines Transistors 42 verbunden ist. Der Kollektor des
Transistors 42 ist über ein Relais RYX mit einer
Versorgungsleitung verbunden, die 20 Volt Gleichspannung hat, während der Emitter des Transistors direkt an
eine mit der Erde verbundene Leitung von 0 Volt gelegt ist Das heißt, der Aufbau ist so getroffen, daß bei
Aufgabe eines positiven Signals auf den Eingang 40 der Transistor 42 leitend wird und das Relais RYX erregt.
Ein Ende eines ersten, normalerweise geschlossenen Kontaktpaares RYX b-X des Relais RYX ist mit einem
Ende eines Relais RY2 in der Steuerschaltung der
Fig.7 verbunden, während ein Ende eines zweiten normalerweise geschlossenen Kontaktpaares RYX b-2
dieses Relais mit einem Ende eines Relais RYA
verbunden ist An das andere Ende des normalerweise geschlossenen Kontaktpaares RYX b-X sind mit einem
Ende ein Handschalter MS, ein Grenzschalter LS und ein erstes normalerweise offenes Kontaktpaar RY2 a-X
des Relais RY2 geschaltet, und ihre anderen Enden sind
an eine Leitung 43 einer Wechselstromquelle mit einer Spannung von beispielsweise 100 Volt angeschlossen;
die andere Leitung 44 der Wechselstromquelle ist mit dem anderen Ende des Relais RY2 verbunden. Der
Grenzschalter LS ist den Drehwalzen 6a, 6b zugeordnet und so konstruiert, daß er einschaltet, wenn das Rohr 1
auf die Drehwalzen 6a %b gelegt worden ist. Es sei darauf hingewiesen, daß der Grenzschalter LS auch
einer Betriebsschaltung für den Luftzylinder 12 zugeordnet sein kann, wenngleich dies nicht dargestellt
ist; und wenn der Grenzschalter LSeinschaltet, wird der
Luftzylinder 12 gesenkt und bringt den Fühler 3 in eine gewünschte Stellung zur Außenwandung des Rohres 1.
Der Handschalter MSwird von Hand geschlossen durch eine Bedienungsperson, welche sich vergewissert, daß
das Rohr 1 auf die Drehwalzen 6a, 6b gelegt ist. Die zu dem Relais RY2 gehörende Schaltung ist eine
Steuerschaltung, welche bewirkt, daß sich der Motor 5 mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung bzw.
normaler Betriebsrichtung dreht.
Zwischen den Leitungen 43 und 44 der Wechselstromquelle, welche 100 Volt führen, sind ferner in Serie
ein normalerweise offenes Kontaktpaar RAXa, bzw. ein
normalerweise geschlossenes Kontaktpaar RY4 b-X
des Relais RYA und ein normalerweise geschlossenes Kontaktpaar RY2 b-X des Relais RY2, sowie ein Relais
RY3 geschaltet. Zu dem normalerweise offenen Kontaktpaar RYX a ist ein erstes normalerweise
offenes Kontaktpaar RY3 a-X des Relais RY3 parallel
geschaltet. Zwischen die Leitungen 43 und 44 der Wechselspannungsquelle sind ferner in Serie ein zweites
normalerweise offenes Kontaktpaar RY 3 a-2des Relais RY3, bzw. ein normalerweise geschlossenes Kontaktpaar RY4 b-2 des Relais RY4 und ein normalerweise
geschlossenes Kontaktpaar RY2 b-2 des Relais RY2, sowie ein Zeitverzögerungsrelais Γ geschaltet. Der das
Relais RY3 und das Zeitverzögerungsrelais Γ enthaltende Schaltkreis ist eine Zeitverzögerungsschaltung,
ίο welche verwendet wird, um den Motor 5 zeitweise während einer bestimmten Zeitspanne zu stoppen,
wenn der Motor 5 aus der mit hoher Geschwindigkeit ausgeführten normalen Drehbewegung übergehen soll
in die mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetis zen Sinn ausgeführte Drehbewegung.
