DE250632C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei Maschinen zum Lösen von Gleichungen nach der in der Patentschrift 225756 beschriebenen
Art sind in einer Maschine so viele Differentialgetriebe erforderlich, als in dem zu
lösenden Gleichungssystem Operationszeichen (Vorzeichen -f- ·—-) vorkommen.
Diese Differentialgetriebe müssen höchst exakt ausgeführt werden, um einwandfrei zu
arbeiten und machen demnach eine solche Maschine sehr teuer.
In Maschinen zum Lösen von Gleichungen mit vielen, etwa 50 und mehr Unbekannten,
besteht das die Maschine darstellende Getriebe aus sehr vielen, oft hunderten von Zahnrädern,
die alle untereinander gleichzeitig in Eingriff stehen. Dadurch wird die erforderliche Reibungsarbeit
sehr groß und erfordert peinlichst genaue Ausführung der einzelnen Teile, Kugellager
usw.
Auch kann bei den vielen ineinandergreifenden Zahnrädern, bei nicht ganz genauer Ausführung,
sehr leicht der tote Gang zu groß werden.
Alle diese Nachteile werden durch die vorliegende Erfindung vermieden.
In den Gleichungen:
- h y + C1 ζ = m
azx + b2y■■ + c2z = η
a3x + b3y + c3z — ο
seien die in der Hauptdiagonale der Determinante stehenden Koeffizienten jeweils gleich
oder größer als die Summe der Koeffizienten der betreffenden Zeile und gleich oder größer
als die Summe der Koeffizienten der betreffenden Kolonne.
Also
«1 > h +, C1
#2 2ΐ «2 + C2
und
> h
C3 > C1 + C2.
Unter dieser Voraussetzung lassen sich die Gleichungen nach den bekannten Näherungsverfahren
von Gauß oder Seidel lösen.
Nimmt man zur Berechnung der Gleichungen nach diesen Methoden vorerst an, die Unbekannten
x, y und ζ seien gleich 0, so sind die Gleichungen natürlich nicht erfüllt. Die
Fehler betragen vielmehr in der 1. Gleichung m,
in der 2. Gleichung n, in der 3. Gleichung 0.
Schafft man. zuerst den Fehler in der 1. Gleichung weg, indem man m durch den Koeffizienten
(a-y), der in der Hauptdiagonale steht,
dividiert, so erhält man den ersten Näherungs-
wert für die Unbekante χ = χ1 = —; da-
durch ist die 1. Gleichung erfüllt, in die änderen
Gleichungen sind jedoch neue Fehler, und zwar in die 2. Gleichung n' = x' · a2, in
die 3. Gleichung 0' == χ · az hinzugekommen.
Werden die Fehler der 2. Gleichung η -\- n'
in gleicher Weise fortgeschafft, also indem
man mittels Dividierens durch S2 den ersten
Näherungswert y' für y sucht, so wird die 2. Gleichung erfüllt; in allen anderen Gleichungen
treten jedoch neue Fehler auf.
Dividiert man nun den Fehler der 3. Gleichung, welcher 0" = 0 -\- x' · a3 -\- y' · b3 durch
den Koeffizienten c3 des Diagonalgliedes, so erhält man den ersten Näherungswert für die
Unbekannte der 3. Gleichung ζ = ζ'.
ίο Auch dadurch werden wieder neue Fehler in den übrigen Gleichungen entstehen. Man
fängt nun wieder von vorn an, sucht auf gleiche Weise den Wert x", y" und z" für die
Unbekannten x, y und z, wodurch gleichzeitig wieder neue, kleinere Fehler m", n" und 0"
entstehen, schafft auch diese weg usw.
Unter der gemachten Voraussetzung über die Koeffizienten der Hauptdiagonale, konvergieren
die so nach und nach errechneten Fehlerwerte und man kann die Unbekannten mit beliebiger Genauigkeit errechnen.
Die'Werte für die Unbekannten sind gleich
der Summe der einzelnen errechneten Werte
χ = x' 4- x" 4- χ'" 4- · · ·
« y/ _t_ «r/ 1 „in ι ...
Diese Lösungsmethode ist der vorliegenden Maschine zugrunde gelegt worden.
In beiliegender Zeichnung ist eine solche Maschine schematisch für die 3 Gleichungen
O1 χ 4- bx y 4- C1 ζ = m
a%x 4- b2y 4- c2ζ = η
H% 4- hy 4- C3Z — ο
dargestellt.
Die Wellen I, II, III entsprechen den Unbekannten x, y, z, so zwar, daß die Umlaufzahl, der Drehwinkel dieser Wellen gleich der
betreffenden Unbekannten ist.
Die Umlauf zahlen der Wellen 1, 2 und 3 entsprechen den Absolutgliedern m, η und 0.
Auf der Welle I sitzt ein Zahnrad rv das mit dem Zahnrad r2 in Eingriff steht, das Übersetzungsverhältnis
dieser Zahnradübersetzung sei gleich dem Koeffizienten av das Übersetzungsverhältnis
der ebenfalls auf der Welle I , 50 sitzenden Zahnräder r3 und rs mit den mit
ihnen in Eingriff stehenden Rädern ri und re
sei gleich a2 bzw. gleich a3.
Das gleiche gilt für die Zahnradübersetzungen der Wellen II und III, nur sind die Uber-Setzungsverhältnisse
dieser Übersetzungen gleich O1, δ2, b3 bzw. C1, c2, c3.
