DE2506072C3 - Vorrichtung zum zerstörungsfreien Prüfen von gewalzten Blechen - Google Patents

Vorrichtung zum zerstörungsfreien Prüfen von gewalzten Blechen

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DE2506072C3
DE2506072C3 DE19752506072 DE2506072A DE2506072C3 DE 2506072 C3 DE2506072 C3 DE 2506072C3 DE 19752506072 DE19752506072 DE 19752506072 DE 2506072 A DE2506072 A DE 2506072A DE 2506072 C3 DE2506072 C3 DE 2506072C3
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Hans-Werner Oxelosund Siebert (Schweden)
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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum zerstörungsfreien Prüfen von gewalzten Blechen auf Innenfehler, wie nichtmetallische Einschlüsse, Inhomogenitäten od. dgl.
Es ist eine derartige Vorrichtung bekannt (DT-AS 22 53 641) mit einem relativ zum Blech und parallel zur Blechoberfläche verfahrbaren Wagen, an dem über Zwischenglieder mindestens ein in einer Prüfkopfhalterung um zwei sich rechtwinklig zueinander und in etwa parallel zur Blechoberfläche erstreckende Kippachsen kippbar gelagerter, einen Ultraschallgeber und -empfänger aufweisender Ultraschallprüfkopf befestigt ist, wobei die Zwischenglieder eine der Anzahl der Prüfkopfhalterungen entsprechende Zahl von jeweils an einer der Prüfkopfhalterungen angreifenden Hubeinrichtungen aufweist, mittels derer die Prüfkopfhalterungen individuell senkrecht zur Blechoberfläche auf- und abbewegbar sind.
Diese bekannte Vorrichtung weist den Nachteil auf, daß jeder Prüfkopf von den Kolbenstangen von jeweils zwei Hubeinrichtungen in Anlage an die Blechoberfläche gedrückt wird, wobei die Führungskräfte, mittels derer die Prüfköpfe in einer vorbestimmten Stellung in Anlage an der Blechoberfläche gehalten werden, über die Hubeinrichtungen und deren Kolbenstangen geleitet
5Ji werden. Durch diese Führungskräfte werden die Dichtungen der Hubeinrichtungen stark belastet, so daß diese schnell Undichtigkeiten zeigen und zudem ein Verfahren der Prüfköpfe relativ zur Blechoberfläche in Anlage an derselben längs exakt vorgegebenen Bahnen nicht möglich ist.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist die Schaffung einer verbesserten Vorrichtung der genannten Art, bei der die Prüfköpfe in möglichst genau vorbestimmter Lage in Anlage an der Blechoberfläche relativ zu dieser verfahrbar sind.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Zwischenglieder für jede Prüfkopfhalterung jeweils neben der nur einen Hubzylinder aufweisenden
Hubeinrichtung eine gesonderte, die Zwangsführung der Prüfkopfhalterung senkrecht zu deren Auf- und Abbewegungsrichtung bildende Führungseinrichtung umfassen, die als Scherenführung ausgebildet ist, deren dem Wagen zugewandte Streben mit einer ein S Schwenken letzterer symmetrisch zur Auf- und Abbewegungsrichtung der Prüfkopfhalterung sicherstellenden Verzahnung versehen sind und deren der Prüfkopfhalterung zugewandte Streben ebenso wie der Hubzylinder über Drehgelenke mit der Prüfkopfhalterung verbunden sind, welche eine gemeinsame Drehachse aufweisen, die eine der beiden vorgenannten Kippachsen der Prüfkopfhalterung bildet.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung weist den Vorteil auf, daß die Hubzylinder von den Führungskräften völlig entlastet sind, daß zudem jeweils nur ein Hubzylinder für jede Prüfkopfhalterung erforderlich ist, und daß die Prüfköpfe mit ausreichendem Druck in Anlage an die Blechoberfläche gehalten werden können, um ein stärkeres Abfließen von Ankopplungsflüssigkeit zu verhindern, ohne daß die hierbei auftretenden vergrößerten Reibungskräfte irgendwelche Probleme bezüglich der exakten Führung der Prüfköpfe mit sich bringen.
Bei einer Vorrichtung zur Ultraschallprüfung von in Vorschubrichtung bewegten metallischen Blechen, Bändern oder Rohren (DT-AS 20 21278) ist es bereits bekannt, eine Prüfanordnung, die aus zwei eine Längsspur bildenden, schräg einander zustrahlenden Ultraschallköpfen besteht, mittels einer Schere zu unterstützen. Bei dieser bekannten Vorrichtung ist aber weder eine Hubeinrichtung vorgesehen, mittels derer die Prüfkopfhalterung individuell senkrecht zur Blechoberfläche auf- und abbewegbar ist, noch bewirkt die dort vorgesehene Schere eine Zwangsführung der Prüfkopfhalterung senkrecht zu deren Auf- und Abbewegung.
Vorteilhafte Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand schematischer Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
Es zeigt
F i g. 1 einen Teil eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt; F i g. 2 einen Schnitt längs der Linie 11-11 der F i g. 1;
F i g. 3 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung in der Rückansicht;
F i g. 3a die Vorrichtung nach F i g. 3 in Seitenansicht; F i g. 3b die Vorrichtung nach F i g. 3 in Draufsicht;
F i g. 4 einen Teil eines abgewandelten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung im Schnitt;
F i g. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V der F i g. 4; F i g. 6 und 7 Beispiele für systematische Abtastung.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß den F i g. 1 bis 3b sind die mit jeweils einer Prüfsonde versehenen Prüf köpfe 1, 2, 3, 4, 5 an einer Führungseinrichtung 7 über die Hub- und Führungskräfte im wesentlichen unabhängig voneinander übertragenden Hub- und Führungsgliedern 6, 8 individuell und in einer Linie in einem vorbestimmten Abstand nebeneinander senkrecht zu einer ruhenden Blechoberfläche 12 auf- und abbewegbar und in Fahrrichtung zwangsgeführt befestigt. 6S
Hierbei greift an jedem Prüfkopf 1, 2, 3, 4, 5 ein als Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildetes Hubglied 6 mit veränderbarer Länge an, wobei es mit seinem Zylinderteil 136 an einem die Prüfköpfe gemeinsam haltenden Tragarm 70 gelagert ist und mit seinem aus dem Zylinder 136 herausragenden stangenförmigen Kolbenteil 137 mit dem Prüfkopf in Verbindung steht, und welches zum Anheben eines jeden mit seinem Eigengewicht auf der zu prüfenden Blechoberfläche 12 aufliegenden Prüfkopfes dient, sobald dieser sich außerhalb des zu prüfenden Bereiches befindet. Der Zylinderteil 136 ist in einer mittels Schrauben 137 an dem Tragarm 70 befestigten Aufnahmehülse 138 gelagert. Der Kolbenteil 134 steht über ein Drehgelenk 41 mit dem Prüfkopf in Verbindung, welches an einem den Prüfkopf im unteren Bereich in einem vorbestimmten radialen Abstand umgebenden Tragring 105 befestigt ist, in dem seinerseits der Prüfkopf über Lager 43,45 drehbar gelagert ist.