Zwischen die Leitungen 43 und 44 der Wechselstromspannungsquelle sind ferner in Serie ein normalerweise
offenes Kontaktpaar Ta des Zeitverzögerungsrelais T, ein normalerweise geschlossenes Kontaktpaar RYX b-2
des Relais RYX und ein Relais RY4 geschaltet. Zu dem
normalerweise offenen Kontaktpaar Ta ist ein normalerweise offenes Kontaktpaar RY4 a-X des Relais
RY4 parallel geschaltet. Der zu dem Relais RY4
gehörende Schaltkreis ist eine Steuerschaltung, welche
bewirkt, daß der Motor 5 eine Drehbewegung im
entgegengesetzten Sinn mit niedriger Geschwindigkeit ausführt.
In F i g. 8 ist der Motor 5 durch zwei normalerweise offene Kontaktpaare RY2 a-2 zwischen die Klemmen
M 50 und 51 einer Gleichstromquelle geschaltet und durch zwei normalerweise offene Kontaktpaare RY4 a-2
zwischen die Klemme 51 der Gleichstromquelle und eine Klemme 52 einer (weiteren) Gleichstromquelle.
Über die Klemmen 50 und 51 kann eine relativ hohe
positive Spannung (von +Vl Volt) abgenommen
werden, während an den Klemmen 51 und 52 eine niedrigere positive Spannung (von +V2 Volt) abgenommen werden kann. Wenn die normalerweise
offenen Kontaktpaare RY2 a-2 geschlossen sind, so
dreht sich der Motor 5 mit hoher Geschwindigkeit in
Normalrichtung. Wenn die normalerweise offenen Kontaktpaare RY4 a-2 geschlossen sind, so dreht sich
der Motor 5 im entgegengesetzten Sinne mit niedriger Geschwindigkeit.
Das vorliegende Verfahren zum In-Lage-Drehen des geschweißten Stahlrohres 1 ansprechend auf einen
daran befindlichen Nahtbereich wird nunmehr in seiner Durchführung mit der Vorrichtung gernäß oben
beschriebenener Konstruktion erläutert. Zunächst wird,
so wenn das Rohr 1 nach dem Schweißen auf die Drehwalzen 6a, 6b gelegt wird, der Grenzschalter LS
eingeschaltet. Hierdurch wird der Luftzylinder 12 angetrieben, und demzufolge der Fühler 3 um etwa
30 cm nach unten bewegt. Sodann wird der Motor 14 für
die Hub- und Senkbewegung angetrieben, um den
Ausleger 11 nach unten zu bewegen, und wenn die Führungsrolle 8 in Kontakt mit der äußeren Oberfläche
des Rohres 1 gebracht worden ist, wird der Ausleger U gestoppt. Da sich in diesem Falle die gewünschte
Stellung, in welcher der Nahtbereich 2 gestoppt werden soll, genau im Zenith des Rohres 1 befindet, ist der
Fühler 3 genau über dem Rohr 1 angeordnet Natürlich kann der Fühler 3 auch beispielsweise unterhalb des
Rohres 1 angeordnet sein, je nach der gewünschten
Position (in welcher der Nahtbereich 2 gestoppt werden
soll). Wenn sich die Führungsrolle 8 in der oben beschriebenen Weise in Kontakt mit dem Rohr 1
befindet, dann werden vertikale Schwingungen des
Rohres 1 durch die Andruckfedern 9 absorbiert, wenn
sie in einem Bereich von etwa ±25 mm liegen.
Wenn die Bedienungsperson diesen Zustand prüft und den Handschalter MS einschaltet, wird das Relais
RY2 erregt und schließt das erste und zweite normalerweise offene Kontaktpaar RY 2 a-1 und RY2
a-2, und öffnet gleichzeitig die normalerweise geschlossenen Kontaktpaare RY2 b-l und RY2 b-2. Demzufolge wird das Relais RY2 durch sein normalerweise
offenes Kontaktpaar RY2 a-1 selbst gehalten, und
gleichzeitig wird der Motor 5 mit einer hohen Spannung von +Vl (volt) versorgt. Hierdurch wird der Motor mit
hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung gedreht, wodurch das Rohr 1 mittels der Drehwalzen 6a, 6f>
in der durch den Pfeil D\ der F i g. 1 angezeigten Richtung, welche die Normalrichtung ist, mit hoher Geschwindigkeit, beispielsweise einer Umfangsgeschwindigkeit von
18 m/min, gedreht wird. Da in diesem Stadium die Kontaktpaare RY2 b-l, RY2 b-2 und Ta geöffnet sind,
bleiben die Zeitverzögerungsschaltung und die Steuerschaltung für die niedrige Geschwindigkeit unaktiviert.