Diese Zahnradübersetzungen können durch
Kupplungen mit den Wellen 1, .2 und 3 mechanisch verbunden oder von diesen getrennt
werden.
Die zur Welle I gehörigen Kupplungen A1, A2
und A3 sind in der beiliegenden Zeichnung geschlossen,
alle übrigen Kupplungen A4 bis k9
offen dargestellt.
Dreht man die Welle 1 m mal, so dreht sich, da diese Welle durch das Übersetzungsverhältnis
U1 mit der Welle I verbunden ist,
diese — = x' mal.
die Welle 2
- 3
- 3
χ' · a2 = η' mal
=x'-as
0' mal.
Diese Umdrehungswinkel oder Umlaufzahlen werden an Skalen oder Zählwerken abgelesen.
Auf diese Weise wurde also die erste Rech- '75 nungsoperation des Näherungsverfahrens durchgeführt.
Werden nun die Kupplungen der Welle I kv A2 und k3 gelöst, dafür aber die Kupplungen
der Welle II k4, k& und ke geschlossen,
und nun die Welle 2 (n -\- n'J mal gedreht, so
dreht sich die Welle II y' mal, während sich die Welle 1 y · B1 = m' mal dreht und die
Welle 3 um y' · b3 weitergedreht wird. Das
Zählwerk dieser Welle zeigt also jetzt einen Gesamtfehler von x' · aa 4- y' · b3 = 0" an.
Nun werden die Kupplungen der Welle II geöffnet, die der Welle III k7, A8 und ke geschlossen
und auf gleiche Art z' gefunden.
Ist das geschehen, so wird wieder von vorn angefangen und x", y" und z", x"\ y'"und z'" usw..
ermittelt. Das wird so lange fortgesetzt, bis die verbleibenden Fehler an den Wellen 1,2
und 3 die gewünschte Genauigkeitsgrenze unterschreiten.
Die gesamte Umdrehungszahl der Wellen I, II und III ergibt dann die gesuchten Unbekannten
x, y und z.
Wie aus dem Gesagten und der Zeichnung
hervorgeht, sind in dieser Maschine die Differentialgetriebe vermieden; es ist immer nur,
auch wenn es sich um eine Maschine zum Lösen von Gleichungen mit vielen Unbekannten
handelt, eine geringe Anzahl von Zahnrädern miteinander gleichzeitig in Eingriff, die
Reibung also gering und der tote Gang ist leicht in zulässigen Grenzen zu halten.
Obwohl die einzelnen Wellen der Absolutglieder mehrmals nacheinander betätigt werden
müssen, um ein genügend genaues Rechenresultat zu bekommen, ist die zur Lösungsarbeit erforderliche Zeit nicht größer als bei
einer Maschine nach Patentschrift 225756, weil die einzelnen Wellen, da es sich hier nur um
eine verhältnismäßig geringe Anzahl von gleichzeitig ineinandergreifenden Zahnrädern handelt,
mit einer größeren Geschwindigkeit, eventuell mittels eines Elektromotors, angetrieben werden
können als bei jener Maschine.
Mit der beschriebenen Maschine lassen sich alle linearen Gleichungen lösen, da sich nach
dem von E. Jürgens angegebenen Verfahren,
alle Gleichungen so umformen zu lassen, daß die Koeffizienten der Hauptdiagonale der Determinante
den verlangten Bedingungen entsprechen.
Ebenso wie nach der Methode von R. M e h m k e das Näherungsverfahren von Gauß, Seidel
dadurch beschleunigt werden kann, daß gleichzeitig statt einer, zwei oder mehrere Gleichungen
der Rechnung unterzogen werden, läßt
ίο sich natürlich auch diese Maschine durch sinngemäße Vereinigung mit der Maschine nach
Patent 225756 so gestalten, daß auch in der Maschine gleichzeitig zwei oder mehrere Gleichungen
des ganzen Gleichungssystems jeweils gleichzeitig der mechanischen Berechnungsmethode unterworfen werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Maschine zum Lösen von Gleichungen,ao deren Koeffizienten in der Hauptdiagonale ihrer Determinante gleich oder größer sind als die Summe der Koeffizienten der zugehörigen Zeilen und gleich oder größer sind als die Summe der Koeffizienten der zugehörigen Kolonnen, dadurch gekennzeichnet, daß unter Verwendung des bekannten Prinzips, die Unbekannten und die Absolutglieder durch Umlauf zahlen oder Drehwinkel, die bekannten Koeffizienten durch Radien, Zähnezahlen, also Übersetzungsverhältnisse auszudrücken, je eine der Wellen (I, II, III...), deren Umlaufzahlen oder Drehwinkel den Unbekannten entsprechen, samt den zugehörigen, den bekannten Koeffizienten entsprechenden Übersetzungen nacheinander mit den Wellen (i, 2, 3...), deren Umlaufzahl oder Drehwinkel den Absolutgliedern entsprechen, zu zwangläufigen Getrieben verbunden werden, wodurch die bekannten Näherungsmethoden zum Lösen von Gleichungen nach Gauß, Seidel sich mechanisch durchführen lassen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsdruckerei.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE250632C true DE250632C (de) |
Family
ID=509144
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT250632D Active DE250632C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE250632C (de) |
-
0
- DE DENDAT250632D patent/DE250632C/de active Active
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