Das Hubglied 6 ist vorzugsweise als einseitig beaufschlagbarer Luft- oder Hydraulikzylinder ausgebildet
Da das Eigengewicht des Prüfkopfes 1, 2, 3, 4, 5 und der dadurch hervorgerufene Anlagedruck an die Blechoberfläche 12 bei Verwendung von größeren Prüfsonden mitunter sehr groß sein kann, kann zur Verminderung der Gleitreibung das als Kolben-Zylinder-Einheit ausgebildete Druckglied 6 in Hubrichtung so beaufschlagt sein, daß ein Teil des Gewichtes des Prüfkopfes ausbalanciert ist und der Prüfkopf mit einer vorbestimmten Druckkraft in Anlage an die Blechoberfläche 12 gehalten wird, die kleiner ist als das Eigengewicht des Prüfkopfes. Zur Ausbalancierung der Prüfköpfe können auch nicht dargestellte Ausgleichsgewichte oder Ausgleichsfedern dienen.
Vorzugsweise sind die Hubglieder 6 als zweiseitig beaufschlagbare Luft- oder Hydraulikzylinder ausgebildet, um die Prüfköpfe in Anlage an die Blechoberfläche 12 zu bringen und mit einer vorbestimmten Druckkraft an die Blechoberfläche zu drücken. Dies ist insbesondere dann notwendig, wenn das Eigengewicht der Prüfköpfe nicht ausreicht, um sie von der Hubstellung ohne zusätzliche äußere Druckkraft in Anlage an die Blechoberfläche zu bringen und dort zu halten.
Vorzugsweise können als Hubglieder zwischen dem Tragarm 70 und den Prüfköpfen 1,2,3,4,5 angeordnete, nicht dargestellte Rückholfedern dienen, wobei die Prüfköpfe mittels eines ebenfalls nicht dargestellten Druckzylinders gegen die Zugkraft dieser Federn an der Blechoberfläche 12 in Anlage gehalten werden. Der Vorteil dieser Ausführungsform liegt darin, daß bei einem Ausfall des Druckmittels für den Druckzylinder die Prüfköpfe immer in die obere Stellung angehoben und so aus dem gegebenenfalls gefährdeten Bereich vor den Blechkanten beim Heranführen der Prüfköpfe an ein neu zu prüfendes Blech herausgeführt werden.
Um die im Prüfkopf angeordneten Prüforgane beim Anheben der Prüfköpfe in die oberste Hubstellung vor einem Anprall gegen den Zylinderteil 136 zu bewahren, ist über den aus dem Zylinder herausragenden stangenförmigen Kolbenteil 134 eine Dämpfungsfeder 132 geschoben.
Die von dem Tragarm 70 auf die Prüfköpfe 1,2,3,4,5 aufzubringenden Führungskräfte werden im wesentlichen durch die Führungsglieder 8 übertragen, die mit ihrem einen Ende mit dem Tragarm 70 und mit ihrem anderen Ende mit dem Prüfkopf in Verbindung stehen. Die Führungsglieder sind zur Erhöhung der Stabilität der Bewegungsrichtung der Prüfköpfe vertikal zur Blechoberfläche als Scherenführung 8 ausgebildet, deren obere Streben 16 über Zahnräder 30, 32
miteinander in Eingriff stehen und somit eine exakte gegenläufige Auslenkung der Streben 16 bewirken.
Die oberste Hubstellung 140 der Kippachse 40 wird im wesentlichen durch die Länge der Streben 16,18 der Scherenführung sowie der freien Hubstrecke des Hubgliedes begrenzt, die vorzugsweise etwa 60 bis 100 mm beträgt.
Die Zwangsführung der Prüfköpfe 1, 2, 3, 4, 5 in der gewünschten Fahrrichtung wird dadurch erreicht, daß die gegenläufig auslenkbaren oberen Streben 16 der Führungsglieder 8 über Drehgelenke 34, 36 mit dem Tragarm 70 und die gegenläufig auslenkbaren unteren Streben 18 über ein Drehgelenk 38 mit dem Prüfkopf in Verbindung stehen, deren Drehachsen sich jeweils im wesentlichen senkrecht zur Fahrtrichtung der Prüfkopfe und etwa parallel zur Blechoberfläche 12 erstrecken.
Die Drehgelenke 38,41 sind auf der Oberseite des den Prüfkopf im unleren Bereich in einem vorbestimmten radialen Abstand umgebenden Tragringes 105 derart angebracht, daß ihre Drehachsen zusammenfallen und somit eine sich etwa senkrecht zur Fahrrichtung und etwa parallel zur Blcchoberfläche 12 erstreckende erste Kippachsc 40 bilden, um die der Prüfkopf kippbar ist. Der Prufkopf selbst steht über zwei diametral angeordnete Drehgelenke 43, 45 mit dem Tragring 105 in Verbindung, wobei die durch die Drehgelenke 43, 45 gebildete Drehachse eine sich etwa parallel zur Führrichiung und etwa parallel zur Blcchoberfläche 12 erstreckende, etwas unterhalb der ersten Kippachsc 40 angeordnete zweite Kippachse 42 bildet, um die der Prufkopf ebenfalls kippbar ist.