Wenn während der Rotation des Rohres 1 mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung der Nahtbereich 2
genau vor den Fühler 3 gebracht wird, wird ein Detektorsignal von der Wechselstrom-Brückenschaltung 20 ansprechend auf die Scheinwiderstandsänderung der Detektorspulen 4a, 4b infolge der Veränderungen des elektrischen und magnetischen Charakters im
Nahtbereich 2 abgegeben. Dieses Detektorsignal wird, nachdem es durch den Differentialverstärker 27
verstärkt wurde, auf den Synchrondetektor 28 aufgegeben, von welchem ein Detektorsignal wie in Fig.4(a)
dargestellt, abgegeben wird. Wie oben erwähnt, wird dieses Detektorsignal zu einer Signalumformerschaltung geleitet, welche die Schmitt-Triggerschaltungen
30,31, die Flip-Flop-Schaltung 32, und den monostabilen
Multivibrator 33 enthält. Von dem monostabilen Multivibrator 33 wird das in Fig.4(e) dargestellte
Impulssignal abgegeben, welches eine Impulsbreite von beispielsweise 0,5 see hat. Dieses Impulssignal wird auf
den Eingang 40 in F i g. 6 aufgegeben, welcher sich in der Steuerschaltung 34 für den Motor befindet. Bei
Empfang dieses Impulssignals wird der Transistor 42 leitend gemacht und erregt das Relais RYl. Dies hat zur
Folge, daß das normalerweise geschlossene Kontaktpaar RYi b-l geöffnet wird, um das Relais RY2 zu
inaktivieren. Dadurch wird der Motor 5 gestoppt. Selbst wenn der Motor 5 gestoppt wird, dreht sich das Rohr 1,
welches bis dahin mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung gedreht wurde, während beispielsweise
2 see infolge der Rotationsträgheitskräfte weiter und stoppt dann. Tatsächlich wird daher die Rohrdrehung in
einer Lage gestoppt, in welcher der Nahtberaich 2 die Fühlerposition etwas in der durch den Pfeil A
angezeigten Richtung überlaufen hat.
Wenn das Relais RYX erregt wird, und das Relais
RY2 inaktiviert wird, werden die Relaiskontaktpaare
RYia und RY2 b-\ geschlossen und erregen das Relais
RY3. Dies hat zur Folge, daß das normalerweise geschlossene Kontaktpaar RY3 a-1 geschlossen wird
und bewirkt, daß sich das Relais RY3 selbst hält, und
bewirkt gleichzeitig, daß die Kontaktpaare RY3 a-2 und RY2 b-2 geschlossen werden und das Zeitverzögerungsrelais T erregen. Die Zeitverzögerungsschaltung
wird hierdurch in Betrieb gesetzt. Das Zeitverzögerungsrelais T ist so eingestellt, daß es eine Verzögerungszeit von beispielsweise 2 Sekunden hat. Demzufolge wird das normalerweise offene Kontaktpaar Tt des
Relais T 2 Sekunden nachdem das Relais T erregt wurde, geschlossen. Innerhalb dieser Verzögerungszeit
des Relais T wird das infolge seiner Trägheit weiter rotierende Rohr 1 ohne manuelle Hilfe gestoppt
Wenn das normalerweise offene Kontaktpaar Ta des Zeitverzögerungsrelais T geschlossen ist, wird das
Relais RY4 erregt, weil zu diesem Zeitpunkt das
Kontaktpaar RYi b-2 sich schon in geschlossenem Zustand befindet. Die Erregung des Relais RY4
to bewirkt, daß das normalerweise offene Kontaktpaar RY4 a-1 geschlossen wird, wodurch das Relais RY4
selbst gehalten wird und bewirkt gleichzeitig, daß das normalerweise offene Kontaktpaar RY4 a-2 geschlossen wird, wodurch der Motor 5 über die Klemmen 51,52
an die niedrige Spannungsquelle (+ V2) gelegt wird. Der Motor 5 wird mit einer niedrigen Spannung von +V2
versorgt, die einen Strom in der entgegengesetzten Richtung zu der Richtung des Stromes fließen läßt,
welcher bei Drehung mit hoher Geschwindigkeit in
Normalrichtung fließt, und deswegen beginnt sich der
Motor im entgegengesetzten Sinn mit niedriger Geschwindigkeit zu drehen. Dies hat zur Folge, daß das
Rohr 1 mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn von den Drehwalzen 6a, 6b in der Richtung
des Pfeiles Di, welche der durch den Pfeil D\
angegebenen Richtung entgegengesetzt ist, gedreht
wird. In diesem Fall ist die Umfangsgeschwindigkeit des
wird, um den Nahtbereich 2 wieder unmittelbar vor den Fühler 3 zu bringen, dann gibt der Synchrondetektor 28
ein Detektorsignal ab, wie es in F i g. 5{a) dargestellt ist Wenn zu diesem Zeitpunkt das anfängliche Ausgangsscheitelsignal P2I auftritt, dann wird der Ausgangsimpuls
gemäß der Darstellung in F i g. 5(e) von dem monostabilen Multivibrator 33 der Signalumformerschaltung auf
den Eingang 40 der Fig.6 dargestellten Schaltung aufgegeben, um das Relais RYl noch einmal zu erregen.
Der in Fig.5(e) dargestellte Ausgangsimpuls wird
korrespondierend zu dem Punkt O2 der in Fig.5(a)
dargestellten Wellenform erzeugt, d. h. zu dem Zeitpunkt, in welchem die Mitte des Fühlers 3 mit der Mitte
des Nahtbereiches 2 zusammenfällt. Die oben erwähnte Erregung des Relais RYl bewirkt, daß das normaler
weise geschlossene Kontaktpaar RY1 b-l geöffnet wird
und das Relais RY2 inaktiviert. Dies hat zur Folge, daß
das normalerweise geschlossene Kontaktpaar RY2 b-2 geöffnet wird und das Relais RY4 inaktiviert. Die
Inaktivierung des Relais RY4 bewirkt, daß das
so normalerweise geöffnete Kontaktpaar RY4 a-2 geöffnet wird, so daß die mit niedriger Geschwindigkeit im
entgegengesetzten Sinn ausgeführte Drehung des Motors 5 gestoppt wird. Bei dieser Gegendrehung mit
niedriger Geschwindigkeit ist die Umfangsgeschwindig
keit des Rohres 1 extrem niedrig und beträgt
beispielsweise 1,8 m/min. Demzufolge sind auch die Trägheitskräfte aus der Rotation des Rohres 1 ihrerseits
außerordentlich gering. Dies hat zur Folge, daß das Rohr 1 gleichzeitig mit dem Anhalten des Motors 5
gestoppt wird, und daß der Nahtbereich 2 in eine Lage gebracht wird, in welcher er sich genau vor dem Fühler
3 befindet.
Bei der vorstehenden Ausführungsform ist das Niveau Vj. für das Setzen der Schmitt-Triggerschaltung
30 auf die positive Seite gelegt, so daß bei Drehung mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung zuerst das
negative Scheitel-Ausgangssignal Pn und dann das
positive Scheitel-Ausgangssignal Pi2 erzeugt werden,
wie dies in Fig.4(a) dargestellt ist. Umgekehrt kann
aber die Schaltung auch so aufgebaut sein, daß bei Drehung mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung
zuerst das positive Schcitel-Ausgangssignal P21 und
dann das negative Scheitel-Ausgangssignal Pn erzeugt
werden, wie dies in F i g. 5(a) dargestellt ist. Im letzteren Fall ist der Betriebswert VL für das Setzen der
Schmitt-Triggerschaltung 30 lediglich auf der negativen Seite geringfügig höher anzusetzen als das negative
Scheitel-Ausgangssignal P22, derart, daß bei Negativwerden des Eingangswertes der Schmitt-Triggerschal-
tung 31 die Schmitt-Triggerschaltung 31 ein Ausgangssignal erzeugen kann. In jedem Falle sollte der
Betriebswert Vl für das Setzen der Schmitt-Triggerschaltung 30 so gewählt sein, daß es keine Fehlfunktion
aufgrund von Rauschsignalen gibt; und wenn, insbesondere bei Drehung mit niedriger Geschwindigkeit in
entgegengesetzter Richtung, die Mitte des Fühlers 3 mit der Mitte des Nahtbereiches 2 zusammengefallen ist,
dann wird ein Stopp-Befehlssignal für den Motor 5 abgegeben.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Verfahren zum Drehen eines geschweißten oder zu schweißenden Stahlrohres in die für die
Durchführung der Schweißung bzw. der anschließenden Prüfung erforderliche Lage unter Verwendung
wenigstens eines elektrischen Detektors, dadurch gekennzeichnet, daß man zum In-Lage-Drehen des Stahlrohres mittels zweier im
Abstand der Nahtbereichsbreite in Umfangsrichtung des Stahlrohres angeordneter elektromagnetischer,
zu dem Stahlrohr zustellbarer Scheinwiderstanddetektoren je ein Detektorsignal erzeugt, welches in
seinem mittleren Abschnitt ein Bezugspotential und in dem diesen mittleren Abschnitt vorausgehenden
Abschnitt und nachfolgendem Abschnitt Scheitelpotentiale aufweist, welche gegenüber dem Bezugspotential
positiv oder negativ sind und die Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres stoppt, wenn das