Auf Grund dieser kardanischen Aufhängugng der Prüfköpfe I, 2, 3, 4, 5 können diese im wesentlichen unabhängig von Obcrflächenunebenhciten, insbesondere Oberflächenwcllungen ständig in Anlage an clic Blechoberfläche 12 gehalten werden.
Der radiale Abstand des Tragringes 105 von dem Prüfkopf I, 2, 3, 4, 5 ist so gewählt, daß der Prufkopf jede durch die OberNächcnunebcnheiten des zu prüfenden Bleches verursachte Kippbewegung ausführen kann.
Die Führungseinrichtung: 7 besteht aus einem längs eines die zu prüfenden Bleche 10 aufnehmenden l'rüfplat/cs 14 verfahrbaren fachwcrkartig ausgebildeten Traggestell 80, welches einen sich senkrecht zur Verfahrrichtung über den gesamten Prüfplatz 14 erstreckenden und als Laufschiene für einen auf Rudern laufenden die Prüfköpfe t, 2,3,4,5 haltenden Wagen 60 ausgebildeten Querträger 82 uufweist, und welches von drei Stützen 84,86,88 geiragcn wird, an deren unteren Enden jeweils ein Laufrad 94,96,98 angeordnet ist. von denen zwei in Verfahrrichtung hintereinander angcord nctc LaufrUdcr 94, % in einer sich längs des PrUfplatzcs 14 erstreckenden Führungsschiene 92 geführt sind. Durch die Lage der Führungsschiene 92 wird die Fahrrichtung des Traggestell* 80 und damit eine erste Richtung der Ucwcgungsbahncn der Prufköpfe 1,2,3,4, 5 auf dem zu prüfenden Blech 10 bestimmt.
Als Antrieb des Traggestell« 80 kann vorzugsweise ein mit einer mit dem Traggestell 80 fest verbundenen lindloskcttc 93 zusammenwirkender Elektromotor 91 dienen, der außerhalb des Traggcstclli stationär angeordnet ist. Us ist auch denkbar, den Elektromotor für den Antrieb des Truggestells auf diesem selbst anzuordnen und über Übertragungsglieder un mindestens einem der I .aufruder 94,96,98 angreifen zu lassen. Iki kleineren Ausführungen der erfindungsgcmaßen Vorrichtung kann der Antrieb mich durch Anschieben des Traggestells durch das Bedienungspersonal erfolgen.
Der auf dem Querträger 82 quer zur Fahrrichtung des Traggestells 80 verfahrbare Wagen 60 steht vorzugsweise über eine an beiden Enden des Wagens an Haken 54, 56 befestigten Kette 52 mit einem Handkurbeltrieb oder vorzugsweise mit einem Elektromotor 50 in Verbindung, mittels dessen die Hin- und Herbewegung des Wagens 60 längs des Querträgers 82 erfolgt.
Durch die Richtung des Querträgers 82 wird eine zweite Richtung der Bewegungsbahnen der von dem auf diesem Querträger verfahrbaren Wagen 60 gehaltenen Prufköpfe 1,2,3,4,5 bestimmt.
Die Antriebe 50, 91 können auch als elektrisch angetriebene Schritt- bzw. Stellmotoren ausgebildet sein, mittels denen gleichzeitig die zurückgelegten Verfahrstrecken des Traggestells 80 entlang der Führungsschiene 92 und des Wagens 60 entlang des Querträgers 82 registrierbar sind.
ao Die Prüfköpfe I,2,3,4,5sind in dem Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3b in einer Linie nebeneinander an dem an dem Wagen 60 angebrachten, um eine sich senkrecht zur Blechoberf lache 12 erstreckende Achse 62 verschwenkbaren, sich im wesentlichen parallel zur Blcchoberfläche erstreckenden und in der Höhe zur Blcchoberfläche verstellbaren Tragarm 70 individuell so gelagert, daß der Abstand benachbarter Prufköpfe etwa dem 8- bis 12fachen der durch die im Prufkopf angeordneten Prüfsonden bestimmten Abtastbreite beträgt, vorzugsweise etwa 100 mm. Auf diese Weise ist ein rasches zeilen weises Abfahren des zu prüfenden Obcrflächcnbereiehes möglich, wobei man vorzugsweise die Prufköpfe entlang vorprogrammierter Bewegungsbahnen über die Blechoberfläche bewegt.
Vorzugsweise wird der Tragarm 70 mit cIlmi Prüfköpfen 1, 2, 3, 4, 5 nach jedem Überstreichen der Blcchobcrfläche um 1, 2, 3 usw. Abtaststreifenbreiten senkrecht zu den Streifen verschoben und die Blechoberfläche dann in der gleichen oder in der entgegengesetzten Richtung abgetastet. Dieses Verfahren kann man solange fortsetzen, bis zwischen den abgetasteten Streifen keine unangetasteten Felder mehr vorhanden sind.
Ks kann aber auch vorteilhaft sein, eine rasterartige Abtastung des zu prüfenden Obcrflächenbereichs des Bleches 10 vorzunehmen, indem man den Tragarm 70 um einen Winkel von 90" verschwenkt und entsprechend der oben beschriebenen Art den zu prüfenden Obcrflachenbcrcich in Richtung senkrecht zu den erster Abtaststreifen abfahrt.
Der Tragarm 70 ist über ein sich senkrecht zui Blcchoberfläche 12 erstreckendes und in zwei Teile 68
69 zerlegbares Tragrohr 66 mit dem Wagen 6( SS verbunden, wobei der obere Teil 68 des Tragrohies ir einem an der Unterseite des Wagens angeordnete) Lager 64 drehbar um seine Lüngsnchsc gelagert ist wahrend der untere Teil 69 des Tragrohrcs fest mit den Tragarm 70 verbunden ist. Vorzugsweise lsi um untcrci Teil des Wagens eine mit dem Tragrohr 66 zusammen wirkende, nicht dargestellte Arreiiirrcinrichtung vor handcn. die ein Verschwenken des Tragarmes 70 un einen vorbestimmten Winkel erlaubt und den Tragurn
70 bis /.um I.ösen der Arretierung in jeweils den gewünschten Winkel zu der durch die Fahrrichtung de
Traggestells 80 bzw. des Wagens 60 bestimmte Bcwegungibahnen der Prüfköpfe 1, 2, 1, 4, 5 holt. Al Arrcticrcinrichtung dient beispielsweise ein gegen de
oberen Teil 68 des Tragrohres 66 drückbarer Bolzen, der mit einem einseitig beaufschlagbaren hydraulischen oder pneumatischen Druckzylinder in Verbindung steht und bei Beaufschlagung dieses Zylinders gegen die Oberfläche des Tragrohres gedrückt wird und somit den Tragarm 70 in seiner um einen bestimmten Winkel verschwenkten Lage fixiert. Wird der Druckzylinder entlastet, so wird der Bolzen wieder freigegeben, und der Tragarm kann wieder um die durch das Tragrohr 66 bestimmte Drehachse 62 um einen beliebigen Winkel verschwenkt werden. Vorzugsweise wird der Tragarm 70 stets so verschwenkt, daß er sich etwa senkrecht zur Fahrrichtung des Traggestells 80 bzw. des Wagens 60, d. h. stets senkrecht zur Richtung der Bewegungsbahnen der Prüfköpfe 1,2,3,4,5, erstreckt. Als Arretiereinrichtung kann auch ein mittels einer Druckfeder gegen die Oberfläche des oberen Teils 68 des Tragrohres 66 gedrückter Bolzen dienen, der mittels eines hydraulischen oder pneumatischen Zylinders beim Verschwenken des Tragarmes 70 gegen die Federkraft angezogen wird.
Steht der Tragarm 70 nicht senkrecht zu den von den von den Prüfköpfen 1, 2, 3, 4, 5 beschriebenen Bewegungsbahnen, so ist der Abstand der von den in den Prüfköpfen 1,2,3,4,5 angeordneten Prüfsonden 20, 22, 24, 26, 28 Lcstimmien Abtaststreifen und somit der von diesen Prüfsonden nicht abgetastete Bereich geringer als bei einer Stellung des Tragarmes 70 senkrecht zur Bewegungsbahn der Prüfköpfe 1,2,3,4,5.
Entsprechend der Einstellung des Winkels des Tragarmes 70 gegenüber den durch die Fahrtrichtung des Traggestell 80 und des Wagens 60 bestimmten Bewegungsbahnen der Prüf köpfe 1, 2, 3, 4, 5 ist somit eine Grob· oder l'einprüfung erhältlich, wobei die gröbste Prüfung dann erreicht wird, wenn der Tragarm 70 in eine Lage jeweils senkrecht zur Bewegungsbahn der Prüfköpfc 1,2,3,4,5 verschwenkt wird.
Vorzugsweise ist das Tragrohr 66 trennbar ausgebildet, so daß ein Auswechseln der durch den Tragarm 70 und der daran befestigten Prüf köpfe t, 2, 3, 4, 5 gebildeten Prüfeinheil möglich ist. Ein Auswechseln dieser Prüfeinheit ist insbesondere dann notwendig, wenn die Blechstürkc der zu prüfenden Bleche Prüfköpfc mit Prüfsonden anderer Leistung erfordert.
Vorzugsweise ist der untere, mit dem Tragarm 70 fest verbundene Teil 69 des Tragrohres 66 von unten in den oberen, an der Unterseite des Wagens 60 drehbar gelagerten Teil 68 des Trugrohres 66 einschiebbar und mittels nicht dargestellter Spunnelemonte bekannter Art feststellbar. Gleichzeitig laßt sich hierbei die I lohe so des Trngarmcs 70 über der Blcehoberfläche 12 einstellen und fixieren, sie so gewühlt wird, daß die Prüfköpfe I12,3.4, S sämtlichen Obcrflüchenunebenhci· ten in stundiger Anlage un die Blcehobcrflttehc 12 folgen können. SS
Um die Prüfköpfc 1, 2, 3, 4. 3 in einer gewünschten Lage auf der Blechobcrflüchc 12 zu fixieren, beispielsweise an einer Stelle eines großen Fchlcrcchos, können sowohl das Traggestell 80 als auch der Wagen 60 jeweils mit nicht dargestellten Feststellbremsen ausgerüstet <*> sein.
Vorzugsweise dienen als Feststellbremsen an den Laufradern bzw. direkt an den Laufschienen 82, 92 angreifende, durch einseitig bcaufschlugbarc hydraulische oder pneumatische Druckzylinder bciatigbarc '"> Backenbremsen.
jeder Prüfkopf 1,2,3,4,9 weist Im Innern PrUfsondcn 20,22,24,26,28 Huf. wobei cn sich vorzugsweise jeweils um Ultraschallgeber und -empfänger aufweisende, nach dem Impuls-Laufzeitvcrfahren arbeitende Sonden bekannter Art handelt, die in einem Sondenhalter 100 senkrecht zur Blechoberfläche 12 bewegbar angeordnet sind. Die Sonden werden hierbei jeweils mittels einer sich zwischen dem oberen Rand 114 des Sondenhalters 100 und einem am oberen Ende der Sonde angeordneten ringförmigen Vorsprung UO befindenden Feder 108 an der Innenseite einer ringförmigen Kante 112 einer auf den Sondenhalter aufgeschraubten zylinderförmigen Hülse 102 in Anlage gehalten, wobei durch Verschrauben der Hülse 102 die Sonden innerhalb des Sondenhalters 100 axial verschiebbar sind und damit der die Schallübertragung beeinflussende Spalt 119 zwischen den Schallaustrittsflächen bzw. -eintrittsflächen 121 der Sonden und der Blcchobcrfläche 12 einstellbar ist. Die Lage der Hülse 102 auf dem Sondenhaltcr 100 wird mittels eines Konterringes 116 fixiert.
Zur Zuführung eines Ankoppelun^smittels in den Bereich 109 der Schallaustriitsfläche bzw. -eintrittsfläche 121 der Sonde dient eine an der Oberseite des Sondenhalters 100 in der Nähe der Sonde angeordnete Bohrung 118, in die ein nicht dargestellter Zuführungsschlauch oder -röhrchen eingesetzt werden kann. Als Ankoppelungsmittcl wird vorzugsweise Wasser verwendet.