Detektorsignal ein bestimmtes, vorher in positiver oder negativer Richtung gegenüber dem Bezugspotential
festgelegtes Niveau überschreitet und wieder auf das Bezugspotential abfällt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man das geschweißte Stahlrohr mit
hoher Geschwindigkeit in normaler Betriebsrichtung bzw. Normalrichtung dreht, um ansprechend
auf die Scheinwiderstandsänderung der beiden Scheinwiderstanddetektoren bei Auffinden des
Nahtbereiches ein Detektorsignal zu erhalten, welches eine erste Scheitelspannung eines bestimmten
Vorzeichens und darauffolgend eine zweite Scheitelspannung entgegengesetzten Vorzeichens
aufweist, die mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung erfolgende Drehbewegung des geschweißten
Stahlrohres stoppt, wenn die zweite Scheitelspannung ein vorher festgelegtes Niveau übersteigt,
das geschweißte Stahlrohr dann im entgegengesetzten Sinn mit niedriger Geschwindigkeit dreht, und
die mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn mit niedriger Geschwindigkeit dreht,
und die mit niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn ausgeführte Drehbewegung des
geschweißten Stahlrohres stoppt, wenn die zweite Scheitelspannung während der mit niedriger Geschwindigkeit
im entgegengesetzten Sinn ausgeführten Drehbewegung wieder das festgelegte Niveau
übersteigt.
3. Vorrichtung zum Drehen eines geschweißten oder zu schweißenden Stahlrohres, insbesondere zur
Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine Antriebsvorrichtung
mit einem Motor (5) zur Drehung des geschweißten Stahlrohres (1) mit hoher Geschwindigkeit in
Normalrichtung und niedriger Geschwindigkeit im entgegengesetzten Sinn um seine Achse, einen
Fühler (3) mit einem ersten (4a) und einem zweiten (4b) elektromagnetisch arbeitenden bzw. ansprechenden
Scheinwiderstanddetektor, die zu der äußeren Oberfläche des geschweißten Stahlrohres
zustellbar und in Umfangsrichtung des geschweißten Stahlrohres in einem vorbestimmten Abstand
voneinander angeordnet sind, eine Einrichtung (28) zur Erzeugung eines Detektorsignals mit einer
ersten Scheitelspannung (Pw, P21) eines Vorzeichens und einer nachfolgenden zweiten Scheitelspannung
(Pn; Pn) entgegengesetzten Vorzeichens und
zwischen der ersten Scheitelspannung und der
zweiten Scheitelspannung liegendem Nullniveau (Oi; O2) ansprechend auf die Scheinwiderstandsänderung
des ersten und des zweiten Scheinwiderstanddetektors bei Auffinden des Nahtbereiches (2), eine
Signalumformerschaltung (30,32,33) zur Erzeugung
eines Impulssignals mit einer vorgeschriebenen Impulsbreite aus der zweiten Scheitelspannung (P>.i;
P22), sowie eine Steuerschaltung (34) für die Antriebsvorrichtung zum Umschalten der Drehbewegung
des geschweißten Stahlrohres aus der mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung ausgeführten
Drehbewegung in die mit niedriger Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung ausgeführte
Drehbewegung, wenn die Signalumformerschaltung während der mit hoher Geschwindigkeit
in Normalrichtung ausgeführten Drehbewegung einen Ausgangsimpuls erzeugt hat, sowie zum
Stoppen der mit niedriger Geschwindigkeit ausgeführten Drehbewegung des geschweißten Stahlrohres
im entgegengesetzten Sinn, wenn die Signalumformerschaltung während dieser mit niedriger
Geschwindigkeit ausgeführten Drehbewegung im entgegengesetzten Sinn wiederum einen Ausgangsimpuls
erzeugt hat
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsvorrichtung eine Vielzahl
von Drehwalzen (6a, 6b), auf welche das geschweißte Stahlrohr (1) gelegt wird, sowie einen Motor (5) zum
Drehen der Drehwalzen aufweist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zur Erzeugung
eines Detektorsignals eine Wechselstrom-Brückenschaltung (20), in deren Zweigen der erste und der
zweite Scheinwiderstanddetektor (4a bzw. 4b) angeordnet sind, einen Differentialverstärker (27)
zur Verstärkung des Ausgangssignals von der Wechselstvom-Brückenschaltung, einen Synchrondetektor
(28), an dessen Eingang der Ausgang des Differentialverstärkers geschaltet ist, sowie eine
■♦ο Schaltung mit einem Phasenschieber (29) zur
Lieferung eines Bezugs-Phasensignals an den Synchrondetektor, aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Signalumformerschaltung
eine erste Schmitt-Triggerschaltung (30) zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn das
Detektorsignal einen bestimmten Wert (VL) zwischen
der zweiten Scheitelspannung (?n; P22) und dem Nullwert (Oi; O2) hat, eine zweite Schmitt-Triggerschaltung
(31) zur Erzeugung eines Ausgangssignals, wenn das Detektorsignal den Nullwert (Oi; O2) in Richtung des gleichen Vorzeichens wie das
des bestimmten Wertes überschritten hat, eine Flip-Flop-Schaltung (32), die ansprechend auf das
Ansteigen des von der ersten Schmitt-Triggerschaltung (30) kommenden Ausgangssignals gesetzt und
ansprechend auf das Abfallen des von der zweiten Schmitt-Triggerschaltung (31) kommenden Ausgangssignals
rückgesetzt wird, sowie einen monostabilen Multivibrator (33), welcher ansprechend auf
das Abfallen des von der Flip-Flop-Schaltung beim Setzen kommenden Ausgangssignals aktiviert wird,
um ein Impulssignal mit der vorgeschriebenen Impulsbreite zu erzeugen, aufweist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung
für die Antriebseinrichtung die folgenden Schaltungselemente enthält: eine Hochgeschwindigkeits-
steuerschaltung mit einem ersten Relais (RY2), welches Kontakte (RY2 a-2) zum Anschluß des
Motors (5) an eine Quelle (50, 51) hoher Spannung zur Erzeugung der Drehung des geschweißten
Stahlrohres (1) mit hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung, eine Aktivierungsschaltung für das
erste Relais, ein zweites Relais mit ersten, normalerweise geschlossenen Kontakten, die an die Aktivierungsschaltung
angeschlossen sind und ansprechend auf das Impulssignal, welches von der ersten Signalumformerschaltung während der Drehung mit
hoher Geschwindigkeit in Normalrichtung abgegeben wird, aktiviert wird, eine Zeitverzögerungsschaltung
mit einem Zeitverzögerungsrelais (T), welchci
während der Inaktivierung des ersten Relais erregt wird und so eingestellt ist, daß es eine vorbestimmte
Zeitverzögerung hat, eine Niedergeschwindigkeits-Steuerschaltung mit einem dritten Relais (RY*),
welches erregt wird, wenn das Zeitverzögerungsrelais (T) der Zeitverzögerungsschaltung erregt wird
und Kontakte (RY4 a-2) zum Anschluß des Motors an eine Quelle (51, 52) niedriger Spannung zur
Erzeugung der Drehung des geschweißten Stahlrohres mit niedriger Geschwindigkeit im Gegensinn hat,
sowie zweite normalerweise geschlossene Kontakte, die dem zweiten Relais zugeordnet und geöffnet
sind, wenn das zweite Relais erregt wird, um das dritte Relais hierdurch zu inaktivieren und den
Motor zu stoppen.
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