Der Bereich 109 wird von einem an der Unterseite des Sondcnhaltcrs 100 in einer ringförmigen Nut 107 angeordneten, vorzugsweise als O-Ring ausgebildeten und ein Abfließen des durch die Bohrung 118 zugeführten Ankoppelungsmitiels aus dem Bereich 109 im wesentlichen verhindernden Dichtring 106 begrenzt.
Der Sondcnhalter 100 liegt über Auflageplättchcn 104 auf der Blechobcrflüchc 12 auf, die vorzugsweise an der Unterseite des Sondenhallers gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet sind. Statt der Auflugcplältchcn kann auch ein im wesentlichen geschlossener Auflagering verwendet werden. Die Auflageplältchcn bzw. der Auflagering sind aus einem hoehvcrschleißfestern Gleitwerkstoff hergestellt.
Die durch die in den Sonden 20, 22, 24, 26, 28 angeordneten Ultraschallgeber in Ultraschallimpulse umgewandelten, von einer nicht dargestellten Energiequelle erzeugten, elektrischen Sendeimpulse sowie die von den in den Sonden angeordneten Ulirasehiillemp· fiingern in elektrische Impulse umgewandelten, an ein nicht dargestelltes Aufzeichnungsgerät abgegebenen von Fehlstellen bzw. der Unterseite des Bleches reflektierten Ultraschallimpulse werden mittels Koaxialkabel 120, 122, 124. 126, 128 übertragen, lkw vorzugsweise einen Oszillographcnschirm und/odei einen Koordinatenschreiber aufweisende Fehlstellen aufzeichnungsgerät ist vorzugsweise uuf dem Truggc stell 80 angeordnet, wobei es bei kleineren und vor Hand geschobenen Ausführungen der Vorrichtung vorzugsweise in dem Blickfeld des das Truggeslei schiebenden Bedienungspersonals anzuordnen ist. Bc größeren, durch Elektromotoren angetriebenen Vor richtungen kann es aber vorteilhaft sein, wenn dui Aufzeichnungsgerät vom Traggestell 80 nicht mitgc führt wird, sondern an einem festen Ort in der Nultc de die Fahrbewegung des Traggestell 80 und/oder de Wagens 60 steuernden Personals angeordnet ist.
Vorzugsweise weist Jeder PrUfkopf eine von Prüfergebnis gesteuerte Markiervorrichtung zur Sicht barmachung der durch die Sonden festgestellte! Fehlstellen sowie der Gren/cn des zu prUfendei Ohi-rfltlchcnbcrcichcs 12 des Bleches 10 oder de
ίο
Nullpunktes und mindestens einer Koordinatenrichtung auf, so daß die Stellen des Bleches, die geprüft wurden, und die Lage der festgestellten unzulässigen Fehlstellen für die weitere Bearbeitung des Bleches rekonstruierbar sind.
Vorzugsweise ist eine nicht dargestellte Steuereinrichtung für die Bewegung des Traggestells 80, des Wagens 60 und für das Verschwenken des Tragarmes 70 um die Achse 62 vorhanden, derart, daß die Prüfköpfe 1, 2,3,4,5 entlang vorprogrammierter, den verschiedenen Qualitätsanforderungen gerecht werdenden Bewegungsbahnen über die Blechoberfläche bewegt werden und daß die festgestellten Fehler nach ihrer Koordinatenlage und/oder ihrer räumlichen Ausdehnung und/oder ihrer Tiefenlage registriert und vorzugsweise mittels Datenträger gespeichert werden.
Bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind unverändert beibehaltene Teile mit den gleichen Bezugsziffern wie in den Fig. 1 bis Jb bezeichnet. Fig.4 und 5 zeigen ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel, bei dem es möglich ist, diejenigen Bereiche der Bleche 10, die nach dem Zuschneiden der Bleche auf das gewünschte Fertigmaß die Kanten- bzw. Randbereichc bilden, einer Feinprüfung und die innerhalb dieser Kanten- bzw. Randbereiche liegenden Blechoberflächcnbereichc einer Grobführung zu unterwerfen. Diese problemspezifische Abtastung der Blechoberflächc ist deshalb so bedeutsam, da gerade Fehler in den Randbereichen in bevorzugter Weise Anlaß Rißbildungen geben, die insbesondere bei Schweißarbeiten in diesen Randbereichen entstehen.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g. 4 und 5 ist an dem dem Kantenbereich des zu prüfenden Bleches zugewandten Ende des Tragarmes 70 ein Prüfkopf Γ angeordnet, der an die Stelle des Prüfkopfes 1 des Ausführungsbeispiels gemäß Fig. 1 bis 3b tritt und der fünf versetzt zueinander angeordnete Prüfsonden 20', 21, 23, 25, 27 aufweist, derart, daß der Abstand der Prüfsonden senkrecht zur Fahrtrichtung gleich der durch die Prüfxondon bestimmten Abtastzeile isl. Auf diese Weise wird durch die im Prüf kopf 1' angeordneten Prüfsonden 20', 21, 23, 25, 27 ein im wesentlichen lückenloser Abtastsireifen von der 5fuchcn Breite eines durch ein/eine Prüfsonde gebildeten Abiastsireifens gebildet. Der Abstund der in den Prüfköpfen Γ, 2,3,4,5 in einer Linie angeordneten Prüfsonden 20\ 22, 24, 26, 28 ist im wesentlichen gleich und betragt etwa das 8- bis I2fuchc einer durch eine Prüfsonde bestimmten Abtustbrcitc, vorzugsweise 100 mm, so dall unter Ausschüttung der um die Prüfsonde 20' ungeordneten zusUtzliehcn Prüfsonde 21,23,25, 27 eine GrobprUfung entsprechend mittels des oben beschriebenen Ausführungsbcispicls gcmUO F i g. I bis 3b möglich ist, tindcrcrscits unter Ausschaltung der in den Prüfköpfen 2, 3, 4, 5 angeordneten Prüfsondc 22, 24, 26, 28 eine FoinprOfung mittels der in dem Prüf kopf I' angeordneten Prüfsonden 20', 21,23,25,27 erfolgt. Diese Umschaltung von Fein· zur Grobprüfung und dieser Randbereiche liegenden Bereiche beim Abfahren des Bleches längs der äußersten Kante gleichzeitig vorgenommen werden kann.
Fig.6 zeigt ein Beispiel für eine systematische Abtastung eines eine bestimmte Länge und Breite aufweisenden Orderbleches 10, wobei der zu prüfende vorbestimmte rechteckige Oberflächenbereich 212 des Bleches 10 mittels der Prüfköpfe Γ, 2. 3, 4, 5 zunächst entlang des einer Feinprüfung zu unterwerfenden ίο Blechrandes 214 in Pfeilrichtung entlang der Abtaststreifen 220', 221, 223, 225 und 227 abgefahren wird, um dann den einer Grobprüfung zu unterwerfenden Innenbereich des Oberflächenbereiches 212 streifenförmig entlang der Abtaststreifen 220', 222,224,226 und 228 abzutasten, wobei bei der Feinprüfung die den Abtaststreifen 222, 224, 226 und 228 zugeordneten Sonden 22, 24, 26 und 28 der Prüfköpfe 2, 3, 4 und 5 abgeschaltet sind, während bei der Grobprüfung die den Abtaststreifen 221, 223, 225 und 227 zugeordneten Sonden 21,23,25 und 27 des Prüfkopfes Γ abgeschaltet sind.
Zu Beginn der Prüfung des Bleches 10 werden die Prüf köpfe 1', 2,3,4 und 5 am oberen linken Rand des in F i g. 6 dargestellten Bleches auf eine den Nullpunkt 210 bildende Stelle auf das Blech aufgesetzt und zunächst entlang des linken Blechrandes ents "echend der gewünschten Orderlänge entlang der sich in y-Richtung eines über den vorbestimmten Oberflächenbereich 212 und durch den Nullpunkt 210 gelegten rechtwinkligen zu 30 x-y-Koordinatensystems erstreckenden Ablaststrcifen 220', 221,223,225 und 227 über das Blech geführt, wobei die y-Richtung durch die Richtung der Führungsschiene 92, die Ar-Richtung durch den sich senkrecht zur Führungsschiene 92 erstreckenden, als Laufschiene für den Wagen 60 ausgebildeten Querträger 82 festgelegt ist, um schließlich am Ende der vorbestimmten Orderlänge um 90° geschwenkt zu werden und beginnend von dem äußersten Abiaststreifen 227 senkrecht zu den Abtaststreifen 220', 221, 223. 225, 227 in .Y-Richiung quer über das Blech 10 geführt zu werden, und /war so weil, bis die gewünschte Orderbreiie erreicht ist, wobei bei der Randprüfung nur die Sonden 20', 21, 23, 25 und 27 des Prüfkopfcs Γ eingeschaltet sind.
4S Nachdem in gleicher Weise der restliche Rundbereiih 214 des Bleches 10 abgefahren ist, werden die Sonden 21, 23, 25, 27 des Prüfkopfes Γ abgeschaltet, und die Sonden 20', 22, 24, 26, 28 der Prüf köpfe Γ, 2, 3, 4, 5 eingeschaltet und der einer Grobprüfung zu unierwer· fcndc Innenbereich des Bleches 10 beginnend vom linken oberen Ende entlang der sich ebenfalls in y- Richtung erstreckenden Abtuststreifen 220', 222,224, 226 und 228 streifenförmig abgefahren, wobei die Sonde 20' im dargestellten Beispiel nochmals über den bereits SS wührend der Feinprüfung abgetusteten Streifen 220' am linken Rund des vorbestimmten Oberflüchcnbereichc! 212 geführt ist.
Haben die Prüfköpfe Γ, 2, 3, 4, 5 die untere
. . . Begrenzung der Orderlttnge des Bleches 10 erreicht
umgekehrt Ist insbesondere dann notwendig, wenn nur «o werden die Prüfköpfe um das Fünffache des Abstünde!
fünf Eingungskunüle am Aufzeichnungsgerät zur Vcrfü· zwischen zwei benachbarten Abtuststrelfen nach recht!
gung stehen und der Normulfall eine Grobprüfung In «-Richtung verschoben und die Blcchoberfläche dunr
mittels einer Vorrichtung gemttß FI g. I bis 3b verlangt. In umgekehrter Richtung abgefahren. Dieser Vorganj
Es kann aber sehr vorteilhaft sein, die crfindungsge wird so lange wiederholt, bis die gesamte Blechoberfltt
müDe Vorrichtung mit einem Aufzeichnungsgerät «S ehe streifenförmig abgetastet Ist. Werden die Prüfköpfi
auszurüsten, das neun oder mehr Eingangskanüle am Ende der Abfahrstrecke Jeweils um das Fünffach»
aufweist, so diiB eine Fcinprüfung für die Randbereiche des Abstandes zwischen zwei benuchburten Abtaststrel
des Bleches und eine Grobprüfung für die Innerhalb fen nach rechts In *· Richtung verschoben, so entsteh
ein Streifcnfeld, in dem der Abstand zwischen zwei benachbarten Abtaststreifen über die gesamte Breite des zu prüfenden Oberflächenbereichs jeweils gleich groß ist, vorzugsweise das 8- bis lOfache der Abtaststreifenbreite einer Prilfsonde. Vorzugsweise S werden die Prüfköpfe seitlich jeweils um eine gleiche Strecke so weit nach rechts in x-Richtung verschoben, daß der der Sonde 28 zugeordnete Abtaststreifen 228 sich mit dem bei der Feinprüfung durch die Sonde 20' des Prüfkopfes Γ erzeugten Abtaststreifen 220' am ι ο rechten Rand des vorbestimmten Oberflächenbereiches 212 überdeckt, wie in 6 dargestellt ist.
Das Abschalten der Sonden 21, 23, 25, 27 bei der Grobprüfung bzw. der Sonden 22, 24, 26, 28 bei der Feinprüfung ist immer dann notwendig, wenn ein Fehler-Aufnahmegerät mit nur fünf Prüfeingängen vorhanden ist, wobei jedem Prüfeingang eine Sonde zugeordnet ist. Bei Verwendung eines Fchlcr-Aufnahmcgcrätes mit neun Prüfeingängen kann während der Feinprüfung im Randbereich 214 gleichzeitig eine Grobprüfung des dem Randbereich unmittelbar angrenzenden, einer Grobprüfung zu unterwerfenden Innenbereiches des Bleches 10 durchgeführt werden.
Im unteren Teil der Fig.6 ist ein Teil des Orderblcchcs 10 dargestellt, dessen vorbcstiinmicr Oberflächenbereich nach der Randprüfung einer rasterförmigcn Grobprüfung unterworfen wird, wobei im Randbereich 214 des Bleches 10 die Abiaststreifen der Grobprüfung den Abtaststreifen der Randprüfung überlagert sind. Auf diese Weise wird eine zusätzliche Sicherheit bezüglich der Erfassung von Fehlstellen im gefährdeten Randbereich erreicht.
Die Messung der von den Prüfköpfen zurückgelegten Wegstrecken kann mittels einer jeweils am Traggestell 80 und Wagen 60 angeordneten, nicht dargestellten, ein Meßrad und einen dazugehörigen Impulsgeber aufweisenden Meßeinrichtung erfolgen, wobei die Meßräder vorzugsweise auf der Führungsschiene 92 und auf dem als Laufschiene ausgebildeten Querträger 82 geführt sind, der Impulsgeber 500 Impulse pro Umdrehung des Meßrades liefert und die Abrollstrecke des Meßrades 500 mm betrügt, so daß I Impuls einer zurückgelegten Wegstrecke von 1 mm einspricht.
Die Wegstreckenmessung und insbesondere die Festlegung der Lage der Fehlerstellen erfolgl dann über 4s eine /ahlung der Impulse, die beim Verfahren des Traggestell 80 auf der sich in ^-Richtung erstreckenden Führungsschiene 92 sowie beim Verfahren des Wagens 60 auf dem sich senkrecht /tir Führungsschiene 92 in .«•Richtung erstreckenden Querirllger 82 vom jcwcili so gen dem Truggestcll b/w. Wagen zugeordneten Impulsgeber in bezug auf den Nullpunkt 210 ubgegebcn werden.
Der äußerste durch den Prüfkopf Γ bestimmte Abtaststreifen 227 hui von der Kante des Bleches 10 jeweils einen Mindeslubslund von etwa 180 bis 250 mm, um die Prüfkopfe vor Beschädigungen an der Blcchkun· ic zu bewahren.
Flg.7 zeigt ein Beispiel für eine systematische Abtuslung eines Bleches 10, dessen äußere Begrenzung Im wesentlichen von den Abmessungen des Bleches und nicht von einer bestimmten Ordcrgröüo bestimmt ist. In PIg. 7 sind unverändert beibehaltene Teile mit den gleichen Bczugsziffcrn wie In Flg.6 bezeichnet. Das Blech 10 wird In ähnlicher Welse wie in Fig.6 fts abgetastet, d. h. der Randbereich 314 des Bleches unterliegt Im ungemeinen einer Feinprüfung, wahrend der Inncrluilb des Kundbcrelchcs 314 liegende Innenbereich des Bleches einer Grobprüfung unterworfen wird. Auf Grund der oft ungleichmäßig verlaufenden Außenkante des Bleches 10 ist zur sicheren Verhinderung einer Beschädigung des der Blcchkante zugewandten Prüfkopfes ein Mindestabstand dieses Prüfkopfes von der Außenkante des Bleches von etwa 180 bis 230 mm erforderlich.
Um Beschädigungen an den Prüfköpfen beim lleranfahren der Prüfköpfe an die Bleehkanten zu vermeiden, ist die Prüfeinrichtung mit nicht dargestellten Fühlern ausgestattet, die ein Anheben und/oder Absenken der Prüfköpfe steuern.
Vorzugsweise sind jedem Prüfkopf mindestens zwei mechanisch auslenkbare, mit einem elektrischen Schalter verbundene Fühlstäbe zugeordnet, von denen ein erster Fühlstab in Fahrtrichtung jeweils vor den Prüfköpfen, ein zweiter Fühlsiab in Fahrrichtung jeweils nach den Prüfköpfen angeordnet ist.
Beim Heranfahren der Prüfköpfc Γ, 2, 3, 4 und 5 an eine Blechkante sind vor Erreichen der Blechkante beide Fühlstäbe in ihrer unausgelcnkten Ruhestellung und die Prüfköpfe in ihrer obersten Stellung, beispielsweise mittels eines in Fig. I dargestellten Hubzylinders 136 angehoben, wobei die Prüfköpfc mindestens so hoch über der Blechoberflächc angehoben sind, daß eine Berührung der Prüfköpfe mit der Blcchkante b/.w. Blechobcrfläche beim Heranfahren an die Blechkanie bzw. beim Oberfahren des Bleches ausgeschlossen ist.
Beim Erreichen der angefahrenen Blechkante wird der erste Fühlstab durch diese Blcchkante ausgelenkt, wobei die Prüfköpfc noch in ihrer angehobenen Stellung verbleiben. Krst wenn der zweite Fühlstab durch die Blechkante ausgelcnkt ist, werden die Prüfköpfe auf die Blechobcrfläche abgesenkt und so lange in Anlage an die Blechoberflächc gehalten, bis der erste Fühlstab nach Veranlassen eier der angefahrenen Blechkante entgegengesetzten Blechkante wieder in seine Ruhestellung zurückgekehrt ist. Sobald der erste Fühlstab die Blechkante verlassen hat und in seine Ruhestellung zurückgekehrt ist, werden die Prüfköpfe wieder angehoben.
Auf diese Weise ist sichergestellt, daß die Prüfköpfe beim Verlassen des Bleches 10 nicht hinter der Bleehkantc herabfallen. Andererseits wird durch die Anordnung der Fühlstäbe und die durch diese Fühlstäbe bewirkte Steuerung des Anhebens und Absenkens der Prüfköpfe ein Anstoßen der Prüfköpfe an die Blechkante beim I lei anfahren an das zu prüfende Blech vermieden.
Als Fühler kann auch cine mil einem Schallstifl eines elektrischen Schalters fest verbundene Spiralfeder dienen.
Statt eines mochunisch uuslcnkbnren Fühlers könncr als Fühler auch auf optische oder akustische Signale unsprechende Fluteinrichtungen dienen. Bei Verwen dung derartiger Fühl· und Steuereinrichtungen für da: Anheben und Absenken der Prüfköpfc werden di< Bleche vorzugsweise zuerst in einer Richtung, bcispicls weise .y· Richtung, streifenförmig abgefuhren, um dam in einer /ur ersten Richtung senkrechten Richtung, als« in «Richtung, ebenfalls streifenförmig abgefahren zi werden, so daß ein rasterförmigcs Abtustfeid entsteht.
Bei Verwendung der oben beschriebenen Fühler ist e möglich, die Prüfvorrichtung uls volluutomulisch arbe tendc Vorrichtung zu verwenden.
Ks ist mittels der Vorrichtung im wesentlichen jede andere gewünschte Abführsystem möglich, beispieli weise eine /ick-zack-förmige oder maunderförmig
Abtastung der Blechoberfläche.
Zur Festlegung der Lage einer Fehlstelle können auch hier eine ein Meßrad und einen Impulsgeber aufweisende Meßeinrichtung der oben beschriebenen Art dienen, die sowohl im Traggestell 80 als auch Wagen 60 angeordnet ist und mittels der die Verfahrstrecken in bezug auf einen festzulegenden Nullpunkt 310 und eines durch diesen Nulipunkt gelegten, in der Regel rechtwinkligen x-y-Koordinatensystems bestimmbar sind, wobei auch hier ebenso wie in Fig.6 die y-Richtung durch die Richtung der Führungsschiene 92,
die ^-Richtung durch den sich senkrecht zur Fuh schiene 92 erstreckenden Querträger 82, auf de Wagen 60 verfahrbar angeordnet ist, festgelegt lsi Werden als Antriebe des Traggestells 80 bz Wagens 60 elektrisch angetriebene Schritt-Stellmotoren verwendet, so kann die Ug Fehlstellen mittels dieser die Verfahrstrecke Traggestells 80 bzw. Wagens 60 entlang der Füh schiene 92 bzw. des Querträgers 82 registrie Antriebe bestimmt werden.
Hierzu 9 Blatt Zeichnungen

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum zerstörungsfreien Prüfen von gewalzten Blechen auf Innenfehler, wie nichtmetallische Einschlüsse, Inhomogenitäten od, dgl., mit einem relativ zum Blech und parallel zur Blechoberfläche verfahrbaren Wagen, an dem über Zwischenglieder mindestens ein in einer Prüfkopfhalterung um zwei sich rechtwinklig zueinander und in etwa parallel zur Blechoberfläche erstreckende Kippachsen kippbar gelagerter, einen Ultraschallgeber und -empfänger aufweisender Ultraschallprüfkopf befestigt ist, wobei die Zwischenglieder eine der Anzahl der Prüfkopfhalterungen entsprechende Zahl von jeweils an einer der Prüfkopfhalterungen angreifenden Hubeinrichtungen aufweist, mittels derer die Prüfkopfhalterungen individuell senkrecht zur Blechoberfläche auf- und abbewegbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (6; 8; 62—70) für jede Prüfkopfhalterung (105) jeweils neben der nur einen Hubzylinder (6) aufweisenden Hubeinrichtung eine gesonderte, die Zwangsführung der Prüfkopfhalterung (105) senkrecht zu deren Auf- und Abbewegungsrichtung bildende Führungseinrichtung (8) umfassen, die als Scherenführung (16, 18) ausgebildet ist, deren dem Wagen (60) zugewandte Streben (16) mit einer ein Schwenken letzterer symmetrisch zur Auf- und Abbewegungsrichtung der Prüfkopfhalterung (105) sicherstellenden Verzahnung (30, 32) versehen sind und deren der Prüfkopfhalterung (105) zugewandte Streben (18) ebenso wie der Hubzylinder (6) über Drehgelenke (38, 41) mit der Prüfkopfhalterung (105) verbunden sind, welche eine gemeinsame Drehachse (40) aufweisen, die eine der beiden vorgenannten Kippachsen der Prüfkopfhalterung (105) bildet.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zwischenglieder (6; 8; 62-70) einen am Wagen (60) angebrachten sich im wesentlichen parallel zur Blechoberfläche erstrek kenden und um eine Schwenkachse (62), die etwa senkrecht zur Blechoberfläche (12) steht, verschwenkbaren Tragarm (70) umfaßt, an dem mehrere Prüfkopfhalterungen (105) jeweils über einen Hubzylinder (6) und eine Führungseinrichtung (8) befestigt sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (70) in seiner Höhe relativ zur Blechoberfläche (12) verstellbar ist.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (70) unter verschiedenen Winkeln relativ zur Bewegungsrichtung des Wagens (60) arretierbar ist.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfköpfe an dem einen Ende des Tragarms (70) so angeordnet sind, daß die Abstände zwischen den abgetasteten Streifen benachbarter Prüfköpfe etwa gleich der Abtaststreifenbreite einer Prüfsonde sind, während die übrigen Prüfköpfe am Tragarm (70) so angeordnet sind, daß die Abstände zwischen den abgetasteten Streifen benachbarter Prüfköpfe ein ganzzahliges Vielfaches der Abtaststreifenbreite einer Prüfsonde betragen.
6. Vorrichtung nach einem oder mehreren der AnsDriJche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens ein Prüfkopf (I1) zwei oder mehr Prüfsonden (20', 21, 23, 25, 27) aufweist, deren Abstand etwa gleich der durch die Prüfsonden bestimmten Abtastbreite beträgt,
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, da3 der Tragarm (70) über ein in zwei Teile trennbares, sich senkrecht zur Steinoberfläche erstreckendes Tragrohr (66) mit dem Wagen (60) verbunden ist, wobei die beiden Tragrohrteile ineinander verschiebbar und mittels Spannelemente festklemmbar sind, und daß der obere Teil (68) des Tragrohres (66) in einem an der Unterseite des Wagens (60) angeordneten Lager (64) drehbar gelagert ist und der untere Teil (69) des Tragrohres fest mit dem Tragarm (70) verbunden ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Prüfkopfhalterung (105) mittels gleichmäßig auf einem Umkreis um den Prüfkopf herum verteilter Auflageplättchen (104) und/oder über einen Auflagering auf der Blechoberfläche (12) abgestützt ist, und vorzugsweise mittels eines Dichtringes (106) ringsherum abgedichtet ist.
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